Speicherprogrammierbare Steuerung (SPS) – Kurs
Grundlagenkurs zur speicherprogrammierbaren Steuerung: Aufbau, Funktionsweise und erste eigene Programme als solides Fundament für den Einstieg in die Automatisierungstechnik.
Auf einen Blick
Überblick
Der Grundlagenkurs Speicherprogrammierbare Steuerung (SPS) vermittelt das technische Fundament, auf dem sämtliche weiterführenden SPS- und Automatisierungsqualifizierungen aufbauen. Die Teilnehmenden lernen von Grund auf, wie eine SPS aufgebaut ist, wie sie Signale von Sensoren verarbeitet und über Aktoren wieder ausgibt, und schreiben erste eigene, einfache Steuerungsprogramme. Im Unterschied zu spezialisierten Aufbaukursen bleibt dieser Kurs bewusst breit und grundlegend: Er führt in die zentralen Begriffe, Bauteile und Programmierprinzipien der SPS-Technik ein, ohne bereits eine bestimmte Anwendung, Plattform oder Branche in den Mittelpunkt zu stellen.
Kursprofil, Marktdaten und verfügbare Lernformen
Die folgenden Angaben stammen aus den diesem Kursprofil zugeordneten Bildungsangeboten. Sie zeigen, was wir erfasst haben — nicht zwingend den gesamten Markt; konkrete Preise und Termine können je Anbieter abweichen.
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zu diesem Kurs erfasst
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diesem Kursprofil zugeordnete Angebote
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Termine werden anbieterabhängig veröffentlicht
bundesweit
inklusive Online- und Hybridangeboten, sofern vorhanden
Abschluss
Trägerinternes Zertifikat / qualifizierte Teilnahmebescheinigung
Mögliche Förderwege
Bildungsgutschein
Vermittelte Kompetenzen
- SPS-Grundlagen
- Kontaktplan (KOP)
- Funktionsbausteinsprache (FUP)
- Ein-/Ausgabetechnik
- Signalverarbeitung
- Grundlegende Inbetriebnahme
Zugeordnete Zielberufe
- SPS-Anwender:in (Einstieg)
- Automatisierungstechniker:in (Grundlagen)
- Elektrofachkraft mit SPS-Bezug
- Anlagenbediener:in mit Steuerungsverständnis
- Instandhaltungshelfer:in Automatisierung
Datenbasis: 4 diesem Kurs zugeordnete Angebote sowie die dazu veröffentlichten Termindaten, Stand 19.08.2026. Mehrere Standorte eines Trägers zählen als ein Anbieter.
Kein Anbieter kann sich bei uns eine Platzierung oder Empfehlung kaufen.
Kursinhalte & Lernziele
Was ist eine SPS? Aufbau und Funktionsweise Bevor programmiert wird, klärt dieser Block die Grundfrage, was eine speicherprogrammierbare Steuerung eigentlich ist und wie sie sich von klassischer Verbindungsprogrammierung unterscheidet.
- Historische Einordnung und heutige Bedeutung der SPS-Technik
- Aufbau einer SPS aus CPU, Ein- und Ausgabebaugruppen
- Digitale und analoge Signale unterscheiden
- Der zyklische Programmablauf einer Steuerung
- Grundbegriffe: Eingang, Ausgang, Merker, Zeitglied, Zähler
- Typische Einsatzfelder von SPS-Technik in verschiedenen Branchen
Von der Verknüpfungslogik zur ersten Steuerung Auf Basis des Grundverständnisses entstehen die ersten eigenen logischen Verknüpfungen, die spätere komplexere Programme erst möglich machen.
- Grundlagen der binären Logik: UND, ODER, NICHT
- Verknüpfungssteuerungen anhand einfacher Alltagsbeispiele nachvollziehen
- Anlage eines Projekts in der Engineering-Software
- Symbolische Adressierung von Ein- und Ausgängen
- Erste Verknüpfungssteuerungen im Kontaktplan (KOP) umsetzen
- Ergebnisse einer Verknüpfungssteuerung testen und interpretieren
Programmiersprachen im Grundlagenüberblick Dieser Block stellt die wichtigsten SPS-Programmiersprachen im Überblick vor und vertieft die beiden für Einsteiger:innen wichtigsten Sprachen praktisch.
- Überblick über Kontaktplan, Funktionsbausteinsprache, Anweisungsliste und strukturierten Text
- Logikbausteine in der Funktionsbausteinsprache (FUP) aufbauen
- Zeitglieder für Verzögerungen und Impulse einsetzen
- Zähler für Stückzahlen und Wiederholungen programmieren
- Merker zur Zwischenspeicherung von Zuständen nutzen
- Vor- und Nachteile der verschiedenen Sprachen für Einsteiger:innen einordnen
Test, Inbetriebnahme und erste Fehlersuche Zum Abschluss der Grundlagen lernen die Teilnehmenden, ein fertig geschriebenes Programm zu testen, in Betrieb zu nehmen und einfache Fehler selbstständig zu finden.
