Handwerk & Technik
IHK-Prüfung

Umschulung Fachkraft für Metalltechnik (Konstruktionstechnik)

Fachkräfte für Metalltechnik der Fachrichtung Konstruktionstechnik stellen Metallkonstruktionen her – vom Geländer über Stahlrahmen bis zu Maschinengestellen. Aus der technischen Zeichnung mit Maßen, Blechdicken und Schweißsymbolen entsteht ein Zuschnittplan.

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Bildungsgutschein als Förderweg möglich; Zulassung des Angebots und persönliche Bewilligung prüfen.

Worum geht es in diesem Kurs?

Fachkräfte für Metalltechnik der Fachrichtung Konstruktionstechnik stellen Metallkonstruktionen her – vom Geländer über Stahlrahmen bis zu Maschinengestellen. Aus der technischen Zeichnung mit Maßen, Blechdicken und Schweißsymbolen entsteht ein Zuschnittplan. Dann wird abgewickelt, angerissen, getrennt und umgeformt: kanten, biegen, richten. Der Kern der Fachrichtung ist das Fügen, überwiegend im Schutzgasverfahren, dazu Schrauben und Nieten. Dabei zählt die Reihenfolge: Wer falsch heftet, arbeitet gegen den Verzug, den er selbst erzeugt hat. Konstruiert wird nach Zeichnung, nicht am Bildschirm: Trotz des Namens ist es ein ausführender Beruf.

Wenn du lange keinen Klassenraum gesehen hast, ist die Sorge vor der Theorie berechtigt. Der Unterricht hängt hier eng an der Werkstatt: Du rechnest eine Abwicklung, dann schneidest und kantest du das Blech dazu. Ernst nehmen solltest du die körperliche Seite – stehen, heben, Schweißrauch, Lärm – und die Sprache: Ein Anbieter nennt A2 als Zugang, doch die schriftliche IHK-Prüfung verlangt mehr. Kläre, ob Schweißerprüfungen enthalten sind.

Was lernst du in diesem Kurs?

