Handwerk & Technik
IHK-Prüfung

Umschulung Werkzeugmechaniker/in

Werkzeugmechanikerinnen und Werkzeugmechaniker stellen die Werkzeuge her, mit denen andere Betriebe ihre Produkte fertigen: Spritzgussformen, Stanz- und Umformwerkzeuge für Blech, Vorrichtungen, Lehren und Messmittel. Kein Serienteil entsteht ohne das Werkzeug, das sie gebaut haben.

Kostenlos & unverbindlich anfragen

Auf einen Blick

Dauer30 MonateOrientierung; Angebot prüfen
FormatPräsenzje nach Angebot
Kostenkeine Preisangabe hinterlegtKonkreten Angebotspreis erfragen
Bildungsgutschein als Förderweg möglich; Zulassung des Angebots und persönliche Bewilligung prüfen.

Worum geht es in diesem Kurs?

Werkzeugmechanikerinnen und Werkzeugmechaniker stellen die Werkzeuge her, mit denen andere Betriebe ihre Produkte fertigen: Spritzgussformen, Stanz- und Umformwerkzeuge für Blech, Vorrichtungen, Lehren und Messmittel. Kein Serienteil entsteht ohne das Werkzeug, das sie gebaut haben. Der Arbeitstag beginnt bei Zeichnung und Werkstoff: Es wird gedreht, gefräst, geschliffen, erodiert und gebohrt, überwiegend an CNC-Maschinen, ergänzt um manuelle Feinarbeit an der Werkbank. Danach werden die Einzelteile montiert, eingepasst, vermessen und eingefahren. Toleranzen im Bereich weniger Hundertstelmillimeter sind Alltag. Dazu kommt die Instandsetzung verschlissener Werkzeuge unter Zeitdruck.

Dreißig Monate sind eine lange Verpflichtung, und die häufigste Frage lautet: Kann ich das, wenn ich noch nie an einer Maschine gestanden habe? Ja, aber nicht ohne Anstrengung. Genauigkeit kommt aus Wiederholung, nicht aus Begabung. Zwei Dinge ehrlich: Die Angebotslage ist dünn, wir zählen 8 Anbieter mit 8 Angeboten und nur 16 Terminen. Und der Beruf ist körperlich fordernd: Du stehst, du hebst, du arbeitest in Schichten.

Was lernst du in diesem Kurs?

