Kaufmännisch & Verwaltung
Trägerzertifikat

Umschulung Verwaltung – Umschulung mit Abschluss

Verwaltungsarbeit heißt, allgemeine Regeln auf einzelne Fälle anzuwenden und die Entscheidung nachvollziehbar zu dokumentieren. Verwaltungsfachangestellte bearbeiten Anträge, ermitteln den Sachverhalt, prüfen die Voraussetzungen anhand der Gesetze und Satzungen, hören Betroffene an und erlassen …

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Dauer24 MonateOrientierung; Angebot prüfen
FormatOnline & Präsenzje nach Angebot
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Bildungsgutschein als Förderweg möglich; Zulassung des Angebots und persönliche Bewilligung prüfen.

Worum geht es in diesem Kurs?

Verwaltungsarbeit heißt, allgemeine Regeln auf einzelne Fälle anzuwenden und die Entscheidung nachvollziehbar zu dokumentieren. Verwaltungsfachangestellte bearbeiten Anträge, ermitteln den Sachverhalt, prüfen die Voraussetzungen anhand der Gesetze und Satzungen, hören Betroffene an und erlassen Bescheide. Je nach Amt geht es um Wohngeld, Sozialleistungen, Gewerbeanmeldungen, Bauanträge oder Bußgelder. Zweiter Block ist das Haushalts- und Kassenwesen: Mittel bewirtschaften, Rechnungen anweisen und die kamerale oder kaufmännische Buchführung bedienen. Der Beruf ist stark schriftlich geprägt – Vermerk, Bescheid, Fristenkontrolle. Die steuerfachliche Variante führt in Kanzleien.

„Betriebswirt für Verwaltung“ klingt nach Leitungsebene. Die Umschulungen unter dieser Bezeichnung führen aber nicht zum Fachschulabschluss, sondern zum Ausbildungsberuf Verwaltungsfachangestellte/r, in Einzelfällen zu Steuerfachangestellte/r. Der Fachschullehrgang kommt danach. Ein Anbieter verlangt ausdrücklich C1, weil du ab der ersten Woche Paragrafen liest und anwendest. Reicht dein Deutsch dafür nicht, geh zuerst die Sprache an.

Was lernst du in diesem Kurs?

