Recht im E-Commerce: Vertrags- und Forderungsrecht – Kurs
Rechtliche Grundlagen für den Online-Handel: Vertragsgestaltung, Rückabwicklung, Mahn- und Klageverfahren sowie Insolvenzrecht im E-Commerce-Kontext.
Auf einen Blick
Überblick
Der Online-Handel unterliegt einem eigenen rechtlichen Rahmen, der sich in wesentlichen Punkten vom stationären Geschäft unterscheidet: Widerrufsrechte, Fernabsatzregeln, digitale Vertragsschlüsse und besondere Informationspflichten prägen den Alltag im E-Commerce. Dieser Lehrgang vermittelt die rechtlichen Grundlagen, die im Online-Vertrieb praktisch relevant werden — von der Vertragsgestaltung über die Abwicklung von Rückabwicklungen und Leistungsstörungen bis hin zu Mahn- und Klageverfahren sowie insolvenzrechtlichen Fragestellungen. Er richtet sich an alle, die ihre rechtlichen Kenntnisse im Umfeld des Online-Handels auffrischen oder erstmals fundiert aufbauen wollen, und lässt sich modular mit weiteren kaufmännischen Lehrgangsinhalten kombinieren.
Kursprofil, Marktdaten und verfügbare Lernformen
Die folgenden Angaben stammen aus den Angeboten eines einzelnen Anbieters — es ist also kein Anbietervergleich, sondern das erfasste Angebot zu diesem Kurs. Konkrete Preise und Termine nennt der Anbieter im Beratungsgespräch.
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an 3 Standorten
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diesem Kursprofil zugeordnete Angebote
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bundesweit
inklusive Online- und Hybridangeboten, sofern vorhanden
Abschluss
Trägerzertifikat (interne Prüfung)
Mögliche Förderwege
Bildungsgutschein · Aktivierungs- und Vermittlungsgutschein · Qualifizierungschancengesetz
Vermittelte Kompetenzen
- Vertragsrecht im Online-Vertrieb
- Rückabwicklungsprozesse
- Leistungsstörungen
- Mahnverfahren
- Klageverfahren
- Insolvenzrecht
- Verbraucherrecht im E-Commerce
Zugeordnete Zielberufe
- Beamter/Beamtin im Verwaltungsdienst des Bundes im Informationstechnikzentrum Bund (gehobener technischer Dienst)3.137 Stellen/12 Mon.
- Fachanwalt/Fachanwältin639 Stellen/12 Mon.
- E-Commerce-Manager/E-Commerce-Managerin336 Stellen/12 Mon.
- Lebensmittelkontrolleur/Lebensmittelkontrolleurin (Weiterbildung)132 Stellen/12 Mon.
Datenbasis: 44 diesem Kurs zugeordnete Angebote sowie die dazu veröffentlichten Termindaten, Stand 19.08.2026. Mehrere Standorte eines Trägers zählen als ein Anbieter.
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Kursinhalte & Lernziele
Modul 1 — Verträge im Online-Vertrieb Der erste Block behandelt die rechtlichen Grundlagen des Vertragsschlusses im Internet. Anders als im stationären Handel läuft der Vertragsschluss hier über technische Bestellprozesse ab, was besondere Anforderungen an Transparenz und Nachweisbarkeit stellt.
- Zustandekommen von Verträgen im Online-Shop: Angebot und Annahme
- Allgemeine Geschäftsbedingungen und ihre Einbeziehung in den Vertrag
- Informationspflichten gegenüber Verbrauchern vor Vertragsschluss
- Besonderheiten des Fernabsatzrechts bei Online-Bestellungen
- Wirksamkeit einzelner Vertragsklauseln im E-Commerce-Kontext
Modul 2 — Rückabwicklungsprozesse und Leistungsstörungen bearbeiten Rücksendungen, Widerrufe und mangelhafte Lieferungen gehören zum Tagesgeschäft im Online-Handel. Dieser Block zeigt, wie sich solche Fälle rechtlich korrekt und praxisnah abwickeln lassen.
- Widerrufsrecht: Voraussetzungen, Fristen und Ausnahmen
- Rückabwicklung von Verträgen nach Widerruf oder Rücktritt
- Sachmängel und Gewährleistungsansprüche im Online-Vertrieb
- Typische Leistungsstörungen: Lieferverzug, Schlechtleistung, Unmöglichkeit
- Praktische Bearbeitung von Reklamationsfällen im Tagesgeschäft
Modul 3 — Mahn- und Klageverfahren und Insolvenzrecht Bleiben Zahlungen aus, braucht es rechtssichere Wege der Forderungsdurchsetzung. Dieser Block führt durch das außergerichtliche Mahnverfahren, den gerichtlichen Klageweg und die insolvenzrechtlichen Grundlagen, die bei zahlungsunfähigen Vertragspartnern relevant werden.