  • Modul 1: Technische Kommunikation, Werkstoffe und Fachrechnen (10 Wochen) – Am Anfang steht das Lesen: Eine Zeichnung sagt, welches Bauteil entstehen soll, in welcher Toleranz und mit welchen Nähten. Das Modul verbindet die technische Kommunikation mit Werkstoffkunde und Fachrechnen, weil eine falsch berechnete Abwicklung sich später weder biegen noch schweißen lässt. Die konkrete Modulstruktur legt der jeweilige Bildungsträger fest. Inhalte: Technische Zeichnungen, Ansichten, Schnitte und Stücklisten lesen, Schweißsymbole und Oberflächenangaben interpretieren, Stähle, Aluminium und Edelstahl: Eigenschaften und Verarbeitbarkeit, Abwicklungen berechnen, Zuschnitte und Materialbedarf ermitteln, Arbeitssicherheit, persönliche Schutzausrüstung und Gefährdungen im Metallbau.
  • Modul 2: Manuelle Fertigung, Trennen und Umformen (10 Wochen) – Hier entsteht das Werkstück in seiner Rohform. Behandelt werden die trennenden und umformenden Verfahren von der Handsäge bis zur Abkantpresse, immer verbunden mit der Frage der Maßhaltigkeit. Das Richten wird ausdrücklich geübt, weil Blech und Profil sich beim Bearbeiten bewegen – und die Korrektur zum Handwerk gehört. Inhalte: Anreißen, Körnen, Sägen, Feilen, Bohren und Gewindeschneiden, Scheren, Plasma- und Brennschneiden von Blechen und Profilen, Kanten, Abkanten, Biegen und Richten, Entgraten, Nacharbeit und Kantenvorbereitung, Messen und Prüfen von Maßen, Winkeln und Rechtwinkligkeit.
  • Modul 3: Schweißverfahren Grundlagen: MAG, WIG und Elektrode (12 Wochen) – Das Fügen ist der Kern der Fachrichtung, und dieses Modul hat entsprechend Gewicht. Geübt werden die gängigen Verfahren mit ihren Parametern und Nahtformen, in unterschiedlichen Positionen und Werkstoffen. Ein Schwerpunkt liegt auf der Fehlerkunde: Wer weiß, wie eine Einbrandkerbe entsteht, vermeidet sie beim nächsten Bauteil. Inhalte: Metall-Aktivgas-Schweißen: Anlagentechnik, Parameter, Nahtformen, Wolfram-Inertgas-Schweißen für Edelstahl und Aluminium, Lichtbogenhandschweißen mit Stabelektrode, Nahtvorbereitung, Zwangslagen und Schweißfolgen, Schweißnahtfehler erkennen: Poren, Einbrandkerben, Bindefehler.
  • Modul 4: Baugruppen fertigen: Verzug, Schweißfolge und Vorrichtungen (10 Wochen) – Der Unterschied zwischen einer sauberen Naht und einer sauberen Baugruppe ist die Reihenfolge. Das Modul behandelt Heftstrategien, Schweißfolgen und den Umgang mit Verzug – die Themen, an denen sich im Betrieb entscheidet, ob ein Bauteil nachgearbeitet werden muss oder nicht. Inhalte: Heften, Ausrichten und Fixieren komplexer Baugruppen, Verzug verstehen, vermeiden und ausgleichen, Schweißvorrichtungen und Spannmittel einsetzen, Wärmeführung, Vorwärmen und Nachbehandlung, Maßkontrolle an der fertigen Baugruppe.
  • Modul 5: Mechanische Verbindungen, Montage und Instandhaltung (9 Wochen) – Nicht alles wird geschweißt. Das Modul behandelt lösbare und unlösbare mechanische Verbindungen sowie die Montage vor Ort, einschließlich der sicheren Handhabung schwerer Bauteile. Die Instandsetzung kommt dazu, weil ein erheblicher Teil der Aufträge in diesem Berufsfeld Reparatur ist und nicht Neubau. Inhalte: Schraub-, Niet- und Steckverbindungen fachgerecht ausführen, Drehmomente, Sicherungselemente und Verbindungsauswahl, Montage von Konstruktionen in Halle und auf der Baustelle, Demontage, Reparaturschweißen und Instandsetzung, Heben, Anschlagen und Transport von Bauteilen.
  • Modul 6: Prüfen, Oberflächenschutz und Qualitätssicherung (9 Wochen) – Eine Konstruktion wird nicht nur gebaut, sondern abgenommen. Das Modul vermittelt, worauf bei der Sichtprüfung geachtet wird, wie Maßhaltigkeit an großen Bauteilen kontrolliert wird und welche Oberflächenbehandlung zu welcher Einsatzumgebung gehört. Die Dokumentation gehört dazu, weil sie im Stahlbau Teil der geschuldeten Leistung ist. Inhalte: Sichtprüfung von Schweißnähten nach festgelegten Kriterien, Maß-, Form- und Lageprüfung an Konstruktionen, Korrosionsschutz: Grundieren, Beschichten, Verzinken vorbereiten, Dokumentation, Prüfprotokolle und Rückverfolgbarkeit, Grundlagen der Schweißaufsicht und einschlägiger Normen.
  • Modul 7: Betriebliche Praxisphase (16 Wochen) – Im Betrieb kommt zusammen, was in der Werkstatt getrennt geübt wurde: Zeitdruck, Materialverfügbarkeit, Abstimmung mit Kollegen und die Frage, wie ein Auftrag von der Zeichnung bis zur Auslieferung läuft. Für viele Umschülerinnen und Umschüler ist die Praxisphase zugleich der Einstieg beim späteren Arbeitgeber. Umfang und Lage legt der Bildungsträger fest. Inhalte: Mitarbeit in Fertigung, Montage oder Instandhaltung eines Betriebs, Selbstständige Bearbeitung abgegrenzter Aufträge unter Anleitung, Arbeiten nach Zeichnung, Stückliste und Termin, Zusammenarbeit mit anderen Gewerken auf Baustellen, Führen des Praxisnachweises beziehungsweise Berichtshefts.
  • Modul 8: Prüfungsvorbereitung und Kundenauftrag (8 Wochen) – Zum Schluss wird der gesamte Ablauf unter Prüfungsbedingungen trainiert: Zeichnung lesen, Arbeitsplan erstellen, zuschneiden, fügen, prüfen und dokumentieren – und die eigenen Entscheidungen anschließend begründen. Genau darauf zielt das situative Fachgespräch in der Kammerprüfung. Inhalte: Vollständige Fertigungsaufträge planen, ausführen und prüfen, Praktische Arbeitsaufgabe unter Zeitbedingungen üben, Fachkunde, Fachrechnen und Wirtschafts- und Sozialkunde wiederholen, Situatives Fachgespräch trainieren: Fertigungsfolge und Nahtwahl begründen, Altprüfungen und Musteraufgaben durcharbeiten.

