Hochvolteigensichere Systeme: Stufe 1 & II – Weiterbildung
HV-Grundqualifikation Stufe 1 und II: sicheres Arbeiten an gesicherten, hochvolteigensicheren Fahrzeugsystemen – Grundlage für alle weiterführenden HV-Qualifikationen.
Auf einen Blick
Überblick
Diese Weiterbildung qualifiziert zum Fachkundigen für Hochvolteigensichere Systeme nach den Stufen 1 und II und bildet die Grundlage für den sicheren Umgang mit Hochvoltfahrzeugen in Werkstatt und Prüftätigkeit. Anders als die weiterführende Stufe 3S, die Arbeiten an unter Spannung stehenden Komponenten erlaubt, beschränkt sich diese Qualifikation bewusst auf Arbeiten an HV-Systemen, die zuvor in einen gesicherten, hochvolteigensicheren Zustand versetzt wurden. Teilnehmende erlernen elektrotechnische Grundlagen, praktisches Vorgehen bei Arbeiten an HV-Fahrzeugen sowie die rechtlichen Anforderungen der Sachkundigenprüfung.
Abschluss, Voraussetzungen und verfügbare Qualifizierungsangebote
Die folgenden Angaben stammen aus den Angeboten eines einzelnen Anbieters — es ist also kein Anbietervergleich, sondern das erfasste Angebot zu diesem Kurs. Konkrete Preise und Termine nennt der Anbieter im Beratungsgespräch.
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zu diesem Kurs erfasst
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diesem Kursprofil zugeordnete Angebote
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an 1 erfassten Orten
1 Bundesländer
inklusive Online- und Hybridangeboten, sofern vorhanden
Abschluss
Zertifikat – Sachkundenachweis, Stufe 1 und II
Mögliche Förderwege
Bildungsgutschein · Aktivierungs- und Vermittlungsgutschein · Qualifizierungschancengesetz
Lernformen
- Präsenzunterricht3×
Zeitmodelle
- Vollzeit3×
Dauer im Markt
- bis 3 Tage1×
Gemeldete Preisgruppen
- bis 500 €3×
Häufige Kursorte
- Cottbus3×
Bundesländer
- Brandenburg3×
Vermittelte Kompetenzen
- Erste Hilfe bei Stromunfällen
- Gefährdungsanalyse
- Hochvolt-Sicherheit
- Schutzmaßnahmen
- Hochvolttechnik
- Sachkundigenprüfung
Zugeordnete Zielberufe
- Fachverkäufer/Fachverkäuferin für Elektronik119.664 Stellen/12 Mon.
- Elektrofachkraft für festgelegte Tätigkeiten4.076 Stellen/12 Mon.
- Elektroniker/Elektronikerin - Prüffeld1.276 Stellen/12 Mon.
- Fachverkäufer/Fachverkäuferin für Elektro/Sanitär/Heizung/Installation153 Stellen/12 Mon.
Datenbasis: 30 diesem Kurs zugeordnete Angebote sowie die dazu veröffentlichten Termindaten, Stand 19.08.2026. Mehrere Standorte eines Trägers zählen als ein Anbieter.
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Kursinhalte & Lernziele
Das erste Modul vermittelt elektrotechnische Grundlagen als fachliches Fundament für den Umgang mit Hochvoltsystemen.
- Grundbegriffe der Elektrotechnik wie Spannung, Strom und Widerstand
- Aufbau und Funktionsweise von Hochvoltsystemen im Fahrzeug
- Fachsprache und Begriffsdefinitionen der HV-Konzepte in der Kfz-Technik
- Unterschiede zwischen Niedervolt- und Hochvoltkomponenten im Fahrzeug
- Grundprinzip des hochvolteigensicheren Zustands
- Einordnung von HV-Energiespeichern und deren Aufbau
Das zweite Modul behandelt das praktische Vorgehen bei Arbeiten an HV-Fahrzeugen und HV-Systemen im gesicherten Zustand.