- Ablauf des gerichtlichen Mahnverfahrens von Antrag bis Vollstreckungsbescheid
- Voraussetzungen und Ablauf eines Klageverfahrens vor dem Zivilgericht
- Zuständigkeiten von Amts- und Landgerichten bei Forderungsstreitigkeiten
- Grundzüge des Insolvenzverfahrens und Rangfolge der Gläubiger
- Auswirkungen einer Insolvenz auf offene Forderungen aus Online-Geschäften
Praxisblock — Rechtliche Fallbearbeitung im E-Commerce-Alltag Der Praxisblock verknüpft die drei Themenfelder zu durchgängigen Fallbeispielen, wie sie im Alltag eines Online-Händlers oder einer mit E-Commerce-Recht befassten Fachkraft auftreten.
- Prüfung eines Online-Vertrags auf wirksame Einbeziehung von AGB
- Bearbeitung eines Widerrufsfalls von der Rücksendung bis zur Rückzahlung
- Einordnung eines Lieferverzugs und Ableitung der Rechtsfolgen
- Erstellung eines gerichtlichen Mahnbescheids in einem Übungsfall
- Abgrenzung, wann ein Mahnverfahren in ein Klageverfahren übergeht
- Bewertung eines insolvenzrechtlichen Sachverhalts mit offener Kundenforderung
- Prüfung strittiger Vertragsklauseln auf ihre Wirksamkeit
- Dokumentation einer rechtlichen Fallbearbeitung nach kaufmännischen Standards
- Einordnung von Reklamationen nach Sachmangel- oder Widerrufsrecht
- Erkennen von Fristen bei Widerruf, Mahnverfahren und Klageerhebung
- Diskussion von Grenzfällen zwischen Vertrags- und Verbraucherrecht
- Übertragung der Fallmuster auf unterschiedliche Online-Geschäftsmodelle
Am Ende des Lehrgangs verfügen die Teilnehmenden über ein praxisnahes Verständnis der rechtlichen Rahmenbedingungen im Online-Handel — von der Vertragsanbahnung über die Abwicklung von Reklamationen bis zur Durchsetzung offener Forderungen. Die enge Verzahnung von rechtlicher Theorie und alltagsnahen Fallbeispielen macht das Wissen unmittelbar im kaufmännischen oder verwaltenden Berufsalltag anwendbar.
Lernziele:
- Vertragstypen und Vertragsschluss im Online-Vertrieb rechtssicher einordnen
- Besonderheiten des Fernabsatzrechts gegenüber dem stationären Handel benennen
- Informations- und Belehrungspflichten gegenüber Verbrauchern im Online-Shop erkennen
- Rückabwicklungsprozesse bei Widerruf und Rücktritt strukturiert bearbeiten
- Typische Leistungsstörungen im Online-Vertrieb rechtlich einordnen und Lösungswege ableiten
- Mahnverfahren als außergerichtliches Instrument zur Forderungsdurchsetzung anwenden
- Ablauf und Voraussetzungen eines gerichtlichen Klageverfahrens nachvollziehen
- Grundzüge des Insolvenzrechts mit Bezug auf offene Forderungen aus Online-Geschäften verstehen
- Vertragsklauseln im Online-Handel auf rechtliche Wirksamkeit prüfen
- Schnittstellen zwischen Zivilrecht und praktischer Abwicklung im E-Commerce erkennen
- Rechtliche Risiken im Tagesgeschäft eines Online-Händlers frühzeitig identifizieren
Zielgruppe & Voraussetzungen
Der Lehrgang richtet sich an Personen, die ihre Kenntnisse im Recht des Online-Handels auffrischen oder sich diese fundiert neu aneignen möchten, insbesondere mit Bezug zu vertraglichen und forderungsrechtlichen Fragestellungen.
- Kaufmännische Fachkräfte mit Bezug zum Online-Vertrieb
- Mitarbeitende in Verwaltung oder Rechtsabteilung von Online-Händlern
- Personen mit Interesse an einer Tätigkeit im Bereich E-Commerce-Recht
- Quereinsteiger:innen mit kaufmännischem Hintergrund, die sich rechtlich spezialisieren wollen
- Teilnehmende weiterer IAD-Lehrgänge, die den Kurs modular ergänzen möchten
Der Lehrgang setzt grundlegende Erfahrungen im kaufmännischen oder Verwaltungsbereich sowie grundlegende Kenntnisse im Umgang mit EDV voraus. Vertiefte juristische Vorkenntnisse sind nicht erforderlich, da die Rechtsmaterie von Grund auf und mit klarem Praxisbezug zum Online-Handel aufgebaut wird. Der Lehrgang lässt sich mit weiteren Kursangeboten modular kombinieren, wenn zusätzliche kaufmännische Kenntnisse vertieft werden sollen.
Ablauf & Abschluss
Der Unterricht findet in Präsenzform als Vollzeitlehrgang statt und arbeitet mit durchgängigen Praxisfällen aus dem E-Commerce-Alltag. Auf die Einführung eines Rechtsgebiets folgt jeweils die Bearbeitung konkreter Fallbeispiele, sodass abstrakte Rechtsbegriffe direkt an alltagsnahen Situationen des Online-Handels verankert werden. Der modulare Aufbau erlaubt es, den Lehrgang mit thematisch verwandten Kursangeboten zu kombinieren.
