Handwerk & Technik
IHK-Prüfung

Umschulung Kfz-Mechatroniker/in (Pkw-Technik)

Kraftfahrzeugmechatronikerinnen und -mechatroniker mit Schwerpunkt Personenkraftwagentechnik halten Autos in Betrieb und verkehrssicher. Dazu gehören Wartung und Inspektion nach Herstellervorgabe, Arbeiten an Bremsen, Fahrwerk und Lenkung, Achsvermessung sowie Reparaturen an Motor, Getriebe und …

Kostenlos & unverbindlich anfragen

Auf einen Blick

Dauer29 MonateOrientierung; Angebot prüfen
FormatPräsenzje nach Angebot
Kostenüber 10.000 €Konkreten Angebotspreis erfragen
Bildungsgutschein als Förderweg möglich; Zulassung des Angebots und persönliche Bewilligung prüfen.

Worum geht es in diesem Kurs?

Kraftfahrzeugmechatronikerinnen und -mechatroniker mit Schwerpunkt Personenkraftwagentechnik halten Autos in Betrieb und verkehrssicher. Dazu gehören Wartung und Inspektion nach Herstellervorgabe, Arbeiten an Bremsen, Fahrwerk und Lenkung, Achsvermessung sowie Reparaturen an Motor, Getriebe und Abgasanlage. Der anspruchsvollste Teil ist die Diagnose: Aus Fehlerspeicher, Messwerten und Schaltplan wird die Ursache eingegrenzt, Steuergeräte ausgelesen, Sensoren geprüft, Software aktualisiert. Ein defekter Sensor kann Symptome an ganz anderer Stelle auslösen. Hinzu kommt die Hochvolttechnik an Hybrid- und Elektrofahrzeugen mit eigener Qualifikation und strenger Sicherheitsroutine.

Viele glauben, moderne Autos seien nur noch Software und man müsse Informatiker sein. Das stimmt nicht. Diagnose ist ein großer Teil der Arbeit, wird aber Schritt für Schritt aufgebaut – mit Messgerät, Schaltplan und Systemverständnis, nicht mit Programmierkenntnissen. Beunruhigen dich die 29 Monate in Vollzeit, kläre vorher deine Finanzierung. Lass dir bestätigen, welche Kammer prüft und ob Hochvolt-Qualifizierung enthalten ist.

Was lernst du in diesem Kurs?

