Technik & Ingenieurwesen
3d druck

CAD-Konstruktion mit 3D-Druck – Weiterbildung

Praxisnahe Einführung in die CAD-Konstruktion mit direktem Bezug zum 3D-Druck: vom druckgerechten Modell über die Slicing-Vorbereitung bis zum fertigen additiv gefertigten Bauteil.

Auf einen Blick

DauerJe nach Anbieter und gØ am Markt
Formatflexibelflexibel
KostenMeist voll gefördertauf Anfrage / Förderung
Finanzierung über Förderung möglich – mit Bildungsgutschein bis zu 100 % förderbar*
Dieser Kurs bildet für einen offiziellen Engpassberuf aus

Überblick

Wer additive Fertigung nicht nur bedienen, sondern auch die passenden Bauteile dafür konstruieren will, braucht beides zugleich: solide CAD-Grundkenntnisse und ein Verständnis dafür, was ein 3D-Drucker aus einem digitalen Modell tatsächlich herstellen kann. Dieser Kurs verbindet beide Ebenen in einem durchgehenden Lernweg. Ausgehend von den Grundprinzipien der computergestützten Konstruktion arbeiten sich Teilnehmende bis zum druckgerechten, fertigungstauglichen Bauteil vor, inklusive Slicing, Druckvorbereitung und Nachbearbeitung. Anders als ein reiner CAD-Grundkurs endet die Ausbildung hier nicht am fertigen 3D-Modell, sondern begleitet das Bauteil bis zum realen, gedruckten Ergebnis.

Berufliche FachweiterbildungInhaltsstand 13.08.2026

Kursprofil, Marktdaten und verfügbare Lernformen

Die folgenden Angaben stammen aus den Angeboten eines einzelnen Anbieters — es ist also kein Anbietervergleich, sondern das erfasste Angebot zu diesem Kurs. Konkrete Preise und Termine nennt der Anbieter im Beratungsgespräch.

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Anbieter

1

an 2 Standorten

Angebote

2

diesem Kursprofil zugeordnete Angebote

Kommende Termine

0

Termine werden anbieterabhängig veröffentlicht

Regionen

bundesweit

inklusive Online- und Hybridangeboten, sofern vorhanden

Abschluss

Trägerinternes Zertifikat / Teilnahmebescheinigung

Mögliche Förderwege

Bildungsgutschein

Vermittelte Kompetenzen

  • CAD-Grundmodellierung
  • Design for Additive Manufacturing
  • STL-/3MF-Datenexport
  • Slicing-Software
  • Druckparameter-Einstellung
  • Nachbearbeitung von Druckteilen
  • Qualitätsprüfung gedruckter Bauteile

Zugeordnete Zielberufe

  • CAD-Anwender/in
  • Modellbauer/in
  • Prototypenbauer/in
  • Fertigungsassistent/in additive Verfahren

Datenbasis: 2 diesem Kurs zugeordnete Angebote sowie die dazu veröffentlichten Termindaten, Stand 19.08.2026. Mehrere Standorte eines Trägers zählen als ein Anbieter.

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Kursinhalte & Lernziele

Modul 1 — Grundlagen der CAD-Konstruktion Der Einstieg vermittelt die Bedienlogik einer CAD-Arbeitsumgebung und die grundlegenden Werkzeuge für die dreidimensionale Bauteilerstellung, unabhängig vom späteren Fertigungsverfahren.

  • Koordinatensysteme, Skizzenebenen und Bezugsgeometrien
  • Erstellen einfacher zweidimensionaler Skizzen mit Bemaßung
  • Umsetzung von Skizzen in dreidimensionale Volumenkörper
  • Grundfunktionen wie Extrusion, Rotation und Verrundung
  • Bearbeiten und Ändern bestehender Konstruktionen
  • Dateiformate und Exportmöglichkeiten für die Weiterverarbeitung

Modul 2 — Druckgerecht konstruieren Nicht jedes CAD-Modell lässt sich unverändert drucken. Dieser Block zeigt, worauf bereits während der Konstruktion zu achten ist, damit ein Bauteil später tatsächlich fertigungstauglich ist.

  • Mindestwandstärken und stabile Übergänge für additive Fertigung
  • Überhangwinkel und deren Auswirkung auf den Stützstrukturbedarf
  • Hohlkörper, Gitterstrukturen und Materialeinsparung im Bauteil
  • Toleranzen für bewegliche oder zusammensteckbare Bauteile
  • Anpassung von Geometrien an die Bauraumgröße des Druckers
  • Vermeidung typischer Konstruktionsfehler wie zu dünner Wandstärken

Modul 3 — Von der Datei zum Druckauftrag Zwischen fertigem CAD-Modell und laufendem Drucker steht die Slicing-Software, die aus dem dreidimensionalen Modell druckbare Schichtdaten erzeugt.

