TIA Aufbaukurs: Siemens TIA Portal vertiefen
Aufbauwissen im Siemens TIA Portal: Auffrischung von KOP und FUP, Einsatz von Funktionen, Daten- und Funktionsbausteinen, Analogwertverarbeitung sowie strukturierte Fehlersuche an den Steuerungsfamilien S7-300/400 und S7-1200/1500.
Auf einen Blick
Überblick
Der TIA Aufbaukurs richtet sich an Personen, die bereits über Grundkenntnisse im Siemens TIA Portal verfügen und diese gezielt vertiefen möchten. Im Mittelpunkt stehen die Arbeitsweise der SIMATIC-Automatisierungsgeräte der Familien S7-1200/1500 und S7-300/400, der sichere Umgang mit den Programmiersprachen Kontaktplan (KOP) und Funktionsplan (FUP) sowie der Einsatz von Funktionen, Datenbausteinen und Funktionsbausteinen. Ein zweiter Schwerpunkt liegt auf der Analogwertverarbeitung und dem Einsatz von Multiinstanzen, ein dritter auf der systematischen Diagnose und Fehlersuche in bestehenden S7-Programmen. Der Kurs verbindet dabei durchgehend theoretische Auffrischung mit unmittelbarer praktischer Anwendung an typischen Automatisierungsaufgaben.
Kompetenzen, Lernformen und Angebote für dieses Praxistraining
Die folgenden Angaben stammen aus den Angeboten eines einzelnen Anbieters — es ist also kein Anbietervergleich, sondern das erfasste Angebot zu diesem Kurs. Konkrete Preise und Termine nennt der Anbieter im Beratungsgespräch.
Zu diesem Kurs ist bisher ein Anbieter erfasst. Wenn du eine Anfrage stellst, prüfen wir zusätzlich vergleichbare Kurse anderer Anbieter.
1
an 2 Standorten
1
diesem Kursprofil zugeordnete Angebote
2
an 1 erfassten Orten
2 Bundesländer
inklusive Online- und Hybridangeboten, sofern vorhanden
Abschluss
Trägerinterne Teilnahmebescheinigung
Mögliche Förderwege
Bildungsgutschein · Aktivierungs- und Vermittlungsgutschein · Qualifizierungschancengesetz
Lernformen
- Präsenzunterricht100 %
Zeitmodelle
- Vollzeit100 %
Dauer im Markt
- bis 3 Tage6×
Gemeldete Preisgruppen
- 1.000–5.000 €8×
Häufige Kursorte
- Köln8×
Bundesländer
- Nordrhein-Westfalen6×
Nächste erfasste Starttermine
- 05.10.2026 · KölnPräsenzunterricht · Vollzeit
- 14.12.2026 · KölnPräsenzunterricht · Vollzeit
Vermittelte Kompetenzen
- Siemens TIA Portal
- STEP 7
- Kontaktplan (KOP)
- Funktionsplan (FUP)
- SIMATIC S7-1200/1500
- SIMATIC S7-300/400
- Analogwertverarbeitung
- Multiinstanzen
- Fehlerdiagnose
Zugeordnete Zielberufe
- CNC-Fachkraft/NC-Anwendungsfachmann / CNC-Fachkraft/NC-Anwendungsfachfrau3.314 Stellen/12 Mon.
- SPS-Fachkraft1.059 Stellen/12 Mon.
- SPS-Ingenieur/SPS-Ingenieurin352 Stellen/12 Mon.
- Assistent/Assistentin für Informatik (technische Informatik)78 Stellen/12 Mon.
Datenbasis: 72 diesem Kurs zugeordnete Angebote sowie die dazu veröffentlichten Termindaten, Stand 19.08.2026. Mehrere Standorte eines Trägers zählen als ein Anbieter.
Kein Anbieter kann sich bei uns eine Platzierung oder Empfehlung kaufen.
Kursinhalte & Lernziele
Der erste Themenblock frischt die Programmkenntnisse im TIA Portal auf und stellt sicher, dass alle Teilnehmenden auf einem einheitlichen Kenntnisstand in KOP und FUP starten, bevor komplexere Themen folgen.
