Technik & Ingenieurwesen
automatisierung sps

Automatisierungstechniker/in – Umfassende Qualifizierung

Umfassende berufsbezogene Qualifizierung zum Automatisierungstechniker bzw. zur Automatisierungstechnikerin: mechanische, elektrische, steuerungstechnische und instandhaltungsseitige Kompetenzen für ganze Anlagen.

Auf einen Blick

Dauerje nach AngebotØ am Markt
Formatflexibelflexibel
KostenMeist voll gefördertauf Anfrage / Förderung
Finanzierung über Förderung möglich – mit Bildungsgutschein bis zu 100 % förderbar*
Dieser Kurs bildet für einen offiziellen Engpassberuf aus

Überblick

Automatisierungstechniker:innen sind im Betrieb selten auf ein einzelnes Fachgebiet beschränkt — sie bewegen sich zwischen Mechanik, Elektrik, Steuerungstechnik und Instandhaltung und sind oft die erste Anlaufstelle, wenn an einer Anlage etwas nicht funktioniert. Dieser Kurs ist konsequent auf genau dieses Berufsbild zugeschnitten: Er vermittelt mechanische und elektrotechnische Grundlagen, Mess-, Sensor- und Antriebstechnik, praxistaugliche SPS-Programmierung sowie systematische Störungsdiagnose über Gewerke hinweg. Anders als ein reiner Themenüberblick zielt diese Weiterbildung explizit auf die berufliche Handlungsfähigkeit ab, eine automatisierte Anlage eigenständig zu betreuen — von der vorbeugenden Instandhaltung bis zur Wiederinbetriebnahme nach einer Störung.

AufstiegsfortbildungInhaltsstand 13.08.2026

Abschluss, Zeitmodelle und Marktdaten der Aufstiegsfortbildung

Die folgenden Angaben stammen aus den diesem Kursprofil zugeordneten Bildungsangeboten. Sie zeigen, was wir erfasst haben — nicht zwingend den gesamten Markt; konkrete Preise und Termine können je Anbieter abweichen.

Anbieter

2

zu diesem Kurs erfasst

Angebote

3

diesem Kursprofil zugeordnete Angebote

Kommende Termine

0

Termine werden anbieterabhängig veröffentlicht

Regionen

bundesweit

inklusive Online- und Hybridangeboten, sofern vorhanden

Abschluss

Trägerinternes Zertifikat bzw. qualifizierte Teilnahmebescheinigung

Mögliche Förderwege

Bildungsgutschein

Vermittelte Kompetenzen

  • Mechanische & elektrotechnische Grundlagen
  • Mess- und Sensortechnik
  • Antriebs- und Frequenzumrichter-Parametrierung
  • SPS-Programmierung im Betriebsalltag
  • Gewerkeübergreifende Störungsdiagnose
  • Vorbeugende Instandhaltung
  • Wiederinbetriebnahme nach Störung

Zugeordnete Zielberufe

  • Automatisierungstechniker/in
  • Instandhalter/in
  • Anlagentechniker/in
  • Betriebstechniker/in
  • Servicetechniker/in Automatisierung

Datenbasis: 3 diesem Kurs zugeordnete Angebote sowie die dazu veröffentlichten Termindaten, Stand 19.08.2026. Mehrere Standorte eines Trägers zählen als ein Anbieter.

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Kursinhalte & Lernziele

Berufsbild und mechanisch-elektrische Grundlagen Der Einstieg ordnet zunächst das Tätigkeitsfeld ein, bevor die fachlichen Grundlagen folgen, auf denen die gesamte Weiterbildung aufbaut.

  • Tätigkeitsfeld und Aufgabenspektrum von Automatisierungstechniker:innen im Betrieb
  • Elektrotechnische Grundlagen für den Automatisierungsalltag
  • Mechanische Grundlagen wie Antriebselemente, Kupplungen und Getriebe im Überblick
  • Werkzeug- und Montagegrundlagen für Aufbau und Instandhaltung
  • Lesen mechanischer und elektrischer Anlagenpläne
  • Arbeitssicherheit im Umgang mit automatisierten Anlagen

Mess-, Sensor- und Antriebstechnik Automatisierte Anlagen leben von zuverlässiger Sensorik und Antriebstechnik. Dieses Modul vermittelt die dafür notwendigen Grundlagen mit klarem Praxisbezug zur späteren Instandhaltungstätigkeit.