  • Modul 1: Grundlagen Fahrzeugtechnik und Arbeitssicherheit (12 Wochen) – Zum Einstieg werden Fahrzeugaufbau, Werkstattroutinen und Sicherheitsregeln vermittelt. Wartung und Inspektion sind hier bewusst früh angesetzt, weil sie im Betrieb den Großteil der Aufträge ausmachen und schnell selbstständig übernommen werden können. Die konkrete Modulfolge legt der Bildungsträger fest. Inhalte: Aufbau und Baugruppen des Personenkraftwagens, Metalltechnische Grundfertigkeiten und Werkzeugkunde, Arbeitssicherheit, Hebebühnen, Umgang mit Betriebsstoffen, Wartungs- und Inspektionsarbeiten nach Herstellervorgabe.
  • Modul 2: Motor und Antriebsstrang (14 Wochen) – Das Modul behandelt den konventionellen Antrieb von der Verbrennung bis zur Kraftübertragung. Ein Schwerpunkt liegt auf den Systemen der Abgasnachbehandlung, weil hier Reparatur, Diagnose und gesetzliche Vorgaben eng zusammenhängen. Inhalte: Otto- und Dieselmotor: Aufbau, Steuerzeiten, Gemischbildung, Kraftstoff-, Kühl- und Schmiersysteme, Abgasnachbehandlung und Emissionsvorschriften, Kupplung, Getriebe und Achsantrieb.
  • Modul 3: Fahrwerk, Bremsen und Lenkung (12 Wochen) – Hier geht es um alles, was das Fahrzeug auf der Straße hält und zum Stehen bringt. Neben der Mechanik steht die Verzahnung mit der Elektronik im Vordergrund, weil Brems- und Lenksysteme heute überwiegend geregelt sind. Sicherheitsrelevante Arbeiten und ihre Dokumentation nehmen breiten Raum ein. Inhalte: Federung, Dämpfung und Radaufhängung, Hydraulische Bremsanlagen, ABS und elektronische Bremssysteme, Lenkungen und elektromechanische Lenkunterstützung, Achsvermessung, Reifen und Räder.
  • Modul 4: Fahrzeugelektrik, Elektronik und Bordnetz (14 Wochen) – Ohne Elektrik keine Diagnose. Das Modul baut die Messroutine am Fahrzeug auf: Spannung, Strom und Widerstand richtig messen, Schaltpläne auswerten, Signalwege verfolgen. Die Vernetzung über Bussysteme wird als Grundlage für die spätere systematische Fehlersuche behandelt. Inhalte: Elektrotechnische Grundlagen und Messtechnik am Fahrzeug, Schaltpläne lesen, Leitungen und Steckverbindungen prüfen, Sensoren, Aktoren und Steuergeräte, Bussysteme und Vernetzung im Fahrzeug, Starter-, Lade- und Beleuchtungssysteme.
  • Modul 5: Diagnose und Servicetechnik (14 Wochen) – Das Kernmodul des Berufs. Trainiert wird die Systematik: Symptom aufnehmen, Hypothese bilden, gezielt messen, Ergebnis bewerten – statt Teile auf Verdacht zu tauschen. Dazu kommt der Umgang mit Herstellerinformationen und die verständliche Erklärung des Befunds gegenüber der Kundschaft. Inhalte: Fehlerspeicher auslesen und Einträge richtig interpretieren, Geführte Fehlersuche mit Diagnosegerät und Oszilloskop, Prüfpläne, Herstellerinformationssysteme und technische Datenbanken, Softwarestände, Updates und Anlernvorgänge, Kundenauftrag, Befundbericht und Kostentransparenz.
  • Modul 6: Hochvolttechnik und alternative Antriebe (10 Wochen) – Hochvolttechnik ist inzwischen Werkstattalltag und zugleich der Bereich mit den strengsten Sicherheitsanforderungen. Behandelt werden Systemaufbau, Batterie- und Ladetechnik sowie vor allem die Regeln zum gefahrlosen Arbeiten. Ob eine gesonderte Hochvolt-Qualifizierung im Angebot enthalten ist, unterscheidet sich je Träger und sollte erfragt werden. Inhalte: Aufbau von Hybrid- und Elektrofahrzeugen, Sicherheitsregeln beim Arbeiten an Hochvoltsystemen, Spannungsfreischaltung, Batteriesysteme, Ladetechnik und Thermomanagement, Elektrische Maschinen und Leistungselektronik.
  • Modul 7: Komfort-, Assistenz- und Karosseriesysteme (10 Wochen) – Rund um den Antrieb liegt eine Schicht aus Komfort- und Sicherheitssystemen, die nach jedem Eingriff wieder stimmen muss. Das Modul behandelt Klimaservice, Rückhaltesysteme und die Kalibrierung von Assistenzsystemen, die nach Arbeiten an Scheibe, Fahrwerk oder Front zwingend erforderlich ist. Inhalte: Klimaanlagen: Funktion, Service und Kältemittelhandhabung, Fahrerassistenzsysteme und ihre Kalibrierung, Rückhaltesysteme und pyrotechnische Bauteile, Karosserie-, Schließ- und Komfortelektronik.
  • Modul 8: Betriebliche Praxisphase und Prüfungsvorbereitung (14 Wochen) – In der Praxisphase wird aus Übungsstoff Werkstattalltag: Auftragsannahme, Zeitdruck, Kundenkontakt und Dokumentation. Für viele Teilnehmende ist der Praxisbetrieb zugleich der spätere Arbeitgeber. Parallel läuft die gezielte Vorbereitung auf die Kammerprüfung. Inhalte: Mitarbeit im Werkstattbetrieb an realen Kundenaufträgen, Wiederholung von Fachkunde, Fachrechnen und Systemtechnik, Bearbeiten von Prüfungsaufgaben unter Zeitbedingungen, Vorbereitung auf Kundenauftrag und Fachgespräch der Kammerprüfung.

Lernziele:

  • Der Abschluss ist eine Kammerprüfung nach dem Berufsbildungsgesetz und bundesweit anerkannt – ein Gesellenbrief, kein Teilnahmezertifikat.
  • In unserer Datenbank sind 6.830 offene Stellen der letzten 365 Tage zu diesem Zielberuf erfasst; der Bedarf verteilt sich über freie Werkstätten, Autohäuser und Flottenbetriebe.
  • 13 Anbieter mit 15 Angeboten und 19 Terminen bedeuten mehrere Startgelegenheiten pro Jahr statt Warten auf einen einzigen Kurs.
  • Der technische Umbruch zur Elektromobilität schafft Bedarf an Fachkräften, die Hochvolttechnik und klassische Fahrzeugtechnik beherrschen.
  • Werkstattarbeit ist ortsgebunden und lässt sich nicht ins Ausland verlagern – ein stabiler Faktor für die Beschäftigungsaussichten.

