Umschulung Fachlagerist/in
Fachlageristinnen und Fachlageristen halten den operativen Warenfluss in Gang. Sie nehmen Lieferungen an, prüfen Menge, Identität und sichtbare Schäden und gleichen sie mit dem Lieferschein ab. Sie transportieren die Ware mit Hubwagen oder Stapler an den Lagerplatz und buchen den Vorgang im System.
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Überblick
Fachlageristinnen und Fachlageristen halten den operativen Warenfluss in Gang. Sie nehmen Lieferungen an, prüfen Menge, Identität und sichtbare Schäden und gleichen sie mit dem Lieferschein ab. Sie transportieren die Ware mit Hubwagen oder Stapler an den Lagerplatz und buchen den Vorgang im System. Im Ausgang stellen sie Kundenaufträge zusammen, verpacken transportsicher, sichern die Ladung und erstellen die Begleitpapiere. Dazu kommen Bestandskontrolle, Inventur und Leergutbewirtschaftung. Der Zuschnitt ist enger als bei der dreijährigen Fachkraft für Lagerlogistik: Planung und Kennzahlenauswertung liegen dort. Die zwei Jahre Ausbildungszeit spiegeln sich in einer Umschulung von 17 Monaten.
Viele schrecken zurück, weil die Schulzeit kein gutes Kapitel war oder weil sie zwischen lauter Jüngeren sitzen zu müssen fürchten. Umschulungsgruppen bestehen fast nur aus Erwachsenen mit ähnlicher Vorgeschichte, und der Stoff kommt aus dem Lager: Du rechnest Ladeeinheiten und Palettengewichte. 17 Monate sind überschaubar. Die Prüfung hat einen schriftlichen und einen praktischen Teil; der praktische prüft, was du monatelang gemacht hast.
Kursinhalte & Lernziele
- Modul 1: Arbeitssicherheit, Flurförderzeuge und Umgang mit Lasten (7 Wochen) – Zum Auftakt geht es um die Grundlagen, ohne die im Lager niemand eingesetzt werden darf: Sicherheitsregeln, Umgang mit Lasten und die Bedienung der Flurförderzeuge. Viele Angebote integrieren hier den Nachweis zum Führen von Flurförderzeugen; ob er im Preis enthalten ist, unterscheidet sich je Träger. Inhalte: Unfallverhütungsvorschriften, Schutzausrüstung und Verkehrswege im Lager, Bedienung von Hubwagen, Stapler und Kommissioniergeräten, Regalsysteme, Traglasten und Prüfpflichten, Ergonomisches Heben, Tragen und Umsetzen, Umgang mit Gefahrstoffen und Kennzeichnungen.
- Modul 2: Wareneingang, Prüfung und Erfassung (8 Wochen) – Das Modul behandelt die Prüfkette am Eingang, an der sich entscheidet, ob der Bestand später stimmt. Neben den Prüfschritten steht die saubere Dokumentation im Mittelpunkt, weil Einkauf, Buchhaltung und Reklamationsbearbeitung sich später darauf stützen. Aufbau und Reihenfolge der Module legt der Bildungsträger fest; diese Übersicht beschreibt die fachlich üblichen Inhalte. Inhalte: Annahme von Sendungen und Prüfung auf Menge, Identität und Zustand, Abgleich mit Lieferschein, Bestellung und Frachtpapieren, Erfassung von Mindermengen, Bruch und Falschlieferungen, Wareneingangsbuchung und Etikettierung, Umgang mit Rücksendungen und Leergut.
- Modul 3: Lagern, Lagerarten und Bestandskontrolle (9 Wochen) – Hier wird geübt, welches Gut wohin gehört und warum. Behandelt werden Lagerarten und Platzvergabe ebenso wie die tägliche Bestandspflege und die Mitwirkung an der Inventur – eine Aufgabe, in die Umschülerinnen und Umschüler in der Praxis schnell eingebunden werden. Inhalte: Lagerarten, Regaltypen und Lagerplatzsysteme, Zuordnung von Gütern nach Eigenschaften und Umschlagshäufigkeit, Umlagerung, Bestandspflege und Ordnung im Lagerbereich, Mitwirkung an Inventuren und Klärung von Differenzen, Lagerung besonderer Güter, etwa temperaturgeführt oder brandschutzrelevant.
