Natur & Umwelt
wasser abfall recht

Fachbetriebsschulung § 62 WHG: Behälter/Heizöl

Komplettschulung nach § 62 WHG für Fachbetriebe: AwSV, LAU-/HBV-Anlagen und Behälter- sowie Heizölanlagentechnik – Erstschulung für fachkundiges Personal.

Auf einen Blick

DauerVollzeit-SeminarØ am Markt
Formatflexibelflexibel
KostenMeist voll gefördertauf Anfrage / Förderung
Finanzierung über Förderung möglich – mit Bildungsgutschein bis zu 100 % förderbar*
Dieser Kurs bildet für einen offiziellen Engpassberuf aus

Überblick

Fachbetriebe, die Anlagen zum Umgang mit wassergefährdenden Stoffen einbauen, aufstellen, instand setzen, stilllegen oder deren Dichtheit und Funktionsfähigkeit überwachen, benötigen dafür fachkundiges Personal nach § 62 Wasserhaushaltsgesetz (WHG). Diese Erstschulung vermittelt das dafür erforderliche Grundlagenwissen und vertieft es fachspezifisch für den Bereich Behälter und Heizölverbraucheranlagen. Behandelt werden das Wasserhaushaltsgesetz und das zugehörige untergesetzliche Regelwerk, die Anlagenverordnung AwSV, die Technischen Regeln Wasser sowie angrenzende Themen wie Gefahrstoffrecht, Arbeitsschutz und Genehmigungsgrundlagen.

Berufliche FachweiterbildungInhaltsstand 02.07.2026

Kursprofil, Marktdaten und verfügbare Lernformen

Die folgenden Angaben stammen aus den Angeboten eines einzelnen Anbieters — es ist also kein Anbietervergleich, sondern das erfasste Angebot zu diesem Kurs. Konkrete Preise und Termine nennt der Anbieter im Beratungsgespräch.

Zu diesem Kurs ist bisher ein Anbieter erfasst. Wenn du eine Anfrage stellst, prüfen wir zusätzlich vergleichbare Kurse anderer Anbieter.

Anbieter

1

an 3 Standorten

Angebote

1

diesem Kursprofil zugeordnete Angebote

Kommende Termine

0

an 2 erfassten Orten

Regionen

1 Bundesländer

inklusive Online- und Hybridangeboten, sofern vorhanden

Abschluss

Zertifikat der DEKRA Akademie

Mögliche Förderwege

Bildungsgutschein · Aktivierungs- und Vermittlungsgutschein · Qualifizierungschancengesetz

Lernformen

  • Seminar100 %

Zeitmodelle

  • Vollzeit100 %

Dauer im Markt

  • bis 3 Tage

Gemeldete Preisgruppen

  • 1.000–5.000 €

Häufige Kursorte

  • Ludwigshafen am Rhein
  • Kaiserslautern

Bundesländer

  • Rheinland-Pfalz

Vermittelte Kompetenzen

  • WHG
  • AwSV
  • HBV-Anlagen
  • LAU-Anlagen
  • TRWs DWA
  • GefStoffV
  • TRGS
  • Altöllagerung

Zugeordnete Zielberufe

  • Versorgungstechnik (grundständig)6.637 Stellen/12 Mon.
  • Ingenieur/Ingenieurin für Wasserwirtschaft1.963 Stellen/12 Mon.
  • Schweißtechniker/Schweißtechnikerin67 Stellen/12 Mon.

Datenbasis: 64 diesem Kurs zugeordnete Angebote sowie die dazu veröffentlichten Termindaten, Stand 19.08.2026. Mehrere Standorte eines Trägers zählen als ein Anbieter.

Kein Anbieter kann sich bei uns eine Platzierung oder Empfehlung kaufen.

So entstehen diese Daten · Fehler melden

Kursinhalte & Lernziele

Die Schulung gliedert sich in vier thematische Blöcke, die den rechtlichen Rahmen, das technische Regelwerk, angrenzende Schutzbereiche sowie die fachspezifische Vertiefung für Behälter- und Heizölanlagen abdecken. Der erste Block behandelt den rechtlichen Rahmen für Fachbetriebe nach § 62 WHG als Grundlage der gesamten Schulung.

