Data Science & KI
cyber security

Datenbankmanager:in mit Schwerpunkt Datenschutz – Kurs

Weiterbildung an der Schnittstelle von Datenbankarchitektur und Datenschutz: Entity-Relationship-Modelle, Normalisierung, SQL sowie DSGVO- und BDSG-konforme Gestaltung von Datenbanksystemen.

Auf einen Blick

DauerVollzeitØ am Markt
FormatOnlineflexibel
KostenMeist voll gefördertauf Anfrage / Förderung
Finanzierung über Förderung möglich – mit Bildungsgutschein bis zu 100 % förderbar*
Dieser Kurs bildet für einen offiziellen Engpassberuf aus

Überblick

Diese Weiterbildung verbindet klassisches Datenbankhandwerk mit Datenschutzkompetenz: Neben Entity-Relationship-Modellierung, Normalisierung und SQL steht im Zentrum, wie Datenbanksysteme so gestaltet und betrieben werden, dass sie DSGVO- und BDSG-Anforderungen erfüllen. Wer Datenbanken künftig nicht nur technisch verwalten, sondern auch unter Datenschutzgesichtspunkten beurteilen möchte, erhält hier ein Doppelprofil aus IT- und Datenschutzkompetenz, das in vielen Unternehmen bislang auf zwei getrennte Stellen verteilt ist.

Sachkunde & PflichtqualifikationInhaltsstand 03.07.2026

Abschluss, Voraussetzungen und verfügbare Qualifizierungsangebote

Die folgenden Angaben stammen aus den Angeboten eines einzelnen Anbieters — es ist also kein Anbietervergleich, sondern das erfasste Angebot zu diesem Kurs. Konkrete Preise und Termine nennt der Anbieter im Beratungsgespräch.

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Anbieter

1

an 2 Standorten

Angebote

48

diesem Kursprofil zugeordnete Angebote

Kommende Termine

0

an 1 erfassten Orten

Regionen

1 Bundesländer

inklusive Online- und Hybridangeboten, sofern vorhanden

Abschluss

GFN-Zertifikat, TÜV-Zertifikat Datenschutzbeauftragte:r

Mögliche Förderwege

Bildungsgutschein · Aktivierungs- und Vermittlungsgutschein · Qualifizierungschancengesetz

Lernformen

  • Online-Seminar

Zeitmodelle

  • Vollzeit

Dauer im Markt

  • mehr als 1 Monat bis 3 Monate

Gemeldete Preisgruppen

  • 1.000–5.000 €

Vermittelte Kompetenzen

  • SQL
  • Entity-Relationship-Modell
  • Datenbankarchitektur
  • Datenbanknormalisierung
  • DSGVO
  • BDSG

Zugeordnete Zielberufe

  • Datenbankadministrator/in999 Stellen/12 Mon.
  • IT-Manager/IT-Managerin883 Stellen/12 Mon.
  • Sicherheitsmanager/Sicherheitsmanagerin330 Stellen/12 Mon.
  • Datenschutzbeauftragte/r323 Stellen/12 Mon.
  • IT-Service-Delivery-Manager/IT-Service-Delivery-Managerin251 Stellen/12 Mon.
  • Datenbankmanager/in4 Stellen/12 Mon.

Datenbasis: 48 diesem Kurs zugeordnete Angebote sowie die dazu veröffentlichten Termindaten, Stand 19.08.2026. Mehrere Standorte eines Trägers zählen als ein Anbieter.

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Kursinhalte & Lernziele

Der erste Modulblock behandelt die Grundlagen der Datenbankarchitektur. Teilnehmende lernen, wie Datenmodelle strukturiert entworfen werden, bevor Datenschutzaspekte hinzukommen.

  • Aufbau und Zweck von Entity-Relationship-Modellen
  • Abbildung von Entitäten, Attributen und Beziehungen
  • Regeln der Datenbanknormalisierung von der ersten bis zur dritten Normalform
  • Vermeidung von Redundanzen und Anomalien in Tabellenstrukturen
  • Grundprinzipien relationaler Datenbanksysteme
  • Zusammenhang zwischen Modellqualität und späterer Datenpflege

Der zweite Modulblock vertieft SQL als Werkzeug zur Verwaltung und Abfrage von Datenbeständen. Im Zentrum steht der sichere Umgang mit Daten im administrativen Alltag.