- Arbeitsweise der SIMATIC-Automatisierungsgeräte S7-1200/1500 und S7-300/400
- Auffrischung des Kenntnisstands von STEP7 TIA in Kontaktplan (KOP) und Funktionsplan (FUP)
- Einsatz und Erzeugung von Funktionen (FC)
- Umgang mit Datentypen und PLC-Datentypen (UDT)
- Einsatz und Erzeugung von Datenbausteinen (DB) und Funktionsbausteinen (FB)
- Vergleich der Programmiersprachen KOP und FUP hinsichtlich Lesbarkeit und Einsatzgebiet
- Strukturierung größerer Programme über mehrere Funktionen und Bausteine hinweg
Der zweite Block vertieft die Analogwertverarbeitung sowie den Einsatz von Multiinstanzen und Pointern anhand eines durchgängigen Praxisbeispiels.
- Erstellen eines vollständigen Testprogramms, etwa für eine Transportbandanlage
- Einlesen und Ausgeben normierter Analogwerte
- Schreiben eines Multiinstanz-Funktionsbausteins, etwa für einen Motor mit Rechts-/Linkslauf
- Umgang mit Pointern im Kontext der Analogwertverarbeitung
- strukturierte Einbindung analoger Signale in bestehende Programmarchitekturen
- Skalierung und Normierung von Analogsignalen aus unterschiedlichen Sensortypen
- Aufbau wiederverwendbarer Multiinstanz-Bausteine für mehrere gleichartige Anlagenteile
Der dritte Block widmet sich der Diagnose, Fehlersuche und dem systematischen Programmtest, die im Betrieb automatisierter Anlagen eine zentrale Rolle spielen.
- Fehlersuche und Diagnose mit den Bordmitteln von STEP7 TIA
- Erläuterung der S7-E/A-Baugruppen und deren Austausch im Fehlerfall
- optimierte, strukturierte Fehlersuche in einem bestehenden S7-Programm
- Auswertung von Diagnosemeldungen zur gezielten Eingrenzung von Fehlerursachen
- Vorgehensweisen zur Absicherung eines Programms gegen wiederkehrende Fehlerbilder
- Einsatz von Beobachtungs- und Steuerungstabellen zur Live-Diagnose im laufenden Betrieb
- Nachvollziehen von Signalpfaden zwischen E/A-Baugruppe und Programmlogik
Im begleitenden Praxisteil setzen die Teilnehmenden das erarbeitete Wissen unmittelbar an konkreten Automatisierungsaufgaben um, sodass Theorie und Anwendung eng miteinander verzahnt bleiben.
- Aufbau eines Testprogramms für eine Transportbandanlage von Grund auf
- Programmierung und Test eines Multiinstanz-Funktionsbausteins für einen Rechts-/Linkslauf-Motor
- Einlesen realer oder simulierter Analogwerte und deren Normierung im Programm
- Erstellung und Test eigener Funktionen (FC) an praxisnahen Aufgabenstellungen
- Aufbau von Datenbausteinen (DB) für ein mehrteiliges Automatisierungsprojekt
- gezielte Einführung von Fehlern in ein Testprogramm zu Übungszwecken
- systematische Fehlersuche im eigenen oder einem bereitgestellten S7-Programm
- Austausch und Prüfung einer simulierten S7-E/A-Baugruppe im Fehlerfall
- Vergleich unterschiedlicher Diagnosewerkzeuge innerhalb von STEP7 TIA
- Optimierung eines bestehenden Programms hinsichtlich Übersichtlichkeit und Wartbarkeit
- Dokumentation der eigenen Fehlersuche und der ergriffenen Handlungsschritte
- Abschlussdiskussion typischer Fehlerbilder aus der betrieblichen Praxis
Der Kurs baut damit konsequent auf vorhandenen TIA-Portal-Grundkenntnissen auf und führt diese in Richtung praxisnaher Automatisierungsprojekte weiter. Die enge Verzahnung von Programmierung, Analogwertverarbeitung und Fehlersuche spiegelt typische Aufgabenstellungen wider, wie sie in der Instandhaltung und im Anlagenbetrieb regelmäßig auftreten.
Lernziele:
Nach erfolgreichem Abschluss dieses Kurses beherrschen die Teilnehmenden folgende Kompetenzen.