Der Lehrgang wird als Vollzeit-Präsenzunterricht durchgeführt und deckt die drei zentralen Themenfelder Vertragsrecht, Rückabwicklung und Forderungsdurchsetzung inhaltlich vollständig ab. Die intensive Präsenzform ermöglicht direkten Austausch zu Fallbeispielen und individuellen Fragestellungen aus der Praxis.
Der Lehrgang schließt mit einer internen Prüfung und einem Zertifikat des Kursanbieters ab, das die erfolgreiche Teilnahme sowie die erworbenen Kenntnisse im E-Commerce-Recht bestätigt. Es handelt sich um einen trägerinternen Abschluss ohne staatliche Prüfungsordnung.
Nutzen & Perspektiven
Der Online-Handel wächst seit Jahren kontinuierlich, und mit ihm die Zahl rechtlicher Fragestellungen, die im Tagesgeschäft auftreten — von der korrekten Vertragsgestaltung bis zur Durchsetzung offener Forderungen. Wer in diesem Umfeld arbeitet, profitiert davon, rechtliche Risiken frühzeitig zu erkennen, statt sie erst im Streitfall zu bemerken. Die Stärke dieses Lehrgangs liegt in der klaren Verzahnung der drei Themenfelder: Vertragsrecht, Rückabwicklung und Forderungsdurchsetzung greifen im Berufsalltag ständig ineinander, etwa wenn ein Widerruf in einen Streit über die Rückzahlung mündet oder eine offene Forderung schließlich im Mahnverfahren landet. Statt diese Bereiche isoliert zu behandeln, zeigt der Kurs ihre praktischen Schnittstellen auf. Für kaufmännische Fachkräfte und Verwaltungsmitarbeitende im Online-Handel entsteht so ein Verständnis, das über bloßes Faktenwissen hinausgeht: die Fähigkeit, rechtliche Situationen im Tagesgeschäft richtig einzuordnen und angemessen zu reagieren, bevor aus einer Reklamation ein langwieriger Rechtsstreit wird. Auch aus Sicht der Compliance zahlt sich dieses Wissen aus: Wer die Anforderungen an Vertragsklauseln, Informationspflichten und Widerrufsfristen kennt, kann Prozesse im eigenen Unternehmen so gestalten, dass Streitfälle seltener überhaupt erst entstehen. Das betrifft nicht nur die juristische Fachabteilung, sondern ebenso den Kundenservice, der täglich mit Rückfragen zu Rücksendungen, Lieferverzug oder offenen Rechnungen konfrontiert ist und rechtssicher reagieren muss, ohne jeden Einzelfall an externe Beratung weiterreichen zu müssen.
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Arbeitsmarkt-Report
Kaufmännische Sachbearbeitung verlagert sich Richtung digitale Prozesse (DATEV-, SAP-, Salesforce-Kenntnisse). Wer klassische Buchhaltung mit ERP/Tool-Wissen kombiniert, ist überdurchschnittlich gefragt; Reine Routine-Sachbearbeitung verliert.
Zielberufe & offene Stellen
Berufe, in denen Absolvent:innen dieses Kurses typischerweise arbeiten — mit bundesweit offenen Stellen der letzten 12 Monate.
- Beamter/Beamtin im Verwaltungsdienst des Bundes im Informationstechnikzentrum Bund (gehobener technischer Dienst)3.137 Stellen
- Fachanwalt/Fachanwältin639 Stellen
- E-Commerce-Manager/E-Commerce-Managerin336 Stellen
- Lebensmittelkontrolleur/Lebensmittelkontrolleurin (Weiterbildung)132 Stellen
Verwandte Kurse & Alternativen
30 ähnliche Qualifizierungen & Kurse in diesem Themenfeld
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Welche Rechtsgebiete werden im Kurs behandelt?
Verträge im Online-Vertrieb, Rückabwicklungsprozesse und Leistungsstörungen sowie Mahn- und Klageverfahren einschließlich Insolvenzrecht — jeweils mit Bezug auf den E-Commerce-Alltag.
Benötige ich juristische Vorkenntnisse?
Nein. Vorausgesetzt werden lediglich grundlegende Erfahrungen im kaufmännischen oder Verwaltungsbereich sowie EDV-Grundkenntnisse. Die Rechtsmaterie wird von Grund auf aufgebaut.
Wie ist der Lehrgang organisiert?
Der Unterricht findet als Vollzeit-Präsenzlehrgang statt und arbeitet durchgängig mit Praxisfällen aus dem Online-Handel, um rechtliche Inhalte alltagsnah zu vermitteln.
Kann ich den Kurs mit anderen Lehrgängen kombinieren?
Ja, der Kurs ist modular aufgebaut und lässt sich mit weiteren kaufmännischen Kursangeboten des Anbieters kombinieren, wenn zusätzliche Kenntnisse vertieft werden sollen.
Welchen Abschluss erhalte ich?
Der Lehrgang endet mit einer internen Prüfung und einem Zertifikat des Bildungsträgers, das die erworbenen Kenntnisse im E-Commerce-Recht bestätigt.