Handwerk & Technik
IHK-Prüfung

Umschulung Fachkraft für Metalltechnik (Zerspanungstechnik)

Fachkräfte für Metalltechnik der Fachrichtung Zerspanungstechnik stellen Bauteile aus Metall her, indem sie Material abtragen: durch Drehen, Fräsen, Bohren und Schleifen. Der Auftrag beginnt mit der technischen Zeichnung: Maße, Toleranzen, Oberflächengüte. Daraus leitet sich die Fertigungsfolge ab.

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Bildungsgutschein als Förderweg möglich; Zulassung des Angebots und persönliche Bewilligung prüfen.

Worum geht es in diesem Kurs?

Fachkräfte für Metalltechnik der Fachrichtung Zerspanungstechnik stellen Bauteile aus Metall her, indem sie Material abtragen: durch Drehen, Fräsen, Bohren und Schleifen. Der Auftrag beginnt mit der technischen Zeichnung: Maße, Toleranzen, Oberflächengüte. Daraus leitet sich die Fertigungsfolge ab. An konventionellen Maschinen wird von Hand eingestellt, an CNC-Maschinen kommen Nullpunkte und Programmanpassung dazu. Ein wesentlicher Teil ist das Rüsten: Spannmittel wählen, Werkstück ausrichten, Erstteil prüfen. Gearbeitet wird in Lohnfertigungen, im Maschinenbau und in der Zulieferindustrie, häufig im Schichtbetrieb.

Mit 18 Monaten ist diese Umschulung eine der kürzeren – reicht das? Für diesen Abschluss ja: Die Fachkraft für Metalltechnik ist ein zweijähriger Ausbildungsberuf, nicht der dreieinhalbjährige Zerspanungsmechaniker. Du bekommst einen echten IHK-Abschluss, aber einen mit engerem Zuschnitt. Der Unterricht beginnt bei Zeichnung, Messschieber und Feile, nicht bei der Fünf-Achs-Maschine. Prüfe vorher, ob CNC-Programmierung enthalten ist.

Was lernst du in diesem Kurs?

