Kreativ & Medien
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Interface Design lernen: UX, Prototyping, WCAG – Kurs

Gestaltung digitaler Benutzeroberflächen von der Anforderungsanalyse über Wireframes und Prototypen bis zum barrierefreien Design-System.

Auf einen Blick

DauerCombined LearningØ am Markt
Formatflexibelflexibel
KostenMeist voll gefördertauf Anfrage / Förderung
Finanzierung über Förderung möglich – mit Bildungsgutschein bis zu 100 % förderbar*

Überblick

Interface Design befasst sich mit der Gestaltung digitaler Benutzeroberflächen: von der Analyse des Nutzungskontexts über Informationsarchitektur und Interaktionsmuster bis zur Übergabe fertiger Prototypen an die Entwicklung. Im Mittelpunkt stehen visuelle Hierarchie, Barrierefreiheit und die Dokumentation wiederverwendbarer Design-Systeme. Wer digitale Produkte nicht nur hübsch, sondern auch nachvollziehbar und zugänglich gestalten will, findet hier den methodischen Werkzeugkasten dafür.

Berufliche FachweiterbildungInhaltsstand 03.07.2026

Kursprofil, Marktdaten und verfügbare Lernformen

Die folgenden Angaben stammen aus den Angeboten eines einzelnen Anbieters — es ist also kein Anbietervergleich, sondern das erfasste Angebot zu diesem Kurs. Konkrete Preise und Termine nennt der Anbieter im Beratungsgespräch.

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Anbieter

1

an 2 Standorten

Angebote

48

diesem Kursprofil zugeordnete Angebote

Kommende Termine

0

Termine werden anbieterabhängig veröffentlicht

Regionen

bundesweit

inklusive Online- und Hybridangeboten, sofern vorhanden

Abschluss

Trägerinternes Zertifikat / qualifizierte Teilnahmebescheinigung

Mögliche Förderwege

Bildungsgutschein · Aktivierungs- und Vermittlungsgutschein · Qualifizierungschancengesetz

Vermittelte Kompetenzen

  • Interface Design
  • Informationsarchitektur
  • Wireframing
  • Prototyping
  • Usability-Tests
  • WCAG-Barrierefreiheit
  • Design-Systeme
  • Interaktionsgestaltung

Zugeordnete Zielberufe

  • Design (grundständig)16.692 Stellen/12 Mon.
  • Technische Informatik (grundständig)469 Stellen/12 Mon.
  • Medienwissenschaft (grundständig)90 Stellen/12 Mon.
  • Information-Architect83 Stellen/12 Mon.
  • Medienproduktion (grundständig)72 Stellen/12 Mon.
  • Interfacedesigner/Interfacedesignerin15 Stellen/12 Mon.

Datenbasis: 48 diesem Kurs zugeordnete Angebote sowie die dazu veröffentlichten Termindaten, Stand 19.08.2026. Mehrere Standorte eines Trägers zählen als ein Anbieter.

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Kursinhalte & Lernziele

Im ersten Block geht es um die Grundlagen des Interface Designs und seine Einordnung in den größeren UX-Prozess. Bevor irgendetwas gezeichnet wird, steht die Analyse: Wer nutzt das Produkt, unter welchen Bedingungen, mit welchem Ziel?

  • Abgrenzung von Interface Design zu UX Design und Interaktionsdesign
  • Methoden zur Erhebung von Nutzungskontexten und Rahmenbedingungen
  • Aufgabenanalyse als Grundlage für Bildschirmabfolgen
  • Aufbau von Informationsarchitekturen für unterschiedlich komplexe Anwendungen
  • Entwicklung von Navigationsmodellen für Web- und App-Oberflächen
  • Dokumentation der Analyseergebnisse als Basis für die weitere Gestaltung

Der zweite Block widmet sich der visuellen Gestaltung. Hier wird aus einer Struktur eine tatsächlich wahrnehmbare Oberfläche mit klarer Ordnung und Lesbarkeit.

