Fernlehrgang Tierheilpraktiker
Fernlehrgang Tierheilpraktiker: veterinärmedizinische Grundlagen, Naturheilkunde (Homöopathie, Pflanzenheilkunde, Bach-Blüten), Erste Hilfe sowie rechtliche und organisatorische Grundlagen für die eigene Praxis.
Auf einen Blick
Überblick
Der Fernlehrgang Tierheilpraktiker vermittelt ein breites Fundament aus veterinärmedizinischem Grundlagenwissen, klassischer Naturheilkunde und praktischer Notfallversorgung für Hund, Katze und Pferd. Teilnehmende lernen, Tiere fachkundig zu untersuchen, naturheilkundliche Verfahren wie Homöopathie, Pflanzenheilkunde und Bach-Blütentherapie einzuordnen und anzuwenden sowie die rechtlichen und organisatorischen Rahmenbedingungen einer eigenen Praxis zu verstehen. Der Lehrgang wird im Fernunterricht mit schriftlichem Studienmaterial absolviert und richtet sich an alle, die naturheilkundliche Tierbehandlung zu ihrem Beruf machen möchten.
Sprachniveau, Kursformate und verfügbare Angebote
Die folgenden Angaben stammen aus den diesem Kursprofil zugeordneten Bildungsangeboten. Sie zeigen, was wir erfasst haben — nicht zwingend den gesamten Markt; konkrete Preise und Termine können je Anbieter abweichen.
2
an 3 Standorten
30
diesem Kursprofil zugeordnete Angebote
0
an 1 erfassten Orten
1 Bundesländer
inklusive Online- und Hybridangeboten, sofern vorhanden
Abschluss
Trägerinternes Abschlusszeugnis, auf Wunsch englischsprachiges Certificate
Mögliche Förderwege
Bildungsgutschein · Aktivierungs- und Vermittlungsgutschein · Qualifizierungschancengesetz
Lernformen
- Fernunterricht2×
Zeitmodelle
- Vollzeit2×
Dauer im Markt
- mehr als 6 Monate bis 1 Jahr2×
Gemeldete Preisgruppen
- 1.000–5.000 €2×
Vermittelte Kompetenzen
- Homöopathie
- Injektionstechniken
- Anatomie (Hund, Katze, Pferd)
- Erste-Hilfe-Maßnahmen
- Pflanzenheilkunde
- Bach-Blütentherapie
- Tierhaltungsberatung
- Praxisführung
Zugeordnete Zielberufe
- Tiermedizin (grundständig)1.470 Stellen/12 Mon.
- Tierphysiotherapeut/in9 Stellen/12 Mon.
- Tierphysiotherapeut/Tierphysiotherapeutin9 Stellen/12 Mon.
- Tierheilpraktiker/in5 Stellen/12 Mon.
- Tierheilpraktiker/Tierheilpraktikerin5 Stellen/12 Mon.
Datenbasis: 30 diesem Kurs zugeordnete Angebote sowie die dazu veröffentlichten Termindaten, Stand 19.08.2026. Mehrere Standorte eines Trägers zählen als ein Anbieter.
Kein Anbieter kann sich bei uns eine Platzierung oder Empfehlung kaufen.
Kursinhalte & Lernziele
Der erste Themenblock legt das veterinärmedizinische Fundament, auf dem alle weiteren Inhalte aufbauen.
- Grundlagen der Veterinärmedizin sowie Anatomie, Physiologie und Pathologie von Hund, Katze und Pferd
- Überblick über schulmedizinische Therapiemethoden
- Erscheinungsformen, Verhütung und Bekämpfung übertragbarer Krankheiten
- Methoden der Anamnese bei Tierpatienten
- Techniken der allgemeinen und körperlichen Tieruntersuchung
- Diagnosemethoden und fachgerechte Injektionstechniken
Der zweite Themenblock widmet sich der Naturheilkunde als zweitem tragenden Pfeiler der Ausbildung.