  • Sensorprinzipien und Auswahlkriterien für unterschiedliche Messaufgaben
  • Analoge Messwerterfassung für Druck, Temperatur, Durchfluss und Füllstand
  • Elektrische Antriebe wie Asynchronmotor, Servoantrieb und Schrittmotor im Vergleich
  • Funktionsprinzip und Grundparametrierung von Frequenzumrichtern
  • Pneumatische und hydraulische Antriebselemente im Zusammenspiel mit der Steuerung
  • Instandhaltungsgerechte Auswahl und Austausch von Komponenten

SPS-Programmierung für den Betriebsalltag Anders als ein reiner Programmierkurs liegt der Fokus hier auf den Programmieraufgaben, die im Instandhaltungs- und Betriebsalltag tatsächlich anfallen — weniger auf Neuentwicklung, mehr auf Verstehen und gezieltem Anpassen.

  • Aufbau und Projektierung einer SPS-Station
  • Programmierung in Kontaktplan und Funktionsplan für typische Betriebsaufgaben
  • Anpassung bestehender Programme im laufenden Anlagenbetrieb
  • Zeit-, Zähl- und Vergleichsfunktionen in praxisnahen Steuerungsaufgaben
  • Auswertung von Diagnosemeldungen direkt aus dem SPS-Programm
  • Kleinere Programmänderungen sicher testen, bevor sie produktiv gesetzt werden

Instandhaltung, Störungsdiagnose und Anlagenverantwortung Das letzte Modul führt alle vorherigen Fachgebiete zusammen und richtet den Blick auf die Verantwortung, die Automatisierungstechniker:innen im Betrieb tatsächlich tragen.

  • Systematische Störungsdiagnose über Gewerke hinweg — Mechanik, Elektrik, Steuerung
  • Vorbeugende Instandhaltung automatisierter Anlagen planen
  • Zusammenspiel mit Elektro-, Mechanik- und IT-Fachkräften im Betrieb
  • Ersatzteil- und Dokumentationsmanagement für Anlagenkomponenten
  • Wiederinbetriebnahme nach Wartung oder Störung strukturiert durchführen
  • Beitrag zur kontinuierlichen Verbesserung von Anlagenverfügbarkeit und Prozessqualität

Praxisblock: Ganzheitliche Betreuung einer automatisierten Beispielanlage Der Praxisblock simuliert den Arbeitsalltag einer Automatisierungstechnikerin bzw. eines Automatisierungstechnikers: eine Anlage muss über mehrere Gewerke hinweg kontrolliert, gewartet, angepasst und im Störfall wieder in Betrieb genommen werden.

  • Analyse einer automatisierten Beispielanlage aus mehreren Gewerken
  • Mechanische Kontrolle und Wartung ausgewählter Antriebselemente
  • Verdrahtungsprüfung und elektrische Funktionskontrolle
  • Parametrierung eines Frequenzumrichters für die Beispielanlage
  • Anpassung eines bestehenden SPS-Programms um eine zusätzliche Betriebsart
  • Einbindung eines zusätzlichen Sensors in die bestehende Steuerungslogik
  • Durchführung einer vorbeugenden Instandhaltungsrunde nach Checkliste
  • Systematische Diagnose einer bereichsübergreifenden Störung zwischen Mechanik, Elektrik und SPS
  • Behebung der Störung und geordnete Wiederinbetriebnahme der Anlage
  • Dokumentation der durchgeführten Maßnahmen im Wartungsprotokoll
  • Übergabe der Anlage mit vollständigem Zustandsbericht
  • Reflexion der eigenen Rolle als zentrale Ansprechperson für die Anlage

Der Praxisblock ist bewusst so angelegt, dass eine einzelne Störung selten nur ein Gewerk betrifft — eine hakende Mechanik kann elektrisch wie ein Sensorfehler aussehen, ein Programmfehler kann sich wie ein mechanisches Problem äußern. Genau dieses gewerkeübergreifende Denken zu schulen ist der eigentliche Kern der Weiterbildung. Der Kurs schließt mit einer Zusammenfassung, wie sich das erworbene breite Kompetenzprofil im Betriebsalltag konkret einsetzen lässt — von der täglichen Anlagenkontrolle über geplante Wartungsrunden bis zur akuten Störungsbehebung unter Zeitdruck.

