Gesundheit & Pflege
pflege altenpflege

Besonders geeignete Mitarbeitende Altenhilfe – Weiterbildung

Landesrechtlich in Rheinland-Pfalz anerkannte Qualifizierung für besonders geeignete Mitarbeitende in der stationären Altenhilfe: Recht, Hygiene, Beobachtung und pflegerische Grundmaßnahmen.

Auf einen Blick

DauerOnline-SeminarØ am Markt
FormatOnlineflexibel
KostenMeist voll gefördertauf Anfrage / Förderung
Finanzierung über Förderung möglich – mit Bildungsgutschein bis zu 100 % förderbar*
Dieser Kurs bildet für einen offiziellen Engpassberuf aus

Überblick

In der stationären Altenhilfe übernehmen neben ausgebildeten Pflegefachkräften auch Mitarbeitende ohne einschlägige Pflegeausbildung wichtige Aufgaben, sofern sie über ausreichende praktische Erfahrung verfügen und entsprechend geschult sind. Diese Schulungsschritt qualifiziert genau für diesen Einsatz als besonders geeignete Mitarbeitende: von rechtlichen und organisatorischen Grundlagen über die Beobachtung und Dokumentation des Gesundheitszustands bis zu pflegerischen Handlungsschritte wie Blutzuckermessung, Kompressionstherapie und Injektionen. Die Qualifizierung ist nach den einschlägigen personalrechtlichen Vorgaben ausschließlich in Rheinland-Pfalz anerkannt.

Berufliche FachweiterbildungInhaltsstand 11.07.2026

Kursprofil, Marktdaten und verfügbare Lernformen

Die folgenden Angaben stammen aus den Angeboten eines einzelnen Anbieters — es ist also kein Anbietervergleich, sondern das erfasste Angebot zu diesem Kurs. Konkrete Preise und Termine nennt der Anbieter im Beratungsgespräch.

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Anbieter

1

an 2 Standorten

Angebote

1

diesem Kursprofil zugeordnete Angebote

Kommende Termine

2

an 1 erfassten Orten

Regionen

1 Bundesländer

inklusive Online- und Hybridangeboten, sofern vorhanden

Abschluss

Trägerinterne Bescheinigung als besonders geeignete Mitarbeitende (landesrechtlich anerkannt in Rheinland-Pfalz)

Mögliche Förderwege

Bildungsgutschein · Aktivierungs- und Vermittlungsgutschein · Qualifizierungschancengesetz

Lernformen

  • Online-Seminar

Zeitmodelle

  • Vollzeit

Dauer im Markt

  • mehr als 1 Monat bis 3 Monate

Gemeldete Preisgruppen

  • 1.000–5.000 €

Nächste erfasste Starttermine

  • 20.10.2026 · Online / noch ohne OrtsangabeOnline-Seminar · Vollzeit
  • 20.10.2026 · Online / noch ohne OrtsangabeOnline-Seminar · Vollzeit

Vermittelte Kompetenzen

  • Vitalzeichenkontrolle
  • Blutzuckermessung
  • Kompressionstherapie
  • Medikamentengabe
  • Injektionen
  • Pflegedokumentation

Zugeordnete Zielberufe

  • Helfer/Helferin in der Altenpflege/Persönlichen Assistenz252.165 Stellen/12 Mon.
  • Altenpflegehelfer/Altenpflegehelferin14.411 Stellen/12 Mon.
  • Pflegeberater/Pflegeberaterin292 Stellen/12 Mon.
  • Fachkrankenpfleger/Fachkrankenpflegerin für klinische Geriatrie182 Stellen/12 Mon.
  • Sozialtherapeut/Sozialtherapeutin116 Stellen/12 Mon.

Datenbasis: 30 diesem Kurs zugeordnete Angebote sowie die dazu veröffentlichten Termindaten, Stand 19.08.2026. Mehrere Standorte eines Trägers zählen als ein Anbieter.

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Kursinhalte & Lernziele

Rechtliche und organisatorische Grundlagen Der erste Themenblock vermittelt den rechtlichen und organisatorischen Rahmen, innerhalb dessen besonders geeignete Mitarbeitende in der stationären Altenhilfe tätig werden.

