SQL für Data Science und Machine Learning – Kurs
SQL-Praxiskurs für Data Science und Machine Learning: von der Datenmodellierung über komplexe Abfragen bis zum Feature Engineering für ML-Projekte.
Auf einen Blick
Überblick
SQL bleibt trotz aller neuen Tools das zentrale Werkzeug, mit dem Daten überhaupt erst in eine für Analyse und maschinelles Lernen nutzbare Form gebracht werden. Bevor ein Modell trainiert werden kann, müssen Rohdaten aus relationalen Datenbanken extrahiert, bereinigt, verknüpft und in aussagekräftige Merkmale überführt werden — und genau hier setzt dieser Kurs an. Er verbindet solides Datenbankhandwerk mit dem Blick auf Data-Science- und Machine-Learning-Workflows und zeigt, wie SQL nicht nur zur Berichtserstellung, sondern als vorgelagerter Schritt jeder Modellentwicklung eingesetzt wird. Der Kurs führt von den Grundlagen strukturierter Datenverwaltung über komplexe Abfragetechniken bis zur Vorbereitung von Trainingsdaten für externe ML-Modelle.
Kompetenzen, Lernformen und Angebote für dieses Praxistraining
Die folgenden Angaben stammen aus den Angeboten eines einzelnen Anbieters — es ist also kein Anbietervergleich, sondern das erfasste Angebot zu diesem Kurs. Konkrete Preise und Termine nennt der Anbieter im Beratungsgespräch.
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an 2 Standorten
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diesem Kursprofil zugeordnete Angebote
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an 13 erfassten Orten
7 Bundesländer
inklusive Online- und Hybridangeboten, sofern vorhanden
Abschluss
Trägerzertifikat
Mögliche Förderwege
Bildungsgutschein · Aktivierungs- und Vermittlungsgutschein · Qualifizierungschancengesetz
Lernformen
- Hybrid Learning88 %
- Virtuelles Klassenzimmer12 %
Zeitmodelle
- Vollzeit100 %
Dauer im Markt
- mehr als 3 Monate bis 6 Monate26×
Gemeldete Preisgruppen
- über 10.000 €26×
Häufige Kursorte
- Hannover4×
- Duisburg3×
- Kleve2×
- Leipzig2×
- Dresden2×
- Bremen2×
Bundesländer
- Nordrhein-Westfalen9×
- Niedersachsen4×
- Sachsen4×
- Hessen3×
- Bremen2×
- Hamburg1×
Vermittelte Kompetenzen
- SQL
- Feature Engineering
- Datenmodellierung
- Window Functions
- Datenbankoptimierung
- Machine Learning Datenvorbereitung
- Performance-Tuning
- Data Science
Zugeordnete Zielberufe
- Industriemeister/Industriemeisterin - allgemein19.202 Stellen/12 Mon.
- Data Engineer6.907 Stellen/12 Mon.
- Data Scientist3.910 Stellen/12 Mon.
- Technische Informatik (grundständig)469 Stellen/12 Mon.
Datenbasis: 50 diesem Kurs zugeordnete Angebote sowie die dazu veröffentlichten Termindaten, Stand 19.08.2026. Mehrere Standorte eines Trägers zählen als ein Anbieter.
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Kursinhalte & Lernziele
Modul 1 — Strukturiertes Datenmanagement: Der Kurs beginnt mit dem Fundament jeder Datenarbeit: einem sauberen, skalierbaren Datenmodell. Wer Analysen auf einer unstrukturierten oder redundanten Datenbasis aufbaut, produziert fehleranfällige Ergebnisse — dieses Modul zeigt, wie man das von Anfang an vermeidet.
- Tabellenentwurf für analytische und transaktionale Anwendungsfälle unterscheiden
- Primär- und Fremdschlüssel zur Sicherstellung referenzieller Integrität einsetzen
- Normalisierung bis zur dritten Normalform und bewusste Denormalisierung für Analysezwecke
- Datentypen korrekt wählen, um Speicherplatz und Abfragegeschwindigkeit zu optimieren
- Datenbereinigungsroutinen für inkonsistente oder doppelte Einträge entwickeln
- Skalierbare Tabellenstrukturen für wachsende Datenmengen planen
Modul 2 — SQL-Abfragen für datengetriebene Analysen: Hier steht das eigentliche Abfrage-Handwerk im Zentrum. Von einfachen Selektionen bis zu mehrstufigen Aggregationen wird systematisch aufgebaut, wie man aus großen Datensätzen konkrete, belastbare Aussagen gewinnt.