  • Rasteraufbau und Layoutprinzipien für responsive Oberflächen
  • Aufbau konsistenter Farbsysteme und Icon-Bibliotheken
  • Typografische Systeme und Skalen für unterschiedliche Endgeräte
  • Visuelle Hierarchie zur Steuerung der Aufmerksamkeit
  • Anpassung von Layouts an unterschiedliche Bildschirmgrößen
  • Zusammenspiel von Weißraum, Kontrast und Gruppierung

Der dritte Block behandelt die Interaktionsgestaltung: Wie reagiert eine Oberfläche auf Eingaben, wie kommuniziert sie Zustände, wie fühlt sich eine Bedienung stimmig an?

  • Muster für Eingaben, Auswahl und Bestätigung
  • Zustands- und Feedback-Gestaltung bei Ladezeiten, Fehlern und Erfolgsmeldungen
  • Unterschiede zwischen Touch-Bedienung und Maus-/Tastatursteuerung
  • Responsive Verhaltensregeln beim Wechsel zwischen Geräteklassen
  • Einsatz und Grenzen von Mikroanimationen
  • Konsistenzregeln für wiederkehrende Interaktionen innerhalb eines Produkts

Der vierte Block umfasst Prototyping, Spezifikation und die Übergabe an die Entwicklung – der Punkt, an dem aus Entwürfen etwas Umsetzbares wird.

  • Aufbau von Wireframes in unterschiedlichen Detailstufen
  • Modellierung von User Flows für zentrale Nutzungspfade
  • Erstellung klickbarer Prototypen zur Konzeptprüfung
  • Export von Assets in entwicklungsfähigen Formaten
  • Versionsverwaltung von Designdateien im Teamkontext
  • Aufbau nachvollziehbarer Spezifikationen für Frontend-Teams

Ein eigener Praxisblock verzahnt Barrierefreiheit, Tests und Design-Systeme, denn erst im Zusammenspiel zeigt sich, ob eine Oberfläche wirklich für alle funktioniert.

  • Prüfung von Kontrastwerten nach WCAG-2.1-Vorgaben
  • Gestaltung nachvollziehbarer Fokusreihenfolgen für Tastaturnutzung
  • Basis-Tests mit Screenreadern an eigenen Entwürfen
  • Planung von Usability-Tests inklusive Aufgabenstellung und Teilnehmerauswahl
  • Moderation von Testsitzungen und Protokollierung von Beobachtungen
  • Auswertung von Testergebnissen und Priorisierung von Änderungen
  • Aufbau von Komponentenbibliotheken mit wiederverwendbaren Elementen
  • Einführung von Design-Tokens für Farben, Abstände und Typografie
  • Benennungskonventionen für Komponenten und Varianten
  • Dokumentation eines Design-Systems für Design- und Entwicklungsteams
  • Abstimmungsprozesse mit Produktmanagement bei Konfliktentscheidungen
  • Übergabeprozess vom Prototyp zum entwickelten Feature

Über die einzelnen Module hinweg verbindet der Kurs gestalterisches Handwerk mit einer nachvollziehbaren Arbeitsmethodik: Jede Entscheidung – von der Farbwahl bis zur Interaktionslogik – lässt sich auf eine Anforderung oder ein Testergebnis zurückführen. Das unterscheidet Interface Design von reiner Bildschirmgestaltung und macht die Ergebnisse in Teams nachvollziehbar und übertragbar. Am Ende steht nicht nur ein gestalteter Bildschirm, sondern ein dokumentierter Prozess: von der Analyse über Wireframe und Prototyp bis zur Komponente im Design-System. Diese Nachvollziehbarkeit ist es, die in der Praxis den Unterschied zwischen einem einmaligen Entwurf und einem skalierbaren Produkt macht.

