Handwerk & Technik
Staatliche Prüfung

Fortbildung Techniker Bautechnik

Bautechnikerinnen und Bautechniker planen und überwachen Bauvorhaben zwischen Entwurf und Ausführung. Sie erstellen Ausführungspläne, ermitteln Massen, kalkulieren Angebote, schreiben Leistungsverzeichnisse, prüfen Rechnungen und koordinieren Gewerke auf der Baustelle.

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Auf einen Blick

Dauer42 MonateOrientierung; Angebot prüfen
FormatPräsenzflexibel
Kosten5.000–10.000 €auf Anfrage / Förderung
Dieser Kurs bildet für einen offiziellen Engpassberuf aus

Überblick

Bautechnikerinnen und Bautechniker planen und überwachen Bauvorhaben zwischen Entwurf und Ausführung. Sie erstellen Ausführungspläne, ermitteln Massen, kalkulieren Angebote, schreiben Leistungsverzeichnisse, prüfen Rechnungen und koordinieren Gewerke auf der Baustelle. Dazu gehören Bauzeitenpläne, Aufmaße vor Ort, das Bautagebuch und die Vorbereitung der Abnahme. Gearbeitet wird überwiegend am CAD-Arbeitsplatz, unterbrochen von Terminen auf der Baustelle. Je nach Fachrichtung liegt der Schwerpunkt im Hochbau, Tiefbau oder Ausbau. Der Abschluss ist eine staatliche Prüfung an einer Fachschule nach Landesrecht und liegt auf DQR-Niveau 6.

Baustatik, Bauphysik und Kalkulation vertiefen die Kenntnisse aus der beruflichen Praxis. Welche Grundlagen vorausgesetzt und welche Schwerpunkte unterrichtet werden, richtet sich nach Fachschule und Landesrecht. Kläre vor der Anmeldung die Zulassung, den Lehrplan und die tatsächlichen Präsenz- und Praxisanteile.

Kursinhalte & Lernziele

  • Modul 1: Baumathematik und Bauphysik (14 Wochen) – Grundlagen, ohne die weder Nachweise noch Sanierungsplanung funktionieren. Inhalte: Angewandte Mathematik und Geometrie am Bauwerk, Wärmeschutz und Energiebilanz, Schall- und Brandschutz, Feuchteschutz und Bauschäden.
  • Modul 2: Baukonstruktion und CAD (16 Wochen) – Vom Grundriss zum ausführungsreifen Detail — der handwerkliche Kern der Planungsarbeit. Inhalte: Konstruktive Details im Hoch- und Ausbau, Ausführungsplanung im CAD, Bauzeichnung nach Norm, Einführung in die Bauwerksdatenmodellierung.
  • Modul 3: Baustatik und Tragwerkslehre (16 Wochen) – Der rechnerische Nachweis, dass das Tragwerk hält. Prüfungsrelevant und im Berufsalltag ständig gebraucht. Inhalte: Auflagerkräfte und Schnittgrößen, Bemessung von Holz-, Stahl- und Betonbauteilen, Standsicherheitsnachweise, Gründungen und Baugrund.
  • Modul 4: Kalkulation, Vergabe und Abrechnung (14 Wochen) – Der kaufmännische Teil des Bauens — hier entscheidet sich, ob ein Projekt Geld verdient. Inhalte: Massenermittlung nach VOB und DIN 277, Leistungsverzeichnisse und Vergabeverfahren, Angebots- und Nachtragskalkulation, Aufmaß und Rechnungsprüfung.
  • Modul 5: Bauleitung und Baurecht (12 Wochen) – Die Baustelle steuern, dokumentieren und rechtlich sauber halten. Inhalte: Bauablaufplanung und Terminsteuerung, Arbeitsschutz und Baustellenverordnung, Öffentliches Baurecht und Genehmigungsverfahren, Gewerkekoordination und Baustellendokumentation.
  • Modul 6: Technikerarbeit und Prüfung (8 Wochen) – Ein vollständiges Bauvorhaben planerisch durchdringen und die Ergebnisse verteidigen. Inhalte: Technikerarbeit an einem realen Bauvorhaben, Planungs- und Nachweisdokumentation, Präsentation und Fachgespräch, Prüfungsvorbereitung.

