Handwerk & Technik
IHK-Prüfung

Umschulung Technische/r Produktdesigner/in (Maschinen- und Anlagenkonstruktion)

Technische Produktdesigner der Fachrichtung Maschinen- und Anlagenkonstruktion entwickeln am Rechner die Bauteile und Anlagen, die anschließend gefertigt werden. Sie erstellen CAD-Modelle, leiten normgerechte Zeichnungen und Stücklisten ab, legen Maße, Toleranzen und Passungen fest und wählen …

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Auf einen Blick

Dauer26 MonateOrientierung; Angebot prüfen
FormatOnline & Präsenzje nach Angebot
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Bildungsgutschein als Förderweg möglich; Zulassung des Angebots und persönliche Bewilligung prüfen.

Worum geht es in diesem Kurs?

Technische Produktdesigner der Fachrichtung Maschinen- und Anlagenkonstruktion entwickeln am Rechner die Bauteile und Anlagen, die anschließend gefertigt werden. Sie erstellen CAD-Modelle, leiten normgerechte Zeichnungen und Stücklisten ab, legen Maße, Toleranzen und Passungen fest und wählen Werkstoffe und Normteile aus. Entwürfe müssen sich fertigen, montieren, warten und bezahlen lassen: Eine Konstruktion, die im Werkzeugbau nicht herstellbar ist, ist keine gute Konstruktion. Dazu kommen Berechnungen zu Festigkeit und Kinematik, Kollisionsprüfungen und die Datenpflege in Produktdatenmanagement-Systemen. Viel Zeit entfällt auf Änderungskonstruktion und Abstimmung mit Fertigung und Kunden.

Viele kommen aus einem Beruf, den der Körper nicht mehr mitmacht, und fragen sich, ob sie mit Mitte vierzig noch konstruieren lernen. Ja, aber die ersten Monate sind zäh: CAD führt dir jeden Denkfehler vor Augen. Es hilft, was du mitbringst: Wer weiß, wie ein Teil gefräst wird, konstruiert fertigungsgerechter. Alle Angebote laufen in Vollzeit über 26 Monate, Zugang ist Deutsch auf B2-Niveau. Kläre vorher, welches CAD-System unterrichtet wird.

Was lernst du in diesem Kurs?