Lernziele:

  • Nutzungskontexte, Aufgabenflüsse und Zielgruppen aus vorliegenden Anforderungen herausarbeiten
  • Informationsarchitekturen und Navigationsmodelle für unterschiedliche Produktkategorien entwickeln
  • Interaktionsmuster für Eingaben, Zustände und Feedback begründet auswählen und einsetzen
  • Unterschiede zwischen Touch-, Desktop- und Mobile-Paradigmen in konkrete Gestaltungsentscheidungen übersetzen
  • Raster, Layoutprinzipien sowie Farb- und Icon-Systeme für konsistente Oberflächen anwenden
  • Typografische Hierarchien für verschiedene Bildschirmgrößen aufbauen
  • Wireframes, User Flows und klickbare Prototypen mit gängigen Designwerkzeugen erstellen
  • Usability-Tests planen, moderieren, auswerten und daraus konkrete Änderungen ableiten
  • Barrierefreiheitskriterien nach WCAG 2.1 in Kontrast, Fokusführung und Tastaturbedienung umsetzen
  • Ein Design-System aus Komponenten, Design-Tokens und Namenskonventionen aufbauen
  • Assets exportieren und Spezifikationen so dokumentieren, dass Entwicklung sie direkt umsetzen kann
  • In der Zusammenarbeit mit Produktmanagement und Frontend-Entwicklung Gestaltungsentscheidungen fachlich vertreten

Zielgruppe & Voraussetzungen

Der Kurs richtet sich an digital affine und gestalterisch interessierte Menschen, die sich im Bereich integriertes Interface- und Interaktionsdesign weiterbilden oder neu aufstellen möchten – etwa nach einem Studium, einer Ausbildung im Medien-, technischen oder kaufmännischen Bereich oder mit Erfahrung aus einem anderen Berufsfeld.

  • Personen, die eine Tätigkeit im UI- oder Interaction-Design anstreben oder bereits in angrenzenden Bereichen arbeiten
  • Neu- und Quereinsteigende ohne einschlägige Vorausbildung, aber mit Interesse an digitaler Gestaltung
  • Arbeitssuchende und Berufsrückkehrende, die sich fachlich neu orientieren möchten
  • Menschen mit ersten eigenen Web- oder Social-Media-Projekten, die diese Erfahrung professionalisieren wollen
  • Personen, die von einem angrenzenden Design- oder IT-Beruf in Richtung Interface Design wechseln möchten
Voraussetzungen:

Für die Teilnahme werden ein handelsüblicher PC oder Laptop mit stabiler Internetverbindung und ein unterstützter Browser benötigt; für Phasen im virtuellen Klassenzimmer zusätzlich ein Mikrofon oder eine Webcam mit Mikrofon. Sinnvoll sind zudem Grundkenntnisse in der Bedienung von Computern sowie Deutschkenntnisse auf einem Niveau, das dem Verstehen fachlicher Erklärungen entspricht. Erste eigene Berührungspunkte mit Design, Digitalisierung oder IT – etwa aus Berufserfahrung oder privaten Projekten – erleichtern den Einstieg, sind aber keine formale Bedingung. Ein Mindestalter von 18 Jahren bei Vertragsabschluss ist vorgesehen.

Ablauf & Abschluss

Der Kurs kombiniert Präsenz- und Online-Phasen im Wechsel, sodass fachliche Inputs, angeleitete Übungen und selbstständige Projektarbeit ineinandergreifen. Gestalterische Entwürfe entstehen direkt in branchenüblichen Designwerkzeugen und werden in der Gruppe besprochen und weiterentwickelt. Die Organisation ist überwiegend auf Vollzeit ausgelegt, mit Anteilen in Teilzeit, sodass sich Lerntempo und Praxisphasen an den jeweiligen Kursabschnitt anpassen lassen.

Der Umfang richtet sich nach der Struktur des Combined-Learning-Formats mit ineinandergreifenden Präsenz- und Online-Einheiten. Über die Kursdauer hinweg wechseln sich thematische Blöcke zu Analyse, visueller Gestaltung, Interaktionsdesign und Design-Systemen mit praktischer Umsetzung an eigenen Entwürfen ab, sodass am Ende ein zusammenhängendes Projektportfolio entsteht.

Am Ende der Weiterbildung steht ein trägerinternes Zertifikat beziehungsweise eine qualifizierte Teilnahmebescheinigung, die die behandelten Themen und erworbenen Fähigkeiten dokumentiert. Eine staatliche oder herstellerseitige Prüfung ist mit diesem Kurs nicht verbunden; im Mittelpunkt steht der Nachweis der praktisch erarbeiteten Gestaltungs- und Testkompetenz.

