Gesundheit & Pflege
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Medizinproduktebeauftragter: Weiterbildung

Aufgaben, Rechte und Pflichten als Medizinproduktebeauftragte/r: von Kennzeichnung und Einweisungsdokumentation bis zu Medizinproduktebuch und Instandhaltung.

Auf einen Blick

DauerVollzeitØ am Markt
FormatOnlineflexibel
KostenMeist voll gefördertauf Anfrage / Förderung
Finanzierung über Förderung möglich – mit Bildungsgutschein bis zu 100 % förderbar*
Dieser Kurs bildet für einen offiziellen Engpassberuf aus

Überblick

Wer als Medizinproduktebeauftragte/r in einer Pflege- oder Gesundheitseinrichtung tätig ist, trägt unmittelbar zur Sicherheit von Patientinnen, Patienten und Anwendenden bei. Diese Weiterbildung vermittelt das dafür notwendige Wissen: von der Einteilung und Kennzeichnung von Medizinprodukten über die aktuellen rechtlichen Grundlagen bis zur Organisation von Einweisungen, dem Führen eines Medizinproduktebuches und der Koordination von Kontrollen und Instandhaltung.

Sachkunde & PflichtqualifikationInhaltsstand 12.07.2026

Abschluss, Voraussetzungen und verfügbare Qualifizierungsangebote

Die folgenden Angaben stammen aus den Angeboten eines einzelnen Anbieters — es ist also kein Anbietervergleich, sondern das erfasste Angebot zu diesem Kurs. Konkrete Preise und Termine nennt der Anbieter im Beratungsgespräch.

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Anbieter

1

an 2 Standorten

Angebote

21

diesem Kursprofil zugeordnete Angebote

Kommende Termine

0

an 1 erfassten Orten

Regionen

1 Bundesländer

inklusive Online- und Hybridangeboten, sofern vorhanden

Abschluss

Teilnahmebescheinigung

Mögliche Förderwege

Bildungsgutschein · Aktivierungs- und Vermittlungsgutschein · Qualifizierungschancengesetz

Lernformen

  • Online-Seminar

Zeitmodelle

  • Vollzeit

Dauer im Markt

  • bis 3 Tage

Gemeldete Preisgruppen

  • bis 500 €

Vermittelte Kompetenzen

  • Medizinprodukterecht
  • Medizinproduktebuch
  • Kennzeichnungssymbole
  • MPBetreibV
  • Einweisungsdokumentation
  • Instandhaltungskoordination

Zugeordnete Zielberufe

  • Fachkinderkrankenpfleger/Fachkinderkrankenpflegerin für Onkologie5.294 Stellen/12 Mon.
  • Fachkrankenpfleger/Fachkrankenpflegerin für Nephrologie1.987 Stellen/12 Mon.
  • Fachkinderkrankenpfleger/Fachkinderkrankenpflegerin für Nephrologie1.987 Stellen/12 Mon.
  • Pflegeberater/Pflegeberaterin292 Stellen/12 Mon.
  • Fachkrankenpfleger/Fachkrankenpflegerin für klinische Geriatrie182 Stellen/12 Mon.
  • Sozialtherapeut/Sozialtherapeutin116 Stellen/12 Mon.

Datenbasis: 21 diesem Kurs zugeordnete Angebote sowie die dazu veröffentlichten Termindaten, Stand 19.08.2026. Mehrere Standorte eines Trägers zählen als ein Anbieter.

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Kursinhalte & Lernziele

Block 1 — Medizinprodukte-Grundlagen und aktuelles Recht Der erste Block vermittelt die begrifflichen und rechtlichen Grundlagen, auf denen die gesamte Tätigkeit als Medizinproduktebeauftragte/r aufbaut.

