Revit Grundlagen BIM-Modellierung – Kurs
Einstieg in die BIM-gestützte Gebäudemodellierung mit Autodesk Revit: parametrische Bauteilfamilien, ein durchgängiges Gebäudemodell und automatisiert generierte Grundrisse, Schnitte und Mengenlisten.
Auf einen Blick
Überblick
Revit unterscheidet sich von klassischen CAD-Programmen durch sein Grundprinzip: Statt Linien zu zeichnen, arbeitet man mit parametrischen Bauteilfamilien, die zusammen ein einziges, durchgängiges Gebäudemodell ergeben. Dieser Grundkurs führt in genau dieses familienbasierte Denken ein — von der ersten Geschossebene über Wände, Türen und Dächer bis zu automatisiert generierten Grundrissen, Schnitten und Mengenlisten. Als eine der international meistgenutzten BIM-Plattformen für Architektur, Tragwerksplanung und Gebäudetechnik bildet Revit dabei häufig die gemeinsame Arbeitsgrundlage mehrerer Fachdisziplinen.
Kursprofil, Marktdaten und verfügbare Lernformen
Die folgenden Angaben stammen aus den diesem Kursprofil zugeordneten Bildungsangeboten. Sie zeigen, was wir erfasst haben — nicht zwingend den gesamten Markt; konkrete Preise und Termine können je Anbieter abweichen.
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an 3 Standorten
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diesem Kursprofil zugeordnete Angebote
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Termine werden anbieterabhängig veröffentlicht
bundesweit
inklusive Online- und Hybridangeboten, sofern vorhanden
Abschluss
Trägerinternes Zertifikat / Teilnahmebescheinigung
Mögliche Förderwege
Bildungsgutschein
Vermittelte Kompetenzen
- BIM-Modellierung
- Parametrische Bauteilfamilien
- Automatisierte Listen und Mengen
- Planblattmanagement
- Grundriss-, Schnitt- und Ansichtserstellung
- Mehrdisziplinen-Koordination (Grundlagen)
Zugeordnete Zielberufe
- Architekt/in (Einstieg)
- BIM-Modellierer/in
- Bauzeichner/in
- Fachplaner/in TGA (Einstieg)
Datenbasis: 2 diesem Kurs zugeordnete Angebote sowie die dazu veröffentlichten Termindaten, Stand 19.08.2026. Mehrere Standorte eines Trägers zählen als ein Anbieter.
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Kursinhalte & Lernziele
Modul 1 — Grundprinzip der parametrischen Modellierung Der Einstieg macht den zentralen Perspektivwechsel deutlich: Bauteile in Revit sind keine Linien, sondern Familien mit definierten Eigenschaften und Verhalten.
- Aufbau und Bedienlogik der Revit-Arbeitsoberfläche
- Geschossebenen und Projektraster anlegen
- Grundprinzip familienbasierter, parametrischer Bauteile
- Wandobjekte mit Aufbau, Höhe und Typ definieren
- Fenster- und Türfamilien in Wände einsetzen
- Grundprinzip der bidirektionalen Modell-Ansicht-Verknüpfung
Modul 2 — Gebäudestruktur und Bauteilfamilien Das Gebäudemodell wächst um weitere Bauteilfamilien, die sich aus Bibliotheken laden oder projektspezifisch anpassen lassen.
- Deckenobjekte und Geschosstrennungen modellieren
- Dachformen und Dachaufbauten erstellen
- Treppen und Geländer in das Gebäudemodell integrieren
- Bauteilfamilien aus Bibliotheken laden und anpassen
- Eigene, einfache Familienvarianten erstellen
- Verwaltung projektbezogener Familienbibliotheken
Modul 3 — Räume, Ansichten und automatisierte Listen Aus demselben Modell lassen sich nicht nur Pläne, sondern auch Raum- und Mengenauswertungen gewinnen, die sich bei Änderungen automatisch aktualisieren.
- Raumobjekte für Nutzungs- und Flächenauswertungen definieren
- Grundrisse, Schnitte und Ansichten aus dem Gebäudemodell ableiten
- Automatisierte Listen aus dem Modell generieren
- Sichtbarkeits- und Darstellungseinstellungen je Ansicht steuern
- Beschriftung und Bemaßung in Ansichten einsetzen
- Aktualisierung von Listen bei Modelländerungen
Modul 4 — Planblätter, Dokumentation und Zusammenarbeit Zum Abschluss steht die Aufbereitung des Modells für Ausführungspläne sowie ein erster Blick auf die Mehrdisziplinen-Zusammenarbeit, für die Revit besonders bekannt ist.