  • Modul 1: Technische Kommunikation, Werkstoffkunde und Fachrechnen (10 Wochen) – Ohne Zeichnung kein Bauteil: Das Einstiegsmodul vermittelt, wie eine technische Zeichnung gelesen wird und was Toleranz- und Oberflächenangaben praktisch bedeuten. Parallel werden Werkstoffe und ihr Zerspanungsverhalten behandelt sowie das Fachrechnen, ohne das keine Schnittwerte bestimmt werden können. Die konkrete Modulstruktur legt der jeweilige Bildungsträger fest. Inhalte: Technische Zeichnungen lesen: Ansichten, Schnitte, Bemaßung, Toleranzen, Passungen und Oberflächenangaben interpretieren, Eisen- und Nichteisenmetalle, Wärmebehandlung und Zerspanbarkeit, Fachrechnen: Maße, Winkel, Schnittwerte und Drehzahlen, Arbeitssicherheit an Werkzeugmaschinen und Umgang mit Kühlschmierstoffen.
  • Modul 2: Manuelle Fertigung und Messtechnik (9 Wochen) – Bevor die Maschine läuft, muss die Hand sitzen. Das Modul baut die manuellen Grundfertigkeiten auf und verbindet sie mit der Messtechnik, die in der Zerspanung der eigentliche Maßstab ist. Geübt wird das Messen mit der Frage im Hintergrund, wie sicher ein Messergebnis überhaupt ist – Messfehler sind in diesem Beruf eine reale Fehlerquelle. Inhalte: Anreißen, Sägen, Feilen, Bohren, Senken, Reiben und Gewindeschneiden, Messschieber, Bügelmessschraube, Messuhr und Lehren einsetzen, Prüfmittelüberwachung und Messfehler erkennen, Form- und Lagetoleranzen praktisch prüfen, Prüfprotokolle führen und Messergebnisse bewerten.
  • Modul 3: Drehen: Verfahren, Werkzeuge und Praxis (10 Wochen) – Das Drehen ist das Leitverfahren der Fachrichtung. Behandelt werden Maschinenaufbau, Spanntechnik und Werkzeugauswahl bis zur Frage, warum eine Schneide auf eine bestimmte Weise verschleißt. Der Praxisanteil ist hoch, weil Gefühl für Vorschub, Zustellung und Spanbildung nur an der laufenden Maschine entsteht. Inhalte: Aufbau und Bedienung konventioneller Drehmaschinen, Längs- und Plandrehen, Einstechen, Gewindedrehen, Kegeldrehen, Werkzeuggeometrie, Schneidstoffe und Verschleißformen, Spannmittel: Futter, Spitzen, Lünetten und Ausrichten, Schnittwerte bestimmen und Standzeiten beurteilen.
  • Modul 4: Fräsen, Bohren und Schleifen (10 Wochen) – Das Modul erweitert die Bearbeitung um die Verfahren mit rotierendem Werkzeug. Neben der Technik geht es um Aufspannstrategien: Wie ein Werkstück gespannt und ausgerichtet wird, entscheidet häufiger über Maßhaltigkeit als die Maschine selbst. Das Schleifen kommt als Feinbearbeitung mit Blick auf Oberflächengüte und enge Toleranzen dazu. Inhalte: Aufbau und Bedienung von Fräsmaschinen, Gleich- und Gegenlauffräsen, Planfräsen, Nutenfräsen, Taschen und Konturen, Bohrbearbeitung, Reiben und Gewindefertigung, Rund- und Flachschleifen als Feinbearbeitung, Aufspannkonzepte, Nullpunkte und Werkstückausrichtung.
  • Modul 5: CNC-Technik: Programmieren, Rüsten, Fertigen (12 Wochen) – Hier entscheidet sich Ihr Marktwert. Das Modul führt von der Steuerungslogik über das Programmieren bis zum vollständigen Rüstvorgang mit Erstteilprüfung. Schwerpunkt ist das systematische Vorgehen: erst simulieren, dann einfahren, dann messen – weil ein Kollisionsschaden an einer CNC-Maschine teuer und vermeidbar ist. Inhalte: Aufbau von CNC-Maschinen, Achsen und Steuerungslogik, Programmieren nach DIN/ISO und mit werkstattorientierter Programmierung, Werkzeugvermessung, Werkzeugkorrekturen und Nullpunktverschiebung, Rüsten, Erstteilprüfung und Programmoptimierung, Simulation, Kollisionsvermeidung und Fehlersuche im Programm.
  • Modul 6: Fertigungsprozesse, Qualitätssicherung und Instandhaltung (8 Wochen) – Ein Einzelteil zu fertigen ist eine Sache, eine Serie in der Toleranz zu halten eine andere. Das Modul behandelt Prozessdenken, Qualitätssicherung und die Dokumentation, die in der Industrie zur Leistung gehört. Dazu kommt die Maschinenpflege, weil ungewartete Maschinen zuerst an der Maßhaltigkeit auffallen. Inhalte: Fertigungsplanung, Arbeitsfolgen und Serienfertigung, Qualitätssicherung, Stichprobenprüfung und Dokumentation, Statistische Prozessbeurteilung im Grundverständnis, Wartung, Reinigung und einfache Instandhaltung an Maschinen, Umgang mit Kühlschmierstoffen, Spänen und Entsorgung.
  • Modul 7: Betriebliche Praxisphase (13 Wochen) – In der Lehrwerkstatt entsteht Können, im Betrieb entsteht Tempo. Die Praxisphase konfrontiert Sie mit Serienstückzahlen, Terminen und der Realität der Maschinenauslastung – und ist erfahrungsgemäß der wichtigste Weg zur späteren Übernahme. Umfang und Lage legt der Bildungsträger fest. Inhalte: Mitarbeit in Fertigung oder Lohnbearbeitung eines Betriebs, Selbstständiges Rüsten und Bedienen unter Anleitung, Arbeiten nach Fertigungsauftrag, Stückzahl und Termin, Einblick in Schichtbetrieb und Mehrmaschinenbedienung, Führen des Praxisnachweises beziehungsweise Berichtshefts.
  • Modul 8: Prüfungsvorbereitung und Fertigungsauftrag (6 Wochen) – Am Ende wird zusammengeführt, was einzeln geübt wurde: ein Bauteil von der Zeichnung über die Arbeitsplanung und Fertigung bis zur Messung und Dokumentation, unter Prüfungsbedingungen. Trainiert wird auch die Begründung der eigenen Fertigungsfolge, weil das Fachgespräch genau darauf zielt. Inhalte: Komplette Fertigungsaufträge planen, ausführen und prüfen, Praktische Arbeitsaufgabe unter Zeitbedingungen üben, Fachkunde, Fachrechnen und Wirtschafts- und Sozialkunde wiederholen, Situatives Fachgespräch trainieren: Fertigungsfolge begründen, Altprüfungen und Musteraufgaben durcharbeiten.

