SPS Grundlagen – Einstiegskurs ohne Vorkenntnisse
Einstiegskurs ohne Vorkenntnisse: Aufbau und Funktionsweise einer SPS, die klassischen Programmiersprachen Kontaktplan, Funktionsplan und Anweisungsliste sowie erste eigene Steuerungsprogramme.
Auf einen Blick
Überblick
Dieser Kurs richtet sich an alle, die noch nie mit einer speicherprogrammierbaren Steuerung gearbeitet haben und von Grund auf verstehen wollen, wie eine SPS funktioniert und wie man sie programmiert. Im Mittelpunkt stehen der Aufbau einer SPS, ihr grundlegendes Arbeitsprinzip sowie die drei klassischen Programmiersprachen Kontaktplan, Funktionsplan und Anweisungsliste. Anders als vertiefende SPS-Kurse verzichtet diese Einführung bewusst auf fortgeschrittene Themen wie strukturierte Textprogrammierung oder grafische Ablaufsprachen und konzentriert sich stattdessen darauf, ein solides, praxisnahes Fundament zu legen, auf dem weiterführende Kurse aufbauen können.
Kursprofil, Marktdaten und verfügbare Lernformen
Die folgenden Angaben stammen aus den diesem Kursprofil zugeordneten Bildungsangeboten. Sie zeigen, was wir erfasst haben — nicht zwingend den gesamten Markt; konkrete Preise und Termine können je Anbieter abweichen.
3
zu diesem Kurs erfasst
5
diesem Kursprofil zugeordnete Angebote
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Termine werden anbieterabhängig veröffentlicht
bundesweit
inklusive Online- und Hybridangeboten, sofern vorhanden
Abschluss
Trägerinternes Zertifikat bzw. qualifizierte Teilnahmebescheinigung
Mögliche Förderwege
Bildungsgutschein
Vermittelte Kompetenzen
- SPS-Grundaufbau
- Kontaktplan (KOP)
- Funktionsplan (FUP)
- Anweisungsliste (AWL)
- Boolesche Verknüpfungen
- Zeit- und Zählfunktionen
- Einfache Programmtests
Zugeordnete Zielberufe
- SPS-Programmierer/in (Einstieg)
- Elektroniker/in
- Mechatroniker/in
- Produktionsmitarbeiter/in
- Instandhalter/in
Datenbasis: 5 diesem Kurs zugeordnete Angebote sowie die dazu veröffentlichten Termindaten, Stand 19.08.2026. Mehrere Standorte eines Trägers zählen als ein Anbieter.
Kein Anbieter kann sich bei uns eine Platzierung oder Empfehlung kaufen.
Kursinhalte & Lernziele
Was ist eine SPS? Aufbau und Funktionsweise Bevor programmiert wird, muss klar sein, was eine SPS eigentlich ist und warum sie die klassische Relaissteuerung in der Industrie weitgehend abgelöst hat. Dieser Einstieg schafft das notwendige Grundverständnis für alle folgenden Module.
- Geschichtliche Entwicklung von der Relaissteuerung zur speicherprogrammierbaren Steuerung
- Hardwarekomponenten einer SPS: CPU, Spannungsversorgung, Ein- und Ausgangsbaugruppen
- Digitale und analoge Signale im Grundlagenüberblick
- Der SPS-Zyklus: Eingänge einlesen, Programm verarbeiten, Ausgänge setzen
- Das Prozessabbild der Ein- und Ausgänge und seine Bedeutung für die Programmausführung
- Typische Einsatzgebiete einer SPS in Produktion und Gebäudetechnik
Erste Schritte in der Programmierumgebung Nach dem theoretischen Grundverständnis folgt der praktische Einstieg in die Software, mit der SPS-Programme erstellt, getestet und übertragen werden.
