Handwerk & Technik
Staatliche Prüfung

Fortbildung Techniker Heizung/Sanitär/Klima

Technikerinnen und Techniker der Heizungs-, Sanitär- und Klimatechnik planen die technische Gebäudeausrüstung. Sie berechnen Heiz- und Kühllasten, dimensionieren Rohrnetze, Pumpen und Lüftungsanlagen, erstellen Ausführungspläne und Schemata, wählen Wärmeerzeuger einschließlich Wärmepumpen und …

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Auf einen Blick

Dauer24 MonateOrientierung; Angebot prüfen
FormatPräsenzflexibel
Kostenüber 10.000 €auf Anfrage / Förderung
Dieser Kurs bildet für einen offiziellen Engpassberuf aus

Überblick

Technikerinnen und Techniker der Heizungs-, Sanitär- und Klimatechnik planen die technische Gebäudeausrüstung. Sie berechnen Heiz- und Kühllasten, dimensionieren Rohrnetze, Pumpen und Lüftungsanlagen, erstellen Ausführungspläne und Schemata, wählen Wärmeerzeuger einschließlich Wärmepumpen und Solarthermie, kalkulieren Angebote, schreiben Leistungsverzeichnisse und überwachen die Ausführung auf der Baustelle. Energetische Sanierung und Gebäudeenergiegesetz prägen die Arbeit unmittelbar. Der Abschluss wird an Fachschulen für Technik erworben und staatlich geprüft.

Heizlastberechnung, Hydraulik und Anlagenplanung vertiefen Kenntnisse aus der beruflichen Praxis. Prüfe vor dem Start, welche mathematischen und technischen Grundlagen die Fachschule erwartet. Die historische Stichprobe enthält ein Angebot; daraus lässt sich keine bundesweite Ausschließlichkeit oder aktuelle Verfügbarkeit ableiten.

Kursinhalte & Lernziele

  • Modul 1: Technische Grundlagen und Thermodynamik (14 Wochen) – Die Rechengrundlage jeder Anlagenauslegung — der anspruchsvollste Abschnitt für Praktiker. Inhalte: Mathematik und technische Physik, Thermodynamik und Wärmeübertragung, Strömungslehre und Hydraulik, Werkstoffe der Gebäudetechnik.
  • Modul 2: Heizungs- und Sanitärtechnik (16 Wochen) – Das Kerngeschäft: Anlagen so auslegen, dass sie effizient und normkonform funktionieren. Inhalte: Heizlastberechnung nach DIN EN 12831, Wärmeerzeuger, Wärmepumpen, Solarthermie, Hydraulischer Abgleich und Rohrnetzberechnung, Trinkwasser- und Abwasserinstallation, Trinkwasserhygiene.
  • Modul 3: Klima-, Lüftungs- und Regelungstechnik (14 Wochen) – Lüftung, Kühlung und die Regelung, die alles zusammenhält — mit der Energieeffizienz steigt die Bedeutung. Inhalte: Kühllastberechnung und Lüftungsauslegung, Kältetechnik und Klimaanlagen, Mess-, Steuer- und Regelungstechnik, Gebäudeautomation.
  • Modul 4: Planung, Kalkulation und Technikerarbeit (12 Wochen) – Planungspraxis, Recht und Kalkulation, abgeschlossen mit der Technikerarbeit. Inhalte: CAD und TGA-Planung, Grundlagen BIM, Gebäudeenergiegesetz und Nachweise, Kalkulation, VOB, Leistungsverzeichnisse, Technikerarbeit an einem realen Projekt.

Lernziele:

  • Landesrechtlich geregelte Technikerfortbildung mit staatlicher Prüfung
  • Weiterführende Kenntnisse in Heizungs-, Sanitär-, Lüftungs- und Klimatechnik
  • Mögliche Tätigkeiten in Planung, Kalkulation, technischem Kundendienst oder Projektbetreuung
  • Zulassung und Lernform nach beruflicher Vorbildung und geplanter Lernzeit prüfen

Zielgruppe & Voraussetzungen

Anlagenmechaniker SHK und Fachkräfte der Gebäudetechnik mit Berufspraxis, die planen, berechnen und Projekte leiten wollen.

  • Anlagenmechaniker für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik mit Gesellenbrief
  • Fachkräfte aus Kälte-, Klima- oder Elektrotechnik mit Bezug zur Gebäudetechnik
  • Monteure, die aus körperlichen Gründen in die Planung wechseln müssen
Voraussetzungen:

Diese Technikerqualifikation ist eine landesrechtlich geregelte Fortbildung an einer Fachschule. Für die Aufnahme werden in der Regel eine zur Fachrichtung passende abgeschlossene Berufsausbildung und Berufspraxis verlangt. Je nach Landesregelung sind andere Zugangswege möglich. Welche schulischen Voraussetzungen, Praxisnachweise und Ausnahmen gelten, ist vor der Anmeldung mit der zuständigen Fachschule zu klären.

  • Einschlägige Berufsausbildung oder einen nach Landesrecht zulässigen alternativen Zugangsweg prüfen
  • Geforderte Berufspraxis und schulische Voraussetzungen mit der Fachschule klären
  • Zulassung vor Vertragsabschluss anhand der erforderlichen Nachweise bestätigen lassen
  • Arbeits- und Lernzeit nach der gewählten Voll- oder Teilzeitform planen

Ablauf & Abschluss

24 Monate (Vollzeit) – belegte Laufzeit: 730 Tage

Betriebspraktikum: Ob betriebliche Praxis nachzuweisen ist oder Praxisphasen zum Bildungsgang gehören, richtet sich nach Landesrecht und Fachschulordnung. Zeitpunkt, Umfang und Anrechnung sind mit der Fachschule zu klären.