- Modul 4: Kommissionierung, Verpackung und Versand (9 Wochen) – Das Kernmodul des Berufs führt vom Auftrag bis zur gesicherten Ladung. Vermittelt werden Kommissionierverfahren, Verpackungstechnik und Ladungssicherung – die Punkte, an denen im Warenausgang die meisten Fehler, Schäden und Folgekosten entstehen. Inhalte: Kommissionierverfahren und beleglose Kommissionierung mit Scanner, Packmittel, Packhilfsmittel und transportsichere Verpackung, Kennzeichnung, Etikettierung und Versandarten, Ladungssicherung auf Ladungsträgern und Fahrzeugen, Erstellung und Prüfung der Versandpapiere.
- Modul 5: Lagerverwaltungssystem, Scanner und Fachrechnen (8 Wochen) – Der Bestand existiert doppelt: im Regal und im System. Das Modul zeigt, wie beide zusammengehalten werden, und verbindet die Systemarbeit mit dem lagerbezogenen Fachrechnen, das in der schriftlichen Prüfung abgefragt wird. Inhalte: Aufbau und Bedienung eines Lagerverwaltungssystems, Buchungen, Umlagerungen und Bestandskorrekturen, Barcode- und Scannertechnik, Stammdatenpflege, Lagerbezogenes Fachrechnen: Mengen, Gewichte, Volumen, Ladeeinheiten, Grundlagen der Tabellenkalkulation für einfache Auswertungen.
- Modul 6: Wirtschafts- und Sozialkunde (6 Wochen) – Wirtschafts- und Sozialkunde ist ein eigener Prüfungsbereich der Kammerprüfung. Das Modul deckt Arbeits- und Sozialrecht, betriebliche Zusammenhänge und wirtschaftliches Handeln ab und stellt den Bezug zum Lageralltag her, statt reines Rechtswissen abzufragen. Inhalte: Berufsausbildung, Arbeitsvertrag und Arbeitsrecht, Betriebliche Organisation und Zusammenarbeit im Team, Sozialversicherung und Mitbestimmung, Wirtschaftliches Handeln im Betrieb, Umweltschutz und Ressourcenverwendung im Lager.
- Modul 7: Betriebspraktikum und Prüfungsvorbereitung (12 Wochen) – Der letzte Abschnitt verbindet Praxis und Prüfungsvorbereitung. Das Praktikum ist dabei mehr als eine Pflichtübung: In der Lagerbranche entsteht daraus häufig das spätere Arbeitsverhältnis. Wie viele Praxiswochen vorgesehen sind, bestimmt der Bildungsträger. Inhalte: Praxisphase im Lager eines Partnerbetriebs, Übertragung der Lerninhalte auf reale Betriebsabläufe, Bearbeitung von Prüfungsaufgaben aus früheren Prüfungsterminen, Simulation der praktischen Aufgabe mit Fachgespräch, Bewerbungsunterlagen und Vorbereitung auf den Einstieg.
Lernziele:
- Mit 17 Monaten belegter Regellaufzeit ist es der kürzeste Weg zu einem anerkannten Lagerberufsabschluss – rund sieben Monate weniger als bei der Fachkraft für Lagerlogistik.
- Der Abschluss ist eine echte Kammerprüfung: In allen Angeboten ist der IHK-Abschluss beziehungsweise die Prüfung vor der zuständigen Kammer als Abschlussart dokumentiert.
- Die Angebotslage trägt: 86 Anbieter mit 92 Angeboten und 292 Terminen bedeuten in der Regel mehrere Starttermine im Jahr.
- Die Nachfrageseite ist belegt – in den vergangenen 365 Tagen wurden 19.603 offene Stellen zum Zielberuf erfasst.
- Der Abschluss ist anschlussfähig: Er kann in Absprache mit Kammer und Bildungsträger auf die dreijährige Fachkraft für Lagerlogistik angerechnet werden, wenn Sie später aufstocken wollen.
