Weiterbildung zum Triebfahrzeugführer
Praxisnahe Qualifizierung zum Triebfahrzeugführer (m/w/d) im Güterverkehr für Quereinsteiger:innen: Eisenbahntechnik, Signalwesen und Sicherheitseinrichtungen, mit Simulatortraining und Praktikum.
Auf einen Blick
Überblick
Die Weiterbildung zum Triebfahrzeugführer (m/w/d) qualifiziert praxisnah für das eigenverantwortliche Führen von Triebfahrzeugen im Güterverkehr und richtet sich insbesondere an Quereinsteiger:innen ohne bisherige Bahnerfahrung. Vermittelt werden die fachlichen Grundlagen der Eisenbahntechnik und des Sicherheitsbetriebs, das Bedienen und Führen von Triebfahrzeugen im Regelbetrieb und bei Störungen sowie Signalwesen und Sicherheitseinrichtungen. Theoretischer Unterricht wird durch Training an einem Simulator und ein betreutes Praktikum im Ausbildungsbetrieb ergänzt, sodass Teilnehmende Schritt für Schritt auf die Prüfung gemäß der Triebfahrzeugführerscheinverordnung vorbereitet werden.
Kursprofil, Marktdaten und verfügbare Lernformen
Die folgenden Angaben stammen aus den Angeboten eines einzelnen Anbieters — es ist also kein Anbietervergleich, sondern das erfasste Angebot zu diesem Kurs. Konkrete Preise und Termine nennt der Anbieter im Beratungsgespräch.
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1
an 2 Standorten
1
diesem Kursprofil zugeordnete Angebote
2
an 1 erfassten Orten
1 Bundesländer
inklusive Online- und Hybridangeboten, sofern vorhanden
Abschluss
Triebfahrzeugführerschein nach der Triebfahrzeugführerscheinverordnung (TfV)
Mögliche Förderwege
Bildungsgutschein · Aktivierungs- und Vermittlungsgutschein · Qualifizierungschancengesetz
Lernformen
- Präsenzunterricht3×
Zeitmodelle
- Vollzeit3×
Dauer im Markt
- mehr als 6 Monate bis 1 Jahr1×
Gemeldete Preisgruppen
- über 10.000 €3×
Häufige Kursorte
- Hannover3×
Bundesländer
- Niedersachsen3×
Nächste erfasste Starttermine
- 01.10.2026 · 30419 HannoverPräsenzunterricht · Vollzeit
- 01.10.2026 · 30419 HannoverPräsenzunterricht · Vollzeit
Vermittelte Kompetenzen
- Zugbildung
- Signalwesen
- Eisenbahnsicherheit
- Zugbeeinflussungssysteme (PZB, Sifa)
- Betriebssicherheitsprüfung
- Regelwerkskunde
Zugeordnete Zielberufe
- Leiter/Leiterin - Lagerwirtschaft31.043 Stellen/12 Mon.
- Helfer/Helferin für Lagerwirtschaft, Transport27.466 Stellen/12 Mon.
- Servicetechniker/Servicetechnikerin für Land- und Baumaschinen3.461 Stellen/12 Mon.
- Fachkraft - Logistik/Materialwirtschaft1.490 Stellen/12 Mon.
- Fachwirt/Fachwirtin für den Bahnbetrieb49 Stellen/12 Mon.
Datenbasis: 30 diesem Kurs zugeordnete Angebote sowie die dazu veröffentlichten Termindaten, Stand 19.08.2026. Mehrere Standorte eines Trägers zählen als ein Anbieter.
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Kursinhalte & Lernziele
Der erste Block vermittelt die technischen und sicherheitsrelevanten Grundlagen des Eisenbahnbetriebs.
- Grundprinzipien der Eisenbahntechnik und des Bahnbetriebs
- Sicherheitsgrundsätze des Eisenbahnbetriebs
- Mit dem Bahnbetrieb verbundene Risiken und deren Vermeidung
- Technische Anforderungen an Triebfahrzeuge
- Technische Anforderungen an Güterwagen, Reisezugwagen und sonstige Fahrzeuge
- Grundlagen elektrischer und dieselbetriebener Triebfahrzeuge
Der zweite Block behandelt Betriebsverfahren, Signalwesen und Zugbeeinflussung als Kernwissen für den sicheren Betrieb.
