Pflegehelfer/-in mit Führerschein Klasse B – Weiterbildung
Basisqualifikation zur Pflegehelferin bzw. zum Pflegehelfer kombiniert mit dem Erwerb des Führerscheins Klasse B, der für die mobile Pflege vor Ort vorausgesetzt wird.
Auf einen Blick
Überblick
In der ambulanten Pflege entscheidet oft ein einziges Dokument darüber, ob jemand eingesetzt werden kann: der Führerschein Klasse B. Wer Klientinnen und Klienten zu Hause versorgen soll, muss selbstständig von einer Adresse zur nächsten fahren können - ohne eigenes Auto und ohne Fahrerlaubnis bleibt diese Tätigkeit verschlossen. Diese Weiterbildung verbindet deshalb zwei Bausteine, die einzeln betrachtet wenig miteinander zu tun haben, in der mobilen Pflege aber untrennbar zusammengehören: den fachlichen Basiskurs Pflegehelfer/-in mit Rechtskunde, Krankheitslehre und Grundpflege sowie den vollständigen Führerscheinerwerb der Klasse B inklusive Theorie, Praxisstunden und Prüfungen. Am Ende steht eine Person, die sowohl pflegerisch grundqualifiziert ist als auch die Mobilität mitbringt, die der Beruf der mobilen Pflegehilfe zwingend voraussetzt.
Kursprofil, Marktdaten und verfügbare Lernformen
Die folgenden Angaben stammen aus den Angeboten eines einzelnen Anbieters — es ist also kein Anbietervergleich, sondern das erfasste Angebot zu diesem Kurs. Konkrete Preise und Termine nennt der Anbieter im Beratungsgespräch.
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an 2 Standorten
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diesem Kursprofil zugeordnete Angebote
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an 2 erfassten Orten
2 Bundesländer
inklusive Online- und Hybridangeboten, sofern vorhanden
Abschluss
Trägerinternes Zertifikat plus amtlicher Führerschein Klasse B
Mögliche Förderwege
Bildungsgutschein · Aktivierungs- und Vermittlungsgutschein · Qualifizierungschancengesetz
Lernformen
- Präsenzunterricht100 %
Zeitmodelle
- Vollzeit100 %
Dauer im Markt
- mehr als 1 Monat bis 3 Monate6×
Gemeldete Preisgruppen
- 1.000–5.000 €10×
Häufige Kursorte
- Stendal5×
- Havelberg5×
Bundesländer
- Sachsen-Anhalt8×
Vermittelte Kompetenzen
- Grundpflege
- Pflegedokumentation
- Führerschein Klasse B
- Erste Hilfe
- Hygienemaßnahmen
- Krankheitslehre
- Rechtskunde Pflege
Zugeordnete Zielberufe
- Helfer/Helferin in der stationären Krankenpflege252.165 Stellen/12 Mon.
- Helfer/Helferin in der Tierpflege252.165 Stellen/12 Mon.
- Helfer/Helferin in der Altenpflege/Persönlichen Assistenz252.165 Stellen/12 Mon.
- Ambulanter Pfleger/Ambulante Pflegerin4 Stellen/12 Mon.
Datenbasis: 35 diesem Kurs zugeordnete Angebote sowie die dazu veröffentlichten Termindaten, Stand 19.08.2026. Mehrere Standorte eines Trägers zählen als ein Anbieter.
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Kursinhalte & Lernziele
Der erste Modulblock vermittelt die rechtlichen und organisatorischen Grundlagen, auf denen jede Pflegetätigkeit aufbaut. Ohne dieses Fundament lassen sich weder Verantwortlichkeiten noch Grenzen der eigenen Tätigkeit korrekt einschätzen.