  • Voraussetzungen für die Anerkennung als Fachbetrieb nach § 62 WHG
  • Überwachungsverfahren und wiederkehrende Prüfungen für Fachbetriebe
  • Systematik und Aufbau der AwSV im Überblick
  • Zusammenspiel von Wasserhaushaltsgesetz und untergesetzlichem Regelwerk
  • Zuständigkeiten und Kontrollinstanzen im Rahmen der Fachbetriebspflicht
  • Konsequenzen bei Nichteinhaltung der Fachbetriebsanforderungen

Der zweite Block vertieft das technische Regelwerk, das für Planung, Bau und Betrieb entsprechender Anlagen maßgeblich ist.

  • Technische Regeln Wasser (TRwS der DWA) als anerkannte Regeln der Technik
  • Bauartzulassung von Anlagenbauteilen und deren Nachweise
  • Eignungsfeststellung für Anlagen zum Umgang mit wassergefährdenden Stoffen
  • Unterscheidung und Einordnung von LAU-Anlagen (Lagern, Abfüllen, Umschlagen)
  • Unterscheidung und Einordnung von HBV-Anlagen (Herstellen, Behandeln, Verwenden)
  • Besonderheiten bei Rohrleitungen im Anlagenzusammenhang

Der dritte Block widmet sich angrenzenden Schutzbereichen, die bei Arbeiten an Anlagen mit wassergefährdenden Stoffen regelmäßig berührt werden.

  • Grundzüge des Arbeitsschutzrechts im Kontext entsprechender Anlagenarbeiten
  • Gefahrstoffverordnung (GefStoffV) und ihre praktische Relevanz
  • Technische Regeln für Gefahrstoffe (TRGS) und deren Anwendung
  • Anforderungen an explosionsgefährdete Bereiche im Anlagenumfeld
  • Besonderheiten der Altöllagerung nach geltendem Regelwerk
  • Schnittstellen zwischen Wasserrecht, Gefahrstoffrecht und Arbeitsschutz

Der vierte Block bündelt die fachspezifische Vertiefung für Behälter und Heizölverbraucheranlagen sowie die Genehmigungspraxis, ergänzt um einen umfangreichen Praxisteil.

  • Wasserrechtliche Genehmigungsgrundlagen für Behälteranlagen
  • Anzeigepflichten, die je nach Bundesland unterschiedlich ausgestaltet sind
  • Baurechtliche Genehmigungsgrundlagen im Zusammenhang mit Behälteranlagen
  • Spezifische Anforderungen an Heizölverbraucheranlagen
  • Einbau, Aufstellung und Instandsetzung von Behälter- und Heizölanlagen
  • Stilllegung entsprechender Anlagen unter Beachtung der rechtlichen Vorgaben
  • Überwachung von Dichtheit und Funktionsfähigkeit im laufenden Betrieb
  • Dokumentationspflichten im Rahmen von Einbau, Wartung und Stilllegung
  • Zusammenspiel von Bauartzulassung und praktischer Ausführung am Beispiel Behälter
  • Typische Mängel und Schadensbilder an Behälter- und Heizölanlagen erkennen
  • Abstimmung mit zuständigen Wasserbehörden in der Praxis einordnen
  • Fallbeispiele aus dem Bereich Behälter und Heizölverbraucheranlagen durcharbeiten

Die Schulung ist als Erstschulung konzipiert und deckt damit das vollständige Grundlagenwissen ab, das fachkundiges Personal für die Anerkennung und den Erhalt des Fachbetriebsstatus nach § 62 WHG benötigt. Der fachspezifische Teil fokussiert konsequent auf Behälter und Heizölverbraucheranlagen, sodass die Inhalte unmittelbar auf diesen Anlagentyp übertragbar sind, statt allgemein und unspezifisch zu bleiben. Am Ende der Schulung steht ein belastbares Verständnis der rechtlichen und technischen Anforderungen an Fachbetriebe im Bereich Behälter und Heizölverbraucheranlagen – von der Zulassung einzelner Bauteile bis zur wasser- und baurechtlichen Genehmigungspraxis.

