Logistik & Sicherheit
IHK-Prüfung

Umschulung Fachkraft Lagerlogistik

Fachkräfte für Lagerlogistik steuern den Weg der Ware durch den Betrieb. Sie nehmen Sendungen an, gleichen sie gegen Lieferschein und Bestellung ab und wählen den Einlagerungsort.

Kostenlos & unverbindlich anfragen

Auf einen Blick

Dauer24 MonateOrientierung; Angebot prüfen
FormatOnline & Präsenzflexibel
Kostenkeine Preisangabe hinterlegtauf Anfrage / Förderung
Finanzierung über Förderung möglich – mit Bildungsgutschein bis zu 100 % förderbar*
Dieser Kurs bildet für einen offiziellen Engpassberuf aus

Überblick

Fachkräfte für Lagerlogistik steuern den Weg der Ware durch den Betrieb. Sie nehmen Sendungen an, gleichen sie gegen Lieferschein und Bestellung ab und wählen den Einlagerungsort. Sie bedienen Flurförderzeuge, führen Bestände im Lagerverwaltungssystem und halten Buchbestand und tatsächlichen Bestand deckungsgleich. Im Warenausgang kommissionieren sie Aufträge, verpacken versandgerecht, sichern Ladung und erstellen Begleitpapiere; bei Gefahrgut und Export gelten zusätzliche Vorschriften. Anders als im zweijährigen Lageristenberuf gehört die planende Seite dazu: Touren planen, Kennzahlen auswerten, Inventuren begleiten. Der Alltag ist körperlich und softwaregeprägt, oft im Schichtsystem.

24 Monate sind lang, und die Zahl schreckt erst einmal ab — vor allem, wenn die letzte Prüfung Jahrzehnte zurückliegt. Die Umschulung baut aber auf Handgriffen auf: An Regal, Stapler, Scanner und Buchungsmaske lernst du, und das Fachrechnen kommt aus dem Lageralltag. Umschulungsgruppen bestehen fast vollständig aus Erwachsenen mit derselben Ausgangslage. Kläre vorab, ob der Staplerschein enthalten ist und ob es eine Teilzeitvariante gibt.

