Kaufmännisch & Verwaltung
IHK-Prüfung

Umschulung Tourismuskaufmann/-frau (IHK)

Tourismuskaufleute für Privat- und Geschäftsreisen beraten Reisende, stellen Leistungen zusammen und wickeln Buchungen kaufmännisch ab. In der Beratung klären sie Reisewunsch, Budget und Anforderungen, vergleichen Veranstalterangebote, Verbindungen und Unterkünfte und erklären Reisebedingungen, …

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Auf einen Blick

Dauer34 MonateOrientierung; Angebot prüfen
FormatPräsenzje nach Angebot
Kostenkeine Preisangabe hinterlegtKonkreten Angebotspreis erfragen
Bildungsgutschein als Förderweg möglich; Zulassung des Angebots und persönliche Bewilligung prüfen.

Worum geht es in diesem Kurs?

Tourismuskaufleute für Privat- und Geschäftsreisen beraten Reisende, stellen Leistungen zusammen und wickeln Buchungen kaufmännisch ab. In der Beratung klären sie Reisewunsch, Budget und Anforderungen, vergleichen Veranstalterangebote, Verbindungen und Unterkünfte und erklären Reisebedingungen, Versicherungsumfang sowie Einreisevorgaben. In der Systemarbeit buchen sie über Reservierungssysteme, führen Um- und Stornobuchungen aus und behalten Fristen und Tarifregeln im Blick – ein falsch gesetztes Datum kostet unmittelbar Geld. Kaufmännisch verantworten sie Kalkulation, Provisionsabrechnung und Reklamationen nach Reiserecht. Im Geschäftsreisesegment kommen Firmentarife hinzu.

Wenn dich die Zahl 1.043 Tage erschreckt: Sie ist realistisch. Rund 34 Monate Präsenzunterricht in Vollzeit bedeuten einen geregelten Alltag mit festen Zeiten, aber das muss finanziell und familiär tragen. Der zweite Punkt: Reisebüros gelten manchen als aussterbende Branche. Der Beruf umfasst neben der Reisemittlung auch Geschäftsreisemanagement und Reiseveranstaltung, und in den letzten 365 Tagen sind 716 offene Stellen erfasst.

Was lernst du in diesem Kurs?

