SQL-Konzepte: Datenmodellierung & Architektur – Kurs
Konzeptioneller SQL-Kurs zu Datenmodellierung und Architekturentscheidungen: Entity-Relationship-Design, Normalisierung, Indexstrategien sowie der Übergang von Rohdaten zu Power-BI-Dashboards.
Auf einen Blick
Überblick
Dieser Kurs setzt bewusst vor der reinen Abfragesyntax an und stellt die konzeptionelle Seite relationaler Datenbanken in den Mittelpunkt: Wie entsteht aus einem fachlichen Problem ein tragfähiges Datenmodell, welche Entwurfsentscheidungen wirken sich später auf Abfrageleistung und Wartbarkeit aus, und wie lässt sich eine einmal aufgebaute Datenbanklösung sinnvoll in Richtung Analyse und Visualisierung weiterdenken. SQL wird dabei als Werkzeug verstanden, das erst durch ein durchdachtes zugrundeliegendes Modell seine volle Wirkung entfaltet. Wer diesen Kurs abschließt, kann nicht nur Abfragen schreiben, sondern versteht, warum eine Tabellenstruktur so und nicht anders aufgebaut sein sollte.
Kompetenzen, Lernformen und Angebote für dieses Praxistraining
Die folgenden Angaben stammen aus den Angeboten eines einzelnen Anbieters — es ist also kein Anbietervergleich, sondern das erfasste Angebot zu diesem Kurs. Konkrete Preise und Termine nennt der Anbieter im Beratungsgespräch.
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an 3 Standorten
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diesem Kursprofil zugeordnete Angebote
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an 12 erfassten Orten
8 Bundesländer
inklusive Online- und Hybridangeboten, sofern vorhanden
Abschluss
Trägerinternes Zertifikat / qualifizierte Teilnahmebescheinigung
Mögliche Förderwege
Bildungsgutschein · Aktivierungs- und Vermittlungsgutschein · Qualifizierungschancengesetz
Lernformen
- Hybrid Learning93 %
- Virtuelles Klassenzimmer7 %
Zeitmodelle
- Vollzeit100 %
Dauer im Markt
- mehr als 3 Monate bis 6 Monate15×
Gemeldete Preisgruppen
- über 10.000 €15×
Häufige Kursorte
- Hannover2×
- Köln2×
- Stuttgart2×
- Dortmund1×
- Dresden1×
- Berlin1×
Bundesländer
- Nordrhein-Westfalen5×
- Niedersachsen3×
- Baden-Württemberg2×
- Berlin1×
- Bremen1×
- Sachsen1×
Vermittelte Kompetenzen
- SQL
- Datenmodellierung
- Entity-Relationship-Design
- Normalisierung
- Joins
- Indexierung
- Power BI
Zugeordnete Zielberufe
- Industriemeister/Industriemeisterin - allgemein19.202 Stellen/12 Mon.
- Kaufmann/Kauffrau für Versicherungen und Finanzanlagen3.907 Stellen/12 Mon.
- Facharzt/Fachärztin für Innere Medizin und Pneumologie229 Stellen/12 Mon.
Datenbasis: 40 diesem Kurs zugeordnete Angebote sowie die dazu veröffentlichten Termindaten, Stand 19.08.2026. Mehrere Standorte eines Trägers zählen als ein Anbieter.
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Kursinhalte & Lernziele
Im ersten Modul geht es um das Fundament jeder relationalen Lösung: das Datenmodell selbst. Bevor eine einzige Abfrage geschrieben wird, steht die Frage im Raum, welche Entitäten es in einem Fachbereich gibt und wie sie zueinander stehen.