  • Grundlegende und fortgeschrittene SQL-Befehle zur Datenverwaltung
  • Abfragen zur gezielten Auswertung von Datenbankinhalten
  • Anlegen, Ändern und Löschen von Tabellenstrukturen
  • Verwaltung von Zugriffsrechten auf Datenbankebene
  • Protokollierung von Datenbankzugriffen und Änderungen
  • Umgang mit Transaktionen zur Sicherung der Datenintegrität

Der dritte Modulblock stellt die datenschutzrechtlichen Grundlagen in den Mittelpunkt. Teilnehmende lernen, wie DSGVO und BDSG die Arbeit mit Datenbanken konkret beeinflussen und welche Prinzipien bereits beim Entwurf einer Datenbank mitgedacht werden müssen.

  • Grundprinzipien der DSGVO im Kontext der Datenverarbeitung
  • Relevante Regelungen des Bundesdatenschutzgesetzes für Datenbanken
  • Rechtsgrundlagen für die Verarbeitung personenbezogener Daten
  • Betroffenenrechte und deren technische Umsetzung in Datenbanksystemen
  • Lösch- und Sperrkonzepte für personenbezogene Datenbestände
  • Dokumentationspflichten bei datenschutzrelevanten Verarbeitungsprozessen
  • Grundgedanke von Privacy by Design bei der Datenbankmodellierung

Der vierte Modulblock verzahnt Datenbankmanagement und Datenschutz zu einem praktischen Gesamtbild. Teilnehmende übertragen die gelernten Konzepte auf reale Szenarien aus IT-Sicherheit und Systemverwaltung.

  • Bewertung bestehender Datenbanken auf datenschutzrechtliche Schwachstellen
  • Entwicklung von Berechtigungskonzepten unter Datenschutzgesichtspunkten
  • Abstimmung zwischen Datenbankmanagement und IT-Sicherheitsanforderungen
  • Erstellung von Verfahrensverzeichnissen für Datenverarbeitungsprozesse
  • Kommunikation datenschutzrelevanter Risiken an Fachabteilungen
  • Einordnung technischer und organisatorischer Handlungsschritte nach Artikel 32 DSGVO
  • Abgrenzung der Zuständigkeiten zwischen Datenbankverwaltung und Datenschutzbeauftragten

Diese vier Modulblöcke führen von der klassischen Datenbankmodellierung über die technische SQL-Verwaltung bis zur rechtlichen Einordnung nach DSGVO und BDSG. Der Kurs macht deutlich, dass Datenbankarbeit und Datenschutz keine getrennten Disziplinen sind, sondern in der Praxis eng zusammenhängen – wer Datenbanken verwaltet, trifft laufend Entscheidungen mit datenschutzrechtlicher Relevanz, selbst wenn diese auf den ersten Blick rein technisch erscheinen. Durch diese Verbindung entsteht ein Kompetenzprofil, das sowohl technisches Datenbankwissen als auch rechtliches Grundverständnis abdeckt und damit in Unternehmen mit hohem Datenschutzaufkommen besonders gefragt ist.

Lernziele:

Nach erfolgreichem Abschluss dieser Weiterbildung können die Teilnehmenden folgende Fähigkeiten anwenden.

  • Datenbankarchitekturen anhand von Entity-Relationship-Modellen konzipieren
  • Tabellen und Beziehungen nach den Regeln der Normalisierung strukturieren
  • SQL-Abfragen zur Verwaltung und Auswertung von Datenbeständen einsetzen
  • Datenbankstrukturen auf Konsistenz und Redundanzfreiheit prüfen
  • Anforderungen der DSGVO auf die Gestaltung von Datenbanken übertragen
  • Regelungen des BDSG bei der Datenverarbeitung berücksichtigen
  • Zugriffsrechte und Berechtigungskonzepte in Datenbanksystemen einordnen
  • Risiken für den Datenschutz in bestehenden Datenbankarchitekturen erkennen
  • Löschkonzepte und Aufbewahrungsfristen für personenbezogene Daten einordnen
  • Dokumentationsanforderungen für Datenverarbeitungsprozesse nachvollziehen
  • Schnittstellen zwischen Datenbankmanagement und IT-Sicherheit einordnen
  • Datenschutzrelevante Fragestellungen an Führungskräfte und Fachabteilungen kommunizieren

