Gesundheit & Pflege
Staatliche Prüfung

Umschulung PTA

Pharmazeutisch-technische Assistentinnen und Assistenten arbeiten überwiegend in öffentlichen Apotheken und unterstützen dort die Apothekerin oder den Apotheker. Sie geben Arzneimittel ab, prüfen Verordnungen auf Vollständigkeit, beraten zu Anwendung, Dosierung und Wechselwirkungen und stellen …

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Auf einen Blick

Dauer36 MonateOrientierung; Angebot prüfen
FormatPräsenzje nach Angebot
Kostenbis 500 €Konkreten Angebotspreis erfragen
Bildungsgutschein als Förderweg möglich; Zulassung des Angebots und persönliche Bewilligung prüfen.

Worum geht es in diesem Kurs?

Pharmazeutisch-technische Assistentinnen und Assistenten arbeiten überwiegend in öffentlichen Apotheken und unterstützen dort die Apothekerin oder den Apotheker. Sie geben Arzneimittel ab, prüfen Verordnungen auf Vollständigkeit, beraten zu Anwendung, Dosierung und Wechselwirkungen und stellen Rezepturen wie Salben, Lösungen oder Kapseln selbst her. Dazu kommen Prüfung und Dokumentation von Ausgangsstoffen, Warenwirtschaft, Abrechnung mit den Krankenkassen und Beratung zu Körperpflege-, Ernährungs- und Medizinprodukten. Ein Teil der Aufgaben ist an die Aufsicht der Apothekenleitung gebunden; das unterscheidet den Beruf von der freien pharmazeutischen Beratung.

Du fragst dich vielleicht, ob du nach Jahren ohne Schule wieder Chemie, Arzneimittelrecht und Rezeptur lernst. Der Unterricht beginnt bei den Grundlagen und baut sie über drei Jahre auf; mitbringen sollst du nichts, was du erst lernen sollst. Ehrlich bleibt: Bundesweit gibt es nur einen Anbieter, ohne Teilzeit- und ohne Onlinevariante. Prüfe früh, ob drei Jahre Vollzeit vor Ort realistisch sind, und kläre die Finanzierung.

Was lernst du in diesem Kurs?

  • Modul 1: Arzneimittelkunde und Arzneiformen (30 Wochen) – Der fachliche Kern der Ausbildung. Sie lernen die wichtigsten Arzneistoffgruppen kennen, ordnen sie Indikationen zu und erkennen, wann eine Abgabe in der Selbstmedikation vertretbar ist und wann an die Apothekenleitung oder an eine Ärztin verwiesen werden muss. Inhalte: Wirkstoffgruppen und ihre Anwendungsgebiete, Dosierung, Nebenwirkungen und Wechselwirkungen, Arzneiformen von der Tablette bis zur Injektionslösung, Selbstmedikation und Grenzen der Beratung.
  • Modul 2: Pharmazeutische Chemie und Analytik (24 Wochen) – Aufbau der naturwissenschaftlichen Grundlagen ohne Vorwissen. Im Labor prüfen Sie Ausgangsstoffe nach den Vorgaben des Arzneibuchs und dokumentieren die Ergebnisse so, dass sie einer Überprüfung standhalten. Inhalte: Grundlagen der allgemeinen und organischen Chemie, Identitäts- und Reinheitsprüfung von Ausgangsstoffen, Arbeiten mit dem Arzneibuch, Laborsicherheit und Umgang mit Gefahrstoffen.
  • Modul 3: Galenik und Rezeptur (26 Wochen) – Praktische Herstellung im Rezepturlabor. Sie rechnen Mengen und Konzentrationen, wählen Grundlagen und Behältnisse aus und lernen, eine Verordnung vor der Herstellung auf Plausibilität zu prüfen. Inhalte: Herstellung von Salben, Cremes, Lösungen und Kapseln, Plausibilitätsprüfung von Rezepturverordnungen, Waagen, Geräte und hygienisches Arbeiten, Kennzeichnung, Haltbarkeit und Dokumentation.
  • Modul 4: Drogenkunde, Botanik und Körperpflegekunde (16 Wochen) – Das Randsortiment ist ein großer Teil des Apothekenalltags. Dieses Modul behandelt pflanzliche Arzneimittel, Teedrogen sowie Produkte der Körperpflege und Ernährung samt der jeweils zulässigen Aussagen in der Beratung. Inhalte: Arzneipflanzen und pflanzliche Zubereitungen, Teemischungen und ihre Prüfung, Körperpflege-, Diät- und Ernährungsprodukte, Medizinprodukte im Apothekensortiment.
  • Modul 5: Apothekenpraxis, Gesetzeskunde und Beratung (24 Wochen) – Hier werden Fachwissen und Rechtsrahmen zusammengeführt. Sie prüfen Verordnungen, kennen die Grenzen Ihrer Befugnisse gegenüber der Apothekenleitung und üben Beratungsgespräche am Handverkaufstisch. Inhalte: Arzneimittelgesetz, Apothekenbetriebsordnung, Betäubungsmittelrecht, Rezeptprüfung, Abrechnung und Warenwirtschaft, Beratungsgespräch und Umgang mit schwierigen Situationen, Datenschutz und Dokumentationspflichten.
  • Modul 6: Praktische Ausbildung in der Apotheke (26 Wochen) – Die praktische Ausbildung in der Apotheke ist Teil des dreijährigen Gangs. Den genauen Umfang, den Zeitpunkt und die Organisation der Praxisphase legt die ausbildende Schule fest; eine gesonderte Dauer ist dafür nicht ausgewiesen. Inhalte: Mitarbeit in Rezeptur und Labor unter Aufsicht, Abgabe und Beratung im Handverkauf, Warenlogistik, Lagerhaltung und Betäubungsmitteldokumentation, Einbindung in die Abläufe eines Apothekenteams.

