Fachkraft für 3D-Drucktechnologien – Umschulung
Umfassende Qualifizierung in additiven Fertigungsverfahren: Verfahrensüberblick, Materialkunde, Maschinenbedienung und Qualitätssicherung über mehrere 3D-Drucktechnologien hinweg — der Druckprozess steht im Mittelpunkt, nicht die CAD-Konstruktion.
Auf einen Blick
Überblick
Additive Fertigung ist längst mehr als ein einzelnes Verfahren: Schmelzschichtung, harzbasierte Verfahren und pulverbasiertes Sintern unterscheiden sich deutlich in Genauigkeit, Materialwahl und Einsatzgebiet. Diese Qualifizierung vermittelt den fachkundigen Umgang mit additiven Fertigungstechnologien in ihrer ganzen Breite — von der Verfahrenskunde über die Materialauswahl bis zur Maschinenbedienung und Qualitätssicherung. Anders als ein CAD-orientierter Konstruktionskurs steht hier der Fertigungsprozess selbst im Mittelpunkt, nicht die Bauteilkonstruktion.
Kursprofil, Marktdaten und verfügbare Lernformen
Die folgenden Angaben stammen aus den diesem Kursprofil zugeordneten Bildungsangeboten. Sie zeigen, was wir erfasst haben — nicht zwingend den gesamten Markt; konkrete Preise und Termine können je Anbieter abweichen.
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zu diesem Kurs erfasst
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diesem Kursprofil zugeordnete Angebote
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Termine werden anbieterabhängig veröffentlicht
bundesweit
inklusive Online- und Hybridangeboten, sofern vorhanden
Abschluss
Trägerinternes Zertifikat / Teilnahmebescheinigung
Mögliche Förderwege
Bildungsgutschein
Vermittelte Kompetenzen
- Additive Fertigungsverfahren
- Materialkunde
- Maschinenbedienung und Slicing
- Prozessüberwachung
- Nachbearbeitung von Druckteilen
- Qualitätssicherung
Zugeordnete Zielberufe
- Fachkraft für additive Fertigung
- Modellbauer/in
- Prototypenbauer/in
- Fertigungsassistent/in additive Verfahren
Datenbasis: 2 diesem Kurs zugeordnete Angebote sowie die dazu veröffentlichten Termindaten, Stand 19.08.2026. Mehrere Standorte eines Trägers zählen als ein Anbieter.
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Kursinhalte & Lernziele
Modul 1 — Verfahrensüberblick der additiven Fertigung Wer additive Fertigung fachkundig einsetzen will, muss zunächst die grundlegend unterschiedlichen Funktionsprinzipien der Verfahren kennen.
- Funktionsprinzip der Schmelzschichtung (FDM/FFF)
- Funktionsprinzip harzbasierter Verfahren (SLA/DLP)
- Funktionsprinzip pulverbasierter Verfahren wie Lasersintern
- Vergleich von Genauigkeit, Geschwindigkeit und Kosten der Verfahren
- Eignung der Verfahren für Prototypen, Kleinserien oder Endbauteile
- Einordnung industrieller Metall-Druckverfahren
Modul 2 — Materialkunde für die additive Fertigung Jedes Verfahren verlangt eigene Materialkenntnisse — von thermoplastischen Filamenten bis zu reaktiven Photopolymer-Harzen.
- Thermoplastische Filamente und ihre Eigenschaften
- Photopolymer-Harze und deren Aushärtungsverhalten
- Pulverwerkstoffe für Sinterverfahren
- Materialauswahl nach mechanischer Belastung und Einsatzzweck
- Lagerung und Handhabung unterschiedlicher Druckmaterialien
- Umwelt- und Sicherheitsaspekte einzelner Materialklassen
Modul 3 — Maschinenbedienung und Druckprozess Der Kern der Fachkraft-Qualifikation liegt in der sicheren Bedienung realer Fertigungsanlagen und der Steuerung des laufenden Druckprozesses.
- Einrichtung und Kalibrierung von 3D-Druckanlagen
- Aufbereitung von Druckdaten in der Slicing-Software
- Verfahrensgerechte Einstellung der Druckparameter
- Überwachung laufender Druckprozesse
- Erkennen und Beheben typischer Störungen während des Drucks
- Wartung und Pflege der Fertigungsanlagen
Modul 4 — Nachbearbeitung, Qualität und Anwendungsfelder Zum Abschluss steht die Frage, wie aus einem gedruckten Rohteil ein einsatzbereites, geprüftes Bauteil wird.
