Technik & Ingenieurwesen
softwareentwicklung

SPS-Programmierer SIMATIC TIA-Portal – Kurs

Praxisorientierte Weiterbildung zum SPS-Programmierer im Siemens TIA Portal — von Hardwarekonfiguration über KOP/FUP/SCL-Programmierung bis zur HMI-Visualisierung mit S7-1200/1500.

Auf einen Blick

DauerVollzeitØ am Markt
Formatflexibelflexibel
KostenMeist voll gefördertauf Anfrage / Förderung
Finanzierung über Förderung möglich – mit Bildungsgutschein bis zu 100 % förderbar*
Dieser Kurs bildet für einen offiziellen Engpassberuf aus

Überblick

Speicherprogrammierbare Steuerungen sind das Herzstück moderner Automatisierungsanlagen, und das Siemens TIA Portal hat sich als zentrale Entwicklungsumgebung dafür etabliert. Diese Weiterbildung führt Schritt für Schritt in die SPS-Programmierung mit dem TIA Portal ein — von den Grundlagen speicherprogrammierbarer Steuerungen über die Programmierung in KOP, FUP und SCL bis zur Visualisierung von Prozessen mit HMI-Geräten. Ein zusammenhängendes Praxisprojekt am Ende des Lehrgangs bringt alle Inhalte in einer realitätsnahen Automatisierungsaufgabe zusammen.

Software- & PraxistrainingInhaltsstand 02.07.2026

Kompetenzen, Lernformen und Angebote für dieses Praxistraining

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Anbieter

1

an 2 Standorten

Angebote

1

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Kommende Termine

0

an 4 erfassten Orten

Regionen

3 Bundesländer

inklusive Online- und Hybridangeboten, sofern vorhanden

Abschluss

sonstiges

Mögliche Förderwege

Bildungsgutschein · Aktivierungs- und Vermittlungsgutschein · Qualifizierungschancengesetz

Lernformen

  • Combined Learning100 %

Zeitmodelle

  • Vollzeit100 %

Gemeldete Preisgruppen

  • 1.000–5.000 €13×

Häufige Kursorte

  • Sylt
  • Kassel
  • Norderstedt
  • Bergisch Gladbach

Bundesländer

  • Schleswig-Holstein
  • Nordrhein-Westfalen
  • Hessen

Vermittelte Kompetenzen

  • SIMATIC TIA Portal
  • Siemens S7-1200 / S7-1500
  • KOP (Kontaktplan)
  • FUP (Funktionsplan)
  • SCL (Structured Control Language)
  • PLCSIM-Simulation
  • HMI-Programmierung
  • Online-Diagnose und Fehlersuche

Zugeordnete Zielberufe

  • Automatisierungstechniker1.736 Stellen/12 Mon.
  • Software-Architect865 Stellen/12 Mon.
  • SPS-Ingenieur/SPS-Ingenieurin352 Stellen/12 Mon.
  • SPS-Programmierer245 Stellen/12 Mon.
  • Steuerungstechniker240 Stellen/12 Mon.
  • Assistent/Assistentin für Informatik (technische Informatik)78 Stellen/12 Mon.

Datenbasis: 60 diesem Kurs zugeordnete Angebote sowie die dazu veröffentlichten Termindaten, Stand 19.08.2026. Mehrere Standorte eines Trägers zählen als ein Anbieter.

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Kursinhalte & Lernziele

Modul 1 — Einführung in die Automatisierung Der Lehrgang beginnt mit dem konzeptionellen und technischen Fundament. Teilnehmende lernen, wie speicherprogrammierbare Steuerungen aufgebaut sind, welche Rolle sie in Automatisierungsanlagen spielen und wie sich die Siemens-SIMATIC-Familie strukturiert.