- Entitäten, Attribute und Beziehungen aus einer fachlichen Aufgabenstellung ableiten
- Entity-Relationship-Diagramme lesen und selbst entwerfen
- Normalisierung von der ersten bis zur dritten Normalform Schritt für Schritt durchführen
- Primärschlüssel, Fremdschlüssel und zusammengesetzte Schlüssel korrekt vergeben
- Kardinalitäten zwischen Tabellen bestimmen und in ein Schema übersetzen
- Häufige Modellierungsfehler wie redundante Attribute oder fehlende Schlüsselbeziehungen identifizieren
Das zweite Modul überträgt das Modell in konkrete SQL-Abfragen und vertieft dabei den gezielten Einsatz von Joins. Im Zentrum steht das Verständnis dafür, welcher Join-Typ zu welcher fachlichen Frage passt.
- Inner Joins zur Verknüpfung zusammengehöriger Datensätze einsetzen
- Left und Right Joins nutzen, um auch unvollständige Beziehungen sichtbar zu machen
- Full Outer Joins und Self Joins für komplexere Verknüpfungsfälle anwenden
- Unterabfragen und Common Table Expressions zur Strukturierung mehrstufiger Abfragen nutzen
- Gruppierungen und Aggregatfunktionen mit Join-Ergebnissen kombinieren
- Abfragen schrittweise aus kleinen, nachvollziehbaren Teilschritten aufbauen
Das dritte Modul widmet sich der Performance-Seite relationaler Datenbanken - einem Bereich, der bei rein syntaxorientierten Kursen oft zu kurz kommt. Hier lernen Teilnehmende, warum zwei fachlich gleichwertige Abfragen unterschiedlich schnell sein können.
- Funktionsweise von Indizes und deren Aufbau nachvollziehen
- Sinnvolle Indexkandidaten anhand von Abfragemustern identifizieren
- Auswirkungen von Indizes auf Schreiboperationen und Speicherbedarf einschätzen
- Ausführungspläne konzeptionell interpretieren, um Engpässe zu erkennen
- Denormalisierung als bewusste Architekturentscheidung gegen reine Lehrbuch-Normalisierung abwägen
- Datentypen so wählen, dass sie weder Speicher verschwenden noch Präzision verlieren
Das vierte Modul öffnet die Perspektive Richtung Datenanalyse und Visualisierung und zeigt, wie aus einem gut modellierten Datenbestand entscheidungsrelevante Information wird. Es wird eine Brücke von der reinen Datenbankwelt zu Business-Intelligence-Werkzeugen geschlagen.
- Grundprinzipien des überwachten und unüberwachten Lernens im Kontext strukturierter Daten einordnen
- Muster in Abfrageergebnissen erkennen, die auf tiefere Zusammenhänge hindeuten
- Abfrageergebnisse für den Import in Power BI vorbereiten und strukturieren
- Interaktive Dashboards auf Basis von SQL-Abfragen konzipieren
- Kennzahlen und Kennzahlenlogik direkt im Datenmodell mitdenken
- Den Weg von der Rohtabelle bis zur entscheidungsfähigen Visualisierung nachvollziehen
Der praktische Anteil verbindet alle vier Module zu einem durchgängigen Modellierungs- und Abfrageprojekt und schafft damit die Verbindung zwischen Konzept und Anwendung.
- Entwicklung eines eigenen Entity-Relationship-Modells für ein Beispielszenario
- Überführung des Modells in ein normalisiertes relationales Schema
- Schrittweiser Aufbau komplexer Abfragen mit mehreren Join-Ebenen
- Bewusste Entscheidung für oder gegen Denormalisierung an einem konkreten Fallbeispiel
- Analyse eines Ausführungsplans und Ableitung von Indexvorschlägen
- Vergleich zweier alternativer Modellierungsansätze für dieselbe fachliche Anforderung
- Aufbereitung eines Abfrageergebnisses für ein Power-BI-Dashboard
- Diskussion, welche Kennzahlen aus dem Modell sinnvoll ablesbar sind
- Identifikation redundanter Strukturen in einem vorgegebenen Beispielschema
- Überarbeitung eines fehlerhaften Modells anhand konkreter Kritikpunkte
- Einordnung, wo Muster im Datenbestand auf weiterführende Analysen hindeuten
- Präsentation des eigenen Modells samt Begründung der getroffenen Entwurfsentscheidungen
Durch diese Verzahnung von Modellierungstheorie und praktischer Abfragearbeit entsteht ein Verständnis, das über das reine Erlernen von SQL-Befehlen hinausgeht. Teilnehmende lernen, Datenbanklösungen von Grund auf mitzudenken statt vorgegebene Strukturen nur zu befüllen. Diese konzeptionelle Tiefe zahlt sich besonders dann aus, wenn später eigenständig neue Datenbankprojekte aufgesetzt oder bestehende Modelle überarbeitet werden müssen.