- Ein oder mehrere Betriebsverfahren im Eisenbahnbetrieb
- Zugbeeinflussungssysteme und ihre Funktionsweise
- Signalsysteme und deren korrekte Interpretation
- Sicherheitseinrichtungen wie PZB (punktuelle Zugbeeinflussung) und Sifa (Sicherheitsfahrschaltung)
- Betriebliche Unterlagen, Informationen und Regelwerke
- Zusammenspiel von Signalwesen und Sicherheitseinrichtungen im Regelbetrieb
Der dritte Block widmet sich dem Führen von Triebfahrzeugen im Regelbetrieb und bei Störungen.
- Bedienen und Führen von Triebfahrzeugen im Regelbetrieb
- Regelkonformes Handeln bei Abweichungen und Störungen
- Durchführung von Zugfahrten unter unterschiedlichen Bedingungen
- Verhalten an Bahnübergängen und in besonderen Betriebssituationen
- Kommunikation mit Fahrdienstleitung und weiteren Betriebsstellen
- Umgang mit sicherheitsrelevanten Meldungen während der Fahrt
Der vierte Block verbindet Zugbildung und Betriebssicherheit mit der praktischen Ausbildung an Simulator und im Betrieb.
- Grundlagen der Zugbildung im Güterverkehr
- Durchführung der Betriebssicherheitsprüfung vor Fahrtantritt
- Training praxisnaher Fahrsituationen an einem Simulator
- Begleitetes Praktikum im Ausbildungsbetrieb
- Verzahnung von Theorie und Praxis im Ausbildungsverlauf
- Vorbereitung auf die Prüfungsinhalte gemäß der Triebfahrzeugführerscheinverordnung
Ergänzend zu den vier Themenblöcken durchlaufen Teilnehmende ausbildungsbegleitende Übungen am Simulator und im Praktikumsbetrieb.
- Simulation einer vollständigen Zugfahrt vom Start bis zum Ziel
- Reaktion auf simulierte Störungen während der Fahrt
- Durchführung einer Betriebssicherheitsprüfung an einem Übungstriebfahrzeug
- Praxisnahe Zugbildung unter Anleitung im Ausbildungsbetrieb
- Training des Zusammenspiels von Signalwesen und Zugbeeinflussung am Simulator
- Umgang mit Bahnübergängen in simulierten Betriebssituationen
- Kommunikationsübungen mit der Fahrdienstleitung in Simulationsszenarien
- Begleitetes Führen eines Triebfahrzeugs im realen Ausbildungsbetrieb
- Dokumentation von Auffälligkeiten während einer Übungsfahrt
- Nachbesprechung von Simulatorübungen mit dem Ausbildungspersonal
- Wiederholung sicherheitskritischer Handgriffe bis zur Routine
- Simulierte Prüfungssituationen zur Vorbereitung auf die Abschlussprüfung
Die vier Themenblöcke sind konsequent von der Theorie zur Praxis aufgebaut: Erst mit dem Verständnis für Technik, Signalwesen und Regelwerke lässt sich das eigentliche Führen von Triebfahrzeugen sicher erlernen, und erst mit dieser Grundlage wird das Training an Simulator und im Ausbildungsbetrieb zu mehr als reinem Nachahmen von Handgriffen. Am Ende der Weiterbildung können Teilnehmende Triebfahrzeuge im Regelbetrieb sicher führen, auf Störungen regelkonform reagieren und sind auf die Prüfung gemäß der Triebfahrzeugführerscheinverordnung vorbereitet.
