Robotik in der Logistik 4.0: ROS & Steuerungstechnik – Kurs
Aufbau-Weiterbildung für technische Fachkräfte: Robotik-Programmierung mit ROS, Industrie-4.0-Steuerungstechnik, cloudgestützte Logistiksysteme und automatisierte Bildverarbeitung für die Maschinenintegration in der Logistik 4.0.
Redaktion: Kursweg Redaktion · Inhalt aktualisiert:
Kostenlos & unverbindlich anfragenAuf einen Blick
Kurzantworten zum Kurs
Einordnung: Berufliche Fachweiterbildung
- Wie lange dauert der Kurs?
- Der Kurs gliedert sich in fünf inhaltlich aufeinander aufbauende Module, die von logistischen Grundlagen bis zur automatisierten Bildverarbeitung reichen. Der zeitliche Umfang verteilt sich entsprechend auf Theorieeinheiten, Simulationsübungen und die praktische Integrationsarbeit am Ende des… Details
- Welcher Abschluss ist vorgesehen?
- Die Weiterbildung schließt mit einem trägerinternen Zertifikat ab, das die erworbenen Kompetenzen in Robotik-Programmierung, Steuerungstechnik, Cloud-Integration und automatisierter Bildverarbeitung dokumentiert. Es handelt sich um eine anbieterseitige Bestätigung der Kursteilnahme und der… Details
- Welche Voraussetzungen gelten?
- Da sich der Kurs an Fortgeschrittene richtet, werden Grundkenntnisse der Steuerungs- oder Automatisierungstechnik sowie ein technisches Verständnis für Maschinen und Anlagen vorausgesetzt. Erste Programmiererfahrung ist hilfreich, aber keine zwingende Voraussetzung, da die ROS-Grundlagen im Kurs… Details
Worum geht es in diesem Kurs?
Robotik und Steuerungstechnik wachsen in der Logistik 4.0 zusehends zusammen: Wo früher getrennte Systeme nebeneinander liefen, übernehmen heute programmierbare Robotersysteme, vernetzte Steuerungen und cloudgestützte Auswertungen gemeinsam die Materialflüsse in Lager und Produktion. Diese Aufbau-Weiterbildung richtet sich an technisch erfahrene Fachkräfte aus Steuerungstechnik, Automatisierung und Logistik, die ihr Wissen gezielt um Robotik-Programmierung mit dem Robot Operating System (ROS), Industrie-4.0-Technologien, cloudbasierte Logistiklösungen und automatisierte Bildverarbeitung erweitern möchten. In fünf aufeinander aufbauenden Modulen verbindet der Kurs logistisches Grundlagenwissen mit der praktischen Programmierung, Simulation und Integration moderner Robotersysteme.
Was lernst du in diesem Kurs?
Die fünf Module des Kurses führen von logistischen Grundlagen über die Robotik-Programmierung bis zur cloudgestützten Auswertung und automatisierten Bilderkennung - in dieser Reihenfolge, weil jedes Modul auf dem vorherigen technischen Verständnis aufbaut. Modul 1 schafft den logistischen Bezugsrahmen, bevor es an die technische Umsetzung mit Robotik und Steuerungstechnik geht.
- Logistische Grundbegriffe und Bedeutung der Logistik in industriellen Wertschöpfungsketten
- Material- und Informationsflüsse sowie Logistikkonzepte im Kontext von Industrie 4.0
- Logistikplanung, Ladungsträgerverwaltung, Tourenplanung und Behältermanagement
- Grundlagen der Logistik-IT, Automatisierung und Datenanalyse
- Digitale Zwillinge und Smart-Logistics-Konzepte als Zukunftstechnologien
- Schutzbestimmungen, Verpackungsgrundlagen und rechtliche Rahmenbedingungen in der Logistik
Modul 2 vermittelt die Programmierung von Robotersystemen mit dem Robot Operating System und schafft damit die technische Basis für die folgenden Module.