Lernziele:

  • Mit 18 Monaten ist dies eine der kürzeren Umschulungen mit vollwertigem IHK-Abschluss – der Weg zurück in ein festes Arbeitsverhältnis ist entsprechend kurz.
  • 70 erfasste Termine bei 20 Angeboten bedeuten eine hohe Startdichte; Sie warten in der Regel nicht ein halbes Jahr auf den nächsten Kursbeginn.
  • Der Abschluss ist ein anerkannter Ausbildungsabschluss nach Berufsbildungsgesetz mit IHK-Prüfung, kein Trägerzertifikat.
  • Vollzeit- und Teilzeitangebote sind beide erfasst, was die Umschulung auch mit Betreuungsaufgaben planbar macht.
  • Der Abschluss ist anschlussfähig: Er kann auf eine spätere Ausbildung zum Zerspanungsmechaniker angerechnet werden, wenn Sie weitergehen wollen.

Für wen ist der Kurs geeignet?

Angesprochen sind Menschen, die einen Facharbeiterabschluss in der Metallverarbeitung anstreben und dabei eine vergleichsweise kurze Umschulungszeit von 18 Monaten wollen. Die Umschulung wird in Vollzeit und in Teilzeit angeboten, überwiegend in Präsenz – der Werkstattanteil ist bei diesem Beruf naturgemäß hoch. Der Weg passt besonders gut für Menschen, die gern an Maschinen arbeiten, exaktes Arbeiten mögen und mit messbaren Ergebnissen umgehen können, denn in der Zerspanung ist ein Bauteil entweder in der Toleranz oder nicht. Für Personen mit metallverarbeitender Vorerfahrung ohne Abschluss ist es der direkte Weg zur formalen Anerkennung. Wer eine breitere und höherwertige Qualifikation sucht, sollte prüfen, ob stattdessen die dreieinhalbjährige Ausbildung zum Zerspanungsmechaniker der passendere Weg ist.

  • Quereinsteigende ohne Berufsabschluss, die einen anerkannten Metallberuf in überschaubarer Zeit erreichen wollen
  • Angelernte Maschinenbediener und Produktionshelfer, die ihre Praxis in einen IHK-Abschluss überführen möchten
  • Menschen mit Freude an präziser, messbarer Arbeit an Werkzeugmaschinen und an CNC-Technik
  • Weniger geeignet für alle, die keinen Schichtbetrieb leisten können oder eine breit angelegte dreieinhalbjährige Metallausbildung anstreben
Voraussetzungen:

Ein Berufsabschluss ist nicht erforderlich – die Umschulung führt selbst zu einem anerkannten Abschluss. Die Zugangstexte der Anbieter sind hier vergleichsweise offen: Genannt werden angemessene Deutschkenntnisse und eine Einschätzung des Wissensstands durch eine fachkundige Person im Erstgespräch; ein Anbieter nennt schlicht Interesse an einer beruflichen Umschulung. Über die Aufnahme entscheidet der Bildungsträger, bei geförderten Plätzen zusammen mit der Agentur für Arbeit oder dem Jobcenter.

  • Kein Berufsabschluss vorausgesetzt – die Maßnahme führt zum Abschluss
  • Angemessene Deutschkenntnisse für Fachunterricht, Zeichnungslesen und Prüfungstexte; ein Angebot ist ausdrücklich mit intensiver Sprachförderung Berufsdeutsch ausgeschrieben
  • Einschätzung des Wissensstands durch eine fachkundige Person im Erstgespräch, wie ein Anbieter es ausdrücklich vorsieht
  • Rechnerische Grundlagen, weil Maße, Toleranzen, Schnittwerte und Umrechnungen den Unterricht durchziehen
  • Gesundheitliche Eignung für Steharbeit an der Maschine, Umgang mit Kühlschmierstoffen und gegebenenfalls Schichtbetrieb

Wie läuft der Kurs ab und welchen Abschluss gibt es?

