Kaufmännisch & Verwaltung
IHK-Prüfung

Umschulung Digital-Sales-Manager/in

Die erfassten Umschulungen führen zum anerkannten Abschluss Kaufmann beziehungsweise Kauffrau für Digitalisierungsmanagement, und das beschreibt die Tätigkeit präziser als der Marketingbegriff: betriebliche Abläufe analysieren, digitale Lösungen auswählen und ihre Einführung begleiten.

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Dauer24 MonateOrientierung; Angebot prüfen
FormatPräsenzje nach Angebot
Kostenkeine Preisangabe hinterlegtKonkreten Angebotspreis erfragen
Bildungsgutschein als Förderweg möglich; Zulassung des Angebots und persönliche Bewilligung prüfen.

Worum geht es in diesem Kurs?

Die erfassten Umschulungen führen zum anerkannten Abschluss Kaufmann beziehungsweise Kauffrau für Digitalisierungsmanagement, und das beschreibt die Tätigkeit präziser als der Marketingbegriff: betriebliche Abläufe analysieren, digitale Lösungen auswählen und ihre Einführung begleiten. Konkret heißt das, Geschäftsprozesse zu dokumentieren, Medienbrüche und Doppelerfassungen zu identifizieren und daraus mit den Fachabteilungen eine Anforderungsbeschreibung zu machen. Dazu kommt die kaufmännische Seite: Softwareangebote vergleichen, Wirtschaftlichkeit rechnen, Lizenzfragen klären, Schulungen organisieren. Im Vertriebszuschnitt kommen CRM-Pflege und Kampagnenauswertung hinzu.

Der Berufsname klingt nach Start-up und nach Leuten, die schon alles können. Der Kern ist nüchtern: verstehen, wie ein Betrieb arbeitet, und dann Schritt für Schritt bessere Werkzeuge einführen. Dafür brauchst du kein Informatikstudium und keine Programmierkenntnisse, sondern Geduld mit Details und zwei Jahre Vollzeit. Ehrlich ist die schmale Datenlage: nur rund 100 offene Stellen in 365 Tagen unter dieser Bezeichnung.

Was lernst du in diesem Kurs?

