Pädagogik & Soziales
coaching persoenlichkeit

Psychosoziale Beratung: Sucht, Konflikt, Mediation – Kurs

Weiterbildung für psychosoziale Beratung mit den drei Schwerpunkten Suchtberatung, Konfliktmanagement und Mediation.

Auf einen Blick

DauerIndividuell nach LernvØ am Markt
FormatPräsenzflexibel
KostenMeist voll gefördertauf Anfrage / Förderung
Finanzierung über Förderung möglich – mit Bildungsgutschein bis zu 100 % förderbar*
Dieser Kurs bildet für einen offiziellen Engpassberuf aus

Überblick

Die Weiterbildung „Psychosoziale Beratung - Sucht und Konfliktmanagement und Mediation" verbindet drei eng verwandte Beratungsfelder zu einem gemeinsamen Qualifizierungsprogramm: die Arbeit mit suchtbetroffenen Menschen, die professionelle Steuerung von Konflikten und die Vermittlerrolle in der Mediation. Wer im psychosozialen Bereich, in der Suchthilfe, in Beratungsstellen oder im Konfliktmanagement von Organisationen arbeiten oder einsteigen möchte, erhält hier fundiertes Handwerkszeug für Gespräche mit hoher emotionaler Belastung. Die Weiterbildung eignet sich sowohl für Berufserfahrene aus Pädagogik und Sozialarbeit, die sich gezielt in Richtung Sucht- und Konfliktberatung spezialisieren wollen, als auch für Quereinsteigende mit einschlägiger Berufserfahrung.

Coaching & AktivierungInhaltsstand 05.07.2026

Durchführung, Förderung und verfügbare Coaching-Angebote

Die folgenden Angaben stammen aus den Angeboten eines einzelnen Anbieters — es ist also kein Anbietervergleich, sondern das erfasste Angebot zu diesem Kurs. Konkrete Preise und Termine nennt der Anbieter im Beratungsgespräch.

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Anbieter

1

an 3 Standorten

Angebote

40

diesem Kursprofil zugeordnete Angebote

Kommende Termine

0

an 5 erfassten Orten

Regionen

5 Bundesländer

inklusive Online- und Hybridangeboten, sofern vorhanden

Abschluss

Weiterbildungszeugnis (trägerintern, IU Akademie)

Mögliche Förderwege

Bildungsgutschein · Aktivierungs- und Vermittlungsgutschein · Qualifizierungschancengesetz

Lernformen

  • Blended Learning100 %

Zeitmodelle

  • Vollzeit100 %

Dauer im Markt

  • mehr als 3 Monate bis 6 Monate

Gemeldete Preisgruppen

  • über 10.000 €

Häufige Kursorte

  • Hamburg
  • Löhne
  • Reutlingen
  • Hohen Neuendorf
  • Braunschweig

Bundesländer

  • Baden-Württemberg
  • Niedersachsen
  • Hamburg
  • Brandenburg
  • Nordrhein-Westfalen

Vermittelte Kompetenzen

  • Systemische Beratung
  • Suchtberatung
  • Mediation
  • Konfliktmanagement
  • Motivierende Gesprächsführung
  • Deeskalation
  • Coaching

Zugeordnete Zielberufe

  • Fachpsychotherapeut/Fachpsychotherapeutin für Erwachsene2.186 Stellen/12 Mon.
  • Psychosoziale/r Berater/in303 Stellen/12 Mon.
  • Mediator/in19 Stellen/12 Mon.
  • Suchtberater/in16 Stellen/12 Mon.

Datenbasis: 40 diesem Kurs zugeordnete Angebote sowie die dazu veröffentlichten Termindaten, Stand 19.08.2026. Mehrere Standorte eines Trägers zählen als ein Anbieter.

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Kursinhalte & Lernziele

Der erste inhaltliche Schwerpunkt widmet sich der Suchtberatung als eigenständigem Fachgebiet. Suchterkrankungen werden nicht isoliert, sondern im Zusammenspiel aus biografischen, sozialen und gesundheitlichen Faktoren betrachtet, damit Beratende ein differenziertes Bild ihrer Klientinnen und Klienten entwickeln.

