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Hochvolt-Weiterbildung S1, S2 und S3

Stufenweiser Erwerb der Hochvolt-Qualifikationen S1, S2 und S3 für den sicheren Umgang mit HV-Systemen in Elektrofahrzeugen — von der Unterweisung bis zur fachkundigen Person.

Redaktion: Kursweg Redaktion · Inhalt aktualisiert:

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Dauer3 WochenOrientierung; Angebot prüfen
FormatPräsenzje nach Angebot
KostenFörderung möglichBildungsgutschein · AVGS · QCG
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Kurzantworten zum Kurs

Einordnung: Berufliche Fachweiterbildung

Wie lange dauert der Kurs?
Die Weiterbildung wird in Vollzeit als Präsenzveranstaltung durchgeführt. Der Umfang richtet sich nach den zu erwerbenden Stufen S1, S2 und S3, die einzeln oder im Gesamtpaket absolviert werden können. Da praktische Übungen an Fahrzeugkomponenten einen wesentlichen Teil der Ausbildung ausmachen… Details
Welcher Abschluss ist vorgesehen?
Je nach Anbieter erhalten Teilnehmende eine Teilnahmebescheinigung, etwa des Bildungsträgers, die den erfolgreichen Abschluss der jeweiligen Hochvolt-Stufe dokumentiert. Es handelt sich um eine anbieterspezifische Bescheinigung und keine einheitliche staatliche Prüfung; die konkrete Ausgestaltung… Details
Welche Voraussetzungen gelten?
Grundkenntnisse im Kfz-Bereich, etwa aus einer Ausbildung als Kfz-Mechatroniker:in oder vergleichbarer Berufserfahrung, erleichtern den Einstieg in die Inhalte. Da die gesetzliche Unfallversicherung eine aufgabenbezogene Unterweisung beziehungsweise Schulung vorschreibt, sollten Teilnehmende… Details

Worum geht es in diesem Kurs?

Mit der zunehmenden Verbreitung von Elektrofahrzeugen steigt in Kfz-Betrieben, Werkstätten und im Service der Bedarf an Personal, das sicher mit Hochvoltsystemen umgehen kann. Diese Weiterbildung vermittelt die drei aufeinander aufbauenden Qualifikationsstufen S1, S2 und S3 im Bereich Hochvolt-Sicherheit. Von der elektrotechnisch unterwiesenen Person über die Fachkraft für festgelegte Tätigkeiten bis zur fachkundigen Person für Arbeiten unter Spannung — jede Stufe erweitert die zulässigen Tätigkeiten an und um HV-Komponenten. Der gesetzlich vorgeschriebene Rahmen der Unfallverhütungsvorschriften bildet dabei die fachliche Grundlage für alle drei Stufen.

Was lernst du in diesem Kurs?

Modul 1 — Stufe S1: Elektrotechnisch unterwiesene Person: Diese Einstiegsstufe richtet sich an Personen, die im Fahrzeugumfeld arbeiten, ohne selbst an HV-Komponenten tätig zu werden. Im Mittelpunkt steht das sichere Erkennen von Gefahrenbereichen.

  • Elektrische Gefährdungen und grundlegende Sicherheitsvorkehrungen
  • Bedienen von Fahrzeugen und zugehörigen Einrichtungen ohne HV-Eingriff
  • Lage und Kennzeichnung der HV-Komponenten und Leitungen im Fahrzeug
  • Grundregel „Hände weg von orange" und deren praktische Bedeutung
  • Verhalten bei Unklarheiten: Arbeiten einstellen und Fachkraft informieren
  • Unzulässige Arbeiten am Fahrzeug klar abgrenzen

Modul 2 — Stufe S2: Arbeiten an spannungsfreien HV-Komponenten: Aufbauend auf S1 vermittelt dieser Block die Voraussetzungen für Tätigkeiten, bei denen das HV-System vorab freigeschaltet wurde. Sicherheitsroutinen und Kontrollschritte stehen im Fokus.