  • Modul 1: Grundlagen des Tourismus und Marktüberblick (14 Wochen) – Zu Beginn wird die Branche als System begriffen: Wer erbringt welche Leistung, wer trägt welches Risiko und wie verdient wer sein Geld. Ohne diese Landkarte bleiben spätere Themen wie Provision, Haftung oder Stornostaffel abstrakt. Die konkrete Modulstruktur legt der Bildungsträger fest; diese Übersicht beschreibt die fachlich üblichen Inhalte des Berufsfeldes. Inhalte: Struktur der Tourismuswirtschaft: Mittler, Veranstalter, Leistungsträger, Geografische und saisonale Grundlagen wichtiger Zielgebiete, Produktarten von der Pauschalreise bis zur dynamisch gepackten Reise, Vertriebswege im Vergleich: stationär, online, Firmenkundengeschäft, Berufliches Selbstverständnis, Datenschutz und Verschwiegenheit.
  • Modul 2: Beratung, Verkauf und Kundenkommunikation (16 Wochen) – Der Verkauf ist im Tourismus keine Nebentätigkeit, sondern die Kernleistung. Geübt werden Bedarfsermittlung, Angebotspräsentation und der Umgang mit Einwänden, ergänzt um Beschwerde- und Reklamationsgespräche. Rollenspiele mit Auswertung sind hier üblich, weil die Kammerprüfung einen mündlichen Teil enthält. Inhalte: Bedarfsermittlung und Gesprächsführung im Verkaufsgespräch, Angebotspräsentation, Einwandbehandlung und Abschlusssicherheit, Zusatz- und Verbundverkauf, Versicherungsberatung, Beschwerdegespräche und schwierige Gesprächssituationen, Schriftliche Kundenkommunikation und Angebotsschreiben.
  • Modul 3: Reservierungs- und Vertriebssysteme (18 Wochen) – Dieses Modul ist das technische Rückgrat des Berufs. Behandelt werden Aufbau und Bedienlogik der Systeme, Tarif- und Klassenregeln sowie die Frage, an welchen Stellen Buchungsfehler typischerweise entstehen und wie man sie durch Kontrollroutinen abfängt. Welche Systeme praktisch geübt werden, unterscheidet sich je Anbieter. Inhalte: Aufbau und Logik von Reservierungs- und Buchungssystemen, Verfügbarkeitsabfrage, Buchung, Umbuchung und Stornierung, Tarif- und Buchungsklassenlogik im Verkehrsträgerbereich, Buchungsakten, Belegführung und Schnittstellen zur Abrechnung, Fehlerquellen und Kontrollroutinen vor dem Buchungsabschluss.
  • Modul 4: Reiserecht, Haftung und Reklamation (16 Wochen) – Reiserecht entscheidet im Streitfall darüber, wer welchen Schaden trägt. Das Modul behandelt die Vertragstypen und ihre Folgen, die Informationspflichten gegenüber Reisenden sowie den geordneten Ablauf einer Reklamation von der Mängelanzeige bis zur Erledigung. Ziel ist, Ansprüche zutreffend einzuordnen, statt vorschnell zu- oder abzusagen. Inhalte: Vertragsarten: Vermittlung, Pauschalreise, verbundene Reiseleistungen, Informationspflichten und Reisebedingungen, Rücktritt, Umbuchung, Mängel und Minderung, Versicherungen und ihre Leistungsgrenzen, Dokumentation eines Reklamationsvorgangs.
  • Modul 5: Kaufmännische Steuerung und Rechnungswesen (16 Wochen) – Hier wird aus der Beratung ein wirtschaftlicher Vorgang. Behandelt werden Kalkulation und Marge, die Abrechnung von Provisionen, Grundlagen der Buchführung sowie Zahlungsverkehr und Mahnwesen. Die Kennzahlenarbeit am Ende zeigt, woran ein Reisebüro oder ein Veranstalterbereich tatsächlich gemessen wird. Inhalte: Kalkulation von Reiseleistungen und Margenrechnung, Provisionsmodelle und Provisionsabrechnung, Buchführungsgrundlagen und Belegorganisation, Zahlungsverkehr, Mahnwesen und Sicherungsschein, Kennzahlen zur Steuerung von Umsatz und Ertrag.
  • Modul 6: Geschäftsreisemanagement und Firmenkunden (14 Wochen) – Das Geschäftsreisesegment folgt anderen Regeln als der Urlaubsverkauf: Nicht der Reisende entscheidet allein, sondern die Reiserichtlinie des Unternehmens. Das Modul behandelt Genehmigungsprozesse, Rahmenverträge, Reisekostenabrechnung und die Berichte, die Firmenkunden von ihrem Dienstleister erwarten. Inhalte: Reiserichtlinien und Genehmigungsprozesse in Unternehmen, Rahmenverträge, Firmentarife und Einkaufslogik, Reisekostenabrechnung und Kostenstellenzuordnung, Betreuung von Firmenkunden und Servicevereinbarungen, Berichte und Auswertungen für den Kundeneinkauf.
  • Modul 7: Marketing, Projektarbeit und Prüfungsvorbereitung (12 Wochen) – Zum Abschluss werden die Inhalte fallbezogen zusammengeführt und auf die Kammerprüfung ausgerichtet. Bearbeitet werden Marketing- und Sortimentsfragen, eine durchgehende Projektaufgabe sowie Prüfungsaufgaben unter Zeitbedingungen; das mündliche Fachgespräch wird simuliert und ausgewertet. Inhalte: Zielgruppen, Sortimentsgestaltung und Aktionsplanung, Online-Sichtbarkeit und Bewertungsmanagement, Fallbezogene Projektarbeit über mehrere Module hinweg, Wiederholung der Prüfungsgebiete und Zeitmanagement, Bearbeitung von Prüfungsaufgaben und Simulation des Fachgesprächs.

Lernziele:

  • Der Weg führt zu einem bundesweit anerkannten Kammerabschluss; geprüft wird schriftlich und mündlich vor der Industrie- und Handelskammer.
  • Ein Berufsabschluss ist für den Zugang nicht erforderlich – der Einstieg steht damit auch Menschen offen, die bislang ohne formale Qualifikation im Service oder Verkauf gearbeitet haben.
  • Mit 14 Anbietern, 15 Angeboten und 551 erfassten Terminen ist die Angebotsdichte für einen kaufmännischen Spezialberuf solide; es handelt sich nicht um einen Einzelanbietermarkt.
  • Die Qualifikation deckt drei Absatzwege gleichzeitig ab – Reisemittlung, Reiseveranstaltung und Geschäftsreisemanagement –, was die spätere Suche nicht auf ein einziges Betriebsmodell verengt.
  • Präsenzunterricht in Vollzeit gibt über die lange Laufzeit eine feste Struktur mit Gruppe, Ansprechpartnern und geübten Beratungsgesprächen statt reiner Selbstlernphasen.

