Gastronomie & Service
Abschluss nach BBiG

Umschulung Hauswirtschafter

Hauswirtschafterinnen und Hauswirtschafter versorgen Menschen in Einrichtungen und Haushalten. Sie planen und bereiten Mahlzeiten zu und berücksichtigen dabei Kostformen und Ernährungsvorgaben. Sie reinigen und pflegen Räume, Textilien und Ausstattung, kaufen ein und kalkulieren Haushaltsbudgets.

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Dauer36 MonateOrientierung; Angebot prüfen
FormatPräsenzje nach Angebot
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Bildungsgutschein als Förderweg möglich; Zulassung des Angebots und persönliche Bewilligung prüfen.

Worum geht es in diesem Kurs?

Hauswirtschafterinnen und Hauswirtschafter versorgen Menschen in Einrichtungen und Haushalten. Sie planen und bereiten Mahlzeiten zu und berücksichtigen dabei Kostformen und Ernährungsvorgaben. Sie reinigen und pflegen Räume, Textilien und Ausstattung, kaufen ein und kalkulieren Haushaltsbudgets. Hinzu kommen die Hygienedokumentation nach den Anforderungen der Lebensmittelsicherheit, Betreuungsaufgaben im Alltag der versorgten Personen und die Anleitung von Hilfskräften. Der Beruf verbindet handwerkliche Arbeit mit Organisation und dem Kontakt zu Bewohnern, Gästen oder Familien.

Vielleicht denkst du, Hauswirtschaft könne man ohnehin, und drei Jahre seien lang für etwas, das du täglich machst. Der Unterschied liegt im Nachweis: Ohne Abschluss bleibst du angelernte Kraft, mit Abschluss übernimmst du Verantwortung für Hygienepläne, Verpflegung und Anleitung. Rechne aber damit, mobil sein zu müssen: Belegt sind nur zwei Träger an zwei Standorten, beide Präsenz in Vollzeit.

Was lernst du in diesem Kurs?

  • Modul 1: Berufsbild, Arbeitsschutz und Hygiene (14 Wochen) – Grundlagenmodul, das die rechtlichen und hygienischen Pflichten klärt, bevor selbstständig mit Lebensmitteln und Gästen gearbeitet wird. Inhalte: Aufbau und Aufgaben hauswirtschaftlicher Betriebe und Einrichtungen, Anforderungen des Infektionsschutzes und Personalhygiene, Arbeitsschutz, Unfallverhütung, Umgang mit Gefahrstoffen, Nachhaltiger Einsatz von Energie, Wasser und Material.
  • Modul 2: Speisenzubereitung und Verpflegung (26 Wochen) – Umfangreichster Praxisteil: von der Warenannahme bis zur dokumentierten Ausgabe an Bewohner, Gäste oder Kinder. Inhalte: Warenkunde, Lagerung und Vorbereitungstechniken, Gar- und Zubereitungsverfahren für Einzel- und Gemeinschaftsverpflegung, Ernährungslehre, Kostformen und Diäten, Speiseplanung, Mengenberechnung und Ausgabe, HACCP-Dokumentation in der Küche.
  • Modul 3: Reinigung, Textil- und Raumpflege (20 Wochen) – Fachgerechte Pflege von Räumen und Textilien einschließlich der Hygienevorgaben, die in Pflege- und Gesundheitseinrichtungen gelten. Inhalte: Reinigungsverfahren nach Oberfläche und Verschmutzungsgrad, Desinfektion und Hygienepläne in sensiblen Bereichen, Wäschekreislauf, Materialkunde, Pflegekennzeichnung, Instandhaltung von Geräten, Kleinreparaturen an Textilien.
  • Modul 4: Betreuung, Beratung und Anleitung (16 Wochen) – Der personenbezogene Teil des Berufs, der hauswirtschaftliche Leistungen mit Betreuung und Beratung verbindet. Inhalte: Alltagsbegleitung von älteren Menschen, Kindern und Menschen mit Behinderung, Gesprächsführung, Umgang mit Beschwerden und Konflikten, Anleitung von Hilfskräften und Auszubildenden, Gestaltung von Mahlzeiten und Festen als soziale Situation.
  • Modul 5: Warenwirtschaft, Kalkulation und Organisation (16 Wochen) – Kaufmännisch-organisatorische Seite des Berufs, die Verantwortung über die reine Ausführung hinaus ermöglicht. Inhalte: Bedarfsermittlung, Einkauf, Angebotsvergleich, Kostenrechnung und Budgetkontrolle im Haushalt oder Bereich, Arbeitsplanung, Dienstpläne, Qualitätssicherung, Dokumentation und einfache EDV-Anwendungen.
  • Modul 6: Betriebliche Praxisphasen und Prüfungsvorbereitung (30 Wochen) – Praxisphasen im Betrieb und gezielte Vorbereitung auf die praktische und schriftliche Prüfung; die Aufteilung legt der Träger fest. Inhalte: Mitarbeit in Küche, Reinigung, Wäscherei oder Betreuung einer Einrichtung, Übernahme eines eigenen Arbeitsauftrags mit Dokumentation, Übungsprüfungen für die praktischen Aufgaben, Wiederholung von Wirtschafts- und Sozialkunde.

