Hochvolttechnik Grundlagen Elektromobilität – Weiterbildung
Praxiskurs Hochvolttechnik: Wechselstromtechnik, HV-Batterien, Schutzmaßnahmen und Freischalten an Elektrofahrzeugen für sicheres Arbeiten an Hochvoltsystemen.
Auf einen Blick
Überblick
Dieser Kurs vermittelt die technischen und sicherheitsrelevanten Grundlagen, die für den Umgang mit Hochvoltsystemen in Elektrofahrzeugen notwendig sind. Von der Wechselstromtechnik über Energiespeicher bis zu Sicherheitsvorkehrungen und dem korrekten Freischalten spannungsführender Bauteile deckt der Kurs das Handwerkszeug ab, das für die sichere Wartung und Reparatur von Elektrofahrzeugen gebraucht wird.
Zertifikat, Kursformate und Angebote im Marktvergleich
Die folgenden Angaben stammen aus den Angeboten eines einzelnen Anbieters — es ist also kein Anbietervergleich, sondern das erfasste Angebot zu diesem Kurs. Konkrete Preise und Termine nennt der Anbieter im Beratungsgespräch.
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an 2 Standorten
1
diesem Kursprofil zugeordnete Angebote
2
an 1 erfassten Orten
1 Bundesländer
inklusive Online- und Hybridangeboten, sofern vorhanden
Abschluss
Teilnahmebescheinigung der TÜV Rheinland Akademie
Mögliche Förderwege
Bildungsgutschein · Aktivierungs- und Vermittlungsgutschein · Qualifizierungschancengesetz
Lernformen
- Präsenzunterricht3×
Zeitmodelle
- Vollzeit3×
Gemeldete Preisgruppen
- bis 500 €3×
Häufige Kursorte
- Leipzig3×
Bundesländer
- Sachsen3×
Nächste erfasste Starttermine
- 07.09.2026 · 04319 LeipzigPräsenzunterricht · Vollzeit
- 05.10.2026 · 04319 LeipzigPräsenzunterricht · Vollzeit
Vermittelte Kompetenzen
- Hochvolttechnik
- HV-Batterien
- Li-Ionen-Batterien
- Wechselstromtechnik
- Schutzmaßnahmen Elektrik
- Ladesysteme
- Freischalten und Spannungsfreiheit prüfen
- Elektromobilität
Zugeordnete Zielberufe
- Geprüfter Kraftwerksmeister/Geprüfte Kraftwerksmeisterin - Fachrichtung Produktion73.837 Stellen/12 Mon.
- Fahrzeugtechnik (grundständig)8.546 Stellen/12 Mon.
- Elektrotechnikermeister/Elektrotechnikermeisterin/Bachelor Professional im Elektrotechniker-Handwerk2.950 Stellen/12 Mon.
- Kraftfahrzeugmechatroniker/Kraftfahrzeugmechatronikerin Schwerpunkt System- und Hochvolttechnik550 Stellen/12 Mon.
- Staatlich geprüfter Techniker/Staatlich geprüfte Technikerin Fachrichtung Elektromobilität/Bachelor Professional in Technik24 Stellen/12 Mon.
Datenbasis: 40 diesem Kurs zugeordnete Angebote sowie die dazu veröffentlichten Termindaten, Stand 19.08.2026. Mehrere Standorte eines Trägers zählen als ein Anbieter.
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Kursinhalte & Lernziele
Modul Elektrotechnische Grundlagen Der Kurs beginnt mit dem elektrotechnischen Fundament, ohne das ein sicherer Umgang mit Hochvoltsystemen nicht möglich ist. Wer aus der klassischen Kfz-Mechanik kommt, arbeitet hier erstmals systematisch mit Spannungsebenen, wie sie im 12-Volt-Bordnetz eines Verbrenners nicht vorkommen, und lernt, weshalb Hochvoltkomponenten einen grundlegend anderen Umgang erfordern als die bislang vertraute Fahrzeugelektrik.
- Grundlagen der Wechselstromtechnik in Bezug auf Fahrzeugkomponenten
- Aufbau und Wirkungsweise grundlegender elektronischer Bauteile
- Transistorarten und typische Transistorschaltungen
- Funktion von Stromrichtern und deren Rolle in Elektrofahrzeugen
- Zusammenspiel von Wechsel- und Gleichstromkomponenten im Fahrzeug
Modul Antriebsarten und Energiespeicher Dieser Block ordnet die technischen Grundlagen in den größeren Zusammenhang der Antriebstechnik ein und behandelt die Energiespeicher, die Elektrofahrzeuge antreiben.