  • Medizinprodukte begrifflich bestimmen und von anderen Produktkategorien abgrenzen
  • Medizinprodukte nach Risikoklassen einteilen
  • Kennzeichnungssymbole zur Identifikation und sicheren Handhabung lesen
  • Die europäische Medizinprodukteverordnung als aktuellen rechtlichen Rahmen einordnen
  • Die Medizinprodukte-Betreiberverordnung als zentrale Grundlage für den Betreiberalltag verstehen
  • Zuständigkeiten zwischen Herstellern, Betreibern und Anwendern unterscheiden

Block 2 — Aufgaben und Zusammenarbeit im Sicherheitskonzept Der zweite Block klärt, welche Aufgaben eine oder ein Medizinproduktebeauftragte/r konkret übernimmt und wie die Zusammenarbeit mit anderen Sicherheitsrollen organisiert ist.

  • Aufgaben einer oder eines Medizinproduktebeauftragten im Betreiberalltag benennen
  • Die Zusammenarbeit mit der oder dem Beauftragten für Medizinproduktesicherheit organisieren
  • Rechte und Pflichten der Betreiberin/des Betreibers einordnen
  • Rechte und Pflichten der Anwenderin/des Anwenders einordnen
  • Verantwortlichkeiten bei der Umsetzung des gesetzlichen Sicherheitskataloges klären
  • Mögliche Teilaufgaben für technische Mitarbeitende innerhalb der Einrichtung abgrenzen

Block 3 — Einweisung und Dokumentation Der dritte Block widmet sich der Organisation, Durchführung und Dokumentation von Einweisungen sowie der zentralen Dokumentationspflicht: dem Medizinproduktebuch.

  • Einweisungen in Medizinprodukte strukturiert organisieren
  • Einweisungen fachgerecht durchführen und Inhalte nachvollziehbar vermitteln
  • Einweisungen vollständig und rechtssicher dokumentieren
  • Ein Medizinproduktebuch anlegen und laufend pflegen
  • Gebrauchsanweisungen von Medizinprodukten ordnungsgemäß aufbewahren
  • Dokumentationslücken erkennen und systematisch schließen

Block 4 — Kontrolle, Prüfung und Instandhaltung Der vierte Block behandelt die laufende Überwachung von Medizinprodukten über ihren gesamten Einsatzzeitraum hinweg.

  • Regelmäßige Kontrollen an Medizinprodukten veranlassen und nachverfolgen
  • Sicherheitstechnische und messtechnische Kontrollen einordnen
  • Prüftermine und Prüffristen für unterschiedliche Medizinprodukte im Blick behalten
  • Instandhaltungsschritte fachgerecht koordinieren
  • Instandsetzungen bei Funktionsstörungen sachgerecht veranlassen
  • Den gesamten Lebenszyklus eines Medizinprodukts im Betrieb überblicken

Praxisblock — Vom Medizinproduktebuch bis zur Einweisungsdokumentation

  • Ein Medizinprodukt anhand seiner Kennzeichnungssymbole und Risikoklasse einordnen
  • Zuständigkeiten für ein Beispielprodukt zwischen Betreiber und Anwender festlegen
  • Eine Einweisung für ein Beispielmedizinprodukt strukturiert vorbereiten
  • Die Einweisung fachgerecht dokumentieren
  • Einen Eintrag für ein Medizinproduktebuch anlegen
  • Gebrauchsanweisungen für ein Beispielprodukt ordnungsgemäß ablegen
  • Prüftermine für ein Beispielgerät im Medizinproduktebuch nachverfolgen
  • Eine Instandhaltungsschritt für ein Beispielgerät koordinieren
  • Eine Funktionsstörung an einem Beispielgerät dokumentieren und die Instandsetzung veranlassen
  • Die Zusammenarbeit mit der oder dem Beauftragten für Medizinproduktesicherheit an einem Beispielfall durchspielen
  • Eine Lücke in einer Beispieldokumentation identifizieren und schließen
  • Das gesamte Vorgehen von der Einweisung bis zur laufenden Kontrolle zusammenfassen