  • Durchführung mechanischer Tätigkeiten am Fahrzeug nach Freischaltung
  • Außerbetriebnahme des HV-Systems nach Herstellervorgabe als zusätzliche Sicherung
  • Organisationsablauf bei Arbeiten unter Leitung und Aufsicht der Fachverantwortlichen
  • Prüfschritte zur Sicherstellung der Spannungsfreiheit
  • Dokumentation und Freigabeverfahren vor Arbeitsbeginn
  • Zusammenspiel zwischen S1- und S2-Tätigkeiten im Werkstattalltag

Modul 3 — Stufe S3: Fachkundige Person für Arbeiten unter Spannung: Die höchste Stufe qualifiziert für Tätigkeiten direkt an unter Spannung stehenden HV-Komponenten. Dieser Abschnitt behandelt die anspruchsvollsten Sicherheitsanforderungen und die volle Fach- und Führungsverantwortung.

  • Sichere Arbeitsverfahren für Arbeiten an unter Spannung stehenden HV-Systemen
  • Arten, Aufbau und spezifische Eigenschaften von HV-Energiespeichern
  • Gefährdungspotenzial verschiedener Energiespeichertypen einschätzen
  • Fach- und Führungsverantwortung als fachverantwortliche Person für Hochvolt
  • HV-Konzept und Fahrzeugtechnik im Detail
  • Organisation von Sicherheit und Gesundheit bei Arbeiten an HV-Komponenten

Praxis-Block — Sicherheitsübungen und Notfallverhalten

  • Kennzeichnung von HV-Komponenten an realen oder simulierten Fahrzeugmodellen identifizieren
  • Ablauf der Außerbetriebnahme eines HV-Systems Schritt für Schritt durchführen
  • Prüfung der Spannungsfreiheit vor Arbeitsbeginn üben
  • Rollenspiel: Meldeweg bei Unklarheiten an die fachverantwortliche Person
  • Erste-Hilfe-Handlungsschritte bei elektrischen Gefährdungen und Störlichtbögen trainieren
  • Analyse von Gefährdungsszenarien an Bordnetzen unterschiedlicher Fahrzeugtypen
  • Abgrenzung zulässiger von unzulässigen mechanischen Arbeiten anhand von Fallbeispielen
  • Organisationsablauf bei beaufsichtigten Arbeiten nachstellen
  • Umgang mit Schutzausrüstung für Arbeiten an unter Spannung stehenden Systemen
  • Bewertung unterschiedlicher HV-Energiespeicher hinsichtlich ihres Gefährdungspotenzials
  • Dokumentation eines Arbeitsauftrags nach Sicherheitsvorgaben erstellen
  • Abschlussszenario: vollständiger Sicherheitsablauf von der Gefährdungsbeurteilung bis zur Freigabe

Die drei Stufen bauen so aufeinander auf, dass Teilnehmende nicht nur Wissen anhäufen, sondern ein praktisches Sicherheitsverständnis entwickeln, das im Werkstattalltag sofort greifbar ist. Jede Stufe schließt mit einer praktischen Überprüfung der erlernten Handgriffe und Verhaltensregeln ab, bevor die nächsthöhere Qualifikationsstufe angegangen wird.

Lernziele:

  • Elektrische Gefährdungen an Hochvoltsystemen erkennen und einschätzen
  • Sicherheitsvorkehrungen gegen elektrischen Schlag und Störlichtbögen korrekt anwenden
  • Lage und Kennzeichnung von HV-Komponenten und Leitungen am Fahrzeug identifizieren
  • Zulässige mechanische Tätigkeiten am Fahrzeug von unzulässigen Arbeiten abgrenzen
  • Fahrzeuge und zugehörige Einrichtungen sicher bedienen, ohne das HV-System freizuschalten
  • Das HV-System nach Herstellervorgabe als zusätzliche Sicherungsschritt außer Betrieb nehmen
  • Arbeiten bei Unklarheiten korrekt einstellen und die zuständige Fachkraft informieren
  • Aufbau und Wirkungsweise von Bordnetzen in Elektro- und Hybridfahrzeugen verstehen
  • Sichere Arbeitsverfahren für Tätigkeiten an unter Spannung stehenden HV-Systemen anwenden
  • Arten, Aufbau und Gefährdungspotenzial von HV-Energiespeichern einordnen
  • Organisationsabläufe bei Arbeiten unter Leitung und Aufsicht einer fachverantwortlichen Person einhalten
  • Erste-Hilfe-Handlungsschritte bei elektrischen Gefährdungen sachgerecht einleiten

Für wen ist der Kurs geeignet?