- Gründe und Ziele für alternative Antriebe vor dem Hintergrund von Klimawandel und Energiewende
- Unterschiede zwischen Hybrid-Antrieben und rein elektrischen Antrieben
- Aufbau und Funktionsweise von HV-Batterien mit Schwerpunkt Li-Ionen-Technik
- Einsatz von Kondensatoren als ergänzende Energiespeicher
- Alterungs- und Belastungsfaktoren von Hochvoltbatterien im Fahrzeugbetrieb
Modul Arbeitssicherheit an Hochvoltsystemen Im Zentrum dieses Blocks steht der sichere Umgang mit spannungsführenden Bauteilen, der für jede praktische Arbeit an Elektrofahrzeugen Voraussetzung ist.
- Gefahren des elektrischen Stromes für Mensch und Fahrzeug
- Erste-Hilfe-Handlungsschritte bei Stromunfällen im Werkstattalltag
- Sicherheitsvorkehrungen, Schutzklassen und Schutzarten bei Hochvoltkomponenten
- Korrektes Freischalten von Fahrzeugen vor Wartungsarbeiten
- Fachgerechte Prüfung der Spannungsfreiheit nach den fünf Sicherheitsregeln
Modul Systeme, Ladetechnik und Vorschriften Der letzte inhaltliche Block bringt die technischen und sicherheitsrelevanten Inhalte zusammen und ergänzt sie um die rechtlichen Rahmenbedingungen.
- Leitungen, Kabel und Verbindungssysteme in Hochvoltfahrzeugen
- Aufbau und Funktion von Ladesystemen für Elektrofahrzeuge
- Relevante Gesetze, Verordnungen und Vorschriften im Umgang mit Hochvolttechnik
- Verantwortlichkeiten und Qualifikationsstufen im Umgang mit Hochvoltsystemen
- Dokumentationspflichten bei Arbeiten an Hochvoltkomponenten
Der praktische Werkstattteil setzt die zuvor erklärten Grundlagen unmittelbar am Fahrzeug um.
- Praktische Übungen zum korrekten Freischalten eines Hochvoltfahrzeugs
- Prüfung der Spannungsfreiheit unter Anleitung nach den fünf Sicherheitsregeln
- Handhabung von Schutzausrüstung und Prüfmitteln im Werkstattumfeld
- Untersuchung von HV-Batteriemodulen und deren Aufbau
- Erkennen und Bewerten von Leitungen, Steckverbindungen und Ladeanschlüssen
- Übung von Erste-Hilfe-Handlungsschritten für den Fall eines Stromunfalls
- Praktische Demonstration unterschiedlicher Schutzklassen und Schutzarten
- Analyse eines vereinfachten Stromrichterschaltbildes
- Fallbeispiele zu typischen Fehlerbildern an Hochvoltkomponenten
- Gruppenübung zur Einordnung eines Fahrzeugs nach Antriebsart
- Praktische Arbeit mit Ladesystemen und deren Anschlusskomponenten
- Abschließende praktische Übungssequenz zu Freischalten, Prüfen und Sichern
Der Kurs ist bewusst als Werkstattqualifikation angelegt: Theoretisches Wissen zu Stromrichtern oder Batterietechnik bleibt folgenlos, wenn es nicht mit dem sicheren praktischen Handeln am Fahrzeug verbunden wird. Deshalb wechseln sich Erklärungen zu elektrotechnischen Zusammenhängen durchgehend mit praktischen Übungen im Werkstattumfeld ab. Besonderes Gewicht liegt auf dem praktischen Teil rund um Freischalten und Prüfen der Spannungsfreiheit, da dieser Schritt in der täglichen Werkstattarbeit über die Sicherheit von Mensch und Fahrzeug entscheidet und entsprechend eingeübt werden muss, bis er sicher sitzt. Ergänzend wird immer wieder der Bezug zur klassischen Fahrzeugtechnik hergestellt: An welcher Stelle unterscheidet sich die Arbeit an einem Hybridfahrzeug von der an einem reinen Elektrofahrzeug, und welche der gewohnten Werkstattabläufe müssen bei Hochvoltkomponenten grundlegend angepasst werden.