Für wen ist der Kurs geeignet?

Die Umschulung passt zu Menschen, die im direkten Kundenkontakt arbeiten wollen und dabei kaufmännische Genauigkeit mitbringen oder aufbauen möchten. Sie läuft ausnahmslos als Präsenzunterricht in Vollzeit und richtet sich damit an Personen, die über rund 34 Monate hinweg einen festen Wochenrhythmus an einem Schulort einplanen können. Besonders anschlussfähig ist der Weg für Umsteigende aus Handel, Hotellerie, Gastronomie oder Servicetätigkeiten, weil dort Kundengespräch, Beschwerdesituation und Kassen- beziehungsweise Abrechnungslogik bereits vertraut sind. Wer ausschließlich online oder in Teilzeit lernen muss, findet in diesem Beruf kein passendes Angebot.

  • Umsteigende ohne kaufmännischen Abschluss, die Beratung und Verkauf zum Beruf machen wollen
  • Beschäftigte aus Hotellerie, Gastronomie, Handel oder Servicebereichen mit Erfahrung im Kundenkontakt
  • Menschen, die über rund 34 Monate einen festen Präsenz- und Vollzeitrhythmus organisieren können
  • Weniger geeignet für alle, die auf reines Onlinelernen oder auf Teilzeit angewiesen sind – beides ist in den Angeboten nicht dokumentiert
Voraussetzungen:

Ein Berufsabschluss ist nicht erforderlich – die Umschulung führt selbst zu einem anerkannten Abschluss. Die Träger stellen aber eigene Zugangsbedingungen: gute Allgemeinbildung, mindestens acht bis neun Jahre Schulbildung oder eine vergleichbare Schulbildung, wobei die mittlere Reife ausdrücklich erwünscht ist. Verlangt werden außerdem Deutschkenntnisse auf dem Niveau B2 und EDV-Grundkenntnisse. Fehlen Nachweise, führen Träger einen Berufseignungs- und Sprachtest durch. Über die Aufnahme entscheidet der Bildungsträger, bei geförderten Plätzen zusammen mit der Agentur für Arbeit oder dem Jobcenter.

  • Kein Berufsabschluss vorausgesetzt – die Maßnahme führt selbst zum Kammerabschluss
  • Gute Allgemeinbildung; die Träger nennen mindestens acht bis neun Schuljahre, mittlere Reife ist erwünscht
  • Deutschkenntnisse auf Niveau B2, weil Beratung, Schriftverkehr und Reklamationsbearbeitung sprachlich anspruchsvoll sind
  • EDV-Grundkenntnisse, da Buchung, Abrechnung und Kundenverwaltung vollständig in Systemen stattfinden
  • Berufseignungs- und Sprachtest beim Träger, wenn Nachweise fehlen; dazu die Bereitschaft zu rund 34 Monaten Vollzeitunterricht

Wie läuft der Kurs ab und welchen Abschluss gibt es?

Präsenzunterricht

34 Monate in Vollzeit – belegter Durchschnitt der Angebote

Betriebspraktikum: Die erfassten Maßnahmen laufen über rund 1.043 Tage in Vollzeit. Betriebliche Praxisphasen sind bei einer kaufmännischen Umschulung dieser Länge der Regelfall – in der Reisemittlung, bei Veranstaltern oder im Geschäftsreisemanagement. Umfang, Lage und Zahl der Blöcke legt der Bildungsträger fest; lassen Sie sich das vor der Anmeldung schriftlich geben, weil die Praxisphase über die spätere Verwertbarkeit mitentscheidet.

Schriftlicher Prüfungsteil vor der zuständigen Industrie- und Handelskammer. Geprüft werden die kaufmännischen und fachlichen Gebiete des Berufsbildes, darunter Touristik und Vertrieb, kaufmännische Steuerung und Kontrolle sowie Wirtschafts- und Sozialkunde.

Mündlicher Prüfungsteil vor der Kammer, üblicherweise als fallbezogenes Gespräch zu einer Beratungs- oder Abwicklungssituation. Der verbindliche Zuschnitt ergibt sich aus der Prüfungsordnung der zuständigen Kammer.

Prüfende Stelle: Zuständige Industrie- und Handelskammer; einzelne Träger stellen zusätzlich ein eigenes Zertifikat oder eine Teilnahmebescheinigung aus.. Offizieller Abschluss: Nach bestandener Prüfung führen Sie die Berufsbezeichnung Tourismuskaufmann beziehungsweise Tourismuskauffrau (IHK) für Privat- und Geschäftsreisen. Der Abschluss ist bundesweit anerkannt und entspricht dem Abschluss der dualen Ausbildung..