  • Modul 1: Staat, Verwaltung und Rechtsgrundlagen (10 Wochen) – Das Einstiegsmodul vermittelt die Grundlagen, ohne die kein Bescheid begründet werden kann: Staatsaufbau, Grundrechte und die Stellung der Kommune. Ein Schwerpunkt liegt auf der juristischen Arbeitstechnik, also darauf, eine Norm zu lesen, den Tatbestand zu prüfen und das Ergebnis nachvollziehbar aufzuschreiben. Die konkrete Modulstruktur legt der Bildungsträger fest. Inhalte: Staatsaufbau, Grundrechte und Gesetzgebungsverfahren, Kommunale Selbstverwaltung und Gemeindeordnung, Aufbau und Aufgaben der Verwaltungsebenen, Juristische Arbeitstechnik: Normen lesen und anwenden, Aktenführung, Vermerk und Aktenordnung.
  • Modul 2: Allgemeines Verwaltungsrecht und Verwaltungsverfahren (12 Wochen) – Das rechtliche Kernmodul. Es behandelt den Verwaltungsakt in allen Phasen – vom Antrag über Anhörung und Ermessensausübung bis zum Bescheid und zum Widerspruch. Bescheidtechnik wird dabei nicht theoretisch, sondern anhand konkreter Fälle geübt, weil sie die tägliche Arbeit prägt. Inhalte: Verwaltungsakt: Begriff, Wirksamkeit und Bestandskraft, Verwaltungsverfahren, Anhörung und Ermessen, Bescheidtechnik und Begründungspflichten, Widerspruchsverfahren und Rechtsbehelfe, Fristen, Zustellung und Vollstreckung.
  • Modul 3: Besonderes Verwaltungsrecht und Fachaufgaben (12 Wochen) – Hier werden die Rechtsgebiete behandelt, in denen Verwaltungsfachangestellte tatsächlich eingesetzt werden. Der Zuschnitt richtet sich nach der Fachrichtung und dem Praxisamt; gemeinsam ist allen Gebieten die Methodik: Sachverhalt ermitteln, Norm prüfen, Ergebnis begründen. Inhalte: Sozial- und Leistungsrecht im Überblick, Ordnungs-, Melde- und Gewerberecht, Grundzüge des Bau- und Umweltrechts, Kommunale Satzungen, Gebühren und Beiträge, Fallbearbeitung in ausgewählten Rechtsgebieten.
  • Modul 4: Haushalts-, Kassen- und Rechnungswesen (12 Wochen) – Verwaltung ist Mittelbewirtschaftung. Das Modul behandelt Haushaltsplanung und -grundsätze, das kommunale Rechnungswesen mit seinen Buchungen sowie die Grundlagen des Vergaberechts. Für die steuerfachliche Variante tritt an diese Stelle die kaufmännische Buchführung mit Jahresabschluss. Inhalte: Haushaltsplanung, Bewirtschaftung und Haushaltsgrundsätze, Doppisches beziehungsweise kamerales Rechnungswesen, Buchungssätze, Belegbearbeitung und Anordnungswesen, Kosten- und Leistungsrechnung in der Verwaltung, Vergabegrundlagen und Beschaffung.
  • Modul 5: Personalwesen und Arbeits- beziehungsweise Dienstrecht (8 Wochen) – Das Modul behandelt die personalrechtliche Seite der Verwaltung, die sich in wesentlichen Punkten von der Privatwirtschaft unterscheidet. Neben Tarif- und Dienstrecht geht es um Eingruppierung, Personalakte und die Rolle der Personalvertretung. Inhalte: Tarifrecht des öffentlichen Dienstes und Eingruppierung, Grundzüge des Beamten- und Arbeitsrechts, Personalgewinnung, Personalakte und Beurteilungen, Arbeitszeit, Urlaub und Nebentätigkeiten, Personalvertretung und Mitbestimmung.
  • Modul 6: Kommunikation, Bürgerkontakt und Verwaltungsdigitalisierung (8 Wochen) – Das Modul verbindet die kommunikative mit der technischen Seite. Behandelt werden Gespräche in belasteten Situationen, verständliche Bescheidsprache sowie die Arbeit in elektronischer Akte und Fachverfahren. Der Datenschutzteil ist in der Verwaltung besonders streng, weil sensible Personendaten den Regelfall bilden. Inhalte: Gesprächsführung in Konflikt- und Belastungssituationen, Adressatengerechtes Schreiben und Bürgerbriefe, Elektronische Akte und Fachverfahren, Datenschutz nach DSGVO und Amtsverschwiegenheit, Textverarbeitung und Tabellenkalkulation im Verwaltungsalltag.
  • Modul 7: Praxisabschnitte in der Behörde (16 Wochen) – Die Praxisabschnitte in einer Behörde sind bei Verwaltungsumschulungen der Regelfall und für die spätere Einstellung besonders wichtig, weil öffentliche Arbeitgeber häufig aus dem eigenen Haus nachbesetzen. Umfang und Lage legen Bildungsträger und aufnehmende Stelle gemeinsam fest. Inhalte: Stationen in Bürgerbüro, Ordnungs-, Sozial- oder Personalamt, Selbstständige Bearbeitung einfacher Vorgänge unter Anleitung, Arbeit mit den eingesetzten Fachverfahren, Teilnahme an Bürgergesprächen und Sprechstunden, Dokumentation und Auswertung der Praxisabschnitte.
  • Modul 8: Prüfungsvorbereitung und Fallbearbeitung (8 Wochen) – Zum Abschluss wird auf die Prüfung vor der zuständigen Stelle hingearbeitet. Der Schwerpunkt liegt auf der Fallbearbeitung unter Zeitdruck und auf dem sicheren Umgang mit den zugelassenen Gesetzestexten, weil in dieser Prüfung nicht Auswendiglernen, sondern Anwenden zählt. Inhalte: Systematische Wiederholung der Rechtsgebiete, Bearbeitung von Prüfungsfällen unter Zeitbedingungen, Bescheiderstellung im Prüfungsformat, Training des mündlichen Prüfungsgesprächs, Umgang mit zugelassenen Hilfsmitteln und Gesetzestexten.