- Grundlagen und Wirkungsweise der Naturheilkunde
- Möglichkeiten und Grenzen naturheilkundlicher Verfahren
- Grundlagen der Homöopathie bei Tieren
- Grundlagen der Pflanzenheilkunde bei Tieren
- Grundlagen der Bach-Blütentherapie
- Überblick über weitere Naturheilverfahren
Der dritte Themenblock verbindet Notfallversorgung mit der Beratung von Tierhalter:innen im Praxisalltag.
- Erste-Hilfe-Handlungsschritte bei akuten Notfällen
- Überprüfung der Vitalfunktionen und Versorgung des Notfallpatienten
- Notfallausrüstung und -medikamente im Überblick
- Verhaltenskunde und artgerechte Haltung von Hund, Katze und Pferd
- Aufbau eines strukturierten Vorgesprächs mit Tierhalter:innen
- Umgang mit dem Tierpatienten und dem Tierbesitzer im Praxisalltag
Der vierte Themenblock vermittelt die rechtlichen und organisatorischen Grundlagen für die Tätigkeit als Tierheilpraktiker:in.
- Hygienevorschriften sowie Arzneimittelgesetz und Futtermittelverordnung
- Tierseuchengesetz, Infektionsschutzgesetz, Tierschutzgesetz und Tollwutgesetz
- Abfallbeseitigung und Tierkörperbeseitigung
- Einordnung des Heilpraktikergesetzes für die eigene Tätigkeit
- Grundwissen zu Gewerbeanmeldung, Versicherungen und Berufsordnung
- Materialien, Gebührenverzeichnis, Werbung sowie Finanzamt und Steuern
Über die vier Themenblöcke hinweg bearbeiten Teilnehmende anwendungsbezogene Aufgaben, die veterinärmedizinisches, naturheilkundliches und rechtliches Wissen miteinander verknüpfen.
- Auswertung von Fallbeispielen zu häufigen Erkrankungen bei Hund, Katze und Pferd
- Einordnung eines Anamnesegesprächs anhand eines Beispielfalls
- Auswahl geeigneter naturheilkundlicher Verfahren für unterschiedliche Beispielsymptome
- Einschätzung von Vitalfunktionen anhand beschriebener Notfallszenarien
- Erarbeitung eines Erste-Hilfe-Ablaufs für einen typischen Notfall
- Aufbau eines Vorgesprächs mit Tierhalter:innen anhand eines Beispiels
- Einordnung eines Verhaltensproblems im Rahmen der Tierhaltungsberatung
- Bearbeitung von Einsendeaufgaben zu veterinärmedizinischen und naturheilkundlichen Themen
- Anwendung der Gesetzeskunde auf ein praxisnahes Beispiel aus dem Praxisalltag
- Erarbeitung eines Konzepts für die Gewerbeanmeldung einer eigenen Praxis
- Kalkulation eines beispielhaften Gebührenverzeichnisses
- Zusammenführung veterinärmedizinischer, naturheilkundlicher und rechtlicher Aspekte in einem Fallbeispiel
Die vier Themenblöcke sind so angeordnet, dass medizinisches Grundlagenwissen und Naturheilkunde zunächst getrennt aufgebaut werden, bevor Notfallversorgung und Beratung sie im Praxisalltag zusammenführen; die rechtlichen und organisatorischen Grundlagen bilden den Abschluss, damit das erworbene Fachwissen auch in eine eigene Tätigkeit münden kann. Am Ende des Fernlehrgangs verfügen Teilnehmende über ein fundiertes veterinärmedizinisches und naturheilkundliches Grundwissen, können Tiere strukturiert untersuchen und beraten und kennen die rechtlichen sowie organisatorischen Voraussetzungen für den Aufbau einer eigenen Tätigkeit als Tierheilpraktiker:in.
