IFRS für Finanzinstrumente + Qualitätsmanagement – Kurs
IFRS für Finanzinstrumente (u. a. IFRS 9, IFRS 7, IAS 32) im Vergleich zu nationalen GAAPs, ergänzt um die Zusatzqualifikation Qualitätsmanagement im Finanz- und Rechnungswesen.
Auf einen Blick
Überblick
Der Kurs IFRS (International Financial Reporting Standards) für Finanzinstrumente mit Zusatzqualifikation Qualitätsmanagement vertieft die internationale Rechnungslegung dort, wo sie in der Praxis besonders komplex wird: bei der Bilanzierung von Finanzinstrumenten. Im Zentrum stehen die einschlägigen IFRS-Standards für Klassifizierung, Bewertung und Wertminderung von Finanzinstrumenten sowie deren Abgrenzung zu nationalen Rechnungslegungsstandards wie dem HGB. Die Zusatzqualifikation Qualitätsmanagement überträgt dieses Fachwissen anschließend auf die Frage, wie sich Abschluss- und Reportingprozesse selbst qualitätsgesichert und nachvollziehbar gestalten lassen.
Kursprofil, Marktdaten und verfügbare Lernformen
Die folgenden Angaben stammen aus den Angeboten eines einzelnen Anbieters — es ist also kein Anbietervergleich, sondern das erfasste Angebot zu diesem Kurs. Konkrete Preise und Termine nennt der Anbieter im Beratungsgespräch.
Zu diesem Kurs ist bisher ein Anbieter erfasst. Wenn du eine Anfrage stellst, prüfen wir zusätzlich vergleichbare Kurse anderer Anbieter.
1
an 2 Standorten
16
diesem Kursprofil zugeordnete Angebote
0
an 4 erfassten Orten
4 Bundesländer
inklusive Online- und Hybridangeboten, sofern vorhanden
Abschluss
Trägerinternes Zertifikat
Mögliche Förderwege
Bildungsgutschein · Aktivierungs- und Vermittlungsgutschein · Qualifizierungschancengesetz
Lernformen
- Combined Learning100 %
Zeitmodelle
- Vollzeit100 %
Dauer im Markt
- mehr als 3 Monate bis 6 Monate5×
Gemeldete Preisgruppen
- 5.000–10.000 €5×
Häufige Kursorte
- Berlin2×
- Ismaning1×
- Darmstadt1×
- Oldenburg (Oldb)1×
Bundesländer
- Berlin2×
- Bayern1×
- Niedersachsen1×
- Hessen1×
Vermittelte Kompetenzen
- IFRS 9 (Finanzinstrumente)
- IFRS 7 (Anhangangaben)
- IAS 32 (Eigen-/Fremdkapitalabgrenzung)
- Expected-Credit-Loss-Modell
- IFRS-HGB-Vergleich
- Qualitätsmanagement im Rechnungswesen
Zugeordnete Zielberufe
- Assistent/Assistentin / Fachkraft für Rechnungswesen10.439 Stellen/12 Mon.
- Geprüfter Bilanzbuchhalter/Geprüfte Bilanzbuchhalterin - Bachelor Professional in Bilanzbuchhaltung6.172 Stellen/12 Mon.
- Fachassistent/Fachassistentin Rechnungswesen und Controlling4.568 Stellen/12 Mon.
Datenbasis: 16 diesem Kurs zugeordnete Angebote sowie die dazu veröffentlichten Termindaten, Stand 19.08.2026. Mehrere Standorte eines Trägers zählen als ein Anbieter.
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Kursinhalte & Lernziele
Der erste Block vermittelt die Grundsystematik der IFRS-Rechnungslegung, bevor der Kurs sich der komplexeren Bilanzierung von Finanzinstrumenten zuwendet.