Lernziele:

  • Die Nachfrage ist außergewöhnlich hoch: 36.343 offene Stellen in den letzten 365 Tagen zum Zielberuf – der höchste Wert unter den hier gezeigten kaufmännischen Feldern.
  • Der öffentliche Dienst bietet planbare Beschäftigungsbedingungen, tarifgebundene Bezahlung und eine im Vergleich geringe Konjunkturabhängigkeit.
  • Der Abschluss ist ein anerkannter Ausbildungsberuf und damit die formale Grundlage für spätere Verwaltungslehrgänge und Fachschulqualifikationen.
  • Neben Präsenzunterricht sind digitale und kombinierte Lernformen dokumentiert, was das Lernen ortsunabhängiger macht.
  • Der demografische Umbruch in den Behörden – viele altersbedingte Abgänge in den kommenden Jahren – hält die Einstiegschancen mittelfristig offen.

Für wen ist der Kurs geeignet?

Die Umschulung passt zu Menschen, die geregelte Strukturen, rechtsgebundene Arbeit und einen sicheren Arbeitgeber suchen – und die bereit sind, dafür mit Gesetzestexten zu arbeiten. Verwaltung belohnt Genauigkeit und Ausdauer stärker als Tempo. Unterrichtet wird ausschließlich in Vollzeit, was den Weg für Menschen mit umfangreichen Betreuungspflichten schwieriger macht; dafür gibt es neben Präsenzunterricht auch digitale und kombinierte Lernformen. Wer den Fachschulabschluss zum Betriebswirt für Verwaltung anstrebt, ist hier nicht am Ziel, sondern am Anfang: Diese Umschulungen liefern die Erstqualifikation, auf der eine Fachschule oder ein Verwaltungslehrgang später aufsetzt.

  • Umsteigende, die einen sicheren Arbeitsplatz im öffentlichen Dienst anstreben
  • Menschen mit Freude an rechtlich genauer, schriftlich dokumentierter Arbeit
  • Quereinsteigende aus Dienstleistung oder Verkauf mit gutem sprachlichem Ausdruck
  • Weniger geeignet für alle, die keine Vollzeitmaßnahme einrichten können oder deren Deutschkenntnisse noch nicht für Gesetzestexte reichen
Voraussetzungen:

Ein Berufsabschluss ist für die erfassten Umschulungen nicht erforderlich – sie führen selbst zu einem Abschluss. Die Zugangstexte der Anbieter sind hier allerdings anspruchsvoller als in anderen kaufmännischen Feldern: Genannt werden mittlere Reife oder ein gleichwertiger Abschluss, ein bestandener Zugangstest, gute Deutschnoten sowie mindestens befriedigende Noten in Englisch und Mathematik. Ein Anbieter verlangt ausdrücklich Deutschkenntnisse auf Niveau C1, weil vom ersten Tag an Gesetzestexte gelesen und ausgelegt werden müssen; EDV-Grundkenntnisse werden vorausgesetzt.

  • Kein Berufsabschluss vorausgesetzt – die Maßnahme führt selbst zum Abschluss
  • Mittlere Reife oder ein gleichwertiger Abschluss, in den Zugangstexten ausdrücklich benannt
  • Deutschkenntnisse auf hohem Niveau, in einem Angebot ausdrücklich C1, weil Gesetzestexte von Beginn an Arbeitsgrundlage sind
  • Bestehen eines Zugangs- beziehungsweise Eignungstests beim Bildungsträger
  • EDV-Grundkenntnisse sowie befriedigende Noten in Mathematik und Englisch

Wie läuft der Kurs ab und welchen Abschluss gibt es?