- Praktisches Vorgehen bei Arbeiten an HV-Fahrzeugen
- Herstellen und Prüfen des hochvolteigensicheren Zustands
- Freischalten von HV-Systemen vor Arbeitsbeginn
- Sichern gegen unbeabsichtigtes Wiedereinschalten
- Prüfung der Spannungsfreiheit vor Arbeitsbeginn
- Dokumentation der durchgeführten Sicherungsschritte
Das dritte Modul vermittelt Gefahrenwissen, Erste Hilfe und Sicherheitsvorkehrungen für den Umgang mit elektrischem Strom.
- Gefahren von elektrischem Strom für Menschen und Fahrzeugtechnik
- Wirkungen elektrischen Stroms auf den menschlichen Körper
- Handlungsschritte der Ersten Hilfe bei elektrischen Unfällen
- Einleiten geeigneter Sicherheitsvorkehrungen vor Arbeitsbeginn
- Anforderungen an persönliche Schutzausrüstung
- Verhalten bei Verdacht auf Beschädigung eines HV-Systems
Das vierte Modul behandelt Gefährdungsanalyse, Verantwortlichkeiten sowie die gesetzlichen Vorschriften der Sachkundigenprüfung.
- Durchführung einer Gefährdungsanalyse vor HV-Arbeiten
- Zuordnung von Verantwortlichkeiten im Betrieb
- Ablauf und Anforderungen der Sachkundigenprüfung
- Relevante Gesetze und Vorschriften für Hochvoltarbeiten
- Prüfungen an gesicherten HV-Systemen fachgerecht durchführen
- Abgrenzung der eigenen Kompetenzen gegenüber Arbeiten unter Spannung
Der Praxisblock vertieft alle vier Themenfelder an Übungsfahrzeugen und HV-Komponenten.
- Herstellen eines hochvolteigensicheren Zustands an einem Übungsfahrzeug
- Prüfung der Spannungsfreiheit nach dem Freischalten
- Sicherung eines HV-Systems gegen Wiedereinschalten
- Durchführung einer Prüfung an einem gesicherten HV-System
- Anlegen persönlicher Schutzausrüstung vor einer Übungsaufgabe
- Simulation einer Ersten-Hilfe-Handlungsschritt bei einem elektrischen Unfall
- Durchführung einer Gefährdungsanalyse für ein Beispielszenario
- Dokumentation einer durchgeführten Sicherungs- und Prüfschritt
- Beantwortung von Prüfungsfragen zu Gesetzen und Vorschriften
- Einordnung eines Fallbeispiels hinsichtlich der eigenen Kompetenzgrenzen
- Diskussion von Praxisfällen aus Werkstatt und Prüftätigkeit
- Erarbeitung einer Checkliste für die tägliche Werkstattroutine mit HV-Fahrzeugen
- Abschließende praktische Lernstandskontrolle zur Sachkundenachweis-Vorbereitung
Die vier Module bauen aufeinander auf: elektrotechnisches Grundwissen, praktisches Herstellen des gesicherten Zustands, Gefahren- und Schutzwissen sowie die rechtlichen Grundlagen der Sachkundigenprüfung. Gemeinsam bilden sie die Basis, auf der die weiterführende Qualifikation für Arbeiten unter Spannung (Stufe 3S) aufbaut. Wer diese Grundlagen einmal sicher beherrscht, kann auch bei wechselnden Fahrzeugmodellen und Herstellerkonzepten zuverlässig einschätzen, welche Schritte vor jeder Arbeit an einem HV-System notwendig sind. Am Ende der Weiterbildung können Teilnehmende Hochvoltsysteme sicher in einen gesicherten Zustand versetzen, in diesem Zustand fachgerecht arbeiten und Prüfungen durchführen sowie im Notfall angemessen reagieren.
