Handwerk & Technik
IHK-Prüfung

Umschulung Elektroniker/in für Geräte und Systeme

Elektronikerinnen und Elektroniker für Geräte und Systeme stellen elektronische Komponenten, Geräte und Anlagen her, prüfen sie und halten sie instand. Der Beruf sitzt zwischen Entwicklung und Serienfertigung: Eine entwickelte Baugruppe muss gefertigt, bestückt, verdrahtet, in Betrieb genommen und …

Kostenlos & unverbindlich anfragen

Auf einen Blick

Dauer27 MonateOrientierung; Angebot prüfen
FormatOnline & Präsenzje nach Angebot
Kostenkeine Preisangabe hinterlegtKonkreten Angebotspreis erfragen
Bildungsgutschein als Förderweg möglich; Zulassung des Angebots und persönliche Bewilligung prüfen.

Worum geht es in diesem Kurs?

Elektronikerinnen und Elektroniker für Geräte und Systeme stellen elektronische Komponenten, Geräte und Anlagen her, prüfen sie und halten sie instand. Der Beruf sitzt zwischen Entwicklung und Serienfertigung: Eine entwickelte Baugruppe muss gefertigt, bestückt, verdrahtet, in Betrieb genommen und geprüft werden. Dazu gehören das Löten von Leiterplatten samt Nacharbeit unter dem Mikroskop, der Aufbau von Geräten und Schaltschränken und das Verdrahten nach Stromlaufplan. Zweiter Schwerpunkt ist das Prüfen: Prüfplätze aufbauen, messen, protokollieren. Fällt eine Baugruppe durch, beginnt die Fehleranalyse mit Multimeter, Oszilloskop und Schaltplan. Körperlich ist der Beruf wenig belastend.

Viele glauben, man müsse hier ein Mathe-Ass sein. Das ist übertrieben. Gefragt sind logisches Denken und Bereitschaft für technische Zusammenhänge; die Rechenanteile sind lernbar. Wichtiger als Schulnoten ist Geduld: Eine Schaltung gibt ihren Fehler selten beim ersten Messen preis. Suchst du einen Technikberuf ohne schweres Heben, sprich das offen an – dann kommen Rentenversicherung oder Berufsgenossenschaft als Kostenträger in Betracht.

Was lernst du in diesem Kurs?

