Umschulung Pflegeassistent/in
Pflegeassistentinnen und Pflegeassistenten übernehmen die pflegerische Grundversorgung, im Heim, im Krankenhaus und in der Wohnung der Pflegebedürftigen. Der Kern ist die Unterstützung im Alltag: Körperpflege, An- und Auskleiden, Essen und Trinken anreichen, Mobilisation, Lagerung, Toilettengang …
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Worum geht es in diesem Kurs?
Pflegeassistentinnen und Pflegeassistenten übernehmen die pflegerische Grundversorgung, im Heim, im Krankenhaus und in der Wohnung der Pflegebedürftigen. Der Kern ist die Unterstützung im Alltag: Körperpflege, An- und Auskleiden, Essen und Trinken anreichen, Mobilisation, Lagerung, Toilettengang und Kontinenzversorgung. Dazu kommen Prophylaxen gegen Druckgeschwüre, Sturz, Thrombose und Lungenentzündung sowie die Mitwirkung an der Dokumentation. Bestimmte Maßnahmen bleiben der Pflegefachkraft vorbehalten, andere werden nach Anordnung übernommen. Wichtig ist die Beobachtung: Wer täglich am Bett steht, merkt zuerst, dass jemand weniger trinkt oder Schmerzen hat, und muss das weitergeben.
Die häufigste Sorge ist nicht die Prüfung, sondern: Halte ich das aus? Schichtdienst, Zeitdruck, körperliche Arbeit, und Menschen, die sterben. Kleinreden lässt sich das nicht. Allein bist du damit aber nicht, du gehst begleitet in die Praxiseinsätze und lernst in der Schule, Belastung einzuordnen. Unsicheres Deutsch ist kein Ausschlussgrund, mehrere Angebote haben berufsbezogenen Deutschunterricht eingebaut. Der Hauptschulabschluss reicht.
Was lernst du in diesem Kurs?
- Modul 1: Grundlagen der Pflege und Berufsrolle (8 Wochen) – Der Einstieg klärt die eigene Rolle und ihre rechtlichen Grenzen, denn genau daran entscheidet sich im Alltag, was Sie selbst tun dürfen und was Sie weitergeben müssen. Dazu kommt der Pflegeprozess als Denkmodell und die Dokumentation als sein schriftlicher Niederschlag. Die konkrete Gliederung folgt der Ausbildungs- und Prüfungsverordnung des Bundeslandes; diese Übersicht beschreibt die fachlich üblichen Inhalte. Inhalte: Pflegeverständnis, Pflegemodelle und Pflegeprozess, Aufgabenverteilung zwischen Assistenz und Fachkraft, Berufsrecht, Haftung und Delegationsgrenzen, Schweigepflicht, Datenschutz und Rechte pflegebedürftiger Menschen, Dokumentation als Bestandteil der Pflege.
- Modul 2: Pflegerische Grundversorgung (12 Wochen) – Das praktische Herzstück der Ausbildung. Eingeübt werden die Handgriffe der täglichen Versorgung – und zwar so, dass sie die Selbstständigkeit der Menschen fördern statt sie zu ersetzen und dass Ihr eigener Rücken die Jahre übersteht. Die Prophylaxen bilden einen eigenen Schwerpunkt, weil sie in der Assistenz zu den zentralen Aufgaben zählen. Inhalte: Körperpflege, Kleiden und Unterstützung bei der Ausscheidung, Ernährung, Flüssigkeitsversorgung und Nahrungsanreichung, Mobilisation, Transfer und rückenschonendes Arbeiten, Lagerung und Positionswechsel, Prophylaxen gegen Dekubitus, Sturz, Thrombose und Pneumonie.
- Modul 3: Beobachtung, Vitalzeichen und einfache Behandlungspflege (10 Wochen) – Wer am nächsten am Menschen ist, bemerkt Veränderungen zuerst. Das Modul schult die systematische Beobachtung, die Messung und Deutung von Vitalzeichen und die klar geregelte Weitergabe. Welche behandlungspflegerischen Maßnahmen Sie übernehmen dürfen, richtet sich nach Landesrecht und Einrichtungsregelung. Inhalte: Krankenbeobachtung und Erkennen von Veränderungen, Messung und Dokumentation von Vitalzeichen, Umgang mit gestellten Medikamenten nach Anordnung, Einfache Verbandwechsel und Wundbeobachtung, Weitergabe von Beobachtungen an die Pflegefachkraft.
