Umschulung Groß- und Außenhandelsmanagement (IHK), FR Außenhandel
Kaufleute für Groß- und Außenhandelsmanagement in der Fachrichtung Außenhandel organisieren den Warenverkehr über Ländergrenzen hinweg. Sie holen Angebote im Ausland ein, verhandeln Liefer- und Zahlungsbedingungen und schließen Verträge, häufig auf Englisch.
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Worum geht es in diesem Kurs?
Kaufleute für Groß- und Außenhandelsmanagement in der Fachrichtung Außenhandel organisieren den Warenverkehr über Ländergrenzen hinweg. Sie holen Angebote im Ausland ein, verhandeln Liefer- und Zahlungsbedingungen und schließen Verträge, häufig auf Englisch. Zentral ist die Dokumentenkette: Auftragsbestätigung, Handelsrechnung, Packliste, Ursprungszeugnis, Frachtpapiere und Zollanmeldung müssen zusammenpassen, sonst steht die Ware im Hafen. Dazu kommen Incoterms, Zollverfahren, Warentarifnummern und Einfuhrabgaben sowie Akkreditiv und Währungsabsicherung. Auf der Verkaufsseite werden internationale Kunden betreut und Exportpreise kalkuliert. Gearbeitet wird überwiegend in ERP-Systemen.
Zwei Bedenken: „Mein Englisch reicht nicht“ und „Zoll klingt zu kompliziert“. Englisch ist hier Werkzeug: Rechnungen und Korrespondenz laufen häufig auf Englisch. Verlangt wird Handelskorrespondenz, kein literarisches Englisch. Der Zollteil ist Regelwerk, kein Talent: Warennummer, Verfahren, Präferenz, Dokument. 723 Tage sind eine ernsthafte Verpflichtung – lass dir die genaue Abschlussbezeichnung samt Fachrichtung schriftlich geben.
Was lernst du in diesem Kurs?
- Modul 1: Handelsbetrieb, Geschäftsprozesse und Kommunikation (10 Wochen) – Das Einstiegsmodul ordnet den Handelsbetrieb ein: Welche Funktion der Großhandel in der Lieferkette erfüllt und wie ein Vorgang von der Anfrage bis zur Zahlung durch das Haus läuft. Dazu kommen die rechtlichen Grundlagen des Kaufvertrags. Die konkrete Modulstruktur legt der Bildungsträger fest; diese Übersicht beschreibt die fachlich üblichen Inhalte des Berufsbildes. Inhalte: Aufbau und Funktion von Groß- und Außenhandelsbetrieben, Beschaffungs-, Lager- und Absatzprozesse im Überblick, Kaufmännischer Schriftverkehr und Dokumentation, Kaufvertragsrecht und Leistungsstörungen, Arbeiten im Warenwirtschafts- oder ERP-System.
- Modul 2: Beschaffung, Lieferantenmanagement und Bestandssteuerung (10 Wochen) – Hier geht es um die Einkaufsseite mit internationalem Zuschnitt: Bezugsquellen im Ausland finden, Angebote sachlich vergleichen, Konditionen verhandeln und den Warenfluss steuern. Die Bezugskalkulation ist der Kern, weil Fracht-, Versicherungs- und Zollkosten den Einstandspreis maßgeblich verändern. Inhalte: Bedarfsermittlung und internationale Bezugsquellenrecherche, Angebotsvergleich und Bezugskalkulation, Rahmenverträge, Konditionen und Verhandlungsführung, Wareneingang, Bestandsführung und Inventur, Lagerkennzahlen und Umschlagshäufigkeit.
- Modul 3: Außenhandelsgeschäft, Incoterms und Vertragsgestaltung (12 Wochen) – Das Kernmodul der Fachrichtung Außenhandel. Behandelt wird der vollständige Ablauf eines grenzüberschreitenden Geschäfts, insbesondere die Incoterms, weil sie regeln, wer wann Transport, Risiko und Kosten trägt. Ergänzt wird das um Ausfuhrkontrolle und Versicherungsfragen. Inhalte: Ablauf eines Export- und eines Importgeschäfts, Incoterms und die Verteilung von Kosten, Risiko und Pflichten, Internationale Vertragsgestaltung und anwendbares Recht, Handelshemmnisse, Embargos und Ausfuhrkontrolle, Transportversicherung und Haftungsfragen.
