Neurodynamik-Fortbildung für Physiotherapie
Fortbildung zur Neurodynamik für Physiotherapeut/innen und Ergotherapeut/innen: Anatomie, klinische Bildinterpretation und Slider-/Tensionertechniken zur Mobilisation des neuromeningealen Systems.
Auf einen Blick
Überblick
Diese Fortbildung vermittelt fundiertes Wissen zur Anatomie und Funktionalität des neuromeningealen Systems und zeigt, wie sich neurodynamische Testungen in der physiotherapeutischen Praxis gezielt einsetzen lassen. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie Engstellen entlang des Nervensystems befundet und mit Slider- und Tensionertechniken behandelt werden können, unter Einbeziehung des musculoskelettalen Systems in Befundung und Therapie.
Kursprofil, Marktdaten und verfügbare Lernformen
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1
an 2 Standorten
1
diesem Kursprofil zugeordnete Angebote
4
an 2 erfassten Orten
3 Bundesländer
inklusive Online- und Hybridangeboten, sofern vorhanden
Abschluss
Trägerinterne Teilnahmebescheinigung
Mögliche Förderwege
Bildungsgutschein · Aktivierungs- und Vermittlungsgutschein · Qualifizierungschancengesetz
Lernformen
- Präsenzunterricht4×
Zeitmodelle
- Vollzeit4×
Dauer im Markt
- bis 3 Tage2×
Gemeldete Preisgruppen
- bis 500 €4×
Häufige Kursorte
- Bad Elster2×
- Bad Füssing2×
Bundesländer
- Bayern1×
- Sachsen1×
Nächste erfasste Starttermine
- 14.11.2026 · 08645 Bad ElsterPräsenzunterricht · Vollzeit
- 14.11.2026 · Bad ElsterPräsenzunterricht · Vollzeit
- 12.12.2026 · Bad FüssingPräsenzunterricht · Vollzeit
- 12.12.2026 · 94072 Bad FüssingPräsenzunterricht · Vollzeit
Vermittelte Kompetenzen
- Neurodynamische Testungen
- Slidertechniken
- Tensionertechniken
- Mobilisation neuromeningeales System
- Befundung
- Manuelle Therapie
Zugeordnete Zielberufe
- Ergotherapeut/Ergotherapeutin (Ausbildung)15.739 Stellen/12 Mon.
- Fachpsychotherapeut/Fachpsychotherapeutin für Erwachsene2.186 Stellen/12 Mon.
- Logotherapeut/Logotherapeutin112 Stellen/12 Mon.
Datenbasis: 18 diesem Kurs zugeordnete Angebote sowie die dazu veröffentlichten Termindaten, Stand 19.08.2026. Mehrere Standorte eines Trägers zählen als ein Anbieter.
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Kursinhalte & Lernziele
Modul 1 – Anatomie und Funktionsweise des neuromeningealen Systems Der Einstieg schafft das anatomische Fundament, auf dem die gesamte Fortbildung aufbaut.
- Aufbau des peripheren und zentralen Nervensystems im Überblick
- Bindegewebsstrukturen entlang neuraler Leitungsbahnen
- Physiologisches Gleiten und Dehnverhalten von Nervengewebe
- Zusammenspiel von Nervensystem und umgebendem Gewebe
- Mechanosensitivität neuraler Strukturen
- Anatomische Engstellen als typische Prädilektionsorte
Modul 2 – Klinische Bilder erkennen und interpretieren Aufbauend auf der Anatomie vermittelt dieser Block, wie sich neurodynamische Beeinträchtigungen klinisch äußern.
- Typische Symptommuster neurodynamischer Störungen
- Abgrenzung neurodynamischer von rein muskulären Beschwerdebildern
- Zusammenhang zwischen Haltung, Bewegung und Symptomauslösung
- Einordnung akuter und chronischer Erscheinungsbilder
- Red Flags und Grenzen der physiotherapeutischen Behandlung
- Dokumentation klinischer Befunde für die Verlaufskontrolle
Modul 3 – Neurodynamische Testverfahren Der dritte Block vermittelt die praktische Durchführung anerkannter neurodynamischer Testungen.
- Testaufbau und korrekte Ausgangsstellung
- Standardisierte Durchführung neurodynamischer Testsequenzen
- Interpretation von Bewegungsausmaß und Symptomreaktion
- Seitenvergleich als diagnostisches Prinzip
- Sensibilisierungs- und Differenzierungstechniken im Test
- Dokumentation und Wiederholbarkeit der Testergebnisse
Modul 4 – Slider- und Tensionertechniken zur Mobilisation Der letzte inhaltliche Block überträgt Diagnostik in konkrete Behandlungstechniken.