- Überblick über die Programmierumgebung und ihre grundlegenden Funktionen
- Anlegen eines ersten einfachen Übungsprojekts
- Adressierung von Eingängen und Ausgängen korrekt vornehmen
- Symbolische Namen für Ein- und Ausgänge vergeben und nutzen
- Übertragen des Programms auf den Simulator bzw. eine Übungssteuerung
- Beobachten von Signalzuständen im laufenden Testbetrieb
Die klassischen Programmiersprachen Kontaktplan, Funktionsplan und Anweisungsliste Dieses Modul bildet den fachlichen Kern des Kurses und vermittelt die drei grundlegenden SPS-Sprachen, mit denen sich die überwiegende Mehrheit einfacher Steuerungsaufgaben lösen lässt.
- Kontaktplan: Kontakte, Spulen und einfache Verknüpfungen lesen und selbst schreiben
- Funktionsplan: logische Verknüpfungsglieder grafisch darstellen und verschalten
- Anweisungsliste: grundlegende textuelle Befehle im Überblick nachvollziehen
- Boolesche Verknüpfungen UND, ODER und NICHT in allen drei Sprachen gleichermaßen umsetzen
- Selbsthaltung und Verriegelung als grundlegendes Steuerungsprinzip anwenden
- Vor- und Nachteile der drei Sprachen anhand einfacher Praxisbeispiele vergleichen
Zeiten, Zähler und einfache Steuerungslogik Reine Verknüpfungslogik reicht für viele Aufgaben nicht aus. Dieses Modul ergänzt die bisherigen Grundlagen um Zeit- und Zählfunktionen, mit denen bereits deutlich realistischere Steuerungsaufgaben lösbar werden.
- Einschalt- und Ausschaltverzögerung als grundlegende Zeitfunktionen
- Impulszeiten und ihre praktischen Anwendungsfälle
- Vorwärts- und Rückwärtszähler in einfachen Steuerungsaufgaben
- Merker zur Zwischenspeicherung von Betriebszuständen gezielt einsetzen
- Einfache Ablauflogik ohne grafische Ablaufsprache Schritt für Schritt abbilden
- Kombination von Zeiten, Zählern und Verknüpfungen in einer zusammenfassenden Übungsaufgabe
Praxisblock: Erste eigene Steuerungsprogramme Der Praxisblock besteht aus einer Reihe in sich abgeschlossener kleiner Programmieraufgaben, die typische Grundmuster industrieller Steuerungen abbilden und Schritt für Schritt mehr Eigenständigkeit fordern.
- Motor-Ein/Aus-Schaltung mit Selbsthaltung selbst programmieren
- Wendeschützschaltung für Rechts- und Linkslauf mit gegenseitiger Verriegelung umsetzen
- Ampelschaltung mithilfe von Zeitgliedern realisieren
- Einfache Förderbandsteuerung mit Start-/Stopp-Taster und Endschalter aufbauen
- Zählung von Werkstücken mit einem Vorwärtszähler programmieren
- Blinklichtschaltung als Einstiegsübung in Zeitfunktionen umsetzen
- Verknüpfung mehrerer Sensorsignale zu einer gemeinsamen Freigabebedingung
- Fehlersuche in einem bewusst fehlerhaft vorbereiteten Übungsprogramm
- Dieselbe Steuerungsaufgabe einmal in Kontaktplan und einmal in Funktionsplan lösen
- Test des eigenen Programms am Simulator oder an der Übungsstation
- Erweiterung eines bestehenden Programms um eine zusätzliche Funktion
- Kurze Vorstellung der eigenen Lösung im Teilnehmerkreis
Jede Übung baut bewusst auf der vorherigen auf, sodass die Teilnehmenden nicht isolierte Einzelbeispiele auswendig lernen, sondern ein wachsendes Repertoire an Grundmustern entwickeln, das sich auf viele weitere Steuerungsaufgaben übertragen lässt. Am Ende des Kurses steht die Fähigkeit, eine einfache bis mittlere Steuerungsaufgabe eigenständig zu analysieren, in Kontaktplan oder Funktionsplan umzusetzen und am Simulator oder an einer Übungsstation zu testen — die Basis für alle weiterführenden SPS-Themen.