- Modul 4: Krankheitsbilder und Pflege bei besonderen Bedarfen (12 Wochen) – Behandelt werden die Krankheitsbilder, die den Alltag in Langzeitpflege und Klinik bestimmen, mit dem Blick auf die pflegerischen Folgen. Ein eigener Schwerpunkt liegt auf Demenz sowie auf palliativer Begleitung – zwei Bereiche, in denen fachliches Wissen und Haltung besonders eng zusammengehören. Inhalte: Häufige Erkrankungen im Alter und ihre Pflegefolgen, Demenz: Verhalten verstehen und Begleitung gestalten, Pflege bei eingeschränkter Mobilität und nach Schlaganfall, Schmerz erkennen bei Menschen, die sich nicht äußern können, Palliative Begleitung und Sterbebegleitung.
- Modul 5: Hygiene, Arbeitsschutz und Sicherheit (6 Wochen) – Hygiene schützt beide Seiten, Arbeitsschutz schützt Sie selbst. Das Modul verbindet Infektionsschutz mit den Techniken, die verhindern, dass die körperliche Belastung des Berufs zur Berufsunfähigkeit führt, und schließt mit dem Verhalten im Notfall. Inhalte: Infektionswege, Standardhygiene und Händedesinfektion, Umgang mit multiresistenten Erregern und Isolierung, Arbeitsschutz, Hebe- und Tragetechnik, Hilfsmittel, Notfallsituationen und Basismaßnahmen der Wiederbelebung, Sturzprävention und Umgebungssicherheit.
- Modul 6: Kommunikation, Sprache und Zusammenarbeit (8 Wochen) – Sprache ist in der Pflege Arbeitsmittel und Sicherheitsfaktor zugleich – eine unklare Übergabe kann Folgen haben. Mehrere der Angebote enthalten dafür ausdrücklich berufsbezogenen Deutschunterricht. Dazu kommen Gesprächsführung, Umgang mit schwierigen Situationen und die Frage, wie man die eigene Belastung im Blick behält. Inhalte: Gesprächsführung mit pflegebedürftigen Menschen und Angehörigen, Berufsbezogenes Deutsch: Fachbegriffe, Übergabe, Dokumentation, Umgang mit aggressivem oder abwehrendem Verhalten, Übergabe und Zusammenarbeit im Pflegeteam, Umgang mit eigener Belastung und Selbstfürsorge.
- Modul 7: Praktische Ausbildungseinsätze (32 Wochen) – Der praktische Teil dominiert diese Ausbildung mengenmäßig. Sie durchlaufen mehrere Versorgungsformen, arbeiten unter Anleitung im laufenden Betrieb mit und werden dabei beurteilt. Welche Einsätze in welcher Reihenfolge vorgeschrieben sind, regelt die Verordnung des Bundeslandes; die Einsatzorte stellt in der Regel die Pflegeschule. Inhalte: Einsatz in der stationären Langzeitpflege, Einsatz im Krankenhaus oder in einer weiteren Versorgungsform, Einsatz im ambulanten Pflegedienst, Praxisanleitung, Zwischengespräche und Beurteilungen, Führen des Ausbildungsnachweises.
- Modul 8: Prüfungsvorbereitung (4 Wochen) – Zum Abschluss werden die Inhalte auf das Prüfungsformat des Bundeslandes ausgerichtet: schriftlich, praktisch und mündlich. Die praktische Prüfung findet am Menschen statt, weshalb ihre Simulation im Vorfeld einen eigenen Stellenwert hat. Inhalte: Wiederholung der schriftlichen Prüfungsinhalte, Simulation der praktischen Prüfung am Pflegebedürftigen, Vorbereitung auf die mündliche Prüfung, Bewerbungsvorbereitung für den Übergang in die Beschäftigung.