Lernziele:

  • Anerkannter Abschluss nach BBiG/HwO mit Prüfung vor einer zuständigen Stelle, in den Belegdaten HZA, statt einer Anlerntätigkeit ohne Nachweis
  • Breites Einsatzspektrum von Pflegeeinrichtungen und Kliniken über Kitas und Internate bis zu Einrichtungen der Eingliederungshilfe
  • Vorhandene Haushalts- und Küchenerfahrung lässt sich in eine formale Qualifikation überführen
  • Der Abschluss ist die Grundlage für spätere Aufstiegswege in der Hauswirtschaft, die eine abgeschlossene Ausbildung voraussetzen

Für wen ist der Kurs geeignet?

Die Umschulung richtet sich an Erwachsene ohne verwertbaren Berufsabschluss, die einen anerkannten Abschluss in der Hauswirtschaft anstreben, sowie an Menschen mit Erfahrung in Reinigung, Küche oder Betreuung, die diese Praxis in einen Berufsabschluss überführen wollen.

  • Menschen ohne abgeschlossene Berufsausbildung, die einen anerkannten Abschluss nachholen wollen
  • Angelernte Kräfte aus Reinigung, Küche, Wäscherei oder Betreuung
  • Personen, die aus ihrem bisherigen Beruf wechseln müssen und eine Tätigkeit mit Menschen suchen
  • Berufsrückkehrende mit Haushaltserfahrung, die eine formale Qualifikation brauchen
Voraussetzungen:

Ein Berufsabschluss ist nicht erforderlich – die Umschulung führt selbst zu einem anerkannten Abschluss. Über die Aufnahme entscheidet der Bildungsträger, bei geförderten Plätzen zusammen mit der Agentur für Arbeit oder dem Jobcenter.

  • Kein Berufsabschluss vorausgesetzt – die Maßnahme führt zum Abschluss
  • Bereitschaft zu einer Qualifizierung über 36 Monate in Vollzeit
  • Aufnahmegespräch beim Bildungsträger

Wie läuft der Kurs ab und welchen Abschluss gibt es?

Sonstige Präsenzveranstaltungen

36 Monate (Vollzeit) – belegte Laufzeit: 1095 Tage

Betriebspraktikum: Betriebliche Praxisphasen sind bei einer Umschulung üblich; Umfang und Lage legt der Bildungsträger fest.

Der erste Prüfungsteil liegt vor dem Ende der Ausbildung und prüft die hauswirtschaftlichen Grundlagen: eine praktische Aufgabe aus der Speisenzubereitung sowie aus Reinigung und Textilpflege, ergänzt um schriftliche Aufgaben. Das Ergebnis wird in das Gesamtergebnis eingerechnet und kann nicht separat wiederholt werden. Den genauen Termin, den Aufgabenzuschnitt und die Gewichtung legt die zuständige Stelle fest, hier die HZA.

Der zweite Prüfungsteil steht am Ende der Ausbildung. Er umfasst eine umfassendere praktische Aufgabe, in der Verpflegung, Versorgung und personenbezogene Betreuung in einem zusammenhängenden Auftrag geplant, durchgeführt und begründet werden, dazu ein Fachgespräch und schriftliche Prüfungsbereiche einschließlich Wirtschafts- und Sozialkunde. Verbindlich sind auch hier die Vorgaben der zuständigen Stelle; lassen Sie sich Prüfungsbereiche, Zeiten und Wiederholungsregeln vor Beginn schriftlich geben.

Prüfende Stelle: HZA. Offizieller Abschluss: Hauswirtschafter / Hauswirtschafterin.

Eine Förderung über den Bildungsgutschein der Agentur für Arbeit oder des Jobcenters ist möglich. Die Bewilligung ist eine Einzelfallentscheidung und hängt von der persönlichen Situation und der Arbeitsmarktlage ab – eine Zusage vorab gibt es nicht. Belegte Kostenrahmen der Angebote: preisverhandelte Maßnahme.

Wird die Umschulung gefördert und führt sie zu einem Abschluss in einem Ausbildungsberuf mit mindestens zwei Jahren Ausbildungsdauer, kommen nach § 87a SGB III zwei Geldleistungen dazu: 150 Euro Weiterbildungsgeld im Monat für Arbeitslose, zusätzlich zu ALG oder Bürgergeld, sowie Prüfungsprämien von 1.000 Euro für die bestandene Zwischen- und 1.500 Euro für die bestandene Abschlussprüfung – zusammen bis zu 2.500 Euro. Beides setzt voraus, dass die Maßnahme bewilligt wurde.

Welche beruflichen Perspektiven bietet der Kurs?

Umschulungen mit vollem hauswirtschaftlichem Berufsabschluss sind selten — bundesweit gibt es zwei Träger an zwei Standorten. Wer den Abschluss hat, gehört zu einer kleinen Gruppe formal qualifizierter Kräfte in einem Feld, das überwiegend angelernte Beschäftigte tragen.