- Entfernen von Stützstrukturen je nach Verfahren
- Reinigung, Aushärtung und Oberflächenveredelung
- Maßkontrolle und Qualitätsprüfung gedruckter Bauteile
- Dokumentation von Druckergebnissen und Prozessparametern
- Einsatzfelder in Industrie, Handwerk und Prototypenbau
- Wirtschaftliche Einordnung additiver gegenüber klassischen Fertigungsverfahren
Praxisblock — Fertigungsprojekte an realen Anlagen
- Einrichtung und Kalibrierung eines 3D-Druckers vor dem ersten Druck
- Aufbereitung eines vorgegebenen Modells für zwei unterschiedliche Druckverfahren
- Durchführung eines vollständigen Druckauftrags mit Prozessüberwachung
- Nachbearbeitung eines gedruckten Bauteils bis zur Einsatzreife
- Maßkontrolle eines gedruckten Bauteils gegen die Vorgabe
- Fehleranalyse an einem bewusst fehlerhaften Druckergebnis
- Vergleich zweier Materialien am gleichen Bauteil hinsichtlich Belastbarkeit
- Einstellung unterschiedlicher Fülldichten und Bewertung der Ergebnisse
- Dokumentation eines vollständigen Druckprotokolls
- Wartung und Reinigung einer Fertigungsanlage nach Vorgabe
- Bewertung eines Bauteils hinsichtlich Eignung für additive Fertigung
- Präsentation eines eigenen Fertigungsprojekts inklusive Prozessdokumentation
Der Kurs unterscheidet sich von reinen CAD-und-3D-Druck-Einführungen dadurch, dass die Konstruktion der Bauteile weitgehend vorausgesetzt wird und stattdessen die gesamte Bandbreite additiver Fertigungsverfahren, Materialien und Maschinen im Mittelpunkt steht. Wer mehrere Verfahren im direkten Vergleich kennt, kann für jede Bauaufgabe das passende Verfahren begründet auswählen, statt sich auf eine einzige Technologie zu beschränken. Die praktischen Übungen finden an realen Fertigungsanlagen statt und decken bewusst mehrere Verfahren ab, damit die erworbenen Kenntnisse nicht an eine einzelne Maschine oder ein einzelnes Material gebunden bleiben.
Lernziele:
- Unterschiedliche additive Fertigungsverfahren wie Schmelzschichtung, Stereolithografie und Lasersintern unterscheiden
- Eignung eines Fertigungsverfahrens für ein gegebenes Bauteil und Material einschätzen
- Materialeigenschaften unterschiedlicher Druckwerkstoffe fachgerecht bewerten
- Druckdaten aus vorhandenen 3D-Modellen für unterschiedliche Verfahren aufbereiten
- Slicing-Parameter wie Schichthöhe, Fülldichte und Stützstrukturen verfahrensgerecht einstellen
- 3D-Drucker und Fertigungsanlagen sicher bedienen und einrichten
- Den Druckprozess überwachen und bei Störungen gezielt eingreifen
- Gedruckte Bauteile fachgerecht nachbearbeiten, je nach Verfahren und Material
- Maßhaltigkeit und Oberflächenqualität gedruckter Bauteile systematisch prüfen
- Typische Druckfehler den jeweiligen Ursachen zuordnen und beheben
- Arbeitssicherheit und Materialhandhabung bei unterschiedlichen Druckverfahren einhalten
- Einsatzfelder additiver Fertigung in Industrie, Handwerk und Prototypenbau einordnen
Zielgruppe & Voraussetzungen
Der Kurs richtet sich an Personen mit technischem Interesse, die sich auf additive Fertigung als eigenständiges Fertigungsverfahren spezialisieren möchten, mit Schwerpunkt auf Prozess und Maschine statt auf CAD-Konstruktion.
- Fachkräfte aus Handwerk und Fertigung mit Interesse an additiven Verfahren
- Modellbauer/innen und Prototypenbauer/innen
- Quereinsteiger/innen mit technischem Grundverständnis
- Arbeitsuchende, die sich für Tätigkeiten in der additiven Fertigung qualifizieren möchten
Grundlegendes technisches Verständnis und handwerkliches Geschick werden vorausgesetzt. CAD-Vorkenntnisse sind nicht erforderlich, da der Schwerpunkt auf Verfahren, Material und Maschinenbedienung liegt, nicht auf der Bauteilkonstruktion selbst.