Lernziele:

  • Mit 12.647 offenen Stellen in den letzten 365 Tagen ist dies die mit Abstand nachfragestärkste der drei erfassten Metalltechnik-Fachrichtungen.
  • 20 Monate bis zum anerkannten IHK-Abschluss sind vergleichsweise kurz für einen vollwertigen Ausbildungsabschluss.
  • Die Zugangstexte sind ungewöhnlich offen – ein Anbieter nennt A2-Deutsch und ein Beratungsgespräch, ein anderer verzichtet auf den Schulabschluss, wenn Berufserfahrung vorliegt.
  • Die Fachrichtung ist breit einsetzbar: Stahlbau, Blechfertigung, Behälterbau, Fahrzeugaufbau und Instandhaltung fragen dieselben Grundfertigkeiten nach.
  • Schweißkenntnisse sind ein eigenständiger Marktwert und lassen sich später durch anerkannte Schweißerprüfungen gezielt ausbauen.

Für wen ist der Kurs geeignet?

Der Weg passt zu Menschen, die aus Blech, Profilen und Rohren etwas Handfestes bauen wollen und dabei einen anerkannten Abschluss in überschaubarer Zeit anstreben. Die Umschulung läuft durchgehend in Vollzeit; unterrichtet wird in Präsenz, teilweise als Hybrid Learning – letzteres bedeutet, dass Theorieblöcke online stattfinden können, während Werkstatt und Prüfung vor Ort bleiben. Besonders geeignet ist die Umschulung für Menschen mit Vorerfahrung in Metallverarbeitung, Montage oder Bau ohne formalen Abschluss, für Quereinsteigende mit handwerklichem Zugang und – wegen der ungewöhnlich offenen Zugangsbedingungen – auch für Personen, deren Deutschkenntnisse noch im Aufbau sind. Wer eine sitzende oder rein planende Tätigkeit sucht, ist hier falsch: Der Beruf ist trotz des Namens Konstruktionstechnik ein ausführender, kein zeichnender.

  • Quereinsteigende mit handwerklichem Zugang, die einen anerkannten Metallberuf in 20 Monaten erreichen wollen
  • Angelernte aus Metallbau, Montage, Bau oder Produktion, die ihre Praxis in einen Kammerabschluss überführen möchten
  • Menschen mit noch aufbaufähigen Deutschkenntnissen – ein Angebot nennt A2 als Zugangsniveau
  • Weniger geeignet für alle, die eine planende oder zeichnerische Bürotätigkeit suchen oder körperlich schwere Arbeit dauerhaft nicht leisten können
Voraussetzungen:

Ein Berufsabschluss ist nicht erforderlich – die Umschulung führt selbst zu einem anerkannten Abschluss. Die Zugangstexte der Anbieter sind hier bemerkenswert niedrigschwellig: Ein Anbieter verlangt lediglich ein Beratungsgespräch und Deutschkenntnisse auf A2-Niveau, ein anderer hält einen Hauptschulabschluss für ratsam, aber nicht für zwingend, wenn mehrjährige Berufserfahrung im metallverarbeitenden Bereich oder handwerkliches Geschick vorliegen. Über die Aufnahme entscheidet der Bildungsträger, bei geförderten Plätzen zusammen mit der Agentur für Arbeit oder dem Jobcenter.

  • Kein Berufsabschluss vorausgesetzt – die Maßnahme führt zum Abschluss
  • Hauptschulabschluss ist laut einem Anbieter ratsam, aber nicht zwingend, wenn Berufserfahrung im metallverarbeitenden Bereich oder handwerkliches Geschick vorliegen
  • Deutschkenntnisse: ein Anbieter nennt ausdrücklich mindestens A2 als Zugang – für Fachunterricht und Prüfungstexte sollten Sie realistisch mit höherem Bedarf rechnen
  • Handwerkliches Geschick, räumliches Vorstellungsvermögen und rechnerische Grundlagen
  • Gesundheitliche Eignung für Steharbeit, Heben, Schweißrauchbelastung und gegebenenfalls Arbeit im Freien; dazu ein Beratungs- oder Aufnahmegespräch beim Bildungsträger

Wie läuft der Kurs ab und welchen Abschluss gibt es?