Zielgruppe & Voraussetzungen
Der Weg passt zu Menschen, die möglichst zügig einen anerkannten Berufsabschluss brauchen und lieber im Betrieb als im Klassenraum lernen. Mit 17 Monaten belegter Regellaufzeit ist er rund sieben Monate kürzer als die Umschulung zur Fachkraft für Lagerlogistik – das senkt die Hürde für alle, die sich zwei Jahre ohne reguläres Einkommen nicht vorstellen können. Geeignet ist er besonders für angelernte Lagerkräfte, die ihre Praxis absichern wollen, und für Umsteigende aus körperlich geprägten Berufen. Wer von vornherein in Richtung Disposition, Kennzahlen und Lagerleitung will, sollte die längere Fachkraft-Umschulung prüfen oder den Aufstockungsweg von Anfang an mitplanen.
- Angelernte Lagerkräfte, die einen anerkannten Abschluss nachholen wollen
- Umsteigende aus Produktion, Bau, Handel oder Gastronomie ohne verwertbaren Berufsabschluss
- Menschen, für die eine 24-monatige Umschulung zu lang oder finanziell nicht tragbar ist
- Weniger geeignet für alle, die direkt auf planende Aufgaben, Disposition oder Lagerleitung zielen
Ein Berufsabschluss ist nicht erforderlich – die Umschulung führt selbst zum anerkannten Abschluss. In den erfassten Zugangstexten nennen Anbieter einen Hauptschulabschluss oder vergleichbare Kenntnisse, technisches Grundverständnis, gute Deutschkenntnisse in Wort und Schrift sowie ein Beratungsgespräch, bei Bedarf mit Eignungstest. Einzelne Träger verlangen alternativ einen Berufsabschluss oder mindestens dreijährige berufliche Praxis, weil die Förderfähigkeit einer Umschulung daran anknüpfen kann.
- Kein Berufsabschluss zwingend – die Maßnahme führt selbst zum Abschluss
- Hauptschulabschluss oder vergleichbare Kenntnisse, in mehreren Zugangstexten genannt
- Gute Deutschkenntnisse in Wort und Schrift sowie sichere Grundrechenarten
- Technisches Grundverständnis und körperliche Eignung für Lagerarbeit und Schichtdienst
- Beratungsgespräch beim Bildungsträger, bei Bedarf ergänzt um einen Eignungstest
Ablauf & Abschluss
Präsenz- und Onlineanteile (kombinierte Lernform)
17 Monate in Voll- oder Teilzeit – belegter Durchschnitt der Angebote
Betriebspraktikum: Betriebliche Praxisphasen sind bei den erfassten Umschulungen der Regelfall und werden meist in Blöcken zwischen die Fachphasen gelegt. Weil der Beruf stark handlungsorientiert ist, fällt der Praxisanteil oft vergleichsweise hoch aus; Umfang, Lage und Betrieb legt der Bildungsträger fest.
Schriftliche Prüfung vor der Industrie- und Handelskammer mit Prüfungsbereichen zu Lagerprozessen, Güterbewegung und Wirtschafts- und Sozialkunde. Verbindlich sind die Ausbildungsordnung und die Prüfungsordnung der zuständigen Kammer.
Praktischer Prüfungsteil: Bearbeitung einer Arbeitsaufgabe aus dem Lageralltag – etwa Kommissionierung, Verpackung oder Ladungssicherung – mit anschließendem Fachgespräch, in dem das eigene Vorgehen begründet wird.
Prüfende Stelle: Zuständige Industrie- und Handelskammer. Die Anmeldung als externe Prüfungsteilnehmerin oder externer Prüfungsteilnehmer beziehungsweise über die Umschulungsprüfung übernimmt in der Regel der Bildungsträger.. Offizieller Abschluss: Fachlagerist/in (IHK) – ein anerkannter zweijähriger Ausbildungsberuf nach dem Berufsbildungsgesetz. In den Angeboten ist durchgängig ein Kammerabschluss dokumentiert, teilweise ergänzt um ein Umschulungszeugnis des Trägers..
