Revit Architecture Spezialist:in – BIM-Kurs
Qualifizierung zur Revit Architecture Spezialist:in: BIM-basiertes Konstruieren, bei dem Grundrisse, Schnitte, Ansichten und Mengen automatisch aus einem digitalen Gebäudemodell entstehen.
Auf einen Blick
Überblick
Die Qualifizierung zur Revit Architecture Spezialist:in vermittelt Building Information Modeling für den Hochbau. Statt einzelner Linien entstehen parametrische Bauteile wie Wände, Decken, Dächer, Fenster und Türen, die zu einem durchgängigen digitalen Gebäudemodell zusammenwachsen. Grundrisse, Schnitte, Ansichten und Mengenauszüge werden nicht mehr separat gezeichnet, sondern automatisch aus diesem einen Modell abgeleitet. Der Kurs führt von den BIM-Grundprinzipien über die eigentliche Gebäudemodellierung bis zur Planableitung für Präsentation, Bauantrag und Ausführung.
Kursprofil, Marktdaten und verfügbare Lernformen
Die folgenden Angaben stammen aus den diesem Kursprofil zugeordneten Bildungsangeboten. Sie zeigen, was wir erfasst haben — nicht zwingend den gesamten Markt; konkrete Preise und Termine können je Anbieter abweichen.
47
an 50 Standorten
125
diesem Kursprofil zugeordnete Angebote
0
Termine werden anbieterabhängig veröffentlicht
bundesweit
inklusive Online- und Hybridangeboten, sofern vorhanden
Abschluss
Trägerinternes Zertifikat als Revit Architecture Spezialist:in
Mögliche Förderwege
Bildungsgutschein
Vermittelte Kompetenzen
- Revit-Modellierung (BIM)
- Parametrische Bauteilfamilien
- Grundriss- und Schnittableitung
- Mengen- und Stücklistenermittlung
- Planlayouts und Blattverwaltung
- Zusammenarbeit im Gebäudemodell
- Datenaustausch mit offenen Formaten
Zugeordnete Zielberufe
- BIM-Modellierer:in Architektur
- Bauzeichner:in mit BIM-Schwerpunkt
- Architekturassistenz
- CAD-/BIM-Koordinator:in
- Technische:r Zeichner:in Hochbau
Datenbasis: 125 diesem Kurs zugeordnete Angebote sowie die dazu veröffentlichten Termindaten, Stand 19.08.2026. Mehrere Standorte eines Trägers zählen als ein Anbieter.
Kein Anbieter kann sich bei uns eine Platzierung oder Empfehlung kaufen.
Kursinhalte & Lernziele
Grundprinzip BIM und Projektstart in Revit Bevor die eigentliche Modellierung beginnt, klärt dieser Block, was ein parametrisches Gebäudemodell von einer klassischen Strichzeichnung unterscheidet und wie ein Revit-Projekt aufgebaut wird. Teilnehmende lernen Oberfläche, Vorlagen und Ansichtsstruktur kennen, die im weiteren Kursverlauf durchgängig genutzt werden.
- Unterschied zwischen zeichnungsbasiertem CAD und modellbasiertem BIM
- Projektvorlagen, Geschosse und Referenzebenen anlegen
- Ansichtstypen und ihre Verknüpfung zum Modell
- Elemente auswählen, filtern und in Kategorien organisieren
- Grundeinstellungen für Maßeinheiten und Projektinformationen
- Navigation im 3D-Modell und Kameraperspektiven
Bauteilmodellierung des Gebäudekörpers Im Zentrum dieses Blocks steht die Konstruktion der Gebäudehülle und tragenden Struktur. Jedes Bauteil wird als parametrisches Element angelegt, das bei späteren Änderungen automatisch mitwächst.
- Wände mit Schichtaufbau und Materialdefinition modellieren
- Decken, Dächer und Fundamente anlegen und verschneiden
- Fenster- und Türfamilien einsetzen und in Wandöffnungen anpassen
- Treppen, Rampen und Geländer konstruieren
- Räume definieren und Raumbücher vorbereiten
- Bauteile gruppieren und für Wiederverwendung strukturieren
Pläne, Ansichten und Blattorganisation Dieser Block überträgt das Gebäudemodell in verwertbare Pläne. Da alle Ansichten aus demselben Modell stammen, liegt der Schwerpunkt auf korrekter Darstellung, Bemaßung und Beschriftung statt auf erneutem Zeichnen.
- Grundrisse, Schnitte und Ansichten aus dem Modell erzeugen und einrichten
- Bemaßung, Texte und Symbole normgerecht platzieren
- Materialdarstellung und Schraffuren in Plänen steuern
- Blätter anlegen und Ansichten darauf platzieren
- Planköpfe, Legenden und Maßstäbe konfigurieren
- Druck- und Exportformate für unterschiedliche Empfänger einrichten
Familien, Mengen und Zusammenarbeit im Modell Dieser Block vertieft, wie sich Bauteilfamilien anpassen lassen und wie aus dem Gebäudemodell belastbare Mengen- und Kostendaten entstehen. Ergänzend wird die Zusammenarbeit mehrerer Personen an einem gemeinsamen Projektmodell angesprochen.