Für wen ist der Kurs geeignet?

Der Weg passt zu Menschen, die technisch veranlagt sind, gern mit den Händen arbeiten und sich in einem Beruf sehen, der sich gerade stark verändert. Manche Träger setzen bundesweite Mobilität voraus, weil Werkstattplätze und Kursorte nicht überall verfügbar sind. Die Umschulung läuft durchweg in Vollzeit und in Präsenz, muss also als Hauptbeschäftigung planbar sein – berufsbegleitend gibt es sie nicht.

  • Umsteigende ohne Berufsabschluss mit ausgeprägtem Technikinteresse
  • Helferinnen und Helfer aus Werkstatt, Reifenservice oder Fahrzeugaufbereitung, die den Abschluss nachholen wollen
  • Menschen aus fahrzeugnahen Tätigkeiten wie Berufskraftfahrt oder Lager, die in die Instandhaltung wechseln möchten
  • Weniger geeignet für alle, die nur in Teilzeit lernen können oder nicht in Präsenz vor Ort sein können
Voraussetzungen:

Ein Berufsabschluss ist nicht erforderlich; die Umschulung führt selbst zum Kammerabschluss. Die erfassten Zugangstexte nennen ein Mindestalter von 18 Jahren, Deutsch in Wort und Schrift, eine gute Allgemeinbildung, handwerkliches Geschick und Farbtauglichkeit – letztere, weil in der Fahrzeugelektrik Leitungen nach Farbcodes unterschieden werden. Über die Aufnahme entscheidet der Bildungsträger, bei geförderten Plätzen zusammen mit der Agentur für Arbeit oder dem Jobcenter.

  • Kein Berufsabschluss nötig – die Maßnahme führt selbst zum Kammerabschluss
  • Mindestalter 18 Jahre, Deutsch in Wort und Schrift
  • Handwerkliches Geschick und gute Allgemeinbildung, besonders in Physik und Mathematik
  • Farbtauglichkeit, da Fahrzeugleitungen über Farbcodes identifiziert werden
  • Bereitschaft zu rund 29 Monaten Vollzeitqualifizierung mit Werkstattpraxis

Wie läuft der Kurs ab und welchen Abschluss gibt es?

29 Monate in Vollzeit – belegter Durchschnitt der Angebote

Betriebspraktikum: Betriebliche Praxisphasen in einer Werkstatt sind fester Bestandteil. Bei rund 29 Monaten Gesamtlaufzeit umfassen sie in der Regel mehrere Monate, meist in Blöcken. Umfang und Lage legt der Bildungsträger gemeinsam mit dem Praxisbetrieb fest.

Teil 1 der gestreckten Abschlussprüfung liegt etwa in der Mitte der Umschulung. Geprüft werden Servicearbeiten an einem Fahrzeug einschließlich Wartung, einfacher Instandsetzung und Prüfprotokoll, ergänzt um schriftliche Aufgaben zu Fahrzeugtechnik und Arbeitssicherheit. Das Ergebnis zählt in die Gesamtnote.

Teil 2 am Ende umfasst einen praktischen Kundenauftrag mit Fehlersuche, Instandsetzung, Dokumentation und Fachgespräch sowie schriftliche Prüfungsbereiche zu Diagnose- und Instandhaltungstechnik, Fahrzeugsystemtechnik und Wirtschafts- und Sozialkunde.

Prüfende Stelle: Zuständige Kammer; als Abschlussart werden Gesellenprüfung, Abschlussprüfung gemäß BBiG vor der Industrie- und Handelskammer sowie Facharbeiterprüfung (IHK) genannt.. Offizieller Abschluss: Kraftfahrzeugmechatroniker/in mit Schwerpunkt Personenkraftwagentechnik, Abschluss- beziehungsweise Gesellenprüfung nach dem Berufsbildungsgesetz..

Als Umschulung mit anerkanntem Abschluss kommt der Bildungsgutschein der Agentur für Arbeit oder des Jobcenters als Förderweg in Betracht. Die Bewilligung ist eine Einzelfallentscheidung nach § 81 SGB III und hängt von Ihrer persönlichen Situation, der Arbeitsmarktlage und der AZAV-Zertifizierung der Maßnahme ab – eine Zusage vorab gibt es nicht. Bei gesundheitlich bedingtem Berufswechsel können auch Rentenversicherung oder Berufsgenossenschaft Kostenträger sein. Belegte Kostenrahmen der Angebote: über 10.000 Euro oder ohne hinterlegte Preisangabe.