- Haftungsrecht und Betreuungsrecht in der Pflege
- Schweigepflicht gegenüber Klientinnen und Klienten sowie Angehörigen
- Datenschutz im Umgang mit Pflegedokumentation
- Grundlagen des Arbeits-, Gesundheits- und Unfallschutzes
- Rechtskunde für den pflegerischen Alltag
- Einordnung der eigenen Rolle innerhalb rechtlicher Rahmenbedingungen
Der zweite Modulblock widmet sich der Krankheitslehre und legt die medizinischen Grundlagen, die für das Erkennen und richtige Reagieren im Pflegealltag notwendig sind.
- Anatomie und Physiologie des menschlichen Körpers
- Grundlagen psychischer und geistiger Krankheiten
- Demenzerkrankungen und ihre Erscheinungsformen
- Typische Alterskrankheiten im Überblick
- Kreislauferkrankungen und ihre Anzeichen
- Einordnung relevanter Krankheitsbilder für die tägliche Praxis
Der dritte Modulblock behandelt die eigentliche Grundpflege und Pflegedokumentation, also die praktischen Tätigkeiten, die im Mittelpunkt der späteren Arbeit stehen.
- Methoden der ambulanten und stationären Grundpflege
- Durchführung von Körperpflege und Pflegetechniken
- Begleitung bei Nahrungsaufnahme und Deutung von Schmerzäußerungen
- Freizeitstrukturierende Handlungsschritte wie Gespräche, Spiele und Bewegung
- Pflegedokumentation nach Pflegestufen
- Hygieneausbildung mit Hygienegrundsätzen und -richtlinien
Der vierte Modulblock umfasst den kompletten Führerscheinerwerb der Klasse B und macht damit den entscheidenden Unterschied dieser Weiterbildung gegenüber einem reinen Pflegehelferkurs aus.
- Theoretischer Unterricht zu Verkehrsregeln und Fahrzeugtechnik
- Vorbereitung auf die theoretische Fahrprüfung
- Praktische Fahrstunden im Straßenverkehr
- Sonderfahrten wie Autobahn-, Nacht- und Überlandfahrten
- Vorbereitung auf die praktische Fahrprüfung
- Sehtest und separater Erste-Hilfe-Kurs als Zulassungsvoraussetzung für die Fahrprüfung
Der praktische Anteil verzahnt beide Themenfelder bewusst miteinander, damit am Ende nicht zwei lose nebeneinanderstehende Qualifikationen entstehen, sondern eine einsatzfähige mobile Pflegehilfe.
- Übungssituationen zur Grundpflege in wechselnden Rollen
- Anwendung von Erste-Hilfe-Handlungsschritten in simulierten Notfällen
- Führen von Pflegedokumentation anhand von Beispielfällen
- Einordnung von Krankheitsbildern anhand von Fallbeschreibungen
- Übungsstunden im Straßenverkehr mit stufenweiser Steigerung des Schwierigkeitsgrads
- Sonderfahrten zur Vorbereitung auf unterschiedliche Verkehrssituationen
- Simulation der theoretischen Prüfungsfragen
- Vorbereitung auf die praktische Prüfungsfahrt
- Verknüpfung von Hygienerichtlinien mit praktischen Pflegehandlungen
- Rückschau typischer Situationen aus dem ambulanten Pflegealltag
- Übungen zur Kommunikation mit pflegebedürftigen Menschen
- Durchlauf einer vollständigen Pflegesituation von der Ankunft bis zur Dokumentation
Die Kombination aus Pflegewissen und Fahrerlaubnis ist kein Zufall, sondern folgt der Logik der mobilen Pflege selbst: Ohne eigenständige Mobilität lässt sich der Beruf in der Praxis kaum ausüben, da Einsätze meist über mehrere Adressen verteilt sind und öffentliche Verkehrsmittel die notwendige Flexibilität selten bieten. Am Ende der Weiterbildung steht deshalb nicht nur ein Zertifikat, sondern eine Fahrerlaubnis, die viele Arbeitgeber in der ambulanten Pflege ausdrücklich als Einstellungsvoraussetzung nennen.