Präsenz- und Onlineanteile (kombinierte Lernform)

20 Monate in Vollzeit – belegter Durchschnitt der Angebote

Betriebspraktikum: Betriebliche Praxisphasen sind bei dieser Umschulung vorgesehen, weil Zuschnitt, Fügen und Montage von Baugruppen im laufenden Betrieb andere Anforderungen stellen als in der Lehrwerkstatt. Umfang und Lage legt der Bildungsträger fest; lassen Sie sich die geplanten Einsatzzeiten vor der Anmeldung schriftlich geben.

Als zweijähriger Ausbildungsberuf ist die Prüfung in der Regel als gestreckte Abschlussprüfung angelegt. Der erste Teil liegt im Verlauf der Umschulung und prüft die Grundfertigkeiten: manuelle und maschinelle Fertigung, Trenn- und Umformverfahren, Messen und Prüfen sowie Arbeitsplanung. Das Ergebnis geht in die Gesamtnote ein.

Der zweite Teil steht am Ende und besteht aus einer praktischen Arbeitsaufgabe – typischerweise der Fertigung einer Baugruppe nach Zeichnung mit Zuschnitt, Umformung, Fügen, Prüfung und Dokumentation –, einem darauf bezogenen situativen Fachgespräch sowie schriftlichen Prüfungsbereichen zur Fertigungstechnik, zur Technischen Kommunikation und zur Wirtschafts- und Sozialkunde.

Prüfende Stelle: Die Prüfung nimmt die zuständige Industrie- und Handelskammer ab, nicht der Bildungsträger. Welche Kammer für Ihren Platz zuständig ist und wann Sie zur Prüfung angemeldet werden, sollten Sie sich vor Vertragsschluss schriftlich bestätigen lassen.. Offizieller Abschluss: Bei Bestehen erhalten Sie das Kammerzeugnis als Fachkraft für Metalltechnik der Fachrichtung Konstruktionstechnik. Manche Träger nennen diesen Abschluss auch Facharbeiterbrief – gemeint ist derselbe staatlich anerkannte Ausbildungsabschluss nach Berufsbildungsgesetz..

Weil diese Umschulung zu einem anerkannten Berufsabschluss mit Kammerprüfung führt, ist der Bildungsgutschein der Agentur für Arbeit oder des Jobcenters nach § 81 SGB III der Regelförderweg. Die Bewilligung bleibt eine Einzelfallentscheidung und hängt unter anderem von der arbeitsmarktlichen Notwendigkeit, Ihrer persönlichen Situation und der AZAV-Zertifizierung von Träger und Maßnahme ab – eine Zusage vorab gibt es nicht. Die Lehrgangskosten liegen bei über 10.000 Euro; nicht jeder Anbieter nennt einen Preis. Fragen Sie im Beratungsgespräch ausdrücklich nach, ob Schweißerprüfungen und Arbeitsschutzausrüstung in der Förderung enthalten sind – diese Positionen werden nicht automatisch mitbewilligt.

Wird die Umschulung gefördert und führt sie zu einem Abschluss in einem Ausbildungsberuf mit mindestens zwei Jahren Ausbildungsdauer, kommen nach § 87a SGB III zwei Geldleistungen dazu: 150 Euro Weiterbildungsgeld im Monat für Arbeitslose, zusätzlich zu ALG oder Bürgergeld, sowie Prüfungsprämien von 1.000 Euro für die bestandene Zwischen- und 1.500 Euro für die bestandene Abschlussprüfung – zusammen bis zu 2.500 Euro. Beides setzt voraus, dass die Maßnahme bewilligt wurde.

Welche beruflichen Perspektiven bietet der Kurs?

In unserer Marktdatenbank sind für die zurückliegenden 365 Tage 12.647 offene Stellen zu diesem Zielberuf erfasst, ein Vielfaches der Zerspanungs- und der Montagetechnik. Grund ist die Breite des Einsatzfeldes: Zuschnitt, Umformung, Schweißen und Montage werden im Stahl- und Metallbau, im Behälterbau und in der Instandhaltung gebraucht. Das häufigste Einzelkriterium in Stellenanzeigen sind anerkannte Schweißerprüfungen.