- Aufbau und Zielsetzung der International Financial Reporting Standards
- Grundprinzipien der IFRS-Rechnungslegung im Vergleich zu nationalen Standards
- Bedeutung der IFRS für international tätige Unternehmen
- Einordnung der wichtigsten IFRS-Standards mit Bezug zu Finanzinstrumenten
Der zweite Block bildet den fachlichen Schwerpunkt des Kurses: die Bilanzierung von Finanzinstrumenten nach IFRS 9, IFRS 7 und IAS 32.
- Klassifizierung von Finanzinstrumenten nach IFRS 9
- Bewertungskategorien: fortgeführte Anschaffungskosten, FVOCI und FVTPL
- das Wertminderungsmodell für erwartete Kreditverluste (Expected Credit Loss)
- Anhangangaben zu Finanzinstrumenten nach IFRS 7
- Abgrenzung von Eigen- und Fremdkapitalinstrumenten nach IAS 32
- Grundzüge des Hedge Accounting
Der dritte Block stellt IFRS und nationale GAAPs einander gegenüber, da viele Unternehmen zwischen beiden Rechnungslegungswelten navigieren müssen.
- systematischer Vergleich von IFRS und HGB bei Finanzinstrumenten
- Unterschiede in Ansatz, Bewertung und Ausweis zwischen beiden Systemen
- typische Herausforderungen bei der Umstellung von HGB auf IFRS
- Auswirkungen unterschiedlicher Bewertungslogiken auf den Jahresabschluss
- Konsequenzen der Bewertungsunterschiede für Kennzahlen und Bilanzanalyse
- Kommunikation von Bewertungsunterschieden gegenüber Geschäftsführung und Wirtschaftsprüfung
Der vierte Block bildet die Zusatzqualifikation Qualitätsmanagement und überträgt allgemeine Qualitätssicherungsprinzipien konkret auf Abschluss- und Reportingprozesse im Finanz- und Rechnungswesen.
- Qualitätssicherung von Abschluss- und Bewertungsprozessen
- Aufbau interner Kontrollen für IFRS-relevante Buchungsvorgänge
- Dokumentation von Bewertungsentscheidungen für die Nachvollziehbarkeit im Audit
- kontinuierliche Verbesserung wiederkehrender Abschlussprozesse
Im Praxisteil werden die IFRS-Vorgaben an konkreten Beispielsachverhalten zu Finanzinstrumenten angewendet, damit theoretisches Regelwerk und praktische Bilanzierung eng verzahnt bleiben.
- Klassifizierung mehrerer Beispiel-Finanzinstrumente nach IFRS 9
- Berechnung einer Wertminderung nach dem Expected-Credit-Loss-Modell
- Erstellung von Anhangangaben zu einem Finanzinstrument nach IFRS 7
- Abgrenzung eines hybriden Finanzinstruments nach IAS 32
- Vergleich der Bilanzierung eines Finanzinstruments nach IFRS und nach HGB
- Nachvollziehen eines vereinfachten Hedge-Accounting-Falls
- Dokumentation einer Bewertungsentscheidung für die Revision
- Aufbau einer internen Kontrolle für einen wiederkehrenden Bewertungsprozess
- Identifikation von Qualitätsrisiken in einem Beispiel-Abschlussprozess
- Erarbeitung von Verbesserungsschritte für einen fehleranfälligen Prozessschritt
- Präsentation eines IFRS-Bewertungsfalls samt Begründung vor der Gruppe
- Abschlussfall: vollständige Bilanzierung eines Finanzinstruments von der Klassifizierung bis zur Anhangangabe
Der Kurs verbindet damit fachlich anspruchsvolle IFRS-Bilanzierung mit der Frage, wie sich die zugehörigen Prozesse dauerhaft qualitätsgesichert betreiben lassen.
Lernziele:
Nach erfolgreichem Abschluss dieses Kurses beherrschen die Teilnehmenden folgende Kompetenzen.