Kursinhalte & Lernziele

  • Modul 1: Arbeitssicherheit, Flurförderzeuge und Ladungssicherung (8 Wochen) – Der Einstieg klärt die Bedingungen, unter denen im Lager überhaupt gearbeitet werden darf. Behandelt werden Unfallverhütung, Verkehrswege, Schutzausrüstung und Prüfpflichten an Regalen und Flurförderzeugen. Die Ausbildung am Flurförderzeug ist bei vielen Angeboten integriert; ob der Staplerschein im Preis enthalten ist, unterscheidet sich je Träger und gehört zu den Punkten, die vor der Anmeldung zu klären sind. Inhalte: Unfallverhütung, persönliche Schutzausrüstung und Verkehrswege im Lager, Bedienung von Gabelstapler, Hubwagen und Kommissioniergeräten, Physikalische Grundlagen der Ladungssicherung, Zurr- und Sicherungsmittel, Umgang mit Regalanlagen, Prüfpflichten und Lastaufnahmemitteln, Ergonomisches Heben und Tragen.
  • Modul 2: Wareneingang, Warenannahme und Qualitätsprüfung (10 Wochen) – Im Wareneingang entscheidet sich, ob der Bestand später stimmt. Das Modul behandelt die Prüfkette von der Annahme bis zur Buchung, den Umgang mit Mindermengen, Bruch und Falschlieferung sowie die Dokumentation, auf die sich Einkauf und Buchhaltung später berufen. Aufbau und Reihenfolge der Module legt der Bildungsträger fest; diese Übersicht beschreibt die fachlich üblichen Inhalte des Berufsfeldes. Inhalte: Annahme, Identitäts-, Mengen- und Qualitätsprüfung von Sendungen, Lieferschein, Frachtbrief und Packmittelabgleich, Erfassung von Abweichungen, Schadensmeldung und Reklamationsbearbeitung, Wareneingangsbuchung im Lagerverwaltungssystem, Umgang mit Gefahrstoffen und kennzeichnungspflichtiger Ware.
  • Modul 3: Lagerhaltung, Lagersysteme und Bestandsführung (12 Wochen) – Hier geht es um die Ordnung, die ein Lager erst leistungsfähig macht: welches Lagerprinzip zu welchem Sortiment passt, wie Plätze vergeben werden und wie Bestände geführt und geprüft werden. Die Inventur wird nicht nur beschrieben, sondern als Verfahren geübt, weil Umschülerinnen und Umschüler in der Praxis schnell darin eingesetzt werden. Inhalte: Lagerarten, Regalsysteme und Lagerplatzvergabe, Festplatz- und chaotische Lagerhaltung, ABC-Analyse, Bestandsführung, Mindestbestand und Meldebestand, Inventurverfahren und Differenzenklärung, Lagerung besonderer Güter, etwa temperaturgeführt oder gefahrgutrelevant.
  • Modul 4: Kommissionierung, Verpackung und Warenausgang (12 Wochen) – Das Modul deckt den Weg vom Auftrag bis zur abgefahrenen Palette ab. Neben den Kommissionierverfahren und ihren Leistungsunterschieden stehen Verpackung, Transportsicherung und die korrekte Papierlage im Vordergrund – die drei Punkte, an denen im Warenausgang die meisten Fehler und Folgekosten entstehen. Inhalte: Kommissionierverfahren und Pickstrategien, Beleglose Kommissionierung mit Scanner und Pick-by-Verfahren, Verpackungsarten, Packmittel und Transportsicherung, Versandarten, Begleitpapiere und Verladung, Kennzeichnung, Etikettierung und Sendungsverfolgung.
  • Modul 5: Lagerverwaltungssysteme, ERP und Kennzahlen (10 Wochen) – Der Bestand existiert doppelt: im Regal und im System. Das Modul vermittelt, wie beide zusammengehalten werden, wie Buchungen und Stammdaten wirken und wie sich aus den Systemdaten Kennzahlen ableiten lassen. Damit ist der Übergang zur planenden Seite des Berufs vorbereitet. Inhalte: Aufbau und Logik von Lagerverwaltungssystemen, Buchungsvorgänge, Umlagerung und Bestandskorrektur im ERP, Barcode, Scannertechnik und Stammdatenpflege, Logistikkennzahlen berechnen und interpretieren, Tabellenkalkulation für Auswertungen und Berichte.
  • Modul 6: Güterversand, Transport und Beschaffungslogistik (8 Wochen) – Das Lager ist ein Glied in der Kette, nicht ihr Ende. Behandelt werden die Schnittstellen nach außen: Verkehrsträger, Frachtpapiere, Tourenplanung und die Zusammenarbeit mit Spediteuren und Lieferanten. Damit lässt sich einordnen, welche Entscheidung im Lager welche Folge im Transport hat. Inhalte: Verkehrsträger und ihre Eignung für Sendungsarten, Frachtpapiere, Speditionsauftrag und Schnittstelle zum Frachtführer, Tourenplanung und Ladeeinheitenbildung, Grundzüge von Beschaffung, Bestellabwicklung und Lieferantenbewertung, Grundlagen der Gefahrgutbeförderung.
  • Modul 7: Wirtschafts- und Sozialkunde, Betriebspraktikum und Prüfungsvorbereitung (14 Wochen) – Der letzte Abschnitt führt die Inhalte zusammen und richtet sie auf die Kammerprüfung aus. Dazu gehört der Prüfungsbereich Wirtschafts- und Sozialkunde ebenso wie das betriebliche Praktikum, aus dem in der Praxis nicht selten das spätere Arbeitsverhältnis entsteht. Wie viele Praxiswochen vorgesehen sind, bestimmt der Bildungsträger. Inhalte: Berufsbildung, Arbeitsrecht und Mitbestimmung, Betriebliche Organisation, Kosten und Wirtschaftlichkeit, Betriebliche Praxisphase im Lager eines Partnerbetriebs, Fachrechnen und Prüfungsaufgaben aus früheren Prüfungen, Simulation der praktischen Prüfungsaufgabe mit Fachgespräch.