  • Modul 1: Elektrotechnische Grundlagen und elektrische Sicherheit (12 Wochen) – Der Einstieg schafft das elektrotechnische Fundament und die Sicherheitsroutine. Der Umgang mit elektrostatisch gefährdeten Bauteilen steht bewusst früh, weil eine unbemerkte Entladung Baugruppen schädigt, deren Ausfall erst Wochen später auffällt. Die konkrete Modulfolge legt der Bildungsträger fest. Inhalte: Gleich- und Wechselstromtechnik, Grundgrößen und Gesetzmäßigkeiten, Schutzmaßnahmen gegen elektrischen Schlag und Prüfungen, Fachrechnen für elektrotechnische Aufgaben, Arbeitssicherheit und Umgang mit elektrostatisch gefährdeten Bauteilen.
  • Modul 2: Bauelemente, Schaltungstechnik und Messtechnik (14 Wochen) – Das Modul führt von den Bauteilen zur funktionierenden Schaltung. Ein Schwerpunkt liegt auf der Messpraxis, weil in diesem Beruf fast jede Aussage über eine Baugruppe durch eine Messung belegt wird und nicht durch Vermutung. Inhalte: Passive und aktive Bauelemente, Halbleiter und Verstärkerschaltungen, Analoge Schaltungen aufbauen, berechnen und prüfen, Messen mit Multimeter, Oszilloskop und Funktionsgenerator, Stromlauf- und Bestückungspläne lesen.
  • Modul 3: Fertigungs- und Verbindungstechnik in der Elektronik (12 Wochen) – Hier entsteht die handwerkliche Grundlage des Berufs. Trainiert werden Löttechniken bis hin zur Nacharbeit unter Vergrößerung sowie die fachgerechte Kabelkonfektion. Die Beurteilung von Lötstellen nach Qualitätskriterien gehört fest dazu. Inhalte: Löttechniken für Durchsteck- und Oberflächenmontage, Leiterplatten bestücken, nacharbeiten und reparieren, Kabelkonfektion, Crimpen und Verdrahtung nach Plan, Qualitätsanforderungen an Lötstellen und Verbindungen.
  • Modul 4: Digitaltechnik und Mikrocontroller (14 Wochen) – Moderne Geräte sind digital gesteuert. Das Modul vermittelt Digitaltechnik von der Logikschaltung bis zum Mikrocontroller einschließlich der Schnittstellen, über die Baugruppen miteinander kommunizieren. Inhalte: Logische Grundschaltungen, Zahlensysteme und Codes, Speicher, Zähler und digitale Baugruppen, Mikrocontroller: Aufbau, Peripherie, Ein- und Ausgabe, Schnittstellen und Bussysteme in Geräten.
  • Modul 5: Programmierung, Prüfsoftware und Testsysteme (12 Wochen) – Das Modul verbindet Software mit Prüftechnik. Es geht nicht um Softwareentwicklung im engeren Sinn, sondern um die Fähigkeit, Prüf- und Steuerungsprogramme zu verstehen, anzupassen und für den Test von Baugruppen einzusetzen. Inhalte: Grundlagen strukturierter Programmierung, Steuerungs- und Prüfprogramme anpassen, Prüfplätze aufbauen und Messabläufe automatisieren, Prüfergebnisse auswerten und protokollieren.
  • Modul 6: Geräte und Systeme montieren, prüfen und in Betrieb nehmen (12 Wochen) – Aus Baugruppen wird ein Gerät. Behandelt werden Montage, Verdrahtung und Inbetriebnahme sowie die systematische Fehlersuche, wenn die Funktionsprüfung fehlschlägt. Der methodische Weg vom Symptom zur Ursache ist der Kern dieses Moduls. Inhalte: Geräteaufbau, Schaltschrankverdrahtung und Montage, Inbetriebnahme, Funktionsprüfung und Abgleich, Systematische Fehlersuche an Baugruppen und Geräten, Instandsetzung, Bauteiltausch und Nachprüfung.
  • Modul 7: Qualitätsmanagement, Normen und Dokumentation (8 Wochen) – In der Elektronikfertigung ist die Dokumentation Teil des Produkts. Behandelt werden die einschlägigen Normen, die Rückverfolgbarkeit von Bauteilen und Änderungsständen sowie die saubere Protokollierung von Prüfergebnissen und Fehlern. Inhalte: Normen und Richtlinien der Elektronikfertigung, Prüfprotokolle, Rückverfolgbarkeit und Fehlerdokumentation, Elektromagnetische Verträglichkeit in Grundzügen, Umgang mit technischen Unterlagen und Änderungsständen.
  • Modul 8: Betriebliche Praxisphase und Prüfungsvorbereitung (12 Wochen) – Die Praxisphase bringt Serienbedingungen, Taktzeiten und Qualitätsanforderungen ins Bild. Bei Angeboten in Unternehmenskooperation ist sie zugleich die Bewährungsprobe für eine Übernahme. Parallel läuft die gezielte Prüfungsvorbereitung. Inhalte: Mitarbeit im Betrieb an realen Fertigungs- und Prüfaufträgen, Wiederholung von Fachkunde, Fachrechnen und Schaltungstechnik, Bearbeiten von Prüfungsaufgaben unter Zeitbedingungen, Vorbereitung auf betrieblichen Auftrag und Fachgespräch.

Lernziele:

  • Der Abschluss ist eine Kammerprüfung nach dem Berufsbildungsgesetz und damit bundesweit anerkannt und tariflich einordbar.
  • In unserer Datenbank sind 6.414 offene Stellen der letzten 365 Tage zu diesem Zielberuf erfasst – die Nachfrage ist breit gestreut über Industrie und Servicebetriebe.
  • Nach den Zugangstexten ist rechtlich keine bestimmte Schulbildung vorgeschrieben, was den Einstieg auch ohne formalen Abschluss ermöglicht.
  • Die Arbeit ist körperlich wenig belastend und damit eine realistische Option für gesundheitlich bedingte Berufswechsel.
  • Ein Teil der Angebote läuft in Kooperation mit Unternehmen, wodurch der Praxisbetrieb und oft auch die Anschlussperspektive früh feststehen.

Für wen ist der Kurs geeignet?