Lernziele:
- Grundlagen der Wechselstromtechnik verstehen und auf Fahrzeugkomponenten anwenden
- Aufbau und Funktion elektronischer Bauteile sowie Transistorarten und Transistorschaltungen erklären
- Stromrichterarten und ihren Einsatz in Elektrofahrzeugen einordnen
- Gründe und Ziele alternativer Antriebe im Kontext der Mobilitätswende benennen
- Hybrid-Antriebe und rein elektrische Antriebe voneinander unterscheiden
- Aufbau und Funktionsweise von HV-Batterien mit Schwerpunkt Li-Ionen-Technik beschreiben
- Kondensatoren als Energiespeicher in Hochvoltsystemen einordnen
- Gefahren des elektrischen Stromes erkennen und Erste-Hilfe-Handlungsschritte im Ernstfall anwenden
- Sicherheitsvorkehrungen, Schutzklassen und Schutzarten bei Hochvoltkomponenten korrekt einsetzen
- Fahrzeuge sicher freischalten und Spannungsfreiheit fachgerecht prüfen
- Leitungen, Kabel, Verbindungssysteme und Ladesysteme von Elektrofahrzeugen fachgerecht beurteilen
- Relevante Gesetze, Verordnungen und Vorschriften im Umgang mit Hochvolttechnik anwenden
Zielgruppe & Voraussetzungen
Der Kurs richtet sich an Personen, die im Zuge der Transformation durch Energiewende, Elektromobilität und Fachkräftemangel einen Weiterbildungsbedarf im Bereich Hochvolttechnik festgestellt haben und bereits Interesse oder erste Erfahrung in diesem Feld mitbringen.
- Kfz-Mechatroniker:innen, die sich für Elektrofahrzeuge qualifizieren möchten
- Elektroniker:innen für Fahrzeuge mit Interesse an Hochvolttechnik
- Servicetechniker:innen, die künftig Elektrofahrzeuge warten und reparieren
- Fachkräfte für Elektromobilität mit erstem technischem Grundverständnis
- Personen im Strukturwandel, die sich beruflich in Richtung Elektromobilität neu ausrichten
- Werkstattmitarbeitende aus klassischen Verbrenner-Berufen, die durch den wachsenden Anteil an Hybrid- und Elektrofahrzeugen im Fuhrpark ihrer Betriebe zusätzliche Qualifikationen benötigen
Vorausgesetzt wird ein grundlegendes Interesse an den Themen Elektromobilität und Hochvolttechnik. Ein handwerklich-technisches Grundverständnis, wie es in Kfz-Berufen üblich ist, sowie Erfahrung im Bereich Hochvolttechnik sind hilfreich, aber keine zwingende Voraussetzung, da die technischen Grundlagen im Kurs von Beginn an aufgebaut werden.
Ablauf & Abschluss
Der Kurs kombiniert theoretischen Unterricht zu elektrotechnischen Grundlagen mit einem umfangreichen praktischen Teil in der Werkstatt. Sicherheitsrelevante Handgriffe wie das Freischalten von Fahrzeugen und die Prüfung der Spannungsfreiheit werden unter Anleitung so lange geübt, bis sie sicher beherrscht werden, bevor an anderen Hochvoltkomponenten weitergearbeitet wird.
Die Weiterbildung ist so aufgebaut, dass elektrotechnische Grundlagen, Antriebs- und Speichertechnik sowie Arbeitssicherheit an Hochvoltsystemen nacheinander mit ausreichend praktischer Übungszeit behandelt werden, bevor im letzten Block Ladetechnik und rechtliche Vorschriften ergänzt werden.
Der Kurs schließt mit einer Teilnahmebescheinigung der TÜV Rheinland Akademie ab. Es handelt sich um eine anbieterspezifische Bescheinigung und keine staatlich genormte Qualifikationsstufe im Sinne der Hochvolt-Qualifikationsstufen nach DGUV-Systematik, sofern die Einordnung in eine solche Stufe nicht gesondert ausgewiesen wird.
