Industriemeister Chemie IHK – Teil 2 Qualifikation – Kurs
Teil 2 der IHK-Aufstiegsfortbildung zum/zur Industriemeister:in Chemie: handlungsspezifische Qualifikation mit Fokus auf Prozesstechnik, Betriebswirtschaft und Personalführung.
Auf einen Blick
Überblick
Diese Weiterbildung deckt den zweiten Teil der dreistufigen IHK-Aufstiegsfortbildung zum/zur Industriemeister:in, Fachrichtung Chemie, ab: die handlungsspezifische Qualifikation. Aufbauend auf der bestandenen Basisqualifikation aus Teil 1 vertiefen Teilnehmende ihr Fachwissen in Verfahrens- und Anlagentechnik, chemischen Prozessen und Syntheseplanung und erwerben zugleich betriebswirtschaftliche und personalführungsbezogene Kompetenzen, die für die Rolle als industriell-technische Führungskraft mit Personalverantwortung erforderlich sind. Der Kurs bereitet gezielt auf den zugehörigen Prüfungsteil der Kammerprüfung vor.
Abschluss, Zeitmodelle und Marktdaten der Aufstiegsfortbildung
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1
an 2 Standorten
36
diesem Kursprofil zugeordnete Angebote
1
an 2 erfassten Orten
2 Bundesländer
inklusive Online- und Hybridangeboten, sofern vorhanden
Abschluss
Staatlich anerkannt / Kammerprüfung (IHK)
Mögliche Förderwege
Bildungsgutschein · Aktivierungs- und Vermittlungsgutschein · Qualifizierungschancengesetz
Lernformen
- Online-Seminar1×
- Präsenzunterricht1×
Zeitmodelle
- Vollzeit1×
- Teilzeit1×
Dauer im Markt
- mehr als 3 Monate bis 6 Monate1×
- mehr als 1 Jahr bis 2 Jahre1×
Gemeldete Preisgruppen
- 1.000–5.000 €2×
Häufige Kursorte
- Osnabrück1×
Bundesländer
- Niedersachsen1×
Nächste erfasste Starttermine
- 23.11.2026 · 49084 OsnabrückPräsenzunterricht · Vollzeit
Vermittelte Kompetenzen
- Verfahrens- und Anlagentechnik
- Automatisierungs- und Prozessleittechnik
- Syntheseplanung
- Betriebscontrolling
- Betriebswirtschaftliches Rechnungswesen
- Responsible Care
- Betriebliche Kommunikation
- Personalführung
- Qualitätsmanagement
Zugeordnete Zielberufe
- Industriemeister/in - Chemie13.511 Stellen/12 Mon.
- Schichtleiter/in3.412 Stellen/12 Mon.
- Produktionsleiter/in1.076 Stellen/12 Mon.
Datenbasis: 36 diesem Kurs zugeordnete Angebote sowie die dazu veröffentlichten Termindaten, Stand 19.08.2026. Mehrere Standorte eines Trägers zählen als ein Anbieter.
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Kursinhalte & Lernziele
Im ersten Themenblock geht es um Verfahrens- und Anlagentechnik sowie die zugehörige Automatisierungs- und Prozessleittechnik. Diese technischen Grundlagen bilden das Fundament für alle weiteren produktionsbezogenen Inhalte.
- Verfahrens- und Anlagentechnik in der chemischen Industrie
- Automatisierungs- und Prozessleittechnik im Produktionsbetrieb
- Weitere relevante Technologien der chemischen Produktion
- Chemische Prozesse und Verfahren im industriellen Maßstab
- Syntheseplanung als Grundlage der Produktionsvorbereitung
- Zusammenspiel von Anlagentechnik und Prozesssteuerung
Der zweite Block widmet sich dem betriebswirtschaftlichen Rüstzeug, das Industriemeister:innen für die Steuerung ihres Verantwortungsbereichs benötigen.
- Betriebscontrolling als Instrument der Produktionssteuerung
- Betriebswirtschaftliches Rechnungswesen im Industriebetrieb
- Kostenentwicklung erfassen und bewerten
- Kennzahlen zur Steuerung von Produktionsabläufen
- Zusammenhang zwischen technischer Produktion und wirtschaftlichem Ergebnis
- Grundlagen unternehmerischen Denkens im Meisteralltag
Im dritten Block stehen Verantwortung im Betrieb und Kommunikation im Mittelpunkt, ergänzt um die Prinzipien von Responsible Care als branchentypischem Verhaltenskodex der chemischen Industrie.
- Responsible Care – verantwortliches Handeln im Betrieb
- Betriebliche Kommunikation zwischen Führungsebenen und Team
- Kommunikation mit Schnittstellen wie Qualitätssicherung oder Einkauf
- Umgang mit sicherheits- und umweltrelevanten Themen im Produktionsalltag
- Dokumentation und Nachvollziehbarkeit betrieblicher Prozesse
- Verantwortungsbewusstes Handeln als Teil der Führungsrolle
Der vierte Block behandelt Personalführung und Qualitätsmanagement als Kernaufgaben der industriell-technischen Führungskraft und führt die technischen und betriebswirtschaftlichen Inhalte praxisnah zusammen.