Die Umschulung führt zu einem anerkannten Berufsabschluss und ist damit grundsätzlich über den Bildungsgutschein der Agentur für Arbeit oder des Jobcenters förderfähig. Die Bewilligung nach § 81 SGB III bleibt eine Einzelfallentscheidung: Geprüft werden die persönliche Situation, die arbeitsmarktliche Notwendigkeit und die AZAV-Zulassung der konkreten Maßnahme – eine Zusage vorab gibt es nicht. Viele Träger nennen keinen festen Preis, was auf preisverhandelte Maßnahmen hindeutet; daneben liegen die Kosten zwischen 5.000 und 10.000 Euro oder darüber. Für Beschäftigte kann je nach Betriebsgröße und Alter eine Förderung über das Qualifizierungschancengesetz in Betracht kommen; auch das prüft die Agentur für Arbeit im Einzelfall.
Wird die Umschulung gefördert und führt sie zu einem Abschluss in einem Ausbildungsberuf mit mindestens zwei Jahren Ausbildungsdauer, kommen nach § 87a SGB III zwei Geldleistungen dazu: 150 Euro Weiterbildungsgeld im Monat für Arbeitslose, zusätzlich zu ALG oder Bürgergeld, sowie Prüfungsprämien von 1.000 Euro für die bestandene Zwischen- und 1.500 Euro für die bestandene Abschlussprüfung – zusammen bis zu 2.500 Euro. Beides setzt voraus, dass die Maßnahme bewilligt wurde.
Nutzen & Perspektiven
In den vergangenen 365 Tagen sind 19.603 offene Stellen erfasst worden — weniger als bei der dreijährigen Fachkraft für Lagerlogistik, aber mehr als in den meisten anderen Profilen. Viele Betriebe schreiben Lagerstellen ohne Abschlusspflicht aus; die Konkurrenz durch angelernte Kräfte ist real. Mit dem Kammerabschluss bewerben Sie sich auf tariflich eingruppierte Facharbeiterstellen. Später lässt sich zur Fachkraft für Lagerlogistik aufstocken.
Schichtzulagen und Staplerzusatzqualifikationen verbessern den Verdienst; viele Fachlageristen stocken später zur Fachkraft für Lagerlogistik auf.
- Einstieg: ca. 26.000–31.000 €
- Mit Berufserfahrung: ca. 32.000–40.000 €
- Spezialist oder Leitung: ca. 41.000–49.000 €
- Typische Tätigkeitsfelder: Warenannahme, Prüfung und Erfassung von Lieferungen, Einlagerung, Umlagerung und Pflege der Lagerordnung, Kommissionierung von Kundenaufträgen mit Scanner und Kommissioniergerät, Verpackung, Kennzeichnung und Versandvorbereitung, Ladungssicherung und Verladung, Bestandskontrolle und Mitwirkung an Inventuren, Bedienung von Flurförderzeugen und einfacher Fördertechnik
- Typische Arbeitgeber: Logistikdienstleister und Umschlagbetriebe, Groß- und Einzelhandelsunternehmen mit eigenem Lager, Industriebetriebe mit Material-, Ersatzteil- oder Fertigwarenlager, Versandhandel und E-Commerce-Fulfillment, Lebensmittel- und Getränkelogistik mit temperaturgeführten Bereichen, Baustoff-, Landhandel und technischer Großhandel, Krankenhäuser, Behörden und Versorgungsbetriebe mit eigener Materialwirtschaft
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Arbeitsmarkt-Report
Zielberufe
Berufe, in denen Absolvent:innen dieses Kurses typischerweise arbeiten.
- Warenannahme, Prüfung und Erfassung von Lieferungen
- Einlagerung, Umlagerung und Pflege der Lagerordnung
- Kommissionierung von Kundenaufträgen mit Scanner und Kommissioniergerät
- Verpackung, Kennzeichnung und Versandvorbereitung
- Ladungssicherung und Verladung
- Bestandskontrolle und Mitwirkung an Inventuren
Verwandte Kurse & Alternativen
7 ähnliche Qualifizierungen & Kurse in diesem Themenfeld
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wie lange dauert die Umschulung zum Fachlageristen?