Lernziele:

  • Der Abschluss ist ein anerkannter Ausbildungsberuf mit Kammerprüfung – in unserer Datenbank ist er bei 144 Anbietern als IHK-Abschluss dokumentiert und damit bundesweit vergleichbar.
  • Die Angebotslage ist außergewöhnlich breit: 152 Angebote mit 621 Terminen bedeuten kurze Wartezeiten und in der Regel mehrere Startmöglichkeiten pro Jahr.
  • Die Nachfrageseite ist belegt stark – in den vergangenen 365 Tagen wurden zu diesem Beruf 49.334 offene Stellen erfasst.
  • Die Qualifizierung ist sowohl in Vollzeit als auch in Teilzeit dokumentiert, ebenso als Präsenzunterricht und in kombinierten Lernformen – der Weg lässt sich also an den Alltag anpassen.
  • Der Beruf ist branchenunabhängig: Lager gibt es in Industrie, Handel, Pharma, Ernährung, Bau und bei Logistikdienstleistern, was den Abschluss von einzelnen Konjunkturzyklen entkoppelt.

Zielgruppe & Voraussetzungen

Das erfasste Angebot passt zu Menschen, die einen anerkannten Berufsabschluss nachholen wollen und dabei lieber praktisch als überwiegend theoretisch arbeiten. Weil 144 Anbieter Vollzeit- und Teilzeitvarianten führen, ist der Weg sowohl für Vollzeitumschulungen nach längerer Arbeitslosigkeit als auch für Menschen mit Betreuungsaufgaben realistisch. Geeignet ist er besonders für Quereinsteigende aus Produktion, Handel, Bau oder Gastronomie, die den Betriebsablauf schon kennen, aber bisher ohne Abschluss angelernt gearbeitet haben. Wer körperlich stark eingeschränkt ist oder Schichtarbeit dauerhaft ausschließt, sollte die Passung vorher im Beratungsgespräch klären.

  • Angelernte Lagerkräfte, die ihre Praxis in einen anerkannten Abschluss überführen wollen
  • Quereinsteigende aus Produktion, Handel, Bau oder Gastronomie ohne verwertbaren Berufsabschluss
  • Menschen mit Betreuungsaufgaben, die auf eine der belegten Teilzeitvarianten angewiesen sind
  • Weniger geeignet für alle, die Schichtdienst, Staplerbetrieb und körperliche Arbeit dauerhaft ausschließen müssen
Voraussetzungen:

Ein Berufsabschluss ist nicht erforderlich – die Umschulung führt selbst zum anerkannten Abschluss. Über die Aufnahme entscheidet der Bildungsträger, bei geförderten Plätzen gemeinsam mit der Agentur für Arbeit oder dem Jobcenter. In den erfassten Zugangstexten werden ein Beratungsgespräch, technisches Grundverständnis, sichere Grundrechenarten und gute Deutschkenntnisse genannt, teilweise ausdrücklich auf Niveau B2.

  • Kein Berufsabschluss vorausgesetzt – die Maßnahme führt zum Abschluss
  • Gute Deutschkenntnisse in Wort und Schrift, in mehreren Zugangstexten mit Niveau B2 beziffert
  • Sicherer Umgang mit den Grundrechenarten und technisches Grundverständnis
  • Körperliche Eignung für Lagerarbeit, Schichtdienst und das Führen von Flurförderzeugen
  • Aufnahme- oder Beratungsgespräch beim Bildungsträger, bei Bedarf mit Eignungstest

Ablauf & Abschluss

Präsenz- und Onlineanteile (kombinierte Lernform)

24 Monate in Voll- oder Teilzeit – belegter Durchschnitt der Angebote

Betriebspraktikum: Betriebliche Praxisphasen gehören bei den erfassten Umschulungen zum Regelfall und werden üblicherweise in mehreren Blöcken zwischen die Fachphasen gelegt. Umfang, Lage und Praktikumsbetrieb legt der Bildungsträger fest, deshalb sollte die Praxisplanung vor der Anmeldung schriftlich vorliegen.