- Personalführung und Personalentwicklung im Produktionsteam
- Führungsverantwortung in Betrieben unterschiedlicher Größe und Branchenzugehörigkeit
- Qualitätsmanagement in der chemischen Produktion
- Planung und Steuerung von Produktionsabläufen unter Qualitätsaspekten
- Kontrolle von Qualität, Kostenentwicklung und Arbeitsleistung im Zusammenspiel
- Anwendung der Syntheseplanung auf konkrete Produktionsszenarien
- Verzahnung von Prozessleittechnik und Personalführung im Schichtbetrieb
- Umgang mit Zielkonflikten zwischen Produktionsleistung und Qualitätsanspruch
- Übertragung von Responsible-Care-Prinzipien auf konkrete Führungsentscheidungen
- Aufbau eines Verständnisses für die Gesamtverantwortung einer Meisterposition
- Rückschau der eigenen Führungsrolle anhand realistischer Betriebssituationen
- Zusammenführung aller Handlungsbereiche zu einem stimmigen Gesamtbild der Meisteraufgabe
Diese handlungsspezifische Qualifikation unterscheidet sich bewusst von der allgemeinen Basisqualifikation aus Teil 1: Während Teil 1 fachrichtungsübergreifende Grundlagen vermittelt, geht Teil 2 gezielt auf die Besonderheiten der Fachrichtung Chemie ein – von der Verfahrenstechnik über die Syntheseplanung bis zu den branchentypischen Anforderungen an Responsible Care. Die enge Verzahnung von technischem Fachwissen, betriebswirtschaftlichem Denken und Führungskompetenz spiegelt genau das Aufgabenprofil wider, das Industriemeister:innen Chemie im Betriebsalltag ausfüllen. Wer diesen Teil erfolgreich abschließt, verfügt über das fachliche und methodische Rüstzeug, um als Führungskraft in der chemischen Produktion Verantwortung für Menschen, Prozesse und Ergebnisse gleichermaßen zu übernehmen.
Lernziele:
- Verfahrens- und Anlagentechnik in der chemischen Produktion sicher einordnen können
- Automatisierungs- und Prozessleittechnik im betrieblichen Kontext verstehen und anwenden
- Chemische Prozesse und Verfahren fachlich fundiert beschreiben können
- Grundlagen der Syntheseplanung auf reale Produktionsszenarien übertragen
- Betriebscontrolling als Steuerungsinstrument im Produktionsbetrieb einsetzen
- Betriebswirtschaftliches Rechnungswesen im industriellen Kontext anwenden
- Die Prinzipien von Responsible Care im eigenen Verantwortungsbereich umsetzen
- Betriebliche Kommunikation zielgerichtet und situationsgerecht gestalten
- Personalführung und Personalentwicklung im Meisteralltag praktizieren
- Qualitätsmanagement-Methoden in der chemischen Produktion anwenden
- Produktionsabläufe unter Berücksichtigung von Qualität, Kosten und Arbeitsleistung planen und steuern
- Die eigene Rolle als Führungskraft mit Personalverantwortung durchdacht wahrnehmen
Zielgruppe & Voraussetzungen
Die Weiterbildung richtet sich an Interessierte aus der Industrie, die eine neue berufliche Herausforderung im Bereich Chemie suchen und ihre Karriere auf eine neue Ebene bringen möchten.
- Fachkräfte aus chemischen Ausbildungsberufen mit dem Ziel einer Führungsposition
- Berufserfahrene aus der Produktion, die in Richtung Schicht- oder Produktionsleitung streben
- Personen mit bestandener Basisqualifikation (Teil 1), die die Aufstiegsfortbildung fortsetzen möchten
- Beschäftigte mit langjähriger Berufserfahrung, die den Aufstieg zum/zur Industriemeister:in anstreben
Der Zugang zu diesem Kursteil setzt den bestandenen Prüfungsteil „Teil 1 – Basisqualifikation" voraus, sofern dieser nicht länger als fünf Jahre zurückliegt. Fachlich wird eine erfolgreich abgelegte Abschlussprüfung in einem anerkannten Ausbildungsberuf der Fachrichtung Chemie erwartet. Alternativ genügt eine Abschlussprüfung in einem anerkannten Ausbildungsberuf zusammen mit mindestens zweijähriger Berufserfahrung, oder eine mindestens vierjährige Berufserfahrung in einem beliebigen Beruf. Diese gestuften Zugangswege ermöglichen sowohl klassischen Chemie-Fachkräften als auch Quereinsteigenden mit ausreichender Praxiserfahrung den Einstieg in diesen Kursteil.
Ablauf & Abschluss
Der Unterricht findet überwiegend als Online-Seminar statt, ergänzt durch Präsenzanteile, und lässt sich meist in Teilzeit, in manchen Durchläufen auch in Vollzeit absolvieren. Fachliche Inhalte aus Verfahrenstechnik, Betriebswirtschaft und Personalführung werden in thematisch abgegrenzten Einheiten vermittelt und immer wieder auf konkrete Situationen aus der industriellen Praxis bezogen, damit Teilnehmende die spätere Meisterrolle realistisch nachvollziehen können.