  • Entstehung und Verlauf von Abhängigkeitserkrankungen aus psychosozialer Perspektive
  • Unterscheidung zwischen stoffgebundenen und stoffungebundenen Süchten
  • Motivierende Gesprächsführung als zentrales Handwerkszeug der Suchtberatung
  • Umgang mit Rückfällen, Ambivalenz und geringer Veränderungsbereitschaft
  • Zusammenarbeit mit Angehörigen und dem sozialen Umfeld Betroffener
  • Einordnung von Suchtberatung in bestehende Hilfesysteme und Anlaufstellen

Im zweiten Block rückt das Konfliktmanagement in den Mittelpunkt. Konflikte werden als normaler, aber steuerbarer Bestandteil sozialer Beziehungen verstanden, dessen Dynamik sich mit geeigneten Methoden entschärfen lässt.

  • Konfliktarten und typische Eskalationsstufen nach anerkannten Konfliktmodellen
  • Analyse von Interessen, Positionen und Bedürfnissen der Konfliktparteien
  • Deeskalationstechniken für angespannte Gesprächssituationen
  • Kommunikationsmuster, die Konflikte verschärfen oder entschärfen
  • Rolle der beratenden Person zwischen Neutralität und aktiver Steuerung
  • Übertragung von Konfliktmanagement-Methoden auf familiäre, berufliche und institutionelle Kontexte

Der dritte Block behandelt Mediation als strukturiertes Verfahren zur einvernehmlichen Konfliktlösung. Anders als in der klassischen Beratung übernimmt die mediierende Person keine inhaltliche Bewertung, sondern moderiert einen Prozess, den die Konfliktparteien selbst mit Lösungen füllen.

  • Grundprinzipien der Mediation: Freiwilligkeit, Ergebnisoffenheit, Allparteilichkeit
  • Die klassischen Phasen eines Mediationsverfahrens von der Auftragsklärung bis zur Vereinbarung
  • Trennung von Sachebene und Beziehungsebene in Konfliktgesprächen
  • Anwendungsfelder der Mediation in Familie, Nachbarschaft, Schule und Betrieb
  • Abgrenzung der Mediatorenrolle von Beratung, Therapie und Schlichtung
  • Grenzen der Mediation, etwa bei starkem Machtgefälle oder akuter Gefährdung

Ergänzend dazu vertieft ein praxisorientierter Block die Anwendung der drei Fachbereiche im beruflichen Alltag anhand konkreter Fallarbeit.

  • Fallbesprechungen aus der Suchtberatung mit unterschiedlichen Ausgangslagen
  • Rollenspiele zu Konfliktgesprächen zwischen zwei oder mehreren Parteien
  • Simulierte Mediationssitzungen mit wechselnden Rollen als Mediator:in und Konfliktpartei
  • Erarbeitung eigener Gesprächsleitfäden für Erstkontakte in der Beratung
  • Analyse schwieriger Gesprächsverläufe und gemeinsame Entwicklung von Alternativen
  • Einordnung ethischer Fragestellungen, etwa Schweigepflicht und Grenzen der Vertraulichkeit
  • Umgang mit eigenen emotionalen Reaktionen in belastenden Beratungssituationen
  • Aufbau eines strukturierten Beratungssitzungs von der Kontaktaufnahme bis zum Abschluss
  • Vernetzung mit angrenzenden Fachdiensten wie Suchthilfe, Jugendhilfe oder Betriebssozialarbeit
  • Rückschau der eigenen Beratungshaltung im Spannungsfeld zwischen Nähe und professioneller Distanz
  • Dokumentation von Beratungs- und Mediationsprozessen nach nachvollziehbaren Standards
  • Transfer der erlernten Methoden auf das eigene berufliche Umfeld

Damit verbindet die Weiterbildung drei Fachrichtungen, die im beruflichen Alltag oft ineinandergreifen: Wer in der Suchtberatung arbeitet, trifft regelmäßig auf Konflikte im Umfeld der Betroffenen; wer Konflikte moderiert, benötigt häufig auch mediative Kompetenzen. Die Teilnehmenden lernen, situativ zwischen den drei Herangehensweisen zu wechseln, statt sie isoliert voneinander anzuwenden. Am Ende der Weiterbildung stehen Teilnehmende, die psychosoziale Beratungssitzungen in unterschiedlichen Eskalationsstufen souverän führen können — von der ersten Kontaktaufnahme über die Klärung von Konflikten bis zur strukturierten Mediation.