  • Modul 1: Betrieb, Geschäftsprozesse und Wertschöpfung (12 Wochen) – Am Anfang steht das Verstehen des Betriebs, nicht die Technik. Das Modul vermittelt, wie Unternehmen organisiert sind und wie sich Abläufe systematisch aufnehmen und darstellen lassen. Die konkrete Modulstruktur legt der Bildungsträger fest; diese Übersicht beschreibt die fachlich üblichen Inhalte des Berufsfeldes. Inhalte: Aufbau- und Ablauforganisation eines Unternehmens, Geschäftsprozesse erheben, modellieren und dokumentieren, Kennzahlen, Wertschöpfungsketten und Schnittstellen, Medienbrüche und Doppelerfassungen erkennen, Rechtsformen, Markt und Wettbewerb.
  • Modul 2: IT-Systeme, Netze und Arbeitsplatzumgebung (14 Wochen) – Das Modul baut die technische Grundlage auf, die für die Verständigung mit IT-Abteilungen und Dienstleistern nötig ist. Behandelt werden Systeme, Netze und Cloud-Modelle sowie das Einrichten eines vollständigen Arbeitsplatzes — ein Thema, das in der gestreckten Abschlussprüfung der IT-Berufe eine eigene Rolle spielt. Inhalte: Hardware, Betriebssysteme und Clientverwaltung, Netzwerkgrundlagen, Adressierung und Dienste, Cloud-Modelle und ihr Einsatz im Betrieb, Einrichten und Absichern eines IT-gestützten Arbeitsplatzes, Störungsannahme und Dokumentation im Support.
  • Modul 3: Daten, Datenbanken und Auswertung (12 Wochen) – Digitalisierung scheitert selten an der Software und häufig an den Daten. Das Modul behandelt Datenmodelle, Abfragen und vor allem Datenqualität, weil verschmutzte Stammdaten jeden Prozess sabotieren. Teilnehmende üben, aus Rohdaten eine belastbare Auswertung zu bauen. Inhalte: Datenmodellierung und relationale Datenbanken, Abfragen mit SQL und einfache Auswertungen, Datenqualität, Dubletten und Stammdatenpflege, Tabellenkalkulation für Analyse und Reporting, Aufbereitung von Kennzahlen für Entscheidungen.
  • Modul 4: Digitale Geschäftsprozesse und Anwendungssysteme (14 Wochen) – Hier wird aus der Analyse eine Lösung. Behandelt werden die großen betrieblichen Anwendungssysteme, das saubere Formulieren von Anforderungen und der strukturierte Vergleich von Angeboten. Ein Schwerpunkt liegt darauf, was bei Einführung und Datenmigration in der Praxis schiefgeht. Inhalte: ERP- und CRM-Systeme und ihre Prozesse, Anforderungen erheben und als Lastenheft formulieren, Schnittstellen und Systemintegration verstehen, Auswahl und Vergleich von Softwarelösungen, Einführung, Migration und Schulung planen.
  • Modul 5: Datenschutz, IT-Sicherheit und Compliance (8 Wochen) – Wer Prozesse digitalisiert, verarbeitet personenbezogene Daten und trägt Verantwortung dafür. Das Modul behandelt die datenschutzrechtlichen Pflichten im Tagesgeschäft, den Aufbau von Rechte- und Rollenkonzepten sowie die Vertrags- und Lizenzfragen bei der Beschaffung. Inhalte: Grundlagen der Datenschutz-Grundverordnung im Betriebsalltag, Verarbeitungsverzeichnis, Auftragsverarbeitung und Löschkonzepte, Schutzbedarf, Zugriffsrechte und Rollenkonzepte, Typische Angriffswege und Sensibilisierung der Belegschaft, Vertrags- und Lizenzfragen bei Softwarebeschaffung.
  • Modul 6: Digitaler Vertrieb, Marketing und Kundendaten (12 Wochen) – Das Modul gibt dem Zielberuf seine vertriebliche Seite. Behandelt werden die digitale Kundenreise, die Arbeit im CRM-System und die Steuerung von Kampagnen sowie die Frage, welche Kennzahlen tatsächlich etwas aussagen und welche nur gut aussehen. Inhalte: Kundenreise und digitale Kontaktpunkte, CRM-Pflege, Segmentierung und Kampagnensteuerung, Online-Angebots- und Auftragsprozesse, Kennzahlen des digitalen Vertriebs und ihre Grenzen, Beratung und Präsentation gegenüber Kundschaft.
  • Modul 7: Projektmanagement und kaufmännische Steuerung (10 Wochen) – Digitalisierungsvorhaben laufen als Projekte, und Projekte scheitern an Planung und Kommunikation, selten an Technik. Das Modul verbindet Projektmethodik mit der kaufmännischen Bewertung, damit Vorhaben nicht nur machbar, sondern auch begründbar sind. Inhalte: Projektauftrag, Planung, Meilensteine und Risiken, Agile und klassische Vorgehensmodelle im Vergleich, Wirtschaftlichkeitsrechnung und Angebotsvergleich, Kalkulation, Kostenarten und Budgetkontrolle, Berichtswesen und Präsentation von Ergebnissen.
  • Modul 8: Betriebliche Projektarbeit und Prüfungsvorbereitung (12 Wochen) – Zum Abschluss steht das reale betriebliche Projekt im Mittelpunkt, das den praktischen Teil der Prüfung trägt. Begleitet werden Themenwahl, Antrag, Durchführung und Dokumentation, dazu kommen Training für Präsentation und Fachgespräch sowie die Wiederholung der schriftlichen Prüfungsinhalte. Inhalte: Begleitete Praxisphase im Betrieb, Auswahl, Antrag und Durchführung des Prüfungsprojekts, Projektdokumentation nach den Vorgaben der Kammer, Fachgespräch und Präsentation trainieren, Wirtschafts- und Sozialkunde wiederholen.

Lernziele:

  • Der Abschluss ist ein anerkannter IHK-Berufsabschluss nach § 37 Berufsbildungsgesetz und damit belastbarer als ein Zertifikat mit modischer Bezeichnung.
  • Die Rolle verbindet kaufmännisches Denken mit IT, ohne dass Programmierung zum Hauptinhalt wird — ein realistischer Weg für Umsteigende ohne technische Vorbildung.
  • Mehrere Angebote sind ausdrücklich auf Menschen ohne Berufsabschluss oder mit lange nicht ausgeübtem Beruf zugeschnitten, was den Zugang öffnet.
  • Die vermittelten Inhalte — Prozessanalyse, Anforderungsmanagement, Datenschutz, Projektarbeit — sind branchenunabhängig einsetzbar.
  • Die projektbezogene Abschlussprüfung erzeugt ein vorzeigbares betriebliches Ergebnis, das sich in Bewerbungen konkret schildern lässt.

Für wen ist der Kurs geeignet?