Wer diese Weiterbildung abschließt, kann die Funktion einer oder eines Medizinproduktebeauftragten in einer Pflege- oder Gesundheitseinrichtung fachlich fundiert ausüben – von der korrekten Einordnung eines Medizinprodukts über die Organisation von Einweisungen bis zur laufenden Kontrolle und Instandhaltung. Diese Funktion ist abhängig von den Organisationsstrukturen der jeweiligen Einrichtung und kann auch Mitarbeitende der Technik einschließen, die bestimmte Teilaufgaben wie das Führen des Bestandsverzeichnisses oder die Bereitstellung von Geräten zu Prüfungen übernehmen. Da die Fortbildung keine speziellen Vorkenntnisse des Medizinprodukterechts voraussetzt, sondern die relevanten Grundlagen selbst vermittelt, eignet sie sich sowohl für den Einstieg in diese Funktion als auch für die Auffrischung bereits vorhandenen Wissens.

Lernziele:

  • Medizinprodukte begrifflich bestimmen und nach Risikoklassen einteilen
  • Kennzeichnungssymbole an Medizinprodukten korrekt lesen und einordnen
  • Die aktuellen rechtlichen Grundlagen des Medizinprodukterechts einordnen
  • Die Rolle der Medizinprodukte-Betreiberverordnung im Betreiberalltag verstehen
  • Aufgaben einer oder eines Medizinproduktebeauftragten klar benennen
  • Die Zusammenarbeit mit der oder dem Beauftragten für Medizinproduktesicherheit organisieren
  • Rechte und Pflichten von Betreiberin/Betreiber und Anwenderin/Anwender unterscheiden
  • Einweisungen in Medizinprodukte strukturiert organisieren, durchführen und dokumentieren
  • Ein Medizinproduktebuch ordnungsgemäß führen
  • Kontrollen und Prüfungen an Medizinprodukten sachgerecht veranlassen
  • Instandhaltungsschritte und Instandsetzungen an Medizinprodukten koordinieren
  • Gebrauchsanweisungen von Medizinprodukten ordnungsgemäß aufbewahren

Zielgruppe & Voraussetzungen

Der Kurs richtet sich an Beschäftigte in Pflege- und Gesundheitseinrichtungen, die die Funktion einer oder eines Medizinproduktebeauftragten wahrnehmen oder zukünftig wahrnehmen werden.

  • Mitarbeitende in Pflegeeinrichtungen, die für Medizinprodukte Verantwortung übernehmen
  • Qualitätsmanagement-Fachkräfte mit Bezug zu Medizinprodukten
  • Technische Mitarbeitende, die Teilaufgaben im Medizinproduktemanagement übernehmen
  • Personen, die bei der Umsetzung des gesetzlichen Sicherheitskataloges mitwirken möchten
Voraussetzungen:

Die Fortbildung zur oder zum Medizinproduktebeauftragten setzt keine speziellen Kenntnisse des Medizinprodukterechts voraus. Die relevanten rechtlichen und fachlichen Grundlagen werden im Rahmen der Fortbildung vollständig vermittelt. Je nach Organisationsstruktur der Einrichtung können auch Mitarbeitende der Technik teilnehmen, die bestimmte Teilaufgaben übernehmen sollen.

Ablauf & Abschluss

Die Fortbildung findet als Online-Seminar in Vollzeit statt und vermittelt die rechtlichen und organisatorischen Inhalte anhand praxisnaher Beispiele aus dem Pflege- und Gesundheitsalltag. Theoretische Einheiten zu Recht und Kennzeichnung wechseln sich mit Übungen zu Dokumentation und Medizinproduktebuch ab.

Die Fortbildung wird als Online-Seminar in Vollzeit durchgeführt; die genaue Dauer richtet sich nach dem gewählten Anbieter und Termin. Da mehrere Aufgabenbereiche von rechtlichen Grundlagen bis zur Instandhaltung abgedeckt werden, ist ausreichend Zeit für die praxisnahe Vertiefung eingeplant.

Die Fortbildung schließt mit einer Teilnahmebescheinigung ab, die die erfolgreiche Teilnahme an der Weiterbildung zur oder zum Medizinproduktebeauftragten dokumentiert. Eine gesonderte staatliche Prüfung ist mit dieser Fortbildung nicht verbunden.