Lernziele:
Die Teilnehmenden verstehen nach diesem Kurs, wie eine SPS aufgebaut ist und arbeitet, und können erste eigene Steuerungsprogramme selbstständig entwickeln, testen und anpassen.
- Aufbau und Funktionsweise einer SPS aus CPU, Ein-/Ausgängen und Programmspeicher erklären
- Unterschied zwischen verbindungsprogrammierter Relaissteuerung und speicherprogrammierter Steuerung benennen
- Grundbegriffe wie Programmzyklus, Prozessabbild und Programmbearbeitung verstehen
- Digitale Ein- und Ausgänge korrekt verdrahten und adressieren
- Kontaktplan als grafische Programmiersprache lesen und selbst erstellen
- Funktionsplan als alternative grafische Darstellungsform anwenden
- Grundzüge der Anweisungsliste als textuelle Programmiersprache nachvollziehen
- Boolesche Verknüpfungen wie UND, ODER und NICHT in einfachen Programmen umsetzen
- Zeitglieder und Zähler in typischen Steuerungsaufgaben einsetzen
- Merker zur Zwischenspeicherung von Betriebszuständen sinnvoll nutzen
- Ein einfaches Steuerungsprogramm von der Aufgabenstellung bis zum Test selbstständig entwickeln
- Grundlegende Fehler im eigenen Programm mit einfachen Mitteln erkennen und beheben
Zielgruppe & Voraussetzungen
Der Kurs eignet sich für alle, die noch keine oder nur sehr geringe Erfahrung mit SPS-Technik haben und einen strukturierten, verständlichen Einstieg suchen, ohne von fortgeschrittenen Themen überfordert zu werden.
- Berufs- und Quereinsteiger:innen ohne bisherige SPS-Erfahrung
- Auszubildende in Elektro-, Mechatronik- oder Metallberufen zur fachlichen Ergänzung
- Produktionsmitarbeitende, die erstmals mit SPS-gesteuerten Anlagen arbeiten
- Techniker:innen aus artverwandten Fachgebieten, die SPS-Grundwissen benötigen
- Personen in beruflicher Neuorientierung mit Interesse an Automatisierungstechnik
Vorkenntnisse in der SPS-Programmierung sind für diesen Kurs nicht erforderlich, da alle Grundlagen von Anfang an vermittelt werden. Hilfreich, aber nicht zwingend notwendig, ist ein elementares Verständnis elektrischer Grundbegriffe wie Strom, Spannung und einfacher Schaltungen. Technisches Interesse sowie die Bereitschaft, sich in eine neue Software einzuarbeiten, erleichtern den Einstieg. Eine abgeschlossene gewerblich-technische Ausbildung ist von Vorteil, wird jedoch nicht vorausgesetzt.
Ablauf & Abschluss
Der Kurs ist konsequent kleinschrittig aufgebaut: Auf jede neue Grundlage folgt unmittelbar eine passende Übung, sodass die Teilnehmenden das Gelernte sofort selbst anwenden. Programmierübungen finden überwiegend am Simulator statt, ergänzt um Praxisstationen dort, wo reale Hardware zur Verfügung steht. Der hohe Übungsanteil und die bewusst einfache Progression der Aufgaben sollen auch Teilnehmenden ohne jede Vorerfahrung ein sicheres Lerntempo ermöglichen. Musterprogramme und schrittweise Lösungswege stehen begleitend zur Verfügung.
Als Einstiegskurs bleibt die Weiterbildung bewusst kompakt und auf das Wesentliche konzentriert, statt sich in Nebenthemen zu verlieren. Manche Bildungsträger bündeln die Inhalte in einem geschlossenen Kursblock über wenige Tage, andere verteilen sie in einzelnen Modulen über einen längeren Zeitraum — die passende Variante findet sich im jeweiligen Kursangebot vor Ort.
