Handwerk & Technik
HWK-Prüfung

Umschulung Metallbauer/in (Konstruktionstechnik)

Metallbauerinnen und Metallbauer der Fachrichtung Konstruktionstechnik fertigen und montieren Bauteile aus Stahl, Edelstahl und Aluminium: Geländer, Treppen, Tore, Türen, Fassadenelemente, Balkone, Tragkonstruktionen und Maschinengestelle.

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Auf einen Blick

Dauer29 MonateOrientierung; Angebot prüfen
FormatPräsenzje nach Angebot
Kostenkeine Preisangabe hinterlegtKonkreten Angebotspreis erfragen
Bildungsgutschein als Förderweg möglich; Zulassung des Angebots und persönliche Bewilligung prüfen.

Worum geht es in diesem Kurs?

Metallbauerinnen und Metallbauer der Fachrichtung Konstruktionstechnik fertigen und montieren Bauteile aus Stahl, Edelstahl und Aluminium: Geländer, Treppen, Tore, Türen, Fassadenelemente, Balkone, Tragkonstruktionen und Maschinengestelle. Die Arbeit ist auftragsbezogen und oft ein Einzelstück – vom Aufmaß vor Ort über die Konstruktionszeichnung und die Fertigung bis zur Montage beim Kunden. In der Werkstatt wird angerissen, gesägt, gebohrt, gekantet, gebogen und vor allem geschweißt, danach folgen Beschichtung und Korrosionsschutz. Ein wachsender Teil sind angetriebene Bauelemente: Automatiktore und Rolltore mit Steuerungen, die eingebaut und wiederkehrend geprüft werden müssen.

Wenn du dir nicht zutraust, mit über dreißig oder vierzig noch einmal in die Werkstatt zu gehen: Umschulungen sind genau dafür gemacht, und die Kursgruppen bestehen fast nur aus Menschen in derselben Lage. Feilen, Schweißen und Zeichnungslesen fühlen sich anfangs ungelenk an, das legt sich mit Übung. Kläre schriftlich, ob dein Angebot zur Gesellenprüfung vor der Handwerkskammer führt und nicht nur zu einem trägerinternen Zertifikat.

Was lernst du in diesem Kurs?