Lernziele:

  • Anforderungen an Fachbetriebe nach § 62 WHG hinsichtlich Voraussetzungen und Überwachung verstehen
  • Systematik der AwSV (Anlagenverordnung wassergefährdender Stoffe) einordnen und anwenden können
  • Aufbau und Inhalte des Wasserhaushaltsgesetzes sowie des untergesetzlichen Regelwerks nachvollziehen
  • Technische Regeln Wasser (TRwS der DWA) im Arbeitsalltag korrekt heranziehen
  • Bauartzulassung und Eignungsfeststellung von Anlagenbauteilen einordnen
  • LAU-Anlagen (Lagern, Abfüllen, Umschlagen) rechtlich und technisch korrekt beurteilen
  • HBV-Anlagen (Herstellen, Behandeln, Verwenden) im eigenen Aufgabenbereich sicher einordnen
  • Anforderungen an Rohrleitungen im Kontext wassergefährdender Stoffe berücksichtigen
  • Relevante Vorgaben des Arbeitsschutzrechts bei Arbeiten an entsprechenden Anlagen anwenden
  • Gefahrstoffverordnung und Technische Regeln für Gefahrstoffe (TRGS) situationsgerecht einordnen
  • Anforderungen an explosionsgefährdete Bereiche im Anlagenkontext erkennen
  • Wasser- und baurechtliche Genehmigungs- sowie Anzeigepflichten im jeweiligen Bundesland einordnen

Zielgruppe & Voraussetzungen

Die Schulung richtet sich an fachkundiges Personal von Unternehmen, die Anlagen zum Umgang mit wassergefährdenden Stoffen einbauen, aufstellen, instand setzen oder stilllegen, sowie an Personen, die die Dichtheit und Funktionsfähigkeit solcher Anlagen überwachen. Der fachspezifische Teil ist auf Gewerke im Bereich Behälter und Heizölverbraucheranlagen zugeschnitten.

  • Fachkräfte, die Behälter- und Heizölanlagen einbauen oder instand setzen
  • Personal, das die Dichtheitsprüfung und Funktionsüberwachung entsprechender Anlagen durchführt
  • Mitarbeitende von Fachbetrieben, die den Status nach § 62 WHG erlangen oder erhalten möchten
  • Fachkundiges Personal aus Betrieben mit Bezug zu Heizöllagerung und -verbrauch
Voraussetzungen:

Die Schulung richtet sich an fachkundiges Personal aus den betreffenden Unternehmen. Vorausgesetzt wird eine grundsätzliche fachliche und technische Einbindung in Tätigkeiten rund um Anlagen zum Umgang mit wassergefährdenden Stoffen, insbesondere im Bereich Behälter und Heizölverbraucheranlagen.

Ablauf & Abschluss

Die Schulung findet als Seminar in Vollzeit statt und vermittelt das rechtliche und technische Regelwerk in kompakter, aufeinander aufbauender Form. Rechtliche Grundlagen, technisches Regelwerk und die fachspezifische Vertiefung für Behälter- und Heizölanlagen werden systematisch nacheinander behandelt, sodass Teilnehmende die Zusammenhänge zwischen Wasserrecht, technischen Regeln und praktischer Anlagenarbeit nachvollziehen können.

Die Erstschulung wird als kompaktes Vollzeit-Seminar durchgeführt und deckt das für die Anerkennung als Fachbetrieb nach § 62 WHG erforderliche Grundlagenwissen vollständig ab, mit klarem fachspezifischem Schwerpunkt auf Behälter- und Heizölverbraucheranlagen.

Die Schulung schließt mit einem Zertifikat der zuständigen Prüforganisation ab. Es bestätigt die Teilnahme an der Erstschulung nach § 62 WHG für den fachspezifischen Bereich Behälter und Heizölanlagen und dient als Nachweis der erforderlichen Fachkunde gegenüber Auftraggebern und Behörden.