  • Grundlagen und Funktionsprinzip speicherprogrammierbarer Steuerungen
  • Aufbau und Komponenten von Siemens-SIMATIC-Steuerungen
  • Überblick über das TIA Portal und seine Benutzeroberfläche
  • Projektstruktur, Hardwarekonfiguration und Netzwerkeinbindung
  • Unterschiede zwischen S7-1200, S7-1500 und ET200-Systemen
  • Sicherheits- und Kommunikationsgrundlagen in Automatisierungsnetzwerken
  • Projektorganisation und Datenmanagement im TIA Portal

Modul 2 — Programmierung im TIA Portal Das Herzstück der Weiterbildung ist die praktische Programmierarbeit im TIA Portal. Teilnehmende lernen alle drei zentralen Programmiersprachen kennen — den grafischen Kontaktplan, den Funktionsplan sowie die textbasierte, strukturierte Sprache SCL — und setzen sie in eigenen Programmbausteinen um.

  • Erstellung und Verwaltung von SPS-Projekten im TIA Portal
  • Programmierung in Kontaktplan (KOP), Funktionsplan (FUP) und SCL
  • Einsatz von Funktionen, Funktionsbausteinen und Datenbausteinen
  • Anwendung von Zählern, Timern und Analogwertverarbeitung
  • Erstellung modularer, strukturierter Programme statt monolithischer Codeblöcke
  • Simulation und Test von Programmen mit PLCSIM vor der Hardware-Inbetriebnahme
  • Online-Diagnose, Fehlersuche und Projektoptimierung im laufenden Betrieb

Modul 3 — HMI- und Prozessvisualisierung Eine funktionierende Steuerung braucht eine verständliche Bedienoberfläche. Dieser Block vermittelt, wie Bedien- und Anzeigebilder für HMI-Geräte gestaltet und mit der SPS-Logik verknüpft werden, sodass Anlagenzustände in Echtzeit sichtbar und steuerbar werden.

  • Einführung in die Visualisierung mit HMI-Geräten
  • Gestaltung von Bedien- und Anzeigebildern
  • Verknüpfung von Variablen zwischen SPS und HMI
  • Aufbau von Alarm-, Melde- und Steuerungsfunktionen
  • Test und Simulation der Benutzeroberfläche vor der Inbetriebnahme
  • Integration von HMI-Projekten in die übergeordnete SPS-Steuerung
  • Dokumentation und Datensicherung von HMI-Projekten

Modul 4 — Praxisprojekt: Automatisierung von der Planung bis zur Dokumentation Der abschließende Block führt alle bisher erlernten Fertigkeiten in einem eigenständigen Automatisierungsprojekt zusammen. Teilnehmende planen, programmieren, testen und dokumentieren eine Anlagensteuerung inklusive Visualisierung.

  • Planung und Konzeption eines eigenen Automatisierungsprojekts
  • Programmierung, Test und Simulation im TIA Portal
  • Erstellung einer passenden HMI-Visualisierung
  • Systematische Fehlersuche und Optimierung des Gesamtprojekts
  • Projektdokumentation und Abschlusspräsentation

Praxisblock — Programmieraufgaben aus dem Automatisierungsalltag Über den gesamten Lehrgang hinweg wird theoretisches Wissen unmittelbar in praktische Programmieraufgaben überführt, die typische Situationen aus der Anlagenautomatisierung abbilden.

  • Hardwarekonfiguration für eine S7-1200-Steuerung anlegen
  • Kontaktplan-Programm für eine einfache Motorsteuerung erstellen
  • Funktionsplan für eine Verriegelungslogik entwickeln
  • SCL-Baustein für eine komplexere Berechnungslogik programmieren
  • Zähler- und Timer-Bausteine in ein Ablaufprogramm integrieren
  • Datenbaustein für die strukturierte Speicherung von Prozesswerten anlegen
  • Programm mit PLCSIM vor der Übertragung auf reale Hardware testen
  • Online-Diagnose zur Eingrenzung eines simulierten Fehlers durchführen
  • Bedienbild für eine Transportanlage im HMI-Editor gestalten
  • Alarmfunktion für eine Grenzwertüberschreitung konfigurieren
  • HMI-Variablen mit SPS-Datenbausteinen verknüpfen
  • Abschlussprojekt einer kompletten Anlagensteuerung dokumentieren

Der modulare Aufbau — von der Automatisierungstheorie über die Programmierung bis zur Visualisierung — sorgt dafür, dass Teilnehmende am Ende nicht nur einzelne Techniken beherrschen, sondern ein vollständiges Automatisierungsprojekt eigenständig umsetzen können. Der hohe Praxisanteil, insbesondere im abschließenden Projektmodul, unterscheidet diesen Lehrgang von rein theoretischen Einführungen in die SPS-Technik.

