SPS-Programmierung TIA Portal für den Anlagenbau – Kurs
TIA-Portal-Programmierung mit Praxisfokus auf den Anlagenbau: Förder- und Handhabungstechnik, Antriebsintegration und typische Maschinenbausteine bis zur Inbetriebnahme beim Kunden vor Ort.
Auf einen Blick
Überblick
Im Anlagen- und Maschinenbau reicht es nicht, eine Programmiersprache zu beherrschen — gefragt ist die Fähigkeit, typische Maschinenmodule wie Förderstrecken, Handhabungseinheiten und Antriebe im TIA Portal so zu programmieren, dass sie beim Kunden vor Ort zuverlässig anlaufen. Genau darauf ist dieser Kurs zugeschnitten: Er behandelt keine abstrakten Programmierübungen, sondern die Steuerungsbausteine, die im Maschinenbau tatsächlich immer wieder gebraucht werden — von der Förderbandlogik über Greifer- und Hubbewegungen bis zur Antriebsintegration und der Inbetriebnahme direkt an der Maschine.
Kursprofil, Marktdaten und verfügbare Lernformen
Die folgenden Angaben stammen aus den Angeboten eines einzelnen Anbieters — es ist also kein Anbietervergleich, sondern das erfasste Angebot zu diesem Kurs. Konkrete Preise und Termine nennt der Anbieter im Beratungsgespräch.
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zu diesem Kurs erfasst
3
diesem Kursprofil zugeordnete Angebote
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Termine werden anbieterabhängig veröffentlicht
bundesweit
inklusive Online- und Hybridangeboten, sofern vorhanden
Abschluss
Trägerinternes Zertifikat bzw. qualifizierte Teilnahmebescheinigung
Mögliche Förderwege
Bildungsgutschein
Vermittelte Kompetenzen
- TIA-Portal-Projektierung Anlagenbau
- Förderbandsteuerung
- Handhabungstechnik programmieren
- Frequenzumrichter-Ansteuerung
- Betriebsartenkonzepte
- HMI-Grundanbindung
- Maschinen-Inbetriebnahme
Zugeordnete Zielberufe
- SPS-Programmierer/in Anlagenbau
- Inbetriebnehmer/in Maschinenbau
- Servicetechniker/in Automatisierung
- Automatisierungstechniker/in
- Konstrukteur/in Steuerungstechnik
Datenbasis: 3 diesem Kurs zugeordnete Angebote sowie die dazu veröffentlichten Termindaten, Stand 19.08.2026. Mehrere Standorte eines Trägers zählen als ein Anbieter.
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Kursinhalte & Lernziele
Steuerungsaufgaben im Anlagen- und Maschinenbau Der Einstieg ordnet die typischen Maschinentypen und ihre Steuerungsanforderungen ein, bevor es an die konkrete Programmierung geht — mit besonderem Blick auf die Besonderheiten des Anlagenbaus gegenüber allgemeiner SPS-Programmierung.
- Typische Maschinentypen und ihre Steuerungsanforderungen im Überblick
- Aufbau eines TIA-Portal-Projekts für eine konkrete Maschinensteuerung
- Abgrenzung zwischen Einzelmaschine, verketteter Anlage und Gesamtlinie
- Zusammenarbeit zwischen mechanischer Konstruktion und SPS-Programmierung
- Typische Schnittstellen zu vor- und nachgelagerten Anlagenteilen
- Grundprinzipien der Modulbauweise im modernen Maschinenbau
Förder- und Handhabungstechnik programmieren Förderstrecken und Handhabungseinheiten gehören zu den am häufigsten wiederkehrenden Bausteinen im Anlagenbau. Dieses Modul zeigt, wie sich solche Abläufe robust und wiederverwendbar programmieren lassen.
- Programmierung von Förderbandabschnitten mit Start-, Stopp- und Staulogik
- Ansteuerung einfacher Greifer- und Hubeinheiten
- Einbindung der Positionserkennung über Sensoren und Endschalter
- Pick-and-Place-Abläufe als wiederkehrendes Bewegungsmuster umsetzen
- Grundprinzipien einfacher Palettier- und Depalettierabläufe
- Abstimmung der Übergabepunkte zwischen benachbarten Maschinenmodulen
Antriebsintegration und Betriebsarten Ohne Antriebe bewegt sich in einer Maschine nichts. Dieses Modul verbindet die Ansteuerung realer Antriebstechnik mit der strukturierten Umsetzung der im Maschinenbau üblichen Betriebsarten.
- Frequenzumrichter aus dem SPS-Programm heraus digital und analog ansteuern
- Einfache Achsbewegungen und Positioniervorgänge programmtechnisch abbilden
- Betriebsarten Hand, Automatik und Einrichten strukturiert umsetzen
- Verriegelungen zwischen mehreren Maschinenmodulen sicher programmieren
- Grundlegende sicherheitsrelevante Aspekte wie Schutztürüberwachung im Programm berücksichtigen
- Rückmeldung von Antriebs- und Sensorzuständen an die übergeordnete Steuerungslogik
Inbetriebnahme und Übergabe beim Kunden Ein Maschinenprogramm bewährt sich erst vor Ort. Dieses Modul bereitet gezielt auf die Situation der Inbetriebnahme beim Kunden vor, einschließlich der dafür notwendigen Dokumentation.