  • Rechtlicher Rahmen für den Einsatz besonders geeigneter Mitarbeitender in der Altenhilfe
  • Abgrenzung der eigenen Aufgaben gegenüber denen ausgebildeter Pflegefachkräfte
  • Vorgaben des Arbeitsschutzes im Pflegealltag
  • Hygienegrundlagen in der stationären Pflege
  • Grundlagen der Kommunikation mit Bewohnerinnen, Bewohnern und Angehörigen
  • Strukturierte Informationsweitergabe im Pflegeteam

Beobachtung und Dokumentation Der zweite Themenblock behandelt die systematische Beobachtung des Gesundheitszustands als Grundlage jeder pflegerischen Handlungsschritt.

  • Beobachtung von Hautveränderungen und weiteren äußeren Anzeichen
  • Messung und Einordnung von Vitalzeichen wie Puls, Blutdruck und Atmung
  • Beobachtung der Ausscheidung als Hinweis auf den Gesundheitszustand
  • Grundlagen einfacher diagnostischer Beobachtungen im Pflegealltag
  • Nachvollziehbare Dokumentation eigener Beobachtungen
  • Einordnung, wann eine Beobachtung an die Pflegefachkraft weitergegeben werden muss

Medizinisch-pflegerische Handlungsschritte Der dritte Themenblock behandelt konkrete pflegerische Handlungsschritte, die besonders geeignete Mitarbeitende im vorgegebenen Verantwortungsrahmen durchführen.

  • Grundlagen der Arzneimittelgabe im Pflegealltag
  • Durchführung und Einordnung der Blutzuckermessung
  • Umgang mit Antikoagulantien im vorgegebenen Verantwortungsrahmen
  • Durchführung von Injektionen unter Beachtung der geltenden Vorgaben
  • Beobachtung möglicher Reaktionen nach Medikamentengabe oder Injektion
  • Dokumentation durchgeführter medizinisch-pflegerischer Handlungsschritte

Therapeutisch-pflegerische Anwendungen Der vierte Themenblock behandelt physikalische Handlungsschritte und die Kompressionstherapie als weitere pflegerische Anwendungsfelder.

  • Grundlagen der Kompressionstherapie und ihr Einsatz im Pflegealltag
  • Anlegen und Kontrolle von Kompressionsschritte
  • Physikalische Handlungsschritte zur Unterstützung der Pflege
  • Beobachtung der Wirkung physikalischer und kompressionstherapeutischer Handlungsschritte
  • Umgang mit Auffälligkeiten während oder nach einer Anwendung
  • Dokumentation therapeutisch-pflegerischer Handlungsschritte

Ergänzend arbeiten die Teilnehmenden praxisnah an Fallbeispielen aus dem stationären Pflegealltag.

  • Durchführung einer Vitalzeichenmessung an einem Übungsfall
  • Durchführung einer Blutzuckermessung im Rahmen einer Übungssituation
  • Beobachtung und Beschreibung einer Hautveränderung an einem Fallbeispiel
  • Anlegen einer Kompressionsschritt unter Anleitung
  • Dokumentation einer durchgeführten pflegerischen Handlungsschritt
  • Weitergabe einer Beobachtung an ein simuliertes Pflegeteam
  • Einordnung einer Auffälligkeit nach einer Medikamentengabe an einem Fallbeispiel
  • Bearbeitung eines Fallbeispiels zur Ausscheidungsbeobachtung
  • Übung eines Kommunikationsgesprächs mit einer hilfebedürftigen Person
  • Anwendung einer physikalischen Handlungsschritt an einem Übungsfall
  • Prüfung der eigenen Dokumentation auf Nachvollziehbarkeit
  • Zuordnung eines durchgehenden Fallbeispiels zu allen vier Themenblöcken

Die vier Themenblöcke folgen dem tatsächlichen Ablauf pflegerischer Arbeit: von den rechtlichen und organisatorischen Grundlagen über die Beobachtung des Gesundheitszustands bis zu konkreten medizinisch- und therapeutisch-pflegerischen Handlungsschritte. Diese Reihenfolge stellt sicher, dass Handlungsschritte wie Blutzuckermessung oder Kompressionstherapie nicht isoliert, sondern eingebettet in Beobachtung, Dokumentation und rechtlichen Rahmen vermittelt werden. Am Ende der Schulungsschritt können die Teilnehmenden grundlegende pflegerische Beobachtungen und Handlungsschritte fachgerecht durchführen und nachvollziehbar dokumentieren – die Kompetenzen, die für den Einsatz als besonders geeignete Mitarbeitende in der stationären Altenhilfe in Rheinland-Pfalz vorausgesetzt werden.