- Aufbau und Middleware-Funktionalität von ROS
- Kommunikationsmechanismen zwischen einzelnen Systemkomponenten
- Erstellung und Verwaltung von Nodes, Topics und Services
- Simulation und Visualisierung von Robotik-Applikationen mit Gazebo und Rviz
- Steuerung autonomer Fahrzeuge und Greifsysteme in simulierten Logistikszenarien
- Fehleranalyse und Anpassung von ROS-Programmen anhand von Simulationsergebnissen
Modul 3 vertieft die technischen Grundlagen der Robotik und ordnet sie in die vernetzte Steuerungstechnik der Industrie 4.0 ein.
- Mechanische Strukturen, Freiheitsgrade und Bewegungssteuerung von Robotern
- Einsatz von Sensoren zur Umgebungswahrnehmung und präziser Aktorsteuerung
- Cyber-physische Systeme und Datenintegration in der Smart Factory
- Echtzeitkommunikation, digitale Steuerung und IoT-Anbindung in der Robotik
- Zusammenspiel von Robotersteuerung und übergeordneter Anlagenlogik
- Abgrenzung klassischer Steuerungstechnik von vernetzten Industrie-4.0-Architekturen
Modul 4 überträgt die bisherigen Inhalte in cloudgestützte Logistiksysteme, über die Robotik- und Steuerungsdaten ausgewertet werden.
- Public-, Private- und Hybrid-Cloud-Architekturen im Logistikumfeld
- Integration cloudbasierter Systeme in bestehende IT-Infrastrukturen
- Schutzmechanismen, Compliance und Zugriffsrechte in der Cloud
- Einsatz cloudgestützter Systeme in Bestandsmanagement, Versandtracking und Lieferkettenanalyse
- Skalierbarkeit cloudgestützter Lösungen bei wachsenden Datenmengen
- Anbindung von Robotik- und Sensordaten an cloudseitige Auswertungssysteme
Im Praxisteil des Kurses wird die automatisierte Bildverarbeitung als fünftes Modul mit den zuvor erlernten Robotik- und Cloud-Kenntnissen zu einem durchgängigen Szenario verbunden.
- Aufbau und Kalibrierung von Bildsensoren für die automatisierte Erfassung
- Verarbeitungsschritte, Filtermethoden und Feature-Extraktion in der Bildverarbeitung
- Einsatz von Deep Learning und neuronalen Netzwerken zur Objekterkennung
- 3D-Visualisierung erfasster Bauteile und Ladungsträger
- Qualitätssicherung und Sortierung mithilfe automatisierter Bildverarbeitung
- Prozesssteuerung auf Basis visueller Erkennungsergebnisse
- Programmierung eines ROS-basierten Szenarios für ein Greifsystem mit Kameraanbindung
- Simulation eines Materialflusses mit angebundenem Robotersystem in Gazebo
- Anbindung eines Robotiksystems an eine cloudbasierte Auswertungsebene
- Aufbau eines durchgängigen Szenarios von Sensor über Steuerung bis Cloud-Dashboard
- Fehlersuche und Diagnose an integrierten Robotik- und Steuerungssystemen
- Dokumentation von Testläufen und Ableitung konkreter Optimierungsschritte
Die Reihenfolge der Module folgt bewusst dem tatsächlichen Integrationsweg in der betrieblichen Praxis: von der logistischen Einordnung über die Programmierung einzelner Robotersysteme bis zur vernetzten, cloudgestützten und bildverarbeitungsgestützten Gesamtlösung. Wer alle fünf Module durchläuft, versteht nicht nur einzelne Technologien, sondern deren Zusammenspiel in einer realen Logistik-4.0-Umgebung. Am Ende der Weiterbildung können die Teilnehmenden Robotersysteme mit ROS programmieren, in bestehende Steuerungs- und Cloud-Architekturen integrieren und mit automatisierter Bildverarbeitung kombinieren - eine Kombination, die in klassischen Einzelschulungen zu Robotik oder Cloud-Technologien selten in dieser Breite vermittelt wird.