  • Import von STL- und 3MF-Dateien in die Slicing-Software
  • Ausrichtung des Bauteils auf der Druckplattform
  • Einstellung von Schichthöhe, Fülldichte und Druckgeschwindigkeit
  • Platzierung und Dimensionierung von Stützstrukturen
  • Materialauswahl passend zum gewählten Druckverfahren
  • Kontrolle der Druckzeit- und Materialverbrauchsschätzung vor dem Druck

Modul 4 — Fertigung, Nachbearbeitung und Qualitätskontrolle Der letzte inhaltliche Block begleitet das Bauteil vom laufenden Druckprozess bis zum einsatzbereiten Endprodukt.

  • Überblick über gängige Druckverfahren wie Schmelzschichtung und Harzdruck
  • Entfernen von Stützstrukturen ohne Beschädigung des Bauteils
  • Schleifen, Glätten und Nachhärten je nach Materialklasse
  • Maßhaltigkeit und Oberflächenqualität am fertigen Bauteil prüfen
  • Umgang mit typischen Druckfehlern wie Warping oder Schichtablösung
  • Dokumentation von Bauteilversionen und Druckergebnissen

Praxisblock — Eigenständige Konstruktions- und Druckprojekte

  • Konstruktion eines funktionalen Bauteils vom Erstentwurf bis zur Exportdatei
  • Anpassung eines bestehenden Modells auf reduzierten Stützstrukturbedarf
  • Vollständige Slicing-Vorbereitung eines eigenen Bauteils
  • Vergleich zweier Druckeinstellungen am selben Bauteil
  • Nachbearbeitung eines gedruckten Werkstücks bis zur Einsatzreife
  • Maßkontrolle eines gedruckten Bauteils gegen die ursprüngliche CAD-Vorgabe
  • Fehleranalyse an einem bewusst schwierig konstruierten Übungsbauteil
  • Konstruktion eines mehrteiligen, steckbaren Baugruppensystems
  • Anpassung eines Modells an unterschiedliche Materialeigenschaften
  • Dokumentation eines vollständigen Projekts von der Idee bis zum Bauteil
  • Kurzpräsentation des eigenen Projektergebnisses inklusive Konstruktionsentscheidungen
  • Rückschau der gewählten Konstruktionsstrategie anhand des gedruckten Ergebnisses

Wer diesen Weg einmal vollständig durchlaufen hat, entwickelt ein Gespür dafür, dass additive Fertigung kein reiner Knopfdruck ist, sondern maßgeblich von Entscheidungen abhängt, die schon lange vor dem eigentlichen Druck in der Konstruktion getroffen werden. Genau dieses Zusammenspiel aus digitalem Entwurf und physischem Ergebnis unterscheidet den Kurs von reinen Software-Schulungen. Die Praxisprojekte sind bewusst so angelegt, dass Teilnehmende nicht nur einzelne Werkzeuge isoliert üben, sondern den gesamten Weg von der ersten Skizze bis zum fertigen, geprüften Bauteil selbst gestalten und dabei eigene Entscheidungen treffen und deren Auswirkungen unmittelbar am Druckergebnis erleben.

Lernziele:

  • Grundlegende Bedienkonzepte von CAD-Software für die dreidimensionale Konstruktion anwenden
  • Einfache bis mittelkomplexe Bauteile parametrisch oder im Freiformverfahren modellieren
  • Konstruktionsprinzipien für additive Fertigung (Design for Additive Manufacturing) verstehen und anwenden
  • Wandstärken, Überhänge und Stützstrukturbedarf bereits in der Konstruktionsphase berücksichtigen
  • Bauteile für den 3D-Druck in gängige Austauschformate wie STL oder 3MF exportieren
  • Slicing-Software zur Aufbereitung von Druckdaten bedienen
  • Druckparameter wie Schichthöhe, Füllgrad und Stützstrukturen situationsgerecht einstellen
  • Unterschiedliche 3D-Druckverfahren und deren Eignung für ein gegebenes Bauteil einschätzen
  • Materialeigenschaften verschiedener Druckwerkstoffe bei der Konstruktion berücksichtigen
  • Gedruckte Bauteile fachgerecht nachbearbeiten und auf Maßhaltigkeit prüfen
  • Typische Konstruktions- und Druckfehler erkennen und gezielt beheben

Zielgruppe & Voraussetzungen

Der Kurs richtet sich an Personen, die einen praxisnahen Einstieg in CAD-Konstruktion mit direktem Bezug zur additiven Fertigung suchen und dabei sowohl den digitalen Entwurf als auch das physische Ergebnis im Blick behalten wollen.