  • Modul 1: Werkstoffkunde, Technische Zeichnung und Arbeitssicherheit (14 Wochen) – Der Einstieg klärt, womit gearbeitet wird und wonach gearbeitet wird. Werkzeugstähle verhalten sich beim Härten unterschiedlich, und wer diese Zusammenhänge nicht kennt, baut ein Werkzeug, das im Einsatz reißt. Parallel wird die technische Zeichnung zur Arbeitssprache, insbesondere die Toleranzangaben, die im Werkzeugbau über Brauchbarkeit oder Ausschuss entscheiden. Inhalte: Stähle, Werkzeugstähle, Nichteisenmetalle und Wärmebehandlung, Technische Zeichnungen lesen, Ansichten und Schnitte, Maß-, Form- und Lagetoleranzen, Passungen, Oberflächenangaben, Fachrechnen und Einheiten in der Fertigung, Unfallverhütung und Maschinensicherheit.
  • Modul 2: Manuelle Fertigung und Montagetechnik (16 Wochen) – Auch im Zeitalter der CNC-Technik entsteht ein Werkzeug am Ende an der Werkbank. Das Modul trainiert die manuellen Grundfertigkeiten, mit denen Teile eingepasst, Führungen justiert und Baugruppen montiert werden. Die Passarbeit ist dabei der Kern: Sie ist der Punkt, an dem sich zeigt, ob jemand Gefühl für Material und Maß entwickelt. Inhalte: Anreißen, Sägen, Feilen, Bohren, Senken, Reiben, Gewindeherstellung und Fügeverfahren, Passarbeit und Schaben von Führungen, Werkbankarbeit und Handhabung von Werkzeugen, Montieren, Einpassen und Justieren von Baugruppen.
  • Modul 3: Zerspanungstechnik und CNC-Bearbeitung (16 Wochen) – Der maschinelle Kern des Berufs. Behandelt werden die spanenden Verfahren von der Werkzeugauswahl über die Schnittwerte bis zur Programmierung an der Steuerung. Ein eigener Schwerpunkt liegt auf Aufspannung und Ausrichtung, weil die genaueste Maschine nichts nützt, wenn das Werkstück schief eingespannt ist. Inhalte: Drehen und Fräsen konventionell und gesteuert, Schnittwerte, Werkzeugauswahl und Kühlschmierung, CNC-Programmierung, Werkzeug- und Nullpunktverwaltung, Aufspannung, Ausrichten und Prozesssicherheit, Schleifen und Feinbearbeitung.
  • Modul 4: Mess- und Prüftechnik (14 Wochen) – Im Werkzeugbau ist Messen keine Nebentätigkeit, sondern Teil jeder Arbeitsstufe. Das Modul vermittelt den sicheren Umgang mit Handmessmitteln und den Einstieg in die Koordinatenmesstechnik. Wichtig ist die Bewertung: Eine gemessene Abweichung sagt erst dann etwas aus, wenn man Messunsicherheit und Temperatureinfluss mitdenkt. Inhalte: Messschieber, Bügelmessschraube, Messuhr und Endmaße, Winkel-, Rundlauf- und Ebenheitsprüfung, Lehren, Prüfmittel und Prüfmittelüberwachung, Grundlagen der Koordinatenmesstechnik, Messprotokolle erstellen und Abweichungen bewerten.
  • Modul 5: Werkzeugbau: Formen, Stanzen, Vorrichtungen (14 Wochen) – Das fachliche Herzstück. Hier wird gezeigt, wie die verschiedenen Werkzeugtypen aufgebaut sind, welche Kräfte in ihnen wirken und woran sie im Einsatz scheitern. Das Einfahren – der schrittweise Probelauf bis zum maßhaltigen Teil – bekommt eigenes Gewicht, weil es die Arbeitsweise des Berufs am deutlichsten prägt. Inhalte: Aufbau und Funktion von Spritzgusswerkzeugen, Stanz- und Umformwerkzeuge, Schneidspalt und Verschleiß, Vorrichtungen und Lehren konstruieren und bauen, Normalien, Führungen, Auswerfer und Kühlung, Werkzeuge einfahren, abmustern und optimieren.
  • Modul 6: Instandhaltung, Reparatur und Fertigungsorganisation (12 Wochen) – Ein erheblicher Teil der Praxis ist nicht Neubau, sondern Instandsetzung. Das Modul behandelt Schadensanalyse, Reparaturstrategien und die Dokumentation von Werkzeugständen. Dazu kommt die organisatorische Seite, weil im Werkzeugbau ein stehendes Produktionswerkzeug jeden Tag Geld kostet und Reparaturen unter Termindruck geplant werden müssen. Inhalte: Verschleiß- und Schadensanalyse an Werkzeugen, Reparatur, Nacharbeit und Umbau bestehender Werkzeuge, Ersatzteilbeschaffung und Werkzeugdokumentation, Auftragsplanung, Termine und Kostenbewusstsein, Qualitätssicherung in der Einzelfertigung.
  • Modul 7: Betriebliche Praxisphase und Prüfungsvorbereitung (14 Wochen) – Die Praxisphase im Betrieb ist in diesem Beruf mehr als eine Formalie: Erst dort erleben Sie Werkzeuge unter realen Bedingungen, mit Verschleiß, Terminen und laufender Produktion. Sie ist zugleich der häufigste Weg in eine Anstellung nach dem Abschluss. Daneben läuft die gezielte Prüfungsvorbereitung. Umfang und Lage der Praxisphase legt der Bildungsträger fest. Inhalte: Mitarbeit in einem Werkzeugbau- oder Formenbaubetrieb, Eigenständige Bearbeitung eines betrieblichen Auftrags, Wiederholung von Fachkunde, Fachrechnen und Technischer Kommunikation, Praktische Übungsaufgaben im Prüfungsformat, Vorbereitung auf das Fachgespräch vor dem Prüfungsausschuss.