  • Modul 1: Werkstoffe, Werkzeuge und Arbeitssicherheit (12 Wochen) – Der Einstieg schafft die handwerkliche Basis und die Sicherheitsroutine der Metallwerkstatt. Werkstoffkunde steht früh, weil Edelstahl, Aluminium und Baustahl unterschiedlich getrennt, gefügt und geschützt werden müssen. Die konkrete Modulfolge legt der Bildungsträger fest. Inhalte: Stahl, Edelstahl und Aluminium: Eigenschaften und Verarbeitung, Manuelle Grundfertigkeiten: Anreißen, Sägen, Feilen, Bohren, Gewindeschneiden, Arbeitssicherheit, persönliche Schutzausrüstung, Umgang mit Gefahrstoffen, Fachrechnen für Zuschnitt, Massen und Toleranzen.
  • Modul 2: Technische Kommunikation und Konstruktionsunterlagen (10 Wochen) – Im Metallbau entscheidet das Aufmaß über den Erfolg des Auftrags. Das Modul verbindet das Lesen von Bau- und Werkstattzeichnungen mit der Fähigkeit, vor Ort korrekt zu messen und daraus verwertbare Fertigungsunterlagen abzuleiten. Inhalte: Technische Zeichnungen, Stücklisten und Bauzeichnungen lesen, Skizzen und Werkstattzeichnungen erstellen, CAD-Grundlagen und digitale Fertigungsunterlagen, Aufmaß vor Ort und Übertragung in die Fertigung.
  • Modul 3: Manuelle und maschinelle Fertigungsverfahren (14 Wochen) – Hier entsteht aus Halbzeug das Bauteil. Behandelt werden die trennenden und umformenden Verfahren einschließlich Maschineneinrichtung sowie das Richten von Verzug. Ein Schwerpunkt liegt auf der Maßhaltigkeit, weil Abweichungen in der Montage nicht mehr korrigierbar sind. Inhalte: Trennen: Sägen, Scheren, Brenn- und Plasmaschneiden, Umformen: Kanten, Biegen, Richten von Blechen und Profilen, Spanende Bearbeitung an Bohr- und Fräsmaschinen, Einrichten und Bedienen von Werkstattmaschinen.
  • Modul 4: Schweiß- und Fügetechnik (16 Wochen) – Die Fügetechnik ist im Metallbau der Arbeitsgang mit dem größten Übungsbedarf und zugleich der mit der höchsten Wertschöpfung. Trainiert werden die gängigen Verfahren in verschiedenen Positionen und Werkstoffen. Ob gesonderte Schweißerprüfungen im Angebot enthalten sind, unterscheidet sich je Träger. Inhalte: Schutzgasschweißen MAG und WIG an Stahl, Edelstahl und Aluminium, Lichtbogenhandschweißen und Schweißen in Zwangslagen, Nahtvorbereitung, Wärmeführung, Verzugskontrolle, Schrauben, Nieten und Kleben im Metallbau, Vorbereitung auf Schweißerprüfungen nach den einschlägigen Normen.
  • Modul 5: Konstruktionen im Stahl- und Metallbau (14 Wochen) – Das Modul führt Fertigung und Konstruktion zusammen. Behandelt werden typische Bauteile des Metallbaus, ihre Anschlüsse und Verankerungen sowie die statischen Grundbegriffe, die man braucht, um Vorgaben richtig umzusetzen. Korrosionsschutz gehört dazu, weil er über die Lebensdauer entscheidet. Inhalte: Tragwerke, Treppen, Geländer und Podeste, Verbindungsmittel, Anschlüsse und Verankerungen, Statische Grundbegriffe und Belastungsfälle, Korrosionsschutz und Oberflächenbehandlung.
  • Modul 6: Bauelemente, Tore und Montage vor Ort (12 Wochen) – Die Montage ist der Teil des Berufs, in dem sich die Qualität der Werkstattarbeit zeigt. Das Modul behandelt Einbau und Ausrichtung von Bauelementen, die Befestigung in unterschiedlichen Untergründen sowie die Sicherheitsregeln für Arbeiten in Höhen. Inhalte: Türen, Tore, Fenster und Fassadenelemente einbauen, Baustellenmontage: Einmessen, Ausrichten, Befestigen im Baukörper, Zusammenarbeit mit anderen Gewerken und Baustellenlogistik, Arbeiten in Höhen, Gerüst- und Absturzsicherung.
  • Modul 7: Antriebe, Steuerungen und Prüfung von Bauelementen (8 Wochen) – Bewegte Bauelemente sind heute Standard und bringen Elektrotechnik in den Metallbau. Behandelt werden Antriebe, Steuerungen und vor allem die Sicherheitseinrichtungen sowie die wiederkehrende Prüfung, die für kraftbetätigte Anlagen vorgeschrieben ist. Inhalte: Elektrotechnische Grundlagen und Schutzmaßnahmen, Antriebe für Tore, Türen und Schrankenanlagen, Sicherheitseinrichtungen und Steuerungen einstellen, Wiederkehrende Prüfung kraftbetätigter Anlagen.
  • Modul 8: Betriebliche Praxisphase, Qualitätssicherung und Prüfungsvorbereitung (14 Wochen) – In der Praxisphase erleben Teilnehmende den kompletten Auftragsdurchlauf vom Aufmaß bis zur Abnahme und knüpfen die Kontakte, aus denen häufig die spätere Anstellung entsteht. Parallel läuft die gezielte Vorbereitung auf die Gesellenprüfung. Inhalte: Mitarbeit im Metallbaubetrieb an realen Aufträgen, Mess- und Prüfmittel einsetzen, Sichtprüfung von Schweißnähten, Wiederholung von Fachkunde, Fachrechnen und Technologie, Prüfungsstück und Fachgespräch vorbereiten.

Lernziele:

  • Der Abschluss ist eine Gesellenprüfung vor der Handwerkskammer – ein bundesweit anerkannter Handwerksabschluss, kein Trägerzertifikat.
  • Mit 10.607 in 365 Tagen erfassten offenen Stellen ist die Nachfrage nach diesem Zielberuf in unserer Datenbank besonders hoch.
  • Nach den erfassten Zugangstexten sind keine besonderen schulischen Voraussetzungen nötig, was den Einstieg auch ohne Schulabschluss möglich macht.
  • Der Gesellenbrief eröffnet den Weg zur Meisterprüfung und damit zur Selbstständigkeit im zulassungspflichtigen Handwerk.
  • Die Arbeit reicht vom Aufmaß bis zur Montage – wer den ganzen Auftrag begleiten will, findet hier ein breiteres Aufgabenbild als in der Serienfertigung.