Lernziele:

  • Grundprinzipien der psychosozialen Beratung verstehen und auf unterschiedliche Zielgruppen übertragen können
  • Suchterkrankungen in ihren psychischen, sozialen und körperlichen Dimensionen einordnen können
  • Gesprächstechniken für die Arbeit mit suchtbetroffenen und suchtgefährdeten Menschen sicher anwenden
  • Motivierende Gesprächsführung als Ansatz zur Veränderungsbereitschaft nutzen
  • Typische Eskalationsdynamiken in zwischenmenschlichen und institutionellen Konflikten erkennen
  • Methoden des Konfliktmanagements auf konkrete Fallkonstellationen anwenden
  • Grundhaltung und Rollenverständnis der Mediation von klassischer Beratung abgrenzen können
  • Phasenmodell der Mediation in eigenen Beratungssettings strukturiert einsetzen
  • Systemische Sichtweisen auf Familien-, Team- und Betriebssituationen entwickeln
  • Grenzen der eigenen Beratungsrolle erkennen und Weiterverweisungen fachgerecht vornehmen
  • Rückschausfähigkeit im Umgang mit belastenden Beratungssituationen stärken
  • Dokumentations- und Prozessstandards für Beratungs- und Mediationsverläufe kennenlernen

Zielgruppe & Voraussetzungen

Die Weiterbildung richtet sich an Personen, die ihre beruflichen Chancen im psychosozialen Bereich durch gezieltes Wissen und praktische Fertigkeiten in Pädagogik oder Psychologie erweitern möchten. Angesprochen sind sowohl Berufserfahrene aus Sozialarbeit, Pädagogik und Beratung als auch Quereinsteigende mit passender beruflicher Vorerfahrung, die sich in Richtung Sucht-, Konflikt- und Mediationsberatung orientieren wollen.

  • Fachkräfte aus Sozialarbeit und Sozialpädagogik mit Interesse an Spezialisierung
  • Mitarbeitende in Suchtberatungsstellen und vergleichbaren Einrichtungen
  • Personen mit Interesse an einer Tätigkeit als Mediator:in
  • Berufstätige, die in ihrem Arbeitsumfeld regelmäßig mit Konfliktsituationen konfrontiert sind
  • Quereinsteigende mit mindestens zweijähriger Berufsausbildung oder dreijähriger Berufserfahrung
Voraussetzungen:

Für die Teilnahme wird mindestens eine zweijährige Berufsausbildung oder eine dreijährige einschlägige Berufserfahrung vorausgesetzt. Da die Weiterbildung auch digitale Lernanteile enthält, sind ein geübter Umgang mit Laptop, iPad oder PC sowie mit dem Internet erforderlich. Grundkenntnisse in MS Office werden ebenfalls vorausgesetzt, da Arbeitsaufträge und Materialien digital bearbeitet werden. Fachliche Vorerfahrung im psychosozialen Bereich ist hilfreich, aber keine zwingende Bedingung.

Ablauf & Abschluss

Die Weiterbildung kombiniert Präsenz- und E-Learning-Anteile, sodass Theorievermittlung und praktische Übung ineinandergreifen. In den digitalen Lerneinheiten werden fachliche Grundlagen zu Sucht, Konflikt und Mediation erarbeitet, während Präsenz- und Übungsphasen Raum für Rollenspiele, Fallbesprechungen und simulierte Beratungssitzungen bieten. Diese Kombination erlaubt es, komplexe Gesprächssituationen mehrfach zu üben und Feedback aus unterschiedlichen Perspektiven einzuholen, bevor die Methoden im eigenen beruflichen Alltag angewendet werden.

Der Umfang der Weiterbildung richtet sich nach den individuellen Lernvoraussetzungen der Teilnehmenden und wird in überschaubaren, thematisch abgegrenzten Modulen zu Sucht, Konfliktmanagement und Mediation vermittelt. E-Learning-Anteile erlauben ein zeitlich flexibles eigenständiges Lernen, während Übungseinheiten feste Termine für gemeinsame Fallarbeit vorsehen.