Präsenz- und Onlineanteile (kombinierte Lernform)

24 Monate in Vollzeit – belegter Durchschnitt der Angebote

Betriebspraktikum: Verwaltungsumschulungen enthalten in aller Regel längere Praxisabschnitte in einer Behörde – üblich sind Stationen in Bürgerbüro, Ordnungs-, Sozial- oder Personalamt beziehungsweise, bei der steuerfachlichen Variante, in einer Kanzlei. Umfang, Lage und Zahl der Abschnitte legt der Bildungsträger gemeinsam mit der aufnehmenden Stelle fest; die Datensätze enthalten dazu keine einheitliche Angabe. Weil öffentliche Arbeitgeber überwiegend intern nachbesetzen, ist der Praxisabschnitt hier besonders wichtig.

Schriftlicher Prüfungsteil vor der zuständigen Stelle. Geprüft werden in der Regel Verwaltungsrecht und Verwaltungsverfahren, das jeweilige besondere Verwaltungsrecht, Haushalts- und Rechnungswesen sowie Wirtschafts- und Sozialkunde. Bei der steuerfachlichen Variante treten Buchführung, Steuerrecht und Wirtschaftskunde an diese Stelle.

Mündlicher beziehungsweise praktischer Prüfungsteil, üblicherweise als fallbezogenes Gespräch zu einem Verwaltungsvorgang. Den verbindlichen Zuschnitt regelt die Prüfungsordnung der jeweils zuständigen Stelle; sie unterscheidet sich zwischen den Bundesländern.

Prüfende Stelle: Uneinheitlich und angebotsabhängig: dokumentiert sind eine Prüfung vor einem kommunalen Studieninstitut, eine Kammerprüfung – bei Steuerfachangestellten vor der Steuerberaterkammer – sowie Angebote, die ausschließlich Zeugnisse und Zertifikate des Trägers ausweisen. Klären Sie diesen Punkt vor der Anmeldung schriftlich.. Offizieller Abschluss: Nach bestandener Prüfung führen Sie den Abschluss, den Ihr Angebot ausweist – überwiegend Verwaltungsfachangestellte/r, meist in der Fachrichtung Kommunalverwaltung, in Einzelfällen Steuerfachangestellte/r. Ein Fachschulabschluss zum Betriebswirt für Verwaltung wird damit nicht erworben; er setzt auf dieser Qualifikation auf..

Eine Förderung über den Bildungsgutschein der Agentur für Arbeit oder des Jobcenters kommt in Betracht, weil die erfassten Maßnahmen als Umschulung mit Abschluss geführt werden. Die Bewilligung ist eine Einzelfallentscheidung nach § 81 SGB III und hängt von Ihrer persönlichen Situation, der Arbeitsmarktlage sowie der AZAV-Zertifizierung von Träger und Maßnahme ab – eine Zusage vorab gibt es nicht. Achten Sie beim Fördergespräch besonders auf die prüfende Stelle: Ein Angebot, das nur ein Trägerzertifikat ausweist, wird von Kostenträgern anders bewertet als eines mit staatlicher oder kammerrechtlicher Prüfung. In den Datensätzen ist überwiegend keine Preisangabe hinterlegt, teilweise ein Rahmen über 10.000 Euro.

Wird die Umschulung gefördert und führt sie zu einem Abschluss in einem Ausbildungsberuf mit mindestens zwei Jahren Ausbildungsdauer, kommen nach § 87a SGB III zwei Geldleistungen dazu: 150 Euro Weiterbildungsgeld im Monat für Arbeitslose, zusätzlich zu ALG oder Bürgergeld, sowie Prüfungsprämien von 1.000 Euro für die bestandene Zwischen- und 1.500 Euro für die bestandene Abschlussprüfung – zusammen bis zu 2.500 Euro. Beides setzt voraus, dass die Maßnahme bewilligt wurde.