- Grundprinzip der Slidertechnik zur schonenden Mobilisation
- Grundprinzip der Tensionertechnik zur gezielten Belastung
- Auswahlkriterien zwischen Slider- und Tensionertechnik
- Dosierung von Intensität, Wiederholungen und Belastung
- Kombination beider Techniken im Behandlungsverlauf
- Anpassung der Technik an das individuelle Beschwerdebild
- Beobachtung von Symptomreaktionen während der Technikanwendung
- Anpassung von Tempo und Amplitude an die Reizschwelle der Patientin oder des Patienten
Praxisteil – Therapie von Engstellen im neuromeningealen System
- Befundung einer Engstelle entlang des Nervus medianus
- Befundung einer Engstelle entlang des Nervus ulnaris
- Befundung einer Engstelle entlang des Nervus ischiadicus
- Durchführung einer neurodynamischen Testsequenz an einem Übungspartner
- Anwendung einer Slidertechnik am Beispiel einer oberen Extremität
- Anwendung einer Tensionertechnik am Beispiel einer unteren Extremität
- Einbeziehung muskulärer Strukturen in die Behandlung einer Engstelle
- Anpassung einer Behandlungstechnik an ein akutes Beschwerdebild
- Anpassung einer Behandlungstechnik an ein chronisches Beschwerdebild
- Verlaufskontrolle einer Behandlung anhand wiederholter Testung
- Integration neurodynamischer Techniken in einen bestehenden Behandlungsplan
- Rückschau der eigenen Befundungs- und Behandlungsstrategie
Die vier Module führen konsequent von der Anatomie über die klinische Interpretation und die diagnostischen Testverfahren bis zu den eigentlichen Behandlungstechniken. Dieser Aufbau stellt sicher, dass Slider- und Tensionertechniken nicht isoliert erlernt, sondern auf einer soliden anatomischen und diagnostischen Grundlage angewendet werden. Der Praxisteil überträgt die Inhalte auf konkrete Engstellen entlang unterschiedlicher neuraler Leitungsbahnen, sodass Teilnehmende die Methodik an mehreren, klinisch relevanten Beispielen einüben.
Lernziele:
- Anatomie des neuromeningealen Systems detailliert beschreiben
- Funktionsweise des Nervengleitens im gesunden System nachvollziehen
- Klinische Erscheinungsbilder neurodynamischer Störungen erkennen
- Zusammenhang zwischen mechanischer Beeinträchtigung und Symptomatik einordnen
- Neurodynamische Testungen strukturiert durchführen
- Befunde neurodynamischer Tests korrekt interpretieren
- Slidertechniken zur schonenden Mobilisation des Nervensystems anwenden
- Tensionertechniken gezielt und dosiert einsetzen
- Engstellen entlang neuraler Strukturen identifizieren
- Das musculoskelettale System in die neurodynamische Befundung einbeziehen
- Therapieansätze für Engstellen in die tägliche Praxis integrieren
- Klinische Bilder interpretieren und angemessen auf sie reagieren
Zielgruppe & Voraussetzungen
Die Fortbildung richtet sich an Physiotherapeut/innen, Krankengymnast/innen, Sport- und Gesundheitswissenschaftler/innen, Masseur/innen und medizinische Bademeister/innen sowie Ergotherapeut/innen. Auch Schüler/innen ab dem zweiten Ausbildungsjahr können teilnehmen.
- Physiotherapeut/innen mit Interesse an neurodynamischer Diagnostik und Therapie
- Physiotherapeut/innen mit Schwerpunkt Manuelle Therapie
- Ergotherapeut/innen, die neurodynamische Techniken ergänzend einsetzen möchten
- Auszubildende ab dem zweiten Ausbildungsjahr in therapeutischen Berufen
Vorausgesetzt werden Grundkenntnisse in Anatomie und Physiologie, wie sie in der Ausbildung zu Physiotherapie, Ergotherapie oder verwandten Berufen vermittelt werden. Spezifische Vorerfahrung mit neurodynamischen Techniken ist nicht erforderlich, da diese im Kursverlauf systematisch aufgebaut wird. Praktische Übungen am Übungspartner sind fester Bestandteil der Fortbildung, die Bereitschaft zu aktiver Mitarbeit in Partnerübungen wird daher vorausgesetzt.
Ablauf & Abschluss
Die Fortbildung findet als Präsenzunterricht in Vollzeit statt und verbindet theoretische Einheiten zu Anatomie und Klinik unmittelbar mit praktischen Übungssequenzen am Übungspartner. Die Kursleitung liegt bei Physiotherapeut/innen mit Zusatzqualifikation in Manueller Therapie und sportphysiotherapeutischer Erfahrung, sodass die vermittelten Techniken durchgehend praxisnah demonstriert und im direkten Feedback korrigiert werden können.