Eine Förderung über den Bildungsgutschein der Agentur für Arbeit oder des Jobcenters ist möglich, weil es sich um eine Umschulung mit anerkanntem Abschluss handelt. Die Bewilligung ist eine Einzelfallentscheidung nach § 81 SGB III und hängt von Ihrer persönlichen Situation, der Arbeitsmarktlage und der AZAV-Zertifizierung von Träger und Maßnahme ab – eine Zusage vorab gibt es nicht. Die Kosten nennt der Träger auf Anfrage. Für Beschäftigte kommen je nach Konstellation weitere Wege in Betracht, etwa eine Förderung über das Qualifizierungschancengesetz.

Wird die Umschulung gefördert und führt sie zu einem Abschluss in einem Ausbildungsberuf mit mindestens zwei Jahren Ausbildungsdauer, kommen nach § 87a SGB III zwei Geldleistungen dazu: 150 Euro Weiterbildungsgeld im Monat für Arbeitslose, zusätzlich zu ALG oder Bürgergeld, sowie Prüfungsprämien von 1.000 Euro für die bestandene Zwischen- und 1.500 Euro für die bestandene Abschlussprüfung – zusammen bis zu 2.500 Euro. Beides setzt voraus, dass die Maßnahme bewilligt wurde.

Welche beruflichen Perspektiven bietet der Kurs?

In den letzten 365 Tagen sind 716 offene Stellen zum Zielberuf erfasst – für einen kaufmännischen Spezialberuf tragfähig, aber nicht üppig. Die Stellen verteilen sich ungleich: Ballungsräume mit Geschäftsreiseaufkommen sind besser versorgt als ländliche Regionen mit reiner Reisemittlung. Auf der Angebotsseite stehen 14 Anbieter mit 15 Angeboten und 551 Terminen.

Reiseveranstalter und Business-Travel-Dienstleister vergüten in der Regel besser als klassische Reisebüros vor Ort.

  • Einstieg: ca. 26.000–31.000 €
  • Mit Berufserfahrung: ca. 32.000–42.000 €
  • Spezialist oder Leitung: ca. 44.000–58.000 €
  • Typische Tätigkeitsfelder: Beratung und Verkauf von Privatreisen im stationären und telefonischen Vertrieb, Buchungsabwicklung, Umbuchung und Stornierung in Reservierungssystemen, Betreuung von Firmenkunden im Geschäftsreisemanagement, Reklamations- und Mängelbearbeitung nach Reiserecht, Kalkulation, Provisionsabrechnung und Rechnungsstellung, Produktgestaltung und Kontingenteinkauf im Veranstalterinnendienst, Aktions-, Sortiments- und Bewertungsmanagement im Vertrieb
  • Typische Arbeitgeber: Stationäre Reisebüros und Reisebürokooperationen, Reiseveranstalter im Innendienst und in der Produktabteilung, Geschäftsreisedienstleister und Firmenreisestellen, Verkehrsträger mit eigenem Vertrieb und Servicecenter, Hotel- und Ferienanlagenbetreiber mit zentraler Reservierung, Touristische Onlinevertriebe mit Kundenservice und Buchungsbetreuung, Tourismusorganisationen und Destinationsagenturen

Welche Förderung passt zu dir?

Erhalte eine erste Orientierung, welche Förderwege zu deiner Situation passen. Über eine Bewilligung entscheidet die zuständige Stelle. Kostenlos & ohne Anmeldung.

Berufswege prüfen

Zugeordnete Zielberufe

Diese Tätigkeitsbezeichnungen sind dem Kursprofil zugeordnet. Prüfe, ob Inhalt, Abschluss und Zugangsvoraussetzungen zu deinem Berufsziel passen; die Zuordnung bestätigt keine vollständige Berufsqualifikation.

  • Beratung und Verkauf von Privatreisen im stationären und telefonischen Vertrieb
  • Buchungsabwicklung, Umbuchung und Stornierung in Reservierungssystemen
  • Betreuung von Firmenkunden im Geschäftsreisemanagement
  • Reklamations- und Mängelbearbeitung nach Reiserecht
  • Kalkulation, Provisionsabrechnung und Rechnungsstellung
  • Produktgestaltung und Kontingenteinkauf im Veranstalterinnendienst

Vor der Kurswahl klären

  • Welche Kenntnisse und Nachweise verlangen Stellenanzeigen für dein Berufsziel?
  • Welche praktischen Aufgaben und Prüfungen sind im Lehrgang vorgesehen?
  • Wer stellt den Abschluss aus und welche formalen Voraussetzungen gelten?