- Bauteilfamilien laden, parametrisieren und projektspezifisch anpassen
- Mengen- und Stücklisten für Bauteile automatisiert erzeugen
- Filterkriterien für Auswertungen und Kostenübersichten definieren
- Phasen und Bauabschnitte im Modell abbilden
- Grundlagen des gemeinsamen Arbeitens an einem zentralen Projektmodell
- Datenaustausch mit anderen Planungsbeteiligten über offene Formate
Praxis: Gebäudemodell von Grundriss bis Planableitung
- Analyse einer vorgegebenen Bauaufgabe und Modellstruktur planen
- Anlage des Projektrasters, der Geschosse und Referenzebenen
- Modellierung von Wänden, Decken und Dach für ein vollständiges Gebäude
- Einsetzen und Anpassen von Fenster- und Türfamilien
- Konstruktion einer Treppenanlage mit Geländer
- Ableitung sämtlicher Grundrisse, Schnitte und Ansichten
- Bemaßung und Beschriftung der abgeleiteten Pläne
- Zusammenstellung von Mengen- und Materiallisten
- Aufbau von Planblättern für einen vollständigen Plansatz
- Kontrolle der Modellkonsistenz zwischen allen Ansichten
- Export der Pläne für Druck beziehungsweise digitale Weitergabe
- Präsentation des fertigen Gebäudemodells im Kurs
Der Kurs macht deutlich, warum sich BIM in der Architekturplanung zunehmend als Standard etabliert: Änderungen am Gebäudemodell wirken sich automatisch auf alle abgeleiteten Pläne aus, statt jede Ansicht einzeln nachpflegen zu müssen. Das reduziert Übertragungsfehler zwischen Grundriss, Schnitt und Ansicht erheblich und schafft eine durchgängig konsistente Planungsgrundlage. Am Ende der Qualifizierung steht ein eigenständig modelliertes Gebäude mit vollständig abgeleitetem Plansatz, von der Grundrissebene bis zu Mengen- und Materiallisten. Damit ist die Basis gelegt, sich in der Praxis auch mit weiterführenden BIM-Themen wie Tragwerks- oder Gebäudetechnikkoordination auseinanderzusetzen.
Lernziele:
- Das Prinzip von Building Information Modeling gegenüber klassischer 2D-CAD einordnen
- Die Revit-Arbeitsumgebung, Projektvorlagen und Ansichtsverwaltung sicher bedienen
- Wände, Decken, Dächer und Fundamente parametrisch modellieren
- Fenster, Türen und weitere Bauteilfamilien in das Gebäudemodell einfügen und anpassen
- Treppen, Geländer und vertikale Erschließung konstruieren
- Grundrisse, Schnitte und Ansichten direkt aus dem 3D-Gebäudemodell ableiten
- Bemaßung, Beschriftung und Materialdarstellung in Plänen normgerecht anlegen
- Bauteilfamilien laden, anpassen und projektübergreifend wiederverwenden
- Mengen- und Stücklisten aus dem Gebäudemodell automatisiert erzeugen
- Blätter, Planlayouts und Druckausgaben für unterschiedliche Planarten organisieren
- Phasen und Bauabschnitte im Gebäudemodell abbilden
- Grundlagen der Zusammenarbeit mehrerer Bearbeitender an einem gemeinsamen Modell anwenden
Zielgruppe & Voraussetzungen
Der Kurs eignet sich für alle, die im Hochbau planen oder zeichnen und den Wechsel von klassischer 2D-CAD-Arbeit zu modellbasierter BIM-Planung vollziehen möchten.
- Bauzeichner:innen, die von 2D-CAD auf Revit umsteigen möchten
- Architekturassistent:innen mit Interesse an digitaler Gebäudemodellierung
- Quereinsteiger:innen mit technischem Grundverständnis und Interesse an Architektur
- Mitarbeitende in Planungsbüros, die BIM-Prozesse mitgestalten sollen
- CAD-Anwender:innen, die sich auf BIM im Hochbau spezialisieren wollen
Ein grundlegendes Verständnis für Baupläne erleichtert den Einstieg, ist aber keine zwingende Bedingung. Vorkenntnisse in einem 2D-CAD-System sind hilfreich, um die Umstellung auf modellbasiertes Arbeiten besser einordnen zu können, werden jedoch nicht vorausgesetzt. Sichere Computerkenntnisse im Umgang mit komplexeren Softwareoberflächen werden erwartet. Räumliches Vorstellungsvermögen unterstützt das Verständnis der 3D-Modellierung.
