Handwerk & Technik
Abschluss nach BBiG/HwO

Umschulung Anlagenmechaniker SHK

Anlagenmechanikerinnen und Anlagenmechaniker für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik planen, installieren und warten die Ver- und Entsorgungstechnik in Gebäuden. Sie montieren Heizungsanlagen und Wärmepumpen, verlegen Trink- und Abwasserleitungen, installieren Bäder, richten Lüftungs- und …

Kostenlos & unverbindlich anfragen

Auf einen Blick

Dauer42 MonateOrientierung; Angebot prüfen
FormatPräsenzflexibel
KostenPreis auf Anfrageauf Anfrage / Förderung
Finanzierung über Förderung möglich – mit Bildungsgutschein bis zu 100 % förderbar*
Dieser Kurs bildet für einen offiziellen Engpassberuf aus

Überblick

Anlagenmechanikerinnen und Anlagenmechaniker für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik planen, installieren und warten die Ver- und Entsorgungstechnik in Gebäuden. Sie montieren Heizungsanlagen und Wärmepumpen, verlegen Trink- und Abwasserleitungen, installieren Bäder, richten Lüftungs- und Klimatechnik ein, nehmen Anlagen in Betrieb, führen den hydraulischen Abgleich durch, suchen Störungen und beraten Kunden. Gearbeitet wird auf Baustellen und im bewohnten Bestand, häufig über Kopf und in engen Schächten. Energetische Modernisierung und Heizungstausch prägen das Tagesgeschäft und machen den Beruf zu einem der gesuchtesten im Handwerk.

Der Beruf ist körperlich fordernd: Montage über Kopf, enge Schächte, Baustellenbedingungen. Dafür ist die Nachfrage so hoch wie in kaum einem anderen Handwerk, und der Gesellenbrief trägt lebenslang. Unter den belegten Angeboten ist eine Nachqualifizierung mit Abschluss Anlagenmechaniker und eine Fachpraktiker-Variante nach § 66 BBiG, die zu einem anderen Abschluss führt. Frage vor der Anmeldung schriftlich nach, was am Ende in der Urkunde steht.

Kursinhalte & Lernziele

  • Modul 1: Grundlagen der Installationstechnik (14 Wochen) – Handwerkliche Basis: Rohrleitungen fachgerecht und dicht herstellen. Inhalte: Werkstoffe, Rohre, Verbindungstechniken, Löten, Pressen, Schweißen an Rohrleitungen, Technische Zeichnungen und Installationsschemata, Arbeitssicherheit auf der Baustelle.
  • Modul 2: Sanitärtechnik (14 Wochen) – Die Sanitärseite mit besonderem Gewicht auf Trinkwasserhygiene — dort haftet der Betrieb unmittelbar. Inhalte: Trinkwasserinstallation und Trinkwasserhygiene, Abwasser- und Entlüftungstechnik, Badinstallation und Sanitärobjekte, Regenwassernutzung.
  • Modul 3: Heizungstechnik und Wärmeerzeugung (16 Wochen) – Das aktuell wichtigste Modul: Wärmepumpen richtig auslegen, einbauen und einregulieren. Inhalte: Heizsysteme, Kessel, Wärmepumpen, Solarthermie, Rohrnetzberechnung und hydraulischer Abgleich, Inbetriebnahme und Einregulierung, Mess- und Regelungstechnik.
  • Modul 4: Klima-, Lüftungstechnik und Kundendienst (10 Wochen) – Lüftung, Kühlung und die Kundendienstarbeit, die einen großen Teil des Alltags ausmacht. Inhalte: Lüftungsanlagen und Wohnraumlüftung, Klima- und Kältetechnik im Überblick, Störungssuche und Instandhaltung, Kundenberatung und Dokumentation.
  • Modul 5: Betriebspraktikum und Gesellenprüfung (24 Wochen) – Die Praxisphase entscheidet über Übernahmechancen und ist Grundlage des Fachgesprächs. Inhalte: Praxisphase im SHK-Betrieb, Prüfungsstück mit Arbeitsplanung, Kalkulation eines Kundenauftrags, Fachgespräch üben.