Die Umschulung passt zu Menschen, die zwischen kaufmännischer Arbeit und IT stehen wollen, ohne Programmiererin oder Programmierer zu werden. Gefragt ist Interesse an Abläufen: Wie ein Betrieb heute arbeitet, wo Papier, Doppelerfassung und Medienbrüche stecken und wie sich das digital lösen lässt. Sie läuft durchgehend in Vollzeit über rund 24 Monate und braucht deshalb eine belastbare Tagesstruktur. Besonders geeignet ist sie für Umsteigende, die bereits in einem anderen Feld Prozesse kennengelernt haben und dieses Verständnis nun mit Technik verbinden wollen. Weniger passend ist sie für alle, die eine rein technische Entwicklerrolle suchen oder nur nebenberuflich lernen können.

  • Umsteigende ohne Berufsabschluss oder mit lange nicht mehr ausgeübtem Beruf, die einen IHK-Abschluss anstreben
  • Kaufmännisch Interessierte, die mit IT arbeiten wollen, ohne Softwareentwicklung zum Hauptberuf zu machen
  • Menschen mit Erfahrung in Sachbearbeitung, Vertrieb oder Kundenservice, die Abläufe von innen kennen
  • Weniger geeignet für alle, die nur berufsbegleitend lernen können — erfasst sind ausschließlich Vollzeitangebote
Voraussetzungen:

Ein Berufsabschluss ist nicht erforderlich — die Umschulung führt selbst zu einem anerkannten Abschluss. Mehrere Angebote sind ausdrücklich auf Menschen zugeschnitten, die arbeitslos oder von Arbeitslosigkeit bedroht sind und entweder keinen Berufsabschluss haben oder als wieder ungelernt gelten, weil sie seit mehr als vier Jahren nicht mehr im erlernten Beruf gearbeitet haben. Als schulische Erwartung nennen die Träger überwiegend einen Hauptschulabschluss oder einen vergleichbaren Abschluss. Über die Aufnahme entscheidet der Bildungsträger, bei geförderten Plätzen gemeinsam mit der Agentur für Arbeit oder dem Jobcenter.

  • Kein Berufsabschluss vorausgesetzt — die Maßnahme führt selbst zum Abschluss
  • Hauptschulabschluss oder vergleichbarer Abschluss als übliche schulische Erwartung der Träger
  • Sicherer Umgang mit dem Computer und Bereitschaft, sich in neue Software einzuarbeiten
  • Solide Deutschkenntnisse, weil Prozessbeschreibungen und Anforderungen schriftlich formuliert werden
  • Bereitschaft zu einer Qualifizierung über rund 24 Monate in Vollzeit

Wie läuft der Kurs ab und welchen Abschluss gibt es?

24 Monate in Vollzeit – belegter Durchschnitt der Angebote

Betriebspraktikum: Eine betriebliche Praxisphase ist bei einer zweijährigen Umschulung dieses Zuschnitts der Regelfall, weil die Abschlussprüfung projektbezogen angelegt ist und ein reales betriebliches Vorhaben braucht. Eine feste Dauer ist nicht vorgegeben; Umfang und Lage legt der Bildungsträger fest.

Die Prüfung ist bei den IT-Berufen als gestreckte Abschlussprüfung angelegt: Teil 1 findet bereits im Verlauf der Qualifizierung statt und behandelt das Einrichten eines IT-gestützten Arbeitsplatzes. Das Ergebnis geht anteilig in die Gesamtnote ein und wird nicht wiederholt, wenn Teil 2 bestanden wird.

Teil 2 umfasst eine betriebliche Projektarbeit mit Dokumentation, ein darauf bezogenes Fachgespräch sowie schriftliche Prüfungsbereiche zu den fachlichen Inhalten und zur Wirtschafts- und Sozialkunde. Die genaue Bezeichnung, Gewichtung und Reihenfolge der Prüfungsbereiche regelt die Ausbildungs- und Prüfungsordnung der zuständigen Kammer.

Prüfende Stelle: Zuständige Industrie- und Handelskammer. Offizieller Abschluss: Anerkannter Berufsabschluss Kaufmann / Kauffrau für Digitalisierungsmanagement nach § 37 Berufsbildungsgesetz mit Prüfungszeugnis der Kammer..

Eine Förderung über den Bildungsgutschein der Agentur für Arbeit oder des Jobcenters kommt in Betracht, weil die Umschulung zu einem anerkannten Berufsabschluss nach dem Berufsbildungsgesetz führt. Mehrere Träger richten ihr Angebot ausdrücklich an Menschen ohne Berufsabschluss oder mit lange nicht mehr ausgeübtem Beruf — genau die Konstellation, für die dieser Förderweg gedacht ist. Die Bewilligung bleibt dennoch eine Einzelfallentscheidung nach § 81 SGB III und hängt von Ihrer persönlichen Situation und der Arbeitsmarktlage ab; eine Zusage vorab gibt es nicht. Die Kosten liegen teilweise über 10.000 Euro; den verbindlichen Preis nennt der Träger.