Nach erfolgreichem Abschluss erhalten die Teilnehmenden ein trägerinternes Zertifikat bzw. eine qualifizierte Teilnahmebescheinigung über die erworbenen SPS-Grundlagenkenntnisse. Eine externe Prüfung ist mit diesem Einstiegskurs nicht verbunden. Das Zertifikat dokumentiert die Basisqualifikation und bildet eine sinnvolle Voraussetzung für weiterführende SPS-Kurse, etwa zu strukturierter Programmierung oder Ablaufsteuerung.
Nutzen & Perspektiven
SPS-Grundkenntnisse gehören in nahezu jeder Branche mit automatisierter Produktion zu den gefragtesten technischen Basisqualifikationen. Wer versteht, wie eine SPS aufgebaut ist und wie sich einfache Steuerungsaufgaben in Kontaktplan oder Funktionsplan lösen lassen, kann diese Kompetenz unmittelbar im Arbeitsalltag einsetzen — sei es beim Verständnis bestehender Anlagenprogramme oder bei kleineren eigenen Programmieranpassungen. Für Quereinsteiger:innen und Berufsrückkehrer:innen bietet dieser Kurs einen realistischen und gut zugänglichen Einstiegspunkt in die Automatisierungstechnik, ohne dass komplexe Programmierkenntnisse oder ein technisches Studium vorausgesetzt werden. Die praxisnahen Übungsaufgaben orientieren sich an tatsächlich in der Industrie vorkommenden Steuerungsmustern wie Motorsteuerungen, Förderbändern oder einfachen Ampel- und Zählschaltungen. Nicht zuletzt schafft dieser Grundlagenkurs die notwendige Basis, um anschließend gezielt in vertiefende Themen wie strukturierte Textprogrammierung, grafische Ablaufsteuerung oder komplexere Bausteinarchitekturen einzusteigen — Themen, die auf den hier vermittelten Grundlagen konsequent aufbauen.
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Arbeitsmarkt-Report
Konstruktion, CAD und industrielle Fertigung sind durchgehend gefragt — die Transformation Richtung E-Mobilität, Energietechnik und Industrie 4.0 schafft zusätzliche Spezialisten-Rollen. CAD-/Simulation-Software-Kenntnisse sind Türöffner.
Offene Stellen
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Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Brauche ich technisches Vorwissen für diesen Kurs?
Nein, der Kurs setzt keine SPS-Vorkenntnisse voraus und beginnt bei den absoluten Grundlagen. Hilfreich ist ein elementares Verständnis elektrischer Grundbegriffe, das aber ebenfalls im Kurs kurz eingeordnet wird.
Welche Programmiersprachen lerne ich in diesem Kurs?
Im Mittelpunkt stehen die drei klassischen SPS-Sprachen Kontaktplan, Funktionsplan und Anweisungsliste. Fortgeschrittene Sprachen wie strukturierter Text oder grafische Ablaufsteuerung sind nicht Bestandteil dieses Grundlagenkurses.
Arbeite ich am Simulator oder an echter Hardware?
Die Programmierübungen finden überwiegend am Simulator statt. Je nach Bildungsträger und Standort können ergänzend Praxisstationen mit realer Hardware zur Verfügung stehen.
Wie geht es nach diesem Kurs weiter?
Der Kurs legt die Basis für weiterführende SPS-Themen wie strukturierte Textprogrammierung, grafische Ablaufsteuerung oder professionelle Bausteinarchitektur, die in vertiefenden Kursen behandelt werden.
Welchen Abschluss erhalte ich am Ende?
Sie erhalten ein trägerinternes Zertifikat bzw. eine qualifizierte Teilnahmebescheinigung über die erworbenen SPS-Grundlagenkenntnisse. Eine externe Prüfung ist damit nicht verbunden.