- die Arbeitsweise der SIMATIC-Automatisierungsgeräte S7-1200/1500 und S7-300/400 sicher einordnen
- Programme in STEP7 TIA in den Sprachen KOP und FUP lesen, anpassen und erweitern
- Funktionen (FC) gezielt einsetzen und selbst erzeugen
- Datentypen und PLC-Datentypen (UDT) korrekt anwenden
- Datenbausteine (DB) und Funktionsbausteine (FB) einsetzen und erzeugen
- normierte Analogwerte einlesen und ausgeben
- Multiinstanz-Funktionsbausteine schreiben und in der Praxis anwenden
- ein vollständiges Testprogramm für eine typische Anlage wie eine Transportbandanlage erstellen
- Fehlersuche und Diagnose systematisch mit STEP7 TIA durchführen
- S7-E/A-Baugruppen erläutern und im Fehlerfall fachgerecht austauschen
- ein bestehendes S7-Programm strukturiert auf Fehler hin analysieren
- die Fehlersuche in umfangreicheren Programmen zeiteffizient organisieren
Zielgruppe & Voraussetzungen
Der Kurs richtet sich an Personen mit vorhandenen Grundkenntnissen im Siemens TIA Portal, die ihre Programmier- und Diagnosefähigkeiten gezielt auf ein höheres Niveau bringen möchten.
- SPS-Programmiererinnen und -Programmierer mit ersten TIA-Portal-Erfahrungen
- Inbetriebnehmerinnen und Inbetriebnehmer, die Automatisierungsanlagen in Betrieb nehmen
- Elektrofachkräfte, die sich auf SPS-Technik spezialisieren möchten
- Automatisierungstechnikerinnen und -techniker, die ihr Fehlersuche-Know-how vertiefen wollen
- Instandhalterinnen und Instandhalter, die S7-Programme im laufenden Betrieb analysieren und anpassen
Vorausgesetzt werden solide Grundkenntnisse im Siemens TIA Portal sowie ein grundlegendes Verständnis der Programmiersprachen Kontaktplan (KOP) und Funktionsplan (FUP). Erfahrung im Umgang mit den SIMATIC-Steuerungsfamilien S7-300/400 oder S7-1200/1500 ist von Vorteil. Grundlegendes technisches Verständnis für elektrotechnische und automatisierungstechnische Zusammenhänge wird ebenfalls erwartet. Wer bereits einfache FC- oder FB-Bausteine erstellt hat, kann die im Kurs vermittelten Aufbauinhalte deutlich schneller auf eigene Projekte übertragen.
Ablauf & Abschluss
Der Kurs findet als Präsenzunterricht in Vollzeit statt und kombiniert kompakte theoretische Auffrischungen mit umfangreichen praktischen Übungen direkt am TIA Portal. Anhand eines durchgängigen Praxisbeispiels wie einer Transportbandanlage erarbeiten die Teilnehmenden Schritt für Schritt komplexere Programmstrukturen, während gezielt eingebaute Fehler die systematische Diagnosearbeit trainieren. Der enge Praxisbezug sorgt dafür, dass die erarbeiteten Fähigkeiten unmittelbar auf reale Automatisierungsprojekte übertragbar sind. Da die Übungen an realer oder realitätsnah simulierter Hardware stattfinden, erleben die Teilnehmenden auch, wie sich Programmänderungen unmittelbar auf das Verhalten der Anlage auswirken.
Der Kurs wird als kompaktes Vollzeit-Präsenzformat angeboten. Die drei Themenblöcke – Auffrischung, Analogwertverarbeitung mit Multiinstanzen sowie Diagnose und Fehlersuche – bauen unmittelbar aufeinander auf, sodass der Kurs in einem zusammenhängenden Zeitraum ohne größere Unterbrechungen absolviert wird. Die kompakte Taktung eignet sich besonders für Teilnehmende, die ihr TIA-Portal-Wissen in kurzer Zeit gezielt auf Aufbauniveau bringen möchten, ohne den Praxisbezug zu verlieren.
Der Kurs schließt mit einer trägerinternen Teilnahmebescheinigung ab, die die erarbeiteten Aufbaukenntnisse im Siemens TIA Portal dokumentiert. Es handelt sich um keine herstellerseitige Siemens-Zertifizierung, sondern um einen internen Nachweis des Kursanbieters über die im Kurs vermittelten Programmier- und Diagnosefähigkeiten.