Lernziele:
- Grundlagen der Veterinärmedizin sowie Anatomie und Physiologie von Hund, Katze und Pferd verstehen
- Krankheitsbilder erkennen und pathologische Veränderungen einordnen
- Schulmedizinische Therapieansätze im Überblick nachvollziehen
- Übertragbare Krankheiten erkennen sowie deren Verhütung und Bekämpfung einordnen
- Eine strukturierte Anamnese bei Tierpatienten durchführen
- Techniken der allgemeinen und körperlichen Untersuchung anwenden
- Injektionstechniken fachgerecht einsetzen
- Naturheilkundliche Verfahren wie Homöopathie, Pflanzenheilkunde und Bach-Blütentherapie einordnen und anwenden
- Erste-Hilfe-Handlungsschritte bei Notfallpatienten sicher durchführen
- Vitalfunktionen von Tieren überprüfen und richtig einschätzen
- Tierhalter:innen fundiert zu Haltung und Verhalten von Hund, Katze und Pferd beraten
- Rechtliche und organisatorische Grundlagen einer Tierheilpraktiker-Praxis anwenden
Zielgruppe & Voraussetzungen
Der Fernlehrgang richtet sich an tierliebe Menschen, die sich beruflich in der naturheilkundlichen Betreuung von Tieren selbstständig machen oder eine bestehende Tätigkeit im Tierbereich um naturheilkundliches Wissen erweitern möchten.
- Personen mit dem Ziel einer selbstständigen Tätigkeit als Tierheilpraktiker:in
- Tierpfleger:innen, die ihr Wissen um Naturheilkunde erweitern möchten
- Personen mit Interesse an Tierphysiotherapie und ergänzender Naturheilkunde
- Quereinsteiger:innen mit ausgeprägter Tiererfahrung und Einfühlungsvermögen
- Tierhalter:innen, die naturheilkundliches Fachwissen vertiefen möchten
Empfohlen werden mindestens ein mittlerer Schulabschluss, Erfahrung im Umgang mit Tieren und ausgeprägtes Einfühlungsvermögen sowie die Bereitschaft zur regelmäßigen fachlichen Fortbildung. Für die Teilnahme an der Abschlussprüfung ist ein Mindestalter von 21 Jahren erforderlich. Ein bestimmter Schulabschluss ist keine zwingende Zulassungsvoraussetzung für den Lehrgang selbst, sondern eine Empfehlung für einen erfolgreichen Lernverlauf.
Ablauf & Abschluss
Der Lehrgang wird im Fernunterricht mit schriftlichem Studienmaterial absolviert, das in Studienheften aufbereitet ist und schrittweise von veterinärmedizinischen Grundlagen über Naturheilkunde bis zu Notfallversorgung und Praxisführung führt. Einsendeaufgaben zu den einzelnen Lehrgangsabschnitten ermöglichen eine individuelle Rückmeldung zum Lernfortschritt. Die zeitliche Einteilung erfolgt weitgehend selbstständig, was das Lernen neben Beruf oder Familie ermöglicht.
Der Fernlehrgang wird überwiegend in Teilzeit, teils auch in Vollzeit absolviert und ist auf ein selbstbestimmtes Lerntempo ausgelegt. Der Gesamtumfang verteilt sich auf mehrere Studienhefte von den veterinärmedizinischen Grundlagen bis zur Praxisführung. Der genaue zeitliche Rahmen variiert je nach individuellem Lerntempo und Anbieter.
Der erfolgreiche Abschluss wird mit einem trägerinternen Abschlusszeugnis bestätigt, auf Wunsch auch als englischsprachiges internationales Certificate. Es handelt sich um eine anbieterseitige Bescheinigung, da die Tätigkeit als Tierheilpraktiker:in in Deutschland kein staatlich geregelter, geschützter Beruf mit Kammerprüfung ist. Für die Teilnahme an der Abschlussprüfung ist ein Mindestalter von 21 Jahren vorgesehen.