- Verknüpfung eines Bedienpanels mit der Maschinensteuerung im Grundprinzip
- Praxisnahe Planung der Inbetriebnahmeschritte vor Ort
- Systematisches Vorgehen bei der Erstinbetriebnahme einer neuen Maschine
- Typische Störungen im Maschinenbetrieb eingrenzen und beheben
- Dokumentation für die technische Übergabe an den Kunden erstellen
- Grundzüge der Abnahme einer Maschine gemeinsam mit dem Betreiber
Praxisblock: Ein Maschinenmodul von der Programmierung bis zur Inbetriebnahme Der Praxisblock führt ein vollständiges, realistisches Maschinenmodul aus dem Anlagenbau von der ersten Beschreibung bis zur simulierten Inbetriebnahme durch — inklusive Förderstrecke, Handhabung, Antrieb und Bedienpanel.
- Analyse einer vorgegebenen Maschinenbeschreibung aus dem Anlagenbau
- Anlegen des TIA-Portal-Projekts für das Übungsmodul
- Programmierung der Förderstrecke mit Start-, Stopp- und Staulogik
- Integration eines einfachen Handhabungsablaufs mit Greifer oder Hubeinheit
- Ansteuerung eines Frequenzumrichters für die Antriebseinheit des Moduls
- Umsetzung der Betriebsarten Hand und Automatik für das Übungsmodul
- Programmierung von Verriegelungen zu einem benachbarten Übungsmodul
- Einbindung eines einfachen Bedienpanels zur Steuerung der Maschine
- Testlauf des Gesamtmoduls am Simulator oder an der Übungsanlage
- Einbau einer simulierten Störung und deren systematische Eingrenzung im Team
- Erstellung einer Inbetriebnahme-Checkliste für das Übungsmodul
- Zusammenstellung der technischen Übergabedokumentation für das Modul
Die Übungsaufgabe ist bewusst als vollständiges Maschinenmodul angelegt, nicht als Sammlung isolierter Programmierbeispiele — denn im realen Anlagenbau treten Förderlogik, Handhabung, Antriebsansteuerung und Betriebsarten stets im Zusammenspiel auf, nie einzeln. Der Kurs schließt mit einer Einordnung typischer Herausforderungen bei der Inbetriebnahme vor Ort, etwa abweichender mechanischer Toleranzen oder kurzfristiger Kundenwünsche, und zeigt, wie sich ein Maschinenprogramm so strukturieren lässt, dass solche Anpassungen ohne größeres Risiko möglich bleiben.
Lernziele:
Die Teilnehmenden können nach diesem Kurs typische Steuerungsaufgaben des Anlagenbaus im TIA Portal eigenständig umsetzen und ein Maschinenmodul bis zur praxisnahen Inbetriebnahme begleiten.
- Typische Steuerungsaufgaben im Anlagen- und Maschinenbau fachlich einordnen
- Ein TIA-Portal-Projekt für eine konkrete Maschinensteuerung strukturiert anlegen
- Förder- und Handhabungstechnik wie Bänder, Greifer und Hubeinheiten programmiertechnisch abbilden
- Standardisierte Bausteine für wiederkehrende Bewegungsabläufe im Maschinenbau entwerfen
- Frequenzumrichter und einfache Antriebsachsen aus dem SPS-Programm heraus ansteuern
- Verriegelungen zwischen mehreren Maschinenmodulen sicher programmieren
- Grundlegende sicherheitsrelevante Aspekte bei der Maschinenprogrammierung berücksichtigen
- Betriebsarten wie Hand, Automatik und Einrichten strukturiert umsetzen
- Ein Bedienpanel grundlegend mit der Maschinensteuerung verknüpfen
- Inbetriebnahmeschritte für eine neue oder umgebaute Maschine praxisnah planen
- Typische Störungen im Maschinenbetrieb systematisch eingrenzen und beheben
- Ein vollständiges Maschinenmodul vom Programmentwurf bis zur Inbetriebnahmedokumentation umsetzen
Zielgruppe & Voraussetzungen
Der Kurs richtet sich an alle, die SPS-Programmierung konkret im Kontext des Anlagen- und Maschinenbaus einsetzen möchten — mit direktem Bezug zu realen Maschinenmodulen statt abstrakter Übungsaufgaben.