Schriftliche Prüfung vor der Industrie- und Handelskammer mit den Prüfungsbereichen rund um Lagerprozesse, rationellen Güterumschlag sowie Wirtschafts- und Sozialkunde. Die verbindlichen Prüfungsbereiche, ihre Gewichtung und die Bestehensregeln ergeben sich aus der Ausbildungsordnung und der Prüfungsordnung der zuständigen Kammer.

Praktischer Prüfungsteil: Bearbeitung einer betrieblichen Aufgabenstellung aus dem Lagerablauf – etwa Kommissionierung, Verpackung, Ladungssicherung oder Bestandsklärung – mit anschließendem Fachgespräch, in dem das Vorgehen begründet wird.

Prüfende Stelle: Zuständige Industrie- und Handelskammer. Umschülerinnen und Umschüler werden als externe Prüfungsteilnehmende bzw. über eine Umschulungsprüfung zugelassen; die Anmeldung übernimmt in der Regel der Bildungsträger.. Offizieller Abschluss: Fachkraft für Lagerlogistik (IHK) – ein anerkannter Berufsabschluss nach dem Berufsbildungsgesetz. das Trägerzertifikat ersetzt die Kammerprüfung nicht, sondern begleitet sie..

Eine Förderung über den Bildungsgutschein der Agentur für Arbeit oder des Jobcenters ist bei dieser Umschulung ein realistischer Weg, weil sie zu einem anerkannten Berufsabschluss führt. Die Bewilligung nach § 81 SGB III ist jedoch immer eine Einzelfallentscheidung und hängt von Ihrer persönlichen Situation, der Arbeitsmarktlage und der AZAV-Zulassung der konkreten Maßnahme ab – eine Zusage vorab gibt es nicht. Viele Träger nennen keinen festen Preis, was für preisverhandelte Maßnahmen typisch ist; daneben gibt es Angebote über 10.000 Euro sowie einzelne kurze Formate bis 500 Euro. Für Beschäftigte kommt je nach Betrieb und Alter eine Förderung über das Qualifizierungschancengesetz in Betracht; auch das prüft die Agentur für Arbeit im Einzelfall.

Wird die Umschulung gefördert und führt sie zu einem Abschluss in einem Ausbildungsberuf mit mindestens zwei Jahren Ausbildungsdauer, kommen nach § 87a SGB III zwei Geldleistungen dazu: 150 Euro Weiterbildungsgeld im Monat für Arbeitslose, zusätzlich zu ALG oder Bürgergeld, sowie Prüfungsprämien von 1.000 Euro für die bestandene Zwischen- und 1.500 Euro für die bestandene Abschlussprüfung – zusammen bis zu 2.500 Euro. Beides setzt voraus, dass die Maßnahme bewilligt wurde.

Nutzen & Perspektiven

In den vergangenen 365 Tagen sind 49.334 offene Stellen zum Zielberuf erfasst worden — der größte Wert unter den Logistikprofilen in diesem Katalog. Getragen wird er von wachsender Kontraktlogistik, von Automatisierung, die qualifizierte Bediener zusätzlich braucht, und vom Generationswechsel. Der Abschluss ist branchenunabhängig. Realistisch bleibt: Einstiegspositionen sind meist Schichtstellen, und Tarifbindung gibt es nicht überall.

Im Vergleich zum angelernten Lagerhelfer sichert der dreijährige IHK-Abschluss die Eingruppierung als Facharbeiter mit tariflichen Zuschlägen.