Lernziele:

  • Die Nachfrage ist hoch: In den vergangenen zwölf Monaten wurden 6.629 Stellen zum Zielberuf ausgeschrieben – der höchste Wert unter den in diesem Batch erfassten Technikberufen.
  • Der Abschluss ist eine anerkannte Facharbeiterqualifikation nach BBiG mit Kammerprüfung, kein Trägerzertifikat und keine reine Anlernqualifizierung.
  • Werkzeugbau ist Einzel- und Kleinserienfertigung mit hohem Eigenanteil – Sie begleiten ein Werkzeug von der Zeichnung bis zur Abnahme, statt eine Handbewegung zu wiederholen.
  • Die erlernten Fertigkeiten an CNC-Maschinen, Messtechnik und Zerspanung sind branchenübergreifend übertragbar und nicht an einen einzelnen Produkttyp gebunden.
  • Alle Angebote laufen in Präsenz mit Werkstattanteil – für einen Beruf, der Handarbeit und Maschinenbedienung verbindet, die einzig sinnvolle Lernform.

Für wen ist der Kurs geeignet?

Der Werkzeugbau ist der Präzisionszweig der Metallverarbeitung, und die Umschulung passt zu Menschen, die genau das reizt: an einem Werkstück über Tage zu arbeiten, bis Maße im Hundertstelbereich stimmen. Sinnvoll ist der Weg besonders für Umsteigende, die bereits Metallerfahrung mitbringen – aus Produktion, Montage oder handwerklichen Berufen – aber auch für Quereinsteigende ohne Vorkenntnisse, sofern sie Ausdauer mitbringen. Alle acht erfassten Anbieter führen die Maßnahme in Vollzeit und in Präsenz, was tagsüber volle Verfügbarkeit verlangt. Die Startdichte ist mit 16 erfassten Terminen bei 8 Angeboten dünn, deshalb sollte man früh anfragen und regionale Flexibilität mitbringen.

  • Umsteigende mit Metall- oder Maschinenerfahrung, die einen anerkannten Facharbeiterabschluss anstreben
  • Quereinsteigende mit ausgeprägtem handwerklichem Geschick und Sinn für Genauigkeit
  • Menschen, die lieber an konkreten Werkstücken als am Bildschirm arbeiten und dennoch anspruchsvolle Technik wollen
  • Weniger geeignet für alle, die keine 30 Monate Vollzeit einplanen können oder eine körperlich sehr leichte Tätigkeit brauchen
Voraussetzungen:

Ein Berufsabschluss ist nicht erforderlich – die Umschulung führt selbst zu einem anerkannten Abschluss. Die erfassten Anbieter formulieren die Zugangsbedingungen knapp: Deutsch in Wort und Schrift wird vorausgesetzt, ein Träger nennt ausdrücklich ein Beratungsgespräch, einen Einstellungstest und einen Bildungsgutschein als Voraussetzung für die Teilnahme. Über die Aufnahme entscheidet damit der Träger, bei geförderten Plätzen zusammen mit der Agentur für Arbeit oder dem Jobcenter.

  • Kein Berufsabschluss vorausgesetzt – die Maßnahme führt selbst zum Abschluss
  • Deutsch in Wort und Schrift, weil Zeichnungen, Prüfprotokolle und Maschinendokumentation gelesen werden müssen
  • Beratungsgespräch und bei mehreren Trägern ein Einstellungs- beziehungsweise Eignungstest
  • Handwerkliches Geschick, technisches Verständnis und die Geduld für Arbeiten im Hundertstelbereich
  • Körperliche Eignung für stehende Tätigkeit an Maschinen und Werkbank

Wie läuft der Kurs ab und welchen Abschluss gibt es?