- Programme in der Simulation testen, bevor sie live geschaltet werden
- Schrittweise Inbetriebnahme an einer Beispielanlage
- Signale und Variablen im Online-Betrieb beobachten
- Typische Anfängerfehler wie doppelte Zuweisungen oder falsche Adressierung erkennen
- Systematisches Vorgehen bei der Fehlersuche einüben
- Ein fertiges Programm dokumentieren und nachvollziehbar kommentieren
Praxis: Die erste eigene Steuerung von der Idee zur Inbetriebnahme
- Analyse einer einfachen, klar umrissenen Steuerungsaufgabe
- Anlage eines neuen Projekts in der Engineering-Software
- Zuordnung der benötigten Ein- und Ausgänge zur Aufgabenstellung
- Entwurf der Verknüpfungslogik auf Papier vor der eigentlichen Programmierung
- Umsetzung der Logik im Kontaktplan
- Umsetzung derselben Logik zusätzlich in der Funktionsbausteinsprache
- Einbindung eines Zeitglieds für eine zeitverzögerte Reaktion
- Einbindung eines Zählers für eine einfache Zählaufgabe
- Simulation und Testlauf des fertigen Programms
- Schrittweise Inbetriebnahme an der Beispielanlage
- Gezielte Fehlersuche anhand eines eingebauten Testfehlers
- Dokumentation des fertigen Programms mit kurzer Erläuterung
Der Kurs verzichtet bewusst auf frühe Spezialisierung und konzentriert sich stattdessen auf ein solides, breit anwendbares Grundverständnis der SPS-Technik. Diese Entscheidung zahlt sich später aus: Wer die grundlegenden Prinzipien einmal richtig verstanden hat, kann sie auf unterschiedliche Steuerungsplattformen und Anwendungsfälle übertragen. Am Ende steht kein Spezialwissen zu einer bestimmten Plattform oder Branche, sondern ein tragfähiges Grundverständnis für Aufbau, Signalverarbeitung und Programmierung einer SPS – die gemeinsame Basis, auf der sich jede weiterführende SPS-Qualifizierung aufbauen lässt.
Lernziele:
- Was eine speicherprogrammierbare Steuerung ist und wofür sie eingesetzt wird, erklären
- Den Aufbau einer SPS aus CPU, Ein- und Ausgabebaugruppen und Spannungsversorgung beschreiben
- Digitale und analoge Signale unterscheiden und ihrer Herkunft zuordnen
- Den zyklischen Programmablauf einer Steuerung nachvollziehen
- Grundbegriffe wie Eingang, Ausgang, Merker, Zeitglied und Zähler korrekt anwenden
- Ein Projekt in einer Engineering-Software anlegen und Hardware zuordnen
- Einfache Verknüpfungssteuerungen (UND, ODER, NICHT) logisch aufbauen
- Erste Programme im Kontaktplan (KOP) entwickeln
- Erste Programme in der Funktionsbausteinsprache (FUP) entwickeln
- Zeitglieder und Zähler in einfachen Programmen gezielt einsetzen
- Ein Programm testen und an einer Beispielanlage in Betrieb nehmen
- Typische Anfängerfehler beim Programmieren einer SPS erkennen und vermeiden
Zielgruppe & Voraussetzungen
Der Kurs richtet sich an alle, die noch keine SPS-Erfahrung haben und einen soliden, breit angelegten Einstieg in die Steuerungstechnik suchen, bevor sie sich für eine mögliche Spezialisierung entscheiden.
- Einsteiger:innen in die Automatisierungstechnik ohne bisherige SPS-Erfahrung
- Elektrofachkräfte, die ihr Tätigkeitsfeld erstmals um Steuerungstechnik erweitern möchten
- Techniker:innen und Ingenieur:innen, die ein SPS-Grundverständnis für ihren Fachbereich benötigen
- Quereinsteiger:innen mit technischem Interesse an einer beruflichen Neuorientierung
- Personen, die vor einer Spezialisierung, etwa auf eine bestimmte Plattform, erst die gemeinsamen Grundlagen verstehen möchten
SPS-Vorkenntnisse sind für diesen Grundlagenkurs nicht erforderlich, der Einstieg erfolgt bei null. Ein technisches Grundinteresse erleichtert das Verständnis der Signal- und Verknüpfungslogik. Sichere PC-Kenntnisse werden für die Arbeit mit der Engineering-Software vorausgesetzt. Grundkenntnisse in Mathematik und logischem Denken sind von Vorteil, aber keine zwingende Bedingung.