Lernziele:
- Logistische Grundbegriffe und Funktionen von Logistiksystemen in industriellen Wertschöpfungsketten einordnen
- Material- und Informationsflüsse sowie Steuerungsmodelle im Kontext von Industrie 4.0 analysieren
- Robotersysteme mit dem Robot Operating System (ROS) programmieren und in Betrieb nehmen
- Nodes, Topics und Services innerhalb einer ROS-Architektur aufbauen und verwalten
- Robotik-Simulationen mit Gazebo und Rviz durchführen und für Testzwecke auswerten
- Mechanische Strukturen, Freiheitsgrade und Bewegungssteuerung von Industrierobotern beurteilen
- Sensorik und Aktorik zur Umgebungswahrnehmung und präzisen Bewegungssteuerung auswählen
- Cyber-physische Systeme und Datenintegration in einer vernetzten Smart Factory analysieren
- Cloud-Architekturen aus Public, Private und Hybrid Cloud für logistische Anwendungen vergleichen
- Cloudbasierte Systeme unter Berücksichtigung von Datensicherheit in bestehende IT-Infrastrukturen integrieren
- Kameratechnik und Bildverarbeitungsschritte für automatisierte Qualitätssicherung anwenden
- Autonome Fahrzeuge und Greifsysteme mithilfe robotischer Steuerung in logistische Abläufe integrieren
Für wen ist der Kurs geeignet?
Die Weiterbildung richtet sich an technische Fachkräfte mit Vorerfahrung in Steuerungstechnik, Automatisierung oder Robotik, die ihr Wissen gezielt um Programmierung, Cloud-Integration und Bildverarbeitung für die Logistik 4.0 erweitern möchten.
- Automatisierungstechniker/innen mit Interesse an Robotik-Integration
- SPS- und Steuerungstechnik-Fachkräfte auf dem Weg in die Robotik
- Logistikplaner/innen mit technischem Hintergrund
- Robotik-Ingenieur/innen, die ihr Wissen um Logistikprozesse ergänzen möchten
- Fachkräfte für Maschinenintegration in produzierenden und logistischen Betrieben
Da sich der Kurs an Fortgeschrittene richtet, werden Grundkenntnisse der Steuerungs- oder Automatisierungstechnik sowie ein technisches Verständnis für Maschinen und Anlagen vorausgesetzt. Erste Programmiererfahrung ist hilfreich, aber keine zwingende Voraussetzung, da die ROS-Grundlagen im Kurs selbst vermittelt werden. Sicherer Umgang mit IT-Systemen sowie Interesse an vernetzten, cloudgestützten Lösungen runden das Anforderungsprofil ab.
Wie läuft der Kurs ab und welchen Abschluss gibt es?
Die fünf Module wechseln zwischen theoretischer Einführung und praktischer Arbeit in Simulationsumgebungen wie Gazebo und Rviz, sodass Robotik-Konzepte nicht nur erklärt, sondern direkt getestet werden. Programmierübungen mit ROS und die Anbindung an cloudseitige Auswertungen laufen dabei durchgängig an konkreten Logistikszenarien statt an abstrakten Beispielen. Die automatisierte Bildverarbeitung wird im letzten Modul mit den zuvor erarbeiteten Robotik- und Cloud-Kenntnissen zu einem gemeinsamen Anwendungsfall zusammengeführt.
Der Kurs gliedert sich in fünf inhaltlich aufeinander aufbauende Module, die von logistischen Grundlagen bis zur automatisierten Bildverarbeitung reichen. Der zeitliche Umfang verteilt sich entsprechend auf Theorieeinheiten, Simulationsübungen und die praktische Integrationsarbeit am Ende des Kurses. Durch den modularen Aufbau lässt sich der Lernfortschritt klar den einzelnen Technologiebereichen zuordnen.
Die Weiterbildung schließt mit einem trägerinternen Zertifikat ab, das die erworbenen Kompetenzen in Robotik-Programmierung, Steuerungstechnik, Cloud-Integration und automatisierter Bildverarbeitung dokumentiert. Es handelt sich um eine anbieterseitige Bestätigung der Kursteilnahme und der erarbeiteten Projektergebnisse, nicht um eine staatliche oder herstellerseitige Prüfung. Die im Kurs erworbenen ROS- und Cloud-Kenntnisse lassen sich unabhängig vom Zertifikat direkt in laufenden Automatisierungsprojekten anwenden.
Welche beruflichen Perspektiven bietet der Kurs?