Nutzen & Perspektiven

Der besondere Wert dieser Fortbildung liegt darin, dass sie eine Funktion fachlich fundiert, die in vielen Einrichtungen ohne systematische Vorbereitung übernommen wird, obwohl sie unmittelbar die Patienten- und Anwendersicherheit betrifft. Wer die Aufgaben einer oder eines Medizinproduktebeauftragten strukturiert kennt, reduziert das Risiko von Dokumentationslücken und fehlerhaften Einweisungen spürbar. Gerade weil die Verantwortung für Medizinprodukte in Pflege- und Gesundheitseinrichtungen oft zusätzlich zu anderen Aufgaben übernommen wird, ist eine fundierte, aber praxisnahe Fortbildung besonders wertvoll: Sie vermittelt genau das Handwerkszeug, das im Alltag zwischen Einweisung, Dokumentation und Prüfterminen tatsächlich gebraucht wird. Für die eigene berufliche Entwicklung stärkt die Fortbildung das Profil innerhalb der Einrichtung deutlich: Wer diese Verantwortung fachlich fundiert übernimmt, wird zur zentralen Ansprechperson für alle Fragen rund um Medizinprodukte und trägt aktiv zur Patienten- und Mitarbeitersicherheit bei.

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Arbeitsmarkt-Report

Pflege- und Gesundheits-Fachkräfte sind seit 2018 durchgehend als Engpassberuf gelistet. Demografische Entwicklung treibt die Nachfrage; höhere Tarife in Pflege und Reform der Pflegeausbildung verbessern Einstiegsbedingungen 2025/26 weiter.

Einstieg (0-2 J.):32.000–38.000 €
Mittel (3-7 J.):40.000–52.000 €
Senior (8+ J.):54.000–68.000 €

Zielberufe & offene Stellen

Berufe, in denen Absolvent:innen dieses Kurses typischerweise arbeiten — mit bundesweit offenen Stellen der letzten 12 Monate.

  • Fachkinderkrankenpfleger/Fachkinderkrankenpflegerin für Onkologie
    5.294 Stellen
  • Fachkrankenpfleger/Fachkrankenpflegerin für Nephrologie
    1.987 Stellen
  • Fachkinderkrankenpfleger/Fachkinderkrankenpflegerin für Nephrologie
    1.987 Stellen
  • Pflegeberater/Pflegeberaterin
    292 Stellen
  • Fachkrankenpfleger/Fachkrankenpflegerin für klinische Geriatrie
    182 Stellen
  • Sozialtherapeut/Sozialtherapeutin
    116 Stellen

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Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Brauche ich juristische Vorkenntnisse für diese Fortbildung?

Nein, die relevanten rechtlichen Grundlagen des Medizinprodukterechts werden im Rahmen der Fortbildung vollständig vermittelt, ohne dass spezielle Vorkenntnisse vorausgesetzt werden.

Was ist ein Medizinproduktebuch?

Es ist die zentrale Dokumentation, in der Einweisungen, Kontrollen, Prüfungen und Instandhaltungsmaßnahmen zu einem Medizinprodukt nachvollziehbar festgehalten werden. Die Fortbildung vermittelt, wie es ordnungsgemäß geführt wird.

Können auch technische Mitarbeitende teilnehmen?

Ja, je nach Organisationsstruktur der Einrichtung können auch Mitarbeitende der Technik teilnehmen, die bestimmte Teilaufgaben wie das Führen des Bestandsverzeichnisses übernehmen.

Wie ist die Fortbildung organisiert?

Sie findet als Online-Seminar in Vollzeit statt und vermittelt rechtliche sowie organisatorische Inhalte anhand praxisnaher Beispiele aus dem Pflege- und Gesundheitsalltag.

Welchen Abschluss erhalte ich?

Eine Teilnahmebescheinigung, die die erfolgreiche Teilnahme an der Weiterbildung zur oder zum Medizinproduktebeauftragten dokumentiert.