Für wen ist der Kurs geeignet?

Der Weg passt zu Menschen, die sichtbare Ergebnisse ihrer Arbeit brauchen: Ein Tor, ein Geländer oder eine Stahltreppe steht am Ende dort, wo vorher nichts war. Nach den erfassten Zugangstexten sind formale Voraussetzungen gering, ein Eignungstest kann jedoch vorgeschaltet sein. Alle dokumentierten Angebote laufen in Vollzeit, überwiegend in Präsenz, ein Teil als Combined Learning – die Umschulung muss also als Hauptbeschäftigung planbar sein. Nicht geeignet ist sie für Menschen, die körperlich stark eingeschränkt sind oder Höhenangst haben, weil Montagearbeit an Fassaden, Treppen und Toren zum Berufsalltag gehört.

  • Umsteigende ohne Berufsabschluss, die einen anerkannten Handwerksabschluss anstreben
  • Helferinnen und Helfer aus Metallbau, Bau oder Montage, die den Gesellenbrief nachholen wollen
  • Menschen mit Freude an gestalterisch-konstruktiver Arbeit und Kundenkontakt auf der Baustelle
  • Weniger geeignet für alle, die nur in Teilzeit lernen können oder körperlich schwere Arbeit meiden müssen
Voraussetzungen:

Ein Berufs- oder Schulabschluss ist nach den erfassten Zugangstexten nicht zwingend erforderlich – ein Angebot nennt ausdrücklich keine besonderen schulischen oder beruflichen Voraussetzungen, verlangt aber einen bestandenen Eignungsfeststellungstest. Handwerkliches Geschick und technisches Verständnis werden als wünschenswert genannt. Über die Aufnahme entscheidet der Bildungsträger, bei geförderten Plätzen gemeinsam mit dem Kostenträger.

  • Kein Berufsabschluss nötig – die Maßnahme führt selbst zur Gesellenprüfung
  • Bei einzelnen Angeboten ein erfolgreich absolvierter Eignungsfeststellungstest
  • Handwerkliches Geschick und gutes technisches Verständnis
  • Gesundheitliche Eignung für Werkstatt- und Montagearbeit, auch in Höhen und im Freien
  • Bereitschaft zu rund 29 Monaten Vollzeitqualifizierung mit betrieblichen Praxisphasen

Wie läuft der Kurs ab und welchen Abschluss gibt es?

29 Monate in Vollzeit – belegter Durchschnitt der Angebote

Betriebspraktikum: Betriebliche Praxisphasen im Metallbaubetrieb sind Bestandteil der Umschulung. Bei rund 29 Monaten Gesamtlaufzeit umfassen sie in der Regel mehrere Monate, meist in Blöcken im zweiten Teil der Maßnahme. Umfang und Lage legt der Bildungsträger gemeinsam mit dem Praxisbetrieb fest.

Teil 1 der gestreckten Gesellenprüfung liegt etwa in der Mitte der Umschulung. Geprüft werden die Grundfertigkeiten: Fertigung eines Bauteils nach Zeichnung mit Trenn-, Umform- und Fügearbeiten sowie schriftliche Aufgaben zu Werkstoffen, Fertigungstechnik und technischer Kommunikation. Das Ergebnis fließt in die Gesamtnote ein.

Teil 2 am Ende umfasst einen praktischen Auftrag mit Planung, Fertigung, Montage und Dokumentation, ein Fachgespräch dazu sowie schriftliche Prüfungsbereiche zu Fertigungs- und Montagetechnik, Auftragsabwicklung und Wirtschafts- und Sozialkunde.

Prüfende Stelle: Zuständige Handwerkskammer; als Abschlussart werden HWK-Prüfung und Kammerprüfung genannt.. Offizieller Abschluss: Metallbauer/in der Fachrichtung Konstruktionstechnik, Gesellenprüfung nach der Handwerksordnung. Einzelne Angebote geben zusätzlich ein trägerinternes Zertifikat aus; dieses ersetzt den Kammerabschluss nicht, sondern ergänzt ihn..