- Modul 4: Zoll, Warenursprung und Präferenzrecht (10 Wochen) – Zollrecht ist der Teil, der diesen Beruf von anderen kaufmännischen Berufen unterscheidet. Das Modul behandelt die Einreihung von Waren in den Zolltarif, die gängigen Verfahren bei Ein- und Ausfuhr sowie Ursprungs- und Präferenznachweise – Wissen, das im Betrieb unmittelbar abgefragt wird. Inhalte: Zolltarif, Warennummern und Einreihung von Waren, Zollverfahren bei Einfuhr, Ausfuhr und Versand, Einfuhrabgaben, Einfuhrumsatzsteuer und Verbrauchsteuern, Ursprungszeugnisse und Präferenznachweise, Elektronische Zollanmeldung und Dokumentenkette.
- Modul 5: Internationaler Zahlungsverkehr und Rechnungswesen (12 Wochen) – Das Modul verbindet die kaufmännische Buchführung mit den Besonderheiten des Auslandsgeschäfts. Neben Buchungssätzen und Umsatzsteuer im grenzüberschreitenden Verkehr stehen Akkreditiv und Dokumenteninkasso sowie der Umgang mit Währungsrisiken im Vordergrund. Inhalte: Doppelte Buchführung, Konten und Buchungssätze, Belegerfassung, Kontierung und Umsatzsteuer im Auslandsgeschäft, Akkreditiv, Dokumenteninkasso und Zahlungssicherung, Währungsrisiken und Kurssicherungsinstrumente, Kosten- und Leistungsrechnung, Exportkalkulation.
- Modul 6: Vertrieb, Marketing und Handelskorrespondenz in Fremdsprachen (10 Wochen) – Der Vertriebsteil ist im Außenhandel untrennbar mit Sprache verbunden. Neben Angebotserstellung, Preisgestaltung und Marktbeobachtung wird die englische Handelskorrespondenz systematisch geübt, weil sie im Alltag den größten Teil der schriftlichen Kommunikation ausmacht. Inhalte: Internationale Kundenbetreuung und Angebotserstellung, Englische Handelskorrespondenz und Fachbegriffe, Preisgestaltung und Konditionenpolitik im Export, Messen, Vertriebswege und Marktbeobachtung, Reklamations- und Beschwerdebearbeitung über Ländergrenzen.
- Modul 7: Betriebliche Praxisphase (14 Wochen) – In der Praxisphase wird das Gelernte an echten Sendungen und Dokumenten erprobt. Sie ist bei einer kaufmännischen Umschulung dieser Länge der Regelfall und häufig der Türöffner für die spätere Anstellung. Umfang und Lage legt der Bildungsträger fest. Inhalte: Mitarbeit in Export-, Import- oder Auftragsabwicklung, Bearbeitung echter Sendungen und Zolldokumente unter Anleitung, Einarbeitung in das betriebliche ERP-System, Kundenkontakt in der Fremdsprache, Dokumentation und Auswertung der Praxisphase.
- Modul 8: Wirtschafts- und Sozialkunde, Prüfungsvorbereitung (8 Wochen) – Zum Abschluss werden die Inhalte auf die IHK-Prüfung ausgerichtet. Neben Wirtschafts- und Sozialkunde stehen die Bearbeitung alter Prüfungsaufgaben und das Training des Fachgesprächs im Vordergrund. Den genauen Zuschnitt bestimmt der Träger nach der Prüfungsordnung der zuständigen Kammer. Inhalte: Rechtsformen, Wirtschaftskreislauf und Märkte, Berufsbildungsrecht, Arbeitsschutz und Mitbestimmung, Wiederholung der prüfungsrelevanten Fachgebiete, Bearbeitung von Prüfungsaufgaben früherer Termine, Training des fallbezogenen Fachgesprächs.
Lernziele:
- Der Abschluss ist eine anerkannte Kammerqualifikation nach BBiG und damit bundesweit belastbar – nicht nur eine Teilnahmebescheinigung.
- Mit 39 Anbietern, 45 Angeboten und 287 Terminen ist die Angebotslage breit, in Vollzeit ebenso wie in Teilzeit.
- Außenhandelskenntnisse – Zoll, Incoterms, Exportdokumente – sind spezialisiertes Wissen, das nicht jede kaufmännische Kraft mitbringt und das deshalb Verhandlungsposition schafft.
- Vorhandene Sprachkenntnisse werden hier zum beruflichen Vorteil statt zur Randnotiz.
- In den letzten 365 Tagen sind 8.934 offene Stellen zum Zielberuf erfasst; einzelne Angebote verbinden die Umschulung zusätzlich mit einem SAP-Zertifikat.
Für wen ist der Kurs geeignet?