Lernziele:
- Die belegte Nachfrage ist außergewöhnlich hoch: 10.829 offene Stellen zu diesem Zielberuf in den letzten 365 Tagen – der mit Abstand höchste Wert in diesem Katalogbereich.
- Mit rund 16 Monaten ist der Weg deutlich kürzer als die dreijährige Pflegefachausbildung und führt trotzdem zu einem staatlich anerkannten Abschluss.
- Die formale Zugangshürde ist niedrig: Hauptschulabschluss genügt, eine abgeschlossene Berufsausbildung ist eine Alternative, und in Einzelfällen ist der Zugang auch ohne Schulabschluss möglich.
- Mehrere Angebote enthalten berufsbezogene Sprachförderung und öffnen den Weg damit auch für Menschen, deren Deutsch noch im Aufbau ist.
- Der Abschluss ist in mehreren Bundesländern ein anerkannter Zugang zur anschließenden Pflegefachausbildung, teilweise mit Anrechnung – der Weg endet also nicht auf der Assistenzebene.
Für wen ist der Kurs geeignet?
Dieser Weg ist einer der zugänglichsten Einstiege in die Pflege. Er richtet sich an Menschen, die einsteigen wollen, ohne dafür drei Jahre einzuplanen, und die einen staatlich anerkannten Abschluss statt einer kurzen Basisschulung brauchen. Bemerkenswert ist die niedrige formale Hürde: Der Hauptschulabschluss genügt, eine abgeschlossene Berufsausbildung ist eine Alternative dazu, und in Einzelfällen ist auch ohne Schulabschluss ein Zugang möglich. Mehrere Anbieter bieten ausdrücklich berufsbezogene Sprachförderung an und sind damit auf Menschen zugeschnitten, deren Deutschkenntnisse noch im Aufbau sind. Wer allerdings Schichtdienst, körperliche Arbeit und den Umgang mit Sterben und Tod grundsätzlich nicht aushalten kann, sollte das vor dem Start ehrlich prüfen – all das gehört zum Kern und nicht zum Rand dieser Tätigkeit.
- Quereinsteigende ohne Berufsabschluss, die in rund 16 Monaten zu einem staatlich anerkannten Abschluss kommen wollen
- Menschen mit noch nicht gefestigten Deutschkenntnissen – mehrere Angebote enthalten integrierte berufsbezogene Sprachförderung
- Bereits als Pflegehilfskraft Tätige, die ihre Arbeit formal absichern und den Weg zur Pflegefachkraft eröffnen wollen
- Weniger geeignet für alle, die Schichtdienst, körperliche Belastung oder die Konfrontation mit Sterben und Tod nicht tragen können
Ein Berufsabschluss ist nicht erforderlich – dieser Weg führt selbst zu einem staatlich anerkannten Abschluss. Die belegten Zugangstexte nennen einen Hauptschulabschluss oder eine gleichwertige Schulbildung, alternativ eine abgeschlossene Berufsausbildung. Bemerkenswert ist eine ausdrückliche Öffnungsklausel in den Daten: In Einzelfällen kann eine Pflegeschule auch Bewerberinnen und Bewerber ohne Schulabschluss zulassen, wenn sie eine positive Prognose stellt. Verlangt werden außerdem durchgehend die persönliche und gesundheitliche Eignung, ausreichende Deutschkenntnisse in Wort und Schrift sowie ein Beratungs- und Eignungsgespräch an der Pflegeschule.
- Hauptschulabschluss oder gleichwertige Schulbildung – alternativ genügt eine abgeschlossene Berufsausbildung
- In Einzelfällen Zulassung auch ohne Schulabschluss, wenn die Pflegeschule eine positive Prognose stellt
- Persönliche und gesundheitliche Eignung für die Ausübung eines Pflegeberufs, in der Regel mit ärztlichem Nachweis
- Ausreichende Deutschkenntnisse in Wort und Schrift; mehrere Angebote enthalten dafür integrierte Sprachförderung
- Beratungs- und Eignungsgespräch an der Pflegeschule vor der Aufnahme
Wie läuft der Kurs ab und welchen Abschluss gibt es?