- Mehrstufige SELECT-Abfragen mit Unterabfragen (Subqueries) und Common Table Expressions
- Join-Typen gezielt auswählen, um vollständige oder gefilterte Datenkombinationen zu erzeugen
- GROUP BY, HAVING und Aggregatfunktionen für kategoriale Auswertungen
- Window Functions (ROW_NUMBER, RANK, LAG, LEAD) für Trend- und Rangfolgenanalysen
- Zeitreihenauswertungen mit Datumsfunktionen und gleitenden Zeiträumen
- Komplexe Abfragen strukturieren, kommentieren und für Teamarbeit lesbar halten
Modul 3 — Datenvorbereitung für Machine Learning: Machine-Learning-Modelle sind nur so gut wie die Daten, mit denen sie trainiert werden. Dieses Modul überträgt das SQL-Wissen gezielt auf die Anforderungen von ML-Pipelines und zeigt, wie aus Rohdaten nutzbare Merkmale entstehen.
- Feature Engineering: neue Variablen aus bestehenden Spalten ableiten (Verhältnisse, Kategorien, Zeitabstände)
- Umgang mit fehlenden Werten: Imputation, Ausschluss oder Kennzeichnung direkt in SQL
- Kategoriale Variablen kodieren und Ausreißer identifizieren
- Datensätze für Trainings-, Validierungs- und Testzwecke sauber aufteilen
- Aggregierte Kennzahlen je Entität (z. B. Kunde, Produkt) als Modellmerkmale bereitstellen
- Exportformate und Schnittstellen für die Übergabe an Python- oder R-basierte ML-Umgebungen
Modul 4 — Performance-Tuning für rechenintensive Datenprozesse: Analytische Abfragen auf großen Datenmengen scheitern häufig nicht an der Logik, sondern an der Ausführungszeit. Dieses Modul vermittelt, wie Abfragen auch bei wachsendem Datenvolumen performant bleiben.
- Indizierungsstrategien für häufig gefilterte und verknüpfte Spalten
- Partitionierung großer Tabellen nach Zeit- oder Kategoriemerkmalen
- Abfragepläne (Execution Plans) lesen und Engpässe identifizieren
- Materialisierte Sichten für wiederkehrende, rechenintensive Auswertungen
- Skalierungstechniken für Machine-Learning-Datensätze im mehrstelligen Millionenbereich
- Best Practices zur Balance zwischen Abfragekomplexität und Ausführungsgeschwindigkeit
Praxis-Block — Anwendungsübungen mit realistischen Datensätzen
- Relationales Schema für einen Beispieldatensatz (z. B. Kundentransaktionen) entwerfen
- Bereinigungs-Pipeline für einen Datensatz mit fehlenden und widersprüchlichen Werten aufbauen
- Mehrstufige Join-Abfrage über drei oder mehr verknüpfte Tabellen entwickeln
- Window-Function-Analyse zur Erkennung von Kaufmustern über die Zeit erstellen
- Feature-Set für ein Klassifikationsproblem aus Rohdaten in SQL ableiten
- Kategoriale Merkmale in numerisch nutzbare Repräsentationen überführen
- Trainings- und Testdatensatz reproduzierbar aus einer Datenbank extrahieren
- Aggregierte Kundenkennzahlen (Umsatz, Frequenz, Zeitspanne) als Modellvariablen berechnen
- Index auf eine große Faktentabelle setzen und Abfragezeit vorher/nachher vergleichen
- Partitionierungsschema für eine wachsende Ereignistabelle entwerfen
- Materialisierte Sicht für ein wiederkehrendes Reporting anlegen und aktualisieren
- Abschlussprojekt: vollständige Pipeline von Rohdaten bis zum exportfertigen Feature-Set
Der Kurs verzichtet bewusst auf reine Theorie-Blöcke: Jede Technik wird unmittelbar an Datensätzen erprobt, die den typischen Herausforderungen von Data-Science-Projekten ähneln — unvollständige Datensätze, mehrere verknüpfte Tabellen, wachsende Datenmengen. So entsteht ein Verständnis dafür, wie SQL im Zusammenspiel mit Python, R oder BI-Tools tatsächlich eingesetzt wird, statt isolierter Abfragebefehle. Am Ende des Kurses steht ein zusammenhängendes Abschlussprojekt, in dem alle vier Modulinhalte kombiniert werden: von der Datenmodellierung über die Bereinigung und Abfrageentwicklung bis zur Bereitstellung eines exportfertigen Feature-Sets für ein externes ML-Modell. Dieses Projekt kann als konkreter Nachweis der erworbenen Fähigkeiten genutzt werden.