  • Modul 1: Technisches Zeichnen und Normung (12 Wochen) – Vor dem CAD-System steht die Zeichnungssprache. Das Modul vermittelt die Regeln, nach denen eine Zeichnung eindeutig und fertigungsgerecht wird, insbesondere Toleranzen und Passungen. Handskizzen bleiben dabei Teil der Ausbildung, weil sie in Abstimmungen mit der Fertigung schneller sind als jedes Modell. Die genaue Modulgliederung legt der Bildungsträger fest; diese Übersicht beschreibt die fachlich üblichen Inhalte des Berufsfeldes. Inhalte: Projektionsmethoden, Ansichten, Schnitte und Bemaßungsregeln, ISO-Toleranzen, Passungen sowie Form- und Lagetoleranzen, Oberflächenangaben, Schweiß- und Fügesymbole, Normteile, Normenrecherche und technische Regelwerke, Skizzieren von Hand als Denkwerkzeug.
  • Modul 2: Werkstoff- und Fertigungskunde (10 Wochen) – Konstruieren heißt entscheiden, wie etwas hergestellt wird. Das Modul verbindet Werkstoffkunde mit den gängigen Fertigungsverfahren und macht sichtbar, welche Konstruktionsentscheidung welche Kosten auslöst. Wer aus der Werkstatt kommt, findet hier den direktesten Anschluss an seine bisherige Erfahrung. Inhalte: Metalle, Kunststoffe und Verbundwerkstoffe im Konstruktionseinsatz, Wärmebehandlung, Korrosionsschutz und Oberflächenveredelung, Fertigungsverfahren: Zerspanen, Umformen, Gießen, Schweißen, additive Verfahren, Fertigungsgerechte Gestaltung und Kostenwirkung von Konstruktionsentscheidungen.
  • Modul 3: 3D-CAD: Modellierung von Bauteilen (14 Wochen) – Das Kernhandwerk beginnt am Einzelteil. Vermittelt wird nicht nur das Bedienen der Software, sondern das parametrische Denken: Ein Modell muss so aufgebaut sein, dass eine spätere Maßänderung nicht die halbe Konstruktion zerstört. Welches CAD-System der Träger einsetzt, sollten Sie vor der Anmeldung erfragen, weil Arbeitgeber danach fragen. Inhalte: Skizzenbasierte Modellierung, Bemaßung und Beziehungen, Features, parametrische Konstruktion und Konstruktionsabsicht, Blechkonstruktion und Abwicklungen, Zeichnungsableitung aus dem 3D-Modell, Modellstruktur sauber aufbauen und Änderungen robust halten.
  • Modul 4: Baugruppen, Kinematik und Produktdatenmanagement (12 Wochen) – Aus Einzelteilen wird eine Maschine. Das Modul behandelt den Aufbau von Baugruppen, die Prüfung auf Kollisionen und Einbaufähigkeit sowie die Ableitung von Stücklisten und Montageunterlagen. Ein wichtiger Teil ist die Datendisziplin: In der Praxis scheitern Projekte häufiger an unklaren Ständen als an falschen Maßen. Inhalte: Baugruppen aufbauen, Bauteile verknüpfen und Freiheitsgrade festlegen, Kollisionsprüfung, Einbauuntersuchungen und Bewegungssimulation, Stücklisten erzeugen und pflegen, Explosionsdarstellungen und Montageunterlagen, Datenverwaltung, Versionierung und Änderungsdokumentation.
  • Modul 5: Maschinenelemente und Konstruktionslehre (12 Wochen) – Das Modul liefert den Baukasten des Maschinenbaus und die Methodik, ihn zu nutzen. Behandelt werden die klassischen Maschinenelemente samt Auslegungsgrundlagen sowie ein systematisches Vorgehen von der Anforderungsliste über Varianten bis zur begründeten Lösungsauswahl. Ziel ist, Entscheidungen belegen zu können statt sie zu behaupten. Inhalte: Verbindungselemente, Wellen, Lager, Führungen und Dichtungen, Getriebe, Antriebe und Übertragungselemente, Grundlagen der Festigkeitslehre und einfache Berechnungen, Konstruktionsmethodik: Anforderungsliste, Varianten, Bewertung, Auswahl von Zukauf- und Normteilen.
  • Modul 6: Anlagen- und Vorrichtungskonstruktion (12 Wochen) – Hier zeigt sich die Fachrichtung Maschinen- und Anlagenkonstruktion in Reinform. Das Modul behandelt Rahmen- und Stahlbaukonstruktionen, Vorrichtungen sowie die Schnittstellen zu den angrenzenden Gewerken. Sicherheits- und Wartungsanforderungen werden dabei von Anfang an mitgedacht, weil sie sich nachträglich nur teuer nachrüsten lassen. Inhalte: Stahlbau- und Rahmenkonstruktionen, Profilsysteme, Vorrichtungen, Spanntechnik und Handhabungstechnik, Schnittstellen zu Pneumatik, Hydraulik und Elektrotechnik, Sicherheitstechnik, Schutzeinrichtungen und einschlägige Richtlinien, Wartungs- und montagegerechte Gestaltung.
  • Modul 7: Projektarbeit, Kalkulation und Dokumentation (8 Wochen) – Das Modul führt die Inhalte in einem durchgängigen Projekt zusammen: von der Anforderungsklärung über die Konstruktion bis zu vollständigen Fertigungsunterlagen. Geübt wird auch das Präsentieren und Begründen der eigenen Lösung – eine Fähigkeit, die in der Prüfung wie im Betrieb verlangt wird. Inhalte: Konstruktionsprojekt von der Anforderung bis zur Fertigungsunterlage, Kostenabschätzung und Materialauswahl unter Budgetvorgaben, Technische Dokumentation und Änderungsmanagement, Präsentation und Verteidigung der eigenen Lösung, Zusammenarbeit mit Fertigung, Einkauf und Qualitätssicherung.
  • Modul 8: Betriebliche Praxisphase und Prüfungsvorbereitung (12 Wochen) – Die Praxisphase ist in diesem Beruf besonders wertvoll, weil Arbeitgeber sehen wollen, was Sie tatsächlich konstruiert haben. Neben der Mitarbeit im Betrieb steht deshalb der Aufbau eines Portfolios im Vordergrund. Parallel läuft die Prüfungsvorbereitung. Umfang und Lage der Praxisphase legt der Bildungsträger fest. Inhalte: Mitarbeit in einer Konstruktions- oder Entwicklungsabteilung, Bearbeitung eines realen Konstruktionsauftrags mit Dokumentation, Aufbau eines eigenen Konstruktionsportfolios, Wiederholung von Normung, Fachrechnen und Fertigungskunde, Wirtschafts- und Sozialkunde.