Lernziele:

  • Grundlagen und Funktionsweise speicherprogrammierbarer Steuerungen (SPS) erklären
  • Aufbau und Komponenten von Siemens-SIMATIC-Steuerungen einordnen
  • Sich im TIA Portal und seiner Benutzeroberfläche sicher bewegen
  • Projektstrukturen, Hardwarekonfiguration und Netzwerke anlegen
  • Unterschiede zwischen S7-1200, S7-1500 und ET200-Systemen benennen
  • SPS-Programme in Kontaktplan (KOP) und Funktionsplan (FUP) erstellen
  • Strukturierte Steuerungssprache (SCL) für komplexere Programmlogik einsetzen
  • Funktionsbausteine, Datenbausteine, Zähler und Timer gezielt einsetzen
  • Programme mit PLCSIM simulieren und testen, bevor sie auf reale Hardware übertragen werden
  • Online-Diagnose zur Fehlersuche und Projektoptimierung nutzen
  • Bedien- und Anzeigebilder für HMI-Geräte gestalten und mit der SPS verknüpfen
  • Ein vollständiges Automatisierungsprojekt von der Planung bis zur Dokumentation umsetzen

Zielgruppe & Voraussetzungen

Die Weiterbildung richtet sich an technische Fachkräfte, die Automatisierungsaufgaben mit dem Siemens TIA Portal übernehmen oder ihre bestehenden SPS-Kenntnisse strukturiert vertiefen möchten.

  • Diplomingenieure und Techniker aus dem Bereich Automatisierungstechnik
  • Konstrukteure und technische Zeichner mit Bezug zu Steuerungstechnik
  • Produktdesigner mit Interesse an automatisierten Fertigungsprozessen
  • Werkzeugmacher und Industriemechaniker mit Weiterbildungsinteresse
  • Fachkräfte aus anderen Branchen, die in die Automatisierungstechnik einsteigen möchten
Voraussetzungen:

Ein technisches Grundverständnis, etwa aus einer handwerklichen oder ingenieurtechnischen Ausbildung, erleichtert den Einstieg in die Weiterbildung erheblich. Vorkenntnisse in der SPS-Programmierung sind nicht zwingend erforderlich, da der Lehrgang mit den Grundlagen speicherprogrammierbarer Steuerungen beginnt. Grundlegende Kenntnisse im Umgang mit Computern und technischer Software werden für die Arbeit im TIA Portal vorausgesetzt.

Ablauf & Abschluss

Die Weiterbildung wird im Combined-Learning-Format in Vollzeit durchgeführt und kombiniert theoretische Einführungen mit intensiver praktischer Arbeit direkt im TIA Portal. Programmieraufgaben werden zunächst in der Simulation mit PLCSIM erprobt, bevor Prinzipien der Online-Diagnose und Fehlersuche an realitätsnahen Szenarien vertieft werden. Das abschließende Praxisprojekt bündelt alle Lerninhalte in einer eigenständigen Automatisierungsaufgabe.

Die Weiterbildung wird in Vollzeit durchgeführt und gliedert sich in vier aufeinander aufbauende Module — von der Automatisierungstheorie über die Programmierung im TIA Portal und die HMI-Visualisierung bis zum abschließenden Praxisprojekt. Der Programmieranteil nimmt mit fortschreitendem Kursverlauf kontinuierlich zu.