  • Einstieg: ca. 29.000–35.000 €
  • Mit Berufserfahrung: ca. 36.000–46.000 €
  • Spezialist oder Leitung: ca. 48.000–60.000 €
  • Typische Tätigkeitsfelder: Warenannahme, Wareneingangsprüfung und Reklamationsbearbeitung, Einlagerung, Umlagerung und Pflege der Lagerplatzstruktur, Kommissionierung und Zusammenstellung von Kundenaufträgen, Verpackung, Ladungssicherung und Versandabwicklung, Bestandsführung, Inventur und Differenzenklärung im Lagerverwaltungssystem, Bedienung von Flurförderzeugen und Kommissioniertechnik, Auswertung von Logistikkennzahlen und Mitarbeit an Prozessverbesserungen
  • Typische Arbeitgeber: Logistikdienstleister und Kontraktlogistikbetriebe, Groß- und Einzelhandelsunternehmen mit eigenen Distributionszentren, Industriebetriebe mit Werks-, Ersatzteil- oder Fertigwarenlager, Speditionen mit angeschlossenem Umschlag- und Lagerbetrieb, Pharma- und Lebensmittellogistik mit temperaturgeführten Lagern, Versandhandel und E-Commerce-Fulfillment, Krankenhäuser, Behörden und Versorger mit eigener Materialwirtschaft

Welche Förderung passt zu dir?

Finde in 30 Sekunden heraus, ob dir ein Bildungsgutschein oder andere Zuschüsse zustehen. Kostenlos & ohne Anmeldung.

Arbeitsmarkt-Report

Einstieg (0–2 J.):29.000–35.000 €
Mittel (3–7 J.):36.000–46.000 €
Senior (8+ J.):48.000–60.000 €

Zielberufe

Berufe, in denen Absolvent:innen dieses Kurses typischerweise arbeiten.

  • Warenannahme, Wareneingangsprüfung und Reklamationsbearbeitung
  • Einlagerung, Umlagerung und Pflege der Lagerplatzstruktur
  • Kommissionierung und Zusammenstellung von Kundenaufträgen
  • Verpackung, Ladungssicherung und Versandabwicklung
  • Bestandsführung, Inventur und Differenzenklärung im Lagerverwaltungssystem
  • Bedienung von Flurförderzeugen und Kommissioniertechnik

Unverbindliche Anfrage

Wir vergleichen passende Anbieter nach Region und Förderfähigkeit und melden uns in Kürze mit kostenlosen Kurs-Optionen.

Mit * markierte Angaben sind erforderlich.

So finanziert sich Kursweg: Bildungsanbieter zahlen ein Entgelt für die Weitergabe deiner Anfrage — für dich bleibt sie kostenlos. Details zum Geschäftsmodell.

Für Rückfragen zu passenden Kursen. Mit Vorwahl, z. B. 0170 1234567.

Wohnort *

Wir verwenden den Wohnort, um passende Anbieter in deiner Region zu finden.

Kostenlos & unverbindlich · Daten sind sicher

Verwandte Kurse & Alternativen

7 ähnliche Qualifizierungen & Kurse in diesem Themenfeld

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Brauche ich für diese Umschulung einen Schulabschluss oder eine Ausbildung?

Eine abgeschlossene Berufsausbildung ist nicht erforderlich – die Umschulung führt selbst zum anerkannten Abschluss. In den erfassten Zugangstexten der Anbieter werden allerdings gute Deutschkenntnisse in Wort und Schrift, teilweise ausdrücklich auf Niveau B2, sichere Grundrechenarten und technisches Grundverständnis genannt; einzelne Träger setzen einen Hauptschulabschluss oder vergleichbare Kenntnisse voraus. Über die Eignung entscheidet in der Regel ein persönliches Beratungsgespräch, bei Bedarf ergänzt um einen Eignungstest.

Wie lange dauert die Umschulung und geht sie auch in Teilzeit?