Für diese Umschulung kommt der Bildungsgutschein der Agentur für Arbeit oder des Jobcenters in Betracht; die Angebotstexte nennen darüber hinaus ausdrücklich Berufsgenossenschaften und Rentenversicherungsträger als mögliche Kostenträger. Die Bewilligung ist in jedem Fall eine Einzelfallentscheidung nach § 81 SGB III beziehungsweise nach den Regeln des jeweiligen Reha-Trägers und hängt von Ihrer persönlichen Situation, der Arbeitsmarktlage und der AZAV-Zertifizierung der Maßnahme ab – eine Zusage vorab gibt es nicht. Belegte Kostenrahmen der Angebote: über 10.000 Euro oder ohne hinterlegte Preisangabe.

Wird die Umschulung gefördert und führt sie zu einem Abschluss in einem Ausbildungsberuf mit mindestens zwei Jahren Ausbildungsdauer, kommen nach § 87a SGB III zwei Geldleistungen dazu: 150 Euro Weiterbildungsgeld im Monat für Arbeitslose, zusätzlich zu ALG oder Bürgergeld, sowie Prüfungsprämien von 1.000 Euro für die bestandene Zwischen- und 1.500 Euro für die bestandene Abschlussprüfung – zusammen bis zu 2.500 Euro. Beides setzt voraus, dass die Maßnahme bewilligt wurde.

Welche beruflichen Perspektiven bietet der Kurs?

Die Nachfrage ist in unseren Daten die höchste dieser Auswertung: 10.607 offene Stellen in den vergangenen 365 Tagen. Getragen wird sie von Metallbau- und Schlossereibetrieben, Stahlbau, Fassaden- und Fensterbau, Torantriebsfirmen und Industriebetrieben mit eigener Instandhaltung. Metallbauarbeit ist ortsgebunden und nicht importierbar. Zusätzliche Sicherheit gibt der Prüfmarkt: Kraftbetätigte Tore müssen wiederkehrend geprüft werden.

Montagebereitschaft und Schweißscheine (MAG, WIG) ermöglichen attraktive Zulagen.

  • Einstieg: ca. 30.000–36.000 €
  • Mit Berufserfahrung: ca. 37.000–48.000 €
  • Spezialist oder Leitung: ca. 50.000–62.000 €
  • Typische Tätigkeitsfelder: Fertigung von Geländern, Treppen, Toren und Stahlkonstruktionen, Aufmaß beim Kunden und Erstellung von Fertigungsunterlagen, Schweißen und Fügen von Stahl-, Edelstahl- und Aluminiumbauteilen, Montage von Bauelementen und Konstruktionen auf der Baustelle, Einbau, Einstellung und Prüfung von Torantrieben und Steuerungen, Instandsetzung, Umbau und Wartung bestehender Metallbauteile, Korrosionsschutz und Oberflächenbehandlung
  • Typische Arbeitgeber: Metallbau- und Schlossereibetriebe, Stahlbauunternehmen und Tragwerkshersteller, Fassaden-, Fenster- und Türenbauer, Hersteller und Montagefirmen für Tore und Torantriebe, Industriebetriebe mit eigener Werkstatt und Instandhaltung, Bauunternehmen mit eigenem Metallbaubereich, Wartungs- und Prüfdienstleister für kraftbetätigte Anlagen

Welche Förderung passt zu dir?

Erhalte eine erste Orientierung, welche Förderwege zu deiner Situation passen. Über eine Bewilligung entscheidet die zuständige Stelle. Kostenlos & ohne Anmeldung.

Berufswege prüfen

Zugeordnete Zielberufe

Diese Tätigkeitsbezeichnungen sind dem Kursprofil zugeordnet. Prüfe, ob Inhalt, Abschluss und Zugangsvoraussetzungen zu deinem Berufsziel passen; die Zuordnung bestätigt keine vollständige Berufsqualifikation.

  • Fertigung von Geländern, Treppen, Toren und Stahlkonstruktionen
  • Aufmaß beim Kunden und Erstellung von Fertigungsunterlagen
  • Schweißen und Fügen von Stahl-, Edelstahl- und Aluminiumbauteilen
  • Montage von Bauelementen und Konstruktionen auf der Baustelle
  • Einbau, Einstellung und Prüfung von Torantrieben und Steuerungen
  • Instandsetzung, Umbau und Wartung bestehender Metallbauteile

Vor der Kurswahl klären

  • Welche Kenntnisse und Nachweise verlangen Stellenanzeigen für dein Berufsziel?
  • Welche praktischen Aufgaben und Prüfungen sind im Lehrgang vorgesehen?
  • Wer stellt den Abschluss aus und welche formalen Voraussetzungen gelten?