Lernziele:

  • Rechtliche Grundlagen der Tätigkeit als besonders geeignete Mitarbeitende in der Altenhilfe einordnen
  • Vorgaben des Arbeitsschutzes und der Hygiene im Pflegealltag korrekt anwenden
  • Veränderungen des Hautbilds und weitere Beobachtungskriterien systematisch erfassen
  • Beobachtungen zum Gesundheitszustand strukturiert an das Pflegeteam weitergeben
  • Grundlagen der Kommunikation mit hilfebedürftigen Personen und Angehörigen anwenden
  • Vitalzeichen wie Puls, Blutdruck und Atmung korrekt messen und einordnen
  • Blutzuckermessung fachgerecht durchführen und Ergebnisse einordnen
  • Grundlagen der Kompressionstherapie im Rahmen angeordneter Handlungsschritte anwenden
  • Umgang mit Antikoagulantien und Injektionen im vorgegebenen Verantwortungsrahmen einordnen
  • Physikalische Handlungsschritte als Teil der pflegerischen Versorgung durchführen
  • Grundlagen der Ausscheidungsbeobachtung und einfacher Diagnostik anwenden
  • Eigene Beobachtungen und Handlungsschritte nachvollziehbar dokumentieren

Zielgruppe & Voraussetzungen

Die Schulungsschritt richtet sich an ungelernte Kräfte im stationären Bereich der Altenhilfe, die über ausgeprägtes Interesse an der Arbeit mit hilfebedürftigen Personen sowie ein stark ausgeprägtes Verantwortungsbewusstsein verfügen und bereits über praktische Erfahrung in der Einrichtung verfügen.

  • Mitarbeitende ohne einschlägige Pflegeausbildung mit mehrjähriger praktischer Erfahrung
  • Betreuungs- und Hilfskräfte, die zusätzliche pflegenahe Aufgaben übernehmen möchten
  • Mitarbeitende, die ihre bisherige Erfahrung in der Einrichtung formal qualifizieren lassen möchten
  • Personen mit ausgeprägtem Interesse an der Arbeit mit älteren, hilfebedürftigen Menschen
Voraussetzungen:

Vorausgesetzt werden mindestens zwei Jahre Berufserfahrung, davon mindestens ein Jahr in der aktuellen Einrichtung. Die Schulungsschritt richtet sich damit ausdrücklich nicht an Berufseinsteiger:innen, sondern an Mitarbeitende, die ihre praktische Erfahrung im stationären Bereich um strukturiertes Fachwissen ergänzen. Die Anerkennung der Qualifizierung ist auf Rheinland-Pfalz beschränkt.

Ablauf & Abschluss

Die Schulung findet als Online-Seminar in Vollzeit statt und verbindet die Vermittlung rechtlicher und fachlicher Grundlagen mit Fallbeispielen aus dem stationären Pflegealltag. Auf die Einordnung eines Themenfelds wie Vitalzeichen oder Kompressionstherapie folgt jeweils die Anwendung an einem Übungsfall, sodass sich theoretisches Wissen unmittelbar mit der praktischen Beobachtungs- und Dokumentationsarbeit verbindet, wie sie im Pflegealltag gefordert ist.

Die Schulung wird als Online-Seminar in Vollzeit durchgeführt und deckt die vier Themenblöcke rechtliche und organisatorische Grundlagen, Beobachtung und Dokumentation, medizinisch-pflegerische Handlungsschritte sowie therapeutisch-pflegerische Anwendungen ab. Der Umfang ist so bemessen, dass neben der fachlichen Vermittlung ausreichend Raum für die Bearbeitung von Fallbeispielen aus dem stationären Alltag bleibt.