Nutzen & Perspektiven
Vertiefte TIA-Portal-Kenntnisse in den Bereichen Funktionsbausteine, Analogwertverarbeitung und Fehlersuche zählen zu den gefragtesten Fähigkeiten in der industriellen Automatisierung, da nahezu jede moderne Fertigungs- oder Prozessanlage auf SIMATIC-Steuerungen der Familien S7-300/400 oder S7-1200/1500 basiert. Wer strukturierte Fehlersuche und den Einsatz von Multiinstanzen beherrscht, kann Stillstandzeiten in der Produktion spürbar verkürzen und wird damit für Instandhaltung und Inbetriebnahme zu einer besonders wertvollen Fachkraft. Der Kurs schließt zudem eine typische Lücke zwischen Grundlagenwissen und komplexeren Automatisierungsprojekten: Während Einsteigerkurse meist bei einfachen Programmstrukturen enden, vermittelt dieser Aufbaukurs gezielt die Fähigkeiten, die im betrieblichen Alltag bei der Erweiterung, Wartung und Fehlerbehebung bestehender Anlagen tatsächlich gebraucht werden. Durch die enge Anlehnung an reale Automatisierungsaufgaben wie Transportbandanlagen oder Motorsteuerungen können die Teilnehmenden das Gelernte unmittelbar auf ihre eigenen betrieblichen Anlagen übertragen, ohne den Umweg über rein theoretische Übungsbeispiele gehen zu müssen. Auch für die Zusammenarbeit im Team zahlt sich das vertiefte Wissen aus: Wer Datenbausteine, Funktionsbausteine und Multiinstanzen konsequent strukturiert einsetzt, hinterlässt Programme, die auch von Kolleginnen und Kollegen leichter nachvollzogen, erweitert und im Fehlerfall schneller diagnostiziert werden können. Diese Übersichtlichkeit reduziert Reibungsverluste bei Schichtübergaben und im Zusammenspiel zwischen Programmierung, Inbetriebnahme und Instandhaltung.
Welche Förderung passt zu dir?
Finde in 30 Sekunden heraus, ob dir ein Bildungsgutschein oder andere Zuschüsse zustehen. Kostenlos & ohne Anmeldung.
Arbeitsmarkt-Report
Konstruktion, CAD und industrielle Fertigung sind durchgehend gefragt — die Transformation Richtung E-Mobilität, Energietechnik und Industrie 4.0 schafft zusätzliche Spezialisten-Rollen. CAD-/Simulation-Software-Kenntnisse sind Türöffner.
Zielberufe & offene Stellen
Berufe, in denen Absolvent:innen dieses Kurses typischerweise arbeiten — mit bundesweit offenen Stellen der letzten 12 Monate.
- CNC-Fachkraft/NC-Anwendungsfachmann / CNC-Fachkraft/NC-Anwendungsfachfrau3.314 Stellen
- SPS-Fachkraft1.059 Stellen
- SPS-Ingenieur/SPS-Ingenieurin352 Stellen
- Assistent/Assistentin für Informatik (technische Informatik)78 Stellen
Verwandte Kurse & Alternativen
30 ähnliche Qualifizierungen & Kurse in diesem Themenfeld
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Welche Vorkenntnisse benötige ich für den TIA Aufbaukurs?
Vorausgesetzt werden solide Grundkenntnisse im Siemens TIA Portal sowie ein grundlegendes Verständnis der Programmiersprachen Kontaktplan (KOP) und Funktionsplan (FUP). Erfahrung mit den SIMATIC-Steuerungsfamilien ist von Vorteil.
Für welche Steuerungsfamilien ist der Kurs relevant?
Der Kurs behandelt die Arbeitsweise der SIMATIC-Automatisierungsgeräte S7-1200/1500 sowie der älteren Familie S7-300/400 und vermittelt damit Wissen, das auf beiden Steuerungsgenerationen anwendbar ist.
Was lerne ich zur Fehlersuche im Kurs?
Ein eigener Themenblock widmet sich der systematischen Diagnose und Fehlersuche mit STEP7 TIA, dem Umgang mit S7-E/A-Baugruppen im Fehlerfall sowie der strukturierten Fehlersuche in bestehenden S7-Programmen.
Was sind Multiinstanzen und warum werden sie im Kurs behandelt?
Multiinstanz-Funktionsbausteine ermöglichen es, mehrere gleichartige Funktionseinheiten wie Motoren mit Rechts-/Linkslauf effizient in einem Baustein zu verwalten. Der Kurs übt das Schreiben solcher Bausteine an einem praxisnahen Beispiel.
Welchen Abschluss erhalte ich nach dem TIA Aufbaukurs?
Der Kurs schließt mit einer trägerinternen Teilnahmebescheinigung ab, die die vertieften TIA-Portal-Kenntnisse dokumentiert. Es handelt sich nicht um eine offizielle Siemens-Zertifizierung.