Handwerk & Technik
Abschluss nach BBiG/HwO

Umschulung Fachkraft fuer Metalltechnik

Fachkraefte fuer Metalltechnik fertigen Bauteile aus Metall. Sie richten Maschinen ein, spannen Werkstuecke, bedienen konventionelle und CNC-gesteuerte Werkzeugmaschinen und pruefen die Ergebnisse mit Messmitteln gegen die Zeichnung.

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Dauer24 MonateOrientierung; Angebot prüfen
FormatPräsenzflexibel
Kostenüber 10.000 €auf Anfrage / Förderung
Finanzierung über Förderung möglich – mit Bildungsgutschein bis zu 100 % förderbar*

Überblick

Fachkraefte fuer Metalltechnik fertigen Bauteile aus Metall. Sie richten Maschinen ein, spannen Werkstuecke, bedienen konventionelle und CNC-gesteuerte Werkzeugmaschinen und pruefen die Ergebnisse mit Messmitteln gegen die Zeichnung. Der Beruf ist in vier Fachrichtungen gegliedert: Zerspanungstechnik, Konstruktionstechnik, Montagetechnik sowie Umform- und Drahttechnik. Die Umschulungen fuehren zum Abschluss CNC-Fachkraft, also zu einem Schwerpunkt in der Zerspanung: Programme lesen und korrigieren, Werkzeuge vermessen und wechseln, Prozesse ueberwachen, Qualitaet dokumentieren. Arbeitsplatz ist die Fertigungshalle, haeufig im Schichtbetrieb.

Wenn du noch nie an einer CNC-Maschine gestanden hast, wirkt Zerspanungstechnik wie eine hohe Huerde. Die belegten Angebote nehmen sich zwei volle Jahre Zeit und beginnen bei den Grundlagen: Messen, Zeichnung lesen, manuelle Fertigung. Einplanen musst du Vollzeit in Praesenz ueber 730 Tage und Kosten von ueber 10.000 Euro. Frage nach, welcher Abschluss bescheinigt wird: in den Daten steht CNC-Fachkraft, eine pruefende Kammer ist nicht hinterlegt.

Kursinhalte & Lernziele

  • Modul 1: Grundlagen der Metalltechnik und Arbeitssicherheit (14 Wochen) – Der Einstieg baut die handwerkliche Basis auf. Wer noch nie in einer Werkstatt gearbeitet hat, lernt hier zuerst den sicheren Umgang mit Werkzeug, Maschine und Werkstoff - die Voraussetzung fuer alles, was danach an den Maschinen folgt. Inhalte: Werkstoffkunde: Stahl, Aluminium, Buntmetalle und ihre Eigenschaften, Manuelle Fertigungsverfahren wie Saegen, Feilen, Bohren, Gewindeschneiden, Arbeitssicherheit, Unfallverhuetung und Umgang mit Kuehlschmierstoffen, Ordnung am Arbeitsplatz und Werkzeugpflege.
  • Modul 2: Technische Zeichnung und Messtechnik (12 Wochen) – Ohne sichere Messtechnik ist Zerspanung nicht moeglich. Dieses Modul verbindet das Lesen der Zeichnung mit dem Nachweis am Werkstueck: Was die Zeichnung fordert, muss messbar erreicht und dokumentiert werden. Inhalte: Zeichnungen lesen: Ansichten, Schnitte, Bemaszung, Toleranzen, Passungen und Oberflaechenangaben, Messen und Pruefen mit Messschieber, Buegelmessschraube und Messuhr, Pruefprotokolle und Dokumentation von Messergebnissen.
  • Modul 3: Konventionelle Fertigungsverfahren (16 Wochen) – An konventionellen Maschinen entsteht das Prozessverstaendnis, das spaeter an der CNC gebraucht wird: warum ein Werkzeug bei welchen Schnittwerten wie arbeitet und woran man einen fehlerhaften Prozess erkennt. Inhalte: Drehen: Laengs- und Plandrehen, Gewinde, Kegel, Fraesen: Planfraesen, Nuten, Bohrbilder, Schneidstoffe, Schnittwerte und Werkzeugauswahl, Spannmittel und Werkstueckaufnahme.
  • Modul 4: CNC-Technik: Programmierung und Bedienung (22 Wochen) – Der Kern der Angebote, die als Abschluss CNC-Fachkraft ausweisen. Hier verschiebt sich die Arbeit vom Bedienen zum Beherrschen: Programme verstehen, Maschinen einrichten und Abweichungen selbst korrigieren. Inhalte: Aufbau und Koordinatensysteme numerisch gesteuerter Maschinen, Programmierung nach DIN sowie werkstattorientierte Programmierung, Einrichten: Nullpunkte setzen, Werkzeuge vermessen, Programm einfahren, Simulation, Fehlersuche und Programmkorrektur, Mehrmaschinenbedienung und Prozessueberwachung.
  • Modul 5: Qualitaetssicherung und Fertigungsorganisation (10 Wochen) – In der Serienfertigung entscheidet nicht das einzelne Werkstueck, sondern der stabile Prozess. Dieses Modul zeigt, wie Qualitaet geplant, geprueft und wiederhergestellt wird, wenn ein Prozess wegdriftet. Inhalte: Pruefplaene und statistische Prozesskontrolle im Grundverstaendnis, Fehlerursachen an Maschine, Werkzeug und Spannmittel, Instandhaltung und Ruestzeitoptimierung, Arbeitsplanung und Fertigungsunterlagen.
  • Modul 6: Betriebliche Praxis und Pruefungsvorbereitung (18 Wochen) – Die Praxisphase bringt die betriebliche Realitaet ins Spiel: Taktzeiten, Rueckmeldungen, Zusammenarbeit in der Schicht. Danach wird gezielt auf die Abschlusspruefung geuebt. Ob eine Praxisphase vorgesehen ist und wie lange sie dauert, ist in den Belegdaten nicht hinterlegt und beim Traeger zu erfragen. Inhalte: Mitarbeit an realen Fertigungsauftraegen im Betrieb, Arbeiten nach betrieblichen Vorgaben und Taktzeiten, Praktische Uebungsstuecke unter Pruefungsbedingungen, Fachrechnen und theoretische Wiederholung.