Lernziele:

  • Der Abschluss ist bundesrechtlich geregelt und staatlich anerkannt, die Berufsbezeichnung ist geschützt.
  • Die Umschulung setzt keinen vorhandenen Berufsabschluss voraus und führt zu einem vollwertigen Abschluss in einem Gesundheitsfachberuf.
  • Die Tätigkeit verbindet naturwissenschaftliche Arbeit im Labor und in der Rezeptur mit direkter Beratung von Kundinnen und Kunden.
  • Das erfasste Angebot ist mit einem Kostenrahmen bis 500 Euro ausgewiesen und damit deutlich günstiger als viele andere Umschulungen.

Für wen ist der Kurs geeignet?

Die Umschulung richtet sich an Erwachsene, die einen anerkannten Abschluss in einem Gesundheitsfachberuf anstreben und dafür einen dreijährigen schulischen Vollzeitgang absolvieren können. Weil das einzige in den Daten erfasste Angebot Präsenzunterricht an einem einzelnen Standort ist, kommen vor allem Menschen aus dessen Umkreis oder Umzugsbereite in Frage.

  • Menschen ohne Berufsabschluss oder mit Abschluss in einem anderen Feld, die neu in den Apothekenbereich einsteigen wollen
  • Beschäftigte aus Handel, Verwaltung oder Dienstleistung mit Interesse an Naturwissenschaft und Beratung
  • Personen im Umkreis des erfassten Standorts, für die Präsenzunterricht in Vollzeit organisierbar ist
  • Umzugsbereite Interessierte, da bundesweit nur dieser eine Anbieter erfasst ist
Voraussetzungen:

Ein Berufsabschluss ist nicht erforderlich – die Umschulung führt selbst zu einem anerkannten Abschluss. Über die Aufnahme entscheidet der Bildungsträger, bei geförderten Plätzen zusammen mit der Agentur für Arbeit oder dem Jobcenter.

  • Kein Berufsabschluss vorausgesetzt – die Maßnahme führt zum Abschluss
  • Bereitschaft zu einer Qualifizierung über 36 Monate in Vollzeit
  • Aufnahmegespräch beim Bildungsträger

Wie läuft der Kurs ab und welchen Abschluss gibt es?

Präsenzunterricht

36 Monate (Vollzeit) – belegte Laufzeit: 1095 Tage

Betriebspraktikum: Betriebliche Praxisphasen sind bei einer Umschulung üblich; Umfang und Lage legt der Bildungsträger fest.

Prüfende Stelle: Staatliche Prüfungsbehörde des Bundeslandes. Offizieller Abschluss: Staatlich anerkannte/r Pharmazeutisch-technische/r Assistent/-in.

Eine Förderung über den Bildungsgutschein der Agentur für Arbeit oder des Jobcenters ist möglich. Die Bewilligung ist eine Einzelfallentscheidung und hängt von der persönlichen Situation und der Arbeitsmarktlage ab – eine Zusage vorab gibt es nicht. Belegte Kostenrahmen der Angebote: bis 500 €.

Wird die Umschulung gefördert und führt sie zu einem Abschluss in einem Ausbildungsberuf mit mindestens zwei Jahren Ausbildungsdauer, kommen nach § 87a SGB III zwei Geldleistungen dazu: 150 Euro Weiterbildungsgeld im Monat für Arbeitslose, zusätzlich zu ALG oder Bürgergeld, sowie Prüfungsprämien von 1.000 Euro für die bestandene Zwischen- und 1.500 Euro für die bestandene Abschlussprüfung – zusammen bis zu 2.500 Euro. Beides setzt voraus, dass die Maßnahme bewilligt wurde.

Welche beruflichen Perspektiven bietet der Kurs?

Bundesweit gibt es nur zwei Umschulungsangebote eines einzigen Anbieters an einem Standort, beide in Vollzeit über 1.095 Tage. Der Weg in diesen Beruf über eine Umschulung ist damit an sehr wenige Plätze gebunden.

Der Gehaltstarifvertrag für Apothekenangestellte (ADA) sichert Berufsjahresstufen; Industrie und Krankenhausapotheken zahlen oft darüber.