Im BERUFENET der Bundesagentur für Arbeit kannst du Aufgaben und Bildungswege recherchieren.

Für Gehälter nutze den Entgeltatlas und prüfe Beruf, Region, Anforderungsniveau und Datenstand. Ein Kursabschluss allein belegt kein bestimmtes Einkommen.

Unverbindliche Anfrage

Wir vergleichen passende Anbieter nach Region und Förderfähigkeit und melden uns in Kürze mit kostenlosen Kurs-Optionen.

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So finanziert sich Kursweg: Bildungsanbieter zahlen ein Entgelt für die Weitergabe deiner Anfrage — für dich bleibt sie kostenlos. Details zum Geschäftsmodell.

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Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Brauche ich für diese Umschulung einen Schulabschluss oder eine abgeschlossene Ausbildung?

Eine abgeschlossene Berufsausbildung ist nicht erforderlich; die Umschulung führt selbst zum anerkannten Abschluss. Die Träger nennen in den Angeboten aber eigene Zugangsbedingungen: gute Allgemeinbildung, mindestens acht bis neun Jahre Schulbildung, mittlere Reife erwünscht, dazu Deutsch auf Niveau B2 und EDV-Grundkenntnisse. Fehlen Nachweise, wird ein Berufseignungs- und Sprachtest durchgeführt. Lassen Sie sich die konkreten Bedingungen vor der Anmeldung schriftlich bestätigen.

Wie lange dauert die Umschulung und in welcher Form findet sie statt?

Die belegte Laufzeit beträgt 1.043 Tage, also rund 34 Monate. Alle in unserer Marktdatenbank Angebote laufen als Präsenzunterricht in Vollzeit; eine Teilzeit- oder Fernlernvariante ist zu diesem Zielberuf nicht dokumentiert. Wenn Sie auf Teilzeit angewiesen sind, sollten Sie das im Beratungsgespräch ausdrücklich ansprechen, statt davon auszugehen, dass sich eine Lösung schon finden wird.

Welchen Abschluss erhalte ich und wer prüft?

Die Anbieter weisen durchgehend einen Kammerabschluss aus, geführt als Tourismuskaufmann beziehungsweise Tourismuskauffrau (IHK) für Privat- und Geschäftsreisen. Als Prüfungsform ist eine schriftliche und mündliche Prüfung vor der Industrie- und Handelskammer hinterlegt. Einzelne Träger stellen zusätzlich ein eigenes Zertifikat oder eine Teilnahmebescheinigung aus – dieses Zusatzpapier ersetzt die Kammerprüfung nicht und sollte im Bewerbungsverfahren auch nicht als gleichwertig dargestellt werden.

Ist der Beruf angesichts der Onlinebuchung überhaupt noch zukunftsfähig?

Die Frage ist berechtigt, aber sie zielt nur auf einen Teil des Berufs. Neben der klassischen Reisemittlung stehen das Geschäftsreisemanagement mit Reiserichtlinien und Firmentarifen sowie der Veranstalterinnendienst mit Produktgestaltung und Einkauf. In den letzten 365 Tagen sind zu diesem Zielberuf 716 offene Stellen erfasst. Wer sich früh auf ein Segment ausrichtet und die Praxisphase dort absolviert, entscheidet über seine spätere Position mehr als die Branchendebatte.

Was kostet die Umschulung und kann sie gefördert werden?

Zu diesem Zielberuf liegt uns keine Preisangabe vor, deshalb nennt dieses Profil keine Kostenspanne; den Preis erfahren Sie vom Träger. Eine Förderung über den Bildungsgutschein der Agentur für Arbeit oder des Jobcenters ist bei Umschulungen ein realistischer Weg. Sie wird aber nicht automatisch erteilt, sondern nach § 81 SGB III im Einzelfall geprüft – unter anderem danach, ob die Maßnahme arbeitsmarktlich notwendig und nach AZAV zertifiziert ist.

Wie viele Anbieter gibt es und wie finde ich einen passenden?

Zu diesem Zielberuf gibt es 14 Anbieter mit 15 Angeboten und 551 Terminen. Anbieternamen und Standorte veröffentlichen wir nicht; über eine Anfrage bei uns gleichen wir Ihre Region, Ihren Startzeitpunkt und Ihre Förderlage mit den passenden Angeboten ab. Sinnvolle Auswahlkriterien sind der Ausbildungsschwerpunkt, die praktisch geübten Buchungssysteme, die Organisation der Praxisphase und die Prüfungsvorbereitung.