Lernziele:

Die Teilnehmenden erwerben ein breites, berufsbezogenes Kompetenzprofil, mit dem sie automatisierte Anlagen eigenständig über mehrere Gewerke hinweg betreuen können.

  • Tätigkeitsfeld und Aufgabenspektrum von Automatisierungstechniker:innen im Betrieb einordnen
  • Elektrotechnische und mechanische Grundlagen für den Automatisierungsalltag anwenden
  • Mess- und Sensorprinzipien für typische Prozessgrößen wie Druck, Temperatur und Füllstand einsetzen
  • Elektrische Antriebe und Frequenzumrichter grundlegend parametrieren
  • Pneumatische und hydraulische Antriebselemente im Zusammenspiel mit der Steuerung einordnen
  • Eine SPS-Station aufbauen, projektieren und für den Betriebsalltag programmieren
  • Bestehende SPS-Programme im laufenden Anlagenbetrieb sicher anpassen
  • Störungen systematisch über Mechanik, Elektrik und Steuerung hinweg eingrenzen
  • Vorbeugende Instandhaltungsmaßnahmen für automatisierte Anlagen planen
  • Mit Elektro-, Mechanik- und IT-Fachkräften im Betrieb zielgerichtet zusammenarbeiten
  • Eine Anlage nach Wartung oder Störung strukturiert wieder in Betrieb nehmen
  • Zustand, Maßnahmen und Übergabe einer Anlage nachvollziehbar dokumentieren

Zielgruppe & Voraussetzungen

Der Kurs richtet sich an Personen, die eine umfassende, berufsbezogene Qualifizierung für das Tätigkeitsfeld der Automatisierungstechnik anstreben und dabei bewusst mehrere Fachgebiete gleichzeitig abdecken möchten, statt sich auf ein Einzelthema zu beschränken.

  • Berufs- und Quereinsteiger:innen, die eine vollständige Neuorientierung in die Automatisierungstechnik anstreben
  • Produktionsmitarbeitende, die ihre bisher punktuellen Kenntnisse zu einem anerkannten Gesamtprofil ausbauen möchten
  • Instandhalter:innen, die künftig gewerkeübergreifend statt nur elektrisch oder mechanisch tätig sein möchten
  • Berufsrückkehrer:innen mit technischem Hintergrund, die sich breit aufstellen wollen
  • Mitarbeitende kleinerer Betriebe, in denen eine Person mehrere technische Rollen gleichzeitig ausfüllt
Voraussetzungen:

Ein grundlegendes technisches Interesse sowie die Bereitschaft, sich in mehrere Fachgebiete gleichzeitig einzuarbeiten, werden vorausgesetzt. Spezifische Vorkenntnisse in Elektrotechnik, Mechanik oder SPS-Programmierung sind nicht zwingend erforderlich, da der Kurs alle Themenfelder von Grund auf behandelt. Eine abgeschlossene gewerblich-technische Ausbildung ist von Vorteil und erleichtert insbesondere den Einstieg in die mechanischen und elektrotechnischen Module, wird jedoch nicht vorausgesetzt.

Ablauf & Abschluss

Die Weiterbildung ist in Stationen organisiert, die den unterschiedlichen Fachgebieten entsprechen — mechanische Werkbank, elektrotechnischer Übungsschrank, Antriebs- und Sensortechnik sowie SPS-Programmierplätze. Der Praxisblock am Ende führt diese Stationen an einer gemeinsamen Beispielanlage zusammen und verlangt gezielt gewerkeübergreifendes Arbeiten, wie es im späteren Berufsalltag typisch ist. Gruppenübungen zur gemeinsamen Störungsdiagnose fördern zusätzlich den Austausch unterschiedlicher fachlicher Blickwinkel auf dasselbe Problem.

Weil hier mehrere Fachgebiete zu einer vollständigen berufsbezogenen Qualifizierung zusammengeführt werden, erstreckt sich der Kurs über einen deutlich längeren Zeitraum als ein einzelthematischer SPS-Kurs. Manche Bildungsträger bieten ihn in Vollzeit an, andere berufsbegleitend über mehrere Monate verteilt — Aufbau und Termine im Detail zeigt das jeweils gewählte Angebot.