Lernziele:
- Grundprinzipien der Entity-Relationship-Modellierung nachvollziehen und auf eigene Fachdomänen übertragen
- Normalisierungsstufen bis zur dritten Normalform anwenden und begründen können, wann eine bewusste Denormalisierung sinnvoll ist
- Primär- und Fremdschlüsselbeziehungen sauber definieren und referenzielle Integrität sicherstellen
- Join-Typen (Inner, Left, Right, Full) konzeptionell unterscheiden und für konkrete Fragestellungen auswählen
- Indexstrategien verstehen und deren Auswirkung auf Lese- und Schreibperformance einschätzen
- Kardinalitäten (1:1, 1:n, n:m) modellieren und in Zwischentabellen korrekt abbilden
- Datentypen bewusst wählen und ihre Auswirkung auf Speicherbedarf und Konsistenz einordnen
- Komplexe Abfragen aus mehreren Teilschritten strukturiert aufbauen statt sie als Ganzes zu erraten
- Grundlagen von überwachtem und unüberwachtem maschinellem Lernen im Kontext strukturierter Datenbestände einordnen
- Abfrageergebnisse so aufbereiten, dass sie sich in Power BI als Datengrundlage eignen
- Architekturentscheidungen zwischen einer einzelnen großen Tabelle und einem normalisierten Schema gegeneinander abwägen
- Typische Modellierungsfehler erkennen, bevor sie sich in Performanceproblemen niederschlagen
Zielgruppe & Voraussetzungen
Der Kurs richtet sich an Einsteigerinnen und Einsteiger, Quereinsteigende sowie Fachkräfte, die nicht nur Abfragen schreiben, sondern relationale Datenbanken von der konzeptionellen Seite her verstehen möchten. Besonders geeignet ist er für alle, die perspektivisch eigene Datenmodelle entwerfen oder bestehende Strukturen bewerten und weiterentwickeln müssen.
- Personen mit Interesse an Datenmodellierung und Datenbankarchitektur
- Angehende Business-Intelligence- und Data-Analyst-Profile
- Quereinsteigende in Richtung Datenbankentwicklung
- Fachkräfte, die von reiner Tabellenarbeit in strukturierte Datenbankarbeit wechseln möchten
Formale Abschlüsse sind für die Teilnahme nicht erforderlich. Hilfreich sind sichere PC- und Internetkenntnisse sowie ein grundsätzliches Interesse daran, wie Daten strukturiert und in Beziehung zueinander gesetzt werden. Erste Erfahrungen mit Tabellenkalkulationen oder einfachen Datenstrukturen erleichtern den Einstieg in die Modellierungsübungen, sind aber keine zwingende Voraussetzung.
Ablauf & Abschluss
Der Kurs kombiniert konzeptionelle Einheiten zur Datenmodellierung mit praktischen Übungen am Rechner, in denen Modelle direkt in Abfragen überführt werden. Entwurfsentscheidungen werden nicht nur vorgegeben, sondern gemeinsam diskutiert und begründet, sodass Teilnehmende ein Gespür für Alternativen und deren Konsequenzen entwickeln.
Der zeitliche Rahmen ist so bemessen, dass sowohl die Modellierungsgrundlagen als auch die anschließende Abfrage- und Visualisierungsarbeit ausreichend vertieft werden können. Der genaue Umfang richtet sich nach den individuellen Vorkenntnissen und wird zu Kursbeginn auf die jeweilige Gruppe abgestimmt.