Lernziele:

  • Sie fuehrt in zwei Jahren zu einer facharbeiternahen Qualifikation in der Metallverarbeitung, statt bei angelernter Maschinenbedienung stehenzubleiben
  • Der Schwerpunkt CNC verbindet handwerkliche Fertigung mit Steuerungs- und Programmierkenntnissen und damit mit einer digitalisierten Fertigung
  • Die Laufzeit betraegt einheitlich 730 Tage in einem festen Praesenzformat, was den Ablauf gut planbar macht.
  • Alle vier nachgewiesenen Standorte liegen in einer Region mit ausgepraegter Zulieferer- und Maschinenbaustruktur, was die betriebliche Anbindung erleichtern kann

Zielgruppe & Voraussetzungen

Angesprochen sind Erwachsene ohne verwertbaren Berufsabschluss oder mit einem Abschluss, in dem sie nicht mehr arbeiten koennen oder wollen, und die eine praktische Taetigkeit in der Metallverarbeitung suchen. Weil alle nachgewiesenen Angebote in Sachsen liegen und in Vollzeit laufen, ist die Umschulung vor allem fuer Menschen in dieser Region oder mit Umzugsbereitschaft realistisch.

  • Erwachsene ohne Berufsabschluss, die einen anerkannten Metallberuf lernen wollen
  • Angelernte Produktionsmitarbeitende, die von der Maschinenbedienung zur Facharbeit wechseln moechten
  • Quereinsteiger mit handwerklichem Interesse und Bereitschaft zu Schichtarbeit
  • Menschen in Sachsen oder mit Umzugsbereitschaft, da alle Angebote dort liegen
Voraussetzungen:

Ein Berufsabschluss ist nicht erforderlich – die Umschulung führt selbst zu einem anerkannten Abschluss. Über die Aufnahme entscheidet der Bildungsträger, bei geförderten Plätzen zusammen mit der Agentur für Arbeit oder dem Jobcenter.

  • Kein Berufsabschluss vorausgesetzt – die Maßnahme führt zum Abschluss
  • Bereitschaft zu einer Qualifizierung über 24 Monate in Vollzeit
  • Aufnahmegespräch beim Bildungsträger

Ablauf & Abschluss

24 Monate (Vollzeit) – belegte Laufzeit: 730 Tage

Betriebspraktikum: Betriebliche Praxisphasen sind bei einer Umschulung üblich; Umfang und Lage legt der Bildungsträger fest.

Prüfende Stelle: Beim Bildungsträger erfragen.. Offizieller Abschluss: Fachkraft fuer Metalltechnik.

Eine Förderung über den Bildungsgutschein der Agentur für Arbeit oder des Jobcenters ist möglich. Die Bewilligung ist eine Einzelfallentscheidung und hängt von der persönlichen Situation und der Arbeitsmarktlage ab – eine Zusage vorab gibt es nicht. Belegte Kostenrahmen der Angebote: über 10.000 €.

Wird die Umschulung gefördert und führt sie zu einem Abschluss in einem Ausbildungsberuf mit mindestens zwei Jahren Ausbildungsdauer, kommen nach § 87a SGB III zwei Geldleistungen dazu: 150 Euro Weiterbildungsgeld im Monat für Arbeitslose, zusätzlich zu ALG oder Bürgergeld, sowie Prüfungsprämien von 1.000 Euro für die bestandene Zwischen- und 1.500 Euro für die bestandene Abschlussprüfung – zusammen bis zu 2.500 Euro. Beides setzt voraus, dass die Maßnahme bewilligt wurde.