Die belegte Regellaufzeit der Angebote beträgt 17 Monate, das entspricht 530 Tagen. Damit ist die zweijährige Ausbildung wie bei Umschulungen üblich verkürzt. In der Datenbank sind daneben Angebote mit drei bis zwölf Monaten Laufzeit erfasst – das sind in der Regel keine vollständigen Umschulungen, sondern Teilqualifikationen oder Anpassungsqualifizierungen. Fragen Sie deshalb ausdrücklich nach, ob ein Angebot zur vollständigen Kammerprüfung führt.
Lohnt sich der Fachlagerist oder besser gleich die Fachkraft für Lagerlogistik?
Das hängt vom Ziel und von der verfügbaren Zeit ab. Der Fachlagerist ist rund sieben Monate kürzer und stärker auf die operative Arbeit ausgerichtet: annehmen, lagern, kommissionieren, versenden. Die Fachkraft für Lagerlogistik dauert 24 Monate und umfasst zusätzlich Planung, Kennzahlen, Tourenerstellung und Beschaffungslogistik – sie ist der Weg, wenn Sie später disponieren oder ein Team führen wollen. Wer zunächst schnell einen Abschluss braucht, kann den kürzeren Weg wählen und in Absprache mit Kammer und Träger später aufstocken.
Welche Voraussetzungen nennen die Anbieter?
In den erfassten Zugangstexten werden ein Hauptschulabschluss oder vergleichbare Kenntnisse, technisches Grundverständnis, gute Deutschkenntnisse in Wort und Schrift sowie ein persönliches Beratungsgespräch genannt, bei Bedarf ergänzt um einen Eignungstest. Einzelne Träger führen alternativ einen Berufsabschluss oder mindestens dreijährige berufliche Praxis auf – das hängt daran, dass die Förderfähigkeit einer Umschulung nach dem SGB III an solche Merkmale anknüpfen kann. Verbindlich ist immer die Auskunft des jeweiligen Trägers zusammen mit Ihrer Vermittlungsfachkraft.
Wie viele Anbieter und Termine gibt es?
Für diesen Abschluss kennen wir 86 Anbieter mit 92 Angeboten und 292 Terminen. Angeboten wird sowohl in Vollzeit als auch in Teilzeit, als Präsenzunterricht, in kombinierten Lernformen und als Hybrid Learning. Anbieternamen und Standorte veröffentlichen wir auf dieser Seite nicht. Über die Anfrage gleichen wir Ihre Region, Ihr Zeitmodell und Ihren Wunschstart mit den passenden Angeboten ab und melden uns mit konkreten Möglichkeiten zurück.
Ist der Staplerschein enthalten?
Viele Angebote integrieren die Ausbildung zum Führen von Flurförderzeugen, weil sie im Berufsbild praktisch unverzichtbar ist. Verbindlich ist das jedoch nicht, und ob der Nachweis im Preis enthalten ist oder gesondert berechnet wird, unterscheidet sich je Anbieter. Ähnliches gilt für Zusatznachweise zu Ladungssicherung oder Gefahrgut. Klären Sie das vor der Anmeldung schriftlich – diese Nachweise sind bei Bewerbungen ein spürbarer Vorteil.
Was kostet die Umschulung und wer bezahlt sie?
Bei einem Teil der Angebote ist keine Preisangabe hinterlegt, was für preisverhandelte Maßnahmen mit Kostenträgern typisch ist; daneben sind Angebote zwischen 5.000 und 10.000 Euro sowie über 10.000 Euro dokumentiert. Weil die Umschulung zu einem anerkannten Abschluss führt, ist eine Förderung über den Bildungsgutschein nach § 81 SGB III ein realistischer Weg. Sie ist aber immer eine Einzelfallentscheidung der Agentur für Arbeit oder des Jobcenters; eine pauschale vollständige Kostenübernahme können wir nicht zusichern.