Lernziele:
- Rechtliche Grundlagen der Pflege wie Haftungsrecht, Betreuungsrecht und Schweigepflicht einordnen
- Datenschutzbestimmungen im Pflegealltag korrekt anwenden
- Grundzüge der Anatomie und Physiologie des menschlichen Körpers wiedergeben
- Erste-Hilfe-Handlungsschritte im Ernstfall sicher durchführen
- Arbeits-, Gesundheits- und Unfallschutz am Einsatzort umsetzen
- Grundlagen psychischer und geistiger Erkrankungen sowie Demenzformen erkennen
- Typische Alterskrankheiten und Kreislauferkrankungen einschätzen
- Methoden der ambulanten und stationären Grundpflege anwenden
- Körperpflege, Nahrungsaufnahme und Schmerzäußerungen fachgerecht begleiten
- Pflegedokumentation nach Pflegestufen führen
- Hygienerichtlinien und Hygienegrundsätze im Pflegealltag einhalten
- Die theoretische und praktische Fahrprüfung der Klasse B erfolgreich ablegen
Zielgruppe & Voraussetzungen
Die Weiterbildung richtet sich an Menschen, die einen direkten Zugang zur mobilen Pflege suchen und dafür sowohl die fachliche als auch die mobilitätsbezogene Grundlage benötigen.
- Arbeitslose beziehungsweise Arbeitsuchende mit mindestens Hauptschulabschluss
- Personen mit Berufstätigkeit oder Berufsabschluss im sozialen Bereich
- Quereinsteigende, die über eine mindestens vierwöchige Eignungsfeststellung in die Pflege einsteigen möchten
- Interessierte ohne eigenen Führerschein, für die dieser der letzte fehlende Baustein zur Einstellung ist
- Menschen, die dauerhaft in der ambulanten statt in der stationären Pflege arbeiten möchten
Vorausgesetzt wird mindestens ein Hauptschulabschluss oder alternativ eine Berufstätigkeit beziehungsweise ein Berufsabschluss im sozialen Bereich. Auch eine mindestens vierwöchige Eignungsfeststellung in einer berufsbildenden Ausbildungsstätte kann den Zugang eröffnen. Formale Vorkenntnisse in der Pflege selbst werden nicht verlangt, da die fachlichen Grundlagen vollständig im Basiskurs vermittelt werden. Für den Führerscheinerwerb gelten zusätzlich die gesetzlichen Mindestvoraussetzungen wie ein gültiger Sehtest und die Teilnahme am vorgeschriebenen Erste-Hilfe-Kurs.
Ablauf & Abschluss
Der Basiskurs Pflegehelfer/-in findet in Vollzeit im Präsenzunterricht statt, sodass praktische Übungen zu Grundpflege und Erster Hilfe direkt vor Ort geübt werden können. Der Führerscheinerwerb ergänzt diesen Theorieunterricht um praktische Fahrstunden, die individuell nach Lernfortschritt getaktet werden - die Zahl der Übungsstunden hängt dabei von den persönlichen Voraussetzungen jeder teilnehmenden Person ab. Beide Bausteine laufen so parallel, dass am Ende beide Prüfungen zeitlich aufeinander abgestimmt abgelegt werden können.
Die Weiterbildung wird in Vollzeit im Präsenzformat durchgeführt und umfasst sowohl den fachlichen Pflegehelferkurs als auch den kompletten Führerscheinerwerb der Klasse B mit Theorie- und Praxisanteil. Der zeitliche Umfang der Fahrpraxis richtet sich nach individuellem Lernfortschritt, während der Pflegehelferkurs einem festen Curriculum aus Rechtskunde, Krankheitslehre, Grundpflege und Hygiene folgt.
Am Ende der fachlichen Ausbildung steht ein trägerinternes Zertifikat zur Pflegehelferin beziehungsweise zum Pflegehelfer, keine staatliche Prüfung oder Kammerzertifizierung. Zusätzlich wird die theoretische und praktische Fahrprüfung der Klasse B bei der zuständigen Prüfstelle abgelegt und mit dem amtlichen Führerschein abgeschlossen. Beide Nachweise zusammen bilden die Grundlage für eine Tätigkeit in der mobilen Pflege.