Ablauf & Abschluss
Jeder neue Begriff und jedes neue Konzept wird zunächst anschaulich erklärt, bevor er unmittelbar an einer kleinen Übungsaufgabe angewendet wird. Der Kurs baut Schritt für Schritt von einfachen Verknüpfungen zu vollständigen kleinen Programmen auf, sodass kein Zwischenschritt übersprungen wird. Praktische Übungen an einer Beispielanlage sorgen dafür, dass abstrakte Steuerungslogik konkret erfahrbar wird. Wiederholende Übungsphasen zu Beginn jedes neuen Themas geben auch Teilnehmenden ohne technische Vorerfahrung ausreichend Zeit zum Ankommen.
Als Grundlagenkurs ist die Handlungsschritt auf mehrere Wochen in Vollzeit angelegt; in Teilzeit verlängert sich der Zeitraum entsprechend. Der Umfang orientiert sich am vollständigen Durchlauf von den SPS-Grundbegriffen bis zur ersten eigenständig in Betrieb genommenen Steuerung. Die vier Themenblöcke bauen aufeinander auf, sodass ausreichend Zeit für Wiederholung und Vertiefung bleibt. Die genaue zeitliche Gliederung wird zu Kursbeginn festgelegt.
Der Kurs schließt mit einer trägerinternen Teilnahmebescheinigung ab, die die erworbenen SPS-Grundkenntnisse dokumentiert. Es handelt sich weder um eine staatliche noch um eine herstellerseitige Prüfung, sondern um einen trägerinternen Nachweis der im Grundlagenkurs erreichten Kompetenzen. Das im Praxisteil erstellte eigene Programm kann zusätzlich als einfache Arbeitsprobe dienen. Für eine Vertiefung auf eine bestimmte Steuerungsplattform oder ein Spezialthema bauen weiterführende Kurse direkt auf diesen Grundlagen auf.
Nutzen & Perspektiven
Speicherprogrammierbare Steuerungen sind die technische Grundlage nahezu jeder modernen Produktionsanlage. Ein solides Grundverständnis dieser Technik ist deshalb branchenübergreifend gefragt, unabhängig davon, ob später mit einer bestimmten Herstellerplattform oder in einem speziellen Anwendungsfeld gearbeitet wird. Der Kurs vermittelt genau dieses breite Fundament, statt vorschnell in Richtung einer einzelnen Plattform oder Anwendung zu spezialisieren. Wer die Grundprinzipien von Signalverarbeitung, Programmablauf und Verknüpfungslogik einmal richtig verstanden hat, findet sich in unterschiedlichen Steuerungsumgebungen deutlich schneller zurecht. Für den weiteren Werdegang bildet der Kurs damit die gemeinsame Ausgangsbasis für praktisch jede Spezialisierung in der Automatisierungstechnik, sei es Richtung einer bestimmten Steuerungsplattform, Richtung Anlagentechnik oder Richtung Visualisierung und Bedienoberflächen.
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Arbeitsmarkt-Report
Konstruktion, CAD und industrielle Fertigung sind durchgehend gefragt — die Transformation Richtung E-Mobilität, Energietechnik und Industrie 4.0 schafft zusätzliche Spezialisten-Rollen. CAD-/Simulation-Software-Kenntnisse sind Türöffner.
Offene Stellen
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Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Was genau lerne ich in diesem Grundlagenkurs?
Sie lernen, wie eine speicherprogrammierbare Steuerung aufgebaut ist, wie sie Signale verarbeitet und wie Sie erste eigene, einfache Steuerungsprogramme schreiben, testen und in Betrieb nehmen. Der Kurs bleibt dabei bewusst plattformunabhängig und legt die gemeinsame Basis für spätere Spezialisierungen.
Ist der Kurs auf eine bestimmte SPS-Plattform ausgerichtet?
Nein, der Kurs vermittelt die grundlegenden, plattformübergreifenden Prinzipien der SPS-Technik. Eine Spezialisierung auf eine konkrete Plattform ist Gegenstand weiterführender Kurse.
Brauche ich Programmiererfahrung, um mitzukommen?
Nein, der Kurs setzt keine Programmiererfahrung voraus und beginnt mit den grundlegenden Begriffen der Verknüpfungslogik, bevor die erste eigene Steuerung entsteht. Auch Personen ohne jede Berührung mit Steuerungstechnik können daher direkt einsteigen.
Welche Programmiersprachen werden im Grundlagenkurs behandelt?
Im Zentrum stehen Kontaktplan und Funktionsbausteinsprache als die für Einsteiger:innen zugänglichsten Sprachen, ergänzt um einen Überblick über Anweisungsliste und strukturierten Text. Eine Vertiefung einzelner Sprachen, etwa des strukturierten Texts, bleibt weiterführenden Kursen vorbehalten.
Wie geht es nach diesem Grundlagenkurs weiter?
Darauf aufbauend lassen sich vertiefende Kurse zu einer bestimmten Steuerungsplattform, zur Anlagentechnik oder zu Spezialthemen wie Visualisierung oder Simulation belegen. Welche Richtung sinnvoll ist, hängt vom angestrebten Tätigkeitsfeld und den eigenen Interessen ab.