30 Monate in Vollzeit – belegter Durchschnitt der Angebote

Betriebspraktikum: Betriebliche Praxisphasen sind bei einer Umschulung über 30 Monate fester Bestandteil; Umfang und Lage legt der Bildungsträger fest. In diesem Beruf ist die Zeit im Betrieb besonders wertvoll, weil Werkzeugbau nur an realen Werkzeugen und laufenden Maschinen erlernbar ist.

Schriftlicher Prüfungsteil zu Fertigungstechnik, Werkstoffkunde, Technischer Kommunikation und Wirtschafts- und Sozialkunde, angelegt als Facharbeiterprüfung nach dem Berufsbildungsgesetz.

Praktischer Prüfungsteil: Anfertigung beziehungsweise Bearbeitung eines Werkstücks oder Werkzeugs nach Zeichnung, einschließlich Vermessung und Dokumentation, ergänzt um ein Fachgespräch über das gewählte Vorgehen.

Prüfende Stelle: Zuständige Industrie- und Handelskammer. Welche Kammer prüft, richtet sich nach dem Standort der Maßnahme; die Anmeldung übernimmt in der Regel der Bildungsträger.. Offizieller Abschluss: Nach bestandener Prüfung erhalten Sie das IHK-Zeugnis Werkzeugmechaniker/in. Geprüft wird durchgängig als Kammer- beziehungsweise IHK-Facharbeiterprüfung; ein Träger nennt konkret die Prüfung über eine regionale Industrie- und Handelskammer. Verbindlich ist die Prüfungsordnung der zuständigen Kammer..

Eine Förderung über den Bildungsgutschein der Agentur für Arbeit oder des Jobcenters kommt in Betracht, weil diese Umschulung zu einem anerkannten Berufsabschluss nach dem Berufsbildungsgesetz führt; ein Träger nennt den Bildungsgutschein sogar ausdrücklich als Teilnahmevoraussetzung. Die Bewilligung ist und bleibt eine Einzelfallentscheidung nach § 81 SGB III und hängt von Ihrer persönlichen Situation und der Arbeitsmarktlage ab – eine Zusage vorab gibt es nicht. Die Kosten liegen über 10.000 Euro, ein Teil der Träger nennt keinen Preis; ein einzelner Lehrgang mit bis zu 500 Euro dürfte nur einen Teilbaustein betreffen. Klären Sie vor der Anmeldung, ob Prüfungsgebühren, Werkzeug und persönliche Schutzausrüstung im Maßnahmepreis enthalten sind.

Wird die Umschulung gefördert und führt sie zu einem Abschluss in einem Ausbildungsberuf mit mindestens zwei Jahren Ausbildungsdauer, kommen nach § 87a SGB III zwei Geldleistungen dazu: 150 Euro Weiterbildungsgeld im Monat für Arbeitslose, zusätzlich zu ALG oder Bürgergeld, sowie Prüfungsprämien von 1.000 Euro für die bestandene Zwischen- und 1.500 Euro für die bestandene Abschlussprüfung – zusammen bis zu 2.500 Euro. Beides setzt voraus, dass die Maßnahme bewilligt wurde.

Welche beruflichen Perspektiven bietet der Kurs?

Die Nachfrage ist außergewöhnlich gut belegt: 6.629 ausgeschriebene Stellen zum Zielberuf in den zurückliegenden 365 Tagen, der höchste Wert unter den hier erfassten Technikberufen. Der Werkzeugbau bildet weniger Nachwuchs aus, als altersbedingt ausscheidet. Dem stehen nur 8 Anbieter mit 8 Angeboten und 16 Terminen gegenüber. Das bedeutet gute Aussichten nach dem Abschluss, aber engen Zugang zur Maßnahme.

Werkzeugmechaniker sind gefragte Spezialisten für Stanz-, Umform- und Spritzgießwerkzeuge mit entsprechend hohem Lohnniveau.