- die grundlegende Systematik der IFRS-Rechnungslegung einordnen
- Finanzinstrumente nach IFRS 9 klassifizieren und bewerten
- die Bewertungskategorien fortgeführte Anschaffungskosten, FVOCI und FVTPL unterscheiden
- das Wertminderungsmodell für erwartete Kreditverluste (Expected Credit Loss) anwenden
- Anhangangaben zu Finanzinstrumenten nach IFRS 7 einordnen
- die Abgrenzung von Eigen- und Fremdkapitalinstrumenten nach IAS 32 vornehmen
- Grundzüge des Hedge Accounting nachvollziehen
- IFRS-Bilanzierung von Finanzinstrumenten mit nationalen GAAPs (HGB) vergleichen
- typische Umstellungsschritte von HGB auf IFRS einordnen
- Qualitätssicherungsprinzipien auf Abschluss- und Reportingprozesse übertragen
- interne Kontrollen im Finanz- und Rechnungswesen dokumentieren
- einen IFRS-Sachverhalt zu Finanzinstrumenten strukturiert aufbereiten und begründen
Zielgruppe & Voraussetzungen
Der Kurs richtet sich an Personen, die eine Tätigkeit in den Bereichen Finanzwesen, Qualitätsmanagement, Einkauf oder Unternehmensführung anstreben oder ihre Fachkenntnisse in diesen Bereichen erweitern möchten.
- Bilanzbuchhalterinnen und Bilanzbuchhalter mit Interesse an internationaler Rechnungslegung
- Mitarbeitende im Rechnungswesen, die IFRS-Kenntnisse für Finanzinstrumente vertiefen möchten
- Fachkräfte aus dem Qualitätsmanagement mit Bezug zu Finanz- und Abschlussprozessen
- Personen aus Einkauf oder Unternehmensführung, die IFRS-Bilanzierung von Finanzinstrumenten verstehen möchten
- Berufserfahrene, die ihre Kenntnisse in Finanzbuchhaltung um internationale Standards erweitern wollen
Vorausgesetzt werden eine abgeschlossene Ausbildung beziehungsweise ein Studium oder ersatzweise mindestens dreijährige einschlägige Berufserfahrung sowie Deutschkenntnisse auf Niveau B2. Zudem werden Grundkenntnisse in Finanzbuchhaltung, Jahresabschluss und Bilanzanalyse sowie kaufmännische Grundlagen vorausgesetzt, da der Kurs direkt auf komplexere Bilanzierungsfragen zu Finanzinstrumenten eingeht.
Ablauf & Abschluss
Der Kurs vermittelt die IFRS-Standards zu Finanzinstrumenten zunächst systematisch und wendet sie anschließend auf konkrete Beispielsachverhalte an, bevor er sie den entsprechenden HGB-Regelungen gegenüberstellt. Die Zusatzqualifikation Qualitätsmanagement schließt sich als eigener Themenblock an und überträgt die zuvor erarbeiteten fachlichen Inhalte auf die Qualitätssicherung der zugehörigen Prozesse, sodass fachliche Tiefe und prozessuale Absicherung im Kursverlauf zusammenwachsen statt getrennt behandelt zu werden.
Der Kurs gliedert sich in einen umfangreicheren Kernbereich zur IFRS-Bilanzierung von Finanzinstrumenten samt Vergleich zu nationalen GAAPs sowie eine ergänzende Zusatzqualifikation Qualitätsmanagement. Der zeitliche Gesamtrahmen ergibt sich aus dieser Kombination von vertiefter Fachausbildung und prozessorientierter Zusatzqualifikation.
Der Kurs schließt mit einem trägerinternen Zertifikat beziehungsweise einer Teilnahmebescheinigung zu IFRS für Finanzinstrumente mit Zusatzqualifikation Qualitätsmanagement ab. Es handelt sich nicht um ein staatlich anerkanntes Examen, sondern um einen Nachweis der erworbenen Kenntnisse in internationaler Rechnungslegung und Prozessqualität.