Wird die Umschulung gefördert und führt sie zu einem Abschluss in einem Ausbildungsberuf mit mindestens zwei Jahren Ausbildungsdauer, kommen nach § 87a SGB III zwei Geldleistungen dazu: 150 Euro Weiterbildungsgeld im Monat für Arbeitslose, zusätzlich zu ALG oder Bürgergeld, sowie Prüfungsprämien von 1.000 Euro für die bestandene Zwischen- und 1.500 Euro für die bestandene Abschlussprüfung – zusammen bis zu 2.500 Euro. Beides setzt voraus, dass die Maßnahme bewilligt wurde.

Welche beruflichen Perspektiven bietet der Kurs?

In den letzten 365 Tagen sind zu diesem Zielberuf lediglich 100 offene Stellen erfasst. Das ist wenig. Die Zahl sagt aber mehr über die Bezeichnung als über den Bedarf: Betriebe schreiben dieselben Aufgaben als Prozessmanagement, IT-Koordination, Inside Sales oder CRM-Betreuung aus. Suchen Sie deshalb nach Tätigkeiten. Die Anschlussstelle entsteht hier häufig aus dem Praktikumsbetrieb.

Im B2B-Digitalvertrieb und SaaS-Vertrieb spielen erfolgsabhängige Boni eine erhebliche Rolle für das Gesamteinkommen.

  • Einstieg: ca. 35.000–43.000 €
  • Mit Berufserfahrung: ca. 46.000–60.000 €
  • Spezialist oder Leitung: ca. 64.000–86.000 €
  • Typische Tätigkeitsfelder: Aufnahme und Dokumentation betrieblicher Geschäftsprozesse, Anforderungsanalyse und Abstimmung mit Fachabteilungen, Auswahl, Vergleich und Einführung von Softwarelösungen, Betreuung von ERP- und CRM-Systemen im laufenden Betrieb, Digitaler Vertrieb, Angebotsprozesse und Kundendatenpflege, Auswertung von Kennzahlen und Aufbereitung für Entscheidungen, Mitarbeit an Datenschutz- und IT-Sicherheitsvorgaben
  • Typische Arbeitgeber: IT-Systemhäuser und Softwareanbieter mit Beratungsgeschäft, Industrie- und Handelsbetriebe mit eigener Digitalisierungsabteilung, Handelsunternehmen mit Onlinegeschäft und CRM-Betrieb, Dienstleister für Prozess- und Unternehmensberatung, Versicherungen, Banken und Finanzdienstleister, Öffentliche Verwaltungen und kommunale Betriebe mit Digitalisierungsprojekten, Agenturen für digitalen Vertrieb und Marketing

Welche Förderung passt zu dir?

Erhalte eine erste Orientierung, welche Förderwege zu deiner Situation passen. Über eine Bewilligung entscheidet die zuständige Stelle. Kostenlos & ohne Anmeldung.

Berufswege prüfen

Zugeordnete Zielberufe

Diese Tätigkeitsbezeichnungen sind dem Kursprofil zugeordnet. Prüfe, ob Inhalt, Abschluss und Zugangsvoraussetzungen zu deinem Berufsziel passen; die Zuordnung bestätigt keine vollständige Berufsqualifikation.

  • Aufnahme und Dokumentation betrieblicher Geschäftsprozesse
  • Anforderungsanalyse und Abstimmung mit Fachabteilungen
  • Auswahl, Vergleich und Einführung von Softwarelösungen
  • Betreuung von ERP- und CRM-Systemen im laufenden Betrieb
  • Digitaler Vertrieb, Angebotsprozesse und Kundendatenpflege
  • Auswertung von Kennzahlen und Aufbereitung für Entscheidungen

Vor der Kurswahl klären

  • Welche Kenntnisse und Nachweise verlangen Stellenanzeigen für dein Berufsziel?
  • Welche praktischen Aufgaben und Prüfungen sind im Lehrgang vorgesehen?
  • Wer stellt den Abschluss aus und welche formalen Voraussetzungen gelten?

Im BERUFENET der Bundesagentur für Arbeit kannst du Aufgaben und Bildungswege recherchieren.

Für Gehälter nutze den Entgeltatlas und prüfe Beruf, Region, Anforderungsniveau und Datenstand. Ein Kursabschluss allein belegt kein bestimmtes Einkommen.