Lernziele:

  • Der Beruf ist ein realistischer Weg aus körperlich belastender Arbeit in eine sitzende Tätigkeit, ohne die technische Herkunft aufzugeben.
  • Am Ende steht ein anerkannter Berufsabschluss mit Kammerprüfung nach dem Berufsbildungsgesetz, nicht nur ein CAD-Zertifikat.
  • Werkstattpraxis ist in diesem Beruf ein echter Vorteil: Wer weiß, wie gefertigt wird, konstruiert fertigungsgerechter als jemand ohne diese Erfahrung.
  • Auf 29 Angebote kommen 441 Termine – rechnerisch also sehr viele Einstiegsmöglichkeiten, sodass Sie selten lange auf einen Start warten müssen.
  • CAD- und Konstruktionskenntnisse sind über Branchen hinweg übertragbar, vom Maschinenbau über den Sondermaschinenbau bis zur Anlagentechnik.

Für wen ist der Kurs geeignet?

Dieses Profil passt zu Menschen, die aus einem körperlich fordernden Beruf in eine sitzende, technisch anspruchsvolle Tätigkeit wechseln wollen – ein häufiger Grund für Umschulungen in diesem Feld. Wer aus der Metallbearbeitung, der Montage oder dem Handwerk kommt, bringt genau das Verständnis mit, das gute Konstruktion ausmacht: die Vorstellung davon, wie ein Bauteil später gefertigt und montiert wird. Ebenso geeignet ist der Weg für technikaffine Quereinsteigende mit gutem räumlichem Vorstellungsvermögen. Weil die Umschulung in Vollzeit läuft, ist eine durchgehende Tagesstruktur über rund 26 Monate nötig.

  • Fachkräfte aus Metallbearbeitung, Montage oder Handwerk, die aus gesundheitlichen Gründen in eine sitzende Tätigkeit wechseln
  • Technikinteressierte Quereinsteigende mit räumlichem Vorstellungsvermögen und Freude an präziser Bildschirmarbeit
  • Menschen, die aus einer Helfertätigkeit in der Industrie in eine planende Rolle wechseln wollen
  • Weniger geeignet für alle, die berufsbegleitend lernen müssen – die Angebote laufen ausschließlich in Vollzeit
Voraussetzungen:

Ein Berufsabschluss ist nicht erforderlich, denn die Umschulung führt selbst zu einem anerkannten Abschluss. Verlangt werden Deutschkenntnisse auf Niveau B2 sowie EDV-Grundkenntnisse; ein Hauptschulabschluss ist ratsam, aber nicht zwingend, wenn stattdessen mehrjährige Berufserfahrung in der Metallbearbeitung oder handwerkliches Geschick vorliegt. Mehrere Träger setzen zudem einen passenden Bildungsgutschein voraus.

  • Kein Berufsabschluss vorausgesetzt – die Maßnahme führt selbst zum Abschluss
  • Deutschkenntnisse auf Niveau B2, weil Normen, Stücklisten und Konstruktionsvorgaben präzise gelesen werden müssen
  • EDV-Grundkenntnisse und Sicherheit im Umgang mit dem Rechner – die Arbeit findet vollständig am Bildschirm statt
  • Räumliches Vorstellungsvermögen sowie Freude an genauem, geduldigem Arbeiten
  • Bereitschaft zu einer Vollzeitqualifizierung über rund 26 Monate

Wie läuft der Kurs ab und welchen Abschluss gibt es?