Der Umfang dieses Kursteils richtet sich nach dem jeweiligen Kursplan des Anbieters und der gewählten Teilzeit- oder Vollzeitvariante. Die vier großen Themenbereiche Verfahrenstechnik, Betriebswirtschaft, betriebliche Kommunikation/Verantwortung sowie Personalführung/Qualitätsmanagement werden im Verlauf der Fortbildung nacheinander vertieft, bevor der Kursteil mit der Vorbereitung auf die Kammerprüfung abschließt.
Der erfolgreiche Abschluss dieses Kursteils ist Teil der staatlich anerkannten Aufstiegsfortbildung zum/zur Industriemeister:in, Fachrichtung Chemie, und wird über eine Kammerprüfung der zuständigen IHK abgenommen. Anders als bei vielen anderen Weiterbildungen handelt es sich hier also nicht um ein trägerinternes Zertifikat, sondern um einen staatlich anerkannten Abschluss, der bundesweit Gültigkeit besitzt und formal auf einer Stufe mit dem Bachelor-Niveau des Deutschen Qualifikationsrahmens steht.
Nutzen & Perspektiven
Der Titel Industriemeister:in Chemie öffnet den Weg in Führungspositionen, die technisches Fachwissen mit Personalverantwortung verbinden – von der Schichtleitung bis zur Produktionsleitung. Teil 2 der Aufstiegsfortbildung ist dabei der Kern dieser Qualifikation, weil er genau die Fachrichtungs-spezifischen Inhalte liefert, die einen Industriemeister Chemie von Meister:innen anderer Fachrichtungen unterscheiden: Verfahrenstechnik, Syntheseplanung und die branchentypischen Responsible-Care-Prinzipien. Der besondere Wert liegt in der Verbindung von technischer Tiefe und Führungskompetenz. Wer in der chemischen Produktion Verantwortung übernehmen will, braucht nicht nur Wissen über Prozesse und Anlagen, sondern auch belastbares betriebswirtschaftliches Denken und die Fähigkeit, Personal zu führen und zu entwickeln. Genau diese Kombination bildet Teil 2 gezielt ab. Für die berufliche Laufbahn bedeutet der erfolgreiche Abschluss einen anerkannten Karriereschritt: Der staatlich geregelte Abschluss zählt zu den klassischen Aufstiegswegen für Fachkräfte aus der Chemiebranche und schafft die formale Grundlage, um Führungsverantwortung in der industriellen Produktion zu übernehmen – unabhängig von Betriebsgröße oder Branchenzugehörigkeit des jeweiligen Unternehmens.
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Arbeitsmarkt-Report
Konstruktion, CAD und industrielle Fertigung sind durchgehend gefragt — die Transformation Richtung E-Mobilität, Energietechnik und Industrie 4.0 schafft zusätzliche Spezialisten-Rollen. CAD-/Simulation-Software-Kenntnisse sind Türöffner.
Zielberufe & offene Stellen
Berufe, in denen Absolvent:innen dieses Kurses typischerweise arbeiten — mit bundesweit offenen Stellen der letzten 12 Monate.
- Industriemeister/in - Chemie13.511 Stellen
- Schichtleiter/in3.412 Stellen
- Produktionsleiter/in1.076 Stellen
Verwandte Kurse & Alternativen
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Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Was ist der Unterschied zwischen Teil 1 und Teil 2 der Industriemeister-Fortbildung?
Teil 1 vermittelt die fachrichtungsübergreifende Basisqualifikation, Teil 2 baut darauf auf und behandelt die handlungsspezifischen Inhalte der Fachrichtung Chemie wie Verfahrenstechnik, Syntheseplanung und Responsible Care.
Welche Voraussetzungen muss ich für Teil 2 erfüllen?
Erforderlich ist der bestandene Prüfungsteil Teil 1, der nicht länger als fünf Jahre zurückliegt, sowie eine Abschlussprüfung in einem anerkannten Ausbildungsberuf der Fachrichtung Chemie oder eine entsprechende Berufserfahrung.
Welchen Abschluss erhalte ich nach Teil 2?
Der Kursteil ist Teil der staatlich anerkannten Aufstiegsfortbildung zum/zur Industriemeister:in Chemie und wird über eine Kammerprüfung der zuständigen IHK abgenommen.
Welche Führungskompetenzen werden in diesem Kursteil vermittelt?
Neben technischen Inhalten zur Verfahrens- und Prozesstechnik behandelt der Kurs Personalführung, betriebliche Kommunikation, Betriebscontrolling und Qualitätsmanagement als zentrale Meisteraufgaben.
In welcher Form findet der Unterricht statt?
Der Unterricht findet meist als Online-Seminar mit Präsenzanteilen statt und lässt sich überwiegend in Teilzeit absolvieren, in manchen Durchläufen auch in Vollzeit.