Nutzen & Perspektiven
Die Bilanzierung von Finanzinstrumenten zählt zu den komplexesten Feldern der IFRS-Rechnungslegung – wer sich hier sicher bewegt, hebt sich deutlich von Fachkräften ab, die nur mit den Grundzügen der internationalen Rechnungslegung vertraut sind. Das gilt besonders für Unternehmen mit umfangreichen Finanzanlagen, Krediten oder derivativen Instrumenten in der Bilanz. Der direkte Vergleich mit nationalen GAAPs verschafft zudem einen praktischen Vorteil in Unternehmen, die zwischen HGB- und IFRS-Abschlüssen navigieren müssen, etwa im Rahmen einer Konzernkonsolidierung oder bei internationalen Investoren. Absolvierende können Bewertungsunterschiede nicht nur erkennen, sondern auch fundiert erklären. Die Zusatzqualifikation Qualitätsmanagement rundet dieses Profil ab, indem sie fachliches IFRS-Wissen mit der Fähigkeit verbindet, Abschluss- und Bewertungsprozesse so zu dokumentieren und abzusichern, dass sie auch einer externen Prüfung standhalten – eine Kombination, die in Finanzabteilungen mit hohen Compliance-Anforderungen zunehmend gefragt ist. Auch für den Austausch mit Wirtschaftsprüfung und Geschäftsführung zahlt sich dieses Doppelprofil aus: Wer Bewertungsunterschiede zwischen IFRS und HGB nicht nur kennt, sondern auch nachvollziehbar begründen und dokumentieren kann, verkürzt Abstimmungsschleifen im Prüfungsprozess und erhöht die Verlässlichkeit des eigenen Abschlusses gegenüber internen und externen Adressaten gleichermaßen.
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Arbeitsmarkt-Report
Kaufmännische Sachbearbeitung verlagert sich Richtung digitale Prozesse (DATEV-, SAP-, Salesforce-Kenntnisse). Wer klassische Buchhaltung mit ERP/Tool-Wissen kombiniert, ist überdurchschnittlich gefragt; Reine Routine-Sachbearbeitung verliert.
Zielberufe & offene Stellen
Berufe, in denen Absolvent:innen dieses Kurses typischerweise arbeiten — mit bundesweit offenen Stellen der letzten 12 Monate.
- Assistent/Assistentin / Fachkraft für Rechnungswesen10.439 Stellen
- Geprüfter Bilanzbuchhalter/Geprüfte Bilanzbuchhalterin - Bachelor Professional in Bilanzbuchhaltung6.172 Stellen
- Fachassistent/Fachassistentin Rechnungswesen und Controlling4.568 Stellen
Verwandte Kurse & Alternativen
30 ähnliche Qualifizierungen & Kurse in diesem Themenfeld
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Welche IFRS-Standards stehen im Mittelpunkt?
Im Zentrum stehen IFRS 9 für Klassifizierung und Bewertung von Finanzinstrumenten, IFRS 7 für die zugehörigen Anhangangaben sowie IAS 32 für die Abgrenzung von Eigen- und Fremdkapitalinstrumenten.
Wird auch der Unterschied zum HGB behandelt?
Ja, ein eigener Themenblock stellt die IFRS-Bilanzierung von Finanzinstrumenten den entsprechenden Regelungen nach HGB gegenüber und behandelt typische Herausforderungen bei der Umstellung.
Was umfasst die Zusatzqualifikation Qualitätsmanagement?
Sie überträgt Qualitätssicherungsprinzipien konkret auf Abschluss- und Bewertungsprozesse im Rechnungswesen, etwa den Aufbau interner Kontrollen und die auditfeste Dokumentation von Bewertungsentscheidungen.
Welche Vorkenntnisse benötige ich?
Vorausgesetzt werden eine abgeschlossene Ausbildung oder ein Studium beziehungsweise mindestens dreijährige Berufserfahrung sowie Grundkenntnisse in Finanzbuchhaltung, Jahresabschluss und Bilanzanalyse.
Welchen Abschluss erhalte ich?
Sie erhalten ein trägerinternes Zertifikat beziehungsweise eine Teilnahmebescheinigung zu IFRS für Finanzinstrumente mit Zusatzqualifikation Qualitätsmanagement. Es handelt sich nicht um ein staatlich anerkanntes Examen.