Präsenz- und Onlineanteile (kombinierte Lernform)

26 Monate in Vollzeit – belegter Durchschnitt der Angebote

Betriebspraktikum: Betriebliche Praxisphasen gehören bei dieser Umschulung zum Regelfall, weil Konstruktionsarbeit erst im realen Projektumfeld verständlich wird: Termindruck, Änderungsschleifen, Abstimmung mit der Fertigung. Eine feste Dauer gibt es nicht; Umfang und Lage bestimmt der Bildungsträger. Für diesen Beruf ist die Praxisphase besonders wichtig, weil viele Arbeitgeber ein Portfolio realer Konstruktionen sehen wollen.

Die Abschlussprüfung ist in diesem Beruf gestreckt: Teil 1 wird im Verlauf der Qualifizierung abgelegt und umfasst eine praktische Konstruktionsaufgabe mit ergänzenden schriftlichen Fragen zu Zeichnungserstellung, Normung und Werkstoffkunde. Dieser Teil fließt bereits in das Gesamtergebnis ein; die Gewichtung regelt die Ausbildungs- und Prüfungsordnung der zuständigen Kammer.

Teil 2 findet am Ende statt und besteht aus einem umfangreichen Konstruktionsauftrag mit vollständiger Dokumentation und begleitendem Fachgespräch sowie schriftlichen Prüfungsbereichen zur Konstruktionstechnik, zur Fertigungstechnik und zur Wirtschafts- und Sozialkunde. Der Zuschnitt der praktischen Aufgabe richtet sich nach der gewählten Fachrichtung; Einzelheiten regelt die zuständige Kammer.

Prüfende Stelle: Zuständige Kammer – in den Angeboten überwiegend die Industrie- und Handelskammer, in einzelnen Fällen die Handwerkskammer. Zusätzlich ausgestellte Trägerzertifikate ersetzen die Kammerprüfung nicht.. Offizieller Abschluss: Anerkannter Berufsabschluss Technischer Produktdesigner beziehungsweise Technische Produktdesignerin der Fachrichtung Maschinen- und Anlagenkonstruktion nach § 37 Berufsbildungsgesetz mit Prüfungszeugnis der Kammer..

Eine Förderung über den Bildungsgutschein der Agentur für Arbeit oder des Jobcenters ist möglich, weil diese Umschulung zu einem anerkannten Berufsabschluss nach dem Berufsbildungsgesetz führt; mehrere Träger setzen einen passenden Bildungsgutschein sogar ausdrücklich als Zugangsvoraussetzung. Die Bewilligung ist eine Einzelfallentscheidung nach § 81 SGB III und hängt von Ihrer persönlichen Situation und der Arbeitsmarktlage ab – eine Zusage vorab gibt es nicht; Maßnahme und Träger müssen nach AZAV zertifiziert sein. Die Lehrgangskosten liegen überwiegend über 10.000 Euro; nicht jeder Anbieter nennt einen Preis. Wenn der Wechsel gesundheitlich begründet ist, weil eine körperlich belastende Tätigkeit nicht fortgeführt werden kann, kommen je nach Situation auch Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben als Förderweg in Betracht – sprechen Sie diesen Punkt im Beratungsgespräch ausdrücklich an.

Wird die Umschulung gefördert und führt sie zu einem Abschluss in einem Ausbildungsberuf mit mindestens zwei Jahren Ausbildungsdauer, kommen nach § 87a SGB III zwei Geldleistungen dazu: 150 Euro Weiterbildungsgeld im Monat für Arbeitslose, zusätzlich zu ALG oder Bürgergeld, sowie Prüfungsprämien von 1.000 Euro für die bestandene Zwischen- und 1.500 Euro für die bestandene Abschlussprüfung – zusammen bis zu 2.500 Euro. Beides setzt voraus, dass die Maßnahme bewilligt wurde.

Welche beruflichen Perspektiven bietet der Kurs?

Zum Zielberuf sind in den letzten 365 Tagen 1.066 offene Stellen erfasst, deutlich weniger als bei den großen Metall- und Elektroberufen: Konstruktionsabteilungen sind kleiner als Fertigungsmannschaften. Die Zahl unterschätzt den Markt, weil Betriebe solche Stellen oft als CAD-Konstrukteur, technischer Zeichner oder Konstrukteur Sondermaschinenbau ausschreiben. Entscheidend sind das CAD-System, das Sie beherrschen, und Ihre Fertigungserfahrung.