Art und Umfang der Prüfungsleistungen richten sich nach der Fachschul- und Prüfungsordnung des zuständigen Bundeslands und der gewählten Fachrichtung.

Ob und in welcher Form eine Projektarbeit, Präsentation oder mündliche Prüfung vorgesehen ist, regelt die maßgebliche Prüfungsordnung. Die Fachschule gibt Auskunft zu Ablauf und Zulassung.

Prüfende Stelle: Zuständiger Prüfungsausschuss nach Landesrecht; die konkrete Zuständigkeit nennt die Fachschule. Offizieller Abschluss: Staatlich geprüfte(r) Heizungs-, Sanitär- und Klimatechniker(in).

Für eine entsprechend förderfähige Technikerfortbildung kommt Aufstiegs-BAföG (AFBG) in Frage. Die zuständige Förderstelle prüft die Voraussetzungen der Maßnahme und der antragstellenden Person; aus diesem Profil folgt keine Förderzusage. Bei einem gesundheitlich bedingten Berufswechsel ist ein möglicher Rehabilitationsweg gesondert mit dem zuständigen Kostenträger zu prüfen. Historisch erfasste Kostenrahmen: über 10.000 €.

Nutzen & Perspektiven

Mögliche Einsatzfelder liegen beispielsweise in der Planung, Kalkulation, technischen Beratung und Betreuung versorgungstechnischer Anlagen. Die konkrete Funktion hängt von Berufserfahrung, Fachrichtung und Anforderungen des Betriebs ab. Die historische Stichprobe enthält ein Angebot in Bayern; daraus lässt sich keine vollständige bundesweite Angebots- oder Arbeitsplatzlage ableiten.

In Ingenieur- und Planungsbüros wird frei verhandelt, im Anlagenbau oft nach Tarif. Wer Heizlastberechnung und Wärmepumpenauslegung sicher beherrscht, hat aktuell eine ungewöhnlich starke Verhandlungsposition.

  • Einstieg: ca. 40.000–44.000 €
  • Mit Berufserfahrung: ca. 48.000–58.000 €
  • Spezialist oder Leitung: ca. 62.000–76.000 €
  • Typische Tätigkeitsfelder: Planung von Heizungs- und Sanitäranlagen, Lüftungs- und Klimaanlagenauslegung, Energetische Sanierungsplanung, Kalkulation und Ausschreibung, Bauüberwachung in der TGA, Projektleitung im Anlagenbau
  • Typische Arbeitgeber: Ingenieur- und Planungsbüros für TGA, SHK-Anlagenbauer und Großinstallateure, Wohnungsunternehmen mit eigener Technikabteilung, Facility-Management-Dienstleister, Hersteller von Heizungs- und Klimatechnik

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Einstieg (0–2 J.):40.000–44.000 €
Mittel (3–7 J.):48.000–58.000 €
Senior (8+ J.):62.000–76.000 €

Zielberufe

Berufe, in denen Absolvent:innen dieses Kurses typischerweise arbeiten.

  • Planung von Heizungs- und Sanitäranlagen
  • Lüftungs- und Klimaanlagenauslegung
  • Energetische Sanierungsplanung
  • Kalkulation und Ausschreibung
  • Bauüberwachung in der TGA
  • Projektleitung im Anlagenbau

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Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Welche Voraussetzungen gelten?

In der Regel verlangen Fachschulen eine einschlägige abgeschlossene Berufsausbildung und Berufspraxis. Je nach Landesrecht kann auch ein alternativer Zugang möglich sein, etwa über längere einschlägige Berufstätigkeit. Schulische Voraussetzungen, notwendige Nachweise und Ausnahmen unterscheiden sich. Lassen Sie die Zulassung vor der Anmeldung von der Fachschule prüfen.

Techniker oder Meister im SHK-Handwerk?

Wählen Sie nach Ihren angestrebten Aufgaben und den Inhalten der jeweiligen Qualifikation. Der Technikerweg vertieft die fachliche Planung und Berechnung versorgungstechnischer Anlagen. Die Meisterqualifikation hat eine eigene Prüfungsgrundlage. Welche beruflichen Berechtigungen für Ihr Vorhaben erforderlich sind, sollten Sie gesondert mit der zuständigen Stelle klären.

Ist Wärmepumpentechnik Teil der Fortbildung?

Schwerpunkte und Lehrpläne unterscheiden sich zwischen Fachschulen und Bildungsgängen. Lassen Sie sich konkret zeigen, welche Inhalte zu Wärmeerzeugern, Wärmepumpen, Regelung und Energieeffizienz unterrichtet werden. Aus der allgemeinen Abschlussbezeichnung folgt keine Zusage einer bestimmten Spezialisierung.

Was sagt das erfasste Angebot über die Verfügbarkeit aus?

Die historische Stichprobe enthält ein Angebot und ist keine Vollzählung. Sie belegt weder, dass bundesweit nur dieser Bildungsgang existiert, noch einen aktuell freien Platz. Prüfen Sie Fachschulverzeichnisse und klären Sie Lernform, Zulassung und Startmöglichkeiten direkt mit der gewünschten Fachschule.