Die Weiterbildung richtet sich an alle, die im Bereich Elektromobilität und Hochvolttechnik tätig sind oder ihre Kompetenzen in diesem wachsenden Feld erweitern möchten. Der gesetzliche Rahmen der Unfallversicherung macht eine entsprechende Unterweisung oder Schulung für viele Tätigkeitsfelder verpflichtend.

  • Kfz-Mechatroniker:innen, die künftig an Elektro- und Hybridfahrzeugen arbeiten
  • Service-Techniker:innen für Elektrofahrzeuge und HV-Fahrzeuge
  • Elektrofachkräfte, die ihre Qualifikation auf Fahrzeugtechnik erweitern
  • Werkstattpersonal, das mit HV-Fahrzeugen in Kontakt kommt, ohne bislang eingewiesen zu sein
  • Personen, die perspektivisch die Rolle einer fachverantwortlichen Person für Hochvolt übernehmen möchten
Voraussetzungen:

Grundkenntnisse im Kfz-Bereich, etwa aus einer Ausbildung als Kfz-Mechatroniker:in oder vergleichbarer Berufserfahrung, erleichtern den Einstieg in die Inhalte. Da die gesetzliche Unfallversicherung eine aufgabenbezogene Unterweisung beziehungsweise Schulung vorschreibt, sollten Teilnehmende bereits im Umfeld elektrischer Anlagen oder Fahrzeugtechnik tätig sein oder eine solche Tätigkeit anstreben. Für die höheren Stufen S2 und S3 ist das erfolgreiche Durchlaufen der jeweils vorherigen Stufe die fachliche Grundlage.

Wie läuft der Kurs ab und welchen Abschluss gibt es?

Die Weiterbildung findet als Präsenzunterricht in Vollzeit statt, da der sichere Umgang mit Hochvoltsystemen praktische Übung und unmittelbares Feedback erfordert. Theoretische Grundlagen zu elektrischen Gefährdungen und Sicherheitsvorkehrungen werden direkt im Anschluss an praktischen Übungen und Demonstrationen vertieft. Die stufenweise Vermittlung von S1 über S2 zu S3 folgt einem klaren didaktischen Aufbau, bei dem jede Stufe auf den zuvor erworbenen Fertigkeiten aufsetzt.

Die Weiterbildung wird in Vollzeit als Präsenzveranstaltung durchgeführt. Der Umfang richtet sich nach den zu erwerbenden Stufen S1, S2 und S3, die einzeln oder im Gesamtpaket absolviert werden können. Da praktische Übungen an Fahrzeugkomponenten einen wesentlichen Teil der Ausbildung ausmachen, ist die Präsenzform durchgehend vorgesehen.

Je nach Anbieter erhalten Teilnehmende eine Teilnahmebescheinigung, etwa des Bildungsträgers, die den erfolgreichen Abschluss der jeweiligen Hochvolt-Stufe dokumentiert. Es handelt sich um eine anbieterspezifische Bescheinigung und keine einheitliche staatliche Prüfung; die konkrete Ausgestaltung kann je nach Schulungsstelle variieren. Die Bescheinigung weist die erreichte Qualifikationsstufe (S1, S2 oder S3) nach und ist Voraussetzung für die entsprechenden Tätigkeiten an HV-Fahrzeugen.

Welche beruflichen Perspektiven bietet der Kurs?