Der Beruf passt zu Menschen, die präzise und konzentriert arbeiten und sich für die Funktionsweise elektronischer Geräte interessieren – vom Messgerät über die Baugruppe in einer Maschine bis zur medizintechnischen Einheit. Die Arbeit ist überwiegend sauber, sitzend oder stehend am Arbeitsplatz und körperlich deutlich weniger belastend als Metallbau oder Kfz-Technik, dafür anspruchsvoll in Konzentration und Genauigkeit. Die Umschulung läuft in Vollzeit, überwiegend in Präsenz, teils als Hybrid Learning. Ein Teil läuft in Kooperation mit Unternehmen, was den Übergang in Beschäftigung erleichtert.

  • Umsteigende mit technischem Interesse und Freude an feinmechanisch-elektronischer Arbeit
  • Menschen, die aus gesundheitlichen Gründen eine körperlich weniger belastende Technikarbeit suchen
  • Beschäftigte aus Produktion oder Montage, die den anerkannten Abschluss nachholen wollen
  • Weniger geeignet für alle, die körperliche Bewegung im Beruf brauchen oder mit feinen Arbeiten und Bildschirmzeit schlecht zurechtkommen
Voraussetzungen:

Ein Berufsabschluss ist nicht erforderlich; die Umschulung führt selbst zum Kammerabschluss. Die erfassten Zugangstexte nennen ein Mindestalter von 18 Jahren und halten ausdrücklich fest, dass rechtlich keine bestimmte Schulbildung vorgeschrieben ist. Verlangt werden dagegen die Fähigkeit zu klarem, abstraktem und logischem Denken sowie Aufgeschlossenheit für mathematische, technische und physikalische Zusammenhänge; einzelne Angebote nennen einen Hauptschulabschluss, eine anderweitige Berufsausbildung oder mehrjährige Berufserfahrung.

  • Kein Berufsabschluss nötig – die Maßnahme führt selbst zum IHK-Abschluss
  • Mindestalter 18 Jahre; eine bestimmte Schulbildung ist rechtlich nicht vorgeschrieben
  • Fähigkeit zu klarem, abstraktem und logischem Denken
  • Aufgeschlossenheit für mathematische, technische und physikalische Zusammenhänge
  • Feinmotorik und Sorgfalt für Arbeiten an kleinen elektronischen Bauteilen

Wie läuft der Kurs ab und welchen Abschluss gibt es?

Präsenz- und Onlineanteile (kombinierte Lernform)

27 Monate in Vollzeit – belegter Durchschnitt der Angebote

Betriebspraktikum: Betriebliche Praxisphasen gehören zur Umschulung. Bei rund 27 Monaten Gesamtlaufzeit umfassen sie in der Regel mehrere Monate, meist in Blöcken. Ein Teil der Lehrgänge läuft in Kooperation mit Unternehmen, sodass der Praxisbetrieb von Beginn an feststeht.

Teil 1 der gestreckten Abschlussprüfung liegt etwa in der Mitte der Umschulung. Geprüft wird eine praktische Arbeitsaufgabe aus der Fertigung elektronischer Baugruppen mit Aufbau, Verdrahtung, Inbetriebnahme und Prüfung, ergänzt um schriftliche Aufgaben. Das Ergebnis geht in die Gesamtnote ein.

Teil 2 am Ende umfasst einen betrieblichen Auftrag oder eine praktische Arbeitsaufgabe mit Dokumentation und Fachgespräch sowie schriftliche Prüfungsbereiche, üblicherweise zu Systementwurf, Funktions- und Systemanalyse sowie Wirtschafts- und Sozialkunde.

Prüfende Stelle: Zuständige Industrie- und Handelskammer; als Abschlussart werden Abschlussprüfung gemäß BBiG, IHK-Zeugnis mit der Berufsbezeichnung und Prüfung vor einer Handelskammer genannt.. Offizieller Abschluss: Elektroniker/in für Geräte und Systeme, Abschlussprüfung nach dem Berufsbildungsgesetz..

Als Umschulung mit anerkanntem Kammerabschluss kommt der Bildungsgutschein der Agentur für Arbeit oder des Jobcenters als Förderweg in Betracht. Die Bewilligung ist eine Einzelfallentscheidung nach § 81 SGB III und hängt von Ihrer persönlichen Situation, der Arbeitsmarktlage und der AZAV-Zertifizierung der Maßnahme ab – eine Zusage vorab gibt es nicht. Bei einer gesundheitlich bedingten Umorientierung sind Rentenversicherungsträger und Berufsgenossenschaften als Kostenträger einer Leistung zur Teilhabe am Arbeitsleben zu prüfen; dieser Beruf ist wegen der geringen körperlichen Belastung dort ein häufig gewähltes Ziel. Belegte Kostenrahmen der Angebote: über 10.000 Euro oder ohne hinterlegte Preisangabe.