Lernziele:

  • Einer der nachfragestärksten Handwerksberufe: Heizungstausch und Wärmepumpen binden auf Jahre Kapazität
  • Gesellenbrief in einem zulassungspflichtigen Handwerk und damit Grundlage für den Meister
  • Anschlussfähig an den staatlich geprüften Techniker Heizungs-, Sanitär- und Klimatechnik
  • Belegt sind neben der Vollausbildung auch eine Nachqualifizierung und eine Fachpraktiker-Variante

Zielgruppe & Voraussetzungen

Erwachsene ohne Berufsabschluss mit handwerklicher Neigung, die einen Gesellenbrief in einem Beruf mit hoher Nachfrage anstreben.

  • Handwerkliche Hilfskräfte aus Bau oder Montage, die den Abschluss nachholen
  • Quereinsteigende mit technischem Interesse und Bereitschaft zur Montagearbeit
  • Menschen, die über eine Nachqualifizierung den Berufsabschluss erreichen wollen
Voraussetzungen:

Ein Berufsabschluss ist nicht erforderlich – die Umschulung führt selbst zu einem anerkannten Abschluss. Über die Aufnahme entscheidet der Bildungsträger, bei geförderten Plätzen zusammen mit der Agentur für Arbeit oder dem Jobcenter.

  • Kein Berufsabschluss vorausgesetzt – die Maßnahme führt zum Abschluss
  • Bereitschaft zu einer Qualifizierung über 42 Monate in Vollzeit
  • Aufnahmegespräch beim Bildungsträger

Ablauf & Abschluss

Sonstige Präsenzveranstaltungen

42 Monate (Vollzeit) – belegte Laufzeit: 1278 Tage

Betriebspraktikum: Betriebliche Praxisphasen sind bei einer Umschulung üblich; Umfang und Lage legt der Bildungsträger fest.

Gestreckte Gesellenprüfung Teil 1 mit praktischer Arbeitsaufgabe und schriftlichem Teil.

Teil 2 mit Kundenauftrag, praktischer Arbeitsaufgabe, schriftlicher Prüfung und Fachgespräch vor der Handwerkskammer.

Prüfende Stelle: Beim Bildungsträger erfragen.. Offizieller Abschluss: Anlagenmechaniker/in fuer Sanitaer-, Heizungs- und Klimatechnik.

Eine Förderung über den Bildungsgutschein der Agentur für Arbeit oder des Jobcenters ist möglich. Die Bewilligung ist eine Einzelfallentscheidung und hängt von der persönlichen Situation und der Arbeitsmarktlage ab – eine Zusage vorab gibt es nicht. Belegte Kostenrahmen der Angebote: preisverhandelte Maßnahme.

Wird die Umschulung gefördert und führt sie zu einem Abschluss in einem Ausbildungsberuf mit mindestens zwei Jahren Ausbildungsdauer, kommen nach § 87a SGB III zwei Geldleistungen dazu: 150 Euro Weiterbildungsgeld im Monat für Arbeitslose, zusätzlich zu ALG oder Bürgergeld, sowie Prüfungsprämien von 1.000 Euro für die bestandene Zwischen- und 1.500 Euro für die bestandene Abschlussprüfung – zusammen bis zu 2.500 Euro. Beides setzt voraus, dass die Maßnahme bewilligt wurde.

Nutzen & Perspektiven

Das SHK-Handwerk ist einer der am deutlichsten ausgewiesenen Engpassbereiche; Heizungstausch, Wärmepumpen und Sanierung erzeugen Auftragsbestände über Jahre. Wer den Gesellenbrief hat, hat praktisch Auswahl unter Arbeitgebern. Die belegten Angebote liegen in Baden-Württemberg; anderswo ist die betriebliche Umschulung mit Externenprüfung bei der Handwerkskammer der übliche Weg.

Im SHK-Handwerk gelten regionale Tarifverträge; viele Betriebe zahlen wegen des Fachkräftemangels darüber. Wer Wärmepumpen in Betrieb nehmen und hydraulisch abgleichen kann, ist derzeit besonders gesucht. Montagezuschläge und Rufbereitschaft kommen hinzu.