Die Elektromobilität verändert das Anforderungsprofil im Kfz-Handwerk grundlegend. Werkstätten, Autohäuser und Serviceanbieter benötigen zunehmend Personal, das mit Hochvoltsystemen sicher umgehen kann — nicht nur aus technischer Notwendigkeit, sondern weil die gesetzliche Unfallversicherung eine entsprechende Qualifikation für viele Tätigkeiten zwingend vorschreibt. Wer die Stufen S1 bis S3 durchläuft, erschließt sich damit ein Tätigkeitsfeld, das in den kommenden Jahren weiter wachsen wird. Der stufenweise Aufbau erlaubt es, die Qualifikation exakt an das eigene Tätigkeitsprofil anzupassen: Wer nur im Umfeld von HV-Fahrzeugen arbeitet, ohne selbst Hand anzulegen, findet in S1 die passende Grundlage. Wer perspektivisch auch an freigeschalteten oder unter Spannung stehenden Komponenten arbeiten möchte, baut mit S2 und S3 gezielt darauf auf. Diese Flexibilität macht die Weiterbildung sowohl für Berufseinsteiger:innen als auch für erfahrene Kfz-Fachkräfte relevant, die ihr Aufgabenspektrum erweitern wollen. Neben der reinen Qualifikationserweiterung steigert die Schulung vor allem die Arbeitssicherheit im Betrieb: Ein korrekt geschultes Team reduziert das Risiko schwerer Unfälle im Umgang mit Hochvoltkomponenten erheblich. Betriebe, die auf Elektrofahrzeuge spezialisieren oder ihr Serviceangebot entsprechend erweitern, profitieren direkt von Mitarbeitenden, die alle drei Stufen der Hochvolt-Qualifikation nachweisen können.

Welche Förderung passt zu dir?

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Berufswege prüfen

Zugeordnete Zielberufe

Diese Tätigkeitsbezeichnungen sind dem Kursprofil zugeordnet. Prüfe, ob Inhalt, Abschluss und Zugangsvoraussetzungen zu deinem Berufsziel passen; die Zuordnung bestätigt keine vollständige Berufsqualifikation.

  • Hochvolt-Fachkraft
  • Kfz-Mechatroniker/in für Hochvolt
  • Fachverantwortliche/r für Hochvolt (FHV)
  • Service-Techniker/in für Elektrofahrzeuge
  • Elektrofachkraft Fahrzeugtechnik
  • Service-Techniker/in HV-Fahrzeuge

Vor der Kurswahl klären

  • Welche Kenntnisse und Nachweise verlangen Stellenanzeigen für dein Berufsziel?
  • Welche praktischen Aufgaben und Prüfungen sind im Lehrgang vorgesehen?
  • Wer stellt den Abschluss aus und welche formalen Voraussetzungen gelten?

Im BERUFENET der Bundesagentur für Arbeit kannst du Aufgaben und Bildungswege recherchieren.

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Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Was unterscheidet die Stufen S1, S2 und S3?

S1 qualifiziert für den unterwiesenen Umgang mit HV-Fahrzeugen ohne Eingriff am System. S2 erlaubt Tätigkeiten an zuvor freigeschalteten HV-Komponenten. S3 qualifiziert als fachkundige Person für Arbeiten direkt an unter Spannung stehenden HV-Systemen mit voller Fach- und Führungsverantwortung.

Muss ich alle drei Stufen nacheinander absolvieren?

Ja, die Stufen bauen aufeinander auf. Für S2 wird der erfolgreiche Abschluss von S1 vorausgesetzt, für S3 entsprechend der Abschluss von S2, da jede Stufe auf den zuvor erlernten Sicherheitsroutinen aufsetzt.

Ist die Weiterbildung gesetzlich vorgeschrieben?

Die gesetzliche Unfallversicherung schreibt vor, dass Beschäftigte, die mit elektrischen Anlagen zu tun haben, je nach Aufgabengebiet entsprechend unterwiesen beziehungsweise geschult sein müssen. Für viele Tätigkeiten an HV-Fahrzeugen ist eine entsprechende Qualifikation daher Voraussetzung.

In welcher Form findet die Schulung statt?

Die Weiterbildung wird in Vollzeit als Präsenzunterricht durchgeführt, da praktische Übungen an Fahrzeugkomponenten und Sicherheitsroutinen im Mittelpunkt stehen und unmittelbares Feedback erfordern.

Welchen Nachweis erhalte ich nach Abschluss?

Je nach Anbieter erhalten Sie eine Teilnahmebescheinigung, beispielsweise des Bildungsträgers, die die erreichte Qualifikationsstufe dokumentiert. Es handelt sich um eine anbieterspezifische Bescheinigung, keine einheitliche staatliche Prüfung.