Lernziele:
- Grundlagen der Eisenbahntechnik und ihrer Sicherheitsgrundsätze verstehen
- Mit dem Eisenbahnbetrieb verbundene Risiken erkennen und vermeiden
- Betriebsverfahren, Zugbeeinflussungssysteme und Signalsysteme einordnen
- Technische Anforderungen an Triebfahrzeuge, Güter- und Reisezugwagen nachvollziehen
- Triebfahrzeuge im Regelbetrieb sicher bedienen und führen
- Bei Abweichungen und Störungen regelkonform handeln
- Signalwesen sowie Sicherheitseinrichtungen wie PZB und Sifa anwenden
- Betriebliche Unterlagen, Informationen und Regelwerke korrekt nutzen
- Zugfahrten, Bahnübergänge und besondere Betriebssituationen sicher bewältigen
- Grundlagen elektrischer und dieselbetriebener Triebfahrzeuge verstehen
- Die Zugbildung sowie die Prüfung der Betriebssicherheit durchführen
- Sich gezielt auf die Prüfung gemäß der Triebfahrzeugführerscheinverordnung vorbereiten
Zielgruppe & Voraussetzungen
Die Weiterbildung richtet sich insbesondere an Quereinsteiger:innen ohne bisherige Erfahrung im Bahnbetrieb, die eine praxisnahe Qualifizierung zum Triebfahrzeugführer im Güterverkehr anstreben. Da die Ausbildung bewusst ohne einschlägige Vorausbildung im Eisenbahnwesen konzipiert ist, eignet sie sich auch für Personen, die aus völlig anderen Branchen in ein technisches, sicherheitsrelevantes Berufsfeld wechseln möchten.
- Quereinsteiger:innen mit Interesse an einem technischen, verantwortungsvollen Beruf
- Personen mit Interesse an einer Tätigkeit im Bahnbetrieb ohne einschlägige Vorausbildung
- Berufstätige aus technischen oder logistischen Berufen mit Wunsch nach Neuorientierung
- Personen, die Theorie und praktisches Training an Simulator und im Betrieb schätzen
- Berufsrückkehrende mit Interesse an einer krisensicheren Tätigkeit im Güterverkehr
Da es sich um eine sicherheitsrelevante Tätigkeit im Bahnbetrieb handelt, setzt die Ausbildung die gesetzlich vorgeschriebene gesundheitliche und psychologische Eignung von Triebfahrzeugführer:innen voraus, die im Rahmen der Ausbildung überprüft wird. Hinzu kommen sichere Deutschkenntnisse, da Regelwerke, betriebliche Anweisungen und die Kommunikation mit der Fahrdienstleitung ein präzises Sprachverständnis erfordern. Eine bisherige Tätigkeit im Bahnbetrieb ist nicht erforderlich, da sich die Qualifizierung ausdrücklich an Quereinsteiger:innen richtet.
Ablauf & Abschluss
Die Ausbildung verbindet theoretischen Unterricht in Präsenzform mit intensivem Training an einem unternehmenseigenen Simulator sowie einem betreuten Praktikum im Ausbildungsbetrieb. Diese enge Verzahnung von Theorie und Praxis sorgt dafür, dass Regelwerke, Signalwesen und Störungsszenarien nicht nur besprochen, sondern unmittelbar in simulierten und später realen Fahrsituationen angewendet werden, bevor die Prüfung gemäß der Triebfahrzeugführerscheinverordnung erfolgt.
Die Weiterbildung wird in Vollzeit und in Präsenzform durchgeführt und kombiniert Theorieeinheiten mit Simulatortraining und einem Praktikum im Ausbildungsbetrieb. Der genaue zeitliche Umfang variiert je nach Anbieter, umfasst aber durchgehend ausreichend Praxisanteile, um die theoretischen Inhalte vor der Prüfung ausreichend zu festigen.
Nach erfolgreichem Abschluss der Ausbildung sowie der Prüfung gemäß den Anlagen 5 bis 7 der Triebfahrzeugführerscheinverordnung (TfV) erwerben Teilnehmende den Triebfahrzeugführerschein nach TfV. Der Führerschein ist die gesetzlich vorgeschriebene Grundlage für die eigenverantwortliche Tätigkeit als Triebfahrzeugführer:in im Bahnbetrieb.