18 Monate in Voll- oder Teilzeit – belegter Durchschnitt der Angebote

Betriebspraktikum: Betriebliche Praxisphasen gehören zu dieser Umschulung, weil Maschinenlaufzeit, Rüsterfahrung und Serienarbeit sich in der Lehrwerkstatt nur begrenzt abbilden lassen. Umfang und Lage der Einsätze legt der Bildungsträger fest – klären Sie das vor der Anmeldung schriftlich.

Bei diesem zweijährigen Ausbildungsberuf ist die Prüfung in der Regel als gestreckte Abschlussprüfung angelegt: Der erste Teil liegt im Verlauf der Umschulung und prüft Grundfertigkeiten der Fertigungstechnik, Messtechnik und Arbeitsplanung; das Ergebnis fließt in die Gesamtnote ein.

Der zweite Teil steht am Ende und besteht aus einer praktischen Arbeitsaufgabe an der Maschine mit Fertigung, Prüfung und Dokumentation eines Bauteils, einem darauf bezogenen situativen Fachgespräch sowie schriftlichen Prüfungsbereichen zur Fertigungstechnik, zur Technischen Kommunikation und zur Wirtschafts- und Sozialkunde.

Prüfende Stelle: Die Prüfung nimmt die zuständige Industrie- und Handelskammer ab, nicht der Bildungsträger. In welcher Kammer Sie geprüft werden und wann die Anmeldung erfolgt, sollten Sie sich vor Vertragsschluss schriftlich bestätigen lassen.. Offizieller Abschluss: Bei Bestehen erhalten Sie das IHK-Zeugnis als Fachkraft für Metalltechnik der Fachrichtung Zerspanungstechnik – ein staatlich anerkannter Ausbildungsabschluss nach Berufsbildungsgesetz mit zweijähriger Regelausbildungsdauer..

Der Bildungsgutschein der Agentur für Arbeit oder des Jobcenters nach § 81 SGB III ist bei dieser Umschulung der Regelförderweg, weil sie zu einem anerkannten Berufsabschluss mit IHK-Prüfung führt. Die Bewilligung bleibt eine Einzelfallentscheidung und hängt unter anderem von der arbeitsmarktlichen Notwendigkeit, Ihrer persönlichen Situation und der AZAV-Zertifizierung von Träger und Maßnahme ab – eine Zusage vorab gibt es nicht. Die Lehrgangskosten liegen überwiegend über 10.000 Euro; nicht jeder Anbieter nennt einen Preis. Vereinzelte Angebote unter 500 Euro sind Teilmodule, keine vollständige Umschulung. Weil die vergleichsweise kurze Dauer von 18 Monaten Bewilligungen erleichtern kann, lohnt es sich, diesen Punkt im Beratungsgespräch ausdrücklich anzusprechen.

Wird die Umschulung gefördert und führt sie zu einem Abschluss in einem Ausbildungsberuf mit mindestens zwei Jahren Ausbildungsdauer, kommen nach § 87a SGB III zwei Geldleistungen dazu: 150 Euro Weiterbildungsgeld im Monat für Arbeitslose, zusätzlich zu ALG oder Bürgergeld, sowie Prüfungsprämien von 1.000 Euro für die bestandene Zwischen- und 1.500 Euro für die bestandene Abschlussprüfung – zusammen bis zu 2.500 Euro. Beides setzt voraus, dass die Maßnahme bewilligt wurde.

Welche beruflichen Perspektiven bietet der Kurs?

In unserer Marktdatenbank sind für die zurückliegenden 365 Tage 2.295 offene Stellen zu diesem Zielberuf erfasst, weniger als bei den breiter aufgestellten Metallberufen, weil die Fachrichtung enger zugeschnitten ist. Auffällig ist die Angebotsseite: 70 Termine bei nur 20 Angeboten bedeuten laufende Starts. Wichtiger als die Gesamtzahl sind Region, Schichtbereitschaft und CNC-Kompetenz.

Die zweijährige Fachausbildung ermöglicht einen schnellen Einstieg; Aufstockung zum Zerspanungsmechaniker bringt weiteren Gehaltszuwachs.