Nutzen & Perspektiven

Metallverarbeitende Betriebe, Zulieferer und Maschinenbau beschaeftigen Fachkraefte an konventionellen und CNC-Maschinen, haeufig im Schichtbetrieb. Wichtig fuer die eigene Einschaetzung: Alle Angebote liegen in Sachsen, und eine pruefende Kammer gibt es nicht. Wer den Abschluss ueberregional verwerten will, klaert vorab, welches Zeugnis er erhaelt.

In tarifgebundenen Betrieben der Metallindustrie sichern Schichtzulagen und Erfahrung ein attraktives Einkommen.

  • Einstieg: ca. 29.000–35.000 €
  • Mit Berufserfahrung: ca. 36.000–46.000 €
  • Spezialist oder Leitung: ca. 48.000–58.000 €
  • Typische Tätigkeitsfelder: Einrichten und Bedienen von CNC-Dreh- und Fraesmaschinen, Programme einfahren, pruefen und korrigieren, Zerspanende Fertigung von Einzelteilen und Serien, Messen und Pruefen von Werkstuecken gegen Zeichnungsvorgaben, Werkzeug- und Spannmittelverwaltung sowie Ruesten, Prozessueberwachung und Qualitaetsdokumentation in der Fertigung
  • Typische Arbeitgeber: Zerspanungsbetriebe und Lohnfertiger, Maschinen- und Anlagenbauunternehmen, Automobil- und Fahrzeugzulieferer, Metallbau- und Stahlbaubetriebe, Hersteller von Werkzeugen und Vorrichtungen, Instandhaltungs- und Fertigungsabteilungen von Industriebetrieben

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Arbeitsmarkt-Report

Einstieg (0–2 J.):29.000–35.000 €
Mittel (3–7 J.):36.000–46.000 €
Senior (8+ J.):48.000–58.000 €

Zielberufe

Berufe, in denen Absolvent:innen dieses Kurses typischerweise arbeiten.

  • Einrichten und Bedienen von CNC-Dreh- und Fraesmaschinen
  • Programme einfahren, pruefen und korrigieren
  • Zerspanende Fertigung von Einzelteilen und Serien
  • Messen und Pruefen von Werkstuecken gegen Zeichnungsvorgaben
  • Werkzeug- und Spannmittelverwaltung sowie Ruesten
  • Prozessueberwachung und Qualitaetsdokumentation in der Fertigung

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Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Brauche ich eine abgeschlossene Berufsausbildung, um teilnehmen zu koennen?

Nein. Es handelt sich um eine Umschulung, die selbst zu einem Berufsabschluss fuehrt; ein vorheriger Abschluss ist keine Zugangsvoraussetzung. Erwartet werden technisches Verstaendnis, koerperliche Eignung fuer die Arbeit an Maschinen und die Bereitschaft, zwei Jahre in Vollzeit zu lernen.

Welchen Abschluss erhalte ich am Ende genau?

Der Abschluss lautet CNC-Fachkraft, Rechtsgrundlage ist BBiG/HwO (duale Ausbildung); eine pruefende Stelle ist nicht benannt. Das ist ein Unterschied, der zaehlt: Eine Kammerpruefung fuehrt zu einem bundesweit einheitlich lesbaren Berufsabschluss, ein Traegerzertifikat nicht. Lassen Sie sich vor der Anmeldung schriftlich bestaetigen, welche Pruefung vorgesehen ist und wer sie abnimmt.

Wie lange dauert die Umschulung und ist Teilzeit moeglich?

Alle Angebote laufen einheitlich 730 Tage, also 24 Monate, und ausschliesslich in Vollzeit als Praesenzunterricht. Eine Teilzeit- oder Onlinevariante gibt es derzeit nicht.

Was kostet die Umschulung und wird sie gefoerdert?

Der Kostenrahmen ist in den Belegdaten mit ueber 10.000 Euro angegeben. Bei einer Umschulung ist ein Bildungsgutschein der Agentur fuer Arbeit oder des Jobcenters ein realistischer Foerderweg; auch eine Finanzierung ueber einen Rehabilitationstraeger oder den Berufsfoerderungsdienst der Bundeswehr kommt je nach Lebenslage in Betracht. Eine Kostenuebernahme erfolgt nicht automatisch, sie wird im Einzelfall geprueft und muss vor Beginn der Massnahme bewilligt sein.

In welchen Orten kann ich die Umschulung machen?

Es gibt vier Standorte, alle in Sachsen. Ausserhalb Sachsens gibt es derzeit kein Angebot. Welcher Standort wann startet, klaeren wir nach Ihrer Anfrage mit dem passenden Traeger.