  • Einstieg: ca. 34.000–38.000 €
  • Mit Berufserfahrung: ca. 41.000–49.000 €
  • Spezialist oder Leitung: ca. 54.000–66.000 €
  • Typische Tätigkeitsfelder: Heizungsinstallation und Wärmepumpenmontage, Sanitärinstallation und Badbau, Lüftungs- und Klimatechnik, Kundendienst und Störungsbeseitigung, Wartung und hydraulischer Abgleich, Baustellenkoordination als Obermonteur
  • Typische Arbeitgeber: SHK-Handwerksbetriebe, Anlagenbauer der technischen Gebäudeausrüstung, Wohnungsunternehmen mit eigenem Regiebetrieb, Facility-Management-Dienstleister, Hersteller mit eigenem Kundendienst

Welche Förderung passt zu dir?

Finde in 30 Sekunden heraus, ob dir ein Bildungsgutschein oder andere Zuschüsse zustehen. Kostenlos & ohne Anmeldung.

Arbeitsmarkt-Report

Einstieg (0–2 J.):34.000–38.000 €
Mittel (3–7 J.):41.000–49.000 €
Senior (8+ J.):54.000–66.000 €

Zielberufe

Berufe, in denen Absolvent:innen dieses Kurses typischerweise arbeiten.

  • Heizungsinstallation und Wärmepumpenmontage
  • Sanitärinstallation und Badbau
  • Lüftungs- und Klimatechnik
  • Kundendienst und Störungsbeseitigung
  • Wartung und hydraulischer Abgleich
  • Baustellenkoordination als Obermonteur

Unverbindliche Anfrage

Wir vergleichen passende Anbieter nach Region und Förderfähigkeit und melden uns in Kürze mit kostenlosen Kurs-Optionen.

Mit * markierte Angaben sind erforderlich.

So finanziert sich Kursweg: Bildungsanbieter zahlen ein Entgelt für die Weitergabe deiner Anfrage — für dich bleibt sie kostenlos. Details zum Geschäftsmodell.

Für Rückfragen zu passenden Kursen. Mit Vorwahl, z. B. 0170 1234567.

Wohnort *

Wir verwenden den Wohnort, um passende Anbieter in deiner Region zu finden.

Kostenlos & unverbindlich · Daten sind sicher

Verwandte Kurse & Alternativen

8 ähnliche Qualifizierungen & Kurse in diesem Themenfeld

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Was ist der Unterschied zum Fachpraktiker?

Erheblich, und er sollte vor der Anmeldung geklärt sein. Der Fachpraktiker nach § 66 BBiG ist eine reduzierte Ausbildung für Menschen mit Behinderung; sie führt zu einem eigenen, fachlich engeren Abschluss und nicht zum Gesellenbrief des Anlagenmechanikers. Unter den belegten Angeboten sind beide Varianten vertreten — frage den Träger schriftlich, welchen Abschluss die Maßnahme führt.

Was ist eine Nachqualifizierung?

Ein Weg für Menschen, die im Beruf schon arbeiten, aber keinen Abschluss haben: fehlende Kompetenzen werden gezielt ergänzt, danach folgt die Externenprüfung bei der Handwerkskammer. Eines der belegten Angebote ist so aufgebaut und mit 512 Tagen kürzer als eine vollständige Umschulung.

Kann ich mich damit selbstständig machen?

Nicht direkt. Das Installateur- und Heizungsbauerhandwerk ist zulassungspflichtig nach Anlage A der Handwerksordnung; ein eigener Betrieb braucht den Meister oder eine Ausnahmebewilligung. Der Gesellenbrief ist die Voraussetzung dafür.

Wie körperlich anstrengend ist der Beruf?

Deutlich. Arbeiten über Kopf, in Schächten und auf Baustellen, dazu Heben und Tragen. Wer gesundheitliche Einschränkungen hat, sollte das im Aufnahmegespräch offen ansprechen — für solche Fälle gibt es Wege in die Planung, etwa über den Techniker Heizungs-, Sanitär- und Klimatechnik.