Nutzen & Perspektiven
Wer diese Weiterbildung abschließt, hat nicht nur eine pflegerische Basisqualifikation erworben, sondern zugleich die praktische Hürde beseitigt, die viele sonst geeignete Bewerberinnen und Bewerber von einer Stelle in der ambulanten Pflege fernhält. Gerade Arbeitgeber in der mobilen Pflege nennen den Führerschein häufig als unabdingbare Voraussetzung, weil ohne eigenständige Mobilität kein zuverlässiger Einsatzplan über mehrere Haushalte hinweg möglich ist. Der doppelte Aufbau aus Fachwissen und Fahrerlaubnis spart zudem Zeit gegenüber dem Weg, beide Qualifikationen nacheinander bei unterschiedlichen Anbietern zu erwerben. Rechtskunde, Krankheitslehre, Grundpflege und Hygiene werden so vermittelt, dass sie direkt auf die Situation vor Ort in Privathaushalten übertragbar sind, während der parallel laufende Führerscheinerwerb keine zusätzliche Wartezeit nach Abschluss des Pflegekurses erfordert. Für den weiteren beruflichen Weg eröffnet dieser Abschluss den direkten Einstieg als mobile Pflegehilfe, etwa bei ambulanten Pflegediensten, die Klientinnen und Klienten zu Hause versorgen. Die erworbene Kombination aus pflegerischer Grundqualifikation und eigenständiger Mobilität bildet zugleich eine solide Basis für eine spätere Vertiefung in Richtung Alten- oder Krankenpflegehilfe.
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Arbeitsmarkt-Report
Pflege- und Gesundheits-Fachkräfte sind seit 2018 durchgehend als Engpassberuf gelistet. Demografische Entwicklung treibt die Nachfrage; höhere Tarife in Pflege und Reform der Pflegeausbildung verbessern Einstiegsbedingungen 2025/26 weiter.
Zielberufe & offene Stellen
Berufe, in denen Absolvent:innen dieses Kurses typischerweise arbeiten — mit bundesweit offenen Stellen der letzten 12 Monate.
- Helfer/Helferin in der stationären Krankenpflege252.165 Stellen
- Helfer/Helferin in der Tierpflege252.165 Stellen
- Helfer/Helferin in der Altenpflege/Persönlichen Assistenz252.165 Stellen
- Ambulanter Pfleger/Ambulante Pflegerin4 Stellen
Verwandte Kurse & Alternativen
30 ähnliche Qualifizierungen & Kurse in diesem Themenfeld
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Warum ist der Führerschein Teil dieser Pflegeweiterbildung?
In der mobilen Pflege müssen Einsätze eigenständig von Adresse zu Adresse gefahren werden. Viele Arbeitgeber nennen den Führerschein Klasse B deshalb als unabdingbare Einstellungsvoraussetzung.
Muss ich bereits einen Führerschein besitzen, um teilzunehmen?
Nein, der komplette Führerscheinerwerb mit Theorie, Praxisstunden, Sonderfahrten und Prüfungen ist Bestandteil der Weiterbildung.
Welche pflegerischen Inhalte werden im Basiskurs vermittelt?
Rechtskunde, Datenschutz, Krankheitslehre, Grundpflege, Hygiene und Pflegedokumentation bilden das fachliche Fundament des Basiskurses Pflegehelfer/-in.
Sind Vorkenntnisse in der Pflege erforderlich?
Nein, formale Pflegevorkenntnisse werden nicht vorausgesetzt. Ausreichend ist mindestens ein Hauptschulabschluss oder ein Berufshintergrund im sozialen Bereich.
Welchen Abschluss erhalte ich am Ende?
Sie erhalten ein trägerinternes Zertifikat zur Pflegehelferin beziehungsweise zum Pflegehelfer sowie den amtlichen Führerschein der Klasse B nach bestandener Prüfung.