Lernziele:

  • Landesrechtlich geregelte Fortbildung mit staatlichem Fachschulabschluss
  • Vertiefung bautechnischer Kenntnisse für Planung, Kalkulation und die Durchführung von Baumaßnahmen
  • Schwerpunkte wie Hochbau, Tiefbau oder Ausbau je nach Bundesland und Bildungsgang
  • Unterrichtsform und Präsenzanteile passend zu Beruf und Alltag mit der Fachschule klären

Zielgruppe & Voraussetzungen

Baufacharbeiter, Bauzeichner und Handwerker aus dem Bauhaupt- und Ausbaugewerbe, die in Planung, Kalkulation oder Bauleitung wechseln wollen.

  • Maurer, Zimmerer, Betonbauer und Straßenbauer mit Berufserfahrung
  • Bauzeichnerinnen und Bauzeichner, die über das Zeichenbrett hinauswollen
  • Rehabilitandinnen und Rehabilitanden aus Bauberufen, für die Arbeit auf der Baustelle nicht mehr möglich ist
  • Fachkräfte, die Bauleitungsaufgaben ohne Studium übernehmen wollen
Voraussetzungen:

Diese Technikerqualifikation ist eine landesrechtlich geregelte Fortbildung an einer Fachschule. Für die Aufnahme werden in der Regel eine zur Fachrichtung passende abgeschlossene Berufsausbildung und Berufspraxis verlangt. Je nach Landesregelung sind andere Zugangswege möglich. Welche schulischen Voraussetzungen, Praxisnachweise und Ausnahmen gelten, ist vor der Anmeldung mit der zuständigen Fachschule zu klären.

  • Einschlägige Berufsausbildung oder einen nach Landesrecht zulässigen alternativen Zugangsweg prüfen
  • Geforderte Berufspraxis und schulische Voraussetzungen mit der Fachschule klären
  • Zulassung vor Vertragsabschluss anhand der erforderlichen Nachweise bestätigen lassen
  • Arbeits- und Lernzeit nach der gewählten Voll- oder Teilzeitform planen

Ablauf & Abschluss

Fernunterricht, Präsenzunterricht

24 bis 42 Monate (Vollzeit oder Teilzeit) – belegte Laufzeiten: 730 bis 1277 Tage

Betriebspraktikum: Ob betriebliche Praxis nachzuweisen ist oder Praxisphasen zum Bildungsgang gehören, richtet sich nach Landesrecht und Fachschulordnung. Zeitpunkt, Umfang und Anrechnung sind mit der Fachschule zu klären.

Art und Umfang der Prüfungsleistungen richten sich nach der Fachschul- und Prüfungsordnung des zuständigen Bundeslands und der gewählten Fachrichtung.

Ob und in welcher Form eine Projektarbeit, Präsentation oder mündliche Prüfung vorgesehen ist, regelt die maßgebliche Prüfungsordnung. Die Fachschule gibt Auskunft zu Ablauf und Zulassung.

Prüfende Stelle: Zuständiger Prüfungsausschuss nach Landesrecht; die konkrete Zuständigkeit nennt die Fachschule. Offizieller Abschluss: Staatlich gepruefte/r Techniker/in Bautechnik.

Für eine entsprechend förderfähige Technikerfortbildung kommt Aufstiegs-BAföG (AFBG) in Frage. Die zuständige Förderstelle prüft die Voraussetzungen der Maßnahme und der antragstellenden Person; aus diesem Profil folgt keine Förderzusage. Bei einem gesundheitlich bedingten Berufswechsel ist ein möglicher Rehabilitationsweg gesondert mit dem zuständigen Kostenträger zu prüfen. Historisch erfasste Kostenrahmen: 5.000–10.000 €, bis 500 €, preisverhandelte Maßnahme, über 10.000 €.