Zur Abschlussbezeichnung liegen für diesen Kurs keine einheitlichen Angaben vor. Nach erfolgreichem Abschluss dokumentiert eine entsprechende Bescheinigung des Anbieters die erworbene Qualifikation als besonders geeignete Mitarbeitende, die gemeinsam mit der geforderten praktischen Berufserfahrung die Grundlage für den entsprechenden Einsatz in der stationären Altenhilfe in Rheinland-Pfalz bildet. Es handelt sich nicht um eine staatlich geregelte Pflegeausbildung.

Nutzen & Perspektiven

In vielen Einrichtungen der stationären Altenhilfe reicht die Zahl ausgebildeter Pflegefachkräfte allein nicht aus, um alle Aufgaben abzudecken – erfahrene, aber formal ungelernte Mitarbeitende übernehmen deshalb wichtige ergänzende Rollen. Diese Schulungsschritt schafft für genau diese Mitarbeitenden einen strukturierten, landesrechtlich anerkannten Weg, ihre praktische Erfahrung um pflegerisches Grundwissen zu ergänzen. Die Verbindung aus rechtlichem Rahmen, systematischer Beobachtung und konkreten pflegerischen Handlungsschritte wie Blutzuckermessung, Injektionen oder Kompressionstherapie unterscheidet die Qualifizierung von einer reinen Einweisung am Arbeitsplatz: Teilnehmende lernen nicht nur, eine Handlungsschritt durchzuführen, sondern auch, wann sie an ausgebildetes Pflegepersonal übergeben werden muss. Für die berufliche Praxis in der Einrichtung bedeutet die Qualifizierung eine formale Anerkennung bereits vorhandener Erfahrung: Wer als besonders geeignete Mitarbeitende oder besonders geeigneter Mitarbeitender eingestuft ist, kann in Rheinland-Pfalz ein breiteres Aufgabenspektrum in der stationären Pflege übernehmen, als es ohne diese Qualifizierung möglich wäre.

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Arbeitsmarkt-Report

Pflege- und Gesundheits-Fachkräfte sind seit 2018 durchgehend als Engpassberuf gelistet. Demografische Entwicklung treibt die Nachfrage; höhere Tarife in Pflege und Reform der Pflegeausbildung verbessern Einstiegsbedingungen 2025/26 weiter.

Einstieg (0-2 J.):32.000–38.000 €
Mittel (3-7 J.):40.000–52.000 €
Senior (8+ J.):54.000–68.000 €

Zielberufe & offene Stellen

Berufe, in denen Absolvent:innen dieses Kurses typischerweise arbeiten — mit bundesweit offenen Stellen der letzten 12 Monate.

  • Helfer/Helferin in der Altenpflege/Persönlichen Assistenz
    252.165 Stellen
  • Altenpflegehelfer/Altenpflegehelferin
    14.411 Stellen
  • Pflegeberater/Pflegeberaterin
    292 Stellen
  • Fachkrankenpfleger/Fachkrankenpflegerin für klinische Geriatrie
    182 Stellen
  • Sozialtherapeut/Sozialtherapeutin
    116 Stellen

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Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Wer kann an dieser Schulungsmaßnahme teilnehmen?

Mitarbeitende ohne einschlägige Pflegeausbildung, die mindestens zwei Jahre Berufserfahrung mitbringen, davon mindestens ein Jahr in der aktuellen Einrichtung, und ausgeprägtes Interesse an der Arbeit mit hilfebedürftigen Personen haben.

In welchen Bundesländern wird die Qualifizierung anerkannt?

Die Qualifizierung als besonders geeignete Mitarbeitende ist ausschließlich in Rheinland-Pfalz anerkannt.

Welche pflegerischen Maßnahmen werden vermittelt?

Die Schulung behandelt unter anderem Vitalzeichenkontrolle, Blutzuckermessung, Kompressionstherapie sowie den Umgang mit Antikoagulantien und Injektionen im vorgegebenen Verantwortungsrahmen.

Ersetzt diese Qualifizierung eine Ausbildung zur Pflegefachkraft?

Nein, es handelt sich nicht um eine staatlich geregelte Pflegeausbildung, sondern um eine landesrechtlich anerkannte Zusatzqualifizierung, die auf bereits vorhandener praktischer Erfahrung aufbaut.

In welcher Form findet die Schulung statt?

Die Schulung findet als Online-Seminar in Vollzeit statt und verbindet fachliche Grundlagen mit Fallbeispielen aus dem stationären Pflegealltag.