Welche beruflichen Perspektiven bietet der Kurs?

In den letzten 365 Tagen sind 36.343 offene Stellen zum Zielberuf erfasst – der mit Abstand höchste Wert dieser Auswertung. Viele Verwaltungen stehen vor altersbedingten Abgängen und finden zu wenig Nachwuchs. Zwei Einschränkungen: Der Einstieg läuft über ausgeschriebene Verfahren mit festen Fristen, und die prüfende Stelle ist uneinheitlich – ein reines Trägerzertifikat wiegt bei einer Behörde weniger als der anerkannte Ausbildungsabschluss.

Im öffentlichen Dienst richtet sich das Gehalt transparent nach den Entgeltgruppen des TVöD bzw. TV-L, zuzüglich Jahressonderzahlung und Altersvorsorge.

  • Einstieg: ca. 40.000–47.000 €
  • Mit Berufserfahrung: ca. 48.000–64.000 €
  • Spezialist oder Leitung: ca. 66.000–84.000 €
  • Typische Tätigkeitsfelder: Antragsbearbeitung und Bescheiderstellung in Fachämtern, Bürgerbüro, Melde- und Ausweisangelegenheiten, Sozial- und Leistungsverwaltung, Ordnungs-, Gewerbe- und Bußgeldangelegenheiten, Haushalts-, Kassen- und Rechnungswesen der Kommune, Personalverwaltung und Sachbearbeitung im Innendienst, Buchführung und Steuererklärungen bei der steuerfachlichen Variante
  • Typische Arbeitgeber: Städte, Gemeinden und Landkreise, Landes- und Bundesbehörden, Sozialversicherungsträger und Krankenkassen, Zweckverbände und kommunale Eigenbetriebe, Kammern, Verbände und Körperschaften des öffentlichen Rechts, Hochschulen und öffentliche Bildungseinrichtungen, Steuerberatungskanzleien bei der steuerfachlichen Variante

Welche Förderung passt zu dir?

Erhalte eine erste Orientierung, welche Förderwege zu deiner Situation passen. Über eine Bewilligung entscheidet die zuständige Stelle. Kostenlos & ohne Anmeldung.

Berufswege prüfen

Zugeordnete Zielberufe

Diese Tätigkeitsbezeichnungen sind dem Kursprofil zugeordnet. Prüfe, ob Inhalt, Abschluss und Zugangsvoraussetzungen zu deinem Berufsziel passen; die Zuordnung bestätigt keine vollständige Berufsqualifikation.

  • Antragsbearbeitung und Bescheiderstellung in Fachämtern
  • Bürgerbüro, Melde- und Ausweisangelegenheiten
  • Sozial- und Leistungsverwaltung
  • Ordnungs-, Gewerbe- und Bußgeldangelegenheiten
  • Haushalts-, Kassen- und Rechnungswesen der Kommune
  • Personalverwaltung und Sachbearbeitung im Innendienst

Vor der Kurswahl klären

  • Welche Kenntnisse und Nachweise verlangen Stellenanzeigen für dein Berufsziel?
  • Welche praktischen Aufgaben und Prüfungen sind im Lehrgang vorgesehen?
  • Wer stellt den Abschluss aus und welche formalen Voraussetzungen gelten?

Im BERUFENET der Bundesagentur für Arbeit kannst du Aufgaben und Bildungswege recherchieren.

Für Gehälter nutze den Entgeltatlas und prüfe Beruf, Region, Anforderungsniveau und Datenstand. Ein Kursabschluss allein belegt kein bestimmtes Einkommen.

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Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Werde ich mit dieser Umschulung Betriebswirt für Verwaltung?

Nein, und das benennen wir offen. Die unter dieser Bezeichnung Angebote führen zum Ausbildungsberuf Verwaltungsfachangestellte/r, überwiegend in der Fachrichtung Kommunalverwaltung, in Einzelfällen zu Steuerfachangestellte/r. Der Betriebswirt (Fachschule) für Verwaltung ist eine darauf aufbauende Qualifikation, die eine abgeschlossene Berufsausbildung und meist Berufspraxis voraussetzt. Die Umschulung ist der erste, notwendige Schritt – der Fachschulweg kommt danach.