Lernziele:
- Relationale Datenmodelle für analytische Anwendungsfälle entwerfen und normalisieren
- Daten strukturiert speichern, bereinigen und für wiederkehrende Abfragen optimieren
- Komplexe SQL-Abfragen mit mehreren Tabellen und Bedingungen selbstständig entwickeln
- Joins (Inner, Left, Right, Full) zur Verknüpfung verteilter Datenquellen sicher einsetzen
- Aggregatfunktionen und Window Functions zur Mustererkennung in Zeitreihen und Kategorien nutzen
- Feature Engineering mit SQL durchführen, um aus Rohdaten nutzbare Modellvariablen zu erzeugen
- Datenbereinigung (fehlende Werte, Duplikate, Ausreißer) systematisch mit SQL-Mitteln umsetzen
- Datenbankinterne Funktionen für einfache statistische Vorauswertungen einsetzen
- Trainingsdatensätze aus relationalen Datenbanken für externe ML-Bibliotheken exportfertig aufbereiten
- Indizierung und Partitionierung zur Beschleunigung großer analytischer Abfragen anwenden
- Abfragepläne lesen und Performance-Engpässe bei rechenintensiven Datenprozessen erkennen
- SQL als durchgängiges Werkzeug im Data-Science-Workflow von der Rohdatenhaltung bis zur Modellvorbereitung einordnen
Zielgruppe & Voraussetzungen
Der Kurs richtet sich an Einsteigerinnen und Einsteiger, Quereinsteigerinnen und Quereinsteiger sowie Fachkräfte, die ihre Kompetenzen in Datenanalyse, Business Intelligence, Softwareentwicklung oder im Datenbankumfeld ausbauen möchten. Besonders geeignet ist er für alle, die SQL-Abfragen und relationale Datenbanken praxisnah erlernen und in Richtung Data Science oder Machine Learning weiterentwickeln wollen. Formale Vorkenntnisse sind nicht erforderlich, ein grundsätzliches Interesse an Daten und Strukturen aber hilfreich.
- Berufseinsteiger mit Interesse an Datenanalyse und relationalen Datenbanken
- Quereinsteiger aus kaufmännischen oder technischen Berufen mit Datenaffinität
- Fachkräfte aus Business Intelligence oder Reporting, die SQL vertiefen möchten
- Angehende Data Analysts oder Data Scientists, die ihre Datenbankgrundlagen festigen wollen
- Software- oder Datenbankentwickler, die ihre Abfragetechnik für analytische Zwecke erweitern
Für die Teilnahme sind keine formalen Abschlüsse erforderlich. Sichere Grundkenntnisse im Umgang mit PC und Internet werden vorausgesetzt. Hilfreich, aber nicht zwingend notwendig, ist ein Grundverständnis für Tabellen und einfache Datenstrukturen, etwa aus dem Umgang mit Excel oder Reports. Wer bereits mit Zahlen und strukturierten Auswertungen gearbeitet hat, findet einen leichteren Einstieg, kann den Kurs aber auch ohne diese Erfahrung erfolgreich absolvieren.
Ablauf & Abschluss
Der Kurs kombiniert angeleitete Lernphasen mit selbstständiger praktischer Arbeit an der Datenbank im Hybrid-Learning-Format, sodass Präsenz- und Online-Anteile sich sinnvoll ergänzen. Jede Abfragetechnik wird zunächst erklärt und anschließend direkt an eigenen Datensätzen umgesetzt, sodass theoretisches Wissen unmittelbar in Abfragepraxis übergeht. Die Vollzeit-Struktur ermöglicht ein durchgehendes Arbeiten an zusammenhängenden Übungsdatensätzen, statt Inhalte über lange Zeiträume zu verteilen.
Der Kurs wird in Vollzeit durchgeführt und ist so aufgebaut, dass die vier Themenblöcke — Datenmanagement, Abfragetechnik, ML-Datenvorbereitung und Performance-Tuning — aufeinander aufbauend durchlaufen werden. Der konkrete Umfang richtet sich nach der individuellen Anmeldung; durch die kompakte Vollzeitform ist ein zügiger, fokussierter Kompetenzaufbau möglich.