  • Einstieg: ca. 35.000–43.000 €
  • Mit Berufserfahrung: ca. 44.000–56.000 €
  • Spezialist oder Leitung: ca. 59.000–73.000 €
  • Typische Tätigkeitsfelder: Herstellung von Spritzguss- und Druckgussformen, Bau von Stanz-, Schneid- und Umformwerkzeugen, Fertigung von Vorrichtungen, Lehren und Messmitteln, CNC-Bearbeitung von Werkzeugkomponenten, Montage, Einpassen und Einfahren kompletter Werkzeuge, Instandsetzung, Nacharbeit und Umbau verschlissener Werkzeuge, Vermessung und Dokumentation gefertigter Bauteile
  • Typische Arbeitgeber: Werkzeug- und Formenbaubetriebe, Kunststoffverarbeitende Betriebe mit eigenem Werkzeugbau, Automobilzulieferer mit Presswerk und Umformtechnik, Maschinen- und Anlagenbauer, Metallverarbeitende Betriebe mit Stanz- und Umformtechnik, Medizin- und Feinwerktechnikhersteller, Lohnfertiger und Zerspanungsbetriebe

Welche Förderung passt zu dir?

Erhalte eine erste Orientierung, welche Förderwege zu deiner Situation passen. Über eine Bewilligung entscheidet die zuständige Stelle. Kostenlos & ohne Anmeldung.

Berufswege prüfen

Zugeordnete Zielberufe

Diese Tätigkeitsbezeichnungen sind dem Kursprofil zugeordnet. Prüfe, ob Inhalt, Abschluss und Zugangsvoraussetzungen zu deinem Berufsziel passen; die Zuordnung bestätigt keine vollständige Berufsqualifikation.

  • Herstellung von Spritzguss- und Druckgussformen
  • Bau von Stanz-, Schneid- und Umformwerkzeugen
  • Fertigung von Vorrichtungen, Lehren und Messmitteln
  • CNC-Bearbeitung von Werkzeugkomponenten
  • Montage, Einpassen und Einfahren kompletter Werkzeuge
  • Instandsetzung, Nacharbeit und Umbau verschlissener Werkzeuge

Vor der Kurswahl klären

  • Welche Kenntnisse und Nachweise verlangen Stellenanzeigen für dein Berufsziel?
  • Welche praktischen Aufgaben und Prüfungen sind im Lehrgang vorgesehen?
  • Wer stellt den Abschluss aus und welche formalen Voraussetzungen gelten?

Im BERUFENET der Bundesagentur für Arbeit kannst du Aufgaben und Bildungswege recherchieren.

Für Gehälter nutze den Entgeltatlas und prüfe Beruf, Region, Anforderungsniveau und Datenstand. Ein Kursabschluss allein belegt kein bestimmtes Einkommen.

Unverbindliche Anfrage

Wir vergleichen passende Anbieter nach Region und Förderfähigkeit und melden uns in Kürze mit kostenlosen Kurs-Optionen.

Mit * markierte Angaben sind erforderlich.

So finanziert sich Kursweg: Bildungsanbieter zahlen ein Entgelt für die Weitergabe deiner Anfrage — für dich bleibt sie kostenlos. Details zum Geschäftsmodell.

Für Rückfragen zu passenden Kursen. Mit Vorwahl, z. B. 0170 1234567.

Wohnort *

Wir verwenden den Wohnort, um passende Anbieter in deiner Region zu finden.

Kostenlos & unverbindlich · Daten sind sicher

Verwandte Kurse & Alternativen

8 ähnliche Qualifizierungen & Kurse in diesem Themenfeld

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

In welcher Fachrichtung schließe ich ab?

Der Ausbildungsberuf kennt mehrere Fachrichtungen, unter anderem Formentechnik, Stanztechnik, Vorrichtungstechnik und Instrumententechnik. Die Träger benennen den Abschluss überwiegend nur als Werkzeugmechaniker/in (IHK), ohne die Fachrichtung durchgängig auszuweisen. Für Ihr Zeugnis und für Bewerbungen ist das relevant, weil Betriebe gezielt nach einer Richtung suchen. Lassen Sie sich vor der Anmeldung schriftlich bestätigen, in welcher Fachrichtung geprüft wird und ob sie zu den Betrieben in Ihrer Region passt.

Wie lange dauert die Umschulung?