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So finanziert sich Kursweg: Bildungsanbieter zahlen ein Entgelt für die Weitergabe deiner Anfrage — für dich bleibt sie kostenlos. Details zum Geschäftsmodell.

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Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Warum heißt der Abschluss anders als der Berufsname?

Digital-Sales-Manager ist eine am Markt gebräuchliche Tätigkeitsbezeichnung, aber kein geschützter Ausbildungsberuf. Die in unserer Datenbank erfassten Umschulungen führen deshalb zum anerkannten Abschluss Kaufmann beziehungsweise Kauffrau für Digitalisierungsmanagement mit IHK-Prüfung. Das ist für Sie der bessere Ausgang, weil dieser Abschluss nach dem Berufsbildungsgesetz staatlich anerkannt ist, während ein Zertifikat mit dem englischen Titel nur so viel wert wäre wie der Ruf des Trägers.

Muss ich programmieren können?

Nein. Der Beruf ist kaufmännisch zugeschnitten und liegt bewusst zwischen Fachabteilung und IT. Sie brauchen technisches Grundverständnis für Systeme, Netze, Datenbanken und Schnittstellen, um mit Entwicklung und Dienstleistern auf Augenhöhe sprechen zu können. Softwareentwicklung ist dagegen nicht Ihr Aufgabengebiet — dafür gibt es die Fachinformatik-Berufe. Einfache Datenbankabfragen und Auswertungen gehören allerdings zum Handwerkszeug und werden in der Umschulung geübt.

Wie lange dauert die Umschulung und gibt es Teilzeit?

Die belegte Laufzeit der Angebote beträgt rund 24 Monate. Dokumentiert sind ausschließlich Vollzeitangebote — eine Teilzeitvariante enthält unsere Auswertung zu diesem Zielberuf nicht. Als Unterrichtsformen sind Präsenzunterricht und Combined Learning erfasst, also eine Mischung aus Präsenzterminen und selbstgesteuerten Onlinephasen. Wenn Sie nur berufsbegleitend lernen können, ist dieser Weg nach aktueller Datenlage nicht abgedeckt.

Sind nur 100 offene Stellen nicht ein schlechtes Zeichen?

Die Zahl ist niedrig und wir nennen sie deshalb offen. Sie bildet allerdings nur Ausschreibungen unter genau dieser Berufsbezeichnung ab. Dieselben Aufgaben werden in der Praxis als Prozessmanagement, Digitalisierungskoordination, CRM-Betreuung oder Vertriebsinnendienst ausgeschrieben. Suchen Sie deshalb nach Tätigkeiten statt nach dem Titel, und klären Sie im Beratungsgespräch, welche Rollen in Ihrer Region konkret besetzt werden.

Wer kann an dieser Umschulung teilnehmen?

Mehrere der Angebote richten sich ausdrücklich an Menschen, die arbeitslos oder von Arbeitslosigkeit bedroht sind und entweder keinen Berufsabschluss haben oder als wieder ungelernt gelten, weil sie länger als vier Jahre nicht mehr im erlernten Beruf gearbeitet haben. Als schulische Erwartung nennen die Träger überwiegend einen Hauptschulabschluss oder einen vergleichbaren Abschluss. Ob Sie zu dieser Zielgruppe zählen, klärt Ihre Vermittlungsfachkraft.

Wie läuft die Abschlussprüfung ab?

Als IT-Beruf ist die Prüfung gestreckt angelegt: Ein erster Teil findet bereits im Verlauf der Qualifizierung statt und behandelt das Einrichten eines IT-gestützten Arbeitsplatzes; sein Ergebnis fließt anteilig in die Gesamtnote ein. Der zweite Teil umfasst eine betriebliche Projektarbeit mit Dokumentation und Fachgespräch sowie schriftliche Prüfungsbereiche. Die genauen Bezeichnungen und Gewichtungen regelt die Prüfungsordnung der zuständigen Kammer.

Was kostet die Umschulung und wird sie gefördert?

In den Angeboten ist teils ein Kostenrahmen über 10.000 Euro hinterlegt, teils fehlt eine Preisangabe — den verbindlichen Preis nennt der Träger. Weil es sich um eine Umschulung zu einem anerkannten Berufsabschluss handelt, ist eine Förderung über den Bildungsgutschein grundsätzlich möglich. Sie ist jedoch immer eine Einzelfallentscheidung nach § 81 SGB III und hängt unter anderem von der arbeitsmarktlichen Notwendigkeit und der AZAV-Zulassung ab. Eine pauschale Kostenübernahme können wir nicht zusichern.