Nutzen & Perspektiven

Der Status als Fachbetrieb nach § 62 WHG ist für Unternehmen, die an Anlagen zum Umgang mit wassergefährdenden Stoffen arbeiten, keine Option, sondern eine rechtliche Voraussetzung. Wer diese Schulung durchläuft, verschafft sich das Grundlagenwissen, das für die Anerkennung und den dauerhaften Erhalt dieses Status notwendig ist. Der klare fachspezifische Zuschnitt auf Behälter und Heizölverbraucheranlagen sorgt dafür, dass die vermittelten Inhalte nicht abstrakt bleiben, sondern sich unmittelbar auf den Arbeitsalltag in diesem Anlagenbereich übertragen lassen – von der Bauartzulassung einzelner Komponenten bis zur wasserrechtlichen Genehmigung eines konkreten Vorhabens. Für die Unternehmen selbst bedeutet gut geschultes Personal in diesem Bereich außerdem eine spürbare Reduktion rechtlicher und technischer Risiken: Fehler bei Einbau, Überwachung oder Stilllegung entsprechender Anlagen können erhebliche Folgen haben, denen fundiertes Fachwissen wirksam vorbeugt.

Welche Förderung passt zu dir?

Finde in 30 Sekunden heraus, ob dir ein Bildungsgutschein oder andere Zuschüsse zustehen. Kostenlos & ohne Anmeldung.

Arbeitsmarkt-Report

Konstruktion, CAD und industrielle Fertigung sind durchgehend gefragt — die Transformation Richtung E-Mobilität, Energietechnik und Industrie 4.0 schafft zusätzliche Spezialisten-Rollen. CAD-/Simulation-Software-Kenntnisse sind Türöffner.

Einstieg (0-2 J.):38.000–46.000 €
Mittel (3-7 J.):50.000–65.000 €
Senior (8+ J.):68.000–88.000 €

Zielberufe & offene Stellen

Berufe, in denen Absolvent:innen dieses Kurses typischerweise arbeiten — mit bundesweit offenen Stellen der letzten 12 Monate.

  • Versorgungstechnik (grundständig)
    6.637 Stellen
  • Ingenieur/Ingenieurin für Wasserwirtschaft
    1.963 Stellen
  • Schweißtechniker/Schweißtechnikerin
    67 Stellen

Unverbindliche Anfrage

Wir vergleichen passende Anbieter nach Region und Förderfähigkeit und melden uns in Kürze mit kostenlosen Kurs-Optionen.

Angaben ergänzen (optional) – für ein genaueres Angebot

Kostenlos & unverbindlich · Daten sind sicher

Verwandte Kurse & Alternativen

30 ähnliche Qualifizierungen & Kurse in diesem Themenfeld

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Was ist der Unterschied zwischen LAU- und HBV-Anlagen?

LAU-Anlagen dienen dem Lagern, Abfüllen und Umschlagen wassergefährdender Stoffe, HBV-Anlagen dem Herstellen, Behandeln und Verwenden. Die Schulung ordnet beide Anlagentypen rechtlich und technisch ein.

Für wen ist diese Erstschulung gedacht?

Für fachkundiges Personal aus Unternehmen, die Anlagen zum Umgang mit wassergefährdenden Stoffen einbauen, instand setzen, stilllegen oder deren Dichtheit und Funktionsfähigkeit überwachen, mit Schwerpunkt Behälter- und Heizölanlagen.

Welches Regelwerk wird konkret behandelt?

Neben dem Wasserhaushaltsgesetz und der AwSV werden die Technischen Regeln Wasser (TRWs DWA), Gefahrstoffverordnung und TRGS sowie wasser- und baurechtliche Genehmigungsgrundlagen behandelt.

Welchen Abschluss erhalte ich?

Ein Zertifikat der DEKRA Akademie, das die Teilnahme an der Erstschulung nach § 62 WHG für den Bereich Behälter und Heizölanlagen bestätigt.

Ist die Schulung bundesweit gleich oder gibt es regionale Unterschiede?

Die rechtlichen Grundlagen aus WHG und AwSV gelten bundesweit einheitlich. Anzeigepflichten sind jedoch landesspezifisch geregelt, was in der Schulung entsprechend eingeordnet wird.