Gültige Schweißerpässe und Montageerfahrung steigern den Stundenlohn beträchtlich.

  • Einstieg: ca. 29.000–35.000 €
  • Mit Berufserfahrung: ca. 36.000–46.000 €
  • Spezialist oder Leitung: ca. 48.000–58.000 €
  • Typische Tätigkeitsfelder: Zuschnitt und Umformung von Blechen, Profilen und Rohren, Schweißen von Bauteilen und Baugruppen in den gängigen Verfahren, Herstellung von Stahl- und Metallkonstruktionen nach Zeichnung, Montage von Konstruktionen in der Halle und auf der Baustelle, Reparaturschweißen und Instandsetzung im Bestand, Prüfung von Maßhaltigkeit, Rechtwinkligkeit und Schweißnähten, Vorbereitung von Oberflächen für Korrosionsschutz und Beschichtung
  • Typische Arbeitgeber: Stahl- und Metallbaubetriebe, Blechbearbeitungs- und Lohnfertigungsunternehmen, Behälter-, Apparate- und Rohrleitungsbau, Maschinen- und Anlagenbau mit eigener Fertigung, Fahrzeug-, Aufbauten- und Anhängerbau, Industriebetriebe mit eigener Instandhaltung und Schlosserei, Montage- und Industriedienstleister

Welche Förderung passt zu dir?

Erhalte eine erste Orientierung, welche Förderwege zu deiner Situation passen. Über eine Bewilligung entscheidet die zuständige Stelle. Kostenlos & ohne Anmeldung.

Berufswege prüfen

Zugeordnete Zielberufe

Diese Tätigkeitsbezeichnungen sind dem Kursprofil zugeordnet. Prüfe, ob Inhalt, Abschluss und Zugangsvoraussetzungen zu deinem Berufsziel passen; die Zuordnung bestätigt keine vollständige Berufsqualifikation.

  • Zuschnitt und Umformung von Blechen, Profilen und Rohren
  • Schweißen von Bauteilen und Baugruppen in den gängigen Verfahren
  • Herstellung von Stahl- und Metallkonstruktionen nach Zeichnung
  • Montage von Konstruktionen in der Halle und auf der Baustelle
  • Reparaturschweißen und Instandsetzung im Bestand
  • Prüfung von Maßhaltigkeit, Rechtwinkligkeit und Schweißnähten

Vor der Kurswahl klären

  • Welche Kenntnisse und Nachweise verlangen Stellenanzeigen für dein Berufsziel?
  • Welche praktischen Aufgaben und Prüfungen sind im Lehrgang vorgesehen?
  • Wer stellt den Abschluss aus und welche formalen Voraussetzungen gelten?

Im BERUFENET der Bundesagentur für Arbeit kannst du Aufgaben und Bildungswege recherchieren.

Für Gehälter nutze den Entgeltatlas und prüfe Beruf, Region, Anforderungsniveau und Datenstand. Ein Kursabschluss allein belegt kein bestimmtes Einkommen.

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Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Konstruiere ich in diesem Beruf am Computer?

Nein, und der Name führt an dieser Stelle in die Irre. Konstruktionstechnik bezeichnet hier die Herstellung von Metallkonstruktionen, nicht das Entwerfen am CAD-Arbeitsplatz. Sie arbeiten nach vorhandenen Zeichnungen: Sie lesen sie, leiten Zuschnitte ab, fertigen, fügen und montieren. Zeichnerische oder planende Tätigkeiten am Bildschirm gehören zu anderen Berufen, etwa dem Technischen Produktdesigner oder dem Technischen Systemplaner. Wenn Sie ausdrücklich einen Bürojob im Konstruktionsumfeld suchen, ist dieser Weg nicht der richtige.

Ist die Fachkraft für Metalltechnik dasselbe wie ein Metallbauer oder Konstruktionsmechaniker?