Teilnehmende erhalten ein trägerinternes Zertifikat, das die behandelten Modellierungs- und Abfrageinhalte dokumentiert. Es handelt sich um eine qualifizierte Teilnahmebescheinigung und keine externe Zertifizierungsprüfung eines Herstellers.
Nutzen & Perspektiven
Wer relationale Datenbanken nur über einzelne Befehle kennenlernt, stößt spätestens dann an Grenzen, wenn ein eigenes Datenmodell entworfen oder ein bestehendes Schema bewertet werden muss. Genau hier setzt dieser Kurs an: Er vermittelt das konzeptionelle Rüstzeug, um Datenbanklösungen von Anfang an durchdacht aufzubauen, statt nachträglich Symptome wie langsame Abfragen oder inkonsistente Daten zu bekämpfen. Die Verbindung aus Modellierungstheorie, Join-Praxis und einem Ausblick auf Datenanalyse mit Power BI macht den Kurs besonders für alle interessant, die perspektivisch zwischen Datenbankarbeit und Business-Intelligence-Aufgaben wechseln möchten. Statt zwei getrennte Welten zu lernen, entsteht ein durchgängiges Verständnis vom Rohmodell bis zum fertigen Dashboard. Langfristig zahlt sich diese konzeptionelle Tiefe aus, wenn eigenständig neue Projekte aufgesetzt, bestehende Datenbanken saniert oder Architekturentscheidungen im Team vertreten werden müssen. Wer begründen kann, warum ein Modell so und nicht anders aussieht, wird in Datenbankprojekten schnell zur gefragten Ansprechperson.
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Arbeitsmarkt-Report
Pflege- und Gesundheits-Fachkräfte sind seit 2018 durchgehend als Engpassberuf gelistet. Demografische Entwicklung treibt die Nachfrage; höhere Tarife in Pflege und Reform der Pflegeausbildung verbessern Einstiegsbedingungen 2025/26 weiter.
Zielberufe & offene Stellen
Berufe, in denen Absolvent:innen dieses Kurses typischerweise arbeiten — mit bundesweit offenen Stellen der letzten 12 Monate.
- Industriemeister/Industriemeisterin - allgemein19.202 Stellen
- Kaufmann/Kauffrau für Versicherungen und Finanzanlagen3.907 Stellen
- Facharzt/Fachärztin für Innere Medizin und Pneumologie229 Stellen
Verwandte Kurse & Alternativen
30 ähnliche Qualifizierungen & Kurse in diesem Themenfeld
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Muss ich vorher schon SQL-Befehle kennen?
Nein, Vorkenntnisse in SQL sind nicht erforderlich. Der Kurs beginnt bewusst bei der Modellierung und führt erst darauf aufbauend in Abfragen ein, sodass auch Einsteiger:innen gut folgen können.
Worin unterscheidet sich dieser Kurs von einem klassischen SQL-Grundlagenkurs?
Der Schwerpunkt liegt nicht auf dem Auswendiglernen von Befehlen, sondern auf der Frage, wie ein Datenmodell überhaupt entsteht und warum bestimmte Entwurfsentscheidungen sinnvoll sind. Normalisierung, Schlüsselbeziehungen und Indexstrategien stehen im Zentrum.
Wird auch etwas zu Power BI vermittelt?
Ja, im letzten Modul wird gezeigt, wie sich Abfrageergebnisse für Power-BI-Dashboards aufbereiten lassen, sodass der Bogen von der reinen Datenbankarbeit bis zur Visualisierung gespannt wird.
Für wen eignet sich der Kurs besonders?
Besonders geeignet ist er für Personen, die perspektivisch eigene Datenmodelle entwerfen oder bestehende Datenbankstrukturen bewerten und weiterentwickeln möchten, etwa angehende Data Analysts oder BI-Entwickler:innen.
Welchen Abschluss erhalte ich am Ende?
Sie erhalten ein trägerinternes Zertifikat, das die behandelten Modellierungs- und Abfrageinhalte dokumentiert - keine externe Herstellerzertifizierung.