Das erfasste Angebot passt zu Menschen, die kaufmännisch arbeiten wollen und dabei den internationalen Bezug suchen: Warenströme über Grenzen, Zollverfahren, Lieferbedingungen, Korrespondenz in mehreren Sprachen. Wer bereits in Lager, Versand oder Spedition gearbeitet hat, bringt ein nützliches Vorverständnis mit, weil dort dieselben Dokumente über den Tisch gehen. Mit 39 Anbietern, 45 Angeboten und 287 Terminen ist die Auswahl breit, und die dokumentierten Formate reichen von Präsenz bis zu kombinierten Lernformen in Vollzeit oder Teilzeit. Weniger geeignet ist der Weg für alle, die Fremdsprachen vermeiden wollen – ohne belastbares Englisch bleibt ein wesentlicher Teil des Berufsbildes verschlossen.
- Umsteigende mit Interesse an internationalem Handel und Freude an Sprachen
- Beschäftigte aus Lager, Versand oder Spedition, die vom operativen ins kaufmännische Feld wechseln wollen
- Menschen mit Sprachkenntnissen aus Biografie oder Migrationserfahrung, die diesen Vorteil beruflich nutzen möchten
- Weniger geeignet für alle, die Fremdsprachen und formale Dokumentenarbeit meiden – beides prägt den Berufsalltag
Ein Berufsabschluss ist nicht erforderlich – die Umschulung führt selbst zu einem anerkannten Abschluss. Über die Aufnahme entscheidet der Bildungsträger, bei geförderten Plätzen gemeinsam mit der Agentur für Arbeit oder dem Jobcenter. Aus den erfassten Zugangstexten gehen ein Schulabschluss und Deutschkenntnisse auf mindestens B2-Niveau als Anforderung hervor; mehrere Anbieter klären das in einem persönlichen Beratungsgespräch. Inhaltlich genannt werden außerdem Interesse an verwaltend-organisatorischen Tätigkeiten, Kommunikationsstärke sowie sorgfältiges, kunden- und serviceorientiertes Arbeiten.
- Kein Berufsabschluss vorausgesetzt – die Maßnahme führt selbst zum Kammerabschluss
- Schulabschluss sowie Deutschkenntnisse auf mindestens Niveau B2, in den Zugangstexten ausdrücklich benannt
- Englischkenntnisse sind faktisch unverzichtbar, weil Korrespondenz und Dokumente im Außenhandel überwiegend englischsprachig sind
- Interesse an verwaltend-organisatorischen Tätigkeiten und sorgfältige Arbeitsweise
- Persönliches Beratungsgespräch beim Bildungsträger zur Klärung der individuellen Voraussetzungen
Wie läuft der Kurs ab und welchen Abschluss gibt es?
Präsenz- und Onlineanteile (kombinierte Lernform)
24 Monate in Voll- oder Teilzeit – belegter Durchschnitt der Angebote
Betriebspraktikum: Bei einer rund 24-monatigen kaufmännischen Umschulung sind betriebliche Praxisphasen der Regelfall – im Außenhandel typischerweise in Export- oder Importabteilung, Auftragsabwicklung, Einkauf oder Zollsachbearbeitung. Umfang, Lage und Zahl der Blöcke legt der Bildungsträger fest; die Datensätze enthalten dazu keine einheitliche Angabe. Weil Außenhandelspraxis von Betrieben stark gesucht wird, entscheidet die Wahl des Praxisbetriebs häufig über den späteren Einstieg.
Schriftlicher Prüfungsteil vor der zuständigen Industrie- und Handelskammer. Geprüft werden die kaufmännischen und fachlichen Gebiete des Berufsbildes, darunter Groß- und Außenhandelsprozesse, kaufmännische Steuerung und Kontrolle sowie Wirtschafts- und Sozialkunde.
Fallbezogener mündlicher Prüfungsteil vor der Kammer, üblicherweise als Fachgespräch zu einem Geschäftsvorgang aus der gewählten Fachrichtung. Den verbindlichen Zuschnitt regelt die Prüfungsordnung der zuständigen Kammer.
Prüfende Stelle: Zuständige Industrie- und Handelskammer; in den Datensätzen als IHK-Prüfung geführt. Mehrere Träger stellen zusätzlich ein eigenes Zertifikat aus, einzelne Angebote enthalten ein separates SAP-Zertifikat.. Offizieller Abschluss: Nach bestandener Prüfung führen Sie die Berufsbezeichnung Kaufmann beziehungsweise Kauffrau für Groß- und Außenhandelsmanagement in der ausgewiesenen Fachrichtung. Der Abschluss ist bundesweit anerkannt und entspricht dem Abschluss der dualen Ausbildung..