16 Monate in Voll- oder Teilzeit – belegter Durchschnitt der Angebote
Betriebspraktikum: Praktische Ausbildungsanteile in Pflegeeinrichtungen sind verpflichtend und machen bei diesem Weg den größeren Teil der Ausbildungszeit aus. Üblich ist ein Wechsel zwischen Theorieblöcken an der Pflegeschule und Praxiseinsätzen in stationärer Langzeitpflege, Krankenhaus und ambulantem Dienst. Umfang und Abfolge regelt die Ausbildungs- und Prüfungsverordnung des Bundeslandes; den konkreten Einsatzplan legt die Pflegeschule fest und stellt in der Regel auch die Einsatzorte.
Schriftliche Prüfung an der Pflegeschule über die pflegerischen und rechtlich-organisatorischen Inhalte der Ausbildung. Zahl und Zuschnitt der Aufgaben regelt die Ausbildungs- und Prüfungsverordnung des Bundeslandes.
Praktische Prüfung in einer Pflegesituation mit einem realen pflegebedürftigen Menschen: Sie planen die Pflege, führen sie durch und begründen Ihr Vorgehen. In der Regel schließt sich eine mündliche Prüfung an.
Prüfende Stelle: Staatliche Prüfungskommission an der Pflegeschule unter Aufsicht der zuständigen Landesbehörde. Eine Kammer ist nicht beteiligt – weder IHK noch HWK spielen hier eine Rolle.. Offizieller Abschluss: Staatlich anerkannter Abschluss auf der Pflegeassistenzebene. Belegt sind die Bezeichnungen Pflegefachassistent/in, Pflegefachassistenz sowie Staatlich anerkannte/r Gesundheits- und Pflegeassistent/in – welche für Sie gilt, richtet sich nach dem Landesrecht des Ausbildungsortes und dem zum Ausbildungsbeginn geltenden Rechtsstand..
Eine Förderung über den Bildungsgutschein der Agentur für Arbeit oder des Jobcenters ist möglich und bei diesem Beruf ein üblicher Weg. Die Bewilligung ist eine Einzelfallentscheidung nach § 81 SGB III und hängt von Ihrer persönlichen Situation, der Arbeitsmarktlage und der AZAV-Zertifizierung des Angebots ab – eine Zusage vorab gibt es nicht. Prüfen Sie zusätzlich, ob die Ausbildung in Ihrem Bundesland vergütet wird oder ob eine Einrichtung als Träger der praktischen Ausbildung eine Vergütung zahlt; das verändert die Finanzierungsfrage erheblich. Belegte Kostenrahmen der Angebote: 1.000–5.000 € sowie über 10.000 €; bei einem Teil der Angebote ist keine Preisangabe hinterlegt.
Wird die Umschulung gefördert und führt sie zu einem Abschluss in einem Ausbildungsberuf mit mindestens zwei Jahren Ausbildungsdauer, kommen nach § 87a SGB III zwei Geldleistungen dazu: 150 Euro Weiterbildungsgeld im Monat für Arbeitslose, zusätzlich zu ALG oder Bürgergeld, sowie Prüfungsprämien von 1.000 Euro für die bestandene Zwischen- und 1.500 Euro für die bestandene Abschlussprüfung – zusammen bis zu 2.500 Euro. Beides setzt voraus, dass die Maßnahme bewilligt wurde.
Welche beruflichen Perspektiven bietet der Kurs?
Die Nachfrage ist hier so deutlich belegt wie sonst nirgends im Katalog: 10.829 offene Stellen in den letzten 365 Tagen. Die Frage ist selten, ob Sie eine Stelle finden, sondern welche. Schauen Sie auf die Bedingungen: Personalschlüssel, Dienstplansicherheit, Tarifbindung, Einarbeitung. In mehreren Bundesländern ist der Abschluss ein anerkannter Zugang zur Pflegefachkraft. Angebotsseitig ist die Auswahl klein: 5 Anbieter, 5 Angebote, 8 Termine.
