Technik & Ingenieurwesen
softwareentwicklung

Grundlagen SPS-Programmierer: STEP7, TIA Portal – Kurs

Einstieg in die Programmierung speicherprogrammierbarer Steuerungen mit Siemens STEP7/TIA Portal, den Sprachen KOP, FUP und AWL sowie praktischen Automatisierungsübungen.

Auf einen Blick

Dauer4 WochenØ am Markt
Formatflexibelflexibel
KostenMeist voll gefördertauf Anfrage / Förderung
Finanzierung über Förderung möglich – mit Bildungsgutschein bis zu 100 % förderbar*
Dieser Kurs bildet für einen offiziellen Engpassberuf aus

Überblick

Speicherprogrammierbare Steuerungen bilden das Rückgrat moderner Produktionsanlagen — sie verarbeiten Sensorsignale, steuern Aktoren und halten Fertigungsprozesse am Laufen. Dieser Grundlagenkurs führt in die Welt der SPS-Programmierung ein und vermittelt praxisnah, wie ein Steuerungsprojekt am Beispiel von Siemens STEP7 und TIA Portal aufgebaut, programmiert und getestet wird. Von der Hardwarekonfiguration über die Programmiersprachen KOP, FUP und AWL bis hin zur Signalverarbeitung und Fehlersuche erarbeiten sich Teilnehmende ein solides technisches Fundament für den Einstieg in die industrielle Automatisierungstechnik.

Software- & PraxistrainingInhaltsstand 05.07.2026

Kompetenzen, Lernformen und Angebote für dieses Praxistraining

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Anbieter

1

an 2 Standorten

Angebote

1

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Kommende Termine

0

an 4 erfassten Orten

Regionen

3 Bundesländer

inklusive Online- und Hybridangeboten, sofern vorhanden

Abschluss

Keine Angabe

Mögliche Förderwege

Bildungsgutschein · Aktivierungs- und Vermittlungsgutschein · Qualifizierungschancengesetz

Lernformen

  • Combined Learning100 %

Zeitmodelle

  • Vollzeit100 %

Gemeldete Preisgruppen

  • 1.000–5.000 €11×

Häufige Kursorte

  • Sylt
  • Norderstedt
  • Bergisch Gladbach
  • Kassel

Bundesländer

  • Schleswig-Holstein
  • Nordrhein-Westfalen
  • Hessen

Vermittelte Kompetenzen

  • SPS-Programmierung
  • Siemens STEP7
  • TIA Portal
  • KOP
  • FUP
  • AWL
  • Signalverarbeitung
  • Ablaufsteuerungen

Zugeordnete Zielberufe

  • Technische Informatik (grundständig)469 Stellen/12 Mon.
  • SPS-Ingenieur/SPS-Ingenieurin352 Stellen/12 Mon.
  • Assistent/Assistentin für Informatik (technische Informatik)78 Stellen/12 Mon.
  • Kognitionswissenschaft (grundständig)4 Stellen/12 Mon.

Datenbasis: 36 diesem Kurs zugeordnete Angebote sowie die dazu veröffentlichten Termindaten, Stand 19.08.2026. Mehrere Standorte eines Trägers zählen als ein Anbieter.

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Kursinhalte & Lernziele

Einführung in die Automatisierungstechnik: Der Kurs beginnt mit dem technischen Grundverständnis speicherprogrammierbarer Steuerungen und ordnet die SPS in den größeren Kontext industrieller Steuerungssysteme ein.

  • Grundprinzip und Funktionsweise einer SPS
  • Aufbau: CPU, Ein-/Ausgangsbaugruppen, Netzteile, Peripheriegeräte
  • Abgrenzung SPS gegenüber Mikrocontrollern und IPC-Systemen
  • Digitale, analoge und binäre Signalverarbeitung
  • Grundlagen der Kommunikation zwischen Steuerungskomponenten
  • Typische Einsatzgebiete der SPS in der industriellen Praxis

Projektaufbau und Programmierlogik: Aufbauend auf dem technischen Grundverständnis wird hier der praktische Umgang mit der Programmierumgebung vermittelt — vom Anlegen eines Projekts bis zum ersten funktionsfähigen Steuerungsprogramm.

  • Aufbau eines SPS-Projekts in Siemens STEP7 bzw. TIA Portal
  • Hardwarekonfiguration und Adressierung von Baugruppen
  • Grundlagen der Programmiersprachen KOP, FUP und AWL
  • Erstellung einfacher Steuerungsprogramme
  • Einsatz von Merker-, Timer- und Zählerfunktionen
  • Strukturierung und Dokumentation des Programmcodes

Signale und Prozessverarbeitung: Dieser Block vertieft die Verarbeitung realer Prozesssignale und zeigt, wie aus einzelnen Signalen eine funktionierende Ablaufsteuerung entsteht.