  • Einstieg: ca. 29.000–35.000 €
  • Mit Berufserfahrung: ca. 36.000–46.000 €
  • Spezialist oder Leitung: ca. 48.000–58.000 €
  • Typische Tätigkeitsfelder: Drehen und Fräsen an konventionellen Werkzeugmaschinen, Rüsten, Bedienen und Überwachen von CNC-Dreh- und Fräsmaschinen, Herstellung von Einzelteilen, Kleinserien und Serienbauteilen, Prüfen von Maßen, Form- und Lagetoleranzen sowie Oberflächengüten, Werkzeugauswahl, Werkzeugwechsel und Verschleißbeurteilung, Qualitätssicherung und Fertigungsdokumentation, Wartung und Pflege von Maschinen und Betriebsmitteln
  • Typische Arbeitgeber: Lohnfertigungs- und Zerspanungsbetriebe, Maschinen- und Anlagenbauunternehmen, Automobilzulieferer und Fahrzeugbau, Werkzeug- und Formenbaubetriebe, Medizin- und Präzisionstechnikhersteller, Luft- und Raumfahrtzulieferer, Industriebetriebe mit eigener Instandhaltungs- und Ersatzteilfertigung

Welche Förderung passt zu dir?

Erhalte eine erste Orientierung, welche Förderwege zu deiner Situation passen. Über eine Bewilligung entscheidet die zuständige Stelle. Kostenlos & ohne Anmeldung.

Berufswege prüfen

Zugeordnete Zielberufe

Diese Tätigkeitsbezeichnungen sind dem Kursprofil zugeordnet. Prüfe, ob Inhalt, Abschluss und Zugangsvoraussetzungen zu deinem Berufsziel passen; die Zuordnung bestätigt keine vollständige Berufsqualifikation.

  • Drehen und Fräsen an konventionellen Werkzeugmaschinen
  • Rüsten, Bedienen und Überwachen von CNC-Dreh- und Fräsmaschinen
  • Herstellung von Einzelteilen, Kleinserien und Serienbauteilen
  • Prüfen von Maßen, Form- und Lagetoleranzen sowie Oberflächengüten
  • Werkzeugauswahl, Werkzeugwechsel und Verschleißbeurteilung
  • Qualitätssicherung und Fertigungsdokumentation

Vor der Kurswahl klären

  • Welche Kenntnisse und Nachweise verlangen Stellenanzeigen für dein Berufsziel?
  • Welche praktischen Aufgaben und Prüfungen sind im Lehrgang vorgesehen?
  • Wer stellt den Abschluss aus und welche formalen Voraussetzungen gelten?

Im BERUFENET der Bundesagentur für Arbeit kannst du Aufgaben und Bildungswege recherchieren.

Für Gehälter nutze den Entgeltatlas und prüfe Beruf, Region, Anforderungsniveau und Datenstand. Ein Kursabschluss allein belegt kein bestimmtes Einkommen.

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Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Ist die Fachkraft für Metalltechnik dasselbe wie ein Zerspanungsmechaniker?

Nein, und dieser Unterschied ist wichtig genug, um ihn hier deutlich zu benennen. Die Fachkraft für Metalltechnik ist ein zweijähriger Ausbildungsberuf mit vier Fachrichtungen, von denen die Zerspanungstechnik eine ist. Der Zerspanungsmechaniker ist ein eigenständiger dreieinhalbjähriger Beruf mit breiterem Inhalt und in der Regel höherer tariflicher Einstufung. Beide Abschlüsse sind staatlich anerkannt und werden von der IHK geprüft. Der zweijährige Abschluss ist zudem anschlussfähig: Er kann auf eine spätere Ausbildung zum Zerspanungsmechaniker angerechnet werden. Fragen Sie beim Anbieter nach, ob eine solche Anschlussqualifizierung vorgesehen ist.

Wie lange dauert die Umschulung und in welcher Form läuft sie?

Die belegte Regellaufzeit beträgt 18 Monate, also 561 Tage. In unseren Daten sind sowohl Vollzeit- als auch Teilzeitangebote erfasst, als Unterrichtsform Präsenzunterricht und sonstige Präsenzveranstaltungen. Eine Online-Variante gibt es aus einem naheliegenden Grund nicht: Der Kern der Ausbildung ist die Arbeit an Werkzeugmaschinen, und die praktische Prüfung wird an einer realen Maschine abgenommen. Mit 70 erfassten Terminen bei 20 Angeboten ist die Startdichte hoch – Sie müssen in der Regel nicht lange auf den nächsten Kursbeginn warten.