Logistikunternehmen und produzierende Betriebe stehen unter wachsendem Druck, Materialflüsse zu automatisieren und Steuerungsdaten in Echtzeit auszuwerten. Fachkräfte, die Robotik-Programmierung, vernetzte Steuerungstechnik und cloudgestützte Auswertung gemeinsam beherrschen, sind dafür deutlich seltener zu finden als Spezialisten für nur eines dieser Themenfelder. Der besondere Mehrwert dieser Weiterbildung liegt in der Verbindung von vier Technologiebereichen, die in der betrieblichen Praxis zunehmend zusammenwirken: Robotik-Programmierung mit ROS, klassische und vernetzte Steuerungstechnik, cloudbasierte Logistiksysteme und automatisierte Bildverarbeitung. Statt jedes Thema isoliert zu behandeln, führt der Kurs sie in einem durchgängigen Praxisszenario zusammen. Für die berufliche Praxis eröffnet das Perspektiven in der Weiterentwicklung bestehender Automatisierungsprojekte ebenso wie in neuen Aufgabenfeldern an der Schnittstelle von Robotik, IT und Logistik - etwa bei der Planung und Integration robotergestützter Materialflüsse oder beim Aufbau cloudgestützter Überwachungs- und Auswertungssysteme in Lager und Produktion.
Welche Förderung passt zu dir?
Erhalte eine erste Orientierung, welche Förderwege zu deiner Situation passen. Über eine Bewilligung entscheidet die zuständige Stelle. Kostenlos & ohne Anmeldung.
Berufswege prüfen
Zugeordnete Zielberufe
Diese Tätigkeitsbezeichnungen sind dem Kursprofil zugeordnet. Prüfe, ob Inhalt, Abschluss und Zugangsvoraussetzungen zu deinem Berufsziel passen; die Zuordnung bestätigt keine vollständige Berufsqualifikation.
- Automatisierungstechniker/in
- Robotik-Ingenieur/in
- SPS-Fachkraft
- Steuerungstechniker/in
- Logistikplaner/in
Vor der Kurswahl klären
- Welche Kenntnisse und Nachweise verlangen Stellenanzeigen für dein Berufsziel?
- Welche praktischen Aufgaben und Prüfungen sind im Lehrgang vorgesehen?
- Wer stellt den Abschluss aus und welche formalen Voraussetzungen gelten?
Im BERUFENET der Bundesagentur für Arbeit kannst du Aufgaben und Bildungswege recherchieren.
Für Gehälter nutze den Entgeltatlas und prüfe Beruf, Region, Anforderungsniveau und Datenstand. Ein Kursabschluss allein belegt kein bestimmtes Einkommen.
Verwandte Kurse & Alternativen
30 ähnliche Qualifizierungen & Kurse in diesem Themenfeld
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Welche Vorkenntnisse benötige ich für diese Weiterbildung?
Der Kurs richtet sich an Fortgeschrittene mit Grundkenntnissen in Steuerungs- oder Automatisierungstechnik. Programmiererfahrung ist hilfreich, wird aber nicht vorausgesetzt, da die ROS-Grundlagen im Kurs selbst vermittelt werden.
Was ist ROS und warum spielt es in diesem Kurs eine zentrale Rolle?
Das Robot Operating System (ROS) ist ein verbreitetes Framework zur Programmierung von Robotersystemen. Im Kurs lernen Teilnehmende, Nodes, Topics und Services aufzubauen und Robotikanwendungen mit Gazebo und Rviz zu simulieren.
Wie hängen Robotik, Cloud-Technologien und Bildverarbeitung in diesem Kurs zusammen?
Die Module bauen aufeinander auf: Nach der Robotik-Programmierung mit ROS folgen cloudgestützte Logistiksysteme und automatisierte Bildverarbeitung, die im Praxisteil zu einem durchgängigen Szenario von Sensor bis Cloud-Dashboard verbunden werden.
Welchen Abschluss erhalte ich am Ende der Weiterbildung?
Die Weiterbildung schließt mit einem trägerinternen Zertifikat ab, das die erworbenen Kompetenzen in Robotik, Steuerungstechnik, Cloud-Integration und Bildverarbeitung dokumentiert.
Für welche beruflichen Aufgaben qualifiziert mich der Kurs?
Die Weiterbildung bereitet auf Aufgaben an der Schnittstelle von Robotik, Steuerungstechnik und Logistik vor, etwa die Integration robotergestützter Materialflüsse oder den Aufbau cloudgestützter Überwachungssysteme.