- Aufbau von Planblättern mit mehreren Ansichten
- Planköpfe, Legenden und Beschriftungsstandards
- Grundprinzipien der Mehrdisziplinen-Zusammenarbeit in einem Modell
- Verknüpfung mehrerer Fachmodelle als Grundlage der Koordination
- Vorbereitung von Planblättern für Druck und Weitergabe
- Organisation eines vollständigen Planblattsatzes
Praxisblock — Eigenes Gebäudemodell
- Aufbau eines Gebäudemodells mit Geschossebenen und Projektraster
- Modellierung von Wänden, Decken und einem Dach für ein Übungsgebäude
- Einsetzen und Anpassen von Tür- und Fensterfamilien
- Definition von Raumobjekten mit automatischer Flächenauswertung
- Ableitung eines vollständigen Grundrisses aus dem Gebäudemodell
- Erstellung eines Schnitts und einer Ansicht aus demselben Modell
- Generierung einer automatisierten Tür- und Fensterliste
- Änderung einer Wandhöhe und Kontrolle der automatischen Anpassung
- Aufbau eines Planblatts mit mehreren Ansichten und Legende
- Verknüpfung eines zweiten Fachmodells zur Koordinationsprüfung
- Anpassung der Sichtbarkeitseinstellungen für eine Präsentationsansicht
- Zusammenstellung eines vollständigen Planblattsatzes für ein Übungsprojekt
Der Kurs legt bewusst Wert darauf, das familienbasierte Denken früh zu verankern: Wer einmal verstanden hat, dass eine Tür nicht nur ein Symbol, sondern ein parametrisches Objekt mit Breite, Höhe und Materialangabe ist, überträgt dieses Prinzip automatisch auf alle weiteren Bauteile. Der Einblick in die Verknüpfung mehrerer Fachmodelle im letzten Modul ist bewusst als Grundverständnis angelegt — er zeigt, warum Revit in vielen Büros als gemeinsame Plattform für Architektur, Tragwerksplanung und Gebäudetechnik eingesetzt wird, ohne bereits eine vollständige Koordinationsausbildung zu ersetzen.
Lernziele:
- Grundprinzip der parametrischen, familienbasierten Modellierung in Revit verstehen
- Wände, Decken, Dächer und Öffnungen als Bauteilfamilien modellieren
- Geschossebenen und Projektraster für ein Gebäudemodell anlegen
- Grundrisse, Schnitte und Ansichten direkt aus dem Gebäudemodell ableiten
- Bauteilfamilien aus Bibliotheken laden und projektspezifisch anpassen
- Räume und Flächen für Nutzungsauswertungen definieren
- Listen automatisiert aus dem Gebäudemodell generieren
- Planblätter mit Ansichten und Beschriftungen zusammenstellen
- Änderungen am Gebäudemodell konsistent in alle abgeleiteten Ansichten übernehmen
- Grundprinzipien der Zusammenarbeit mehrerer Fachdisziplinen in einem Modell einordnen
- Sichtbarkeits- und Darstellungseinstellungen für unterschiedliche Ansichten steuern
- Ein eigenes, einfaches Gebäudemodell von der Struktur bis zum Planblatt aufbauen
Zielgruppe & Voraussetzungen
Der Kurs richtet sich an Einsteiger/innen ohne oder mit geringer BIM-Erfahrung, die die Grundlagen der parametrischen Gebäudemodellierung mit Revit erlernen möchten.
- Berufseinsteiger/innen in Architektur- und Planungsbüros
- Bauzeichner/innen mit Interesse an BIM-Software
- Fachplaner/innen aus Tragwerksplanung oder Gebäudetechnik im Berufseinstieg
- Quereinsteiger/innen mit technischem Interesse am Bauwesen
Grundlegende Computerkenntnisse und räumliches Vorstellungsvermögen werden vorausgesetzt. Revit- oder BIM-Vorerfahrung ist nicht erforderlich, da der Kurs bei den Grundlagen der parametrischen Modellierung beginnt.