Nutzen & Perspektiven
Elektromobilität verändert die Anforderungen an Werkstattarbeit spürbar: Wer an Hochvoltsystemen arbeitet, ohne die zugrunde liegende Elektrotechnik und die Sicherheitsregeln verinnerlicht zu haben, geht ein erhebliches Risiko ein. Dieser Kurs setzt genau hier an und verbindet technisches Verständnis mit eingeübter Sicherheitspraxis. Für den Werkstattalltag bedeutet das, dass Teilnehmende nach dem Kurs nicht nur wissen, wie eine HV-Batterie grundsätzlich aufgebaut ist, sondern auch, wie ein Fahrzeug vor Arbeiten fachgerecht freigeschaltet und die Spannungsfreiheit sicher geprüft wird — ein Schritt, der in der Praxis über die eigene Sicherheit entscheidet. Langfristig erweitert der Kurs das Einsatzspektrum in Kfz-Betrieben erheblich, da Fahrzeuge mit Hybrid- oder Elektroantrieb einen wachsenden Anteil der Werkstattaufträge ausmachen und entsprechend qualifizierte Fachkräfte zunehmend gefragt sind. Darüber hinaus verschafft die Weiterbildung eine gewisse Zukunftssicherheit im eigenen Beruf: Werkstätten, die Hochvoltarbeiten mangels qualifizierten Personals ablehnen müssen, verlieren zunehmend Aufträge an Betriebe, die entsprechend geschultes Personal vorweisen können. Wer die in diesem Kurs vermittelten Grundlagen zu Elektrotechnik, Energiespeichern und Arbeitssicherheit sicher beherrscht, wird für solche Betriebe zu einer deutlich vielseitiger einsetzbaren Fachkraft.
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Arbeitsmarkt-Report
Bau- und Handwerksbetriebe melden seit 2021 anhaltenden Fachkräftemangel — besonders im Bereich energetische Sanierung, Wärmepumpen-Installation und Energieberatung. Wer auf Effizienz-Themen spezialisiert ist, profitiert direkt von KfW-Programmen und BEG-Förderung.
Zielberufe & offene Stellen
Berufe, in denen Absolvent:innen dieses Kurses typischerweise arbeiten — mit bundesweit offenen Stellen der letzten 12 Monate.
- Geprüfter Kraftwerksmeister/Geprüfte Kraftwerksmeisterin - Fachrichtung Produktion73.837 Stellen
- Fahrzeugtechnik (grundständig)8.546 Stellen
- Elektrotechnikermeister/Elektrotechnikermeisterin/Bachelor Professional im Elektrotechniker-Handwerk2.950 Stellen
- Kraftfahrzeugmechatroniker/Kraftfahrzeugmechatronikerin Schwerpunkt System- und Hochvolttechnik550 Stellen
- Staatlich geprüfter Techniker/Staatlich geprüfte Technikerin Fachrichtung Elektromobilität/Bachelor Professional in Technik24 Stellen
Verwandte Kurse & Alternativen
30 ähnliche Qualifizierungen & Kurse in diesem Themenfeld
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Brauche ich bereits Erfahrung mit Elektrofahrzeugen, um teilzunehmen?
Nein, vorausgesetzt wird lediglich Interesse an Elektromobilität und Hochvolttechnik. Ein technisches Grundverständnis aus Kfz-Berufen ist hilfreich, wird aber nicht zwingend erwartet, da die Inhalte von den Grundlagen an vermittelt werden.
Was genau lerne ich zum Thema Freischalten und Spannungsfreiheit?
Sie üben praktisch unter Anleitung, wie ein Hochvoltfahrzeug vor Wartungsarbeiten korrekt freigeschaltet und die Spannungsfreiheit fachgerecht geprüft wird — ein zentraler Sicherheitsschritt für jede Arbeit an Hochvoltkomponenten.
Werden auch Erste-Hilfe-Maßnahmen behandelt?
Ja, der Kurs geht auf die Gefahren des elektrischen Stromes ein und übt Erste-Hilfe-Maßnahmen für den Fall eines Stromunfalls im Werkstattalltag.
Welchen Abschluss erhalte ich nach dem Kurs?
Sie erhalten eine Teilnahmebescheinigung der TÜV Rheinland Akademie. Es handelt sich um eine anbieterspezifische Bescheinigung.
Ist der Kurs eher theoretisch oder praktisch ausgerichtet?
Der Kurs kombiniert elektrotechnische Theorie mit einem umfangreichen praktischen Werkstattteil, in dem sicherheitsrelevante Handgriffe wie Freischalten und Prüfen so lange geübt werden, bis sie sicher beherrscht werden.