CAD-Expertise in 3D-Systemen (SolidWorks, Inventor, Siemens NX) und Berechnungs-Know-how führen zu überdurchschnittlichen Verdiensten.

  • Einstieg: ca. 35.000–42.000 €
  • Mit Berufserfahrung: ca. 43.000–58.000 €
  • Spezialist oder Leitung: ca. 60.000–78.000 €
  • Typische Tätigkeitsfelder: Erstellen von 3D-CAD-Modellen für Bauteile und Baugruppen, Ableiten normgerechter Fertigungszeichnungen und Stücklisten, Konstruktion von Vorrichtungen, Rahmen und Anlagenkomponenten, Änderungskonstruktion und Pflege bestehender Konstruktionsstände, Kollisionsprüfung, Einbauuntersuchung und Bewegungssimulation, Erstellen von Montage-, Wartungs- und Ersatzteilunterlagen, Abstimmung mit Fertigung, Einkauf und Qualitätssicherung
  • Typische Arbeitgeber: Maschinen- und Anlagenbauunternehmen, Sondermaschinen- und Vorrichtungsbauer, Automobil- und Nutzfahrzeugzulieferer, Ingenieur- und Konstruktionsdienstleister, Werkzeug-, Formen- und Modellbaubetriebe, Hersteller von Fördertechnik und Automatisierungslösungen, Stahl- und Metallbaubetriebe mit eigener Konstruktion

Welche Förderung passt zu dir?

Erhalte eine erste Orientierung, welche Förderwege zu deiner Situation passen. Über eine Bewilligung entscheidet die zuständige Stelle. Kostenlos & ohne Anmeldung.

Berufswege prüfen

Zugeordnete Zielberufe

Diese Tätigkeitsbezeichnungen sind dem Kursprofil zugeordnet. Prüfe, ob Inhalt, Abschluss und Zugangsvoraussetzungen zu deinem Berufsziel passen; die Zuordnung bestätigt keine vollständige Berufsqualifikation.

  • Erstellen von 3D-CAD-Modellen für Bauteile und Baugruppen
  • Ableiten normgerechter Fertigungszeichnungen und Stücklisten
  • Konstruktion von Vorrichtungen, Rahmen und Anlagenkomponenten
  • Änderungskonstruktion und Pflege bestehender Konstruktionsstände
  • Kollisionsprüfung, Einbauuntersuchung und Bewegungssimulation
  • Erstellen von Montage-, Wartungs- und Ersatzteilunterlagen

Vor der Kurswahl klären

  • Welche Kenntnisse und Nachweise verlangen Stellenanzeigen für dein Berufsziel?
  • Welche praktischen Aufgaben und Prüfungen sind im Lehrgang vorgesehen?
  • Wer stellt den Abschluss aus und welche formalen Voraussetzungen gelten?

Im BERUFENET der Bundesagentur für Arbeit kannst du Aufgaben und Bildungswege recherchieren.

Für Gehälter nutze den Entgeltatlas und prüfe Beruf, Region, Anforderungsniveau und Datenstand. Ein Kursabschluss allein belegt kein bestimmtes Einkommen.

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Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Warum nennen manche Angebote die Fachrichtung Produktgestaltung und -konstruktion statt Maschinen- und Anlagenkonstruktion?

Weil es zwei Fachrichtungen desselben Berufs gibt und die Anbieter unterschiedliche davon führen. Maschinen- und Anlagenkonstruktion zielt auf Maschinen, Vorrichtungen und Anlagenteile, also auf funktionsgetriebene Technik. Produktgestaltung und -konstruktion ist stärker auf Konsum- und Gebrauchsprodukte mit gestalterischem Anteil ausgerichtet. Die Grundlagen aus CAD, Normung und Fertigungskunde sind gemeinsam, der Schwerpunkt der praktischen Prüfung unterscheidet sich jedoch. Lassen Sie sich vor der Anmeldung schriftlich bestätigen, in welcher Fachrichtung Sie zur Prüfung angemeldet werden.