Eine Förderung über den Bildungsgutschein der Agentur für Arbeit oder des Jobcenters ist möglich, weil es sich um eine Umschulung mit anerkanntem Kammerabschluss handelt. Die Bewilligung ist eine Einzelfallentscheidung nach § 81 SGB III und hängt von Ihrer persönlichen Situation, der Arbeitsmarktlage sowie der AZAV-Zertifizierung von Träger und Maßnahme ab – eine Zusage vorab gibt es nicht. Die Kosten liegen über 10.000 Euro; den verbindlichen Preis nennt der Träger auf Anfrage. Für Beschäftigte kommen je nach Konstellation weitere Wege in Betracht, etwa eine Förderung über das Qualifizierungschancengesetz.
Wird die Umschulung gefördert und führt sie zu einem Abschluss in einem Ausbildungsberuf mit mindestens zwei Jahren Ausbildungsdauer, kommen nach § 87a SGB III zwei Geldleistungen dazu: 150 Euro Weiterbildungsgeld im Monat für Arbeitslose, zusätzlich zu ALG oder Bürgergeld, sowie Prüfungsprämien von 1.000 Euro für die bestandene Zwischen- und 1.500 Euro für die bestandene Abschlussprüfung – zusammen bis zu 2.500 Euro. Beides setzt voraus, dass die Maßnahme bewilligt wurde.
Welche beruflichen Perspektiven bietet der Kurs?
In den letzten 365 Tagen sind 8.934 offene Stellen zum Zielberuf erfasst, die Angebotsseite ist mit 39 Anbietern, 45 Angeboten und 287 Terminen breit. Was die Zahl nicht abbildet: Außenhandel reagiert stärker als Binnenhandel auf Handelskonflikte, Lieferkettenstörungen und Wechselkurse. Umgekehrt ist Zoll- und Ausfuhrkontrollrecht aufwendiger geworden, und Betriebe suchen Leute, die es beherrschen. Setzen Sie deshalb auf Spezialisierung.
Im Außenhandel heben Fremdsprachenkenntnisse und Fachwissen im Zoll- und Steuerrecht das Gehaltsniveau über die Inlandssparte.
- Einstieg: ca. 32.000–38.000 €
- Mit Berufserfahrung: ca. 40.000–52.000 €
- Spezialist oder Leitung: ca. 55.000–72.000 €
- Typische Tätigkeitsfelder: Abwicklung von Export- und Importaufträgen, Erstellung und Prüfung von Zoll- und Versanddokumenten, Einkauf und Lieferantenbetreuung im Ausland, Kalkulation von Export- und Einstandspreisen, Internationale Kundenbetreuung und Angebotsbearbeitung, Bearbeitung von Akkreditiven und Zahlungssicherungen, Bestands- und Sendungsverfolgung im ERP-System
- Typische Arbeitgeber: Groß- und Außenhandelsunternehmen, Import- und Exporthäuser, Produzierende Unternehmen mit eigener Exportabteilung, Speditionen und Logistikdienstleister mit Zollabteilung, Fachhandelsbetriebe mit internationalem Einkauf, Handelsvertretungen und Vertriebsniederlassungen ausländischer Hersteller, Zolldienstleister und Außenwirtschaftsberatungen
Welche Förderung passt zu dir?
Erhalte eine erste Orientierung, welche Förderwege zu deiner Situation passen. Über eine Bewilligung entscheidet die zuständige Stelle. Kostenlos & ohne Anmeldung.
Berufswege prüfen
Zugeordnete Zielberufe
Diese Tätigkeitsbezeichnungen sind dem Kursprofil zugeordnet. Prüfe, ob Inhalt, Abschluss und Zugangsvoraussetzungen zu deinem Berufsziel passen; die Zuordnung bestätigt keine vollständige Berufsqualifikation.
- Abwicklung von Export- und Importaufträgen
- Erstellung und Prüfung von Zoll- und Versanddokumenten
- Einkauf und Lieferantenbetreuung im Ausland
- Kalkulation von Export- und Einstandspreisen
- Internationale Kundenbetreuung und Angebotsbearbeitung
- Bearbeitung von Akkreditiven und Zahlungssicherungen
Vor der Kurswahl klären
- Welche Kenntnisse und Nachweise verlangen Stellenanzeigen für dein Berufsziel?
- Welche praktischen Aufgaben und Prüfungen sind im Lehrgang vorgesehen?
- Wer stellt den Abschluss aus und welche formalen Voraussetzungen gelten?
Im BERUFENET der Bundesagentur für Arbeit kannst du Aufgaben und Bildungswege recherchieren.