Zielgruppe & Voraussetzungen

Diese Weiterbildung richtet sich an angehende Programmierer:innen, Softwareentwickler:innen und Administrator:innen ebenso wie an Führungskräfte, die sich im Bereich Datenschutz und Datensicherheit weiterbilden oder für die Thematik sensibilisieren möchten. Auch Quer- und Wiedereinsteigende sowie Hochschulabgänger:innen mit oder ohne Abschluss finden hier eine gefragte Zusatzqualifikation, die technisches und rechtliches Wissen miteinander verbindet.

  • Angehende Programmierer:innen und Softwareentwickler:innen mit Interesse an Datenschutz
  • Administrator:innen, die ihr Profil um Datenschutzkompetenz erweitern möchten
  • Führungskräfte, die für Datenschutz- und Datensicherheitsfragen sensibilisiert werden möchten
  • Quer- und Wiedereinsteigende auf der Suche nach einer gefragten Zusatzqualifikation
  • Hochschulabgänger:innen mit oder ohne Abschluss, die einen beruflichen Einstieg suchen
Voraussetzungen:

Erwartet werden gute bis sehr gute Deutschkenntnisse sowie grundlegende Englischkenntnisse, da einzelne Fachbegriffe im internationalen Datenschutzkontext englischsprachig sind. Teilnehmende sollten über Erfahrung im Umgang mit dem PC verfügen. Vertiefte Programmierkenntnisse werden nicht vorausgesetzt, ein grundlegendes technisches Verständnis erleichtert jedoch den Einstieg in die Datenbankmodule und die spätere Verknüpfung mit den Datenschutzinhalten.

Ablauf & Abschluss

Die Weiterbildung verbindet technische Einheiten zu Datenbankarchitektur und SQL mit rechtlich geprägten Modulen zu DSGVO und BDSG, sodass beide Perspektiven nicht getrennt, sondern im Zusammenhang vermittelt werden. Praxisnahe Fallbeispiele aus dem Datenbankalltag zeigen, wie sich Datenschutzanforderungen konkret in Berechtigungskonzepten und Löschroutinen niederschlagen. Der fachliche Austausch in der Gruppe unterstützt dabei, unterschiedliche Branchenperspektiven auf Datenschutzfragen kennenzulernen. Wiederkehrende Fallbeispiele aus unterschiedlichen Branchen verdeutlichen zudem, dass sich Datenschutzanforderungen an Datenbanken je nach Datentyp und Verarbeitungszweck unterscheiden können.

Der zeitliche Rahmen der Weiterbildung ist so bemessen, dass sowohl die Datenbankgrundlagen als auch die vertiefenden Datenschutzmodule ausreichend behandelt werden können, bevor die abschließende Prüfung ansteht. Der Aufbau folgt einer Progression von der technischen Modellierung hin zur rechtlichen Anwendung, sodass Teilnehmende die datenschutzrechtlichen Inhalte erst dann bearbeiten, wenn sie die zugrundeliegende Datenbankstruktur bereits verstanden haben. Diese Reihenfolge erleichtert es, abstrakte Datenschutzprinzipien an konkreten, zuvor selbst modellierten Tabellenstrukturen nachzuvollziehen.

Die Weiterbildung schließt mit einem trägerinternes Zertifikat sowie einem anerkannten TÜV-Zertifikat zur/zum Datenschutzbeauftragten ab. Damit verbindet der Abschluss eine trägerinterne Bestätigung der Datenbankkenntnisse mit einer extern anerkannten Zertifizierung im Datenschutzbereich, die auch außerhalb des ursprünglichen Trägers als Qualifikationsnachweis gilt.