Nein. Die Fachkraft für Metalltechnik ist ein zweijähriger Ausbildungsberuf mit vier Fachrichtungen, von denen die Konstruktionstechnik eine ist. Der Konstruktionsmechaniker und der Metallbauer sind eigenständige dreieinhalbjährige Berufe mit breiterem Inhalt und in der Regel höherer tariflicher Einstufung. Alle drei sind staatlich anerkannt. Wichtig für Sie: Der zweijährige Abschluss ist anschlussfähig und kann auf eine spätere Ausbildung angerechnet werden. Wir benennen den Unterschied hier offen, weil er in Stellenanzeigen und bei der Eingruppierung eine Rolle spielt.

Wie lange dauert die Umschulung und in welcher Form läuft sie?

Die belegte Regellaufzeit beträgt 20 Monate, also 599 Tage. Alle Angebote laufen in Vollzeit; eine Teilzeitvariante ist in unseren Daten nicht dokumentiert. Als Unterrichtsform sind Präsenzunterricht, sonstige Präsenzveranstaltungen und Hybrid Learning erfasst – bei Hybrid Learning können Theorieblöcke online stattfinden, während Werkstattarbeit und Prüfung vor Ort bleiben. In den Laufzeitangaben erscheinen vereinzelt kürzere Varianten von mehr als sechs Monaten bis zu einem Jahr; dabei handelt es sich vermutlich um verkürzte oder modulare Angebote, deren Abschluss Sie gesondert prüfen sollten.

Reichen A2-Deutschkenntnisse wirklich aus?

Ein Anbieter nennt in seinem Zugangstext ausdrücklich ein Sprachniveau von mindestens A2, und wir geben das hier unverändert wieder. Realistisch betrachtet ist A2 der formale Zugang, nicht das Niveau, mit dem sich die Umschulung bequem bewältigen lässt: Fachbegriffe, Sicherheitsunterweisungen, technische Zeichnungen und vor allem die schriftliche Kammerprüfung verlangen deutlich mehr. Wenn Ihr Deutsch noch im Aufbau ist, fragen Sie den Träger konkret nach begleitender Sprachförderung, nach zusätzlichen Übungsstunden und danach, wie viele Teilnehmende mit ähnlicher Ausgangslage die Prüfung bestanden haben.

Sind Schweißerprüfungen Teil der Umschulung?

Das ist von Anbieter zu Anbieter unterschiedlich und in unseren Daten nicht einheitlich hinterlegt – deshalb sollten Sie ausdrücklich danach fragen. Schweißen ist fachlich der Kern der Fachrichtung und wird in jedem Fall unterrichtet. Eine anerkannte Schweißerprüfung nach den einschlägigen Normen ist jedoch eine eigenständige, befristet gültige Qualifikation mit eigener Prüfung und eigenen Kosten. In Stellenanzeigen dieser Branche ist sie das am häufigsten genannte Einzelkriterium. Klären Sie deshalb vor der Anmeldung, welche Verfahren und Positionen abgeprüft werden, wer die Kosten trägt und wie lange die Nachweise gültig sind.

Was kostet die Umschulung und wird sie gefördert?

Die Angebote liegen bei einem Kostenrahmen über 10.000 Euro oder haben keine hinterlegte Preisangabe – für eine 20-monatige Vollzeitmaßnahme mit Werkstattanteil ist das plausibel. Der übliche Förderweg ist der Bildungsgutschein der Agentur für Arbeit oder des Jobcenters nach § 81 SGB III, weil die Maßnahme zu einem anerkannten Berufsabschluss führt. Die Bewilligung ist immer eine Einzelfallentscheidung; geprüft werden unter anderem die arbeitsmarktliche Notwendigkeit, Ihre persönliche Situation und die AZAV-Zertifizierung von Träger und Maßnahme. Eine pauschale Zusage kann Ihnen niemand geben.

Wie viele Anbieter gibt es und worauf sollte ich beim Vergleich achten?

Zu diesem Abschluss kennen wir 16 Anbieter mit 17 Angeboten und 50 Terminen. Anbieternamen und Standorte veröffentlichen wir auf dieser Seite nicht. Sinnvolle Vergleichskriterien sind der Umfang der Schweißausbildung und mögliche Schweißerprüfungen, die Ausstattung der Lehrwerkstatt, der Anteil und die Organisation der Praxisphasen, die zuständige Kammer sowie die Frage, ob Sprachförderung angeboten wird. Wenn Sie eine Anfrage über uns stellen, gleichen wir Ihre Angaben mit den passenden Angeboten ab und melden uns zurück.