Der Kurs schließt mit einem Trägerzertifikat ab, das die erworbenen SQL-Kenntnisse für Data Science und Machine Learning bestätigt. Je nach gewähltem Kursformat ist zusätzlich eine Abschlussprüfung vorgesehen, in der die praktische Anwendung der erlernten Abfragetechniken nachgewiesen wird. Es handelt sich um einen trägerinternen Qualifikationsnachweis, kein staatlich reguliertes Examen.
Nutzen & Perspektiven
SQL-Kenntnisse gehören zu den am häufigsten geforderten technischen Fähigkeiten in Stellenausschreibungen für Data-Analytics- und Data-Science-Rollen — unabhängig davon, ob am Ende mit Python, R oder direkt in Business-Intelligence-Tools weitergearbeitet wird. Wer versteht, wie man Daten sauber modelliert, effizient abfragt und für Machine-Learning-Zwecke aufbereitet, verkürzt den Weg von der Rohdatenbank zum einsatzbereiten Modell erheblich und wird dadurch in datengetriebenen Teams zu einer gefragten Ansprechperson. Der Kurs schließt bewusst die Lücke zwischen klassischem SQL-Unterricht, der bei einfachen SELECT-Abfragen endet, und den tatsächlichen Anforderungen von Data-Science-Projekten, in denen Feature Engineering, Performance und Skalierbarkeit eine zentrale Rolle spielen. Durch den direkten Bezug zu Machine-Learning-Workflows lässt sich das erworbene Wissen unmittelbar in bestehende oder angestrebte Analyse- und Modellierungsprojekte einbringen. Gerade für den Einstieg in datenintensive Berufsfelder ist eine belastbare SQL-Basis oft der entscheidende erste Schritt: Sie eröffnet den Zugang zu Rollen als Data Analyst, Database Developer oder SQL-Entwickler und bildet zugleich das technische Fundament für eine spätere Vertiefung in Richtung Machine Learning Engineering oder Data Science.
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Arbeitsmarkt-Report
IT-Berufe sind seit fünf Jahren der größte Fachkräfteengpass am deutschen Arbeitsmarkt. Der Bestand offener IT-Stellen ist 2024 auf einen Rekordstand gestiegen; AI- und Cloud-Skills werden in den nächsten Jahren weiter überdurchschnittlich nachgefragt.
Zielberufe & offene Stellen
Berufe, in denen Absolvent:innen dieses Kurses typischerweise arbeiten — mit bundesweit offenen Stellen der letzten 12 Monate.
- Industriemeister/Industriemeisterin - allgemein19.202 Stellen
- Data Engineer6.907 Stellen
- Data Scientist3.910 Stellen
- Technische Informatik (grundständig)469 Stellen
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Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Brauche ich Programmiererfahrung, um diesen Kurs zu belegen?
Nein. Formale Abschlüsse oder Programmiervorkenntnisse sind nicht erforderlich. Sichere PC- und Internetkenntnisse reichen als Einstieg aus, Erfahrung mit Tabellen oder Excel erleichtert den Start zusätzlich.
Wie hängt SQL mit Machine Learning zusammen?
SQL wird genutzt, um Rohdaten aus relationalen Datenbanken zu bereinigen, zu verknüpfen und in Merkmale (Features) umzuwandeln, die anschließend als Trainingsdaten für Machine-Learning-Modelle dienen. Der Kurs zeigt diesen Übergang praktisch anhand von Feature Engineering direkt in SQL.
Werden auch fortgeschrittene Abfragetechniken behandelt?
Ja. Neben Grundlagen wie Joins und Aggregationen werden Window Functions, mehrstufige Unterabfragen sowie Indizierung und Partitionierung für große, rechenintensive Datensätze vermittelt.
Welchen Abschluss erhalte ich am Ende des Kurses?
Sie erhalten ein Trägerzertifikat, das Ihre erworbenen SQL-Kenntnisse für Data Science und Machine Learning bestätigt. Je nach Kursformat ist zusätzlich eine Abschlussprüfung vorgesehen.
In welchem Format findet der Kurs statt?
Der Kurs wird im Hybrid-Learning-Format in Vollzeit durchgeführt, sodass angeleitete Lerneinheiten mit selbstständiger praktischer Arbeit an eigenen Datensätzen kombiniert werden.