Ablauf & Abschluss
Der Kurs baut Schritt für Schritt ein durchgehendes Gebäudemodell auf: Jede neue Bauteilfamilie wird direkt am eigenen Projekt eingesetzt, sodass der Zusammenhang zwischen Modell, abgeleiteten Ansichten und automatisierten Listen unmittelbar erfahrbar wird.
Umfang und zeitliche Organisation richten sich nach dem jeweiligen Kursanbieter; üblich sind sowohl kompakte Präsenzformate als auch berufsbegleitende Varianten mit Online-Anteilen.
Der Kurs schließt mit einer trägerinternen Teilnahmebescheinigung beziehungsweise einem Zertifikat ab, das die erworbenen Grundkenntnisse in der parametrischen Gebäudemodellierung mit Revit dokumentiert.
Nutzen & Perspektiven
Revit gehört zu den am weitesten verbreiteten BIM-Plattformen und wird in vielen Architektur-, Tragwerks- und TGA-Büros als gemeinsame Arbeitsgrundlage eingesetzt. Wer die familienbasierte Denkweise einmal verinnerlicht hat, findet sich in Projekten mit mehreren Fachdisziplinen deutlich schneller zurecht als mit reinem 2D-Zeichnungswissen. Die automatisierten Listen und die durchgängige Modell-Plan-Verknüpfung sparen im Berufsalltag erheblichen Nacharbeitsaufwand: Änderungen an der Bausubstanz müssen nicht mehr in mehreren Einzelplänen manuell nachgezogen werden. Für den Einstieg in Architektur- und Planungsbüros, die auf BIM-Arbeitsweisen setzen, bietet der Kurs damit ein praxisnahes Fundament, das sich unmittelbar in realen Projektstrukturen mit mehreren Planungsbeteiligten anwenden lässt. Auch international ist diese Investition sinnvoll: Da Revit in vielen Ländern zu den Standardwerkzeugen großer Architektur- und Ingenieurbüros zählt, erhöhen fundierte Revit-Grundkenntnisse die Chancen auf Positionen auch außerhalb des eigenen Sprachraums, da sich die Software-Bedienung branchenübergreifend ähnelt. Wer die familienbasierte Denkweise einmal verinnerlicht hat, profitiert zudem beim Umstieg auf andere BIM-Systeme, da viele der hier vermittelten Grundprinzipien — parametrische Bauteile, automatisierte Auswertungen, Modell-Plan-Verknüpfung — in ähnlicher Form auch in anderen BIM-Umgebungen wiederzufinden sind. Auch für Bewerbungsgespräche ist ein eigenständig aufgebautes Übungsprojekt hilfreich: Es zeigt konkret, dass die Grundlagen der parametrischen Modellierung nicht nur theoretisch verstanden, sondern auch praktisch angewendet wurden. Wer zusätzlich ein Grundverständnis für die Zusammenarbeit mehrerer Fachdisziplinen mitbringt, ist zudem auf die Projektrealität größerer Büros besser vorbereitet, in denen Architektur-, Tragwerks- und TGA-Modelle selten vollständig isoliert voneinander entstehen.
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Arbeitsmarkt-Report
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Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Was unterscheidet Revit von klassischen 2D-CAD-Programmen?
Revit arbeitet mit parametrischen Bauteilfamilien statt einzelnen Linien. Pläne, Schnitte und Listen werden automatisch aus einem gemeinsamen Gebäudemodell abgeleitet und bei Änderungen aktualisiert.
Brauche ich BIM-Vorkenntnisse?
Nein, der Kurs beginnt bei den Grundlagen der parametrischen Modellierung und richtet sich ausdrücklich an Einsteiger/innen ohne BIM-Erfahrung.
Werden auch andere Fachdisziplinen wie Tragwerk oder TGA behandelt?
Der Kurs vermittelt ein Grundverständnis für die Verknüpfung mehrerer Fachmodelle, konzentriert sich inhaltlich jedoch auf die architektonische Gebäudemodellierung.
Werden Mengen und Listen automatisch erzeugt?
Ja, automatisierte Listen aus dem Gebäudemodell gehören zu den Kerninhalten und aktualisieren sich bei Modelländerungen automatisch.
Für wen eignet sich dieser Grundkurs?
Für Berufseinsteiger/innen und Quereinsteiger/innen in Architektur- und Planungsbüros, die die Grundlagen der BIM-Modellierung mit Revit erlernen möchten.