Nutzen & Perspektiven

Bautechniker sind in Bauunternehmen, Ingenieur- und Architekturbüros sowie in Bauämtern gesucht; Sanierung, energetische Modernisierung und Infrastrukturinstandhaltung binden dauerhaft Planungskapazität. Der Abschluss qualifiziert für Bauleitungsaufgaben, die sonst Bauingenieuren zufallen. Die belegten Standorte liegen in Nordrhein-Westfalen, Sachsen, Baden-Württemberg und Norddeutschland; zwei Anbieter unterrichten im Fernunterricht.

Im Bauhauptgewerbe gilt der Bundesrahmentarifvertrag Bau; dort ist die Eingruppierung technischer Angestellter geregelt. In Ingenieurbüros wird häufig frei verhandelt, mit größerer Spreizung nach oben und unten.

  • Einstieg: ca. 37.000–44.000 €
  • Mit Berufserfahrung: ca. 47.000–59.000 €
  • Spezialist oder Leitung: ca. 62.000–74.000 €
  • Typische Tätigkeitsfelder: Ausführungs- und Detailplanung, Baukalkulation und Angebotsbearbeitung, Bauleitung und Bauüberwachung, Aufmaß und Abrechnung, Bauwerksprüfung und Sanierungsplanung, Bauverwaltung in Kommunen
  • Typische Arbeitgeber: Bauunternehmen im Hoch- und Tiefbau, Architektur- und Ingenieurbüros, Bau- und Liegenschaftsämter, Wohnungsbaugesellschaften, Baustoffhersteller und Fertigteilwerke, Sachverständigen- und Prüfbüros

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Arbeitsmarkt-Report

Einstieg (0–2 J.):37.000–44.000 €
Mittel (3–7 J.):47.000–59.000 €
Senior (8+ J.):62.000–74.000 €

Zielberufe

Berufe, in denen Absolvent:innen dieses Kurses typischerweise arbeiten.

  • Ausführungs- und Detailplanung
  • Baukalkulation und Angebotsbearbeitung
  • Bauleitung und Bauüberwachung
  • Aufmaß und Abrechnung
  • Bauwerksprüfung und Sanierungsplanung
  • Bauverwaltung in Kommunen

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Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Welche Fachrichtungen und Schwerpunkte gibt es?

Bautechnik ist eine Fachrichtung der Technikerfortbildung. Je nach Bundesland gibt es beispielsweise die Schwerpunkte Hochbau, Tiefbau, Ausbau oder Bauerneuerung und Bausanierung; auch Bildungsgänge ohne Schwerpunkt sind möglich. Die konkrete Fachschule nennt die angebotenen Schwerpunkte und den geltenden Lehrplan.

Kann ich damit Bauleitungsaufgaben übernehmen?

Bautechnikerinnen und Bautechniker können an der Planung und Durchführung von Baumaßnahmen mitwirken. Ob eine konkrete Bauleitungsfunktion erreichbar ist, hängt unter anderem von Fachrichtung, Berufserfahrung und den Anforderungen der Stelle ab. Der Abschluss allein sagt eine solche Funktion nicht zu.

Geht das auch im Fernunterricht?

In der historischen Auswertung sind Fern- und Hybridformen erfasst. Welche Form aktuell angeboten wird, welche Präsenz- und Praxisanteile dazugehören und wo die staatliche Prüfung stattfindet, muss die konkrete Fachschule bestätigen. Die ausgewiesene Laufzeit ist kein für alle Bildungsgänge einheitlicher Wert.

Was kostet die Fortbildung und wie kann sie gefördert werden?

Für eine entsprechend förderfähige Technikerfortbildung kommt Aufstiegs-BAföG (AFBG) in Frage. Die zuständige Förderstelle prüft die Voraussetzungen der Maßnahme und der antragstellenden Person; aus diesem Profil folgt keine Förderzusage. Bei einem gesundheitlich bedingten Berufswechsel ist ein möglicher Rehabilitationsweg gesondert mit dem zuständigen Kostenträger zu prüfen. Der genaue Preis einschließlich Prüfungsgebühren und Lernmitteln ist mit der Fachschule zu klären. Die historischen Kostenrahmen sind keine verbindlichen aktuellen Angebote.