Wird die Umschulung gefördert und führt sie zu einem Abschluss in einem Ausbildungsberuf mit mindestens zwei Jahren Ausbildungsdauer, kommen nach § 87a SGB III zwei Geldleistungen dazu: 150 Euro Weiterbildungsgeld im Monat für Arbeitslose, zusätzlich zu ALG oder Bürgergeld, sowie Prüfungsprämien von 1.000 Euro für die bestandene Zwischen- und 1.500 Euro für die bestandene Abschlussprüfung – zusammen bis zu 2.500 Euro. Beides setzt voraus, dass die Maßnahme bewilligt wurde.

Welche beruflichen Perspektiven bietet der Kurs?

Für diesen Zielberuf sind 6.414 offene Stellen aus den letzten 365 Tagen erfasst. Nachgefragt wird die Qualifikation bei Elektronik- und Geräteherstellern, in Mess- und Regeltechnik, Medizintechnik, Automatisierung sowie Luft- und Raumfahrt. Der Beruf ist industriell geprägt, die Stellen gruppieren sich um Industriestandorte. Wegen der geringen körperlichen Belastung bleibt er auch nach einem gesundheitsbedingten Berufswechsel ausübbar.

Einsatz in der Medizintechnik, Luftfahrt und Sensorikfertigung bietet hohe Tarifentgelte.

  • Einstieg: ca. 34.000–41.000 €
  • Mit Berufserfahrung: ca. 43.000–55.000 €
  • Spezialist oder Leitung: ca. 58.000–72.000 €
  • Typische Tätigkeitsfelder: Fertigung und Bestückung elektronischer Baugruppen, Aufbau, Verdrahtung und Montage von Geräten und Schaltschränken, Inbetriebnahme, Abgleich und Funktionsprüfung, Aufbau von Prüfplätzen und Durchführung von Messreihen, Fehleranalyse und Instandsetzung elektronischer Baugruppen, Mitarbeit bei Musterbau, Serienanlauf und technischer Dokumentation, Qualitätssicherung und Prüfprotokollierung in der Elektronikfertigung
  • Typische Arbeitgeber: Hersteller elektronischer Geräte und Baugruppen, Unternehmen der Mess-, Steuer- und Regeltechnik, Medizintechnikhersteller und deren Servicebereiche, Automatisierungs- und Antriebstechnik, Luft- und Raumfahrt sowie Bahn- und Fahrzeugelektronik, Elektronikfertigungsdienstleister und Prüflabore, Instandsetzungs- und Servicebetriebe für elektronische Geräte

Welche Förderung passt zu dir?

Erhalte eine erste Orientierung, welche Förderwege zu deiner Situation passen. Über eine Bewilligung entscheidet die zuständige Stelle. Kostenlos & ohne Anmeldung.

Berufswege prüfen

Zugeordnete Zielberufe

Diese Tätigkeitsbezeichnungen sind dem Kursprofil zugeordnet. Prüfe, ob Inhalt, Abschluss und Zugangsvoraussetzungen zu deinem Berufsziel passen; die Zuordnung bestätigt keine vollständige Berufsqualifikation.

  • Fertigung und Bestückung elektronischer Baugruppen
  • Aufbau, Verdrahtung und Montage von Geräten und Schaltschränken
  • Inbetriebnahme, Abgleich und Funktionsprüfung
  • Aufbau von Prüfplätzen und Durchführung von Messreihen
  • Fehleranalyse und Instandsetzung elektronischer Baugruppen
  • Mitarbeit bei Musterbau, Serienanlauf und technischer Dokumentation

Vor der Kurswahl klären

  • Welche Kenntnisse und Nachweise verlangen Stellenanzeigen für dein Berufsziel?
  • Welche praktischen Aufgaben und Prüfungen sind im Lehrgang vorgesehen?
  • Wer stellt den Abschluss aus und welche formalen Voraussetzungen gelten?

Im BERUFENET der Bundesagentur für Arbeit kannst du Aufgaben und Bildungswege recherchieren.

Für Gehälter nutze den Entgeltatlas und prüfe Beruf, Region, Anforderungsniveau und Datenstand. Ein Kursabschluss allein belegt kein bestimmtes Einkommen.