Wird die Umschulung gefördert und führt sie zu einem Abschluss in einem Ausbildungsberuf mit mindestens zwei Jahren Ausbildungsdauer, kommen nach § 87a SGB III zwei Geldleistungen dazu: 150 Euro Weiterbildungsgeld im Monat für Arbeitslose, zusätzlich zu ALG oder Bürgergeld, sowie Prüfungsprämien von 1.000 Euro für die bestandene Zwischen- und 1.500 Euro für die bestandene Abschlussprüfung – zusammen bis zu 2.500 Euro. Beides setzt voraus, dass die Maßnahme bewilligt wurde.

Welche beruflichen Perspektiven bietet der Kurs?

Für diesen Zielberuf sind 6.830 offene Stellen aus den letzten 365 Tagen erfasst. Der Bedarf verteilt sich auf markengebundene Autohäuser, freie Werkstätten, Flottendienstleister und kommunale Fuhrparks. Viele erfahrene Kräfte scheiden altersbedingt aus, und die Elektromobilität verschiebt die gefragten Qualifikationen. Realistisch bleibt: Die Einstiegsjahre sind körperlich fordernd, und die Bezahlung im Kfz-Handwerk ist ein Diskussionsthema.

Hochvolt-Scheine für Elektro- und Hybridfahrzeuge sowie Systemdiagnose-Kenntnisse führen zu spürbaren Gehaltszuschlägen.

  • Einstieg: ca. 31.000–37.000 €
  • Mit Berufserfahrung: ca. 38.000–50.000 €
  • Spezialist oder Leitung: ca. 53.000–66.000 €
  • Typische Tätigkeitsfelder: Wartung, Inspektion und Verschleißreparatur an Personenkraftwagen, Systematische Fehlersuche und Diagnose an vernetzten Fahrzeugsystemen, Instandsetzung von Motor, Getriebe und Antriebsstrang, Arbeiten an Brems-, Fahrwerks- und Lenksystemen, Service an Hybrid- und Elektrofahrzeugen einschließlich Hochvoltsystemen, Nachrüstung, Kalibrierung von Assistenzsystemen und Klimaservice, Kundenberatung, Befunderklärung und Auftragsdokumentation
  • Typische Arbeitgeber: Markengebundene Autohäuser und Vertragswerkstätten, Freie Kfz-Werkstätten und Werkstattketten, Reifen- und Schnellservicebetriebe, Fuhrpark- und Flottenbetreiber, Leasing- und Mietwagenunternehmen, Kommunale Betriebe, Rettungsdienste und Behördenfuhrparks, Prüforganisationen und Sachverständigenbüros, Fahrzeughersteller und Zulieferer im technischen Service

Welche Förderung passt zu dir?

Erhalte eine erste Orientierung, welche Förderwege zu deiner Situation passen. Über eine Bewilligung entscheidet die zuständige Stelle. Kostenlos & ohne Anmeldung.

Berufswege prüfen

Zugeordnete Zielberufe

Diese Tätigkeitsbezeichnungen sind dem Kursprofil zugeordnet. Prüfe, ob Inhalt, Abschluss und Zugangsvoraussetzungen zu deinem Berufsziel passen; die Zuordnung bestätigt keine vollständige Berufsqualifikation.

  • Wartung, Inspektion und Verschleißreparatur an Personenkraftwagen
  • Systematische Fehlersuche und Diagnose an vernetzten Fahrzeugsystemen
  • Instandsetzung von Motor, Getriebe und Antriebsstrang
  • Arbeiten an Brems-, Fahrwerks- und Lenksystemen
  • Service an Hybrid- und Elektrofahrzeugen einschließlich Hochvoltsystemen
  • Nachrüstung, Kalibrierung von Assistenzsystemen und Klimaservice

Vor der Kurswahl klären

  • Welche Kenntnisse und Nachweise verlangen Stellenanzeigen für dein Berufsziel?
  • Welche praktischen Aufgaben und Prüfungen sind im Lehrgang vorgesehen?
  • Wer stellt den Abschluss aus und welche formalen Voraussetzungen gelten?

Im BERUFENET der Bundesagentur für Arbeit kannst du Aufgaben und Bildungswege recherchieren.