Nutzen & Perspektiven

Datenbanken enthalten in nahezu jedem Unternehmen personenbezogene Daten – wer sie sowohl technisch als auch datenschutzrechtlich einordnen kann, übernimmt eine Schlüsselrolle zwischen IT-Abteilung und Compliance. Diese Doppelkompetenz ist selten und entsprechend gefragt, da viele Datenbankfachkräfte sich ausschließlich auf die technische Seite konzentrieren und Datenschutzfragen an andere Abteilungen abgeben. Das TÜV-Zertifikat zur/zum Datenschutzbeauftragten verleiht dem Abschluss zusätzliches Gewicht: Es signalisiert Arbeitgebern eine extern geprüfte Qualifikation, die über trägerinterne Bescheinigungen hinausgeht. Gerade für Quer- und Wiedereinsteigende bietet diese Kombination aus IT-Grundlagen und Datenschutzexpertise einen greifbaren Vorteil auf dem Arbeitsmarkt, da viele Unternehmen Fachkräfte suchen, die beide Seiten verstehen, statt sie getrennt an unterschiedliche Abteilungen zu delegieren. Auch für Betriebe ohne eigene große IT-Abteilung ist dieses Profil interessant: Eine Person, die Datenbankstrukturen versteht und gleichzeitig datenschutzrechtliche Anforderungen einordnen kann, deckt Aufgaben ab, für die sonst zwei getrennte Fachkräfte nötig wären.

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Arbeitsmarkt-Report

IT-Berufe sind seit fünf Jahren der größte Fachkräfteengpass am deutschen Arbeitsmarkt. Der Bestand offener IT-Stellen ist 2024 auf einen Rekordstand gestiegen; AI- und Cloud-Skills werden in den nächsten Jahren weiter überdurchschnittlich nachgefragt.

Einstieg (0-2 J.):38.000–48.000 €
Mittel (3-7 J.):52.000–68.000 €
Senior (8+ J.):70.000–95.000 €

Zielberufe & offene Stellen

Berufe, in denen Absolvent:innen dieses Kurses typischerweise arbeiten — mit bundesweit offenen Stellen der letzten 12 Monate.

  • Datenbankadministrator/in
    999 Stellen
  • IT-Manager/IT-Managerin
    883 Stellen
  • Sicherheitsmanager/Sicherheitsmanagerin
    330 Stellen
  • Datenschutzbeauftragte/r
    323 Stellen
  • IT-Service-Delivery-Manager/IT-Service-Delivery-Managerin
    251 Stellen
  • Datenbankmanager/in
    4 Stellen

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Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Für wen eignet sich diese Weiterbildung?

Sie eignet sich für angehende Programmierer:innen, Softwareentwickler:innen und Administrator:innen ebenso wie für Führungskräfte, die sich für Datenschutz- und Datensicherheitsfragen sensibilisieren möchten, sowie für Quer- und Wiedereinsteigende.

Werden Programmierkenntnisse vorausgesetzt?

Vertiefte Programmierkenntnisse sind nicht erforderlich. Erwartet werden gute Deutschkenntnisse, grundlegende Englischkenntnisse und Erfahrung im Umgang mit dem PC.

Welche Themen werden neben SQL behandelt?

Neben Entity-Relationship-Modellierung und SQL stehen die datenschutzrechtlichen Anforderungen der DSGVO und des BDSG im Mittelpunkt, einschließlich Berechtigungskonzepten und Löschregelungen für Datenbanken.

Welchen Abschluss erhalte ich?

Der Abschluss besteht aus einem GFN-Zertifikat sowie einem anerkannten TÜV-Zertifikat zur/zum Datenschutzbeauftragten, das die Datenschutzkompetenz extern bestätigt.

Welchen beruflichen Nutzen bietet die Kombination aus Datenbank und Datenschutz?

Sie qualifiziert für eine Schnittstellenrolle zwischen IT-Abteilung und Compliance, da Datenbanken in nahezu jedem Unternehmen personenbezogene Daten enthalten und entsprechendes Fachwissen gefragt ist.