Unverbindliche Anfrage

Wir vergleichen passende Anbieter nach Region und Förderfähigkeit und melden uns in Kürze mit kostenlosen Kurs-Optionen.

Mit * markierte Angaben sind erforderlich.

So finanziert sich Kursweg: Bildungsanbieter zahlen ein Entgelt für die Weitergabe deiner Anfrage — für dich bleibt sie kostenlos. Details zum Geschäftsmodell.

Für Rückfragen zu passenden Kursen. Mit Vorwahl, z. B. 0170 1234567.

Wohnort *

Wir verwenden den Wohnort, um passende Anbieter in deiner Region zu finden.

Kostenlos & unverbindlich · Daten sind sicher

Verwandte Kurse & Alternativen

8 ähnliche Qualifizierungen & Kurse in diesem Themenfeld

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Brauche ich einen Schulabschluss für diese Umschulung?

Nach den erfassten Zugangstexten ist rechtlich keine bestimmte Schulbildung vorgeschrieben; genannt wird ein Mindestalter von 18 Jahren. Verlangt werden dafür klares, abstraktes und logisches Denken sowie Aufgeschlossenheit für mathematische, technische und physikalische Zusammenhänge. Einzelne Angebote nennen zusätzlich einen Hauptschulabschluss, eine anderweitige Berufsausbildung oder mehrjährige Berufserfahrung. Lassen Sie sich die Bedingungen des konkreten Angebots schriftlich bestätigen.

Muss ich gut in Mathematik sein?

Sie sollten keine Abneigung dagegen haben, aber ein Spitzenzeugnis ist nicht nötig. Die Angebotstexte betonen die Denkweise stärker als das Vorwissen: klar, abstrakt und logisch denken zu können. Die elektrotechnischen Rechenanteile werden im ersten Modul systematisch aufgebaut. Wichtiger als Rechengeschwindigkeit sind Geduld bei der Fehlersuche und die Bereitschaft, Ergebnisse durch Messung statt durch Vermutung zu belegen.

Wie unterscheidet sich dieser Beruf vom Elektroniker für Betriebstechnik?

Der Unterschied liegt im Gegenstand. Die Betriebstechnik arbeitet an ortsfesten Anlagen und Energieverteilungen in Gebäuden und Werken, häufig auf Baustellen und im Bestand. Geräte und Systeme heißt dagegen: Fertigung, Prüfung und Instandsetzung elektronischer Geräte und Baugruppen, überwiegend industriell und am festen Arbeitsplatz. Wer feinmechanisch arbeiten möchte und wenig Baustellenbetrieb sucht, ist bei Geräten und Systemen richtiger aufgehoben.

Wie lange dauert die Umschulung und läuft sie in Vollzeit?

Die belegte Regellaufzeit beträgt 811 Tage, also rund 27 Monate; die dokumentierte Spanne reicht von mehr als einem bis zu drei Jahren. Alle 11 Angebote laufen in Vollzeit. Als Unterrichtsform sind Präsenzunterricht, sonstige Präsenzveranstaltungen und Hybrid Learning hinterlegt. Reiner Fernunterricht ist nicht dokumentiert, weil Löt-, Mess- und Prüfübungen im Labor stattfinden müssen.

Was bedeutet ein Angebot in Kooperation mit Unternehmen?

Bei diesen Angeboten ist ein Betrieb von Beginn an eingebunden: Die Praxisphasen finden dort statt, teils sind Ausbildungsinhalte mit dem Betrieb abgestimmt. Für Teilnehmende ist das ein spürbarer Vorteil, weil der Praktikumsplatz nicht selbst gesucht werden muss und der Betrieb den Leistungsstand über Monate kennenlernt. Eine Übernahmegarantie ist damit nicht verbunden, die Wahrscheinlichkeit steigt aber deutlich.

Eignet sich der Beruf nach einer gesundheitlich bedingten Umorientierung?

Häufig ja. Die Arbeit ist überwiegend sauber, findet am festen Arbeitsplatz statt und kommt ohne schweres Heben, Zwangshaltungen oder Witterungseinflüsse aus. Belastend sind eher die Anforderungen an Feinmotorik, Sehschärfe und Konzentration. Wenn Ihr Berufswechsel gesundheitlich bedingt ist, kommen neben der Agentur für Arbeit auch Rentenversicherung oder Berufsgenossenschaft als Kostenträger in Betracht – sprechen Sie das im Beratungsgespräch ausdrücklich an.