Ablauf & Abschluss
Der Kurs arbeitet konsequent modellbasiert: Statt einzelner Übungszeichnungen entsteht durchgängig an einem gemeinsamen Gebäudeprojekt, an dem neue Funktionen jeweils direkt angewendet werden. Kurze fachliche Einführungen wechseln sich mit praktischer Modellierungsarbeit am eigenen Projekt ab. Weil BIM-Software stark von der Vernetzung einzelner Bauteile lebt, wird viel Wert auf das Nachvollziehen von Ursache und Wirkung gelegt, etwa wie sich eine Wandänderung automatisch auf Grundriss, Schnitt und Mengenliste auswirkt. Der Fortschritt wird laufend am eigenen Gebäudemodell überprüft.
Der zeitliche Rahmen richtet sich nach dem gewählten Lernmodell und reicht von einer kompakten Vollzeitform über wenige Wochen bis zu einer berufsbegleitenden Variante über mehrere Monate. Der inhaltliche Umfang orientiert sich an der vollständigen Bearbeitung eines Gebäudemodells vom Rohentwurf bis zum ableitbaren Plansatz. Zusätzliche Übungsprojekte können je nach Lerntempo ergänzt werden. Die konkrete Zeitplanung wird zu Kursbeginn abgestimmt.
Der Kurs schließt mit einem trägerinternen Zertifikat als Revit Architecture Spezialist:in ab, das die erworbenen BIM-Modellierungskompetenzen dokumentiert. Es handelt sich um eine qualifizierte Teilnahmebescheinigung des Kursanbieters, nicht um eine herstellerseitige Autodesk-Prüfung. Das im Kurs erstellte Gebäudemodell mit vollständigem Plansatz kann zusätzlich als Arbeitsprobe für Bewerbungen genutzt werden. Wer eine herstellerseitige Zertifizierung anstrebt, benötigt dafür eine gesonderte externe Prüfung.
Nutzen & Perspektiven
BIM hat sich in der Architektur- und Bauplanung vom Zusatzangebot zum vielerorts erwarteten Arbeitsstandard entwickelt, insbesondere bei öffentlichen Ausschreibungen und größeren Bauprojekten. Wer ein durchgängiges Gebäudemodell statt einzelner 2D-Pläne beherrscht, kann in Planungsteams eine Rolle übernehmen, die klassische 2D-Zeichner:innen zunehmend seltener allein ausfüllen. Die im Kurs erworbene Fähigkeit, Änderungen einmal im Modell vorzunehmen und automatisch konsistente Pläne daraus abzuleiten, spart in der Praxis erhebliche Zeit gegenüber der manuellen Pflege einzelner 2D-Zeichnungen und reduziert Fehlerquellen an Schnittstellen zwischen Grundriss, Schnitt und Mengenermittlung spürbar. Da Revit zu den in Architekturbüros am weitesten verbreiteten BIM-Programmen zählt, lässt sich die Qualifizierung branchenweit einsetzen, vom kleinen Planungsbüro bis zum Großprojekt mit mehreren an einem Modell arbeitenden Gewerken.
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Arbeitsmarkt-Report
Konstruktion, CAD und industrielle Fertigung sind durchgehend gefragt — die Transformation Richtung E-Mobilität, Energietechnik und Industrie 4.0 schafft zusätzliche Spezialisten-Rollen. CAD-/Simulation-Software-Kenntnisse sind Türöffner.
Offene Stellen
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Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Was unterscheidet Revit von klassischer 2D-CAD-Software?
Statt einzelner Linien modelliert Revit parametrische Bauteile wie Wände, Decken oder Fenster, die zu einem durchgängigen Gebäudemodell zusammenwachsen. Grundrisse, Schnitte und Ansichten werden automatisch aus diesem Modell abgeleitet, statt separat gepflegt zu werden.
Brauche ich Architektur-Vorkenntnisse für den Kurs?
Ein Grundverständnis für Baupläne erleichtert den Einstieg, ist aber keine zwingende Voraussetzung. Der Kurs erklärt die relevanten Planarten und Bauteile im Zusammenhang mit der Modellierung.
Was bedeutet BIM konkret im Kursalltag?
Building Information Modeling bedeutet, dass alle Planinformationen in einem zentralen digitalen Gebäudemodell zusammenlaufen. Änderungen an einem Bauteil wirken sich automatisch auf alle abgeleiteten Ansichten und Mengen aus.
Welche Berufsfelder profitieren von einer Revit-Qualifizierung?
Vor allem Bauzeichner:innen, Architekturassistenz und Planungsbüros, die BIM-Prozesse einführen oder ausbauen. Revit gehört zu den am weitesten verbreiteten BIM-Programmen im Hochbau.
Baut der Kurs auf einem bestimmten CAD-System auf?
Nein, ein Umstieg von jedem 2D-CAD-Hintergrund ist möglich. Der Kurs erklärt die Umstellung von zeichnungsbasiertem auf modellbasiertes Arbeiten von Grund auf.