- SPS-Programmierer:innen, die für Maschinen- und Anlagenbauunternehmen tätig sind oder es werden möchten
- Inbetriebnehmer:innen, die Maschinen künftig auch beim Kunden vor Ort in Betrieb nehmen
- Konstrukteur:innen im Maschinenbau, die die steuerungstechnische Seite besser verstehen möchten
- Techniker:innen, die von der reinen Programmierung in Richtung Maschinenintegration wechseln
- Servicetechniker:innen, die bestehende Maschinenprogramme im Feld anpassen und erweitern
Grundlegende SPS-Programmierkenntnisse, insbesondere in Kontaktplan oder Funktionsplan, werden vorausgesetzt, da der Kurs direkt auf konkrete Maschinenanwendungen im TIA Portal aufsetzt. Erste Erfahrung mit dem TIA Portal ist von Vorteil, aber nicht zwingend erforderlich, da die projektspezifischen Grundlagen zu Beginn kurz eingeordnet werden. Technisches Verständnis für mechanische Abläufe, wie sie in Förder- und Handhabungstechnik vorkommen, erleichtert den praktischen Zugang zusätzlich.
Ablauf & Abschluss
Der Kurs orientiert sich konsequent an realistischen Maschinenmodulen aus dem Anlagenbau statt an abstrakten Lehrbeispielen. Jedes Modul führt eine neue Teilaufgabe ein — Förderstrecke, Handhabung, Antrieb, Betriebsarten — und integriert sie unmittelbar in das durchgängige Übungsmodul, das im Praxisblock zusammengeführt wird. Diese Nähe zur realen Maschinensituation, einschließlich einer simulierten Inbetriebnahme mit Störungssuche, unterscheidet den Kurs deutlich von einer allgemeinen Programmierschulung.
Mit seinem klaren Anwendungsbezug zum Anlagenbau ist der Kurs als praxisorientierte, mehrtägige Weiterbildung konzipiert, die genügend Zeit für ein vollständiges Maschinenmodul lässt. Manche Bildungsträger bieten ihn als zusammenhängenden Block an, andere staffeln ihn in aufeinanderfolgende Module — die genaue Aufteilung ist dem jeweiligen Angebot zu entnehmen.
Nach erfolgreichem Abschluss erhalten die Teilnehmenden ein trägerinternes Zertifikat bzw. eine qualifizierte Teilnahmebescheinigung über die erworbene Kompetenz in der TIA-Portal-Programmierung für den Anlagenbau. Eine externe Prüfung ist mit diesem Kurs nicht verbunden. Das im Praxisblock erarbeitete Maschinenmodul kann als konkrete Arbeitsprobe für Bewerbungen im Maschinen- und Anlagenbau dienen.
Nutzen & Perspektiven
Maschinen- und Anlagenbauunternehmen suchen gezielt Fachkräfte, die nicht nur programmieren können, sondern die typischen Bausteine ihrer Branche — Förderstrecken, Handhabungseinheiten, Antriebsintegration — aus dem Effeff kennen. Dieser Kurs vermittelt genau dieses branchenspezifische Praxiswissen, das sich deutlich von einer allgemeinen SPS-Ausbildung unterscheidet. Die Orientierung an einem vollständigen, realistischen Maschinenmodul statt an isolierten Übungsaufgaben bereitet gezielt auf die Situation vor, die im Anlagenbau tatsächlich vorkommt: mehrere Module müssen zusammenspielen, Antriebe zuverlässig anlaufen und die Maschine muss am Ende beim Kunden vor Ort funktionieren — nicht nur im Simulator. Für Berufseinsteiger:innen im Maschinenbauumfeld verkürzt dieser praxisnahe Zuschnitt die Einarbeitungszeit in reale Kundenprojekte erheblich, da die im Kurs bearbeiteten Aufgabenstellungen den tatsächlichen Herausforderungen der Branche sehr nahekommen.
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Offene Stellen
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Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Was unterscheidet diesen Kurs von einer allgemeinen TIA-Portal-Schulung?
Statt abstrakter Programmierübungen behandelt der Kurs die Bausteine, die im Anlagenbau konkret gebraucht werden: Förderstrecken, Handhabungstechnik, Antriebsintegration und Betriebsartenkonzepte, zusammengeführt in einem realistischen Maschinenmodul.
Brauche ich bereits TIA-Portal-Erfahrung?
Erste Erfahrung ist von Vorteil, aber nicht zwingend, da die projektspezifischen Grundlagen zu Kursbeginn eingeordnet werden. Grundlegende SPS-Programmierkenntnisse in Kontaktplan oder Funktionsplan werden jedoch vorausgesetzt.
Wird auch die Inbetriebnahme vor Ort beim Kunden thematisiert?
Ja, ein eigenes Modul widmet sich der praxisnahen Planung der Inbetriebnahme, typischen Störungen im Maschinenbetrieb sowie der Dokumentation für die technische Übergabe an den Kunden.
Ist dieser Kurs ein vollständiger Maschinensicherheitskurs?
Nein, der Kurs berücksichtigt grundlegende sicherheitsrelevante Aspekte bei der Programmierung, etwa Schutztürüberwachung. Eine vertiefte Ausbildung in funktionaler Maschinensicherheit nach ISO 13849 ist Gegenstand eines eigenständigen Spezialkurses.
Welchen Abschluss erhalte ich am Ende?
Sie erhalten ein trägerinternes Zertifikat bzw. eine qualifizierte Teilnahmebescheinigung über die erworbene Kompetenz in der TIA-Portal-Programmierung für den Anlagenbau.