In Kliniken, Tagungshäusern und Senioreneinrichtungen gilt meist der TVöD oder kirchliche AVR mit sicherer Einstufung.

  • Einstieg: ca. 26.000–31.000 €
  • Mit Berufserfahrung: ca. 32.000–40.000 €
  • Spezialist oder Leitung: ca. 42.000–53.000 €
  • Typische Tätigkeitsfelder: Speisenzubereitung und Verpflegung in Einrichtungen, Reinigung und Raumpflege einschließlich Hygienedokumentation, Wäscheversorgung und Textilpflege, Alltagsbetreuung und Begleitung versorgter Personen, Einkauf, Lagerhaltung und Budgetkontrolle, Anleitung von Hilfskräften und Auszubildenden
  • Typische Arbeitgeber: Pflegeheime und Einrichtungen der Altenhilfe, Kliniken und Rehabilitationseinrichtungen, Einrichtungen der Eingliederungshilfe und Wohngruppen, Kindertagesstätten, Internate und Jugendhilfeeinrichtungen, Betriebe der Gemeinschaftsverpflegung und Cateringunternehmen, Familienentlastende Dienste und hauswirtschaftliche Dienstleister

Welche Förderung passt zu dir?

Erhalte eine erste Orientierung, welche Förderwege zu deiner Situation passen. Über eine Bewilligung entscheidet die zuständige Stelle. Kostenlos & ohne Anmeldung.

Berufswege prüfen

Zugeordnete Zielberufe

Diese Tätigkeitsbezeichnungen sind dem Kursprofil zugeordnet. Prüfe, ob Inhalt, Abschluss und Zugangsvoraussetzungen zu deinem Berufsziel passen; die Zuordnung bestätigt keine vollständige Berufsqualifikation.

  • Speisenzubereitung und Verpflegung in Einrichtungen
  • Reinigung und Raumpflege einschließlich Hygienedokumentation
  • Wäscheversorgung und Textilpflege
  • Alltagsbetreuung und Begleitung versorgter Personen
  • Einkauf, Lagerhaltung und Budgetkontrolle
  • Anleitung von Hilfskräften und Auszubildenden

Vor der Kurswahl klären

  • Welche Kenntnisse und Nachweise verlangen Stellenanzeigen für dein Berufsziel?
  • Welche praktischen Aufgaben und Prüfungen sind im Lehrgang vorgesehen?
  • Wer stellt den Abschluss aus und welche formalen Voraussetzungen gelten?

Im BERUFENET der Bundesagentur für Arbeit kannst du Aufgaben und Bildungswege recherchieren.

Für Gehälter nutze den Entgeltatlas und prüfe Beruf, Region, Anforderungsniveau und Datenstand. Ein Kursabschluss allein belegt kein bestimmtes Einkommen.

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Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Ist für diese Umschulung eine abgeschlossene Ausbildung nötig?

Nein. Die Maßnahme ist eine Umschulung nach BBiG/HwO und führt selbst zum Berufsabschluss Hauswirtschafter / Hauswirtschafterin. Ein vorhandener Berufsabschluss ist keine Zugangsvoraussetzung. Verlangt werden gesundheitliche Eignung für den Umgang mit Lebensmitteln und die Bereitschaft zu einer dreijährigen Vollzeitmaßnahme.

Wie lange dauert die Umschulung?

Die belegten Laufzeiten liegen bei 1094 bis 1095 Tagen, also rund 36 Monaten; der Median beträgt 1095 Tage. Als Unterrichtszeit ist ausschließlich Vollzeit ausgewiesen, eine Teilzeitvariante ist in dieser Auswertung nicht belegt.

Wo gibt es Angebote und kann ich online lernen?

Belegt sind zwei Standorte. Als Unterrichtsformen sind Präsenzunterricht und sonstige Präsenzveranstaltungen angegeben; ein Online-Format ist nicht belegt. Der Beruf lebt von praktischen Tätigkeiten in Küche, Reinigung und Betreuung, die vor Ort geübt werden. Welches Angebot für Sie in Frage kommt, erfahren Sie über Ihre Anfrage bei Kursweg – wir klären das mit passenden Trägern.

Was kostet die Umschulung und wie wird sie finanziert?

Beide belegten Angebote sind als preisverhandelte Maßnahme ausgewiesen, der Preis ist also mit einem Kostenträger vereinbart. Für Umschulungen ist der Bildungsgutschein der Agentur für Arbeit oder des Jobcenters ein realistischer Förderweg. Ob er ausgestellt wird, entscheidet die zuständige Stelle nach Beratung im Einzelfall; eine pauschale Kostenübernahme lässt sich daraus nicht ableiten.

Wer nimmt die Prüfung ab?

Als prüfende Stelle wird die HZA genannt. Bei Abschlüssen nach BBiG/HwO ist immer eine zuständige Stelle für Zulassung und Prüfung verantwortlich. Lassen Sie sich vom Bildungsträger vor Vertragsabschluss schriftlich nennen, welche Stelle Ihre Prüfung abnimmt und wann die Anmeldung erfolgt.