  • Einlesen digitaler und analoger Signale
  • Verknüpfung von Sensoren und Aktoren in der Programmlogik
  • Erstellung einfacher Ablaufsteuerungen
  • Einsatz logischer Operatoren zur Signalverknüpfung
  • Überwachung von Prozessen und Störungserkennung
  • Grundlagen der Online-Diagnose und Programmdokumentation

Praxis-Block — Steuerungsaufbau und Fehlersuche

  • Aufbau einer einfachen Steuerungsschaltung im Testaufbau
  • Simulation einer typischen Automatisierungsaufgabe im TIA Portal
  • Test von Ein- und Ausgangssignalen an der Übungsanlage
  • Programmierung einer Ablaufsteuerung mit Timer- und Zählerfunktionen
  • Anwendung logischer Verknüpfungen in einem realitätsnahen Szenario
  • Fehlersuche in einem vorbereiteten fehlerhaften Steuerungsprogramm
  • Online-Analyse eines laufenden Steuerungsprogramms
  • Dokumentation eines eigenen Automatisierungsprojekts
  • Anpassung eines bestehenden Programms an eine veränderte Anlagenkonfiguration
  • Test der Signalverarbeitung bei simulierten Sensorausfällen
  • Strukturierung eines Programmcodes nach guter Praxis
  • Vergleich von KOP-, FUP- und AWL-Darstellung derselben Steuerungslogik
  • Aufbau einer kleinen Ablaufkette mit mehreren Schaltbedingungen
  • Abschließende Projektbesprechung mit Feedback zur Umsetzung

Der praktische Teil orientiert sich an typischen Aufgabenstellungen der industriellen Automatisierung und legt besonderen Wert auf systematisches Vorgehen bei Test, Simulation und Fehlersuche — Kompetenzen, die im späteren Berufsalltag als SPS-Programmierer regelmäßig gefordert sind. Da reale Anlagen selten beim ersten Versuch fehlerfrei laufen, wird der bewusste Umgang mit Fehlermeldungen, unerwarteten Signalzuständen und Programmkorrekturen von Beginn an als fester Bestandteil der Arbeitsweise vermittelt, nicht als Ausnahmefall.

Lernziele:

  • Aufbau und Arbeitsweise einer speicherprogrammierbaren Steuerung erklären
  • Komponenten einer SPS — CPU, Ein-/Ausgänge, Netzteile, Peripherie — korrekt zuordnen
  • Unterschiede zwischen SPS, Mikrocontrollern und IPC-Systemen einordnen
  • Digitale, analoge und binäre Signale verarbeiten und interpretieren
  • Ein SPS-Projekt in Siemens STEP7 bzw. TIA Portal strukturiert anlegen
  • Hardwarekonfiguration und Adressierung von Ein- und Ausgängen vornehmen
  • Einfache Steuerungsprogramme in KOP, FUP und AWL erstellen
  • Merker-, Timer- und Zählerfunktionen zielgerichtet einsetzen
  • Programmcode nachvollziehbar strukturieren und dokumentieren
  • Ablaufsteuerungen aus verknüpften Sensor- und Aktorsignalen entwickeln
  • Steuerungsprogramme testen, simulieren und systematisch auf Fehler prüfen
  • Prozesse und Störungen online überwachen und diagnostizieren

Zielgruppe & Voraussetzungen

Der Kurs richtet sich an technisch vorgebildete Personen, die in die SPS-Programmierung einsteigen oder ihre bisherigen Kenntnisse systematisch auffrischen möchten.

  • Diplomingenieure und Techniker mit Interesse an Automatisierungstechnik
  • Konstrukteure und Technische Zeichner, die SPS-Grundlagen ergänzen möchten
  • Produktdesigner mit Bezug zu automatisierten Fertigungsprozessen
  • Werkzeugmacher und Industriemechaniker, die sich Richtung Steuerungstechnik weiterentwickeln
  • Fachkräfte aus anderen technischen Branchen mit Interesse am Quereinstieg in die Automatisierung
Voraussetzungen:

Ein technisches Grundverständnis, wie es etwa aus einer Ausbildung oder Tätigkeit als Industriemechaniker, Techniker oder Werkzeugmacher mitgebracht wird, erleichtert den Einstieg erheblich. Vertiefte Vorkenntnisse in der SPS-Programmierung sind nicht erforderlich, da der Kurs systematisch bei den Grundlagen ansetzt. Ein grundlegendes Verständnis elektrischer und mechanischer Zusammenhänge ist von Vorteil für das Verständnis der behandelten Signal- und Prozesslogik.

Ablauf & Abschluss

Der Kurs wird im Combined-Learning-Format in Vollzeit durchgeführt und verbindet theoretische Grundlagen zur Funktionsweise der SPS mit unmittelbarer praktischer Umsetzung an der Übungsanlage bzw. in der Simulationsumgebung von TIA Portal. Jeder Themenblock wird durch konkrete Programmierübungen ergänzt, sodass die Programmiersprachen KOP, FUP und AWL nicht nur theoretisch erklärt, sondern direkt angewendet werden. Test, Simulation und Fehlersuche sind durchgängig Teil der praktischen Arbeit.