Nach erfolgreichem Abschluss erhalten die Teilnehmenden ein trägerinternes Zertifikat bzw. eine qualifizierte Teilnahmebescheinigung, die das erworbene breite Kompetenzprofil für die Tätigkeit im Berufsbild der Automatisierungstechnik dokumentiert. Es handelt sich nicht um einen staatlich geregelten Ausbildungsabschluss, sondern um eine trägerinterne Qualifizierung, die die praktische Handlungsfähigkeit für diese Tätigkeit gegenüber Arbeitgebern nachweist.

Nutzen & Perspektiven

Betriebe suchen zunehmend Fachkräfte, die nicht nur ein einzelnes Gewerk beherrschen, sondern eine automatisierte Anlage als Ganzes verstehen und eigenständig betreuen können — gerade in kleineren und mittleren Unternehmen, in denen sich niemand ausschließlich auf Mechanik, Elektrik oder Programmierung spezialisieren kann. Dieser Kurs bildet genau dieses breite, aber praxistaugliche Kompetenzprofil aus. Wer gewerkeübergreifend denken und handeln kann, reduziert zudem Stillstandzeiten spürbar: Statt bei jeder Störung erst die richtige Fachperson finden zu müssen, kann eine Automatisierungstechnikerin oder ein Automatisierungstechniker die erste Diagnose selbst vornehmen und viele Probleme direkt lösen, ohne auf mehrere Spezialist:innen angewiesen zu sein. Für Quereinsteiger:innen bietet dieser Kurs zudem einen realistischen, praxisorientierten Weg in ein Berufsfeld mit breiter Nachfrage, ohne dass ein klassisches technisches Studium oder eine mehrjährige Fachausbildung in jedem einzelnen der abgedeckten Gebiete vorausgesetzt wird.

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Arbeitsmarkt-Report

Konstruktion, CAD und industrielle Fertigung sind durchgehend gefragt — die Transformation Richtung E-Mobilität, Energietechnik und Industrie 4.0 schafft zusätzliche Spezialisten-Rollen. CAD-/Simulation-Software-Kenntnisse sind Türöffner.

Einstieg (0-2 J.):38.000–46.000 €
Mittel (3-7 J.):50.000–65.000 €
Senior (8+ J.):68.000–88.000 €

Offene Stellen

52.000+ bundesweit
Quellen: BA-Engpassanalyse, Statistisches Bundesamt, StepStone Gehaltsreport.

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Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Ist dieser Kurs eine staatlich anerkannte Berufsausbildung?

Nein, es handelt sich um eine trägerinterne Qualifizierung mit Zertifikat bzw. qualifizierter Teilnahmebescheinigung, keinen staatlich geregelten Ausbildungsabschluss. Der Kurs vermittelt die praktische Handlungsfähigkeit für das Tätigkeitsfeld der Automatisierungstechnik.

Worin unterscheidet sich dieser Kurs vom allgemeinen Automatisierungstechnik-Grundlagenkurs?

Dieser Kurs ist als vollständige, berufsbezogene Qualifizierung angelegt und deutlich umfangreicher: Er kombiniert mechanische, elektrotechnische, mess- und antriebstechnische sowie SPS-Inhalte mit einem starken Fokus auf gewerkeübergreifende Instandhaltung und Störungsdiagnose, statt einen kompakten thematischen Überblick zu geben.

Muss ich bereits eine technische Ausbildung haben?

Nein, eine abgeschlossene gewerblich-technische Ausbildung ist von Vorteil, aber keine Voraussetzung. Alle Fachgebiete werden von Grund auf vermittelt.

Wird auch praktisch an einer Anlage gearbeitet?

Ja, der Praxisblock simuliert den gewerkeübergreifenden Arbeitsalltag: Kontrolle, Wartung, Programmanpassung und Störungsdiagnose an einer gemeinsamen Beispielanlage über mehrere Fachgebiete hinweg.

Für wen eignet sich dieser Kurs besonders?

Besonders für Quereinsteiger:innen und Produktionsmitarbeitende, die eine vollständige, breite Qualifizierung für das Berufsbild der Automatisierungstechnik suchen, statt sich auf ein einzelnes Fachthema wie reine SPS-Programmierung zu beschränken.