Ablauf & Abschluss
Der Kurs verbindet fachliche Einführungen zu Verfahren und Materialien mit intensiver Praxisarbeit an realen Fertigungsanlagen, sodass jeder Verfahrenstyp nicht nur theoretisch erklärt, sondern auch selbst bedient und beurteilt wird.
Umfang und zeitliche Organisation richten sich nach dem jeweiligen Kursanbieter und der verfügbaren Maschinenausstattung; genaue Stundenzahlen sind beim Anbieter zu erfragen.
Der Kurs schließt mit einer trägerinternen Teilnahmebescheinigung beziehungsweise einem Zertifikat ab, das die erworbenen Kenntnisse in additiven Fertigungsverfahren, Materialkunde und Maschinenbedienung dokumentiert.
Nutzen & Perspektiven
Additive Fertigung hat sich in vielen Industrie- und Handwerksbetrieben von der Ausnahme zur festen Fertigungsoption entwickelt, oft parallel zu klassischen Verfahren wie Fräsen oder Gießen. Wer mehrere additive Verfahren im Vergleich beherrscht, kann fundiert einschätzen, wann sich additive Fertigung überhaupt lohnt — und wann klassische Verfahren die bessere Wahl bleiben. Die praktische Maschinenerfahrung mit realen Fertigungsanlagen unterscheidet diese Qualifizierung von rein theoretischen Überblickskursen und schafft eine unmittelbare Einsatzfähigkeit im Betriebsalltag. Für den Einstieg in Tätigkeitsfelder rund um additive Fertigung, Prototypenbau oder Modellbau bietet der Kurs damit ein Fundament, das über die Bedienung eines einzelnen Druckers hinausgeht und die gesamte Bandbreite verfügbarer Technologien abdeckt. Auch wirtschaftlich ist die Verfahrensvielfalt von Bedeutung: Wer mehrere additive Technologien im Vergleich kennt, kann für ein gegebenes Bauteil das kosteneffizienteste Verfahren auswählen, statt jede Aufgabe zwangsläufig mit der vorhandenen Maschine zu lösen, unabhängig davon, ob sie tatsächlich die beste Wahl ist. Für Betriebe, die additive Fertigung neu einführen oder ausbauen möchten, sind Fachkräfte mit verfahrensübergreifendem Wissen zudem besonders wertvoll, da sie Investitionsentscheidungen für neue Anlagen fundierter einschätzen können als Personen, die nur ein einzelnes Verfahren kennen. Auch die Fähigkeit zur systematischen Fehleranalyse zahlt sich langfristig aus: Wer typische Druckfehler mehrerer Verfahren kennt, kann Störungen im laufenden Betrieb schneller einordnen und beheben, statt bei jedem unbekannten Fehlerbild von vorne beginnen zu müssen. Diese Erfahrung macht sich besonders in kleineren Betrieben bezahlt, in denen eine einzelne Fachkraft häufig für mehrere Maschinen und Verfahren gleichzeitig verantwortlich ist.
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Arbeitsmarkt-Report
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Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Was unterscheidet diese Qualifizierung vom CAD-Kurs mit 3D-Druck-Bezug?
Dieser Kurs konzentriert sich auf Fertigungsverfahren, Materialkunde und Maschinenbedienung über mehrere Technologien hinweg. Die CAD-Konstruktion der Bauteile steht hier nicht im Mittelpunkt.
Werden mehrere Druckverfahren behandelt?
Ja, der Kurs vermittelt Grundlagen zu Schmelzschichtung, harzbasierten Verfahren und pulverbasiertem Lasersintern im direkten Vergleich.
Brauche ich CAD-Kenntnisse?
Nein, CAD-Vorkenntnisse sind nicht erforderlich. Der Schwerpunkt liegt auf Fertigungsprozess, Material und Maschinenbedienung.
Wird an echten Maschinen gearbeitet?
Ja, die praktischen Übungen finden an realen Fertigungsanlagen statt, inklusive Einrichtung, Kalibrierung und Prozessüberwachung.
Für welche Tätigkeitsfelder qualifiziert der Kurs?
Für Aufgaben rund um additive Fertigung, Prototypenbau und Modellbau in Industrie und Handwerk, mit Schwerpunkt auf Maschinenbedienung und Qualitätssicherung.