Die Fortbildung gliedert sich in vier inhaltliche Blöcke von der Anatomie über die klinische Interpretation und die Testverfahren bis zu den Mobilisationstechniken. Der praktische Anteil nimmt dabei durchgehend breiten Raum ein, da die Techniken am Übungspartner erlernt und wiederholt geübt werden, bis sie sicher und dosiert beherrscht werden.
Die Fortbildung schließt mit einer trägerinternen Teilnahmebescheinigung über die absolvierte Fortbildung im Bereich Neurodynamik ab. Eine externe, herstellerunabhängige Zertifizierungsprüfung ist für diese Fortbildung nicht vorgesehen, die Teilnahmebescheinigung dient als Nachweis der absolvierten Fortbildungsstunden.
Nutzen & Perspektiven
Der Mehrwert dieser Fortbildung liegt darin, dass sie neue Wege der Befundung und Therapie des neuromeningealen Systems eröffnet, die über rein muskuläre Betrachtungsweisen hinausgehen. Wer klinische Bilder neurodynamisch interpretieren kann, erweitert das eigene diagnostische Repertoire um eine Perspektive, die in vielen Beschwerdebildern bislang unzureichend berücksichtigt wird. Für die tägliche Praxis bedeutet das: Beschwerden, die sich mit rein muskulären Techniken nicht ausreichend erklären oder behandeln lassen, können durch die Einbeziehung neuraler Strukturen oft besser eingeordnet und gezielter therapiert werden. Die Praxisorientierung der Fortbildung stellt sicher, dass das Gelernte unmittelbar in den Behandlungsalltag integriert werden kann, ohne dass dafür zusätzliche technische Ausstattung notwendig wäre. Auch für die Patientenkommunikation ist dieses Wissen wertvoll: Wer neurodynamische Zusammenhänge nachvollziehbar erklären kann, schafft bei Patient/innen ein besseres Verständnis dafür, warum eine Behandlung an einer scheinbar entfernten Körperstelle ansetzt, und erhöht damit häufig auch die Bereitschaft, die vermittelten Eigenübungen im Alltag konsequent und regelmäßig umzusetzen. Langfristig erweitert diese Fortbildung das methodische Repertoire in der Manuellen Therapie und eröffnet Perspektiven für eine differenziertere Befundung und Behandlung in der physiotherapeutischen und ergotherapeutischen Praxis, insbesondere bei Beschwerdebildern mit unklarer rein muskulärer Ursache und wiederkehrenden, schwer einzuordnenden Symptomen.
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Arbeitsmarkt-Report
Pflege- und Gesundheits-Fachkräfte sind seit 2018 durchgehend als Engpassberuf gelistet. Demografische Entwicklung treibt die Nachfrage; höhere Tarife in Pflege und Reform der Pflegeausbildung verbessern Einstiegsbedingungen 2025/26 weiter.
Zielberufe & offene Stellen
Berufe, in denen Absolvent:innen dieses Kurses typischerweise arbeiten — mit bundesweit offenen Stellen der letzten 12 Monate.
- Ergotherapeut/Ergotherapeutin (Ausbildung)15.739 Stellen
- Fachpsychotherapeut/Fachpsychotherapeutin für Erwachsene2.186 Stellen
- Logotherapeut/Logotherapeutin112 Stellen
Verwandte Kurse & Alternativen
30 ähnliche Qualifizierungen & Kurse in diesem Themenfeld
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Brauche ich Vorerfahrung mit neurodynamischen Techniken?
Nein, die Testverfahren sowie Slider- und Tensionertechniken werden von Grund auf vermittelt. Vorausgesetzt werden Anatomie- und Physiologiekenntnisse aus einer therapeutischen Ausbildung.
Was ist der Unterschied zwischen Slider- und Tensionertechnik?
Slidertechniken mobilisieren das Nervensystem schonend durch Gleitbewegungen, während Tensionertechniken gezielt und dosiert Spannung auf neurale Strukturen aufbauen. Der Kurs vermittelt beide Techniken und ihre Auswahlkriterien.
Wird an einem Übungspartner praktisch geübt?
Ja, die Fortbildung findet als Präsenzunterricht statt und die Testverfahren sowie Mobilisationstechniken werden durchgehend praktisch am Übungspartner erlernt.
Welchen Abschluss erhalte ich?
Die Fortbildung schließt mit einer trägerinternen Teilnahmebescheinigung im Bereich Neurodynamik ab. Eine externe Zertifizierungsprüfung ist nicht vorgesehen.
Für wen eignet sich diese Fortbildung besonders?
Angesprochen sind Physiotherapeut/innen, Ergotherapeut/innen und verwandte therapeutische Berufe sowie Auszubildende ab dem zweiten Ausbildungsjahr.