Für diesen Lehrgang liegt keine Angabe zu einem eigenständigen Abschluss oder Zertifikat vor. Teilnehmende erwerben praktische Programmierkompetenz im TIA Portal, die sich im Berufsalltag durch die im Praxisprojekt selbst erstellten Programme, HMI-Visualisierungen und Projektdokumentationen konkret nachweisen lässt.

Nutzen & Perspektiven

Das Siemens TIA Portal gehört zu den in der deutschen Industrie am weitesten verbreiteten Entwicklungsumgebungen für Automatisierungstechnik. Fachkräfte, die S7-1200- und S7-1500-Steuerungen sicher programmieren können, finden diese Kompetenz in praktisch jeder Branche mit automatisierten Fertigungs- oder Logistikprozessen wieder. Der besondere Wert dieser Weiterbildung liegt in der durchgängigen Praxisorientierung: Statt Programmiersprachen isoliert zu behandeln, verbindet der Lehrgang Hardwarekonfiguration, Programmierung in KOP, FUP und SCL sowie HMI-Visualisierung zu einem zusammenhängenden Workflow, wie er in der betrieblichen Praxis tatsächlich vorkommt — inklusive Simulation, Diagnose und Dokumentation. Für den beruflichen Werdegang eröffnet die Weiterbildung Perspektiven in Rollen wie SPS-Programmierer, Steuerungstechniker oder Automatisierungstechniker/in — Funktionen, die angesichts der fortschreitenden Automatisierung in Produktion und Logistik branchenübergreifend gefragt sind und für die praktische TIA-Portal-Erfahrung ein entscheidendes Auswahlkriterium darstellt.

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Arbeitsmarkt-Report

Konstruktion, CAD und industrielle Fertigung sind durchgehend gefragt — die Transformation Richtung E-Mobilität, Energietechnik und Industrie 4.0 schafft zusätzliche Spezialisten-Rollen. CAD-/Simulation-Software-Kenntnisse sind Türöffner.

Einstieg (0-2 J.):38.000–46.000 €
Mittel (3-7 J.):50.000–65.000 €
Senior (8+ J.):68.000–88.000 €

Zielberufe & offene Stellen

Berufe, in denen Absolvent:innen dieses Kurses typischerweise arbeiten — mit bundesweit offenen Stellen der letzten 12 Monate.

  • Automatisierungstechniker
    1.736 Stellen
  • Software-Architect
    865 Stellen
  • SPS-Ingenieur/SPS-Ingenieurin
    352 Stellen
  • SPS-Programmierer
    245 Stellen
  • Steuerungstechniker
    240 Stellen
  • Assistent/Assistentin für Informatik (technische Informatik)
    78 Stellen

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Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Brauche ich Vorkenntnisse in der SPS-Programmierung?

Nein. Der Lehrgang beginnt mit den Grundlagen speicherprogrammierbarer Steuerungen und dem TIA Portal. Ein technisches Grundverständnis aus einer handwerklichen oder ingenieurtechnischen Ausbildung erleichtert den Einstieg.

Welche Programmiersprachen werden im TIA Portal vermittelt?

Der Lehrgang deckt alle drei zentralen Sprachen ab: Kontaktplan (KOP), Funktionsplan (FUP) sowie die textbasierte, strukturierte Sprache SCL für komplexere Programmlogik.

Wird auch die Visualisierung mit HMI-Geräten behandelt?

Ja. Ein eigenes Modul vermittelt die Gestaltung von Bedien- und Anzeigebildern, die Verknüpfung mit SPS-Variablen sowie den Aufbau von Alarm- und Meldefunktionen.

Gibt es ein praktisches Abschlussprojekt?

Ja. Im abschließenden Praxisprojekt planen, programmieren, testen und dokumentieren Teilnehmende ein eigenständiges Automatisierungsprojekt inklusive HMI-Visualisierung.

Für welche Berufsgruppen ist der Lehrgang geeignet?

Er richtet sich an Diplomingenieure, Techniker, Konstrukteure, technische Zeichner, Produktdesigner, Werkzeugmacher und Industriemechaniker sowie an Fachkräfte anderer Branchen mit Interesse an Automatisierungstechnik.