Gesetzliche Mindestlöhne in der Pflege und Tarifbindung garantieren ein stabiles Mindesteinkommen.
- Einstieg: ca. 27.000–31.000 €
- Mit Berufserfahrung: ca. 32.000–38.000 €
- Spezialist oder Leitung: ca. 40.000–46.000 €
- Typische Tätigkeitsfelder: Unterstützung bei Körperpflege, Kleidung und Ausscheidung, Hilfe bei Ernährung, Flüssigkeitsaufnahme und Nahrungsanreichung, Mobilisation, Transfer und Lagerung pflegebedürftiger Menschen, Durchführung von Prophylaxen gegen Dekubitus, Sturz und Thrombose, Beobachtung des Gesundheitszustands und Messung von Vitalzeichen, Einfache behandlungspflegerische Maßnahmen nach Anordnung, Alltagsbegleitung, Gespräch und Sterbebegleitung
- Typische Arbeitgeber: Stationäre Pflegeeinrichtungen und Altenheime, Ambulante Pflegedienste, Krankenhäuser und Fachkliniken, Einrichtungen der Kurzzeit- und Tagespflege, Rehabilitationskliniken, Wohnformen für Menschen mit Behinderung, Hospize und palliative Versorgungsdienste
Welche Förderung passt zu dir?
Erhalte eine erste Orientierung, welche Förderwege zu deiner Situation passen. Über eine Bewilligung entscheidet die zuständige Stelle. Kostenlos & ohne Anmeldung.
Berufswege prüfen
Zugeordnete Zielberufe
Diese Tätigkeitsbezeichnungen sind dem Kursprofil zugeordnet. Prüfe, ob Inhalt, Abschluss und Zugangsvoraussetzungen zu deinem Berufsziel passen; die Zuordnung bestätigt keine vollständige Berufsqualifikation.
- Unterstützung bei Körperpflege, Kleidung und Ausscheidung
- Hilfe bei Ernährung, Flüssigkeitsaufnahme und Nahrungsanreichung
- Mobilisation, Transfer und Lagerung pflegebedürftiger Menschen
- Durchführung von Prophylaxen gegen Dekubitus, Sturz und Thrombose
- Beobachtung des Gesundheitszustands und Messung von Vitalzeichen
- Einfache behandlungspflegerische Maßnahmen nach Anordnung
Vor der Kurswahl klären
- Welche Kenntnisse und Nachweise verlangen Stellenanzeigen für dein Berufsziel?
- Welche praktischen Aufgaben und Prüfungen sind im Lehrgang vorgesehen?
- Wer stellt den Abschluss aus und welche formalen Voraussetzungen gelten?
Im BERUFENET der Bundesagentur für Arbeit kannst du Aufgaben und Bildungswege recherchieren.
Für Gehälter nutze den Entgeltatlas und prüfe Beruf, Region, Anforderungsniveau und Datenstand. Ein Kursabschluss allein belegt kein bestimmtes Einkommen.
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Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Ist das eine Kammerprüfung?
Nein. Am Ende steht durchgehend ein staatlicher Abschluss beziehungsweise eine staatliche Prüfung. Geprüft wird an der Pflegeschule vor einer staatlichen Prüfungskommission unter Aufsicht der zuständigen Landesbehörde; IHK und Handwerkskammer haben mit diesem Beruf nichts zu tun. Das ist im Pflegebereich der Normalfall und mindert den Wert des Abschlusses nicht – im Gegenteil, ein staatlich anerkannter Pflegeabschluss ist die Voraussetzung dafür, dass Sie überhaupt auf der Assistenzebene und nicht als ungelernte Hilfskraft eingesetzt und bezahlt werden.
Warum heißt der Abschluss mal Pflegefachassistenz und mal Gesundheits- und Pflegeassistenz?