Der Kurs wird in Vollzeit im Combined-Learning-Format durchgeführt. Der Umfang deckt alle vier Themenblöcke — Einführung in die Automatisierungstechnik, Projektaufbau und Programmierlogik, Signale und Prozessverarbeitung sowie den abschließenden Praxis-Block — mit ausreichend Übungszeit an der Steuerungsumgebung ab.

Für diesen Grundlagenkurs liegt keine Angabe zu einer besonderen Abschlussbezeichnung vor. Die Teilnahme dokumentiert den erfolgreichen Einstieg in die praktische SPS-Programmierung mit Siemens STEP7 und TIA Portal als Grundlage für weiterführende Qualifikationen in der Automatisierungstechnik.

Nutzen & Perspektiven

Speicherprogrammierbare Steuerungen sind aus der modernen Fertigung nicht mehr wegzudenken — praktisch jede automatisierte Produktionslinie basiert auf SPS-Technik. Wer die Grundlagen der Programmierung mit KOP, FUP und AWL beherrscht, eröffnet sich einen Zugang zu einem technischen Berufsfeld mit konstant hoher Nachfrage in Industrie und Anlagenbau. Die praxisnahe Arbeit mit Siemens STEP7 und TIA Portal ist besonders wertvoll, da diese Systeme in deutschen Industriebetrieben weit verbreitet sind. Wer bereits ein technisches Verständnis aus Berufen wie Industriemechaniker, Techniker oder Konstrukteur mitbringt, kann dieses Wissen direkt mit Steuerungskompetenz verknüpfen und sich so als Bindeglied zwischen Mechanik, Elektrik und Softwarelogik positionieren. Für Fachkräfte, die sich Richtung Automatisierungstechnik oder Inbetriebnahme weiterentwickeln möchten, bildet dieser Grundlagenkurs einen praxisnahen Einstiegspunkt, auf dem sich weiterführende SPS-Qualifikationen aufbauen lassen. Wer die drei Programmiersprachen KOP, FUP und AWL bereits im Grundlagenkurs nebeneinander kennenlernt, gewinnt zudem die Flexibilität, sich später an unterschiedliche Anlagendokumentationen und Programmierstile anzupassen, statt auf eine einzige Darstellungsform festgelegt zu sein. Auch für Berufe, die traditionell nicht direkt der Programmierung zugeordnet werden — etwa Technische Zeichner oder Produktdesigner —, eröffnet der Kurs neue Perspektiven: Wer Steuerungslogik lesen und grob nachvollziehen kann, arbeitet in interdisziplinären Projektteams zwischen Konstruktion, Elektroplanung und Inbetriebnahme spürbar effizienter zusammen.

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Arbeitsmarkt-Report

Konstruktion, CAD und industrielle Fertigung sind durchgehend gefragt — die Transformation Richtung E-Mobilität, Energietechnik und Industrie 4.0 schafft zusätzliche Spezialisten-Rollen. CAD-/Simulation-Software-Kenntnisse sind Türöffner.

Einstieg (0-2 J.):38.000–46.000 €
Mittel (3-7 J.):50.000–65.000 €
Senior (8+ J.):68.000–88.000 €

Zielberufe & offene Stellen

Berufe, in denen Absolvent:innen dieses Kurses typischerweise arbeiten — mit bundesweit offenen Stellen der letzten 12 Monate.

  • Technische Informatik (grundständig)
    469 Stellen
  • SPS-Ingenieur/SPS-Ingenieurin
    352 Stellen
  • Assistent/Assistentin für Informatik (technische Informatik)
    78 Stellen
  • Kognitionswissenschaft (grundständig)
    4 Stellen

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Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Brauche ich Programmiervorkenntnisse für diesen Kurs?

Nein, vertiefte SPS-Vorkenntnisse sind nicht erforderlich. Ein technisches Grundverständnis, wie es etwa aus einer Ausbildung als Industriemechaniker oder Techniker mitgebracht wird, erleichtert den Einstieg.

Mit welcher Software wird gearbeitet?

Der Kurs arbeitet praxisnah mit Siemens STEP7 und TIA Portal, den in der deutschen Industrie weit verbreiteten Programmierumgebungen für speicherprogrammierbare Steuerungen.

Welche Programmiersprachen werden vermittelt?

Die SPS-Programmiersprachen KOP (Kontaktplan), FUP (Funktionsplan) und AWL (Anweisungsliste) werden anhand einfacher Steuerungsprogramme praktisch erarbeitet.

Wie ist der Kurs organisiert?

Der Kurs findet in Vollzeit im Combined-Learning-Format statt und verbindet theoretische Grundlagen mit unmittelbarer praktischer Umsetzung an der Übungsanlage bzw. Simulationsumgebung.

Für wen eignet sich der Kurs besonders?

Für technisch vorgebildete Personen wie Diplomingenieure, Techniker, Konstrukteure, Technische Zeichner, Werkzeugmacher und Industriemechaniker, die in die SPS-Programmierung einsteigen möchten.