Im BERUFENET der Bundesagentur für Arbeit kannst du Aufgaben und Bildungswege recherchieren.

Für Gehälter nutze den Entgeltatlas und prüfe Beruf, Region, Anforderungsniveau und Datenstand. Ein Kursabschluss allein belegt kein bestimmtes Einkommen.

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Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Brauche ich einen Schulabschluss für diese Umschulung?

Nach den erfassten Zugangstexten nicht zwingend – ein Angebot nennt ausdrücklich keine besonderen schulischen oder beruflichen Voraussetzungen. Stattdessen kann ein Eignungsfeststellungstest vorgeschaltet sein, in dem Rechnen, räumliches Vorstellungsvermögen und technisches Verständnis geprüft werden. Handwerkliches Geschick wird als wünschenswert genannt. Die genauen Bedingungen des konkreten Angebots sollten Sie sich vor der Anmeldung schriftlich bestätigen lassen.

Ist der Abschluss ein echter Gesellenbrief?

Ja. In unseren Daten sind HWK-Prüfung und Kammerprüfung als Abschlussart hinterlegt, geprüft wird also vor der Handwerkskammer und nicht vom Bildungsträger. Bei einzelnen Angeboten ist zusätzlich ein trägerinternes Zertifikat vermerkt – das ergänzt den Kammerabschluss, ersetzt ihn aber nicht. Achten Sie darauf, dass die Kammerprüfung im Angebot ausdrücklich enthalten und die Prüfungsgebühr geklärt ist.

Kann ich die Umschulung in Teilzeit machen?

Nach unserer Auswertung nicht: Alle 11 Angebote von 11 Anbietern sind als Vollzeitmaßnahmen dokumentiert. Das hängt mit dem hohen Werkstatt- und Praxisanteil zusammen, der sich nicht auf Abendstunden verlagern lässt. Als Unterrichtsform sind Präsenzunterricht und Combined Learning hinterlegt. Planen Sie die rund 29 Monate deshalb als Hauptbeschäftigung ein.

Wer kann die Kosten übernehmen?

Die erfassten Angebotstexte nennen ausdrücklich Agentur für Arbeit, Jobcenter, Berufsgenossenschaften und Rentenversicherungsträger als mögliche Kostenträger. Welcher zuständig ist, hängt von Ihrer Situation ab: Bei Arbeitslosigkeit ist es in der Regel die Agentur für Arbeit oder das Jobcenter, nach einem Arbeitsunfall die Berufsgenossenschaft, bei gesundheitlich bedingtem Berufswechsel die Rentenversicherung. Die Bewilligung ist immer eine Einzelfallentscheidung.

Worin unterscheidet sich Metallbau vom Konstruktionsmechaniker?

Beide arbeiten mit Stahl, aber der Zuschnitt ist unterschiedlich. Der Metallbau ist handwerklich geprägt und begleitet den Auftrag vom Aufmaß über die Werkstatt bis zur Montage beim Kunden, häufig als Einzelstück – Geländer, Tore, Treppen. Die Konstruktionsmechanik ist industrieller ausgerichtet, mit größeren Baugruppen im Stahl-, Behälter- und Anlagenbau. Der Metallbau bietet dafür den Weg zur Meisterprüfung im zulassungspflichtigen Handwerk und damit zur Selbstständigkeit.

Wie gut sind die Chancen auf eine Anstellung?

In unserer Datenbank sind 10.607 offene Stellen zu diesem Zielberuf aus den letzten 365 Tagen erfasst – der höchste Wert dieser Auswertung. Der Nachwuchsmangel im Metallbauhandwerk ist ausgeprägt, und die Arbeit lässt sich nicht auslagern. Eine Garantie ist das nicht: Entscheidend sind Schweißpraxis, Montagebereitschaft und eine gute Praxisphase. In diesem Gewerk führt der Praktikumsbetrieb sehr häufig direkt zur Übernahme.