Brauche ich Vorkenntnisse in Metall oder einen Schulabschluss?

Einen Berufsabschluss brauchen Sie nicht, die Umschulung führt selbst zu einem anerkannten Abschluss. Die Zugangstexte der Anbieter sind hier vergleichsweise offen formuliert: Ein Anbieter nennt angemessene Deutschkenntnisse und eine Einschätzung des Wissensstands durch eine fachkundige Person im Erstgespräch, ein anderer schlicht Interesse an einer beruflichen Umschulung. Rechnerische Grundlagen helfen erheblich, weil Maße, Toleranzen und Schnittwerte den Unterricht durchziehen. Ein Angebot ist ausdrücklich mit intensiver Sprachförderung Berufsdeutsch ausgeschrieben – für Menschen mit noch unsicherem Fachdeutsch kann das der passende Einstieg sein.

Was kostet die Umschulung und wird sie gefördert?

Die Angebote liegen überwiegend über 10.000 Euro oder haben keine hinterlegte Preisangabe. Einzelne Datensätze nennen einen Kostenrahmen bis 500 Euro – das ist für eine 18-monatige Umschulung nicht plausibel und deutet eher auf ein Einzelmodul oder einen Teilkurs hin; prüfen Sie in einem solchen Fall genau, welche Leistung tatsächlich angeboten wird. Der übliche Förderweg ist der Bildungsgutschein nach § 81 SGB III über die Agentur für Arbeit oder das Jobcenter. Die Bewilligung ist immer eine Einzelfallentscheidung und hängt unter anderem von der arbeitsmarktlichen Notwendigkeit und der AZAV-Zertifizierung ab. Eine pauschale Zusage gibt es nicht.

Muss ich Schicht arbeiten?

Nicht zwingend, aber Sie sollten damit rechnen. Zerspanende Fertigung findet an Maschinen statt, die im Anschaffungswert hoch sind und deshalb möglichst lange laufen sollen – Zwei- und Dreischichtbetrieb sind in der Industrie verbreitet, in kleineren Lohnfertigungen und im Werkzeugbau seltener. Für Sie hat das zwei Seiten: Schichtarbeit belastet den Alltag und die Erholung, wird aber üblicherweise mit Zuschlägen vergütet und erweitert den Kreis möglicher Arbeitgeber deutlich. Wenn Schicht für Sie nicht infrage kommt, sagen Sie das früh im Beratungsgespräch und richten Sie Ihre Praktikumssuche gezielt auf Betriebe im Einschichtbetrieb aus.

Wie wichtig ist CNC im Vergleich zu konventionellen Maschinen?

Beides gehört zur Ausbildung, aber die Gewichtung entscheidet über Ihre spätere Position. Konventionelles Drehen und Fräsen vermittelt das Verständnis für Zerspanung, Spanbildung und Werkzeugverhalten – ohne dieses Verständnis lässt sich ein CNC-Programm nicht sinnvoll beurteilen. Im Betriebsalltag arbeiten Sie danach überwiegend an CNC-Maschinen, und dort ist entscheidend, ob Sie selbst rüsten, Werkzeuge vermessen, Nullpunkte setzen und Korrekturen eingeben können. Fragen Sie beim Anbieter konkret nach, wie viele Wochen CNC vorgesehen sind, welche Steuerungen im Haus stehen und ob Sie am Ende ein eigenes Programm einfahren.

Wie viele Anbieter gibt es und wie finde ich das passende Angebot?

Zu diesem Abschluss kennen wir 19 Anbieter mit 20 Angeboten und 70 Terminen. Anbieternamen und Standorte veröffentlichen wir auf dieser Seite nicht. Sinnvolle Vergleichskriterien sind der CNC-Anteil, die Maschinenausstattung der Lehrwerkstatt, die Dauer und Organisation der Praxisphasen, die zuständige Kammer und die Frage, ob Sprachförderung oder pädagogische Begleitung angeboten wird. Wenn Sie eine Anfrage über uns stellen, gleichen wir Ihre Angaben mit den passenden Angeboten ab und melden uns zurück.