Weil die Ausbildung bislang landesrechtlich geregelt ist und die Bundesländer eigene Bezeichnungen und Verordnungen haben. Gebräuchlich sind beide Varianten, dazu die Schreibweise Pflegefachassistent/in. Inhaltlich meinen sie dieselbe Qualifikationsebene unterhalb der Pflegefachkraft. Eine bundeseinheitliche Regelung der Pflegefachassistenz ist auf den Weg gebracht; welche Regelung für Ihren Ausbildungsbeginn gilt und wie Ihr Abschluss dann genau heißt, sollten Sie beim Bildungsträger ausdrücklich erfragen.
Ich habe keinen Schulabschluss – ist der Weg für mich zu?
Nicht zwingend. Die belegten Zugangstexte nennen zwar den Hauptschulabschluss oder eine gleichwertige Schulbildung als Regelvoraussetzung, führen aber zwei Alternativen an: Erstens genügt auch eine abgeschlossene Berufsausbildung. Zweitens kann eine Pflegeschule in Einzelfällen auch ohne Schulabschluss zulassen, wenn sie eine positive Prognose stellt. Der Weg dorthin führt über das Beratungs- und Eignungsgespräch an der Pflegeschule. Fragen Sie dort offen nach Ihrer konkreten Situation, statt vorab aufzugeben – es lohnt sich, weil dieser Beruf stark nachgefragt ist.
Mein Deutsch ist noch nicht sicher. Geht das trotzdem?
Möglicherweise ja, und das ist bei diesem Beruf ausdrücklich mitgedacht. Zwei der Angebote tragen die Sprachförderung sogar im Titel – als „plus Sprache" beziehungsweise als „mit berufsbezogenem Deutsch". Verlangt werden in den Zugangstexten ausreichende Deutschkenntnisse in Wort und Schrift, weil Übergaben und Dokumentation verstanden und geschrieben werden müssen. Was „ausreichend" konkret bedeutet, legt die Pflegeschule fest. Sprechen Sie das Thema im Eignungsgespräch von sich aus an und fragen Sie gezielt nach Angeboten mit integriertem Deutschunterricht.
Wie lange dauert die Ausbildung und geht sie in Teilzeit?
Die belegte Laufzeit liegt bei rund 16 Monaten beziehungsweise 475 Tagen; die Datensätze weisen Laufzeiten von mehr als sechs Monaten bis zu zwei Jahren aus. Dokumentiert sind sowohl Vollzeit als auch Teilzeit, durchgehend als Präsenzunterricht – eine Fern- oder Onlinevariante ist hier nicht erfasst, was bei einem so praxisdominierten Beruf auch nachvollziehbar ist. Eine Teilzeitvariante dauert entsprechend länger. Fragen Sie beim Träger nach, wie Theorieblöcke und Praxiseinsätze über die Zeit verteilt sind.
Kann ich danach Pflegefachkraft werden?
In mehreren Bundesländern ist genau das vorgesehen: Der Assistenzabschluss gilt dort als Zugang zur dreijährigen Pflegefachausbildung, teilweise mit Anrechnung von Ausbildungszeit, sodass sich die Fachausbildung verkürzen kann. Die Regelungen sind allerdings landesspezifisch und ändern sich derzeit mit der bundeseinheitlichen Neuordnung der Pflegefachassistenz. Lassen Sie sich diesen Anschluss vor dem Start konkret für Ihr Bundesland bestätigen – die Antwort entscheidet darüber, ob dieser Weg für Sie ein Ziel oder ein Zwischenschritt ist.
Was kostet die Ausbildung und wird sie gefördert?
Bei einem Teil der Angebote ist keine Preisangabe hinterlegt; die vorhandenen liegen zwischen 1.000 und 5.000 Euro sowie über 10.000 Euro. Eine Förderung über den Bildungsgutschein der Agentur für Arbeit oder des Jobcenters ist möglich und bei diesem Beruf ein üblicher Weg, weil die arbeitsmarktliche Notwendigkeit angesichts der Stellenlage in der Regel unstrittig ist. Die Bewilligung bleibt trotzdem eine Einzelfallentscheidung nach § 81 SGB III; eine pauschale vollständige Kostenübernahme können wir nicht zusichern. Fragen Sie zusätzlich nach einer Ausbildungsvergütung, denn in einem Teil der Länder ist die Pflegeassistenzausbildung vergütet.