Prüft die IHK oder die Handwerkskammer?

In unseren Daten ist beides dokumentiert: Die Mehrzahl der Angebote nennt einen IHK-Abschluss, einzelne eine HWK-Prüfung. Welche Kammer zuständig ist, richtet sich danach, welcher Kammer der Betrieb angehört, in dem die praktische Ausbildung beziehungsweise die Praxisphase stattfindet – ein Konstruktionsbüro im Handwerk führt zur Handwerkskammer, ein Industriebetrieb zur Industrie- und Handelskammer. Beide Wege führen zu einem anerkannten Berufsabschluss nach dem Berufsbildungsgesetz. Klären Sie die Zuständigkeit vor der Anmeldung, damit Sie wissen, welche Prüfungsordnung für Sie gilt.

Reicht ein Trägerzertifikat als Abschluss?

Nein. Mehrere Anbieter stellen neben der Kammerprüfung ein eigenes Zertifikat oder ein trägerinternes Abschlusszeugnis aus, teils auch Nachweise über einzelne CAD-Systeme. Diese Dokumente sind für die Bewerbung nützlich, weil sie zeigen, welche Software Sie beherrschen – sie ersetzen aber den anerkannten Berufsabschluss nicht. Achten Sie darauf, dass die Anmeldung zur Kammerprüfung ausdrücklich Bestandteil des Vertrags ist, und lassen Sie sich das nicht mündlich, sondern schriftlich bestätigen.

Welches CAD-System sollte ich lernen?

Die Ausbildungsordnung schreibt kein bestimmtes System vor, und die Träger setzen unterschiedliche Programme ein. Für Ihre Bewerbungschancen ist das relevant, weil viele Stellenausschreibungen konkrete Systeme nennen. Sinnvoll ist deshalb, vor der Anmeldung zu fragen, welches System unterrichtet wird, und parallel zu prüfen, was Betriebe in Ihrer Region einsetzen. Grundsätzlich gilt: Wer das parametrische Konstruieren verstanden hat, arbeitet sich in ein zweites System in überschaubarer Zeit ein – die Konstruktionslogik ist übertragbar, die Bedienoberfläche ist es nicht.

Wie lange dauert die Umschulung und gibt es Teilzeitangebote?

Die belegte Laufzeit liegt bei rund 26 Monaten, entsprechend 786 Tagen. Alle in der Auswertung Angebote laufen in Vollzeit; eine Teilzeitvariante ist zu diesem Zielberuf nicht dokumentiert. Auffällig ist dagegen die Terminlage: Bei 29 Angeboten sind 441 Termine erfasst, was auf sehr viele Einstiegsmöglichkeiten hindeutet. Für Sie bedeutet das, dass Sie in der Regel nicht monatelang auf den nächsten Kursbeginn warten müssen.

Ist der Beruf etwas für mich, wenn ich aus der Werkstatt komme?

Gerade dann. Fertigungsgerechtes Konstruieren setzt voraus, dass man weiß, wie ein Teil gespannt, zerspant, gebogen oder geschweißt wird – dieses Wissen bringen Sie mit, während es Berufsanfängern ohne Werkstattpraxis fehlt. Die Zugangstexte der Angebote greifen das ausdrücklich auf: Ein Hauptschulabschluss wird als ratsam beschrieben, mehrjährige Berufserfahrung in der Metallbearbeitung kann ihn ersetzen. Die eigentliche Umstellung ist nicht fachlicher, sondern körperlicher und mentaler Art: acht Stunden konzentrierte Bildschirmarbeit statt Bewegung in der Halle.

Was kostet die Umschulung und wird sie gefördert?

In den Angeboten ist überwiegend ein Kostenrahmen über 10.000 Euro hinterlegt, bei einem Teil fehlt eine Preisangabe. Den verbindlichen Preis nennt der Träger. Mehrere Angebote setzen ausdrücklich einen passenden Bildungsgutschein voraus, was zeigt, wie üblich die Förderung in diesem Segment ist. Die Bewilligung bleibt dennoch eine Einzelfallentscheidung nach § 81 SGB III und wird nicht automatisch erteilt; Maßnahme und Träger müssen nach AZAV zertifiziert sein.