  • Einstieg: ca. 29.000–34.000 €
  • Mit Berufserfahrung: ca. 35.000–42.000 €
  • Spezialist oder Leitung: ca. 44.000–55.000 €
  • Typische Tätigkeitsfelder: Abgabe von Arznei- und Medizinprodukten sowie Beratung im Handverkauf, Herstellung und Prüfung von Rezepturen und Defekturen, Prüfung von Ausgangsstoffen im Apothekenlabor, Rezeptprüfung, Abrechnung und Warenwirtschaft, Beratung zu Körperpflege-, Ernährungs- und Diätprodukten, Dokumentation nach Apothekenbetriebsordnung und Betäubungsmittelrecht
  • Typische Arbeitgeber: öffentliche Apotheken, Krankenhausapotheken, pharmazeutischer Großhandel, pharmazeutische Industrie in Produktion und Qualitätskontrolle, Prüf- und Untersuchungslabore

Welche Förderung passt zu dir?

Erhalte eine erste Orientierung, welche Förderwege zu deiner Situation passen. Über eine Bewilligung entscheidet die zuständige Stelle. Kostenlos & ohne Anmeldung.

Berufswege prüfen

Zugeordnete Zielberufe

Diese Tätigkeitsbezeichnungen sind dem Kursprofil zugeordnet. Prüfe, ob Inhalt, Abschluss und Zugangsvoraussetzungen zu deinem Berufsziel passen; die Zuordnung bestätigt keine vollständige Berufsqualifikation.

  • Abgabe von Arznei- und Medizinprodukten sowie Beratung im Handverkauf
  • Herstellung und Prüfung von Rezepturen und Defekturen
  • Prüfung von Ausgangsstoffen im Apothekenlabor
  • Rezeptprüfung, Abrechnung und Warenwirtschaft
  • Beratung zu Körperpflege-, Ernährungs- und Diätprodukten
  • Dokumentation nach Apothekenbetriebsordnung und Betäubungsmittelrecht

Vor der Kurswahl klären

  • Welche Kenntnisse und Nachweise verlangen Stellenanzeigen für dein Berufsziel?
  • Welche praktischen Aufgaben und Prüfungen sind im Lehrgang vorgesehen?
  • Wer stellt den Abschluss aus und welche formalen Voraussetzungen gelten?

Im BERUFENET der Bundesagentur für Arbeit kannst du Aufgaben und Bildungswege recherchieren.

Für Gehälter nutze den Entgeltatlas und prüfe Beruf, Region, Anforderungsniveau und Datenstand. Ein Kursabschluss allein belegt kein bestimmtes Einkommen.

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Wir vergleichen passende Anbieter nach Region und Förderfähigkeit und melden uns in Kürze mit kostenlosen Kurs-Optionen.

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So finanziert sich Kursweg: Bildungsanbieter zahlen ein Entgelt für die Weitergabe deiner Anfrage — für dich bleibt sie kostenlos. Details zum Geschäftsmodell.

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Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Wo kann ich diese Umschulung nach den vorliegenden Daten machen?

Es gibt zwei Angebote, beide beim selben Anbieter an einem Standort. Andere Anbieter oder Standorte sind uns nicht bekannt. Wer nicht im Umkreis dieses Standorts wohnt, sollte also Umzug oder Pendeln einplanen. Über eine Anfrage bei Kursweg klären wir, ob auch Schulen in Ihrer Region in Frage kommen.

Brauche ich einen Berufsabschluss, um anfangen zu können?

Nein. Es handelt sich um eine Umschulung zu einem eigenen Berufsabschluss, ein vorheriger Abschluss ist keine Bedingung. Verlangt wird für Gesundheitsfachberufe in der Regel ein mittlerer Schulabschluss oder eine als gleichwertig anerkannte Vorbildung sowie die gesundheitliche Eignung. Welche Nachweise konkret nötig sind, bestätigt die aufnehmende Schule.

Wie lange dauert die Umschulung und in welcher Form läuft sie?

Die Belegdaten weisen für beide Angebote 1.095 Tage aus, das entspricht 36 Monaten. Erfasst ist ausschließlich Vollzeit als Präsenzunterricht. Eine Teilzeit- oder Onlinevariante ist in den Daten nicht enthalten.

Was kostet die Umschulung und kann sie gefördert werden?

Für beide Angebote ist ein Kostenrahmen bis 500 Euro ausgewiesen. Eine Förderung, etwa über einen Bildungsgutschein nach dem SGB III, ist im Einzelfall möglich, aber nicht garantiert. Die Förderfähigkeit prüfen Agentur für Arbeit oder Jobcenter vor Beginn, deshalb sollte das Gespräch dort vor der Anmeldung stattfinden. Eine pauschale vollständige Kostenübernahme lässt sich aus den Daten nicht ableiten.

Wer nimmt die Prüfung ab?

Es ist eine staatliche Prüfung nach Bundesrecht, abgenommen von einem staatlichen Prüfungsausschuss an der Schule unter Beteiligung der zuständigen Landesbehörde. Eine Kammer ist als prüfende Stelle nicht beteiligt. Nach bestandener Prüfung wird die Erlaubnis zum Führen der geschützten Berufsbezeichnung erteilt.