Wer nimmt die Prüfung ab?

Das ist in dieser Datengrundlage uneinheitlich und deshalb der wichtigste Punkt vor der Anmeldung. Dokumentiert sind eine Prüfung vor einem kommunalen Studieninstitut, eine Kammerprüfung – bei Steuerfachangestellten vor der Steuerberaterkammer – sowie Angebote, die ausschließlich Zeugnisse und Zertifikate des Bildungsträgers ausweisen. Für eine Bewerbung bei einer Behörde macht das einen erheblichen Unterschied. Lassen Sie sich schriftlich geben, vor welcher Stelle Sie am Ende geprüft werden.

Welche Deutschkenntnisse brauche ich wirklich?

Höhere als in anderen kaufmännischen Umschulungen. Ein Anbieter nennt ausdrücklich Niveau C1 mit der Begründung, dass von Beginn an Gesetzestexte gelesen und verstanden werden müssen. Das ist keine Formalie: Verwaltungsarbeit besteht darin, Normtexte präzise auszulegen und Entscheidungen schriftlich zu begründen. Wenn Ihr Deutsch dafür noch nicht ausreicht, ist ein vorgeschalteter Sprachkurs der sinnvollere Weg als ein Abbruch im ersten Halbjahr.

Gibt es die Umschulung auch in Teilzeit?

In unserer Auswertung nicht. Alle 30 Angebote sind als Vollzeitmaßnahmen dokumentiert. Bei den Unterrichtsformen ist die Bandbreite dagegen groß: Neben Präsenzveranstaltungen sind kombinierte Lernformen, Blended Learning und rein digitale Formate erfasst. Das schafft Ortsunabhängigkeit, ersetzt aber keine reduzierte Wochenstundenzahl. Wenn Sie auf Teilzeit angewiesen sind, sprechen Sie das im Beratungsgespräch ausdrücklich an – nicht jedes Angebot ist in der Datenbank mit allen Varianten hinterlegt.

Wie lange dauert die Umschulung?

Die belegte Laufzeit beträgt 729 Tage, also rund 24 Monate. In den Datensätzen ist durchgehend die Spanne von einem bis zwei Jahren dokumentiert – anders als in anderen kaufmännischen Feldern gibt es hier keine Ausreißer nach oben oder unten. Das entspricht der üblichen verkürzten Dauer einer Umschulung gegenüber der dreijährigen Erstausbildung. Praxisabschnitte in einer Behörde sind in dieser Zeit enthalten.

Was kostet die Umschulung und wird sie gefördert?

In den Datensätzen ist entweder keine Preisangabe hinterlegt oder ein Rahmen über 10.000 Euro. Eine Förderung über den Bildungsgutschein der Agentur für Arbeit oder des Jobcenters ist bei Umschulungen ein realistischer Weg, aber immer eine Einzelfallentscheidung nach § 81 SGB III und abhängig von arbeitsmarktlicher Notwendigkeit sowie AZAV-Zertifizierung. Bei der hohen erfassten Stellenzahl ist die arbeitsmarktliche Begründung in der Regel gut darstellbar – eine pauschale Kostenübernahme können wir dennoch nicht zusichern.

Wie viele Anbieter führen diesen Abschluss?

Bekannt sind 26 Anbieter mit 30 Angeboten und 114 Terminen. Das ist im Vergleich zum Büromanagement eine engere Angebotslage, was zu einer stark regional gebundenen Ausbildung passt – die zuständigen Stellen und Studieninstitute arbeiten landesweit unterschiedlich. Anbieternamen und Standorte geben wir auf dieser Seite nicht aus. Über eine Anfrage bei uns gleichen wir passende Angebote mit Ihrer Region und Ihrer Förderlage ab.