  • Quereinsteiger/innen mit technischem Interesse ohne CAD-Vorerfahrung
  • Modellbauer/innen und Hobbyisten mit Interesse an professionellerer Arbeitsweise
  • Fachkräfte aus Handwerk oder Fertigung, die additive Verfahren in ihren Arbeitsalltag integrieren möchten
  • Arbeitsuchende, die sich für Tätigkeiten an der Schnittstelle von CAD und 3D-Druck qualifizieren wollen
Voraussetzungen:

Erforderlich sind grundlegende Computerkenntnisse sowie ein räumliches Vorstellungsvermögen für dreidimensionale Objekte. Vorkenntnisse in CAD-Software oder im 3D-Druck sind nicht notwendig, da beide Themenfelder von Grund auf aufgebaut werden. Ein technisches Grundinteresse erleichtert den Einstieg in die Konstruktionsübungen.

Ablauf & Abschluss

Der Kurs arbeitet konsequent projektbasiert: Nach einer kurzen fachlichen Einführung folgt jeweils die unmittelbare Umsetzung am eigenen CAD-Modell, sodass Konstruktionsentscheidungen direkt an konkreten Bauteilen nachvollzogen werden. Praktische Übungen an Computerarbeitsplätzen wechseln sich mit der Arbeit an Slicing-Software ab, wo verfügbar auch mit realen Druckergebnissen.

Umfang und zeitliche Organisation richten sich nach dem jeweiligen Kursanbieter und reichen von kompakten Intensivformaten bis zu berufsbegleitenden Varianten. Sowohl Präsenz- als auch onlinegestützte Anteile sind je nach Anbieter üblich.

Der Kurs schließt mit einer trägerinternen Teilnahmebescheinigung beziehungsweise einem Zertifikat ab, das die erworbenen Kenntnisse in CAD-Konstruktion und additiver Fertigung dokumentiert. Eine staatlich genormte Prüfung ist mit dem Kurs nicht verbunden.

Nutzen & Perspektiven

Additive Fertigung hat sich vom Nischenverfahren zu einem festen Bestandteil vieler Entwicklungs-, Prototypen- und Kleinserienprozesse entwickelt. Wer sowohl konstruieren als auch drucken kann, muss Aufgaben nicht zwischen unterschiedlichen Stellen aufteilen, sondern versteht den gesamten Weg vom Entwurf bis zum physischen Bauteil aus einer Hand. Besonders wertvoll ist dabei das Verständnis für druckgerechtes Konstruieren: Wer schon in der CAD-Phase weiß, welche Wandstärken, Überhänge und Toleranzen ein Bauteil später überhaupt druckbar machen, spart im späteren Berufsalltag Iterationsschleifen, die sonst erst nach einem gescheiterten Druckversuch auffallen würden. Für den Einstieg in Tätigkeitsfelder rund um Prototypenbau, Modellbau oder additive Fertigung bietet der Kurs damit eine Grundlage, die über die reine Softwarebedienung hinausgeht und stattdessen den kompletten Prozess von der ersten Idee bis zum fertigen, geprüften Bauteil vermittelt.

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Arbeitsmarkt-Report

Konstruktion, CAD und industrielle Fertigung sind durchgehend gefragt — die Transformation Richtung E-Mobilität, Energietechnik und Industrie 4.0 schafft zusätzliche Spezialisten-Rollen. CAD-/Simulation-Software-Kenntnisse sind Türöffner.

Einstieg (0-2 J.):38.000–46.000 €
Mittel (3-7 J.):50.000–65.000 €
Senior (8+ J.):68.000–88.000 €

Offene Stellen

52.000+ bundesweit
Quellen: BA-Engpassanalyse, Statistisches Bundesamt, StepStone Gehaltsreport.

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Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Brauche ich Vorerfahrung mit CAD-Software?

Nein, der Kurs beginnt bei den Grundlagen der dreidimensionalen Konstruktion. Vorkenntnisse in CAD oder 3D-Druck sind nicht erforderlich.

Lerne ich auch, wie man einen 3D-Drucker bedient?

Der Schwerpunkt liegt auf der druckgerechten Konstruktion und der Aufbereitung von Druckdaten über Slicing-Software. Je nach Anbieter kommen auch reale Druckergebnisse zum Einsatz.

Welche Druckverfahren werden behandelt?

Der Kurs vermittelt einen Überblick über gängige additive Fertigungsverfahren wie Schmelzschichtung und harzbasierte Verfahren sowie deren jeweilige Eignung für unterschiedliche Bauteile.

Endet der Kurs mit einer offiziellen Prüfung?

Nein, der Abschluss erfolgt über ein trägerinternes Zertifikat beziehungsweise eine Teilnahmebescheinigung, keine staatlich genormte Prüfung.

Für wen eignet sich dieser Kurs besonders?

Er richtet sich an technisch interessierte Quereinsteiger/innen ebenso wie an Modellbauer/innen und Fachkräfte, die additive Fertigung in ihren Arbeitsalltag integrieren möchten.