Lernziele:
- Elektrotechnische Grundlagen für den sicheren Umgang mit HV-Systemen verstehen
- Praktisches Vorgehen bei Arbeiten an HV-Fahrzeugen und HV-Systemen anwenden
- Fachsprache und Begriffsdefinitionen der HV-Konzepte in der Kfz-Technik nutzen
- Gefahren von elektrischem Strom an Hochvoltfahrzeugen einschätzen
- Handlungsschritte der Ersten Hilfe bei elektrischen Unfällen anwenden
- Sicherheitsvorkehrungen vor Arbeiten an HV-Systemen einleiten
- Anforderungen an das Herstellen eines hochvolteigensicheren Zustands umsetzen
- Gefährdungsanalysen für HV-Arbeiten durchführen
- Verantwortlichkeiten im Umgang mit HV-Systemen zuordnen
- Prüfungen an gesicherten HV-Systemen sachgerecht durchführen
- Gesetze und Vorschriften der Sachkundigenprüfung einordnen
- Die eigenen Kompetenzgrenzen gegenüber Arbeiten unter Spannung erkennen
Zielgruppe & Voraussetzungen
Die Weiterbildung richtet sich an Personen, die in Werkstatt oder Prüftätigkeit mit Hochvoltfahrzeugen in Berührung kommen und dafür eine grundlegende, anerkannte HV-Qualifikation benötigen. Sie eignet sich als Einstiegsqualifikation für alle, die später auch die weiterführende Stufe für Arbeiten unter Spannung anstreben.
- Kfz-Mechatroniker/innen mit HV-Bezug ohne bisherige HV-Qualifikation
- Elektrofachkräfte, die künftig mit Hochvoltfahrzeugen arbeiten
- Kfz-Elektriker/innen mit Interesse an Hybrid- und Elektrofahrzeugen
- Personen, die eine Sachkundigenprüfung für HV-Systeme ablegen möchten
- Fachkräfte, die perspektivisch auf die Stufe für Arbeiten unter Spannung aufbauen möchten
Für die Teilnahme an Stufe 1 und II sind keine vorherigen HV-Qualifikationen erforderlich. Vorteilhaft sind eine abgeschlossene Kfz-technische oder elektrotechnische Grundausbildung sowie praktische Erfahrung im Umgang mit Fahrzeugtechnik, da die Inhalte darauf aufbauend vertieft werden.
Ablauf & Abschluss
Der Unterricht findet als Präsenzunterricht in Vollzeit statt und verbindet elektrotechnische Theorie mit intensiven praktischen Übungen am Fahrzeug. Das Herstellen und Prüfen des hochvolteigensicheren Zustands wird so lange geübt, bis es sicher und routiniert beherrscht wird, bevor Prüfungssituationen simuliert werden.
Die Weiterbildung wird in Vollzeit als Präsenzunterricht durchgeführt und deckt in einem kompakten Curriculum vier Themenfelder ab: elektrotechnische Grundlagen, praktisches Vorgehen bei HV-Arbeiten, Gefahren- und Schutzwissen sowie die rechtlichen Grundlagen der Sachkundigenprüfung.
Die Weiterbildung schließt mit einem Zertifikat als Sachkundenachweis für Hochvolteigensichere Systeme, Stufe 1 und II, ab. Es handelt sich um eine branchenübliche Qualifizierung für Arbeiten an gesicherten HV-Systemen, nicht um die weiterführende Berechtigung für Arbeiten unter Spannung.