Nutzen & Perspektiven

Wer diesen Kurs abschließt, verlässt ihn nicht mit isolierten Werkzeugkenntnissen, sondern mit einem vollständigen Ablauf: von der Analyse eines Nutzungskontexts über Wireframe und Prototyp bis zur dokumentierten Komponente in einem Design-System. Genau dieser Zusammenhang wird in Teams gebraucht, in denen Gestaltung nicht als Einzelaufgabe, sondern als Teil eines größeren Produktprozesses verstanden wird. Besonders wertvoll ist die Verzahnung von Gestaltung und Barrierefreiheit. Statt WCAG-Kriterien als nachträgliche Pflichtübung zu behandeln, werden sie von Anfang an in Layout, Farbwahl und Interaktionsdesign mitgedacht – eine Kompetenz, die in vielen Teams noch unterrepräsentiert ist und entsprechend gefragt. Darüber hinaus bereitet der Kurs auf die Zusammenarbeit mit Entwicklung und Produktmanagement vor: Wer weiß, wie man Design-Tokens benennt, Spezifikationen dokumentiert und Testergebnisse in konkrete Änderungen übersetzt, kann sich in interdisziplinären Teams schneller einbringen und Gestaltungsentscheidungen fachlich begründen, statt sie nur zu präsentieren.

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Arbeitsmarkt-Report

Digitale Mediengestaltung, UX/UI, Social-Media-Content und Webdesign bleiben gefragt — aber AI-Tools verändern die Arbeit grundlegend. Wer Adobe/Figma mit AI-Workflows (Midjourney, ChatGPT, Runway) kombiniert, sichert sich überdurchschnittliche Position.

Einstieg (0-2 J.):32.000–42.000 €
Mittel (3-7 J.):44.000–58.000 €
Senior (8+ J.):60.000–80.000 €

Zielberufe & offene Stellen

Berufe, in denen Absolvent:innen dieses Kurses typischerweise arbeiten — mit bundesweit offenen Stellen der letzten 12 Monate.

  • Design (grundständig)
    16.692 Stellen
  • Technische Informatik (grundständig)
    469 Stellen
  • Medienwissenschaft (grundständig)
    90 Stellen
  • Information-Architect
    83 Stellen
  • Medienproduktion (grundständig)
    72 Stellen
  • Interfacedesigner/Interfacedesignerin
    15 Stellen

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Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Muss ich schon Design-Erfahrung mitbringen?

Nein. Der Kurs richtet sich ausdrücklich auch an Neu- und Quereinsteigende. Hilfreich sind erste eigene Berührungspunkte mit Design oder Digitalisierung, zwingend erforderlich sind sie aber nicht.

Welche Werkzeuge werden im Kurs eingesetzt?

Es kommen branchenübliche Designwerkzeuge für Wireframes, Prototypen und Design-Systeme zum Einsatz, mit denen auch in der Praxis gearbeitet wird. Details zur konkreten Softwareausstattung klärt der Anbieter vor Kursbeginn.

Wie wichtig ist Barrierefreiheit in diesem Kurs?

Barrierefreiheit ist kein Zusatzthema, sondern durchgängig in die Gestaltungsmodule integriert: Kontrast, Fokusführung und Tastaturbedienung nach WCAG 2.1 werden praktisch an eigenen Entwürfen geübt.

Welchen Abschluss erhalte ich am Ende?

Am Ende steht ein trägerinternes Zertifikat beziehungsweise eine qualifizierte Teilnahmebescheinigung, die die vermittelten Inhalte dokumentiert. Eine externe Zertifizierungsprüfung ist damit nicht verbunden.

Wie läuft der Unterricht organisatorisch ab?

Der Kurs findet im Combined-Learning-Format statt, also im Wechsel aus Präsenz- und Online-Phasen, überwiegend in Vollzeit organisiert mit Anteilen in Teilzeit.