Nutzen & Perspektiven
Der Wert dieses Lehrgangs liegt in seiner Breite: Statt sich auf ein einzelnes Naturheilverfahren zu beschränken, vermittelt er sowohl veterinärmedizinisches Grundlagenwissen als auch mehrere naturheilkundliche Richtungen von Homöopathie über Pflanzenheilkunde bis zur Bach-Blütentherapie - und ergänzt dies um Notfallversorgung und die rechtlichen Grundlagen einer eigenen Praxis. Wer als Tierheilpraktiker:in tätig werden möchte, braucht neben fachlichem Wissen auch unternehmerisches Rüstzeug: Gewerbeanmeldung, Versicherungen, Gebührenverzeichnis und einschlägige Gesetzeskunde von Tierschutz- bis Heilpraktikergesetz gehören ebenso zum Lehrgang wie die medizinischen und naturheilkundlichen Inhalte. Damit entsteht kein rein theoretisches Fachwissen, sondern eine Grundlage für den tatsächlichen Aufbau einer eigenen Praxis. Für den weiteren beruflichen Weg eröffnet der Abschluss Perspektiven als selbstständige:r Tierheilpraktiker:in, als Ergänzung zu einer Tätigkeit in der Tierpflege oder Tierphysiotherapie oder als fundierte Grundlage für alle, die beruflich mit Tieren arbeiten und ihr Verständnis für naturheilkundliche Zusammenhänge vertiefen möchten. Da der Fernunterricht flexibel neben Beruf oder Familie absolviert werden kann, ist der Einstieg auch für Berufstätige realistisch.
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Arbeitsmarkt-Report
Pflege- und Gesundheits-Fachkräfte sind seit 2018 durchgehend als Engpassberuf gelistet. Demografische Entwicklung treibt die Nachfrage; höhere Tarife in Pflege und Reform der Pflegeausbildung verbessern Einstiegsbedingungen 2025/26 weiter.
Zielberufe & offene Stellen
Berufe, in denen Absolvent:innen dieses Kurses typischerweise arbeiten — mit bundesweit offenen Stellen der letzten 12 Monate.
- Tiermedizin (grundständig)1.470 Stellen
- Tierphysiotherapeut/in9 Stellen
- Tierphysiotherapeut/Tierphysiotherapeutin9 Stellen
- Tierheilpraktiker/in5 Stellen
- Tierheilpraktiker/Tierheilpraktikerin5 Stellen
Verwandte Kurse & Alternativen
30 ähnliche Qualifizierungen & Kurse in diesem Themenfeld
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Ist Tierheilpraktiker ein staatlich anerkannter Beruf?
Nein, die Tätigkeit als Tierheilpraktiker:in ist in Deutschland kein staatlich geregelter, geschützter Beruf mit Kammerprüfung. Der Lehrgang schließt mit einem trägerinternen Abschlusszeugnis ab, das die erworbenen Kenntnisse bestätigt.
Wie ist der Fernlehrgang organisiert?
Der Lehrgang wird im Fernunterricht mit schriftlichem Studienmaterial in Studienheften absolviert. Einsendeaufgaben ermöglichen Rückmeldung zum Lernfortschritt, die zeitliche Einteilung erfolgt weitgehend selbstständig.
Welche naturheilkundlichen Verfahren werden vermittelt?
Behandelt werden unter anderem die Grundlagen der Homöopathie, der Pflanzenheilkunde und der Bach-Blütentherapie sowie ein Überblick über weitere Naturheilverfahren, jeweils mit Bezug zu Hund, Katze und Pferd.
Muss ich bereits beruflich mit Tieren arbeiten, um teilzunehmen?
Nein, der Lehrgang richtet sich auch an Quereinsteiger:innen. Empfohlen werden Erfahrung im Umgang mit Tieren und ausgeprägtes Einfühlungsvermögen, ein bestimmter beruflicher Hintergrund ist aber keine Voraussetzung.
Welchen Abschluss erhalte ich?
Nach erfolgreichem Abschluss erhalten Teilnehmende ein trägerinternes Abschlusszeugnis, auf Wunsch auch als englischsprachiges internationales Certificate. Für die Abschlussprüfung gilt ein Mindestalter von 21 Jahren.