Nutzen & Perspektiven
Der besondere Wert dieser Weiterbildung liegt darin, dass sie den sicheren Einstieg in die Arbeit mit Hochvoltfahrzeugen ermöglicht, ohne dass bereits vorherige HV-Erfahrung vorhanden sein muss. Da immer mehr Werkstätten mit Elektro- und Hybridfahrzeugen konfrontiert sind, wird diese Grundqualifikation zunehmend zur Voraussetzung für alltägliche Werkstatttätigkeiten. Die konsequente Beschränkung auf Arbeiten am gesicherten, spannungsfreien System sorgt dafür, dass Teilnehmende ein solides Sicherheitsbewusstsein entwickeln, bevor sie – falls beruflich gewünscht – die anspruchsvollere Qualifikation für Arbeiten unter Spannung anstreben. Diese stufenweise Kompetenzentwicklung entspricht dem bundesweit etablierten Vorgehen der Branche und schützt zugleich vor der Versuchung, Arbeitsschritte ohne ausreichende Erfahrung vorzeitig auszuweiten. Auch für Werkstätten selbst zahlt sich diese Grundqualifikation aus: Mitarbeitende, die HV-Fahrzeuge sicher in einen gesicherten Zustand versetzen können, entlasten spezialisierte HV-Fachkräfte bei alltäglichen Werkstatttätigkeiten wie Inspektionen, Wartung und einfachen Prüfungen. Für den weiteren beruflichen Weg eröffnet diese Qualifikation Perspektiven als Fachkundiger für Hochvolteigensichere Systeme, Kfz-Mechatroniker mit HV-Schwerpunkt oder Elektrofachkraft für Fahrzeuge. Sie ist zugleich die notwendige Grundlage für alle, die perspektivisch die weiterführende Qualifikation für Arbeiten an unter Spannung stehenden HV-Systemen erwerben möchten.
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Arbeitsmarkt-Report
Bau- und Handwerksbetriebe melden seit 2021 anhaltenden Fachkräftemangel — besonders im Bereich energetische Sanierung, Wärmepumpen-Installation und Energieberatung. Wer auf Effizienz-Themen spezialisiert ist, profitiert direkt von KfW-Programmen und BEG-Förderung.
Zielberufe & offene Stellen
Berufe, in denen Absolvent:innen dieses Kurses typischerweise arbeiten — mit bundesweit offenen Stellen der letzten 12 Monate.
- Fachverkäufer/Fachverkäuferin für Elektronik119.664 Stellen
- Elektrofachkraft für festgelegte Tätigkeiten4.076 Stellen
- Elektroniker/Elektronikerin - Prüffeld1.276 Stellen
- Fachverkäufer/Fachverkäuferin für Elektro/Sanitär/Heizung/Installation153 Stellen
Verwandte Kurse & Alternativen
30 ähnliche Qualifizierungen & Kurse in diesem Themenfeld
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Was bedeutet "hochvolteigensicher" in diesem Kurs?
Ein HV-System gilt als hochvolteigensicher, wenn es zuvor freigeschaltet, gegen Wiedereinschalten gesichert und auf Spannungsfreiheit geprüft wurde. Nur in diesem gesicherten Zustand darf im Rahmen der Stufen 1 und II daran gearbeitet werden.
Kann ich mit dieser Qualifikation an spannungsführenden Systemen arbeiten?
Nein, Stufe 1 und II erlauben ausschließlich Arbeiten am gesicherten, spannungsfreien System. Arbeiten unter Spannung erfordern die weiterführende Qualifikation der Stufe 3S.
Brauche ich Vorkenntnisse in Elektrotechnik?
Nein, die elektrotechnischen Grundlagen werden im ersten Modul von Grund auf vermittelt. Eine Kfz-technische Vorbildung ist hilfreich, aber nicht zwingend erforderlich.
Was ist die Sachkundigenprüfung?
Die Sachkundigenprüfung ist der rechtliche Rahmen, der die Anforderungen an Personen festlegt, die eigenverantwortlich Prüfungen und Arbeiten an Hochvoltsystemen durchführen. Der Kurs bereitet gezielt auf diese Anforderungen vor.
Welchen Abschluss erhalte ich?
Sie erhalten ein Zertifikat als Sachkundenachweis für Hochvolteigensichere Systeme, Stufe 1 und II, als Grundqualifikation für den Umgang mit Hochvoltfahrzeugen.