Für Gehälter nutze den Entgeltatlas und prüfe Beruf, Region, Anforderungsniveau und Datenstand. Ein Kursabschluss allein belegt kein bestimmtes Einkommen.

Unverbindliche Anfrage

Wir vergleichen passende Anbieter nach Region und Förderfähigkeit und melden uns in Kürze mit kostenlosen Kurs-Optionen.

Mit * markierte Angaben sind erforderlich.

So finanziert sich Kursweg: Bildungsanbieter zahlen ein Entgelt für die Weitergabe deiner Anfrage — für dich bleibt sie kostenlos. Details zum Geschäftsmodell.

Für Rückfragen zu passenden Kursen. Mit Vorwahl, z. B. 0170 1234567.

Wohnort *

Wir verwenden den Wohnort, um passende Anbieter in deiner Region zu finden.

Kostenlos & unverbindlich · Daten sind sicher

Verwandte Kurse & Alternativen

8 ähnliche Qualifizierungen & Kurse in diesem Themenfeld

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Kann ich die Umschulung berufsbegleitend in Teilzeit machen?

Nach unserer Auswertung nicht: Alle 15 Angebote von 13 Anbietern sind als Vollzeitmaßnahmen dokumentiert, durchgehend mit Präsenzanteil. Das liegt an der Sache, denn Werkstattpraxis und Diagnoseübungen lassen sich nicht aus der Ferne absolvieren. Planen Sie die rund 29 Monate deshalb als Hauptbeschäftigung und klären Sie Ihre Finanzierung für diesen Zeitraum vorab.

Muss ich programmieren können, weil moderne Autos so viel Software haben?

Nein. Sie arbeiten mit Diagnosesystemen, nicht an ihnen. Verlangt wird das Verständnis, wie Steuergeräte, Sensoren und Bussysteme zusammenwirken, und die Fähigkeit, Messwerte und Fehlereinträge richtig zu deuten. Das wird in der Umschulung systematisch aufgebaut. Wer Freude an logischer Fehlersuche hat, bringt die entscheidende Voraussetzung mit – Programmierkenntnisse gehören nicht dazu.

Warum wird Farbtauglichkeit verlangt?

Weil Fahrzeugleitungen über Farbcodes identifiziert werden. Wer Rot und Grün nicht sicher unterscheidet, kann Schaltpläne im Fahrzeug nicht zuverlässig umsetzen, und im Bereich Hochvolt oder Airbag hat eine Verwechslung ernste Folgen. Eine Farbsehschwäche schließt nicht automatisch aus, sollte aber vor der Anmeldung mit dem Träger und gegebenenfalls arbeitsmedizinisch geklärt werden.

Welchen Abschluss erhalte ich, und ist er bundesweit anerkannt?

Sie schließen mit einer Kammerprüfung nach dem Berufsbildungsgesetz ab. Genannt werden Gesellenprüfung, Abschlussprüfung gemäß BBiG vor der Industrie- und Handelskammer und Facharbeiterprüfung (IHK). Der Abschluss ist damit derselbe wie am Ende einer regulären Ausbildung und bundesweit anerkannt. Die exakte Bezeichnung und die zuständige Kammer nennt Ihnen der Träger vor Vertragsschluss.

Bekomme ich in der Umschulung eine Hochvolt-Qualifizierung?

Hochvolttechnik gehört inhaltlich zum aktuellen Berufsbild und wird in der Umschulung behandelt. Ob zusätzlich eine gesonderte, separat bescheinigte Qualifizierung für Arbeiten an Hochvoltsystemen enthalten ist, unterscheidet sich zwischen den Angeboten. Fragen Sie das ausdrücklich ab, denn diese Bescheinigung ist im Bewerbungsverfahren ein spürbarer Vorteil und wird von vielen Betrieben inzwischen vorausgesetzt.

Wie stehen die Chancen auf eine Anstellung nach dem Abschluss?

In unserer Datenbank sind 6.830 offene Stellen zu diesem Zielberuf aus den letzten 365 Tagen erfasst, verteilt über Vertragswerkstätten, freie Betriebe und Flottenbetreiber. Eine Einstellungsgarantie ist das nicht. Entscheidend sind Ihre Praxisphase, Ihre Zuverlässigkeit im Betrieb und Ihre Bereitschaft, sich in Diagnose oder Hochvolttechnik zu spezialisieren. In diesem Berufsfeld führt der Praktikumsplatz häufig direkt zur Übernahme.