Nutzen & Perspektiven
Der Wert dieser Weiterbildung liegt in ihrer konsequenten Ausrichtung auf Quereinsteiger:innen: Wer keine Vorerfahrung im Bahnbetrieb mitbringt, wird systematisch von den technischen und rechtlichen Grundlagen bis zum eigenständigen Führen eines Triebfahrzeugs herangeführt, ohne dass eine vorherige Ausbildung im Eisenbahnwesen vorausgesetzt wird. Die Kombination aus Simulatortraining und betreutem Praktikum im Ausbildungsbetrieb sorgt dafür, dass sicherheitskritische Situationen wie Störungen, besondere Betriebssituationen oder das Verhalten an Bahnübergängen nicht nur theoretisch bekannt sind, sondern unter Anleitung praktisch trainiert wurden, bevor Teilnehmende eigenverantwortlich Verantwortung im Regelbetrieb übernehmen. Für den weiteren beruflichen Weg eröffnet der erfolgreiche Abschluss den Zugang zu einem gefragten Berufsfeld im Güterverkehr, in dem branchenweit ein spürbarer Bedarf an qualifizierten Triebfahrzeugführer:innen besteht. Die erworbene Qualifikation nach der Triebfahrzeugführerscheinverordnung ist bei Eisenbahnverkehrsunternehmen bundesweit anerkannt und bildet zugleich eine Grundlage, auf der sich spätere Zusatzqualifikationen für weitere Fahrzeugarten oder Streckennetze aufbauen lassen.
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Arbeitsmarkt-Report
Transport- und Logistik-Branche meldet seit Jahren akuten Fahrer- und Disponenten-Mangel. Berufskraftfahrer-Qualifikation (BKrFQG-Module) ist Pflicht; Logistik-Disposition und Lagerlogistik wachsen mit E-Commerce-Volumen stabil.
Zielberufe & offene Stellen
Berufe, in denen Absolvent:innen dieses Kurses typischerweise arbeiten — mit bundesweit offenen Stellen der letzten 12 Monate.
- Leiter/Leiterin - Lagerwirtschaft31.043 Stellen
- Helfer/Helferin für Lagerwirtschaft, Transport27.466 Stellen
- Servicetechniker/Servicetechnikerin für Land- und Baumaschinen3.461 Stellen
- Fachkraft - Logistik/Materialwirtschaft1.490 Stellen
- Fachwirt/Fachwirtin für den Bahnbetrieb49 Stellen
Verwandte Kurse & Alternativen
30 ähnliche Qualifizierungen & Kurse in diesem Themenfeld
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Kann ich ohne Vorerfahrung im Bahnbetrieb Triebfahrzeugführer werden?
Ja, die Weiterbildung richtet sich ausdrücklich an Quereinsteiger:innen und vermittelt alle fachlichen Grundlagen von der Eisenbahntechnik bis zum Führen von Triebfahrzeugen von Grund auf.
Wie ist die Ausbildung aufgebaut?
Theoretischer Unterricht zu Eisenbahntechnik, Signalwesen und Regelwerken wird durch Training an einem Simulator sowie ein betreutes Praktikum im Ausbildungsbetrieb ergänzt, bevor die Abschlussprüfung folgt.
Welche Sicherheitseinrichtungen werden behandelt?
Der Kurs behandelt unter anderem die punktuelle Zugbeeinflussung (PZB) und die Sicherheitsfahrschaltung (Sifa) sowie das Zusammenspiel von Signalwesen und Zugbeeinflussungssystemen im Regelbetrieb.
Was passiert bei Störungen im Betrieb - wird das geübt?
Ja, sowohl regelkonformes Handeln bei Abweichungen und Störungen als auch der Umgang mit besonderen Betriebssituationen sind fester Bestandteil der Theorie- und Simulatoreinheiten.
Welchen Abschluss erhalte ich am Ende?
Nach bestandener Prüfung gemäß den Anlagen 5 bis 7 der Triebfahrzeugführerscheinverordnung erwerben Teilnehmende den Triebfahrzeugführerschein nach TfV als gesetzliche Grundlage für die Tätigkeit im Bahnbetrieb.