Die Regellaufzeit der Angebote beträgt 24 Monate, belegt sind 729 Tage. Damit ist die dreijährige Ausbildung auf zwei Jahre verkürzt, wie es bei Umschulungen üblich ist. In unserer Datenbank sind sowohl Vollzeit- als auch Teilzeitvarianten dokumentiert, außerdem einzelne kürzere Zuschnitte von sechs Monaten bis zu einem Jahr, die in der Regel keine vollständige Umschulung sind, sondern Teilqualifikationen oder Anpassungsqualifizierungen. Fragen Sie deshalb konkret nach, ob ein Angebot zur vollständigen Kammerprüfung führt.

Wie viele Anbieter gibt es für diesen Abschluss?

Für diesen Abschluss kennen wir 144 Anbieter mit 152 Angeboten und 621 Terminen. Das ist eine sehr breite Angebotslage, die kurze Wartezeiten und mehrere Startmöglichkeiten im Jahr wahrscheinlich macht. Anbieternamen und Standorte veröffentlichen wir auf dieser Seite nicht. Wenn Sie eine Anfrage stellen, gleichen wir Ihre Angaben – Region, Zeitmodell, Startwunsch – mit den passenden Angeboten ab und melden uns mit konkreten Möglichkeiten zurück.

Was ist der Unterschied zur Umschulung zum Fachlageristen?

Der Fachlageristenberuf ist die zweijährige, stärker operativ ausgerichtete Ausbildung: Annahme, Einlagerung, Kommissionierung, Verpackung, Versand. Die Fachkraft für Lagerlogistik baut darauf auf und umfasst zusätzlich die planende und auswertende Seite – Tourenplanung, Ladeeinheiten, Kennzahlen, Prozessoptimierung und Beschaffungslogistik. Entsprechend sind die Umschulungen unterschiedlich lang: 24 Monate bei der Fachkraft, 17 Monate beim Fachlageristen. Wer zunächst den kürzeren Weg wählt, kann den Abschluss später in Absprache mit Kammer und Träger aufstocken.

Ist der Staplerschein in der Umschulung enthalten?

In vielen Angeboten ist die Ausbildung zum Führen von Flurförderzeugen integriert – einzelne Kurstitel weisen sie ausdrücklich aus. Verbindlich ist das aber nicht: Ob der Nachweis im Preis enthalten ist, ob weitere Zusatzqualifikationen wie Ladungssicherung oder Gefahrgut dazugehören und ob es Zusatzkosten gibt, unterscheidet sich je Anbieter. Klären Sie das vor der Anmeldung schriftlich, denn diese Nachweise sind bei Bewerbungen ein spürbarer Vorteil.

Was kostet die Umschulung und wird sie gefördert?

Bei vielen Angeboten ist keine Preisangabe hinterlegt, weil es sich um preisverhandelte Maßnahmen für Kostenträger handelt; daneben sind Angebote über 10.000 Euro dokumentiert. Eine Förderung über den Bildungsgutschein der Agentur für Arbeit oder des Jobcenters nach § 81 SGB III ist bei Umschulungen ein realistischer Weg, aber immer eine Einzelfallentscheidung – geprüft werden unter anderem die arbeitsmarktliche Notwendigkeit und die AZAV-Zulassung der Maßnahme. Eine pauschale vollständige Kostenübernahme können wir nicht zusichern.

Wie anstrengend ist der Beruf körperlich?

Das hängt stark vom Betrieb ab. In hoch automatisierten Distributionszentren verschiebt sich die Arbeit in Richtung Bedienung, Kontrolle und Systembuchung, in klassischen Handels- oder Baustofflagern bleibt sie körperlich fordernd, mit Heben, Tragen und Stehen über die Schicht. Schichtdienst ist in vielen Betrieben die Regel. Wenn gesundheitliche Einschränkungen bestehen, sollten Sie das offen im Beratungsgespräch ansprechen – teils lassen sich Praktikum und späterer Einsatz gezielt in ein passendes Umfeld lenken.