Die belegte mittlere Laufzeit beträgt 919 Tage, also rund 30 Monate. In der Auswertung finden sich sowohl Angebote im Bereich mehr als zwei bis drei Jahre als auch kürzere zwischen einem und zwei Jahren. Diese Spannweite deutet darauf hin, dass einzelne Träger vorhandene Vorkenntnisse anrechnen und die Maßnahme entsprechend verkürzen. Fragen Sie konkret nach, welche Laufzeit für Sie gilt und wovon eine Verkürzung abhängt. Erfasst ist ausschließlich Vollzeit in Präsenz.

Wie ist die Angebotslage?

Sie ist dünn. Wir zählen 8 Anbieter mit 8 Angeboten und lediglich 16 Terminen – das ist die niedrigste Termindichte unter den Technikberufen in dieser Auswertung. Praktisch heißt das: Nicht in jeder Region und nicht zu jedem Zeitpunkt ist ein Einstieg möglich, und Wartezeit auf den nächsten Kursstart ist realistisch. Fragen Sie frühzeitig an, damit Sie im Beratungsgespräch bereits wissen, welche Starttermine überhaupt in Frage kommen, und planen Sie Flexibilität beim Ort ein.

Was kostet die Umschulung und wird sie gefördert?

Für einen Teil der Angebote ist in unserer Datenbank keine Preisangabe hinterlegt, weitere sind mit über 10.000 Euro erfasst. Ein Eintrag weist bis zu 500 Euro aus – ein Betrag, der für eine vollständige Umschulung über 30 Monate untypisch ist und eher auf einen einzelnen Baustein oder eine Prüfungsvorbereitung hindeutet; hier lohnt eine gezielte Nachfrage. Der Bildungsgutschein der Agentur für Arbeit oder des Jobcenters ist der übliche Förderweg, die Bewilligung bleibt aber eine Einzelfallentscheidung nach § 81 SGB III.

Brauche ich Vorkenntnisse in der Metallbearbeitung?

Vorgeschrieben sind sie nicht – die Umschulung beginnt bei den Grundlagen der Werkstoff- und Fertigungstechnik. Die erfassten Träger setzen als Zugang Deutsch in Wort und Schrift voraus, ein Anbieter nennt zusätzlich ein Beratungsgespräch und einen Einstellungstest. Vorerfahrung aus Produktion oder Handwerk hilft trotzdem spürbar, weil sie das Gefühl für Material und Maschine mitbringt. Wer ganz ohne Metallerfahrung startet, sollte sich auf mehrere Monate Eingewöhnung einstellen, in denen vieles langsamer geht als gedacht.

Ist der Beruf körperlich anstrengend?

Ja, in einem moderaten, aber dauerhaften Maß. Sie arbeiten überwiegend im Stehen an Maschinen und an der Werkbank, heben Werkzeugkomponenten, die erhebliches Gewicht haben können, und arbeiten in vielen Betrieben im Schichtbetrieb. Feinmotorik und gutes Sehvermögen sind wichtiger als Kraft, aber die stehende Tätigkeit ist nicht zu unterschätzen. Wenn Sie aus gesundheitlichen Gründen umschulen, klären Sie die Eignung vorab mit dem ärztlichen Dienst der Agentur für Arbeit – nicht erst, wenn die Maßnahme läuft.

Wie sicher ist die Anstellung nach dem Abschluss?

Die erfassten 6.629 Stellenausschreibungen der letzten zwölf Monate sprechen für eine anhaltend hohe Nachfrage. Eine Garantie ist das nicht, denn die Ausschreibungen verteilen sich ungleich: Werkzeugbau konzentriert sich auf Regionen mit Kunststoffverarbeitung, Automobilzulieferung und Maschinenbau. Wo diese Industrie fehlt, hilft die bundesweite Zahl wenig. Sehen Sie sich deshalb vor dem Start an, welche Betriebe in Ihrem Umkreis Werkzeugbau betreiben, und nutzen Sie die betriebliche Praxisphase gezielt als Bewerbungsweg.