Die Weiterbildung schließt mit einem Weiterbildungszeugnis der IU Akademie ab, das die erworbenen Kompetenzen in Suchtberatung, Konfliktmanagement und Mediation dokumentiert. Zusätzlich werden im Rahmen der digitalen Lernanteile E-Learning-Fähigkeiten nachgewiesen. Es handelt sich um eine trägerinterne Qualifizierung ohne staatlich geregelten Abschluss wie etwa eine zertifizierte Mediationsausbildung nach dem Mediationsgesetz.

Nutzen & Perspektiven

Wer beruflich mit Menschen in schwierigen Lebenslagen arbeitet, benötigt mehr als reines Fachwissen: Gespräche über Sucht, Krisen und Konflikte erfordern Methodenkompetenz und ein stabiles eigenes Rollenverständnis. Diese Weiterbildung liefert genau dieses Handwerkszeug, indem sie drei Beratungsfelder verbindet, die im Alltag selten isoliert auftreten. Für Fachkräfte aus Sozialarbeit und Pädagogik eröffnet die Spezialisierung neue berufliche Perspektiven, etwa in Suchtberatungsstellen, in der betrieblichen Sozialarbeit oder als Mediator:in bei innerbetrieblichen und familiären Konflikten. Die praxisnahen Übungsformate schaffen dabei einen direkten Bezug zwischen erlernter Theorie und den tatsächlichen Anforderungen des Beratungsalltags. Langfristig profitieren Teilnehmende von einer erweiterten Gesprächskompetenz, die weit über die drei behandelten Fachbereiche hinausreicht: Wer lernt, zwischen Beratung, Konfliktmoderation und Mediation zu unterscheiden und situativ die passende Methode zu wählen, gewinnt an Sicherheit in nahezu jeder beruflichen Gesprächssituation mit emotional belasteten oder konflikthaften Anteilen.

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Arbeitsmarkt-Report

Pflege- und Gesundheits-Fachkräfte sind seit 2018 durchgehend als Engpassberuf gelistet. Demografische Entwicklung treibt die Nachfrage; höhere Tarife in Pflege und Reform der Pflegeausbildung verbessern Einstiegsbedingungen 2025/26 weiter.

Einstieg (0-2 J.):32.000–38.000 €
Mittel (3-7 J.):40.000–52.000 €
Senior (8+ J.):54.000–68.000 €

Zielberufe & offene Stellen

Berufe, in denen Absolvent:innen dieses Kurses typischerweise arbeiten — mit bundesweit offenen Stellen der letzten 12 Monate.

  • Fachpsychotherapeut/Fachpsychotherapeutin für Erwachsene
    2.186 Stellen
  • Psychosoziale/r Berater/in
    303 Stellen
  • Mediator/in
    19 Stellen
  • Suchtberater/in
    16 Stellen

Unverbindliche Anfrage

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Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Welche drei Fachbereiche werden in dieser Weiterbildung kombiniert?

Die Weiterbildung verbindet Suchtberatung, Konfliktmanagement und Mediation zu einem gemeinsamen Qualifizierungsprogramm. Alle drei Bereiche greifen im beruflichen Alltag psychosozialer Fachkräfte häufig ineinander.

Ist die Weiterbildung auch für Quereinsteigende geeignet?

Ja, vorausgesetzt wird mindestens eine zweijährige Berufsausbildung oder dreijährige einschlägige Berufserfahrung. Ein spezifischer Abschluss im psychosozialen Bereich ist nicht zwingend erforderlich.

Was unterscheidet Mediation von klassischer Beratung in diesem Kurs?

In der Mediation übernimmt die vermittelnde Person keine inhaltliche Bewertung, sondern moderiert einen Prozess, in dem die Konfliktparteien selbst zu einer Lösung finden. Dieser Rollenwechsel wird im Kurs gezielt geübt.

Welcher Abschluss erwartet mich am Ende?

Die Weiterbildung schließt mit einem Weiterbildungszeugnis der IU Akademie ab, das die erworbenen Kompetenzen in Suchtberatung, Konfliktmanagement und Mediation sowie E-Learning-Fähigkeiten dokumentiert.

In welcher Form findet die Weiterbildung statt?

Die Weiterbildung kombiniert digitale Lerneinheiten mit Präsenz- und Übungsphasen, in denen Rollenspiele, Fallbesprechungen und simulierte Beratungsgespräche im Mittelpunkt stehen.