Für Gehälter nutze den Entgeltatlas und prüfe Beruf, Region, Anforderungsniveau und Datenstand. Ein Kursabschluss allein belegt kein bestimmtes Einkommen.
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Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Bekomme ich sicher die Fachrichtung Außenhandel?
Nicht automatisch. Die Angebote führen überwiegend die Fachrichtung Außenhandel, einzelne aber die Fachrichtung Großhandel oder nennen in der Bezeichnung gar keine Fachrichtung. Die Festlegung erfolgt in der Regel im Verlauf der Maßnahme und hängt auch vom Praxisbetrieb ab. Weil die Fachrichtung im Zeugnis steht und für Bewerbungen im Exportbereich zählt, sollten Sie vor der Anmeldung schriftlich klären, welche Fachrichtung das konkrete Angebot vorsieht.
Wie gut muss mein Englisch sein?
Gut genug für Handelskorrespondenz – nicht mehr, aber auch nicht weniger. Rechnungen, Frachtpapiere, Auftragsbestätigungen und ein großer Teil der Kundenkommunikation laufen im Außenhandel auf Englisch. Die Umschulung schult Fachbegriffe und Korrespondenzmuster systematisch, setzt aber Grundkenntnisse voraus. Als Zugangsvoraussetzung nennen die Anbieter ausdrücklich Deutsch auf B2-Niveau; Englisch sollten Sie parallel aufbauen, wenn Sie unsicher sind. Weitere Sprachen sind ein echter Vorteil.
Wie lange dauert die Umschulung und in welcher Form läuft sie?
Die belegte Laufzeit beträgt 723 Tage, also rund 24 Monate; dokumentiert sind Spannen von einem bis zwei sowie von zwei bis drei Jahren. Die Angebote laufen als Präsenzveranstaltungen und in kombinierten Lernformen wie Combined und Blended Learning, sowohl in Vollzeit als auch in Teilzeit. Eine Teilzeitvariante verlängert in der Regel die Gesamtdauer. Lassen Sie sich Unterrichtstage, Online-Anteile und Praxisphasen vor der Anmeldung schriftlich geben.
Welche Voraussetzungen nennen die Anbieter?
In den erfassten Zugangstexten werden ein Schulabschluss und angemessene Deutschkenntnisse auf mindestens Niveau B2 verlangt; mehrere Anbieter klären die individuellen Voraussetzungen in einem persönlichen Beratungsgespräch. Inhaltlich genannt werden zusätzlich Interesse an verwaltend-organisatorischen Tätigkeiten, Kommunikationsstärke, unternehmerisches Denken sowie eine sorgfältige und serviceorientierte Arbeitsweise. Ein Berufsabschluss ist nicht erforderlich, weil die Maßnahme selbst zu einem führt.
Was hat es mit dem SAP-Zertifikat auf sich?
Einzelne der Angebote verbinden die Umschulung mit einem integrierten SAP-Zertifikat. Das ist kein Bestandteil der Kammerprüfung, sondern eine Zusatzqualifikation des Trägers. Sinnvoll ist sie, weil größere Handels- und Industriebetriebe ihre Waren-, Zoll- und Finanzprozesse in solchen Systemen führen und entsprechende Kenntnisse in Stellenausschreibungen häufig verlangt werden. Ob Ihr Angebot ein solches Zertifikat enthält, sollten Sie gezielt erfragen – es ist nicht in allen Maßnahmen dabei.
Was kostet die Umschulung und wird sie gefördert?
In den Datensätzen ist entweder keine Preisangabe hinterlegt oder ein Rahmen über 10.000 Euro, was bei einer zweijährigen Vollzeitmaßnahme plausibel ist. Eine Förderung über den Bildungsgutschein der Agentur für Arbeit oder des Jobcenters ist bei Umschulungen ein realistischer Weg, aber immer eine Einzelfallentscheidung nach § 81 SGB III. Sie hängt unter anderem von der arbeitsmarktlichen Notwendigkeit und der AZAV-Zertifizierung ab. Eine pauschale vollständige Kostenübernahme können wir nicht zusichern.
Wie viele Anbieter führen diesen Abschluss?
Bekannt sind 39 Anbieter mit 45 Angeboten und 287 Terminen. Die Termindichte ist bemerkenswert hoch, was bedeutet, dass Sie beim Starttermin eine echte Auswahl haben und nicht ein Jahr auf den nächsten Kursbeginn warten müssen. Anbieternamen und Standorte geben wir auf dieser Seite nicht aus. Über eine Anfrage bei uns gleichen wir passende Angebote mit Ihrer Region, Ihrem Zeitrahmen und Ihrer Förderlage ab.